Eine Politically Exposed Person wollte eine stolze Millionensumme verschieben – die UBS Monaco stellte keine Fragen.
Reiche brauchten eine neue Bank? Der Ableger der Schweizer Grossbank im Fürstentum an der Cote d’Azur stand zur Stelle.
Auch wenn die Kunden dafür nie vor Ort auftauchten – Fern-Onboarding, das machen wir.
Das Treiben war während Jahren im Gange, von 2018 bis Mitte 2023. Die UBS betont, sie habe inzwischen aufgerüstet – auf dem Compliance-Chefstuhl sitzt ein neuer Mann.

Jetzt hat die Autorité Monégasque de Sécurité Financière (AMSF), der Banken-Aufseher des Kleinstaats an der französischen Mittelmeerküste, durchgegriffen.
Sie fand „Mängel in der Überwachung von Transaktionen“ bei PEPs, „politisch exponierten Personen“, wie der Watchdog in seinem 77-seitigen Verdikt ausführt.
Es geht um Versagen bei AML, Anti-Money Laundering: Bei Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung hört der Spass auch in Monaco auf.

In einem anderen Fall listet die monegassische Finanzmarkt-Aufsicht detaillierte Geld-Verschiebungen auf.
Diese liefen über Banken in Libanon und Saudi-Arabien und summierten sich auf über 800’000 Dollar.
Die Deals umfassten „Immobilien-Aktivitäten in Saudi-Arabien“.

Auch hier ist die Rede von einem PEP, bei dem die UBS Monaco „aucune précision (…) quant à la nature exacte ou à la finalité des transferts“ ins Felde führen konnte.
Diese und zahlreiche weitere Befunde listet die Finanzaufsicht von Monaco auf, um ihr Urteil zu begründen. Dieses hat es in sich:
Der UBS-Ableger wurde am Dienstag zu 6 Millionen Euro Busse verknurrt. Eine eindrückliche Summe.
Die Bank kann noch dagegen rekurrieren, und zwar unter dem Gesetz von 2009 „relative à la lutte contre le blanchiment de capitaux, le financement du terrorisme et de la prolifération des armes de destruction massive et la corruption“.

Allein diese Ausdrücke machen deutlich, worum es im Fall geht. Als zusätzliche Strafe hat die Behörde ein „Naming and Shaming“ der UBS beschlossen.
„La présente décision sera publiée au Journal de Monaco et sur le site internet de l’Autorité Monégasque de Sécurité Financière sous une forme nominative pendant une durée de cinq ans.“
„La publication y sera ensuite maintenue sous une forme non nominative.“
dass Kunden, insbesondere PEP’s etc., Domizile wie Monaco etc. auswählen.
Von welchen Jahren sprechen wir? War es ein Versagen der Bank als Ganzes oder einer Einzelperson? So ein ganz bisschen Hintergrund hätte Dir alleine Chatgpt schon geliefert. Offenbar waren das schon 2min zuviel Aufwand. Für die Meute hier reicht es ja allemal
Die Fragen sind simpel. Wer sie dramatisiert, sucht selten Antworten eher ein Ventil.
Dass die Meute das dann dankbar aufgreift, passt: Lautstärke ersetzt dort gern das, was an Substanz fehlt.
Die UBS hat noch Glück, dass sie nicht 6 Millionen Franken Busse bezahlen muss.
Lesen hilft… Sie hat soeben die UBS zu 6 Millionen Euro Busse verknurrt..
Die Bank kann noch dagegen rekurrieren.
Herr Hässig, lassen Sie doch die täglichen Angriffe auf die UBS.
Langsam kriege ich den Eindruck, dass Sie ein Karin Keller Sutter
Fan sind.
Nochmals zum Mitschreiben. UBS ist eine tickende Zeitbombe. Selber überschätzen sich die selbstverliebten Gockel masslos. Fliegen raus und treffen dann bei drittklassigen Banken wie Bär und Vontobel auf Manager, die Feuer und Flamme sind. Viel Erfolg.