Die UBS zündet ihre grösste Entlassungs-Rakete. Unzählige Mitarbeiter erhalten in diesen Tagen die Kündigung.
Treffen kann es jeden: Mütter in den Vierzigern, Seniors kurz vor der Frühpensionierung, und sogar Junge.
Ein 22-jähriger hat diese Woche den Blauen Brief von seinem Chef erhalten.
No Mercy. Die Bank will ihren Gewinn massiv steigern – dafür schneidet sie jetzt Kosten heraus.
Personalkosten.
Die Abbauwelle ist der Auftakt zu Tausenden von Entlassungen. Wer kann, geht selbst.
Die Boni fürs 2025 sind soeben auf dem eigenen Konto gelandet – der Moment für die Flucht scheint vielen ideal.
Wie immer wechseln die Besten zuerst. „Allein zu uns kommen mehrere Vermögensberater“, sagt ein externer Assetmanager. „Alles erfahrene Leute.“
Ersetzt würden diese durch interne „Juniors“, meint die Quelle. „So spart die UBS noch mehr.“
Die Kunden könnten mit ihren Private Bankern mitgehen. Allerdings ist die UBS berühmt für „Retention“. Gemeint sind Massnahmen, damit der Kunde an Bord bleibt.
Darin sei die Grossbank weltmeisterlich.
Dafür braucht es überzeugende Leistungen im Markt. Die fehlen – jedenfalls im Asset Management.
Unter Sergio Ermottis Lieblingsmanager Aleksandar Ivanovic hat das UBS Asset Management soeben einen Real Estate Fonds geschlossen.

Es habe zu viele Abflüsse gegeben, teilte die Bank den Anteils-Inhabern mit. Deshalb habe man ein „Gating“ verfügt.
Sprich, die im Fondsvermögen enthaltenen Gebäude werden liquidiert. In ein paar Jahren erhalten die Fonds-Investoren dann anteilsmässig Geld zurück.

Es handelt sich um den in Deutschland aufgelegten „UBS (D) Euroinvest Immobilien“ mit einem Vermögens von gut 400 Millionen Euro per Ende Februar.
Für die nächsten drei Jahre gibt es keine Auszahlingen an die Investoren. Das Problem sind laut Financial Times neben Kommerz-Liegenschaften in Deutschland auch solche in Frankreich, Spanien und Italien.
Der Markt der Gewerbe-Immos im EU-Raum zittert – wegen China-Billigimporte, Retail-Krise und Rezessionsangst.
Wenn die Wirtschaft wegen des Iran-Kriegs bald richtig einbricht, könnten solche Immo-Fonds reihenweise zugehen. Laut NZZ dorht auch hierzulande ein abruptes Ende der 30-jährigen Real Estate-Bonanza.

Wer jetzt noch bei der UBS ist, ist selber schuld und hat vollends die Kontrolle über sein Leben verloren.
Wow – dieser Satz haut mich aus den Socken.
So läuft’s. War zu erwarten. Oben einsacken, unten abbauen. Überall so unterdessen. Drum glücklich, wer nicht mehr muss.
Der Ivanovic mit seinen glorreichen Fonds. Nur Verluste und Aerger.
Ja, die Gnade der richtigen Geburt: Ich bin mittlerweile 60 Jahre alt und habe 30 Jahre lang Vollgas gegeben. Vor fünf Jahren konnte ich mich aus der IT-Beraterszene bei Finanzdienstleistern – u. a. auch bei der UBS – zur Ruhe setzen. Jetzt genieße ich meine finanzielle Unabhängigkeit und Freiheit. Leid tun mir die Jungen, die diese Chance so nicht mehr bekommen. Unser Finanzplatz wurde in den letzten rund 20 Jahren stark beschädigt. Die Verantwortlichen haben sich längst aus dem Staub gemacht oder sind schon gestorben. Das Ganze ist wirklich traurig.
Alle Fonds sind doch gleich. Nicht nur Immo. Viel zu hohe prozentuale Gebühren, bis zu 6% total.
Asset Management ade.
@therealliberalist: „Die Verantwortlichen haben sich längst aus dem Staub gemacht“
Meinst du damit u.a. auch dich selber? Unfähige IT-Berater mit exorbitant hohen Tagessätzen haben auch beigetragen zur Schädigung des Finanzplatzes.
Wie auch immer… ich gönne dir deine Freiheit. Geniess es!
