Neben dem Emil Frey-Hauptsitz in Zürich-Altstetten, wo man sonst über die glänzenden Karosserien von Jaguar, Land Rover oder Toyota fachsimpelt, herrscht in der IT-Abteilung eisiges Schweigen.
Berichten aus dem Umfeld zufolge klafft zwischen Präsident Walter Freys Image als Schweizer Vorzeigepatron und der Realität seiner Informatik-Organisation eine Lücke.
Während nach aussen Kontinuität zelebriert wird, wächst intern die Angst:
Die Stabilität am heimischen Standort scheint kaum noch gesichert, seit neue Strukturen die hiesigen Standards massiv unter Druck setzen.

Insider beschreiben die Stimmung als schleichenden Umbau: Das digitale Rückgrat des Autoriesen wandert sukzessive nach Kroatien.
Dorthin, wo die Adria blau und die Löhne tief sind. In den Gängen an der Badenerstrasse gilt das Land längst als Synonym für die Verlagerung hiesiger Kompetenzen und den Verlust lokaler Arbeitsplätze.
Den Quellen zufolge werden der Belegschaft in der Schweiz zwar weiterhin „langfristige Perspektiven“ aufgezeigt, doch intern wachsen die Zweifel.
Seit Philipp Rhomberg Anfang 2025 das Zepter als CEO der Emil Frey Gruppe Schweiz übernommen hat, weht beim führenden Auto-Importeur ein schärferer Wind.
Rhomberg war einst von Toyota Schweiz zur Emil Frey gestossen. Er gilt als das neue Zugpferd im Imperium von Walter Frey und soll die Gruppe mit Hochdruck in die digitale Moderne peitschen.
Doch Rhombergs Modernisierungskurs hat eine Kehrseite. Während der Bigboss als Effizienz-Architekt gilt, sehen andere in ihm den kühlen Strategen, der die Verlagerung von Schlüsselpositionen nach Kroatien massiv forciert.
Bei der Pressestelle heisst es: Ein aktiver Stellenabbau finde nicht statt, man ersetze lediglich natürliche Abgänge nicht mehr.
Die Verlagerung nach Kroatien sei eine normale Folge der Expansion, wobei Software dort entwickelt würde, wo man sie brauche.
Die Löhne würden gruppenweit gleichbehandelt, und die Anpassung der Strukturen sei eine wirtschaftliche Notwendigkeit im Konkurrenzkampf.
Die Zukunft wird zeigen, ob Rhombergs Strategie aufgeht oder ob der Sparkurs das Vertrauen in den Schweizer Traditionsbetrieb nachhaltig ramponiert.
Die Auto-Branche durchläuft eine historische Zäsur. Die Verkäufe sind im Schweizer Markt in den letzten Monaten eingebrochen. Die Stabilisierung im März will noch nicht viel heissen.

Ist doch überall dasselbe mit der IT.
Ausser beim Bund in. Bern und Zollikofen da wursteln sie weiter selber und zahlen weiter Spitzenlöhne für die nächsten Rohrkrepierer
Genau.
– Off-Shoring
– In-Sourcing
– Near-Shoring
– In-Sourcing
– Off-…
Der ewige Kreislauf. Und jedes Mal wird laut Management gespart :).
Genau, sie sagen es.
Der Narrativ mit dem Nichtersetzen von Abgängen ist auch super.
Ja aber was ist denn mit der Schweiz? Die $VP liebt doch die Schweiz und deren Büezer. Die $VP guckt doch für ihre Schäfchen…. und nun lagert eine $VP Firma Arbeitsplätze in das phöse Ausland aus? Und erst noch in den Balkan, wo ja gemäss der $VP Parteileitung, das Phöse in Persona wohnt. Wo die Innenpolitische Munition herkommt.
Und der $VP Wähler: jooo, wenn die $VP das macht ist alles iO. Schuld sind ja die phösen Ausländer und das links grün versiffte Pack. Hooo
Mehr kommt da wohl nicht.
Erstaunlich, wie ein SVP Schwergewicht in der CH-Politik ins Ausland auslagert.
Seine Gedanken dürften sein, derart reduziere ich die „Zuwanderung“ in die Schweiz und mir nützt es finanziell, dank den tieferen Löhnen.
Emil Freyic, hat doch einen guten Klang……
Liebe Kinder,
Ihr werdet ersetzt durch Kroaten und Inder.
Deshalb spart euch das IT-Gerangel
Denn dort ist erlogen der Fachkräftemangel.
Wahnsinn! Es gibt im Ausland Menschen die IT können, und das sogar noch billiger als unsere CH IT Masters.
Kann es sein, dass die Schweiz, ausser teuer, nichts mehr kann?
Die Schweiz hat sich selber ein Bein gestellt. Die Bodenpreise sind mitverantwortlich, dass hier alles den Bach runter geht. Durch die hohen Mieten müssen selbstverständlich die Löhne angepasst werden. Das sind dann Kosten denen man ganz einfach mit Verlagerung in Billiglohnländer begegnen kann. Die Spirale bei den Immobilien geht immer höher, die der Beschäftigung immer tiefer.
Nun denn, eine gewisse Ironie ist nicht von der Hand zu weisen. Bei der Politik propagiert man die Eidgenossenschaft, beim Geldbeutel scheint das nicht mehr so wichtig zu sein?
Frey ist doch ein SVP Schwergewicht. Doppelmoral der SVP Granden, wie so oft.
Es geht zurecht immer ums Geld.
