Tally Weijl hat schon viele Stürme überlebt. Jetzt steckt sie möglicherweise in ihrem grössten.
Die Mode-Kette mit Sitz in Basel hat im November ihre Bilanz ins Lot bringen müssen. Ihre Eigentümer haben das Aktienkapital von 15 auf 3 Millionen heruntergesetzt.
Und zwar „zur teilweisen Beseitigung einer Unterbilanz“, wie im Handelsregister steht.
Das Sagen hat die deutsche Familie Kellerhals. Patron Erich Kellerhals war gross geworden mit dem Eletronik-Discounter Media Markt.

Seine Nachfahren sind vor gut 2 Jahren bei der Mode-Boutique eingestiegen, die einst von der Eroberung ganz Europas träumte. Die Famile Kellerhals übernahm Ende 2023 die Mehrheit des Unternehmens.
Zum Kapitalschnitt liess der Tally Weijl-Präsident Fragen per SMS unbeantwortet.
Es handelt sich um den in Basel bekannten Michael Bornhäusser, der einst als Präsident von Telebasel mit einem Interview zu reden gab und dann beim Medium per sofort von Bord ging.
Bornhäusser ist Partner einer Private Equity-Boutique namens Bulb Capital.
„Club Deals are used to directly invest into companies or real estate projects, together with other investors“, schreiben Bornhäusser und seine Mitstreiter auf der Bulb-Webseite.
Ob sie auch in Tally Weijl investiert sind, ist nicht bekannt. Sicher ist, dass Co-Gründer Beat Grüring weiterhin einen Anteil am Modehaus hält, das vor allem junge Frauen als Zielpublikum hat.
Coole Kleidergrößen 🤣.
Dieselbe Zielgruppe wie Shein, Temu & Co.? Mmmmmm.
In Basel scheint alles das Loch ähnlich den Rhein runterzugehen.
Mit Sina als Werbeikone kann es nur schief gehen….siehe Profitline damals mit B. Russi!
Mal wieder:
Zeichen der Zeit nicht erkannt und viel zu lange an Billig-Schrott und altem Management festgehalten. Kellerhals/Ceconomy hätte hier schon lange aktiv werden müssen.
Ausbaden werden es – wie schon oft: Lieferanten, Vermieter, Mitarbeiter
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