Die LGT ist ein Phänomen. Aus dem kleinen Vaduz heraus führen ihre Chefs die Privatbank zu immer neuen Ufern.
Damit stellen sie die Nummer 1 des Schweizer Private Bankings in den Schatten: die Julius Bär.
Diese ist zum Abkassier-Institut geworden. Ihr neuer CEO sackte 24 Millionen ein, davon 16 als Golden-Hello.
Der Präsident der Bären hat sich seinerseits das Honorar hochgeschraubt – auf 2 Millionen. Sein Vorgänger erhielt weniger als eine.

Dies alles, nachdem die Zürcher mit Benko und weiteren Immo-Tycons aus dem Ausland so tief gefallen sind wie kein zweites Bankhaus – abgesehen von der CS.
Die LGT hat statt Börsenkurs und Privat-Investoren die Fürsten-Familie als Besitzer. Macht das den Unterschied?
So sieht es aus. Ein Sohn des Monarchen, Maximilian Nikolaus Maria Prinz von und zu Liechtenstein, Graf zu Rietberg, steht bei der LGT auf der Kommandobrücke.
Als „Prinz Max“ lässt er sich anreden. Allüren soll er nicht gross haben, ist aus dem Innern der Bank zu vernehmen.
Wozu auch, bei solchem Reichtum und absoluter Macht. Eindrücklich aber bleibt, wie Prinz Max die LGT zum anhaltendem Erfolg geführt hat.
Man habe 2025 „ein sehr gutes Ergebnis erzielt“, frohlockt die LGT in ungewohnt unbescheidener Lautstärke. Auf 2,9 Milliarden würden sich die Einnahmen belaufen.
Das entspricht bei 5’900 Vollzeitstellen einer halben Million pro Kopf. So viel Umsatz machte im Schnitt jeder LGT-Banker in einem Jahr.
Davon gehen die Löhne, IT und weitere Kosten weg. Unter dem Strich blieben 450 Millionen Reingewinn. Diese stärken das Eigenkapital.
Das explodiert fast, so prall präsentiert es sich.
5’500 Millionen, nahezu zweimal den Umsatz des letzten Jahres. Setzt man es in Relation zur Bilanzsumme, so kommt man auf eine Quote von 9,7 Prozent.
Die UBS muss froh sein, wenn sie bei dieser Leverage Ratio die 5 Prozent-Marke erreicht. 2025 lag sie bei 4,4 Prozent.
Prinz Max, der LGT-Präsident, zeigte sich heute früh in der Ergebnis-Mitteilung „zuversichtlich für die Zukunft“.
Der steigende Profit würden ihn und die Bank bestärken, „weiter in unsere Teams und Beratungsqualität, in Investmentkompetenz und in die Digitalisierung zu investieren“.
Während Bär, UBS und Vontobel sparen und abbauen, sucht LGT gute Leute. Die sollen den Schatz der Fürstenfamilie weiter äufnen.
„Als Familienunternehmen denken wir in Generationen – das ist der Kompass für unsere Entscheidungen und die Grundlage des Vertrauens, das unsere Kundinnen und Kunden uns entgegenbringen“, so der Ländle-Prinz.
Bei der Julius Bär steht ein englischer „Sir“ zuoberst: ein Ex-CEO der HSBC, eine Grossbank mit Big Trading und riesiger Bilanzsumme sowie über 200’000 Mitarbeitern.
Sir Noel, wie Bärs Chairman Quinn sich nach dem Ritterschlag nennen darf, ist nicht wie Seine Durchlaucht Prinz Max von und zu Liechtenstein ein echter Blaublütiger.
Sondern ein gemachter. Kein Fake zwar, aber doch eher eine halbe Nummer.
Umso mehr dürfte für ihn das Abkassieren im Hier und Jetzt eine entscheidende Rolle spielen.
Der Gegensatz könnte kaum grösser sein: Hier die LGT mit einer Familie, die schon heute an die übernächste Generation denkt, da ein Bär-Spitzenmann, der nach seiner Zeit in Global-Banking im schönen Zürich seine Altersrente aufpeppt.
Mit dem Geld der Aktionäre, die schon heute Wetten darauf abschliessen können, wann es bei ihrer Bank das nächste Mal laut knallen wird.


An der Performance kann es wohl nicht liegen, die Fürstliche Strategie ist kein Überflieger. Wohl eher der konservative Ansatz und nur wenige Skandale. Es braucht offenbar gar nicht so viel um erfolgreich zu sein.
wird sich das ganze auch bei der LGB abspielen oder noch schlimmer? Ig schon weiss wat kommen … tutti frutti gleich!!
Danke, Anke!
Du hast den Turnaround geschafft. Hätte man dich bei der Credit Suisse machen lassen, dann würde es diese Bank jetzt noch geben.