UBS war mal ein Bankhaus, jetzt ist es ein Survival-Camp: Wer zu jung ist, um den Sturz zu überleben, darf als erstes springen. Wer zu alt ist, wird aus dem Seil gezerrt. Und alle anderen? Werden einfach in Panik versetzt.
Eher eine Freakshow.
Sie hatten genügend Zeit sich etwas neues zu suchen.
Bei diesem ausgetrockneten Arbeitsmarkt wäre der freiwillige Ausstieg sehr zu empfehlen gewesen.
Der Zug ist abgefahren.
Erstaunlich, wie man sich als chronischer Nichtstuer anmaßt, über die Karriere von Tausenden zu urteilen. Ihre Expertise endet offenbar genau dort, wo Arbeit beginnt.
Nein, lieber Loomit-Kopierer, auf Deinen Senf haben wir wirklich nicht gewartet.
Im Kanton Thurgau werden laufend Erntehelfer und Spargelstecher gesucht – es hat also noch Arbeit. 😉🤭😂
Und selbst? Wurdest Du bereits aussortiert?!
@ Headhunter Thurgau
Ich habe mich vor langem selbst aussortiert – die Kasse war voll. 😉🤭😂
Du kannst ja mal einen Schnuppertag beim Spargelhof machen. 😄
Diese Fitness und Beweglichkeit haben die wenigsten Bürolisten
Macht bitte die Erntehelfer und Spargelstecher nicht nieder. Die Wenigsten hätten den Durchhaltewillen und die Verfassung dazu.
@Joe: Deshalb setzen brave SVP-Bauern lieber auf osteuropäische Arbeitskräfte. Am Stammtisch und beim Puurezmorge wettern sie dann über Ausländer, Einwanderung und die böse Personenfreizügigkeit.
UBS hat sich endgültig von einer Bank zu einem Karriere-Friedhof für alle Lebensphasen entwickelt. Alt, jung, erfahren oder roh – egal, Hauptsache, der Profit stimmt. Wer bleibt, steht nur noch da, um zuzusehen, wie das einstige Prestigehaus sich selbst zerlegt.
Das stimmt so nicht ganz. Da alle Konten auf die UBS-Plattform migriert wurden, braucht es schlicht und einfach weniger Leute.
Soll die Bank auf sozial machen und Kosten tragen, die mit den Einnahmen nicht mehr übereinstimmen, wäre ein Scheitern eine Frage der Zeit. Auch die UBS ist eine private Firma die Profit- und Überlebens-Orientiert ist. Sowas nennt sich Privatwirtschaft.
Keine Firma bezahlt Personal, dass nicht gebraucht wird.
Das war seit der Übernahme der CS bekannt.
„Privatwirtschaft“ wird hier als bequemer Freipass missbraucht – Gewinne werden oben verteilt, Risiken und Konsequenzen nach unten durchgereicht. Von Fürsorgepflicht und sozialer Verantwortung bleibt nur die Fassade. Effizienz heisst plötzlich Stellenabbau, während sich Management und VR weiter bedienen. Unterm Strich: kein Sachzwang, sondern eine ziemlich einseitige Prioritätensetzung.
Man kann den Entlassenen nur wünschen, dass sie nie sehen wie der Arbeitsmarkt ist.
Meine Empfehlung: Umorientieren.
Tulpen-Züchten, Tauben-Züchten, Chüngeli-Züchten.
Die NASA sucht noch Astronauten. Im Unispital fehlen noch Oberärzte. In der Formel eins suchen sie noch Fahrer.
Ja genau, zudem herrscht weiterhin Pflegenotstand.
Alter Käse von gestern… weiss man seit 3 Jahren… auch jeder Mitarbeiter… ist das wirklich ein Artikel wert? Nun ja: auf los gehts los… at last… Kosten müssen subito runter… einmal auf den Aktienkurs geschaut…?
Genau deswegen hab ich letztes Jahr gewechselt. Das Gefühl in einer Bank zu arbeiten die so was von Unsicherheit gibt… Nein danke. Ich denke die meisten haben sowieso bis zu Ende gewartet, damit sie noch den „gratis“ Socialplan bekommen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, als Sozialfall lebt es sich gut.
Das ganze Luxus Zeugs macht sowieso nicht glücklich.
Kopf nicht hängen lassen!
Bist du das Marcel Palfner?
Gefühlt jeden dritten Tag lese ich hier von gigantischen Entlassungswellen. Merkwürdig.
