Die Wählerschaft in der Oberländer Gemeinde Gossau strafte am vergangenen Sonntag ihren langjährigen Gemeindepräsidenten Jörg Kündig (FDP) ab.
Sie wählte ihn zwar nochmals in die Exekutive, aber das Präsidium verwehrte sie Kündig. Der hat dann innert 24 Stunden entschieden, nach 32 Jahren auf seinen Sitz in der Regierung zu verzichten.
Der sonst übliche Amtszwang kann in seiner Konstellation ganz legal ausgehebelt werden.
Damit aber nicht genug Spektakel: Auch Patrick Umbach (Mitte) wurde als Mitglied der Schulpflege abgewählt.
Obwohl ohne Konkurrenz als Schulpräsident gewählt, kann Umbach dieses Amt nicht antreten. Ebenfalls verliert er dadurch seinen automatischen Sitz als Ressortvorsteher Bildung im Gemeinderat.
Alles aus dem Nichts? Im Gegenteil. Die Abstrafungen sind eine logische Konsequenz der Riesen-Pleite mit dem Spital Wetzikon.
Die Personalie Umbach ist besonders brisant. Er ist der Ehemann von Brigitte Umbach-Spahn. Sie wiederum ist vom Bezirksgericht Hinwil eingesetzte Sachwalterin im Nachlassstundungsverfahren.
Die personelle Verflechtung ist der von Clearway Capital angeführten Gläubigergruppe ein Dorn im Auge.
Ein Antrag zur sofortigen Absetzung von Umbach-Spahn sowie ihres Co-Sachwalters wegen Interessenskonflikten scheiterte im letzten September an einer Gläubigerversammlung.
Nun haben die Gossauer Stimmberechtigten für eine Klärung gesorgt.
Für die Abwahl von Ehemann Patrick Umbach gebe es weitere Gründe. „Die Schule brennt“, sagt ein Insider. Gemeint sind Vorfälle vor zwei Jahren, wie Lokalmedien berichteten:
Unzufriedene Lehrerschaft, hohe Fluktuationen und Krankschreibungen, schlechte Kommunikation.
Bei der Sanierung des Spitals Wetzikon steht am 23. März eine nächste Entscheidung an. 11 von 12 Aktionärsgemeinden wollen entscheiden, wie 3 Millionen aufgetrieben werden können.
Dies, um die anvisierte Kapitalerhöhung über 50 Millionen zu sichern.
Hintergrund ist das Nein der Stimmbevölkerung der 12. Gemeinde, Bubikon, bei der steuerfinanzierten Sanierung des Krankenhauses mitzumachen. Ohne Lösung droht eine Bauruine.
Da es sich um einen Zusatzkredit handelt, müssten unweigerlich wieder die Stimmberechtigten begrüsst werden. Eine Bewilligung in eigener Kompetenz als Gebundene Ausgabe könnte langatmige Beschwerden auslösen.
Die gleichen 11 Gemeinden haben vor wenigen Wochen dem Regierungsrat einen Antrag für eine 50 Millionen Staatsgarantie gestellt.
Sie soll es ermöglichen, die Fertigstellung des Neubaus mit Fremdkapital zu finanzieren.
Ein „Nein“ kam umgehend von der zuständigen Gesundheitsdirektorin, Regierungsrätin Natalie Rickli.
Seit dem 170-Million Zahlungsausfall bei einer Kapitalmarktanleihe vor 2 Jahren ist für die SVP-Magistratin das Spital Wetzikon nicht systemrelevant.
Der Gesamtregierungsrat des Kantons Zürich dürfte gleich entscheiden. Somit wird das Szenario „Konkurs“ immer wahrscheinlicher.
Ein Kaff bei dem man erst googeln muss, wo es genau liegt, braucht niemals ein Spital.
pattaya vernebelt einigen offenbar die Sinne. Wenn du googeln musst wo wetzikon ist, dann bleib am besten in thailand. dort gibt es sicher auch einen Spital.
Ist auch das Zickli nicht.
Aber halt eben ein „young global leader“ aus WEF’s Gnaden, wie die Bärbock.
es war Bubikon – nicht Dürnten -, dass sich der Weiterfinanzierung verweigert hat. Auch diese Behauptung ist falsch: „Ohne Lösung droht eine Bauruine.“ Bei dem Niedergang des Gesundheitswesens werden noch viele Ruinen hinzukommen. Die Ärzte und Pflegemitarbeiter in Wetzikon sind diesbezüglich Pioniere: Sie bieten beste Versorgung in Ruinen – meine eigene empirische Feststellung. Das muss man erst einmal können.
