Seit Monaten tönt es aus Bern: 89 Prozent der Steuerpflichtigen gewinnen mit der Individualbesteuerung oder spüren nichts davon.
Nur 11 Prozent verlieren.
Die Zahl steht in der Botschaft des Bundesrats (S. 91). Die 89 Prozent sind korrekt gerechnet, aber es ist wie immer:
Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.
Trick 1: Man verdünnt mit Unbeteiligten. 38 Prozent der „Gewinner und Neutralen“ sind Alleinstehende. Für sie ändert die Reform nichts, sie sparen im Schnitt 73 Franken.
Warum? Weil man schnell noch die Steuersätze in homöopathischer Dosis gesenkt hat, um mit den 89 Prozent den Bürger zu blenden.
Ein weiteres Viertel sind Rentner. Die sollen laut Reformziel mehr arbeiten, dabei haben sie ihre Erwerbstätigkeit längst hinter sich.
Beide Gruppen drücken die Verlierer-Quote, obwohl es in der Debatte um erwerbstätige Paare geht.
Trick 2: Man zählt Köpfe statt Familien. Zahlt der Mann 5’000 Franken mehr und seine nicht erwerbstätige Frau nichts, gilt er als Verlierer, sie als „neutral“.
Das Paar hat aber 5’000 Franken weniger im Portemonnaie. Wenn der Hauptverdiener verliert, verliert die Familie.
Die Minderbelastung beim Nebenverdienst kann das praktisch nie ausgleichen, aber dennoch werden die Nebenverdiener, zumeist Frauen, separat gezählt.
Das Resultat, sauber gerechnet: Man betrachtet nur Paare, bei denen mindestens eine Person arbeitet, und zählt jeden Verlierer-Haushalt mit beiden Partnern.
Dann zahlen 46 Prozent mehr, nur 10 Prozent zahlen weniger, und 44 Prozent bleiben unverändert.
Mit anderen Worten: Rund 90 Prozent der Paare verlieren oder gehen leer aus.
Bei den Einverdienerehepaaren trifft es 53 Prozent, und kein einziges Paar in dieser Gruppe gewinnt.
Zu denselben Ergebnissen kommt ein Bericht der Steuerverwaltung (ESTV) von 2022. In der Botschaft wird er nicht erwähnt.
Und es gibt ihn nur auf französisch. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Dort kann man lesen:
„Die Zahl der Ehepaare, die durch die Eheschliessung eine Steuervergünstigung von mehr als 10 Prozent erhalten, ist höher als die Zahl der Ehepaare, die steuerlich mit mehr als 10 Prozent benachteiligt werden.“
Zu deutsch: Mehr Ehepaare verlieren durch die Individualbesteuerung als durch sie gewinnen.
Die Fragen an Bern: Warum wurde ausgerechnet diese Darstellung gewählt, die die Verlierer unsichtbar macht?
Warum wird ein Bericht der Steuerverwaltung, der die Argumente der Bundesrätin ad absurdum führen versteckt?
Wurden dieser Bericht den Kommissionen des Parlaments bei ihren Beratungen zur Verfügung gestellt?
Die Antworten ist die Bundesrätin der Öffentlichkeit schuldig.
Quelle: Botschaft zum Gesetz über die Individualbesteuerung, S. 91;
ESTV, Bericht Mehr- und Minderbelastungen 2022; Bern, 25. Februar 2022.
Eigene Berechnungen

Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Nur Deppen sind heute noch verheiratet.
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Warum
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Es gibt sogar noch Deppen, welche 5 Kinder haben.
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Heiratet man auch nicht.
Stellt auch keine Kinder auf die Welt.
Im Pflegeheim/Alters nimmt man die Hilfe der Allgemeinheit gerne entgegen.
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Ja, mag sein – die Meisten leben verheitatet in Thäilääänd…. und beziehen Kinderzulagen aus der 🇨🇭
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Und was ist die Folge der Individualbesteuerung beim Bund: Alle Kantone benötigen eine neue Steuersoftware und mehr Personal. Dies verursacht deutliche Mehrkosten. Ich gehe davon aus, dass diese durch Steuererhöhungen finanziert werden. Weil Kosteneinsparungen bei der öffentlichen Verwaltung eher die Seltenheit ist….
