Die Welt wird von alten Männern regiert. Ein Satz wie ein abgenutzter Refrain. Zu oft gehört, zu einfach, fast billig.
Und trotzdem bleibt er hängen. Nicht wegen Alters oder Hautfarbe. Sondern weil Macht sich festsetzt. Über Jahre. Über Netzwerke. Über Gewohnheiten.
Wer heute entscheidet – Trump, Netanjahu, Papperger, die Strategen in Washington – ist alt geworden in einem System, das sich längst verändert hat.
Darunter liegt etwas anderes. Etwas Unangenehmes: Endlichkeit.
Einer meiner Lieblingsfilme, No Country for Old Men, bringt das auf den Punkt. Es geht nicht einfach um Gewalt oder Verbrechen. Sondern um Kontrollverlust.
Um eine Welt, die sich nicht mehr erklären lässt. Sheriff Bell steht da wie ein Relikt. Ein Mann, der Ordnung, Regeln, Gerechtigkeit kannte – und plötzlich merkt, dass das alles nicht mehr greift.
Anton Chigurh wirft eine Münze über Leben und Tod. Kein System, kein Plan, nur Zufall. Llewelyn Moss glaubt noch, er könne das Spiel kontrollieren – und verliert.
Was unsere Kinder erben, ist nicht Reichtum, sondern die Spur eines Systems, das vielleicht nie stabil war.
Trump hat den Iran-Krieg gestartet wie einen spontanen Deal im Hinterzimmer. Ohne Konzept, ohne Strategie. Einfach los.
Voll im Venezuela-Film: Regime Change über Nacht, fertig, nächster Move. Nur dumm, dass seine Venezuela-Suppe noch nicht aufgegessen ist.
Und Iran ist nicht Caracas.
Tag 30 plus.
Chaos.
Teheran lehnt den 15-Punkte-Ceasefire ab. Ölpreise schiessen hoch. Die Region wird nervös. Und Trump?
Wenn nichts mehr kommt, kommt das Übliche. Persönlich. Tief. Primitiv.
Mitte März: Irans neuer Führer sei „probably gay“. Live. Ohne Filter. Dann am Wochenende: Mohammed bin Salman, saudischer Kronprinz, habe wohl nicht gedacht, „dass er mir mal den Arsch küssen würde„.
Das ist keine Aussenpolitik. Das ist ein alter Mann, der den Faden verloren hat.
Wenn Argumente fehlen, kommen Beleidigungen. Aussehen. Sexualität. Erniedrigung. Mehr ist da nicht.
Das ist kein Präsident. Das ist ein alter Mann im Tram, der wildfremde Leute anpöbelt.
Statt Plan nur Show.
Und dann die andere Seite. Nicht besser, nur leiser. Armin Papperger, Rheinmetall. 14,5 Milliarden Umsatz. Fast 20 Prozent Marge. Während unten improvisiert wird, wird oben gerechnet.
Ukrainische Drohnen? Für ihn ein Witz. Hausfrauen mit 3D-Druckern in der Küche. Lego spielen.
Hat er gesagt. Hat sich später entschuldigt. Zu spät.
Denn genau diese „Lego“-Dinger funktionieren. Schwarz, krumm, aus Schaumstoff und Klebeband. Und sie zerstören Panzer.
Das ist die Realität. Nicht die Präsentation im Sitzungszimmer.
Doch oben wird gelacht. Die Kasse stimmt. Die Distanz ist bequem. Papperger wirkt wie ein Zar im Anzug. Der Krieg als Geschäftsmodell.
Und Selenskyj? Hängt irgendwo dazwischen. Müde. Der Glanz weg. Kein Bühnenlicht mehr, nur noch Druck.
Trump und Papperger. Zwei alte Männer, die spotten, kassieren, provozieren, während die Welt brennt.
Europa? Zahlt. Noch. Aber die Müdigkeit ist spürbar. Die Raketen gehen Richtung Golf, nicht mehr nur nach Kiew. Aufmerksamkeit wandert. Geld auch.
Dann kommt J. D. Vance: Das sei Europas Krieg. Sollen sie selber zahlen. Trump nickt. Rote Krawatte. Kalte Augen wie ein Hai.
Marco Rubio legt nach: Selenskyj lüge.
Das ist der Zustand. Keine Strategie. Keine Linie. Nur Lärm.
Die Show läuft weiter. Aber niemand weiss mehr, wohin sie führt. Vielleicht ist genau das Trumps Plan: Im Chaos fischen, wo das Wasser trüb ist.
