„Der Geschäftsbericht 2025 wird voraussichtlich Mitte, Ende April 2026 publiziert“, so die Antwort auf eine Anfrage.
Unüblich spät. In den drei Vorjahren erfolgten entsprechende Medienmitteilungen des Presitge-Spitals am Linken Seeufer jeweils gegen Ende März.
Bericht und Zahlen waren jeweils kurz davor von KPMG als Revisionsstelle und dem Stiftungsrat unter dem Präsidium von Lorenzo Marazzotta abgesegnet worden.
Marazzotta betreibt zusammen mit seinem Kollegen Simon Ruchti seit 2023 eine kleine Rechstanwalt-Boutique in Kilchberg: Ein Spezialgebiet sei gemäss Webseite das Gesundheitsrecht.
Jetzt geht es vielmehr um Finanzen und Geld. Um viel Geld. Und vor allem um fremdes Geld.
Eine achtjährige 100-Millionen Frankenanleihe wird nämlich am 3. Juli fällig. Zinssatz: 1,25 Prozent. Das sind knapp 3’500 Franken im Tag.
Der Titel wird derzeit bei rund 95 Prozent gehandelt. Ein unüblicher Abschlag gut drei Monate vor Fälligkeit.
Annualisiert entspricht dies einer Rendite von knapp 20 Prozent.
Bereits zwei Mal ist die Anleihe regelrecht gecrasht: Jeweils im Frühling 2024 und 2025. Die Verwerfungen am Bondmarkt in Zusammenhang mit dem 170-Millionen Zahlungsaufall beim Spital Wetzikon dürften eine Rolle gespielt haben.

Ein Blick in die Bilanz 2024 lässt Ungutes erahnen: Bei einer Bilanzsumme von rund 200 Millionen macht die Anleihe genau die Hälfte aus.
Das Eigenkapital von knapp 70 Millionen ist zusammen mit der Anleihe grossmehrheitlich in den Spitalbauten gebunden. Diese wurden in den letzten Jahren etappiert ausgebaut und erneuert.
Ob überteuert oder nicht, lässt sich nicht eruieren. Die öffentlich zugänglichen Informationen sind sehr spärlich. Auch die Stiftungsurkunde ist nicht abrufbar.
Die EBITDA-Marge betrug 2024 rund 6,5 Prozent, ein Jahr zuvor rund 5,6 Prozent.
Nötig für eine nachhaltige Finanzierung eines Spitals wäre eine Grössenordnung von 10 Prozent.
Wie sieht es mit der Refinanzierung aus?
Eine Stiftung selbst hat keine formellen Eigentümer wie eine Aktiengesellschaft oder ein Zweckverband.
Von der Gesundheitsdirektion respektive dem Kanton kann mit Null Unterstützung, auch nicht im Rahmen einer Staatsgarantie, gerechnet werden. Der „Fall Wetzikon“ lässt grüssen.
Das See-Spital in Horgen wird in der Zürcher Spitalliste als Akutspital aufgeführt. Ob nach wie vor systemrelevant oder nicht, wird sich allenfalls in den nächsten Wochen klären.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine neue Kapitalmarkt-Anleihe emittiert werden kann, grenzt ebenfalls an Null.
Sogar das Universitätsspital Zürich musste auf den Kanton mit einer knapp 700-Millionen Unterstützung zurückgreifen.
Bleibt die ZKB, die wie schon beim Universitäts-Kinderspital für konditionierte Finanzierungen Hand bot. Und die Gemeinden an der Pfnüsel-Küste.
„Aufgrund der anwendbaren Bestimmungen zur Ad-hoc-Publizität ist es uns derzeit nicht möglich, zu den von Ihnen gestellten Fragen zur Anleihe Stellung zu nehmen“, heisst es auf Anfrage.
Beim Debüt vor knapp acht Jahren wurde von der ZKB als Lead-Bank bereits auf die bilanzmässig „substantielle“ Finanzierung von Investitionen durch die Anleihe hingewiesen.
Und ebenfalls, dass die Linken Zürichseegemeinden wohl am Schluss für die Schulden geradestehen müssten.
Dass eine solche Rettungsaktion aber kompliziert ist und viel Zeit braucht, wird mit dem Fall des Spitals Wetzikon seit zwei Jahren vor Augen geführt.
Und auch die Anleihehalter würden sich bei einem Default erneut in Position bringen. Wer diese sind, bleibt vorerst im Dunkeln.


Horgen ist Einzugsgebiet für ca 100‘000 Menschen, alleine Wädenswil hat 30‘000 Einwohner. Horgen kann nicht mit Wetzikon verglichen werden wo mit Uster schon in unmittelbarer nähe das nächste Spital steht. Das Linke Seeufer hat seine Spitallandschaft konsolidiert, als ich ein Kind war hatte Wädenswil, Richterswil & Horgen ein Spital…davon gibts nur noch Horgen…und das nächste ist erst in Zürich
….Thalwil nicht vergessen….
