Daten sind das neue Machtmittel in einer zunehmend digitalisierten Welt. Und Beweismittel.
Bei der Vorbereitung von Anklagen geht die Genfer Anwaltskanzlei Merkt [&] Associés neue Wege:

Anonym. Sicher. Vertraulich. Einfach und schnell.
Eine eigens eingerichtete Webseite richtet sich an Partygänger, Zeugen, Feuerwehrleute, ehemalige Besucher der Infernobar „Le Constellation“.
Und an Whistleblowers, die die Situation in Crans-Montana und im Wallis kennen und Hinweise geben können.
Der juristische Fall in Zusammenhang mit der Silvester-Tragödie katapultiert sich in neue Sphären. Auf den ersten Blick würde man das vom Team dahinter nicht erwarten.

Noch wärmer anziehen müssen sich die Barbetreiber und die Verantwortlichen in Crans-Montana und im Kanton – trotz Unschuldsvermutung zum jetzigen Zeitpunkt.
Die Anwälte der Morettis haben gemäss Le Temps die Walliser Staatsanwaltschaft deswegen angerufen. Diese soll umgehend dafür sorgen, dass die Internetseite gelöscht wird.
Es bilden sich weitere juristische Nebenschauplätze in Zusammenhang mit der skandalösen Feuertragödie, auf die das Wallis und die Schweiz nicht vorbereitet sind.
Und wie die Klägerschaft in Italien und Frankreich vorgeht, ist momentan noch unbekannt. Das Land Italien hat schon gesagt, es wolle Nebenklärger sein. Willkommen in einer neuen Welt, die am 1. Januar begonnen hat.
@Gantner 👍
Es braucht eine PUK. Eine staatliche. Wenn das die Walliser selber machen, wird doch eh wieder alles unangenehme unter den Teppich gekehrt. Und hat es schon genug unappetitliches.
Wie stellen Sie sich das vor? Es wäre ein Novum der unvergleichlichen Art, wegen eines Brandes eine PUK zu schaffen – es gibt noch nichtmal eine gesetzliche Grundlage dafür. Wir sind hier nicht in Trump-Land. Sie können nicht lauthals auf das Brandschutzgesetz pochen und sich dann im Verfahren über Gesetze hinwegsetzen.
Das wären dann übrigens Verfahrensfehler, die im Freispruch der Angeklagten gipfeln würden.
PS: Was hat Ihnen das Wallis angetan!? So schlimm ist da nicht und einfach, um es mal ins Bewusstsein zu rufen: Die hat das übel mitgenommen und fertiggemacht. Die Opfer sind von da.
PUK – tolle Idee, wirklich „out of the box“! Analog zu der beeindruckenden Aktion jener Anwälte, die Beweismittel schnell, effektiv und effizient zugänglich machen. Gerade im Bereich z. B. Informatikrecht in der Schweiz scheint die Praxis der raschen technischen Entwicklung nicht gewachsen zu sein. Wir könnten eine Online-Petition starten, hier über IP zu Handen von BR Jans? Eventuell statt PUK ein neues Gefäss, mit Experten aus der Privatwirtschaft gar, Name noch offen – brainstormen wir? Ich finde die Idee grossartig!
Wenn Opferanwälte online nach Zeugen suchen müssen, während Behörden noch die Umlaufbahn der Verantwortung berechnen, sagt das alles über diese Constellation-Ermittlung.
Walliser Filz als erfolgreichstes Exportgut: Erst Sepp, dann Gianni und jetzt Crans-Montana. Traurig, wie diese Vetternwirtschaft unser ganzes Land lächerlich macht.
Zeugenaufruf per Internet: schneller als die Staatsanwaltschaft, transparenter als die Aufklärung. Für Crans wird’s ungemütlich endlich wirkt mal etwas.
Opferanwälte sammeln Beweise, die Justiz sammelt Zeit. Willkommen in der Constellation-Ermittlung.
Das Wallis – und damit auch die Schweiz – kann sowas von froh sein, dass keine US – Personen unter den Opfern sind! [sofern man angesichts der Tragik überhaupt von „froh sein“ sprechen sollte].
Aber sowas von, denn dann würde ein ganz anderer Druck herrschen. Und zwar auf die Schweiz, denn zwischen den Kantonen würde da nicht unterschieden.
