Lindt&Sprüngli (L&S) rast gerade in die Krise ihres Lebens. Umsatz weit weg vom Versprochenen, Aktie crasht wie nie.
Mitten im Sturm steht ein Achtzigjähriger auf der Brücke: L&S-Kapitän Ernst Tanner. Der Vorzeige-Manager beherrscht das Unternehmen seit Jahrzehnten, hat es gross gemacht.
Fährt er es jetzt auch an die Wand? So wie bei Swatch, wo Tanner als Vize-Präsident enger Vertrauter von Chef Nick Hayek ist, mehren sich die Alarmsignale.

Bei beiden Firmen spielen die Kräfte des Kapitalismus nicht. Hayeks Familienpool schützt die Swatch vor Angriffen.
Bei L&S sind es zwei Stiftungen, die Ernst Tanner die ewige Macht garantieren:
Die „Finanzierungsstiftung für die Vorsorgeeinrichtungen der Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli AG“ sowie der „Fonds für Pensionsergänzungen der Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli AG“.
Zusammen besassen sie Ende 2025 über 15 Prozent des gesamten Aktienkapitals der L&S, wie der Jahresbericht zeigt.
Bei den Stimmen sollen die zwei Gebilde sogar gegen 20 Prozent Gewicht haben. Dann läge fast ein Fünftel des Schoggi-Unternehmens mit Lindor und „Hasen“ in den Händen der 2 Vehikel.
Diese sind High-risk. Rund 75 Prozent, also drei Viertel ihres Vermögens, liegen in L&S-Aktien. Ein Klumpenrisiko der extraterrestrischen Dimension.
Bei beiden Stiftungen thront jener Mann zuoberst, an dem keiner vorbei kommt. Ernst Tanner. Der Schweizer ist Präsident zwei Vorsorgeeinrichtungen.
L&S respektive Tanner kontrollieren sich damit selber. Unerwünschte Aktionäre von aussen können noch so viele Aktien erwerben.
Zu sagen haben sie wenig – Stimmrechts-Beschränkung sei Dank. Diese gilt grundsätzlich bei allen Investoren.

Es sei denn, die Zuständigen gewähren eine Ausnahme. Genau das tun sie bei den beiden Vorsorgewerken.
Die unter Kontrolle von Ernst Tanner und den übrigen L&S-Genehmen stehen.
Der Kanton Zürich sitzt als Aufsichtsstelle drin. Auf ihn verweist die Lindt-Medienstelle in ihrer Stellungnahme.
„Diese Stiftungen unterstehen der ATIOZ BVG- und Stiftungsaufsicht Tessin, Ostschweiz und Zürich“, meint sie. Die Anfrage hatte gelautet:
„Das Investment macht etwa drei Viertel der Stiftungs-Vermögen aus. Ist das erlaubt? Wieso keine Diversifikation?“
Der Chef der ATIOZ BVG mit Sitz in Zürich, ein Herr namens Roger Tischhauser, reagierte nicht auf ein E-Mail mit folgendem Inhalt:
„Die zwei L&S-Fonds ‚Finanzierungsstiftung‘ und ‚Pensionsergänzungen‘ halten rund drei Viertel ihres Vermögens in Aktien der ‚eigenen‘ Firma.“
„Beide Stiftungen werden von L&S-Chef Ernst Tanner präsidiert. Wieso lassen Sie dieses Klumpenrisiko und diese Governance zu?“



Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Viel Spass mit dem Deckungsgrad der PK, wenn der Kurs weiter abrauscht.
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Das Luxus-Schoggi-Ambiente ist nicht mehr stimmig, wenn die Menschen links und rechts von den Läden FCZ-Graffitis erblicken. Kein Wunder gilt Zürich immer mehr als B-Stadt
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L&S ist keine Luxus-Schoggi. Die Firma stellt klassische Induistrie-Schokolade her.
Luxus sind nur die Preise.
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Klumpenrisiko ist auch wenn es um Schoggi geht falsch.
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Schweizer Filz at its best. Schnell raus aus dem Wert.
Hauptsache, ich kriege pünktlich meinen blauen Schoggi-Koffer!
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Lindt & Sprüngli Fan.
Dachte vor 10 Jahren Aktie könnte auf CHF 200’000.– steigen.
Seit etwa zwei Jahren kaufe ich keine Lindor Kugeln mehr.
Grund; die Preise sind ganz einfach eine Frechheit geworden!
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L&S hat es mit seiner Gier selbst vermasselt.
Seit gut zwei Jahren habe ich kein einziges Produkt mehr von ihnen gekauft und ich habe es jeweils auch dankend stehen lassen, wenn es mir angeboten wurde.
Mit Läderach mache ich dies seit 6 Jahren konsequent so.
Inzwischen bin ich auf Moser-Roth- und Frey-Schokolade umgestiegen.
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Chuck Norris kontrolliert sich auch selbst, weil sich sonst niemand traut, es zu tun.