Dreieinhalb Stunden Krisensitzung, viele kritische Fragen, kaum Antworten: Das heutige Meeting des FIFA-Council in Zürich hat den Machtkampf im Weltfussball nicht entschärft.
Sondern akzentuiert. Gianni Infantino hörte zu, versprach Aufklärung – und hielt sich alle Türen offen. Das ist die Kunst des Machterhalts: reden, ohne sich festzulegen.
Bernd Neuendorf, Präsident des Deutschen Fussball-Bunds, zog eine ernüchternde Bilanz. „Befriedigende Antworten hat es aus meiner Sicht nicht gegeben“, sagte er gegenüber der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.
Infantino habe sich zwar entschuldigt, allerdings nur für die mangelhafte Kommunikation rund um den umstrittenen WM-Investorenplan.
Das Projekt selber? Kein Wort der Reue. Auch einen Zeitplan für die Aufarbeitung blieb der FIFA-Boss schuldig.
Die Opposition fordert derweil einen Kurswechsel. Doch zwischen europäischem Unmut und globaler Machtarithmetik liegen Welten.
Die Mehrheit der Verbände und Konföderationen steht weiterhin hinter Infantino. Der Schweizer weiss, dass Empörung allein noch keine Wahl gewinnt.
Hinter den Kulissen läuft deshalb die Suche nach einem Gegenkandidaten auf Hochtouren. Bis zum 18. November müssen die Karten auf den Tisch.
Bisher hat sich einzig der frühere Schweizer Nationalspieler Ramon Vega öffentlich zu einer Kandidatur bekannt.
Laut Medienberichten bringt die UEFA zudem zwei Frauen ins Spiel: Lise Klaveness, die norwegische Verbandspräsidentin, die Infantino offen zum Rücktritt aufgefordert hat, und Michele Kang, die amerikanische Unternehmerin und Besitzerin mehrerer Fussballklubs.
Klaveness erhält dabei prominente Rückendeckung: Ex-FIFA-Präsident Sepp Blatter hat sie als mögliche Nachfolgerin ausdrücklich gelobt.
Es sei an der Zeit, dass eine Frau den Weltverband führe.
Derweil wurde in Zürich Symptombekämpfung im Sinne Infantinos betrieben. Eine Arbeitsgruppe zur Reform der FIFA-Governance soll künftig Alleingänge bei Grossprojekten verhindern.
Ob daraus mehr wird als ein institutionelles Feigenblatt, muss sich erst zeigen.
Daneben war mehr Schein als Sein: Infantino inszeniert Geschlossenheit, posiert mit Funktionären und beschwört den Fussball als Gemeinschaftsprojekt.
Seine Kritiker sehen dagegen einen Präsidenten, der zunehmend die Kontrolle über die Organisation verliert.
So oder so: Der Countdown läuft. Am 18. November endet die Frist für Kandidaturen. Im März 2027 wird im marokkanischen Rabat gewählt.
Bis dahin entscheidet sich, ob aus dem europäischen Protest eine echte Alternative entsteht – oder ob Infantino schon auf dem Weg zur vierten Amtszeit ist.
Vom Autor erschien soeben „Die Fussball-Mafia – Wie die Fifa das schönste Spiel verkauft“. Er berät Infantino-Vorgänger Sepp Blatter.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Kann man hier nicht einfach auf Tschütteler-Beiträge verzichten?
Mich interessiert dieser Wirtschaftszweig der zur Mafia gehört Null und Nichts.
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Wen interessiert Fussball?
Ich interessiere mich für’s Einlochen.
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Einer, welcher mit der „Orange“ und seinen Familienschergen über dem Teich Geschäfte machen will, gehört definitiv nicht in eine Organisation wie den Weltfussballverband…..
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Dieser Walliser Grindli und Trotzkopf wird mit Schimpf und Schande gestürzt von den leidgeprüften FIFA-Untertanen !!
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Möge der korrupteste gewinnen.