Die Vereinigten Arabischen Emirate schmeissen die Tür zu und verlassen OPEC und OPEC+.
Einer der grössten Förderstaaten der Welt pfeift auf Quoten, Regeln und das Machtspiel aus Riad.
Für Saudi-Arabien ist es eine Demütigung erster Klasse.
Jahrelang gaben die Saudis den Chef, diktierten Fördermengen, hielten kleinere Staaten auf Linie und verkauften das Ganze als Stabilität des Weltmarkts.
In Wahrheit war es ein Preiskartell mit Kronprinzen-Charme.
Nun sagt Abu Dhabi: Genug.
Die Emirate wollen selber bestimmen, wie viel Öl sie fördern und zu welchem Preis sie verkaufen. Ohne Sitzungen. Ohne saudische Belehrungen.
Ohne Rücksicht auf jene Staaten, die vom hohen Ölpreis leben, aber wenig liefern.
Für Donald Trump ist das ein Geschenk. Er hatte OPEC stets attackiert und als Abzocker-Club bezeichnet, der den Westen mit künstlich hohen Preisen schröpfe.
Mit dem Austritt der Emirate fällt ein zentraler Pfeiler dieses Systems. Trump kann sagen: Ich hatte recht.
Ein bisschen Hintergrund: Die Emirate waren über andere arabische Staaten verärgert, weil diese das Land während iranischer Angriffe weitgehend allein liessen.
Viel hinausposaunte Solidarität, wenig konkrete Substanz. In der Golfregion schaut am Ende jeder für sich.
Wenn Abu Dhabi die Förderung erhöht, könnte der Ölpreis abstürzen. Das wäre Gift für Staaten mit aufgeblähten Budgets und teuren Prestigeprojekten.
Gleichzeitig würden andere OPEC-Mitglieder ihre Mitgliedschaft neu bewerten. Warum sich beschränken, wenn andere frei pumpen?
Dann beginnt der Zerfall.
Auch Russland dürfte nervös werden. Moskau braucht stabile Energiepreise – ein Preiskrieg am Ölmarkt käme zur Unzeit.
Was bleibt, ist ein Scherbenhaufen. OPEC wollte Einheit demonstrieren. Heraus kommt Chaos.
Saudi-Arabien verliert Autorität. Russland verliert Berechenbarkeit. Trump gewinnt ein Argument.
Und die Emirate? Die machen, was erfolgreiche Staaten tun: Sie denken zuerst an sich selbst.
Die VAE werden schon wissen, was sie tun.
Die haben doch nur vor, jemanden nervös zu machen.
Evtl MBS ?
Die Araber wird keiner vermissen. Vermutlich eine Trotzreaktion weil nun keiner mehr im Fantasyland Dubai mehr Urlaub macht.
In Rot/Grün Zürich fahren sie Fahrrad. Da ist der Ölpreis Nebensache.
Zufall oder wurde der Austritt von langer (Amerikanischer) Hand geplant oder mindestens ermutigt?
Häää??
Würde mich nicht überraschen wenn in Amerikanischen Angriffs Fahrzeugen und Booten sowie Fliegerli Iranisches Öl fliesst.
Öl ist flüssiges Gold und kann immer verkauft werden. Die Frage ist nur zu welchem Preis.
Es geht bei diesem Krieg nur um eines. Öl!
Die Arabischen Länder werden sauber auseinander dividiert und gegeneinander ausgespielt.
Das konnten die USA schon immer am Besten. Für sie schöner Nebeneffekt vom Iran-Krieg.
Das ist ein einsamer und derzeit schutzloser Weg. Auch der Iran ist nicht an tiefen Preisen interessiert, kann aber sehr wohl zur Drosselung der Öllieferungen von VAE beitragen.