Bei welcher Wortwahl wird man ein Antisemit? Wie sehr darf man den Staat Israel kritisieren? Das sind die Fragen unserer Zeit.
Der Hass und die Nervosität ist auf beiden Seiten: riesig. Das musste auch der Autor feststellen, als er jüngst die finanzielle Lage der Zürcher Juden thematisierte.
Mit Artikeln wie diesen würde er den Judenhass schüren; dieser Vorwurf kam von vielen Seiten.
Mazin Qumsiyeh muss sich deswegen ziemlich warm anziehen. Der Evolutionsbiologe wird am 4. Mai an der Uni Zürich einen Vortrag halten.
Organisiert wird die Veranstaltung von der Palestine Student Association (PSA) und dem Verband der Studierenden der Universität Zürich (VSUZH).
Der Titel lautet: „Ecology under Occupation“. Der Vortrag des Professors wird in einem der grössten Hörsäle der Uni durchgeführt, die Einladung ging an alle Studierende.
Ob der palästinensische Wissenschaftler zur Versöhnung zwischen Israel und Palästina dient, kann kontrovers diskutiert werden. Den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu nennt er „Hitler of our age“.
Donald Trump kommt ein bisschen glimpflicher davon. Der US-Präsident sei nur deswegen kein Hitler, so der Gelehrte, weil er den „Anweisungen der Führer des rassistischen jüdischen Staates folgen muss“.
Was der Professor, der letztes Jahr für den Friedensnobelpreis nominiert wurde, auf Facebook schreibt, lässt einen fassungslos zurück. Wie kann die Uni Zürich so einem Hetzer ihren Hörsaal zur Verfügung stellen?
Gleichzeitig ist man irritiert von der Israelitischen Cultusgemeinde Zürichs (ICZ), die vor einer Woche zum Unabhängigkeitstag des Staates Israel aufrief.
Die grösste jüdische Gemeinde der Schweiz differenziert nach aussen immer wieder zwischen Judentum und Israel.
An ihre Mitglieder schrieb sie aber: „Feiern Sie mit uns“. Es gab israelisches Essen, ein Konzert und anschliessend eine „Israeli Party“.
Kein Wort und keine Erinnerung an die Zehntausenden Opfern im Gazakrieg.
Wie soll Frieden da unten entstehen, wenn in der Diaspora ein fanatischer Professor Hitler-Vergleiche anstellt und unkritische Israel-Partys gefeiert werden?
Sehr sehr unschön – Israel muss sich neu erfinden und sich der Schergen entledigen!
Wieso spricht niemand von Iran?
Weil es nun spezifisch um das Gaza Problem geht, und iranische Vertreter weder von der einen noch der anderen Seite so öffentlich auftreten.
Und von der Kernbotschaft Jesus kein Wort ? Komisch … 🤷♂️
Herr Frenkel, trifft die Beschreibung Netanyahus (richtiger Name: Mileikowsky) aus Ihrer Sicht etwa nicht zu? Und hoffen Sie, dass der Vortrag des Professors gecancelt wird?
Sag mal, Jan, ist Milei nun Israeli oder Ukrainer?
Rassismus ist immer falsch – genau wie jegliche Form von Extremismus. Infolgedessen muss klar differenziert werden zwischen dem Judentum und dem Staat Israel. Die politischen Machenschaften Israels in den letzten Jahren sind mehr als nur grenzwertig und werden zunehmend extremer. Dass sich darüber immer mehr Leute echauffieren, hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern gesundem Menschenverstand. Dass bei jeglicher Kritik Israels gleich die Antisemitismus-Keule geschwungen wird, ist auch nicht gerade förderlich für einen normalen Meinungsaustausch und wirkt alles andere als deeskalierend.
Einfach nur noch mal zum mitschreiben: die ganze Gazakatastrophe hätte es ohne den feigen Angriff vom 7. Oktober nicht gegeben. Die Palästinenser wählten die Hamas, eine Terrororganisation, selbst, sie wählten ihr Unglück selbst. Die armen Leute da wurden letztlich von ihren eigen Peinigern verheizt, betrogen, finanziert durch den Iran. Schon lange nicht mehr war die Aussicht auf Frieden in der Region so gut wie heute, denn der Kern des Problems, der Iran, wird gerade bearbeitet, und es wird dort zum Wechsel kommen!
Netter Versuch, aber erstens hatte der 7. Okt. eine Vorgeschichte, zweitens rechtfertigt er die isr. Reaktion in keiner Weise.
