Das Fedpol als oberste Polizeibehörde der Schweiz sieht ein „mutmasslich kriminelles Finanzkonstrukt“ bei Jacques und Jessica Moretti, den zwei Todesbar-Besitzern von Crans-Montana.
Das berichten mehrere Medien mit Bezug auf einen Fedpol-Bericht im Anschluss an Geldwäscherei-Meldungen der Walliser Kantonalbank und der UBS.
Die beiden Geldinstitute hatten den Morettis hohe Kredite gewährt. Aber erst nach der Katastrophe in der Silvesternacht mit 41 Toten und 115 Verletzten äusserten die Banken ihren Verdacht bei der zuständigen Bundesstelle.
Laut dem darauf aktiv gewordenen Fedpol könnte es sich bei den Moretti-Firmen um eine Art „Ponzi-Schema“ handeln. Ständig neues Geld fliesst sofort wieder ab – in undurchsichtige Kanäle.
Jessica Moretti habe sich häuig Geld von den Betreibergesellschaften der verschiedenen Bars in Crans-Montana und weiteren Orten geliehen, so das Fedpol.
Einmal gabs einen Rückfluss von einer der Gesellschaften an Geschäftsführerin Jessica Moretti, obwohl „keine Spur eines entsprechenden Darlehens zu finden sei“, so die NZZ.
Laut dem „Blick“ besteht „Verdacht auf Versicherungsbetrug“. Im Vieux Chalet, dem dritten Lokal der Morettis in Lens unterhalb von Crans-Montana, brannte es schon im Dezember 2023.
Danach sei auch im Le Constellation ein erstes Mal im Februar 2024, also knapp 2 Jahre vor der Todesnacht, Feuer ausgebrochen.
Immer habe es viel Geld von den Versicherungen für die Morettis gegeben, so die Zeitung. Dieses sei nicht für den „Wiederaufbau“ der Lokale verwendet worden.
Sondern für Steuern, Krankenprämien und Leasing-Zahlungen für einen Maserati und einen Bentley.
Wie kam es zum Brand vom 1. Januar? Was hatten die Morettis mit dem Feuerausbruch im Keller zu tun? Diese Fragen stellen sich jetzt neu.
„Follow The Money“ hat das Fedpol zum Schluss gebracht, dass der vorbestrafte Korse und seine Frau aus Südfrankfreich vermutlich Teil eines kriminellen Netzwerks sind.
Über dem Le Constellation an der Rue Centrale in Crans-Montana hatten sie im August 2022 eine Wohnung gekauft, gleichzeitig mit dem Erwerb der Bar im Erd- und Kellergeschoss.
Gleich drei Appartements im Mehrfamilienhaus des Walliser Bergorts erwarb eine Firma, deren Sitz in Sion liegt.
Und zwar an der gleichen Adresse wie jene des Unternehmen, das die Bar Le Senso im 2020 an die Morettis veräussert hatte.
Es handelte sich um deren 2. Lokal in Crans, nachdem sie mit dem Le Constellation im 2015 an den Start gegangen waren.
Der Besitzer des Le Senso ist ein bekannter Milliardär, er erbte einen grossen Teil der Luxus-Uhrenmarke Audemars Piguet.
Der Geschäftsmann hat laut NZZ von heute den Morettis privat und über seine Uhrenfirma mehr als 200’000 Franken geliehen.

Er und Jacques Moretti fuhren 2023 zusammen Rallye auf Korsika, wie die SonntagsZeitung schon früher berichtete.
Der Kauf von zwei Wohnungen im 2. und einer dritten im 3. Stock der Constellation-Liegenschaft durch die Firma, die an gleicher Adresse in Sion logiert wie jene, die das Le Senso verkauft hatte, erfolgte zwischen Juni und Dezember 2025.
9 Tage nach dem letzten Deal brannte unten die Bar, es kam zur Katastrophe. Nachdem die Polizei die Morettis zunächst in Ruhe gelassen hatte, wurde Jacques Moretti eine gute Woche nach der Feuersbrunst in U-Haft gesteckt.
Um wieder auf freien Fuss zu kommen, brauchte er Hilfe. Die total 400’000 Franken Kaution für ihn und seine Frau, damit diese nicht flüchten würden, stammten von einem Geschäftsmann mit Sitz in Genf, der Geld in Dubai hält.
Die deutsche „Bild“-Zeitung schrieb, das Geld stamme von „einer der reichsten Familien der Schweiz“.




