Vor Ostern überschlagen sich die Ereignisse bei den Zürcher Spitälern. Die agile Privatwirtschaft macht vor, was Kanton und Gemeinden seit Jahren misslingt.
Mittendrin der Walliser Tausendsassa Antoine Hubert: Mit seiner Aevis Victoria (Aevis) und der 30-Prozent-Beteiligung an der Infracore SA.
Letztere verkündete vor 3 Tagen den Kauf von Grund und Gebäude des See-Spitals in Horgen.
Die Sale-and-lease-back-Transaktion verhinderte einen potentiellen Default der Extraklasse am Linken Seeufer.
Die Spitalstiftung als bisherige Eigentümerin ist neu eine „nackte“ Betriebsgesellschaft, ohne irgendwelche Aktiva.
Der Mietvertrag erstrecke sich über 45 Jahre, so das See-Spital, Gesundheits-Direktorin Natalie Rickli sei laufend über die Entwicklung informiert worden.
Eine Deal-Genehmigung wäre nicht nötig. „Zu den finanziellen Aspekten wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart“, heisst es vom der Pfnüselküste.
Gross-Profiteur des Horgener Notverkaufs in letzter Minute könnte die Standortgemeinde Horgen werden:
Das See-Spital unterliegt grundsätzlich der Grundstückgewinnsteuer. Somit fliessen 20 Prozent oder je nach Haltedauer sogar mehr in den Gemeinde-Haushalt.
Was führen die Aevis Victoria, die an der Börse kotiert ist, und ihr Gründer und starke Mann Antoine Hubert im Schilde?

An der heutigen Telefonkonferenz zu den Aevis-Geschäftszahlen 2025 konnten von der Führungscrew Details entlockt werden.
Die See-Spital-Transaktion werde mit Eigenkapital der beiden Infracore-Aktionäre – neben Aevis die US-Firma Medical Properties Trust (MPT) – zusammen mit Schweizer Banken finanziert.
Ein Feuerwerk könnte Infracore auch schon bald an der Schweizer Börse zünden. Aevis schreibt in ihrem Communiqué:
„Infracore ist diesbezüglich gut positioniert und prüft Optionen zur Erweiterung der Kapitalbasis, inklusive eines möglichen IPO, um diese Expansion voranzutreiben und der wachsenden Nachfrage nach Sale-und-Leaseback-Transaktionen in der Schweiz entsprechen zu können.“
Aevis-Mehrheitsaktionär Hubert reicht das noch nicht. Mit seiner Swiss Medical Network, die schon in Neuenburg, Solothurn und im Tessin die Branche aufmischt, knöpft er sich Zürich vor.
Er sei im Pleitefall Wetzikon von gewissen Kreditoren kontaktiert worden, so Hubert. Mutmasslich handelt es sich um die Eigentümer der nicht bedienten 170 Millionen-Obligation.
Dass das Spital im Zürcher Oberland sich überhaupt in einem komplexen Nachlassverfahren befindet, ist mutmasslich auf einen gescheiterten Deal vor 2 Jahren zwischen Hubert und dem zwischenzeitlich entthronten Gossauer Gemeindepräsidenten Jörg Kündig (FDP) zurück zu führen.
Mit der Übernahme des Spitals Zofingen in 2024 und zuvor weiteren öffentlichen Spitälern hätten er und sein Team bewiesen, dass ein erfolgreicher Betrieb in Wetzikon gelingen könne, so der Spital-und-Hotel-König aus dem Wallis weiter an der heutigen Medien-Fragerunde.
Eine Bankrotterklärung für Gemeinden und deren Milizpolitiker, die im stets komplexer werdenden Gesundheitswesen mit dem langatmigen Abwägen von politischen Aspekten wie Standort, Arbeitsplätzen und Versorgungssicherheit den betriebswirtschaftlichen Fokus verloren haben.
Überhaupt spricht Hubert nicht vom Gesundheitswesen: Sondern vom aktuellen „Sick Care“, vom Krankheitswesen, das endlich gesunden muss.
Der VIVA-Plan zusammen mit der Krankenversicherung Visana soll die Patienten-Experience neu und positiv definieren.