Noch unbekannt danke für den Hinweis. Hätte fast gedacht, wir bräuchten Ihre Belehrung, um zu verstehen, dass US-Kläger das Spiel komplett anders spielen würden
Noch unbekannt wunderbar erklärt, Captain Offensichtlich; mit US-Klagen würde sich zeigen, dass manche Besserwisserei rein gar nichts wert ist.
Für US-Personen in der Schweiz gilt ausschliesslich CH-Recht und CH-Gerichtsbarkeit, es sei denn, Le Constellation hätte in den USA für die Silvesterfeier geworben oder Tickets verkauft.
Für das Wallis könnte es höchstens ungemütlich werden, wenn die US-Botschaft von Vertuschung erführe. Aber auch das wäre eigentlich eine Kleinigkeit, denn schon die italienische, französische und belgische Botschaften würden das mit ihren verstorbenen gutbetuchten Bürgern sowieso mit Nachdruck tun.
Geballter Druck aus Rom, Paris und Brüssel ist kaum gemütlicher als jener aus Washington.
Rechtlich und verwaltungstechnisch sind die Kantone Staat, auch international z.B. für Urkunden, Apostillen, etc.
Nur wenn es politisch wird, kommt die Schweizerische Eidgenossenschaft als Staatenbund ins Spiel.
Wann genau war die Feuerwehr von Crans-Montana eigentlich vor Ort? Und mit wie vielen Leuten? Auffällig ist vor allem eines: Es gibt kein einziges Bild, kein Foto, kein Video von laufenden Löscharbeiten. Keine Feuerwehrmänner im Einsatz, kein Schlauch, kein Löschwasser
nicht einmal Spuren davon im Gebäude.
Ein Flashover brennt zwar intensiv und sehr heiss, erlischt dann allerdings relativ schnell, weil der Sauerstoff verbraucht wird. Nur wenige Stoffe schaffen ihren eigenen Sauerstoff, zB. Magnesium, allerdings bei höherer Temperatur.
Die Feuerwehr muss um etwa 1:30 da gewesen sein. Kurze Reaktionszeit wegen Bereitschaft an Sylvester. Und diese Feuerwehr wurde zu 100% nicht gebrieft, nicht zu löschen – weil das Feuer da schon aus war.
Was ich als sehr ungünstig einschätze, ist der Verzicht, Bilder der Brandruine zu teilen. Deshalb kommen Theoretiker wie Sie daher, die wild herumverdächtigen.
Die Feuerwehr war vermutlich
virtuell anwesend..
Apropos “Theoretiker” – Die Aussage vereinfacht den Brandverlauf zu stark und lässt wichtige physikalische und taktische Aspekte außer Acht. Ein Flashover mag zwar kurzfristig sehr intensiv sein, aber er „verbraucht“ den Sauerstoff nicht automatisch so schnell, dass das Feuer danach sofort erlischt. In realen Gebäuden gibt es immer Luftzufuhr über Risse, Fenster oder Türen das Feuer kann sich danach weiterentwickeln oder erneut aufflammen. Die Behauptung, dass die Feuerwehr deshalb „nicht zu löschen brauchte“, ist nicht automatisch korrekt, sondern eine Spekulation.
Ein Flashover endet nicht automatisch, nur weil Sauerstoff kurzfristig reduziert ist in realen Gebäuden sorgt Nachströmung dafür, dass Brände weiterbrennen oder nachglimmen. Magnesium und Co. sind hier völlig irrelevant, die meisten Brennstoffe brauchen kontinuierlich externe Luft. Aussagen wie „Feuer war schon aus, Feuerwehr musste nicht löschen“ sind daher reine Spekulation und ignorieren die komplexe Branddynamik.
Stimmt alles, was Sie schreiben und ja, es ist eine Spekulation, von der ich allerdings tatsächlich ausgehe.
Warum sie in Anführungszeichen setzen, dass die Feuerwehr nicht zu löschen brauchte, ist nicht nachvollziehbar – es ist kein Zitat, dass ich geäussert hätte. Was ich aber geäussert habe, ist, das ich nicht davon ausgehe, dass die Feuerwehr dahin gebrieft wurde, nicht zu löschen. So etwas liesse sich heute nicht mehr unter dem Deckel halten und ich denke, sie tun den Einsatzkräften damit Unrecht.