Ich jedenfalls bleibe und kassiere meinen fetten Bonus. Weil ich es wert bin.
Es sind nicht die Besten, die gehen. Es sind die Dümmsten, die geblieben sind. Ist Zeit, dass UBS ausmistet – speziell nach der Integration der Schlafwagenfahrer der CS. Sie hinken im Vergleich zu den besten Banken, speziell jene aus den USA, schwer hinterher.
Nichts geleistet, alles kommentiert Sie sind das lebende Lehrbuch dafür, wie man auf Kosten anderer Großsprecher bleibt.
Die Schweiz ist überbewertet. Der Finanzplatz Schweiz? Tot. Was früher als unerschütterliche Bankenmacht galt, ist heute nur noch ein Relikt aus vergangenen Tagen. Alles ist überteuert, von den Uhren bis zu den überbezahlten, bequemen Eidgenossen, die nichts anderes tun, als in ihrer wohlhabenden Blase zu verharren. Ihre Neutralität ist längst Passivität, und das Land hat nichts Neues zu bieten – außer sich selbst wichtiger zu machen, als es tatsächlich ist.
Richtig ! 👍😉
Ach natürlich in Deutschland läuft ja bekanntlich alles perfekt: Digitalisierung auf Weltniveau, Infrastruktur wie aus dem Bilderbuch und Behörden, die schneller arbeiten als ein Schweizer Uhrwerk. Wirklich erstaunlich, dass du dich dann ausgerechnet hier aufhältst, im angeblich „überbewerteten“ Land. Fast so, als wäre die Realität doch ein kleines bisschen komplizierter als dein Stammtisch-Monolog.
Der „tote“ Finanzplatz erwirtschaftet also weiter Milliarden, zieht Unternehmen an und bleibt stabil, während anderswo regelmäßig Krisen verwaltet werden – aber klar, völlig bedeutungslos.
Lukas das lesen wir nun bereits zum 100sten mal. Die gleiche Sauce neu aufgewärmt.
Kannst ja arbeiten gehen, wenn dir langweilig ist!
erst noch, denn wenn für 30’000 Ukrainer gesorgt werdem muss auf Amtlich bewilligt und mit all den Asylanten kosten, dann frage ich mich, wohin führt das blos hin, für uns NOCH in der Schweiz lebende Schweizer? Armut??
There are no banker jobs on the market. what should they do?
Sich umorientieren? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Vielleicht ist es halt dann einfach ein bisschen weniger.
wer konnte, hat schon lange gekündigt.
Und selbst? Immer noch auf Jobsuche?
Und wenn? Immerhin weiss ich, was ich will?!
Man kann auch mündlich künden. 🤭😂
Im UBS – HR könnte man auch ausmisten und enorme Personalkosten einsparen.
Im Momenz werden diese Personen noch für die Entlassung der anderen gebraucht…
Die UBS wird sicher keine Leute auf die Strasse stellen, die ihr Geld wert sind.
@Aktionär: doch wenn es um die Frauenquote geht
vor allem keine „Key Risk Taker“, die sind wirklich ihr Geld wert!
Die Verantwortlichen für das Desaster die Mänätscher und Abzocker der CS, die Wegschauer bei der FINMA, 2 Bundesräte, die PolitikerInnen die scharfe Regelungen blockiert haben laufen immer noch frei herum, während Hunderte auf die Strasse gestellt werden und nicht wissen wie es weiter gehen soll! Das ist der eigentliche Skandal!
Herr Brunner, Sie bringen es auf den Punkt! Herr Hässig soll endlich mit den unqualifizierten Kommentaren zur UBS aufhören.
Aber der hässige Hässig braucht Likes zum Überleben!🤭😂
Die Gekündigten stehen aber nicht von heute auf morgen ohne nichts da. Zuerst kommt das Coach und dann noch einige Monate Lohn.
… und extrem stossend… auch wenn ich es den „unschuldigen“ gönnen mag… aber: wo erhält man sonst solche Platin-Rettungsfallschirme…. unglaublich wie hier Geld zum Fenster rausgeworfen wird… und für was genau???
Genau. Und vor allem woher kommt dieses Geld? Und gleichzeitig werden gewisse Stellen auch neu besetzt, weil man merken wird, dass es ohne sie doch nicht geht.
Warum trift es immer, Junge, Mütter und kurz vor der Pensionierung? Die Einen müssen noch lernen, die Anderen machen etwas für die Familie und die Alten haben doch nur auf die Rente gewartet.