Die Privatwirtschaft ist den staatlichen Spitälern und Gesundheitseinrichtungen mindestens zwei Schritte voraus.
Beim Hotelbusiness, dem dritten Aevis-Standbein mit dem Interlakener Victoria Jungfrau und dem Eden au Lac in Zürich im Hochpreis-Segment wagen die Verantwortlichen keine Prognose.
Der Iran-Krieg hätte zu ersten Absagen geführt, weil gewisse Gäste schlichtweg nicht reisen könnten.
Dafür gäbe es auch neue Buchungen für die Safe-heaven Destination Schweiz.
Für die Aevis-Aktionäre gibt es zwei Lichtblicke: Einerseits das Versprechen des Patrons, in den nächsten Jahren seine nicht gesicherten, aber an den Arbeitsvertrag gebundenen Darlehen von knapp 20 Millionen vollständig zurück zu bezahlen.
Andererseits dürfen ab dem laufenden Geschäftsjahr wieder Dividenden bezahlt werden. Bis Ende 2025 wurde dies wegen der Inanpruchnahme von Covid-Krediten durch den Bund untersagt.

Ich sehe das Problem nicht. So bleiben in Wetzikon wie auch in Horgen Arbeitsplätze erhalten und wir haben im Kanton Zürich neben der Hirslanden Gruppe und Viollier noch einen dritten grossen Player auf dem Markt, was zu einem gesunden Wettbewerb führt?
Alles zu Lasten der Patienten und der Prämienzahler. Vielen Dank auch.
@Natalie.
Manifestement vous ignorez les biais négatifs des sociétés de participation.
Ich befürworte diese Lösung!
Weshalb hast du dich eigentlich von mir getrennt ?
Das See-Spital wurde wegen dem IP Artikel zum Forced Seller. Infracore hat die Konditionen diktiert. Aufgrund der langen Mietdauer (45 Jahre) ist von einem Millionenschaden auszugehen.
Hannibal Hubert vor Wetzikons Toren und drinnen applaudiert man noch, während er schon die Möbel verpfändet.
Man nennt es „agile Privatwirtschaft“. Früher hiess das einfach: Filetstücke kassieren, Risiken sozialisieren.
Wenn das die Lösung der Zürcher Spitalmisere ist: privatisieren, verhökern, zurückmieten dann gute Nacht, Gesundheitsversorgung.
Profit- Geil, mit immer weniger Leistungen – Heile – Welt , AUGENAUF und Zusammenhänge verstehen!
45 Jahre Miete fürs eigene Spital genialer Schachzug. Endlich zahlt die Öffentlichkeit auch noch Eintritt fürs Ausverkaufen.
Folge den Kreditgebern / Gläubigern von Aevis und dann weisst Du, wer am Schluss geradestehen muss für deren Wachstumskurs.
Dass Aevis finanzklammen Spitälern unter die Arme greift ist begrüssenswert, die Frage ist einfach zu welchem Preis und wer bezahlt am Schluss.
Suche noch einen lukrativen Praktikumsplatz, da seit 2 Tagen ausgesteuert.
Wer kann helfen?
Schon spannend, wie schnell manche „ausgesteuert“ sind, bevor sie überhaupt richtig gestartet haben.
Im Kanton Thurgau werden auf biegen und brechen Erntehelfer und Spargelstecher gesucht. 🤭😂
Es ist krank dass uns private Spitäler und andere private Akteure durch die Zwangsprämien abzocken. Das nennt sich eine geschützte Werkstatt.
Hubert sieht aus wie constantin 🙂 frohe ostern
Tausendsassa Hubert will offenbar den konsolidierten Verlust seiner Aevis auch 2026 nochmal übertreffen und läge damit ganz im Trend der letzten Jahre: 2024 – 8.3 Mio., 2025 – 25.6 Mio. Fr. Der Mann ist konsequent.
Dividenden kann man auch mit Verlust ausschütten 😉 Dafür bezahlt man dem Staat kaum etwas.
Wer steht hinter dem „Tausendsassa Hubert“? Ein französischer Milliardär!!
Die völlig „umnebelten“ Zürcherinnen und Zürcher „sind am Schlafen“.
