Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) zieht heute früh einen Schlussstrich unter ihre grösste Pleite.
Die Radicant. So nannte sie ihre 100-Prozent-Nachhaltigkeits-Tochter in der Financity von Zürich. Diese fuhr in die Wand, sie wird abgewickelt, die Kunden landen bei einem Bänkli namens Alpian.
Der Schaden für die BLKB ist gigantisch. So schreiben die Verantwortlichen der mittelgrossen Kantonalbank aus der Nordwestecke der Schweiz:
„Seit dem Start von radicant im Jahr 2021 bis zum Abschluss der Liquidation der radicant holding ag erwartet die BLKB aus heutiger Sicht Gesamtkosten von 180 bis 190 Mio. CHF.“
Zählt man noch die Aufbauarbeiten von 2020 dazu, kommt man auf 200 Millionen. Nicht weit weg von der zuvor schon herumgereichten Viertel Milliarde.
Ein Loch wie von einer anderen Galaxie, wenn man bedenkt, dass es sich um eine Bank mit Garantie des Steuerzahlers handelt, die mit Hypotheken, Sparern und KMUs gutes Geld kassiert.
Doch die Bosse, die von der CS stammten, wollten hoch hinaus. Radicant sollte das Klima mitretten, hippe Kunden zur Bank bringen und Zusatzgewinne erzielen.
Von Anfang an eine Story aus 1001er Nacht. Die Radicant-„Evangelisten“ gaben das Geld des Mutterhauses aus, als ob es kein Morgen gäbe.
Einnahmen hatte ihre Radicant umgekehrt praktisch keine. Zero. Nahezu.
In ihrer wachsenden Verzweiflung nahmen die Oberchefs eine undurchsichtige Fintech-Treuhandbude aus Zürich-Altstetten unter ihre Decke.
Die Numarics. Deren Aktionäre, allen vorab die UBS, konnten ihr Glück, einen dummen Abnehmer für ihre miserablen Anteile gefunden zu haben, fast nicht fassen.
Als die BLKB dann die Numarics mit der Racicant verschmelzten, merken ihre Kapitäne, dass die Braut fast nur heisse Luft ausstiess.
Ein Fiasko, das längst die Finma auf den Plan gerufen hat. Die Folge waren dann rollende Köpfe am Laufband. Präsident weg, CEO weg, Finanzleute weg, Verwaltungsräte weg.
Total Desaster. Mit Preisschid 200 Millionen. Ihre Boni, welche die Verantwortlichen in alle den Jahre einkassiert hatten, bleiben in den Taschen der Bruchpiloten von Liestal.
Eine KB die 190 Millionen in den Sand setzt. Unfassbar!
Dieses nachhaltigkeits Zeugs war schon von Anfang an zum Scheitern verdammt.
Go woke. Go broke.
Hauptsache du hast gestern Abend die ZSC Lions tatkräftig unterstützt 😀😃
Habe ZSC gegoogelt. Warum sollte Loomit das Zane State College tatkräftig unterstützen?
@ Zane State College!
Lesen und verstehen 🙂
Dieser Beitrag hat null Inside, null Neuigkeit, null Insight. Lustig für ein Portal dieses Namens.
Kannst ja arbeiten gehen, wenn dir langweilig ist!
vo Schönebuech bis Ammel, vom Belche bis zum Rhy, jo dört mecht i nid si.
Es ist immer wieder spannend wie Verantwortliche Tatsachen verdrehen und in Prosa kommunizieren. Gemäss Ch. Schär wurde die Stabilität der BLKB durch das Abenteuer radicant nie beeinträchtigt. Kommische Interpretation. Wurde die GL/Belegschaft nicht besonders gefordert durch dieses Abenteuer? Stolz sei man auf fast 1 Million Logins beim e-Banking – LOL, dies habe ich nun wirkllich noch nie als Argument bei einem Geschäftsbericht gehört. Nicht zu vergessen ist die überdimensionale Beteilung am hauseigenen Immobilienfonds. Alles im Lot? Na ja…… Boni der GL – man darf gespannt sein!
Unfassbar, wie Firmen, welche eigentlich seriös sein sollten, auf Hype-Themen reinfallen wie naive Frischlinge.
Wokeness-Themen, Gender-Themen, Technologie-Träume (KI, etc.) führen Firmen reigenweise in die Pleite.
Ich hoffe, der Baselland-KB tut dies echt weh, so dass sie daraus etwas lernen. Ich hoffe auch, dass die unrechtmässig ausgezahlten Boni gerichtlich zurückgefordert werden.
Gesamtkosten, yö wie nett.
Gesamtschaden wäre richtiger.
