Als Lukas Fierz vor einem halben Jahr in eine S-Bahn stieg, wusste er noch nicht, dass er eine Busse einfangen und im Register für Schwarzfahrer der SBB landen würde.
Und zwar ohne Rechtsmittelbelehrung; selbst bei Parksündern hält man sich an dieses rechtsstaatliche Prinzip.
Der Neurologe, Autor und ehemalige Nationalrat der Grünen hatte die Absicht, mit der S-Bahn ins Zürcher Unterland zu fahren.

In Küsnacht begann seine Reise mit dem Autobus, der jedoch mit Verspätung unterwegs war. Aus diesem Grund verpasste der Fahrgast im Bahnhof Zürich-Stadelhofen die S9 via Bülach nach Rafz.
Für diese Strecke hatte der Mann korrekt ein Ticket erworben.
Wegen des verpassten Anschlusses suchte der Kunde auf der SBB-App nach der nächsten Verbindung. Das Programm schlug ihm die S11 über Winterthur-Andelfingen vor.
Die Stichkontrolle in diesem Zug machte den Pensionär darauf aufmerksam, dass ihm auf diesem Reiseweg beim gelösten Ticket eine Zone für 1.10 Franken fehlt.
Der Kontrolleur erklärte den ganzen Fahrausweis für ungültig und stellte einen Bussenzettel für 75 Franken aus.
Nebst der Busse bedeutet dies auch den Eintrag ins Schwarzfahrer-Register. Wegen 1 Franken und 10 Rappen wird ein unbescholtener Bürger, der unverschuldet wegen einer Bus-Verspätung den Anschluss verpasst hat, plötzlich zum Straftäter gemacht.
Das hat der Mediziner jedoch nicht auf sich sitzen gelassen. Laut dem Bundesgesetz über die Personenbeförderung haben Reisende, die wegen Verspätung einen Anschluss verpassen, den Anspruch auf Weiterbeförderung ohne Nachzahlung.
Die SBB verstossen mit ihrer Bussenpraxis gegen geltendes Recht. Dennoch gewährte das Contact-Center der Bundesbahnen auf die Reklamation lediglich die Halbierung der Busse.
Der Eintrag ins Schwarzfahrer-Register bleibt weiterhin. Auch die Interventionen beim ZVV und der Ombudsstelle blieben erfolglos.
Nun wählte der Gebüsste den Gang zum Friedensrichter, wie TeleZüri berichtete. Der Unparteiische hat schliesslich erwirkt, dass der ZVV endlich das Bundesamt für Verkehr in Bern über die geltende Rechtslage konsultierte.
Die Aufsichtsbehörde beurteilt die erhaltene Busse als nicht rechtens. Wenn die App bei einem Anschlussbruch eine alternative Verbindung mit mehr Zonen vorschlage, so liege der Fehler nicht beim Reisenden, so die Berner Behörde.
Eine herbe Schlappe für die SBB und den ZVV, die noch Folgen haben wird.
Die SBB flüchten sich in die Ausrede, es handle sich nicht um eine Busse, sondern lediglich um Umtriebskosten.
Der zu Unrecht gebüsste Fahrgast hat darauf den Spiess umgedreht und macht jetzt gegenüber den SBB seine eigenen Umtriebskosten von 2’000 Franken geltend, die er spenden werde.
Die Reisenden, die wegen vergleichbarer Fälle gebüsst worden sind, können ihre Bussen nach diesem Verdikt rückwirkend anfechten.
Die grosse Hartnäckigkeit des zu Unrecht gebüssten Pensionärs hat eine für die SBB unangenehme Signalwirkung.
Erstaunlich ist einzig, dass es derart lange gedauert hat, bis das Verkehrsamt die SBB in die Schranken wies.

Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wenn ich zu Besuch in der Schweiz bin, fahre ich immer schwarz. Ich gebe dann einfach meine Adresse in Thailand an. Bis jetzt habe ich noch nie eine Busse erhalten.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Haha, als ob du dir einen Flug in die Schweiz leisten könntest…
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
@ loomits treuhänder. würde mich nicht wundern, wenn er auch noch schwarz fliegen würde…
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die Reise war von Küsnacht nach Rüdlingen. Ich weiss nicht, wieso alle Medien von Rafz schreiben und reden.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
aufhören mit dem heulen. die stimmbürger wollten sämtlichen unsinn. gerade als grüner sollte er wohl doppelt still sein, er repräsentiert die verbots- ubd strafenpartei par excellence.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Danke für die Belehrung. Ich werde mich in Zukunft selbstverständlich an Ihren Rat halten.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die Bahn, auch zu einem Füdlibürger Laden verkommen! Die sollen endlich ihre Schulden begleichen und das zweckentfremdet Geld zurückzahlen.
Aber der wohlstandsverblödete CH lässt sich lieber weiter abzocken…
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die SBB Kontrolleure sind noch hinterlistiger wie die Parkbus Politessen.