Bis vor wenigen Jahren war es schwierig IT-Stellen mit Lokalen zu besetzen. Es wurde massenhaft im Ausland rekrutiert. Die Idee ging laut um, diese Stellen besser im Ausland zu besetzen, statt noch mehr Zuwanderung auszulösen. Dass sich inzwischen das Blatt massiv gewendet hat, ist nun sehr unschön.
Rhomberg (Neffe von Walter Frey) und die Kinder von Walter Frey sind absolute nichts könner. Schaade finden nur die eigenen Kinder platz und nicht die besten. Die Kinder haben keine Ideen oder das Händchen für ein gutes Geschäft. Einzig was sie werden tun ist, die Kosten runteefahren. Bye Bye Emil Frey, bye bye happines
Warum aufregen? Kosten runteefahren ist immer eine gute Idee. Privat und geschäftlich.
Aber eines muss man dem Patron lassen, mit Carmarket.ch ist endlich etwas gegen die verhasste SMG mit Ringier/Mobi/TX und ihrem autoscout… entstanden. Wenn sie das forcieren in Kroatien, dann BRAVO.
„Den Ahnungslosen schenkt der Herr einen leichten Schlaf.“
Euripides (480 – 407 v. Chr.)
Und den Ausgesteuerten?
Aber hallo? Ein wackerer Hellebarden-Eidgenosse verschiebt Schweizer Arbeitsplätze in den Balkan? Nein, das kann doch nicht sein. Die SVP setzt doch voll auf den Werkplatz Schweiz und repräsentiert den Schweizer Mittelstand.
Der Frey wird doch nicht etwa Wasser predigen und Wein trinken? Sowas tun doch nur die Linken… eieiei.
Ach so… es sind ja bloss IT-ler und keine Büezer, also Home-Office-Faulenzer mit hohen Löhnen, die eh nicht SVP wählen. Dann passt das ja.
Ein kreativer Ansatz, die Zuwanderung stoppen, indem man gleich die Jobs exportiert?
Die Informatik von einer Garagenkette ist jetzt wirklich keine Rocket Science. Das sind Standard ERP-Systeme und wenn es einmal läuft, sollte gut sein. Eigene Software braucht es nicht. Dann braucht es vor allem einen guten Support vor Ort. Das sind keine grossen Budgetposten wo man mit Auslagern etwas sparen kann wie bei einer Bank, sonst macht man etwas falsch.
Mangelnde Kenntnisse boosten Selbstvertrauen und Meinungsstärke 🙂
Die Frey Gruppe zockt die Schweizer Kunden seit über 5o Jahren mit
überhöhten Preisen ab. Irgendwie passt die Auslagerung von SVP – Front-
mann Walter Frey nicht. Seine Nachfolger scheinen mit ihren Aufgaben
überfordert.
Das einzige was bei Schweizer Unternehmen noch schweizerisch ist, sind die abartig hohen Preise für mediokere Produkte und Dienstleistungen.
Und einmal mehr lernen wir, dass die Schweiz eine Wüste ist um hier IT-Dienstleistungen zu erbringen, dafür ist einfach alles zu teuer.
@t.me/nofmgeopolitics: Absolut. Alles ist zu teuer ! Mache Vergleiche für sehr viele Dinge. Auch für IT-Produkte….. und natürlich habe ich Geräte, deren Marke in der Schweiz praktisch unbekannt ist (abgesehen von ein paar anspruchsvollen Leuten)!
Typische SVP Logik.
Wer kauft von solchen Firmen? Abzocker Preise für „Schweizer Auto“.
Selten so einen schlechten Artikel gelesen – null Fakten, null Beweise, null Hintergrund. Wenn Emil Frey wirtschaften würde wie dieser Journalist, wäre das Unternehmen kaum so erfolgreich.
Ausgerechnet Varazdin/Kroatien… Da sind sie 10 Jahre zu spät… Die Kosten dort sind explodiert seit dem Euro. Ausserdem viel zu nahe an Österreich… Dazu Lohnnebenkosten auf Deutschem Niveau. Die Schweizer Nearshoring Firmen die in Kroatien waren sind längst nach Serbien, Rumänien und Nord Mazedonien weitergezogen.
Hoppla, sie scheinen ja ein Experte zu sein!
Es soll mir keine CH-Firma je wieder jammern, das CH-Volk gehe ins grenznahme Ausland einkaufen. Was machen sie? Sie machen nämlich mit der Auslagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland genau das gleiche. Mein nächstes Auto wird auf jeden Fall ein Direktimport sein. Firmen wie die von Emil Frey werde ich nicht mehr berücksichtigen.
Wenn in der Schweiz – und ganz stark in der Stadt Zürich – den Leuten das Autofahren madig gemacht wird, hat das irgendwann Auswirkungen auf die Branche. Voilà. Erste Vorboten auf das, was sich nun schleichend vollziehen wird. Danke an Rot-Grün.
08:46
Ich war dieser Gruppe immer misstrauisch. Und ich habe mich immer für kleine, unabhängige (ländliche) Garagen entschieden.
Aber noch ist es wirtschaftlich, ein Auto im Ausland zu kaufen (selbst mit den COC & Gutachtergebühren spart man viel Geld).
Diejenigen, die systematisch nichts vergleichen (und glauben immer noch, dass die Schweiz perfekt ist), können es nicht verstehen.
Natürlich, für diejenigen, die denken, dass meine Autos trotzdem aus dieser Gruppe stammen, kann ich den Namen der (ausländischen) Autowerkstatt nennen.