In einem Beitrag in diesem Medium thematisiert Dr. André Plass den Umgang mit Interessenskonflikten am Beispiel der Nuklearmedizin des Universitätsspitals Zürich (USZ).
Als direkt Angesprochener muss ich einige Dinge klarstellen. Für meinen Consulting-Vertrag mit der Firma General Electrit im Jahr 2008 habe ich die schriftliche Einwilligung der Spitaldirektion und der Universitätsleitung eingeholt und sie mit der Feststellung erhalten, dass eine universitär-industrielle Partnerschaft höchst willkommen sei.
Was heute als Interessenkonflikt taxiert wird, wurde früher aus einem anderen Blickwinkel auch positiv bewertet.
Mein Nachfolger wurde in einem ordentlichen Verfahren nach kritischer Evaluation durch eine unabhängige Findungskommission von Uni und USZ „primo et unico loco“ als geeignetster Nachfolger vorgeschlagen und dann durch diese Institutionen gewählt.
Dass er später zum Vorsteher der Klinik- und Institutsdirektoren und zum Direktor des USZ-Circle bestimmt wurde, ist ein Beweis für seine Qualifikationen.
Warum hier ein Interessenkonflikt stipuliert wird, ist nicht nachzuvollziehen.
Interessenskonflikte entstehen immer dort, wo innovative Mitarbeiter tätig sind. Das USZ hält nicht zuletzt dank solchen Mitarbeitern im internationalen Vergleich einen absoluten Spitzenplatz, wie das neueste Newsweek 2026 Ranking of Best Hospitals in the World zeigt, wo das USZ Platz 9 innehat.
Innovative Mitarbeiter sind als Berater gesucht, gründen Startup-Firmen und erfinden neue Behandlungsmethoden. Bei all diesen Tätigkeiten gibt es potenzielle Interessenskonflikte.
Mit einem Interessenskonflikt kann auf drei Arten umgegangen werden:
1 „Laissez-faire“ Haltung;
2 Verbot jeglicher Tätigkeit, die zu einem Interessenkonflikt führen könnten;
3 Sorgfältige Begutachtung jedes Einzelfalles mit Festlegen von klaren Rahmenbedingungen.
Eine „Laissez-faire“-Strategie ist problematisch, aber genauso ein generelles Verbot jeglicher Tätigkeit mit Potenzial für einen Interessenskonflikt.
Bei einem strikten Verbot werden gerade die innovativsten und kreativsten Mitarbeiter sich zwei Mal überlegen, ob sie am USZ verbleiben wollen.
Es bleibt als Option also nur die sorgfältige Beurteilung der Situation. Diese wird bei neuen Behandlungsmethoden durch die kantonale Ethikkommission durchgeführt.
Es ist mir kein Fall am USZ bekannt, bei dem die Vorgaben der Ethikkommission nicht befolgt wurden.
Bei Beratermandaten und Startups obliegt es den involvierten Parteien, eine einvernehmliche Lösung zu finden, die den Interessenskonflikt auflösen kann. Bei gutem Willen kann für beide Parteien immer eine saubere vertragliche Absprache getroffen werden.
In einer Zeit, wo das Einkommen von Aerzten in Privatspitälern um ein Mehrfaches höher sein kann als am USZ, braucht es Wege, für innovative Mitarbeiter andere Freiräume zu schaffen, die mit den Interessen des USZ in Einklang sind.
Hier ist gute Gesprächskultur und gegenseitiges Verständnis gefragt. So können „win-win“ Situationen geschaffen werden, die zu einem echten „Public-Private-Partnership“ führen und gleichzeitig einen Aderlass von Talenten am USZ verhindern.
Wenn sogenannte „Whistleblower“ vermeintliche Interessenskonflikte anprangern, muss man auch den „Whistleblower“ genau durchleuchten. Auch „Whistleblower“ können aus Eigeninteresse handeln, um Kollegen oder Vorgesetzten zu schaden.
Leider sind dem USZ bei Vorwürfen durch einen „Whistleblower“ oft die Hände gebunden. Details, die vermeintliche Unregelmässigkeiten für die Öffentlichkeit einfach klären könnten, dürfen aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht publik gemacht werden.
Viele Fälle der letzten Jahre, bei denen das USZ negativ in die Schlagzeilen geraten ist, würden sich sofort verflüchtigen, wenn es seine Sicht der Dinge öffentlich darstellen dürfte.