Der IV Bezüger welcher dafür bekannt war, ohne Unterbruch hart zu arbeiten und sein Laden selbst umgebaut hat. Schwere Gewichte getragen hat? Nur im Wallis möglich!
Was jetzt wieder rausgekommen ist, siehe auch Blick aus online.
Ein Skandal ohne Ende.
Eine Netflix Serie ist zu wenig. Da gibt es jetzt schon eine Serie mit 3 Staffel bei der Anzahl der Skandale die hier herausgekommen sind.
Das ist ein Tritt ins Gesicht aller Opfer.
Es braucht eine externe Untersuchung eines Deutschschweizer Kantons.
Armer Herr Barbetreiber, die IV wird ihm sicher bei der Hafterleichterung angerechnet.
Am Schluss war die ganze Brand-Sache geplant. Und ist nur ein wenig aus dem Ruder gelaufen weil man nicht mit der schnelle Entwicklung des Brandes gerechnet hat.
Das kam mir auch in den Sinn. Deswegen war eventuell die Chefin so schnell draussen, das schon erstaunlich war, als ob man damit gerechnet hätte das es brennt, nur das Ausmass lief komplett aus dem Ruder. Und die „Verursacherin“ hat eine einstündige unbeobachtete Reanimation durch ihn samt Handlanger nicht überlebt, die hätte da einiges zu berichten gehabt
sagte ich bereits eine Woche nach dem Brand, nachdem bekannt wurde, dass die Fotos vom BFM TV am 2.1./6.30Uhr vom Brand hochgeladen wurden, gefälscht waren!
Dieser Sender mit Bezug zu Korsika schrieb auch nachher vorteilhaft für Moretti und ausgerechnet nach FR sollte ein Whistleblower die Fotos übermittelt haben?!
Moretti teilte vor dem Brand mit auf Insta, die Bar sei 2026 wegen Umbau geschlossen!
@ Junior Loomit-Pattaya,
und woher willst du das wissen? Bleib doch einfach bei den Fakten statt ständig zu spekulieren.
„Brise de la mere“. Es gibt verschiedene Videos, welche die Verbindungen entweder andeuten oder erklären. Ein Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=lmPrh1uSoGw – es ist ein Dreiteiler.
Brise de la „mere“? Brise de la merde?
Excellent, Lukas, dig deeper, there is much more, so it seems.
With every good wish,
Pascal Najadi
Du kannst deutsch lesen aber nicht schreiben?
Dig, Baby, dig!
Schon mal was von Versicherungsbetrug gehört? Soll sogar im Wallis vorkommen.
Ich habe lange in Wiedikon gegenüber von einem kleinen Juwelier – Uhrenladen – Goldankauf gewohnt.
Kunden sah ich in dem Geschäft über Jahre nur ganz selten. Es gab eigentlich auch kein Angebot im Laden. Der Eigentümer sass dort täglich seine Stunden ab, war mit seinem Handy beschäftigt und beobachtete das Geschehen auf der Strasse.
Das gibt es auch am Limmatquai. Zwei grosse Geschäfte, seit Jahren immer offen, immer leer.
Das gibt es auch in Wohnungen. Laufend kommen Männer zur Haustüre und die verlassen das Haus wieder innert 10 Minuten.
@Paradis für Geldwäsche,
in der Tat, das sieht man oft. Irgendwie scheint das niemanden zu kümmern. Es ist unverständlich, dass derartige Geschäfte nicht kontrolliert werden. Fehlt die rechtliche Grundlage?
@Unerklärbär,
hmmm, **30 Minuten** wären erklärbar aber **10 Minuten** ist schon etwas knapp.
Und wenn ich mir 50’000.- von meinem Konto auszahlen lassen will, muss ich mich bis auf die Unterhosen ausziehen und alle möglichen Dokument liefern. Sagenhaft, was hier alles so rumgewurstelt wird in der so sauberen Schweiz.
Wir lernen aus diesen Fall, dass unser Sozialwesen (IV-Betrug?), unsere Gemeinden (Überwachung und Durchsetzung ihrer Aufgaben), unsere Justiz (zu wenig Distanz und womöglich etwas ahnungslos) ihre Aufgaben/Jobs nicht wirklich analog der Entlöhnung umsetzen – hoffnungslose Überfroderung allenthalben.
