Nichts ist für einen Starwerber nervtötender als die Feststellung, dass nach Jahren des Erfolgs für seinen Kunden dieser plötzlich nicht mehr zuhört.
Genau dies ist dem SVP-Spitzenmann Alexander Segert geschehen.
Nach Jahrzehnten an der Seite des jungen Christoph Blocher, der die anderen Parteien vor sich hertrieb, blickt Segert in der jüngsten Ausgabe der SVP-nahen „Weltwoche“ auf drei verlorene Abstimmungen zurück und stellt fest:
„Wenn wir in der nächsten Kampagne um die EU-Verträge in unserer Nein-Kampagne nicht Ross und Reiter nennen und ein klares Feindbild zur Mobilisierung aufbauen, sehe ich für die Abstimmung schwarz.“
Die Kampagne mit weissen und schwarzen Schäfchen für die Ausschaffungs-Initiative 2010 hat weltweit Furore gemacht und Nachahmer gefunden.
Im Gespräch mit Weltwoche-Autor Marcel Odermatt analysiert der Geschäftsführer und Eigentümer der Agentur „Goal“ die letzten drei Abstimmungskämpfe für die SVP, die alle verloren gingen.
Das ist schlimmer als ein Ronaldo, der keine Tore mehr schiesst. Alle drei Matches gingen gegen die Linken, die Roten und die Grünen verloren.
Die Volksinitiative „SRG – 200 Franken sind genug“, die Kampagne „Keine 10 Millionen-Schweiz“ und zuletzt die Neutralitäts-Initiative kosteten die SVP und Christoph Blocher viele Millionen.
Aber die von Alexander Segert zu erzielenden Erfolge an der Urne blieben aus.
Wie Segert berichtet, wurde um jedes Wort gerungen. Zuletzt einigten sich Christoph Blocher, der am meisten Geld für den Kampf gegen die Neutralitäts-Initiative gespendet hatte, die Kampagnenleitung sowie Segert auf den Begriff „Kein Krieg“.
Das war sicher einer der gröberen Fehler. Meine persönliche Beobachtung lange vor dem Wahltag war es, dass viele Stimmbürger zwar Angst hatten, es könne etwas Undefiniertes geschehen.
Sie glaubten aber nicht an einen baldigen Kriegt Russlands gegen die Schweiz. Denn darum ging es.
In Wirklichkeit wurde die Neutralitäts-Initiative als Kampf eines einsamen alten Mannes wahrgenommen, der sogar von seiner Partei verlassen wurde.
Ein unmöglicher Zustand, wie jeder Profi weiss.
So fehlten auch, wie Segert berichtet, alle PR-Massnahmen wie Podien mit Prominenten, Leserbriefe, Kommentare aller Art.
Ich sage: „Es war eine schwachbrüstige Kampagne.“ Segert sagt: „Wir sind zu harmlos geworden.“
Mehrfach beschwert sich Segert, in den letzten drei Kampagnen sei immer wieder zu wenig Geld zur Verfügung gestanden, um eine Niederlage zu vermeiden.
Das ist erstaunlich, aber ich erinnere mich, dass „CB“ schon vor Jahren die Ansage gemacht hat, er wolle nicht mehr alles allein finanzieren.
Segert sagt: „Teile der SVP würden moderatere Kampagnen verlangen, weil man as 30%-Partei auch weite Teile der Mitte ansprechen würde.“
Und, als Höhepunkt: Die Linken in der Schweiz hätten seinen angriffigen Kampagnenstil abgekupfert.
In früheren Kampagnen habe die SVP gesiegt, weil sie Feindbilder aufgebaut hat: die „Linken und Netten“, die „Heimatmüden“, die „Asylschmarotzer“.
Heute sei es fraglich, ob man so noch werben dürfte. Doch die Linken kämen mit „Heuschrecken, Abzockern“ und „Blocher“ et cetera und seien damit aktuell dominant.
In Zukunft will sich Segert, dem die Botschaft „Kein Krieg“ aufgedrängt wurde, „noch hartnäckiger und offensiver für meine Einschätzung einsetzen“.