Nicht zu vergessen, wie man anfänglich auf Bally (zuvor gescheiterter Unternehmer) gesetzt wurde… später noch das Numarics-Desaster.
Radicant wird als Beispiel des Scheiterns in die Analen eingehen, also alles für den Ars**!
Meanwhile die Börse… Baselland KB PS ytd +20.43%!
Der Verlust scheint die Börse nicht allzu gross zu kümmern…
Aktuelle Rendite = reine Dividenden-Fluchtstrategie der Aktienanleger. Fast alle Aktien der KBs deswegen im Plus. Das Problem ist nur, 20% höherer (intern gestützter) Aktienkurs bedeutet nicht 20% mehr Gewinn und der Gewinn ist, was langfristig den Aktienkurs bestimmt. Machen sie sich also auf eine Talfahrt bereit.
@Mark Nagel: Man schaue sich nicht nur die ytd Performance an welche, wie richtig beschrieben ein reiner Dividendenplay ist, sondern die Leistung der gesamten GL inkl. Bankrat der letzten Strategieperiode unter CEO John Häfelfinger. Da sieht es im Querverleich zu allen anderen Kantonalbanken zappenduster aus. Gemäss Aussage CEO a.I. gehöre man zu den sichersten Banken/Kantonalbanken der Schweiz. Komisch, dass der Aktienkurs dies ein wenig anders darstellt!
Ein Skandal, für den niemand haftet?
Banker haften nicht.
Googeln Sie mal nach ‚Teflon‘.
In den letzten Jahren haufenweise Skandale um Schweizer Banken.
Wo man hinblickt in der Schweiz nur noch Versager!
Sorry, war uns längst bekannt. Als externe Vermögensverwalter und Versicherungs-Broker hielten wir in unserem wöchentlichen News Letter im 2025 einen Schaden von CHF 150 bis 200 Mio. längst fest.
Mich hätte interessiert, weshalb gegen die „Verantwortlichen“ nicht geklagt wird, resp. die Boni wieder „einkassiert“ werden.
Im BLKB-Bankrat sitzt eine Juristin der RA-Kanzlei Vischer.
Vermutlich haben all diese Vorstände, Bankräte, Aufsichtsgremien, x, y einfach viel zu wenig Arbeit und versuchen das viele Geld irgendwie zu verteilen. Solange die Kunden sich melken lassen und nicht klar und deutlich den Kanton in die Verantwortung nehmen, ändert sich genau nichts. Ich wohne in einem anderen Kanton und bin mit KB zufrieden
Die Manager und Mitarbeiter der Radicant haben sich auf Kosten der Einwohner von Baselland jahrelang ein schönes Leben gemacht. Typisch für Rote, Grüne und Woke.
Zum Glück wurde die Klimafonds-Initiative der Grünen in der letzten eidg. Volksabstimmung abgelehnt, denn der Klimafonds wäre eine Mega-Radicant geworden.
Der letzte Abschnitt sagt alles. 200 Millionen in den Sand gesetzte. Die Verantwortlichen haben dazu noch ordentlich kassiert, inkl. Boni. Dies erreignete sich alles noch bei einer (konservativen) BLKB. Wie weit ist der Finanzplatz Schweiz gesunken. Ein Ende ist leider nicht in Sichtweite…..
Leider sehe ich das immer mehr. Bei uns passierten gravierende Fehler, früher hätte dies mindestens eine Versetzung bedeutet. Aber mittlerweile redet man nicht darüber, lässt Gras drüber wachsen, Prinzip Hoffnung. Das Jahr darauf passierten wieder die gleichen Fehler, auch das dritte Jahr, die hauptverantwortliche Person findet, das kann passieren und alle nicken und wer sie kritisiert, wird angegiftelt, der Rest schweigt, niemand übernimmt mehr Verantwortung, man beschäftigt sich mit sich selbst. Es ist meine Generation, die es verkackt.
Insider Liestal Dorfplatz.
Und das Gewurstel geht einfach weiter! Das Assetmanagement wird schön geredet und der Rest totgeschwiegen. Die CEO- und BRP-Wahl wurde wieder um Wochen verschoben. Wahrscheinlich findet sich kein Dummer, der dies mitmachen will.
und warum ist pertoldi als cfo nicht schon lange entsorgt?
ja, gute frage. man ist einfach nicht konsequent.
Der Name Radicant hat mich schon immer an den Liquiditätspostenhändler „Radical“ erinnert (aus dem Hause Otto’s). Offensichtlich hatte er mehr gemein als bisher angenommen 🙂
Grün hört sich gut an und entspricht dem Zeitgeist.
Praktikabel und gewinnbringend ist es nicht. Weder in der Finanzindustrie, Autogewerbe oder Energiesektor.
Abblasen und gut ist.