@Ehemaliger CS Mitarbeiter,
Wo steht Sie im Text? Ihnen ist nicht zu helfen! Mit Ihren wäre die CS schon längst Bach ab gegangen…
Bei der LGT ist ein langfristig denkender Prinz am Schalthebel.
Bei der Bärenbank ein Abzocker aus London und der Bonusgeile Bollinger
aus Pfungen. Die Bärenbank ist ein Uebernahmekandidat.
Unterschied zu Bär: der Fürst schaut zum Rechten. Ethik dominiert – auch wenn Banking auch in seinem Ländle wohl nicht immer sauber abläuft. Aber bei LGT wohl unter klareren Regeln. Wenn’s eben schief geht, gehts an sein Portemonnaie. Bei Bär: VR und GL sorgen primär für eigene Honorare und Gehälter. Und wenns schief geht, blättern eben Aktionäre und Miarbeiter.
Naja, sie ist die grösste Bank im Fürstentum Liechtenstein und dient als Vermögensverwalter für die Fürstenfamilie sowie internationale Privatkunden. Und Bär beherbergt Ösigarchen und Blender, finde den Fehler.😂
Die Gier bricht den Banken noch das Genick.
Fragt mal nach WIE die Fürstenfamilie zu soviel Reichtum kam??
Mehr als 700 Jahre….und Ihr hindsight-bias – die Quelle und Qual Ihres und anderer Neids…
Der Vergleich ist der Tod des Glückes. Und so vergleichen Journalisten frisch fröhlich drauflos, auf dass die Unglücklichen sich rechtfertigen und die Schlauen Ihren Senf dazugeben.
Die geistig Einfachen lieben Vergleiche.
Old school Banking. Wer hätte gedacht, dass die Kunden noch kompetent beraten werden wollen.
Die Mitarbeiter stehen halt hinter dem CEO und leisten ihren Beitrag. Bei JB geht es nur noch um Selbstoptimierung. Ganz wie von oben vorgelebt.
nun ja einen Eintrittsbonus bon EUR 24 Mio muss verdient werden 🙂 🙂
Fürst schlägt Bär, genau, ein ganz seltenes Phänomen gäll Lucky!
Wo bleiben meine zwei anderen Kommentare?
Die weissen Turnschuhe haben ihre Strahlkraft verloren.
Die fürstlichen Banken in Liechtenstein sind nur deshalb erfolgreich, weil deren Stiftungen weiterhin Vermögen verstecken und das fürstliche Rechtssystem diese schützen.
Mit Banking hat es nichts zu tun, wenn überhöhte Verwaltungskosten Schutzgeld ähneln.
Beim Bär bekommt man nicht nur ein „Golden Hello“ dort bekommt man nach getaner Arbeit sogar noch der Goldene Schuh, Rickiboy lässt grüssen.😂
Solide Leistung, LGT. @JB: denken wir ein paar Jahre in die Zukunft. Abzockermentalität trifft auf Abgründe. Rette sich, wer noch kann.
Dank den Erträgen aus blockierten ‚Russen‘ Gelder. Und überteuerte Gebühren.
Haha. So ein Mist kann nur ein unzufriedener Bär bon sich geben.
Wie der Hase bei Banken läuft, haben wir längst gelernt. Wie weit hat aber Trump die Börsen mit seinen Aussagen zum Iran-Krieg (Hormus) beeinflusst? Hat er als Insider selber mitverdient? Die Bewegungen an den Börsen übers Wochenende sind doch bemerkenswert.
Je mehr Anglo-Kapitalismus, desto mehr Selbstbedienungsladen. UBS, Julius Bär, CS – dasselbe Muster: Manager kommen, kassieren, verschwinden. Aktionäre und Steuerzahler zahlen. LGT beweist: Familienbesitz, kein Börsendruck, langfristiges Denken – und schlägt alle. Quartalsgier zerstört Institutionen. Generationendenken baut sie auf.
Man vergleiche das Produkte-Offering im PM oder Wealth Planning. Klar strukturiert vs undurchschaubar. Letzteres generiert nur Kosten, nachhaltige Erträge bleiben aus. Die RMs müssen dahinter stehen, ansonsten fliegt das Produkt nicht.
Das Eigenkapital wurde nicht gestärkt sondern trotz Gewinn um über CHF 500 Mio reduziert.
Dies reflektiert eine Sonderdividende von CHF 703 Millionen an das Fürstenhaus von Liechtenstein als Eigentümerin der LGT für das Jahr 2025
So geht Banking! Die verstaubten CHer Banken sind zum Vergessen. Da zählt anscheinend nur noch des CEO großer Reibach? Und die dummen Kunden dürfen alles bezahlen…
Ich empfehle niemanden mehr eine CHer Bank. Schon gar nicht die 0en Bär.