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Nein, Individualbesteuerung war heute schon möglich.
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Geh Äpfel zählen! Alles andere überfordert Dein Hirn. Eine unverheiratete Person wird schon heute individual besteuert.
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Was? Bern rechnet wieder?
Frauen und Kinder zuerst!
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Und nun meint der Verfasser, die Trotz-Initiative sei die Alternative.
NEIN. Das Verdikt der Stimmbürger ist klar ausgfallen.
Wer propft denn schon über eine angenommene Initiative nochmals eine Initiative mit gleicher Zielsetzung und produziert ein Kombi-Bürokratie-Monster hoch zwei.
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Wer hat dann wann welche Initiative genau gestartet und wer hat die Abstimmungen zu diesen so „clever“ angesetzt, um eine der Initiativen zu benachteiligen?
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Wir müssen an der kommenden Abstimmung vom 29.11.26 die Ehepaarbesteuerung annehmen, dann wird die Individualbesteuerung zur Makulatur und der Staat, d.h., wir alle sparen Millionen CHF und gewinnen durch die Abschaffung der Heiratsstrafe.
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Das Volk wird wieder einmal für dumm verkauft.
F 35 lässt grüssen.
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Mit anderen Worten, als gesamtes müssen wir mit der Individualbesteuerung mehr Steuern abliefern. Danke FDP !!??
Das heißt, unbedingt die Initiative der Mitte „Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare, annehmen.
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Ich bezweifle, dass der Schreibende rechnen kann! Ein-Verdiener-Paare müssen halt akzeptieren, dass sie weniger zum BIP beitragen und dies soll nicht noch honoriert werden.
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Es ist tragisch, man kann niemandem mehr trauen. Rund um den EU Vertrag wird geschwiegen und gelogen und jetzt wiederholt sich das ganze wieder bei derIndividualbesteuerung. Und die Co-Präsidentin Vinzenz Stauffacher behauptet es würde besser werden. Diese Frau hat das Vertrauen verspielt. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Stimmbürger sich in einlullen lassen und richtig abstimmen. EU-Vertrag nein und Mitte Initiative Ja. Diese FDP brauchen wir nicht.
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Von der FDP kommt seit langem nur noch Müll. Diese Partei wird analog zur deutschen Schwesterpartei über kurz oder lang in der Versenkung verschwinden.
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Hartwig Hoffmann, das klingt stark nach Grossem Kanton. Deshalb Schnauze tief!
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So ein Bullshit. Das kann wieder nur die Wirtetochter erzählen! Normalverdiener und Alleinerziehende werden die Rechnung bezahlen.
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Das hiesige Steuerrecht kannte noch nie Familien.
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Offensichtlich würden mit der Individualbesteuerung die Doppelverdiener-Ehepaare mit zwei hohen Einkommen, also die, welche die materielle Solidargemeinschaft der zivilen Ehe am wenigsten benötigen, am meisten entlastet und alle anderen müssten die Löcher in den Staatskassen stopfen. Darum JA zur Fairness-Initiative.
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Ja die liebe Karin.
Kinderlos wollte sie wohl ihren eigenen Nutzen davon haben. Nämlich weniger Steuern zu bezahlen.
Das auf Kosten von Familien. Also Bürger, die für eine Zukunft dieses Landes sorgen und sich entsprechend aufopfern. Leben bereits schon am Limit.
Eine Frechheit so eine Bundesrätin.
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Die Individualbesteuerung nützt nur denjenigen, welche ihr Gesamteinkommen idealerweise zu 50/50 verdienen. Allen anderen, wie Alleinstehende oder Familien („Mann mit Einkommen, Frau am Herd“) nützt diese Besteuerungsart nichts. Da hat die Aufhebung der Heiratsstrafe einen wesentlich besseren Hebel.