Die SVP muss unbedingt die kommenden Abstimmungen gewinnen, wenn sie 2027 eine Chance haben soll, bei der Wahlen die 30 Prozent-Grenze zu überspringen.
Im Augenblick macht die Partei einen innerlich zerrissenen Eindruck zwischen mittelalterlich-militärischem und KI-Auftritt.
Ob es der Sache dienlich war, die parteiinternen Störungen in der „Weltwoche“ auf den Tisch zu legen, muss sich Alexander Segert selbst fragen.
Klienten sind heute kurzatmig geworden. Das zeigt auch die Kündigung grosser Migros-Mandate bei der Werbeagentur Wirz, wie an dieser Stelle berichtet wurde.
Instant-Erfolge zu erzielen, ist in einer verwirrenden Zeit auch nicht einfacher geworden.
In der politischen Werbung braucht es den langen Atem ebenso wie den kurzen Handkantenschlag. Ohne viel Geld und starke Persönlichkeiten geht gar nichts.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Klaus hätte es Gefahlen wenn man gesagte hätte Nazis raus!
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Die SVP hat während der Pandemie ihr wahres Gesicht gezeigt. Die Glaubwürdigkeit und der Symphatiebonus all dieser Parteien Mitläufer ist weg. Es braucht neue „Lichtgestalten“ wenn man etwas bewegen will. Diese können nicht aus einer „Partei“ kommen, egal welcher!
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Die Deutschen haben schon erkannt, dass sie verseckelt wurden. Sie den Erfolg der AfD.
Die Schweizer werden es auch noch erkennen.
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Mit Geld und Plakaten alleine kann man keine Abstimmung gewinnen!
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Man könnte ganz einfach auch auf die Idee kommen,
dass die SchweizerInnen mündig und eigenständig
genug sind um sich nicht von Werbefritzen manipu-
lieren zu lassen.
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Die graphische Umsetzung der Neutralitätsinitiative mit den zwei extrem starken Worten „Krieg“ und „Nein“ wirkte zuerst vor allem eines: bedrohlich.
Im Vergleich dazu beruhigen die gegenteiligen Wörter, nämlich „Frieden“ und „Ja“, enorm.
Das führte u.a. zu der beschämend niedrigen Wahlbeteiligung.
Natürlich bin ich mehr als glücklich, dass diese Initiative letztlich so wuchtig verworfen wurde.
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Die SVP muss den Leuten sagen, die Verträge unterschrieben heisst wir sind nicht umkehrbar auf dem Weg in die EU.
Wir werden Wohlstand verlieren und auf das Niveau von Deutschland oder Italien sinken.
Unsere direkte Demokratie ist weg, der Bürger hat nichts mehr zu sagen. Bestimmt wird alles in Brüssel. Auch über unsere Zuwanderung.
Auch unsere Selbstbestimmung ist weg.
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Die Schweiz wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, Brüssel bestimmt wann unsere Kinder an die Ostfront müssen.
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Ja genau. Deshalb wollen die Briten wohl in die EU zurück.
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Die SVP hat sich mit den letzten drei Initiativen leider verzettelt, um im Gespräch und den Medien zu bleiben. Jetzt haben die Linken (bei den Abstimmungen) Oberwasser. Es reicht bereits, gegen die SVP sein, um Stimmbürger zu mobilisieren. Nicht sehr geschickt im Hinblick auf die Abstimmung zum Unterwerfungsvertrag, bei dem es (ausnahmsweise) wirklich um alles geht.
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Geisterfahrer haben es nie einfach, auch nicht in der Politik.
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man erinnere sich nur einmal an die Gegnerschaft bei der „Durchsetzungs-Initiative“. Damals gingen die so weit, dass im HB Zürich ein digitales Hakenkreuz dagegen „Werbung“ machte. Sind mal wieder Wahlen angesagt, werden Plakate der SVP regelmässig mit dem Hakenkreuz kreativ verschönert und zwei von drei SVP-Politiker bekommen einen Schnauzer ergänzt. So sieht es aus. Einfach wegen weissen und schwarzen Schafen.
