Im Jahr 2007 erlebten wir in Sidney den Besuch eines US-Flugzeugträgers:
Tausende von uniformierten und tetosterongeladenen Marines im Ausgang, ein Grossteil der Polizei Australiens zusammengezogen, nur in Detachements von 20 Mann auftretend in Erwartung von Schlägereien.
Taxis fuhren aus Angst erst gar nicht. Auf hoher See konnte man den Flugzeugträger bestaunen.
Und es wurde klar: Nur diese schwimmende Festung schützte das wenig bevölkerte, aber riesige Rohstofflager Australien vor einem Zugriff der Chinesen.
Gleichzeitig berichtete die „South China Morning Post“, dass China Flugzeugträgerkiller entwickle, Überschallraketen, welche in Überzahl und gleichzeitig eingesetzt die Abwehrsysteme überwinden und das Schiff ausschalten sollten.
Plötzlich schien die US-Weltherrschaft endlich.
Und jetzt, im Irankrieg, versagen die amerikanischen Abwehrsysteme. Iranische Raketen haben einen US-Flugzeugträgerverband wohl beschädigt und jedenfalls verjagt.
Der Iran attackiert systematisch die US-Basen der Region mit dem Ziel, die USA aus den Golfstaaten zu vertreiben.
Danach kann nichts anderes bleiben als ein iranisch-russisch-chinesisches Protektorat. Und damit kollabieren Petrodollar, US-Aktienmarkt und das Kartenhaus der amerikanischen Schulden.
Denn bisher wurden die Golfstaaten von den USA beschützt, und dafür verkauften sie Erdöl nur gegen Dollars – die Petrodollars, welche die amerikanische Aktienhausse beflügelten.
Gleichzeitig würgt der Iran den Öl- und Düngerexport an der Strasse von Hormuz ab. Europa ist zwar fähig, sich selber zu ernähren, aber nur mittels Energie, die zu 70 Prozent importiert ist.
Ohne diese Zufuhr droht nicht nur Rationierung und Knappheit von Benzin, sondern auch von Nahrung. Von der zu erwartenden Wirtschaftskrise gar nicht zu reden.
Irans Führer hat vier Generationen seiner Familie durch einen nicht deklarierten und völkerrechtswidrigen Überfall verloren, er wird keine Rücksichten nehmen.
Irans Religion macht den Märtyrertod erstrebenswert. Iran hat das Schachspiel entwickelt, und seine Kriegführung erweist sich als erstaunlich effektiv.
Die Blockade der Strasse von Hormuz ist militärisch nicht zu durchbrechen. Nur diplomatisch. Und nicht ohne weitestgehende Konzessionen.
In Taiwan, Südkorea, Japan, Australien oder Europa müssen die US-Vasallen realisieren, dass sie sich auf die USA nicht mehr verlassen können, weder auf deren politische Führung noch auf die Wirksamkeit der US-Waffen.
Beim Ukrainekrieg und beim Irankrieg ging und geht es beide Male um amerikanische Hegemonie – und zwar beide Male gegenüber den Erben des alten Mongolenreiches: Russland, China, Nordkorea und Iran.
Aus der Ukraine haben sich die USA schon zurückgezogen. Im Mittleren Osten wird ihnen nicht viel anderes übrigbleiben.
Willkommen in der multipolaren Welt. Wir Schweizer können vermerken, dass die von uns schon bestellten Patriot-Systeme in Israel und den Golfstaaten nicht viel nützen.
Und wir würden wohl weiterhin gut daran tun, uns nicht in Kriegshysterie und Parteilichkeit einbinden zu lassen, sondern Abstand, Neutralität und Verteidigungsfähigkeit zu wahren – und uns um Vermittlung zu bemühen.
In dieser Schilderung (Kriegshysterie? oder nur eine von vielen Möglichkeiten?) gibt es ganz viele Behauptungen.
Sie dürfen gerne vermitteln.