In meiner langen Karriere habe ich immer wieder beobachtet, dass die Presse negative Schlagzeilen zum Beispiel im Umfeld des USZ „erfindet“, weil die Recherchen nicht fundiert sind. Das führt dann zu einer Rufschädigung, die auf Halbwahrheiten basiert.
Auch die Presse hat hier einen Interessenskonflikt: Auflagestärke gegen Wahrheit. Weil die Wahrheit oft viel unspektakulärer ist, als vermutet wird, werden Halbwahrheiten gedruckt.
Aus diesem Grund gab es bisher auch für die Presse gewisse Regeln. Diese sind aber im Zeitalter von unqualifizierten „Social Media Posts“ ausser Kraft gesetzt worden.
Wegen dem Persönlichkeitsschutz sollen Unregelmässigkeiten nicht aufgedeckt oder erklärt werden dürfen? Was für eine oberbillige Ausrede !
Aus Persönlichkeitsschutzgründen möchte ich micht hierzu nicht äussern.
Wann schreibt eigentlich die Dame mit dem Futz wieder einmal? Sie sagte maln was von Hunterfutzingen oder so. Das fand ich so lustig!
Interessenkonflikte können gelöst werden, wenn Engagements ausserhalb der primären Tätigkeit unbezahlt sind oder die Bezahlung vollumfänglich dem primären Arbeitgeber zugute kommt.
Eben gerade nicht!
Wer innovativ ist und neue Methoden entwickelt, soll dafür auch seinen Obolus bekommen. Von mir aus auch mit einer saftigen Lohnerhöhung, aber gratis arbeiten – mit viel Hirnschmalz – geht mal gar nicht.
Bei den Bankstern ist es üblich fürs nichtstun (fremdes Geld Gassi führen), erhebliche Boni einzustreichen. Die haben NullkommaNull Erkenntnisse beigetragen. Was das absolute Gegenteil von wissenschaftlichem Arbeiten ist.
Arbeiten Sie etwa gratis und lassen andere an Ihren Erfindungen und Entwicklungen verdienen? Wissen Sie was hinter einer Erfindung, einer neuen Technologie usw. für ein Aufwand steckt? Das würde jegliche Innovation im Keim abwürgen. Und die Schweiz ist mit dem Ausland, insbesondere den USA bereits jetzt überhaupt nicht mehr konkurrenzfähig. Bitte vor dem Schreiben das Hirn einschalten.
Lasst endlich mal freie Marktwirtschaft im Gesundheitswesen zu. Dann erledigen sich 90% der Probleme von selbst, sinken die Preise und zählt wieder Leistung.
Mit unserem linkssozialistischen, aktuellen System haben wir jetzt 35 Jahre schlechte Erfahrung und 5% Preiserhöhung für die braven Zahler pro Jahr. Irgendwann sollte da doch ein Lerneffekt eintreten.
Bald ausgesteuert und trotzdem eine Umschulung. Respekt. Andere geben schon beim Gedanken an Verantwortung auf – du gehst wenigstens dahin, wo’s wirklich zählt.
Wer in der Schweiz „endlich freie Marktwirtschaft im Gesundheitswesen“ fordert, hat das eigene System offenbar nie angeschaut. Wir haben bereits eines der marktorientiertesten Modelle Europas – und genau dort entstehen viele der Kostenexplosionen. Von „linkssozialistisch“ zu reden ist daher weniger Analyse als Ausrede. Wenn man die Realität ignoriert, wirkt der Ruf nach noch mehr Markt eher wie Ideologiepflege als Problemlösung.
Wenn das Schweizer System wirklich „linkssozialistisch“ wäre, würden wir wohl kaum eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt betreiben. Das ist ungefähr so, als würde man einen Ferrari „zu langsam“ nennen, weil er im Stau steht.
Wer, wie @MarcelPalfner, freie Marktwirtschaft im „KVG-Gesundheitswesen“ fordert, hat das KVG-System weder verstanden, eventualiter offenbar nie korrekt angeschaut.
Die Anzahl Arztbesuche bestimmt jeder KVG-Versicherte selber. Sache der Kantone ist die „Spitalplanung“. Es wird zu Spital-Schliessungen kommen müssen, aber dort werden „Notfall-Schwerpunkte“ zu errichten sein.
Lächerliches „Geschwafel“ ist daher die Festhaltung, dass sich 90% der Probleme von selbst lösen.