Wie bei der Regiobank Männedorf rbm. Das Aktionariat hat jahrelang „geschlafen“. Jetzt haben Verwaltungsrat und Geschäftsleitung die Bank an die „Wand“ gefahren.
So blieb nur der Notverkauf für rund CHF 26 Mio. an die Bank acrevis, obwohl der Marktwert bei CHF 41 Mio. lag. Dumm gelaufen!!
Auch das See-Spital Horgen ein „Notverkauf“.
Die Drei Herren machen das Clever und gut! Sie sollen den
Kanton Zürich nur noch mehr
umpflügen. Andere Kriegen es ja nicht hin. Es wird ihnen auch mit Wetzikon gelingen wenn sie noch ein wenig zuwarten. Auch dort wäre dann ein guter Deal für sie drin.
Und mit Geduld würden sie es dann mit Uster auch schaffen irgendwann.
Macht weiter und pflügt weiter. Irgendwann geht eure Rechnung auf.
Das Angebot der Aevis Victoria SA müsste besser sein als der Wert der Konkursmasse. Das ist unwahrscheinlich. Nach dem Konkurs ist es wesentlich günstiger da auch nicht alles übernommen werden muss. Es geht ja auch nicht mehr lange bis zur Gläubigerversammlung.
Herr Marazzotta war in einer sehr schlechten Verhandlungsposition da der IP Artikel ihn auf dem falschen Fuss erwischt hat. Er war mit der Refinanzierung zu spät dran. Der Deal hätte zur Berichtsaison (Ende März) durch sein müssen. Die Mietkonditionen können deshalb nur nachteilig fürs See-Spital sein.
Wenn Private einsteigen, wird das teurer, sehr teuer!
Wir als Krankenkassenprämien-Zahler werden regelrecht gemelkt bis auf den letzten Tropfen.
Wann kommt endlich die Einheitskrankenkasse, um die Kosten in Griff zu bekommen? Es ist 5 vor 12. Sofort handeln.
Unser Gesundheitswesen ist ein Krankheitswesen weil das die einzige Branche ist, wo man sich selber Aufträge erteilen kann und alle anderen bezahlen das. Das beginnt beim Arbeitnehmer der einfach wegen Montag zu Hause bleibt und trotzdem Lohn erhält. Es geht weiter beim Dökti der den Patienten jeden Wunsch erfüllt weil der Dökti eben auch die Kohle vom selben System erhält.
Was genau soll jetzt daran soldarisch oder gerecht oder sozial gerecht sein? Der Gesunde ist doch krank wenn er sich nicht regelmässig krank meldet.
Mal schauen in welchem Spitalgruppe-VR Frau N. Rickli sanft landet, sobald sie in der ZH Regierung ausscheidet … so geht mittelfristige Planung in der Politik heute.
Spital-Betriebsgesellschaften verursachen höhere Kosten und die müssen die KVG-Prämienzahlenden bezahlen.
Eine ganz einfache Rechnung oder? Der „Skandal“ ist, dass Gesundheits-Direktorin SVP-Regierungsrätin Natalie Rickli laufend über die Entwicklung informiert worden sei.
Es reicht:
SVP-Regierungsrätin Natalie Rickli ist nicht mehr tragbar!!
Die Unordnung und Fehlleistungen im Universitätsspital Zürich USZ, in den beiden Regionalspitäler Uster und Wetzikon GZO, jetzt am See-Spital Horgen.
Vorgängig „Unebenheiten“ im Spital Männedorf.
Wer steht denn hinter dem „Tausendsassa Hubert“? JA, ein französischer Milliardär!!
Die völlig „umnebelten“ Zürcher/innen „sind weiter am Schlafen“.
Mitten drin SVP-Regierungsrätin Natalie Rickli, als Gesundheitsdirektorin.
Wie bei der Regiobank Männedorf rbm, alle haben jahrelang geschlafen. VR und GL haben die Bank an die „Wand“ gefahren, mit einem Jahresverlust 2025 von CHF -1.1 Mio.
So blieb nur der Notverkauf für rund CHF 26 Mio. an die Bank acrevis, obwohl der Marktwert bei CHF 41 Mio. lag. Dumm gelaufen!!
Auch das See-Spital Horgen jetzt ein „Notverkauf“.