Schikaneure von Beruf.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Genauso!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Einmal fuhr ich mit dem Zug von Genf nach Lausanne. In meinem Abteil saßen vier dunkelhäutige Personen. Die Zugbegleiterin riet mir, zu meiner eigenen Sicherheit den Platz zu wechseln. Doch ich blieb sitzen. Diese vier Personen hatten weder Geld noch Ausweispapiere, bestanden aber darauf, bis Montreux weiterzufahren. Und das war es auch schon. Im Anschluss kontrollierte die Zugbegleiterin alle Fahrgäste überaus gründlich. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir hier eine Situation erleben, die mit der in Frankreich vergleichbar ist.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Welldone Lukas Fierz!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Das ist einfach alles so schäbig, armselig, perfide.
Und das bei einem Unternehmen, dessen Defizite ebendieser Steuerzahler deckt
Hier zeigt zeigt sich exemplarisch, wie bösartig die Bürokratie im Kern ist.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Seit der Schikane mit den Corona Maskenkontrollen fahre ich nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln und solche Berichte bestätigen mir immer wieder die Richtigkeit dieser Entscheidung.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Genau so ist es !
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wenn ich das nächste Mal einen Kontrolleur sehe, werde ich ihn mit Faustschlägen eindecken. Danach werde ich den SBB sagen, dass sie sich irren – man dürfe das keinesfalls als Gewaltakt betrachten, sondern lediglich als freundliche und uneigennützige Zuneigungsbekundung gegenüber dem SBB-Personal.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wenn man ein Billett für den Zug um 08.05 Uhr löst und bereits um 07.50 Uhr am Bahnhof steht,um in den einfahrenden Zug einzusteigen,dann aber vom Kontrolleur darauf hingewiesen wird,dass man im falschen Zug sitzt,weil es sich um den verspäteten Zug davor handelt und dafür auch noch eine Busse kassiert,ist es absolut nachvollziehbar,sich über diese Willkür zu ärgern.
Schliesslich hat man das Billett korrekt bezahlt,um von A nach B zu gelangen.Dass man für eine Verspätung und eine dadurch entstandene Verwechslung bestraft wird,obwohl man seine Fahrgebühr ordnungsgemäss bezahlt hat,ist unfair.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Der öV und damit die Bahn sind der gleiche Undienstleister geworden wie es auch die öffentliche Verwaltung ist. Beamte und Juristen ohne Ende. Bussen, Gebühren und alles finanziert vom Bürger. Es läuft gewaltig falsch hier. Andern wird sich nichts. Es bräuchte den Kettensäge-Mann.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Nutzerunfreundliche Bestimmungen machen Leute mit Gratis GA.
Die übertreffen sich mit hartem Vorgehen gegen Normalos.
Eine Sauerei. Es ist auszumisten, damit wir unsere SBB zurückerhalten.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Als unbescholtener Bürger kriegt er wegen einer bagatelle einen Eintrag. Chaoten wo Züge Demolieren und Anzünden beobachtet man nur.Wo ist der Fehler?
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Schön gibt es noch solche Leute, die sich gegen den angeblichen Rechts-Staat zur Wehr setzen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
spannend in diesem Zusammenhang: ich werde auf meiner Pendlerstrecke regelmässig Zeuge von Touristen die ohne Billett im Flughafen einsteigen, oft auch in der 1. Klasse. Keiner der Touristen wird gebüsst, da wir freundlich das System erklärt und das Billet im Zug verkauft. Nur die Bürger werden mit gelöstem Tickez so pingelig schikaniert – zum Fremdschämen. Das man die echten Schwazfahrer bestraft, ist 100% in Ordnung.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Staatsangestellte sind der korrupte Müll der Gesellschaft. Faul, unbrauchbar, ungebildet.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Mehr als „unbescholtener Bürger“, ein lebenslanger Kunde wird hier so spiessig paragraphenreiterisch behandelt. Die SBB sind vom Liebling der Nation (alle Kinder spielten mit Märklin früher) zum Hassobjekt verkommen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Was ist eigentlich nur los in dieser einst so tollen Schweiz? Wir verdienen gar nichts anderes, als an der eigenen Wohlstandsverblödung unterzugehen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Die SBB wie der gesamte öV haben jegliche Kundenorientierung verloren. Sie zahlen sich super Gehälter, sitzen hinter dem Computer im neuen Palast im Wankdorf und verwalten ihre Langeweile. Gelegentlich büssen sie als Dessert ihre besten Kunden. Meine Bahn heisst Autobahn.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
„Der Kontrolleur erklärte den ganzen Fahrausweis für ungültig und stellte einen Bussenzettel für 75 Franken aus.“ Falsch: Der werte Herr wurde wegen der fehlenden Zone als sog. „Graufahrer“ gebüsst, das ist, wie wenn man mit einem 2. Klassebillett in der 1. Klasse erwischt wird. Aber ja, die Reaktion der SBB war falsch.