Aha in Privatspitälern können sie ein Mehrfaches verdienen. Was ist das für ein Selbstbedienungsladen ? Kein Wunder steigen die KKPrämien in astronomische Höhen. Wann wird hier ein Riegel geschoben?
Ist ja niemand verpflichtet, sich privat zu versichern und dort hinzugehen. Hier spielt der freie Markt, und Qualität kostet halt. Siehe all die USZ-Skandale.
Zudem sind Innovationen in der Schweiz in den letzten 10 Jahren kaum mehr im USZ und ähnlichen Institutionen entstanden, sondern im privaten Bereich. Oder meinen Sie Maisano und das Cardioband?
Der Verweis auf wissenschaftlich komplett unfundierte und gekaufte Rankings spricht auch für sich…
Also die Tarife in Privatspitälern für Privatpatienten sind die gleichen wie am USZ für Privatpatienten. Nur muss ein Arzt als selbstständiger Belegarzt unternehmerischer sein, sprich effizienter als ein staatlich Angestellter der seinen Lohn sowieso bekommt. Der Belegarzt muss seine Patienten auch selber akquirieren. Her von Schulthess verwechselt hier Staatsangestellte mit Unternehmern mit unternehmerischem Risiko.
Wie meinen sie gekauft ? Können sie belegen, dass hier jemand gekauft wurde ?
Was für ein Gerede! Ohne unternehmerisches Risiko Geschäfte betreiben, da man im Hintergrund die Bezahlung eines öffentlichen Spitals inklusive Steuergelder hat, macht die freie Marktwirtschaft kaputt. Es ist ein No-go
Gustav von Schulthess demaskiert sich hier selbst. Es ist eine klar definierte Regel am USZ nicht in Konkurrenz zu arbeiten. Ist auch klar, das kann sonstig überhaupt nicht funktionieren. Es werden öffentliche Gelder benutzt um sich selbst gegen die öffentliche Institution zu positionieren.
Alle die immer dieses sinnlose Newsweek Ranking nehmen, wissen nicht zu argumentieren. Dieses Ranking nimmt niemand ernst, da die Kriterien im Detail unklar sind und von den Spitälern selbst gliedert werden , ausserdem fliessen starke Marketing Strategien ein. Und dort ist das USZ hochaktiv und bezüglich Daten weiss man ja was am USZ los ist. Newsweek beurteilt Spitäler wie Hotels. Wie soll das auch für Spitäler weltweit funktionieren? Das sind Pauschalparameter. Im übrigen würde das USZ genau so rum argumentieren wenn diese nicht so hoch stehen würden.
Das gleiche Gerede macht von Schulthess als er USZ und diesen Maisano in Schutz nahm
https://www.tagesanzeiger.ch/die-kritik-am-unispital-ist-ueberzogen-925488788760
Anschliessend wurden in den Folgejahrenn beschönigte Ergebnisse, unterschlagene Ergebnisse bekannt. Der sogenannten Innovation wurde die CE Zertifikat entzogen, das Produkt wurde eingestampft. Patienten hatten Alternativen. Es sind hunderte Millionen geflossen. Und Schulthess nannte das lächerlich
Das übliche Schöngerede der FDP, immer das gleiche Gerede, auch beim Kispi (eine halbe Milliarde mehr verpulvert), beim Spital Wetzikon (Bauruine), CS, Swissair etc. Fahren alles reihenweise an die Wand, Partikularinteressen Priorität, und erklären wie die Welt funktioniert. Man könnte manchmal denken, die glauben wirklich das was sie da reden.
Der GE Skandal war damals das abgesehen das von Schulthess zwar die Position räumen musste, aber es keine Konsequenzen gab. Er hat damals GE Geräte bestellt als Klinikdirektor eines öffentlichen Spitals/USZ mit öffentlichen Geldern ohne tatsächliche Ausschreibung, und war gleichzeitig bezahlter Berater bei GE. Wie dieser denkt schreibt er nun selbst.
Also ein Arzt wird bezahlt vom USZ und behandelt in Konkurrenz zum USZ in eigener Praxis Patienten die auch ans USZ gehen sollten. USZ schreibt rote Zahlen, Steuerzahler muss einspringen, da USZ öffentlich. Das nennt von Schulthess innovativ. Er fand auch das katastrophale Produkt von dem Italiener toll, solange es Geld brachte
Wer, wie @MarcelPalfner, freie Marktwirtschaft im „KVG-Gesundheitswesen“ fordert, hat das KVG-System weder verstanden und/oder nie korrekt angeschaut. Es nützt auch wenig, wenn er „Pflegehelfer“ werden möchte, resp. könnte!!