Kilchberg und Adliswil nicht vergessen.
Jeder Gemeinde sein Spital.
Die Idee von regionalen Spitälern war von Anfang an zum Scheitern verdammt.
Die Spitäler in der Stadt Zürich sind einfach zu nahe
Hoffe die politisch Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen.
Es gibt immer mehr Leute die die Spitäler in Thailand bevorzugen.
Königlicher Service, top Qualität. Faire Preise.
Ja nein, Thailand ist mir sxhon länger suspekt insbesondere die Hotspots Pattaya und Phuket das überfüllt ist von minderbemittelten (geistig und finanziell) ausreichend grau melierten die sich als die geilsten fühlen, ist wie der Ballermann und die Deutschen das braucht auch niemand
Sehr hilfreich dieser Kommentar, soll scheinbar lustig sein. Mit der Qualität in Thai Spitälern wäre ich vorsichtig, eine 5 Sterne Hotel Garnitur bedeutet nicht automatisch entsprechende Medizin, im übrigen wenn nächstes Mal in Zürich und es gibt eine akute Erkrankung, dann bitte ab in den Flieger. Was soll im übrigen das mit den Loomit, solange Du nicht Mathias Köhler , der Grafitti Künstler,bist, bitte unterlassen!
Die Evolution wird zeigen, welche Patienten überleben.
Und im Notfall kommt man auch super schnell nach Bangkok.
Was machst du, wenn du nach der Behandlung wieder in der Schweiz bist und dann ein Problem hast? Fliegst du dann kurz mal zurück nach Thailand zur Kontrolle….?
Danke, dass Sie meinen Hinweis aufgenommen haben. Der Erlös des Spital Kilchberg wird das Loch nicht stopfen können. Für eine finanzielle Unterstützung durch die Anrainer-Gemeinden reicht die Zeit nicht. Der Markt geht aktuell nicht von einem Default der Anleihe aus da die Anzahl Notfälle und Geburten nicht von den Zürcher Stadtspitälern aufgenommen werden kann ohne signifikanten Ausbau. Das See-Spital ist für das linke Seeufer womöglich unverzichtbar. In Horgen hofft man auf die Rettung durch den Kanton. Vorerst wird sich das See-Spital in die Nachlassstundung begeben.
Was es an Sicherheiten braucht hat ein Spital auf der rechten Seeuferseite gezeigt. Die Eigentümergemeinden des Spital Männedorf haben 70 Mio. CHF Sicherheiten für eine 50 Mio. CHF Anleihe gesprochen. Der Kurs der Anleihe ist kurz vor Fälligkeit (13. Juli) nahe bei 100.
Die Gesundheitsdirektion unter Regierungsrätin Natalie Rickli mach auch hier eine „schlechte Figur“.
Als Aufsichtsbehörde hätte sie diese Problematik längst angehen müssen.
Noch fragwürdiger erscheint der Stiftungsrat unter dem Präsidium von Rechtsanwalt Lorenzo Marazzotta.
Wir haben letzten Donnerstag-Abend den „Untergang“ der Regiobank Männedorf rbm unter dem Präsidium eines Rechtsanwaltes und einer Juristin der KESB im Verwaltungsrat erlebt.
Das Problem ist nicht nur die Gesundheitsdirektion, das sind wir Stimmbürger. Wenn nämlich ein Spital zu gehen soll, dann hagelt es Proteste und es wird dagegen gestimmt. So ändert sich wenig bis nichts und die Kosten bleiben hoch resp. die Spitäler am Rande des Defizits.
Die Gesundheitsdirektion unter Regierungsrätin Natalie Rickli mach auch hier eine „schlechte Figur“.
Als Aufsichtsbehörde hätte sie diese Problematik längst angehen müssen.
Noch fragwürdiger erscheint der Stiftungsrat unter dem Präsidium von Rechtsanwalt Lorenzo Marazzotta.
Wir haben letzten Donnerstag-Abend den „Untergang“ der Regiobank Männedorf rbm unter dem Präsidium eines Rechtsanwaltes und einer Juristin der KESB im Verwaltungsrat erlebt. Juristen ade.
FDP wieder am Werk? Zumindest eine weibliche Namensvetterin ist als FDP Politikerin Mitglied der Sozialbehörde der Gemeinde Horgen.
Hier 100, dort 150 Millionen und zig zig weitere Spital – Kredite und notleidende Bonds.
Wer hält diese Knall-Petarden in ihren Depots? Sind es Pensionskassen, ZKB -Fonds oder Greti-& Pleti-Kunden der ZKB?
Mit Staatsgarantie?
Ich vernehme zunehmendes Grollen.