Ihre Ausführungen sind bemerkenswert: Erst wird eine Spekulation eingeräumt, dann aber mit erstaunlicher Gewissheit verteidigt. Die Empörung über Anführungszeichen wirkt dabei fast rührend zumal sie sich offenbar weniger am Inhalt als an der Zeichensetzung stören.
Und was das „Unrecht tun“ angeht: Wer jede kritische Frage reflexartig als Angriff auf Einsatzkräfte framet, argumentiert nicht, sondern immunisiert seine Annahmen gegen Widerspruch.
Von Empörung kann keine Rede sein, diesbezüglich. Meine Annahmen sind nachvollziehbar und begründet. Und nicht „jede“ kritische Frage wird „geframed“, sondern lediglich darauf verwiesen, dass die Feuerwehr käumlich einen Befehl zum „Nicht-löschen“ hatte. Der Rest übersteigt meine Informationen, die mir eine Beurteilung erlauben würden. Lassen wir es gut sein, damit Sie nicht komplett entgleisen.
Ihr Text wirkt wie der Versuch, mit möglichst vielen Worten möglichst wenig zu sagen. Wenn Sie meinen, meine Hinweise als “Empörung” etikettieren zu müssen, dann ist das Ihr rhetorischer Notnagel, nicht meiner. Die Feuerwehr‑These stammt ausschließlich aus Ihrer eigenen Konstruktion, und dass Sie mir daraus einen Strick drehen wollen, ist… kreativ, sagen wir es so. Wenn hier jemand Gefahr läuft zu entgleisen, dann wohl derjenige, der sich an seinen eigenen Annahmen festhält wie an einem Geländer, das gar nicht da ist.
Empörung wurde Ihnen keine vorgeworfen und damit hätten wir Ihre Entgleisung, der ich vorbeugen wollte. Mir wurde Empörung vorgeworfen, deshalb das „kann keine Rede sein“. Wenn Sie von Rhetorik erzählen wollen, dann besser richtig lesen. Aber bleiben Sie erstmal bei „Geländer“ – ein guter Einstieg für Textverstädnis.
Fast wie im Film Tschugger. 🤭🤷♂️
Spannender Ansatz! Im Internet gibt es sicher viele Videos, Daten, etc. von Angehörigen der Opfer oder aus der Open-Source-Community. Hinzu kommen die „Insider“ aus dem Wallis.
Wieso eigentlich besitzt die Staatsanwaltschaft das Monopol anzuklagen ? Hat die Staatsanwaltschaft Klagemonopol reicht es aus die Staatsanwaltschaft zu kaufen und schon ist man unantastbar.
Vielleicht täte der Staatsanwaltschaft etwas Konkurrenz gut ?
Weil der Staat das Gewaltmonopol hat. Der Gesetzgeber hat aber nicht mit derart unfähigen/verfilzten Personen wie Madama Pilloud gerechnet..
Uh dä Gantner wet eus es chalb verchaufe. Das isch kei Gant! Mer chafed nüt, abfahre.
Aber mit Tragödie het er rächt….lueget:
From Latin tragoedia, from Ancient Greek τραγῳδία (tragōidía, “epic play, tragedy”), from τράγος (trágos, “male goat”) + ᾠδή (ōidḗ, “song”), a reference to the goat-satyrs of the theatrical plays of the Dorians.
Das Vorgehen der Opferanwälte an die Öffentlichkeit zu appellieren, zeigt die wie die Ohnmacht der Opferseite.
Der Bundesrat hat es verpasst Verantwortung zu übernehmen und versteckt sich hinter der laschen Schweizer Gesetzgebung, die offensichtlich und krass versagt hat.
@A.Gantner
La procureure de la République de Paris, Laure Beccuau, a ouvert une enquête dite „miroir“. Celle-ci vise à offrir un interlocuteur unique en France pour les proches des victimes, ce qui peut simplifier les échanges avec la justice helvétique. Des investigations françaises peuvent être menées sans passer la frontière, en interrogeant les victimes hospitalisées en France, par exemple, mais sans se substituer au déroulement pénal du traitement de l’affaire par la Suisse (le Valais). Tout au plus un moyen de pression (politique) supplémentaire.
Ist dieser Aufruf mit der mit der heutigen KI basierten Bildentwicklungsmlglichkeit ein Fluch oder ein Segen?