Allen entlassenen empfehle ich einen Job bei der ZH-Landbank. Da stehen ja bekanntlich die Tresore offen und man kann sich schonmal daraus bedienen……
insideparadeplatz.ch/2025/05/20/betrugskrimi
Man kann es nur immer wieder sagen: Bänking is essential, the Bänksters are not.
(1994, aufdatiert)
Ich frage mich, wo man Bankangestellte überhaupt brauchen oder einstellen kann?
Bisschen mit fremdem Geld Gassi gehen oder Boni zählen oder Kunden drangsalieren geht nur in einer Bank. Mehr ist da doch nicht?
Spargelstecher? Strassenbauer? Erdbeerpflücker? Für mehr reicht es halt einfach nicht.
Oder Hilfspfleger im Altersheim. Die suchen auch immer Leute.
Die gekündigten UBS-Banker können sich ja anschliessend bei der CS bewerben – es geht nämlich immer irgendwie weiter im Leben. 🤭😂
Der Kanton Jura hat unheimlich günstigen Wohnraum. 🤭😂
Ja und Teile von Neuenburg auch! Und viele Jobs in der Uhrenbranche.
die Schweiz braucht gelernte Handwerker.
Nicht Büroköpfe.
Vermögensverwaltung heute mittels i-Baskets ein Kinderspiel!
Derivate brauchte es nicht.
Die heutige ubs ist obsolet.
Die UBS macht sich eindeutig schlank und sexy um übernommen zu werden. Es wird, so würde ich mal raten, eine amerik. Grossbank sein.
Nur eine Frage der Zeit.
Hoffentlich haben diese Banker auch genug zur Seite gelegt – sonst muss dann der Steuerzahler denen noch unter die Arme greifen. 😉🤭😂
endlich, war höchste zeit. ich als aktionär will all die nicht durchfüttern.
Banking is essential, banks are not. Bill Gates
Woher stehlen wenn nicht nehmen ? 🤭😂
Erinnert mich an den CS Euroreal-Immobilienfond, der im Jahre 2009 geschlossen werden musste bei einem Fondvolumen von 13 Milliarden Euro.
Der Fonds geriet in eine klassische „Liquiditätsfalle“: kurzfristige Rückgabewünsche trafen auf langfristige Investments. Eine Wiederbelebung war nicht mehr realistisch, daher wurde die kontrollierte Abwicklung beschlossen. Ein immens grosser Verlust für viele Anleger!
Immobilienfonds, speziell internationale, können eine sehr gefährliche black box sein. Auch die UBS erfährt dies nun, wenn gleichzeitig alle Investoren nach dem Ausgang rennen……
Schon komisch dass sich das Mitleid in Grenzen hält im Volk. 🤷♂️🤭
Oh revoir me Dame e Messieu. 🤭😂
Mir tun auch diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leid, die bleiben „dürfen“. Man kann sich ja in etwa vorstellen, wieviel mehr Workload diese dann tragen müssen – bei gleichbleibender Bezahlung.
Wer bei der UBS arbeitet und jetzt gefeuert wird mit über 50ig: Soviel ich weiss hat die UBS ihren Mitarbeitern über Jahre hinweg 8 % auf Pensionskassenvermögen gezahlt. Angesichts des schwierigen Marktumfeldes ist das ein absoluter Rekord! Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1.5 %. Für Langjährige bedeutet das, dass sie erhebliche Summen in der zweiten Säule angehäuft haben über die ganze Zeit. Also, Wohneigentum verkaufen, die zweite Säule auszahlen lassen – und hopp: Rein ins neue Leben! Dieses Lebensmodell mit chrampfe, Häusle bauen, pensionieren lassen ist eh ein Auslaufmodell!
Für den Tag an dem es das gesamte Finanzsystem zusammen hackt habe ich eine Flasche Non-Pardon aus der Champagne Jg. 1988 eingelagert. 😉🤭😂
Zwei Dinge im gleichen Artikel verpackt: (1) Personalabbau – gebe keinen Kommentar ab, davon hat’s hier schon genug. (2) De facto Schliessung des UBS (D) Euroinvest (Immobilienfonds) infolge Illiquidität. Das ist eigentlich der grössere Skandal. Die Geschichte wiederholt sich: UBS Global Property Fund (GPF) und seine Vehikel.
Hoffentlich sind die Balkonbrüstungen überall hoch genug. 🤭🤷♂️