Man ist besser aufgehoben bei den Ärzten im Spital Wetzikon als in der Uni-Klinik Zürich.
Im 15. Absatz des Artikel steht Bubikon.
Ansonsten mögen Sie teilweise Recht haben.
Dieser Totalversager sollte für sein teures Debakel zu Lasten der Steuerzahler persönlich haften müssen. -Aber der wischt alles unverfroren weg wie die Mafia-Behörde in Crans-Montana☹️!
Bitte Spital schliessen, in Uster, 5’ via Auto entfernt, sind Patienten besser und günstiger aufgehoben.
Wenn sie mit dem Auto in 5min vom Spital Wetzikon ins Spital Uster kommen, würde das die Polizei ebenfalls interessieren.
Alle Polizeien möchten mehr Leute. Leider können sie keine Verbrecher mehr jagen, den 98% des Personals macht lukrative Verkehrskontrollen oder stellt Radars an künstlich verlangsamten Strassen auf.
Wenn sie nochmals 100 Leute anstellen könnten, dann würde man davon vielleicht auch einen für die Verbrecherjagd abtreten.
Nicht nur im Wallis, sondern auch bei uns in der Üsserschwiiz, bestimmen teilweise Vetterliwirtschaft und Inkompetenz den Alltag.
Es ist an der Zeit, dass wir BürgerInnen wieder selber für den Alltag Verantwortung übernehmen. Überall ist der Saustall „Politik&Staat“ auszumisten.
Höchste Zeit, dass Sonnenschein-Politiker Kündig endlich die Reissleine zieht. Er verkörpert den typischen FDP-Politiker alter Schule, Sesselkleber und Ämtlischacher. Für die Aufräumarbeiten und Schadensbegrenzung braucht es neue Kräfte.
Mit dem Zug ist es von Wetzikon bis Uster 5 Minuten. Dort hat es auch ein Spital, das schlecht ausgelastet ist.
Und für viele Gemeinden des Oberlands ist das Spital Männedorf (ebenfalls schlecht ausgelastet) näher. Und im Norden kann man nach Winterthur gehen.
Was hat man im Oberland gejammert, als die Spitäler Rüti und Wald geschlossen wurden. Hat niemand vermisst.
Es braucht einen Notfalldienst in Wetzikon oder Hinwil.
Mehr nicht.
Männedorf schlecht ausgelastet? Im November musste ich (3 km entfernt von Männedorf) als Notfall ins Spital. Dann hiess es, Männedorf voll, ab nach Wetzikon. Die Behandlung in Wetzikon war Spitze! Dann, nach 2 Wochen wurde ein Platz frei in Männedorf und ich wurde verlegt. Von wegen schlecht ausgelastet.
@Besser recherchieren, Herr Gantner,
Ja, da ist was dran. Die ärztlichen Karrieristen, denen die Patienten egal sind, streben nicht ins Spital Wetzikon. Deshalb wird man dort mehr Menschlichkeit finden als anderswo.
@Rav
Es ist unrichtig, in Uster besser aufgehoben zu sein. Das zeigt schon ein Vergleich der Leitenden Ärzte.
Also, irgendwie verstehe ich den Text nicht: Patrick Umbach wurde nicht in die Schulpflege gewählt. Und ohne Wahl in die Schulpflege, kann man auch nicht als Präsident gewählt werden, diese Stimmen sind ungültig. Dieser Satz im Artikel kann deshalb nicht stimmen: „Obwohl ohne Konkurrenz als Schulpräsident gewählt, kann Umbach dieses Amt nicht antreten.“
Ahm. Spannend. Oder so.
Meine Meinung: Nicht jedes Provinzkaff kann die besten Herzchirurgen haben.
Mit anderen Worten: Fuck Spital Wetzikon. Und nein, auch Seegräben braucht kein eigenes regionales Gross-Spital.