Überall sind Entscheidungsträger im Lohn Range von 160′-220’000.– und sind (sorry) ganz einfach ihr Geld nicht wert! Ich darf davon ausgehen, dass dem auch in anderen Kantonen so ist. Hätte es im Thurgau gebrannt – möglicherweise genau das gleiche!
Warm renovieren nennt man das zynisch. Nur hat es im Fall von Crans-Montana 40 Tote gegeben. Vielleicht war die in diesem Artikel insinuierte Absicht der Grund, warum sich Jessica zuerst reflexartig die Kasse schnappte – ein bemerkenswerter Vorgang mitten in einer Notsituation! – und dann einfach davon lief. Dieses Paar scheint moralisch komplett bankrott zu sein.
Heisse Sanierung.
Ich glaube selbst im Kanton Wallis wird nach einem Brandereignis nicht einfach blind eine hohe Entschädigung ausbezahlt. Da wird in der Regel jede einzelne Handwerkerrechnung kontrolliert und ab einer grösseren Summe wird von den Versicherungen vor Ort auch überprüft ob die Arbeiten ausgeführt wurden. Das System würde so wie beschrieben also nur funktionieren, wenn noch weitere Personen involviert sind.
…und davon kann und muss man ausgehen.
Ich glaube die Medien sollten langsam wieder runter fahren. Die Hysterie ist unglaublich! Es gab schon diverse Vorverurteilungen, auch was das Dämmmaterial betraf. Auch dieses Medium sprach davon. Seit einigen Tagen ist jetzt aber auch klar, dass das Material in Ostdeutschland beschafft wurde, mit Kennzeichnung „brandsicher“. Wollt ihr nicht mal einfach die Untersuchung abwarten und mal endlich aufhören, Personen zu verurteilen? Soll jetzt nicht heissen, dass ich die Morettis in Schutz nehme! Ich bleibe einfach bei den Fakten.
Moretti hat anfänglich ausgesagt er habe den Schaumstoff im Baumarkt Hornbach gekauft. Erst am 20.2 hat er der Polizei einen Kaufvertrag mit einer ostdeutschen Firma übergeben. Dass Moretti in einer so zentralen Frage sich nicht richtig erinnerte und erst 50 Tage nach dem Brand einen Vertrag übergibt ist schon sehr fraglich. Es würde mich nicht überraschen wenn an diesem Kaufvertrag mit der Ostdeutschen Firma etwas faul ist.
Man kann ans Gute glauben,aber irgend wann ist Schluss !!
Du und Fakten? Eine Moretti die sich beim Brand aus dem Staub macht, Geld nimmt und nach Hause geht. Und noch schlimmer, Social Media Einträge löscht. Das sind die Facts!
Warum will der Schweizer immer abwarten und beobachten? Schwingt da die Hoffnung mit, dass sich mit der Zeiteils alles in wohlgefallen auflöst?
Es wird ja untersucht und das Wallis ist enorm unter Druck. Also sollte man die Untersuchung mal abwarten, bevor jetzt die ganzen selbsternannten Experten zu Wort kommen. Ja, es stimmt, zuerst wurde ausgesagt, dass das Material in Hornbach gekauft wurde. Ich will aber mal den Rest der Bevölkerung sehen, ob sie noch wissen, was sie vor 10 Jahren wo genau gekauft haben und was es gekostet hat. Ich sage ja, ein Geschrei um nichts. Sie sind noch nicht verurteilt und auch die Politik wird ihr Fett weg kriegen.
Die Täter sind die Morettis.
Aber da sind auch viele Ermöglicher.
Nur schon der Alkoholausschank an Minderjährige und überhaupt Kinder in einer Erwachsenendisco. Probier das mal in der Ausserschweiz…
In 5 Minuten ist – zu Recht – die Polizei da.
Ergo was machte die Walliser Polizei? Keine Verantwortung. Der Staat? Nix gesehen. tja.
„Aber erst nach der Katastrophe in der Silvesternacht mit 41 Toten und 115 Verletzten äusserten die Banken ihren Verdacht bei der zuständigen Bundesstelle.“
Klar, solange sie (die Morretis) unter dem Radar flogen, merkte man bei den Banken nichts. Erst als deren Namen in den Medien auftauchte, fiel es denen auf.
Der Klassiker.
