Familien, die ihre Kinder in Zürich-Witikon grosszogen, verstehen die Welt nicht mehr. Sie müssen in zwei Jahren raus aus ihrer Bleibe.
Alle. Im Wiesliacher und an der Stodolastrasse trifft es Hunderte. Leerkündigungen der beiden Siedlungen, die der Zurich Versicherung gehören.
Betroffene treffen sich nach dem ersten Schock, um den Widerstand zu organisieren. Derweil läuft bereits ein Big Business.
Mit jenen Wohnungen, die frei werden. Wer nämlich schon etwas Neues gefunden hat, der geht.
Der Clou sind WG-Zimmer. Im Wiesliacher landen solche auf dem Markt. Als Vermieterin tritt die Next Gen Properties auf.
Sie verlangt für ein Zimmer im Wiesliacher 1’000 Franken Miete pro Monat.
Der Rubel rollt. Geht eine 4,5 Zimmer-Wohnung an drei Wohngemeinschafts-Mieter, kommen 3’000 Franken rein.
Die bisherige Miete lag unter 2’000 Franken.
„Zwischennutzungen von Wohnungen (etwa durch Studierende) sind sinnvoll, weil dadurch Leerstand vermieden wird“, schreibt die Zurich Schweiz auf Anfrage.
„Die Untermietverträge der beauftragten Unternehmen werden geprüft. Das genannte Unternehmen mietet allerdings nur wenige Wohnungen, die von Zurich verwaltet werden.“
Die Wiesliacher-Überbauung ist noch nicht alt. Gut 40 Jahre. Die Verwalterin heisst Apleona. Laut einem Mieter habe sie kaum investiert in den letzten 20 Jahren.
„Die Eigentümerschaft hat uns beauftragt, die leerstehenden Wohnungen an NextGen zu vermieten“, sagt eine Apleona-Sprecherin. „Die Konditionen wurden hier direkt zwischen NextGen und der Zürich-Versicherung vereinbart.“
Auf der Webseite der Next Gen Properties finden sich zahlreiche WG-Zimmer, auch solche aus der Witikoner Siedlung Stodolastrasse.
Was auffällt: Oft ist der Mietzins genau der gleiche. 990 Franken im Monat.
Vor Jahresfrist geriet das Unternehmen in die Headlines. „Zürcher WG-Firma: Kautionen illegal verwaltet und überrissene Mieten verlangt“, titelte der Tages-Anzeiger.
„In den Zimmern von Next Gen Properties wohnen oft auch Asylsuchende und Sozialhilfeempfänger“, meldete das Blatt. Das heisst: Die Miete für die WG-Zimmer stammt am Ende vom Steuerzahler.
Aus Zurich-Kreisen ist zu vernehmen, die Next Gen habe aus der Vergangenheit gelernt. „Die jetzigen WG-Angebote in Witikon sind fair“, sagt einer.
Für die von den Leerkündigungen Betroffenen ändert das wenig. „Verdichten heisst für viele auch vernichten“, schreibt eine langjährige Mieterin.
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Dagegen hilft nur Wohneigentum.
Wer das nicht checkt, der spart weiter seine 2. und 3. Säule bei einer Tsüri oder AWD-Swiss-Life. Diese wiederum müssen anlegen weil sie dieses Geld irgendwann auszahlen müssen. Darum sind Mieterträge hoch willkommen und sind Versicherer so oft Häuslebauer. Diese Mieterträge bezahlen wieder die Mieter. Dieselben Mieter die nun die Leerkündigung bekommen haben. Welche Ironie. Da gibt es nur eines: WOHNEIGENTUM
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Wer sich dies leisten kann…
Median in der CH liegt unter CHF 7’000
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Ja, und? Wo ist das Problem? 40jährige Häuser mit Mieten unter ChF 2000? Das ist halt so…
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Warts mal ab, bis du mal existenz ängste, problemen hast, im Ruhestand … Garantiert!
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Volles Verständnis, dass man die extrem veralteten Gebäude in dieser tollen Lage stufenweise ersetzt. Zwischennutzung und höhere Zukunftsmieten für künftig bessere Wohnqualität auch okay. Es wird investiert, auch gut. Was ist denn bitte das Problem, Herr Hässig?
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so attraktiv ist die Wohnlage nun auch nicht. Stadtzentrum mit ÖV schlecht erschlossen und man bezahlt dennoch Stadtsteuern.
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In Berlin enteignen sie bald die grossen Immobilienbesitzer.
Könnte doch links Zürich auch machen.
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Im Turbo-Kapitalismus hat das Kapital bzw der Kapitalist immer vorang vor dem Allgemeinwohl.
Deswegen sind für Kapitalisten Diktaturen im Mantel der Demokratie wünschenswert. Dabei sind die Diktatoren die Kapitalgeber, und die Politiker nur die Marionetten die im FOrdergrund stehen. In einer Demokraite hat das Kapital unbeschränkten zugang zur Politik via Lobbyisten.
Selbst bei den Elementarsten Dingen wie hier Wohnraum, … des Weiteren bei Nahrung, Treibstoff, Gesundheit, werden die Gesetzte im Sinne des Kapitals gemacht.
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Gefängnis?
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Wit-ikon
Wit-i-ned
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Die Hetze in diesem Artikel ist unverständlich: Es sei daran erinnnert, die Miete ist auf Zeit. Da muss man jederzeit damit rechnen, eine neue Wohnung zu suchen: der Mieter kann auch jederzeit kündigen. Dieses Volksverhetzung linker Machart ist typisch: Sie dient dem Autor dazu, Klicks und damit Umsatz zu schaffen
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Mosten sagt man beim Most herstellen.
Mosten sagt man nun auch beim wohnen(Verdichten).
Wieso muss das sein?
Die Schweiz hat +50% sanierungsbedürftige Altbauten in Miete und Stockwerk-Eigentum. Bei Mietobjekten kann man künden, abreissen, sanieren und neu bauen.
Bei Stockwerk-Eigentümerobjekten wirds da interessant.
Am meisten verdient man effektiv mit Einzellöcher. Je kleiner desto mehr. Gut mit Etagenbad und Gemeinschaftsküche. So ist wohnen 2.0 zumindest in Zürich, Berlin und Havanna.
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Was die Zurich mit Mietern macht geht gar nicht – sie umgehen das Mietgesetzt indem sie 5 Jahresfestverträge machen. Alle schauen zu. Und Apleona ist das allerletzte….
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Verdichten ist gut für die Wirtschaft.
Ist dann die Wirtschaft gut für die Menschen?
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40 Jahre alt und 20 Jahre lang nicht mehr renoviert? Da muss man sich glücklich schätzen, einen Mieter zu finden, der in einer solchen Bruchbude wohnen will.
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Heute kein Problem. Es gibt immer solche, die darauf hereinfallen !!
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Im Jahre 1983 erhielten wir und sechs weitere Nachbarsfamilien am Wiesliacher in Witikon die Kündigung, weil der nimmersatte Hauseigentümer nicht akzeptierte, dass wir uns gemeinsam gehen die Anpassungen an ortsübliche Mieten wehrten. Als wir das über einen Journalisten der damaligen Gratiszeitung Züri Leu (?) publik machen wollten, hiess es nach eingehenden Gesprächen lapidar: „An dieser Geschichte ist zu wenig Fleisch am Knochen.“ Die 41/2 und 51/2 Wohnungen gingen dann an Kinderlose. Wir verliessen unsere Heimatstadt und wohnen seither in unserem Eigenheim in einem Nachbarkanton.