Vadim Loskutov. Putin oder Selenskyi? Könnte auch ein Thai Propagandist sein.
Es fällt auf, dass Sie zu Allem etwas Dummes zu sagen haben!
Kein Präsident kann frei schalten und walten, wie er will. Hinter jedem Präsidenten steht eine grosse Administration, die von verschiedenen Interessengruppen beeinflusst wird.
Trump ist eben ein Showman.
Präsidenten sind Sprechpuppen derjenigen, die sie ins Amt gebracht haben. Bei Trump dachte ich, er hätte Verstand. Aber nein, nicht er zieht die Fäden, er wird an ihnen gezogen.
Gute Analyse. Zu 120% einverstanden.
Es ist einfach so, dass der Trump etwas verlangt und alle die anderen „Grossen“ stehen starr und nicken, aus Angst, dass sie vielleicht keinen Deal oder sogar einen Negativen einfangen würden. Hätten alle Rückgrat und würden dem Wüterich entschieden dagegen halten, dann wäre Ruhe im Kasten. Trump ist aber allen überlegen, nur die Schlauen wie Putin oder Netanjahu wissen, wie sie den Kerl lenken können. Europa ist nur noch am kriechen und winseln, die haben die Würde verloren.
Mir sind ein Trump oder ein Netanjahu hundert mal lieber als eine Merkel oder eine Von der Leyen oder eine Nancy Pelosi oder…….
Narzissmus des alten Mannes erinnert irgendwie an Szene Globe Dance in Charlie Chaplin’s Film The Great Diktator !
Ständige Wiederholungen seiner Charaktereigenschaften weder von Profis noch Laien ändern irgend etwas.
Wie der Herr, so’s Gescherr
Sagt was über Russland aus?
Der Artikel scheitert an seinem eigenen Anspruch: Er kritisiert Trumps entwürdigende Rhetorik und greift zugleich zu flachem, altersfixiertem Spott. Im Iran-Konflikt geht es jedoch nicht um «Show», sondern um Mittelstreckenraketen, Atomwaffen und eine reale Eskalationsgefahr. Wer das auf die Figur eines «alten Mannes im Tram» reduziert, verharmlost die nukleare Bedrohung und blendet die erheblichen sicherheitspolitischen Risiken für Europa und den Nahen Osten aus.
Ich finde es tragisch, dass das Volk der USA einen solchen Typen sogar 2 mal gewählt hat. USA werde ich nie mehr bereisen.
Sein fehlender Charakter war schon vor den Wahlen bekannt.
Zahn für Zahn bringt niemals Frieden. Er schimpft niveaulos, das ist kritikwürdig aber nicht das Alter per se. Reporter ist auf sein Niveau mit dem Artikel gesunken.
Warum auch in die Ferne schweifen.
Zitat:
Was uns da aufgezwungen wird, nachdem wir hoffnungsfroh glaubten,der Spuk der Ampel sei vorrüber, ist der blanke Horror. Zu viel, um es in einem Kopf überhaupt noch zu erfassen, geschweige denn, es noch – und sei es auch nur bruchstückhaft – mit Verstand zu kommentieren.
Es bleibt als schwacher Trost nur die Gewissheit, dass aus den gleichen Gründen auch kein großer Plan dahinterstehen kann. Es ist einfach nur der Prozess des chaotischen Zusammenbrechens. Einem Kartenhause gleich zerfällt der schöne Schein von Einigkeit und Recht und Freiheit.
Putin hat die Pandora-Box zuerst geöffnet. Das müsste auch ein Loskutov fairerweise zugeben. Aber was kann man von diesem Russian-Market-Guy schon erwarten? Richtig wärs, es müssten beide weg vom Präsidenten-Job: Putin und Trump. Die sind ja offensichtlich nach wie vor Gutfreund miteinander. Natürlich gäbe es auch noch eine ganze Reihe anderer, die removed gehörten: Kim (NKorea), Obiang Nguema (E.Guinea), Afwerki (Eritrea), Ortega (Nicaragua), Berdimuhamedow (Turkmenistan), Netanjahu etc. etc.
Trump, un vieil hérétique dont le patrimoine a connu une hausse de 58% depuis qu’il a pris son deuxième ticket.
„Personne ne peut servir deux maîtres. Car ou il haïra l’un et aimera l’autre, ou il s’attachera à l’un et méprisera l’autre. Vous ne pouvez pas servir Dieu et l’argent/“Mammon“ (Matthieu 6:24)