Richtige Plauddertaschen unsere Fedpol-Profis. 😂
Grüezi Herr Hässig, danke zu Ihrem Journalismus! Sie waren am 1.1.2026 einer der ersten der mit kritischen, den Hintergrund beleuchtenden Faktoren zum Geschehen in Crans Montana aufwartete. Und: „SRF scheitert bei Crans-Montana“
Sie waren einer der ersten der die undurchsichtigen „Finanzkonstrukte“ und „Fälle von Zuhälterei“ aufdeckte. Nun erwähnt auch die Fedpol „ein mutmasslich kriminelles Finanzkonstrukt“. Kurt Zimmermann meinte in der WW 2012: Sie sein in Sache „Pieren Vincenz in Höchstform gewesen – ein dickes Lob“. Nun: in der Sache Crans-Montana war Sie wieder in Höchstform. Danke!
Es scheint, dass EU-Bürger in der Schweiz mehr Rechte haben als wir Schweizer. Offensichtlich geniessen sie auch mehr Freiheit und werden weniger kontrolliert. Wir werden von Idioten regiert.
Ich weiss nur eines, das Volk darf jetzt dafür bezahlen.
Die Behörden haben das Land durchkämmt und machen sämtlichen Restaurant-, Bar-, Club-, Kulturbetreiber den gar aus.
Von einer extreme in die andere. Und während die Behörden jetzt Restriktiv handeln, läuft im Wallis alles frei herum.
Bei diesen mannigfaltigen Vorstrafen und diesem Business ist tatsächlich niemand and die Idee gekommen, die Herkunft des Geldes zu hinterfragen?
Es gibt viele Betriebe in der Schweiz im Gastgewerbe und im Barbergeschäft etc., die den Gemeinden überhöhte Steuern abliefern, die in keinem Verhältnis zum erwirtschaften Ertrag stehen.
So entsteht auch gewaschenes Geld.
Der Staat ist an der Misere nachhaltig mitschuldig.
Es ist unerträglich, viele Woche zuschauen zu müssen, dass dieser Noch-Gemeindepräsident Nicolas Féraud nicht selbst per sofort zurückgetreten ist. Sein Rauswurf aus dem Gemeindehaus von Crans Montana ist ja nur noch eine Frage von wenigen Tagen…
Der Besitzer des Senso IST nicht der genannte Uhren-Milliardär, er WAR es:
https://walliser-zeitung.ch/walliser-kantonalbank-vergibt-kredite-in-millionenhoehe-trotz-verlusten/
Korsika – Crans-Montana – Immobilien – Luxusautos – zwielichtige Vergangenheit: Dass hier Geldwäscherei/Mafia im Spiel sein könnte, ist ja nicht gerade Rocket Science: Bravo, Fedpol!
Ich wundere mich nur, dass es so lange gedauert hat … und wir weiterhin naiv und brav zuschauen, wie in der Schweiz an vielen anderen Standorten dasselbe in grün vor sich geht.
Vielleicht sollten wir etwas weniger Parkbussen verteilen und Velodemos begleiten und uns aufs Wesentliche fokussieren – let’s try!
Der Kanton Wallis ist gefordert ! Die Rechnung darf nicht auf Kosten des Landes gehen. Die Ski WM wird ja trotz allen Bedenken dort ausgetragen. Es wird kassiert ! Die Verursacher und die ganze Walliserbevölkerung soll zahlen. Es würde dann die Möglichkeit bestehen ,dass man inskünftig eine wenig genauer hinschaut wen man wählt!
Et ça surprend encore? Alors que depuis le début de ce drame tout un faisceau d’indices pointait déjà vers une architecture de blanchiment. À plusieurs reprises, sur ce blog, j’ai notamment pointé du doigt les négligences quant au devoir de diligence (LBA), mes interrogations sur les non-signalements au MROS par les banques au regard des éléments, et exemples à l’appui. Puis souligné la „passivité“ de Fedpol. Les rôles des avocats/notaires et celui de la société fiduciaire de D. D-M. (à faire pâlir le GAFI/FATF) dans la conduite des flux financiers douteux 🙈🙉🙊
Sperrt das Paar doch nun endlich ein und lässt die Bundessteuer in Ruhe. Unser Geld, aber nicht unser Problem!
Das habe ich von Anfang an immer wieder gesagt: So eine Schall-Decke brennt nicht wegen einer Wunderkerze auf einen Chlapf, da war irgend ein Brandbeschleuniger oder ein Gas dabei. Danke dass Brandstiftung nun endlich in die Möglichkeiten einbezogen wird.