Alles hat ein Ende.
Das ewige Imperium wandert weiter.
Sucht sich einen neuen Wirt.
Rinse – Repeat.
Selten so einen Quatsch gelesen.
So nicht.
(…) mit Kolumbus hat’s angefangen, mit Trump endet es! Aber keine Sorge, Vampire und Blutsauger haben immer Hochsaison!😌
Und was kommt als nächstes? Amerika zieht ihre Mc Donald‘s Filialen ab?
Nein – KFC. Endlich. Fand das immer viel zu fettig.
Alle Geheimdienste scheinen erstaunlich überrascht.
Dr. Fierz: Marines des US Marine Corps ≠ Sailors der US Navy. Ob es in Australien eine Küstenstadt namens ‚Sidney‘ gibt, ist mir unbekannt.
Eher Sydney. Aber vor allem Byron Bay muss cool sein.
20. April 1976, erster Tag Banklehre. Gesprächsthema Nr. 1, der Dollar, allg. Meinung, der verliert seine Vormachtsstellung als Weltleitwährung.
Aber was kommt dann? Weder der Yen noch der Rubel sind besser…
@Mood Swings
Ich pflanze jedes Jahr „Härdöpfu“
Und es kommt immer gut.
Solche Hypothesen kann man anstellen aber es kann in alle Richtungen laufen. Unter dem Strich ist eine grossmongolische-, gegenüber einer US-Hegemonie die schlechtere Option.
Ich wäre einfach für ein friedliches Miteinander.
💯
Immer diese Emojis…
🪬🧺🛎️🤹🎭🎰🎳
Der kulturelle Mix eines Staates ist das,was er heute ist. Dieser Krieg findet jetzt religiös-ideologisch in jedem Land, weltweit statt. Sog. neutral bleiben geht de facto gar nicht mehr (die üblichen Polit Statements mal ausgeschlossen) . Die alte CH Nussschalen-Schliess Taktik bis der Sturm draussen vorbei ist, funktioniert hier nicht. Diesen Sturm haben wir schon drin, im zwieschenzeitlich dürren, veralteten und ziemlich zeitverschlafenen, komplexen Klein-Nusskern. Jetzt kommen einige Nussknackers jedoch von draussen. Aus vielen Richtungen gleichzeitig hier bei uns vorbei.
Little fires everywhere.
@Seniorita
Yeap – fully true
FYI: little fires can get BIG, fast to sometimes deadly ends.
🛏️🛋️🧸🎁📚📎. 🛁🚿🚰
Die div. finanztechnischen Szenarien & Hypothese sind eine wichtige Sache. Was global gesellschaftlich jedoch gleichzeitig auf den Strassen abgehen wird, prägt unseren Alltag jedoch plötzlich ev. viel mehr (befürchte ich , faktisch & vektoriell betrachtet). Was dann jeden täglich wieder betreffen würde. Die allg. Spannung ist durch JobAbbau u. AI Prognosen schon relativ hoch gestiegen. D.h. nebst share values auch den „Street Sidepunkt“ immer sehr gut im Auge behalten.
Willkommen zu unseren Neuigkeiten aus der Fossiliensammlung
Der Autor versteht die Realitäten am Golf überhaupt nicht. Klar werden sich die Golfstaaten mehr multipolar ausrichten. Das tun sie schon lange. Schon 1986 bat Kuwait die Sowjetunion, seine Tanker zu beschützen.
Die Geschichte der Golfstaaten ist auch eine Geschichte der Ölindustrie, vorwiegend von US-Ölfirmen. US-Ölfirmen sind seit 1928 in Kuwait tätig, hatten 1933-1980 in Saudi Arabien ein Monopol. Kulturell, wirtschaftlich, und politisch bestehen sehr enge Bände, die sich nicht so schnell auflösen oder ersetzen. Die Einheimischen sprechen durchschnittviel besser US-Englisch als Schweizer.