Wohlstandsverblödung von Linksgrünwokefdp, Hauptsache die letzen Konservativen in den Dreck ziehen ist deren Programm.
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„…in den letzten drei Kampagnen sei immer wieder zu wenig Geld zur Verfügung gestanden, um eine Niederlage zu vermeiden.“
Da buttern Blocher, Matter und Co etliche Millionen in diese Abstimmungen und dieser Herr beschwert sich übers Budget.
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Segelt hat schon recht. Wir brauchen für die Anti-Vertragsinitiative mehrere Säulen. Die Kompass-Argumentation ist stark und sachlich ausgerichtet. Auf der emotionalen Seite muss man noch arbeiten. Dabei sollte Kompass ergänzt werden durch konkrete Auflistung der Nachteile für den einzelnen Bürger (da gibt’s vieles zu sagen) und die Zerstörung des machtgierigen und korrupten Zentralkomitees in Brüssel, das wie einst wie das Zentralkomitee der UdSSR autoritär regiert und Volksrechte aushebelt. Mit diesen drei Säulen muss die Initiative gewonnen werden. Sonst stirbt die Schweiz in Schönheit.
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Alexander Segert ist doch unglaubwürdig in der SVP da er selber Ausländer ist.
Deutsche haben wir nun wahrlich genug in der Schweiz.
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Mein Eindruck ist, die SVP will einfach ein wenig vom Zeitgeist profitieren, weniger Zuwanderung, um sich an der Macht zu halten. Sie will aber die Verhältnisse nicht ändern, weil viele SVP – Parlamentarier persönliche wirtschaftliche Interessen verfolgen. Wie die SVP selbst sagt, wollen sie keinen dritten Bundesrat. Die sind satt, träge und korrupt geworden.
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Vielleicht hilft auch noch mehr lügen.
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Der Liebling hat gesprochen.
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Klaus spitzt masslos zu. Von einer Attacke gegen Blocher kann keine Rede sein. Segert sucht Gründe für die Niederlage und analysiert die ganze Kampagne. Es trifft zu, dass die SVP zu wenig engagiert war. Da steht Präsident Dettling in der Verantwortung. Er sollte ersetzt werden. Als Subventionsempfänger ist er angreifbar, und gegen die links-grünen Berufspolitiker und ihre Verbündeten in den Mainstreammedien kann er nicht mithalten. Es gibt mittlerweile leider auch etliche Opportunisten in der Partei, die sich nicht exponieren wollen, wie schon bei Corona: Gallati, Rickli…
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Könnte man nicht gegen die Unterwerfungsverträge Wilhelm Tell und die fremden Vögte ins Feld führen?
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In der Schweiz wird allgemein eine reine Klientelpolitik betrieben. Die SVP ist die Bauernpartei geblieben, die sie eben ist.
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Blocher ist und bleibt der beste Politiker den die Schweiz je hatte. Bodenständig, ehrlich, neutral, geradlinig, sympathisch… Niederlagen gehören zum Erfolg.
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Wenn der deutsche Herr Stöhlker, FDP pro EU Sympathisant und anti SVP Blocher, etwas über die EU Verträge zum besten gibt, weiss jeder vernünftige Mensch Bescheid. Eine Zumutung, dass dieser Herr noch immer Beiträge auf IP veröffentlichen darf.
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Wenn Linke und Grüne haushoch verlieren (Ernährung, Erbschaftssteuer etc.), dann ist es ein „Achtungserfolg“, der dringenden Handlungsbedarf signalisiert. Wenn Blocher verliert, dann ist es ein grosser Sieg der „Vernünftigen“. Es stimmt, Schweizer haben nicht Angst vor Krieg, also war die Botschaft wohl falsch gewählt, auch wenn es diese Kriegsgefahr sehr real gibt. Es ist nur zu hoffen, dass nicht Blocher und die SVP, wie so oft in der Vergangenheit, doch recht behält.. Stöhlet als EU Turbo und Schweiz-Verächter ist leider der falsche Ratgeber.
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Warten wir noch ein paar Jahre und dann rragen wir uns: „Was war die SVP?“ ….