Ein Wunder, dass man noch dem SP Stadtpräsident von Wetzikon Pascal Bassu die Stange hält. In voller Selbstverständlichkeit möchte er den Schuldenschnitt mit der Brechstange erzwingen und der Bäcker und der Gemüsehändler sollen auf 70% ihrer Forderungen verzichten. Danach sollen noch die Steuerzahler Geld nachschieben, nur damit sein Gesundheits Prunktempel in Wetzikon stehen bleibt. Uster und Männedorf haben mehr als genug Kapazität um die Patienten aufzunehmen.
Sie sind sich aber auch bewusst, dass Bassu nur dort landen konnte, weil eine nach dem ersten Wahlgang absolut abgeschlagene und chancen- wie farblose Kandidatin der FDP es nicht über ihr Ego brachte, ihre Kandidatur zugunsten des SVP-Kandidaten zurückzuziehen?
Will heissen: dank der Sturköpfigkeit, des Egos oder schlicht der Dummheit der FDP Wetzikon hat die Stadt nun eben eine linke Regierung. Da kommt eben, was kommen muss.
Es sind zwei Kostentreiber im Gesundheitswesen.
Brauchen wir überall Soitäler mit 5 Sterne Komfort am Besten von Herzog & De Meuron und Rindsfilet auf dem Teller nach der Narkose?
Seit das Fach Medizin von der Passion ins reine Business von irgendwelchen Karrieristen abgerutscht ist, gibt es bei den Kosten und Prämien sowieso kein halten mehr.
Und wenn jedem „Büggeli“ bald Krebs unterstellt wird, wird noch schneller zum Messer gegriffen
Maisano war so ein Paradebeispiel eines Karrieristen der für seinen eigeuProfit sogar Todesfälle in Kauf nahm.
In Wetzikon wird keine „Bauruine“ stehen bleiben, denn für die Nutzung des jetzigen Rohbaus gibt es diverse Alternativen.
Jörg Kündig hat den Amtszwang nicht „ausgehebelt“. Was für einen Unsinn, festgehalten von einem ehemaligen FDP-Kantonsrat und Bezirksrat Uster!!
Polemisch von mir: Auch in der Gemeinde Maur ZH gab es genug Spektakel:
Alex Gantner wollte Gemeinderat werden und landete weit, weit abgeschlagen mit 336 Stimmen auf dem letzten Platz.
Der 2. letzte nicht Gewählte erhielt immerhin 1’625 Stimmen.
Ich bin heute der Klaren Überzeugung, dass alle Gläubiger den Konkurs wählen sollten, das würde zwar etwas länger dauern, aber alle Gläubiger werden davon proftitieren. Der Spitalbetrieb kann dann an die Gemeinde abgeben werden (gegen Cash), die Immobilien und die Brache gehen an die Gläubiger, auch der ganze Cash. Der Spitalbetrieb kann auch an Männedorf oder Uster übergeben werden und dann kann das Areal umgenutzt werden. Wetzikon boomt und braucht Raum.
Das regionale Asylzentrum, welches in der Bauruine entstehen wird, sollte auf „Kündig-Umbach Zentrum“ getauft werden!
Nur so realisieren es alle.
An Familien Umbach & Kündig; schon ans Umziehen gedacht?!
🏆Wenn wir hier als Vorbilds Kanton ZH mit Anspruch auf Wirtschafts-Lokomotive CH Stellung, solchen Geograf. Spital Mist (Uster/Wetzikon)
a) planen
b) halbfertige bauen
c) final nicht mehr finanzieren können
📚📕📗📘📙📒📎🧮✂️📌🎁🎈Dann ist das ein politisches Selbstzeugniss, direkt & indirekt für alle Polit. Systemlenker hier. Kleingeistige Dörfli Politik und das rote Endresultat. Wie auch bei der immer noch dörflich ausgerichteten LP21 Bildung für die Zukunft mit den Berufsprofilen aus 2010. Dead end street. Macht auch keinen Sinn mehr so.
Überall knarzt es im FDP-Filz. In der schönen und reichen Gemeinde Zollikon ist es noch nicht so weit, da hat man „Bisherige“ mit schwachem Leistungsausweis, die ausser ein paar Solarpanelen nicht viel zustande brachten, bestätigt, haben die FDP Seilschaften gehalten. Nur der Schulpräsi (FDP, natürlich) muss in einer zweiten Runde gegen einen GLPler bestehen. Kann man nur hoffen, dass hier in vier Jahren auch mal die Hütte wackelt.