Die Anzahl Arztbesuche bestimmt jeder KVG-Versicherte selber. Sache der Kantone ist die „Spitalplanung“. Es wird zu Spital-Schliessungen kommen müssen, aber dort werden „Notfall-Schwerpunkte“ zu errichten sein.
Lächerliches „Geschwafel“ eines „bald ausgesteuerten“ ist die Festhaltung, dass sich 90% der Probleme von selbst lösen.
Naja, soviel Innovatives ist am Unispital ZH nicht gerade entstanden. Fast alle neuen Innovationen kommen einmal mehr aus den USA. Die einzige Innovation in den letzten 10 Jahren aus der Schweiz? On-Schuhe. Ja, genau Schuhe aus der Hightechnation Schweiz.
Aus dem Unispital-Laden kamen nur unbrauchbare neue Herzklappen…
Ich habe mal recherchiert: der liebe Herr v.Schulthess verdreht hier einiges, das er für GE als Berater arbeitete war nicht der Punkt, es ging um Bestellung von GE Geräten durch ihn ohne Ausschreibung! es ging nicht um Interessenkonflikt von Kaufmann wg Circle, sondern wie dieser in die Position gelangte. Und den Umkehrschluss, weil einer in dieser Position ist/dorthin kam Fähigkeiten anzudichten ist offensichtlich.
Das ist also die Aufforderung Regeln mit den Füssen zu treten, und die sich an Regeln halten, weil es ihnen um die Sache geht und vielleicht sogar innovativ sind-das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun- sind dann die Benachteiligten, werden frustriert und gehen. Es ist ein Denkfehler: der Autor stellt Profitgier mit Innovation gleich. Genau das Gegenteil ist der Fall, die Besten gehen woanders hin, wenn es nicht um die Sache geht, Innovation sollte nicht primär geldgetrieben sein.
Das jemand mit so einem Geschreibsel, das völlig inhaltslos ist, reagiert, zeigt das er in einem wunden Punkt getroffen wurde, und zwar ziemlich heftig, denn was er schreibt um sich zu verteidigen ist derartig haarsträubend und erklärt vieles was in der Schweiz los ist.
Der Autor Schulthess legt seine Gedankenwelt offen, wenn er wirklich das glaubt, bedenklich, wenn nicht aber trotzdem so handelt und begründet noch bedenklicher. Es passt im übrigen zusammen mit den Geschehnissen am USZ der letzten 10 Jahre. Und sehecda nicht viel innovatives ausser das es ein Selbstbedienungsladen ist und die besten (die sich an Grundregeln halten) schnellst möglich das Weite suchen und niemand ans USZ kommen will.
Vergesst das Newsweek Ranking, v
so geschwollen es klingt, so wenig wertig istces. Man könnte Newsweek fragen ob sie gewisse Haftung übernehmen würden für ihre „halsbrecherische“ Tabelle, ich glaube da wäre das Thema schnell vom Tisch
Nach Schulthess hätte „Innovator“ Maisano bleiben sollen, und seine Schrottimplantate in die Herzen von Patienten weiter einsetzen sollen, sein Zögling Kaufmann hat ja Maisano in allen Bereichen unterstützt (bis zur Schulplatzvermittlung), Hauptsache es bringt Geld und Benefits. Solche würden sich es überlegen nicht zu kommen/zu bleiben, sagt Schulthess, ja das würde gut tun, wenn solche freiwillig nicht bleiben würden und das Weite suchen.
Finde ich auch! Die Probleme sind lösbar.
Wenn das Institut für Nuklearmedizin einige Tage ihre Castor-Behälter offen lässt und z.B. in der Kantine platziert, dann nehmen die Streitereien zunehmends ab.
Diese Mitarbeiter sind 100% beim Spital angestellt. Wenn sie Zeit für solche Nebentätigkeiten haben (die erst noch aus Egoismus konkurrieren) setzen sie sich nicht genügend fürs Spital ein.
Auf solche Mitarbeiter kann jeder vernünftige Arbeitgeber verzichten.
Offensichtlich ist das Spital ein Selbstbedienungsladen.
Uf de Maledive.
Meint s’Zickli.
Was ist Nuklearmedizin? Eine Pille, die im Magen einen Atompilz wachsen lässt? Ein radioaktives Zäpfchen?