Es hat viel zu viele Spitäler in der kleinen CH. Es geht nur noch um Geld! Und nicht um die Patienten. Schließt endlich die überflüssigen und sanierungsbedürftigen Spitäler. Es gibt andere Lösungen. Dann werden auch die Kosten sinken. Aber nein, lieber jammern wie teuer die KK-Prämien sind und was das immer kostet. Typisch CHer. Von wegen die beste Gesundheitsversorgung der Welt… 😂
Was ist eigentlich los in der Schweiz? Das Gesundheitswesen ist in absoluter Schieflage! Die Krankenkassen Prämien explodieren, die Psychatrien sind überlastet – aber alle sind immer „ufgschtellt und sportlich“..! So aus der Ferne betrachtet, gerät einiges aus dem Lot, selbst in der schönen Schweiz! Wohnkosten gehen ebenfalls durch die Decke und so weiter. Ich bin wirklich kein Schwarzmaler, aber so aus der Ferne betrachtet, geht vieles langsam den Bach ab! Ein ganzes Gesellschaftsmodell gerät da ins Wanken, hat man manchmal das Gefühl. Leise, aber unerbittlich..!
Einer zu schnell wachsenden Bevölkerung durch unkontrollierte Zuwanderung sei Dank,
entweder es brennt, es fällt runter, es versinkt oder es geht den Bach runter.
Une très large majorité en Occident – et sur l’autel de la mondialisation heureuse – a appelé de ses vœux un triptyque infernal. C’est-à-dire [1] „libre circulation des capitaux“ en contrepartie [2] „libre circulation des biens et marchandises“ et [3] „libre circulation des personnes“. Le tout saupoudré d’une régulation en peau de chagrin, tel ce mantra de l’idéologie néolibérale post 1970/80. Sauf que la grande majorité ignora (sciemment ou non) l’impossible Trinité e-o „le triangle d’incompatibilité“ de Robert Mundell 🙉🙊🙈
Vielleicht gibt es im Kanton Zürich einfach zuviele Spitäler? Auch wenn sie zugegebenermassen ungleich verteilt sind und es auf der rechten Seeseite/Oberland mehr gibt.
Die Bilanz ist auf der Intensivstation, die Aktivseite wird künstlich beatmet.
Mich stört enorm, dass ich nicht mal auf den Malediven meine Ruhe habe!
Dann gehen sie doch einfach schnorcheln und schon sind sie offline!
Weshalb hast du mich sitzen gelassen?😌
Horgen braucht es nicht, Distanz nach Zürich sind es gerade Mal 10 km.
Bin Ende Monat auch meistens
„Default“…
Wie man lesen kann, haben wir in der Schweiz über 270 Spitäler. Eine der höchsten Spitaldichten der Welt. Das ist zum Teil der zerklüfteten Geografie geschuldet, aber nicht nur. Der Kantönligeist spielt eine Rolle. Wenn man durch Spitalgänge geht und in die Räume schaut, dann erahnt man was da an x-Millioneninvestitionen rumsteht. Und einige km weiter bereits wieder. Offensichtlich rechnet sich das nicht. Die Politik ist, wäre, gefragt. Und unsere Einsicht.
La Santé doit être un Bien commun et non une marchandise sortie d’une industrie à maximiser les profits, sinon la Santé s’expose à l’économie de marché.“Marchandiser la santé humaine“ fait que les intérêts économiques de court terme se sont matérialisés au détriment de la santé des plus vulnérables = Système public des soins dégradé avec des cliniques privées ou para-publics poussant tels des champignons. Des honoraires en „médecine libérale“ à la hausse comme les revenus des dirigeants des XXX caisses maladies en Suisse et bonus de la Pharma = Hausse continue des primes LAmal „socialisées“.
Le jour où dans notre version du monde moderne, la majorité des individus aura enfin saisi qu’en économie de marché/ainsi qu’en économie politique (comme en économie de la Santé durant ces dernières décennies) „le profit des uns a systématiquement pour corrolaire le déficit des autres“ (que ce soit dans le secteur privé ou le secteur public – en finance de marché ou dans l’économie réelle) alors le monde aura fait un pas de géant pour l’Humanité.
Es sieht leider immer mehr danach aus,als würde auch Horgen über kurz oder lang den selben Weg gehen wie Wetzikon.
Sicher wird man auch hier Versuchen das ganze mit kosmetischen Behandlungen hinaus zu zögern. Nur wird es auf dauer auch hier nichts bringen. An diesem Tropf Gesundheitswesen hängen viel zu viele dran und wollen gestillt werden. Aber auf der Weide hatt es mittlerweile nicht mehr so viele Kühe die noch Milch geben. Aber alle wollen haben. Schlussendlich wird dann einfach wieder das Volk,resp.jeder einzelne Bürger gemolken werden dafür.
Aber auch die geben nicht ewig
Milch.Und dann?