Genau…Gaza gings ja sensationell fast so gut wie den Ostdeutschen wenn Sie über die Mauer wollten….man kann die Realität einfach negieren und dann alles legitimieren. Terroristen Gruppen sind auch keine Staaten….wer Unrecht mit unrecht bekämpft entzieht sich selbst sämtliche lgetimation
Einfach nur noch mal zum mitschreiben. Würde israel seit jahrzenten nicht siedlungen auf fremden land bauen, hätte es den angriff auf israel gar nie gegeben. Aber heyy, du bist sicher auch einer, der bloss zuschauen würde, wenn deine wohnung von fremden beschlagnahmt werden würde.
Ein Überraschungsangriff im bestbewachten Streifen dieser Erde, zufälligerweise mit Geiseln aus allet Herren Länder, das beste Militär und der beste Geheimdienst haben zufällig komplett versagt. Aber sonst sind alle News Verschwörungstheorien, gäll?
@J.w: klar, alles hat eine Vorgeschichte, ausser der Krieg in der Ukraine, gell?
Herr Frenkel, Sie schreiben: „ Wie viel Antisemitismus ist erlaubt? Wie sehr darf man den Staat Israel kritisieren? Das ist die Frage unserer Zeit.“ Frage im Singular. Sind diese beiden unterschiedlichen Fragen für Sie also ein und dieselbe Frage?
Was hat Zürich, geschweige denn die Schweiz mit diesen beiden Ländern politisch zu tun ? Wir müssen uns um unseren CH-Mist kümmern – basta. 😉
Herr Frenkel, der israelische Holocaust-Experte Omer Bartov bezeichnet Zionismus als genozidale Ideologie. Was sagen Sie dazu? Auch ein „crazy Professor“?
Wie viel Antisemitismus ist erlaubt? Wie sehr darf man den Staat Israel kritisieren? Das ist die Frage unserer Zeit.
Das ist die selbstverklärtheit Isreals…ist es Amerikanerhass weil man Trump kritisiert? Ist es Schweizerhass weil man Berset kritisiert?
Natürlich nicht und umbedingt MUSS man Isreal Kritisieren nur weil einmal etwas schlimmes passiert ist ist das sicherlich kein Persilschein sich selbst unmöglich zu verhalten, und ja mit Internationalem Recht ist weniges zu vereinbaren was Isreal abzieht….
„Da unten?“ Beni einmal mehr auf dem Niveau eines Primarschülers.
Was denn eine Veranstaltung an der Uni „hier oben“ mit dem da unten zu tun haben soll, diesen Link bleibt er uns schuldig
Beni stellt eingangs zwei Fragen und verschmelzt sie im dritten Satz zu einer einzigen. Dadurch insinuiert er, dass Israel-Kritik und Antisemitismus dasselbe seien. Das sehe ich gar nicht so. Ich kritisiere die aktuelle Regierung Israels hart, vor allem Netanyahu, aber ich respektiere jüdische Kultur und Religion sowie nicht fanatische Juden. Ich sehe mich somit nicht als Antisemiten. Ich gehe davon aus, dass ich nicht der einzige bin, der sich nervt, wenn versucht wird jegliche Israel-Kritik als Antisemitismus darzustellen und dadurch abzuklemmen.
Richtig, irritierend ist aber dass über 70Prozent der israelischen Bevölkerung das Verhalten ihrer Regierung unterstützt.
In defense of bf
Danke für den Mut, diese verzwickte Lage vulgo Schlamassel endlich geschmeidig und transparent zu machen.
Das gelingt nur mittels „Bewegung in die Starre bringen“. D.h. festgefahrenen verhärteten Schlamm mittels Klopfen, Rumstochern und Rumwerfen flexibel und veränderbar machen.
Den Beteiligten die Kleider der Tabus vom Leibe ziehen, ist ein genialer Schachzug.
Bitte Dranbleiben und weiter beidhändig Umrühren. Im Interesse der Beteiligten, Betroffenen und Zuschauer.
Ist LH in den Ferien?
Mazin Qumsiyeh hat nur 7000 Zitationen: ein no name muss sich auch irgendwie profilieren
„Journalist “ extra in Anführungszeichen Frenkle früher bei René Zeyer Betreiber von http://www.zackbum.ch eine Seite heute nicht warum nicht?? 😀 gut so 😉
Frenķle NOT for President;-)
Laut Angaben der Zeitung „Zeit“ gibt es seit 7.Okt.
112.069 Opfer auf palästinensischer Seite.
1983 Opfer auf israelischer Seite.
Nakba 1948:
Vertreibung und Enteignung von über 700000 Palästinensern.
(Warum musste eigentlich nicht Deutschland Land abtreten für die Bildung eines Staates für nur Gläubige einer einzigen Religion?)
Ziemlich treffend formuliert.
Ich kann auch die Schweizer Legislative, Exekutive und Judikative kritisieren ohne dass ich damit den Schweizer Bürger kritisiere.