Mittwoch, 28. Oktober 2026
Laut Defence24 üben Frankreich und Grossbritannien erstmals gemeinsam die nukleare Abschreckung aus der Luft. Schweden bestellt vier Bofors-57Mk3-Schiffsgeschütze bei BAE Systems, meldet das UK Defence Journal. Indra startet 2027 in As Pontes (ES) mit Brückenlegefahrzeugen für das spanische Heer, meldet Defensa.com. Der NATO-Vizegeneralsekretär betont am Kyiv Security Forum Ukraines Bedarf an mehr Luftverteidigung. Laut SRF würde das Militär Flugabwehr in Israel kaufen, die Politik eher nicht.
Laut Telex genehmigt die EU-Kommission Ungarns Antrag auf einen SAFE-Verteidigungskredit. Laut Tages-Anzeiger schneidet Barak MX bei Armasuisse am besten ab, der Bundesrat hat Zweifel. Laut hartpunkt wollen die Niederlande bis zu 150 ACSV von FFG kaufen. Laut Defence24 plant die Türkei zehn Millionen Kamikaze-Drohnen in zehn Jahren.
Der Bundesrat engt die Luftverteidigung grösserer Reichweite auf Barak MX und SAMP/T NG ein, teilt das VBS mit. An Patriot hält er fest. Healey nennt 2030 als Zieljahr für drei Prozent des BIP für Verteidigung, meldet das UK Defence Journal. Laut dem türkischen Verteidigungsministerium beraten die Türkei, Bulgarien und Rumänien in Sofia über die Sicherheit im Schwarzen Meer. Finnland beschafft die Panzerfaust RGW110 für rund 85 Millionen Euro und unterzeichnet mit Japan ein Abkommen zur Übertragung von Verteidigungsgütern.
Der Bundesrat führt die Einsatzkommandos der Militärpolizei im Kommando Gendarmerie zusammen, teilt das VBS mit.
In Bayern ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft München (DE) gegen zwei Belarussen. Die beiden Männer sollen im Raum Nürnberg (DE) im Auftrag einer fremden Regierung oder Vereinigung einen Brandanschlag geplant haben. Die Männer stehen auch im Verdacht eines Brandanschlags in Rumänien.
Rumäniens Präsident Dan nennt die Sabotage bei Carfil eine schwere Verletzung der Souveränität. Der Nachrichtendienst SRI meldet ein von Russland koordiniertes Sabotagenetzwerk. Laut SRI stehen ein Ukrainer und zwei Belarussen damit in Verbindung.
Meldungen
Zwei Belarussen sollen bei Nürnberg (DE) einen Brandanschlag im fremden Auftrag geplant haben
Die Generalstaatsanwaltschaft München (DE) ermittelt gegen zwei Belarussen. Sie sollen im Raum Nürnberg (DE) einen Brandanschlag geplant haben, gegen Bezahlung und im Auftrag einer fremden Regierung oder Vereinigung. Das berichtet die Tagesschau. Ziel war laut der Behörde ein Gebäude oder eine Einrichtung der kritischen Infrastruktur. Die 39- und 50-Jährigen sitzen seit dem 7. Oktober in Untersuchungshaft. Sie stehen auch im Verdacht, an einem Brandanschlag in Rumänien beteiligt gewesen zu sein. Einen Auftraggeber nennt die Behörde in der Quelle nicht.
Frankreich und Grossbritannien üben erstmals gemeinsam die nukleare Abschreckung aus der Luft
Frankreich und Grossbritannien führen erstmals eine gemeinsame Übung zur nuklearen Abschreckung aus der Luft durch. Das berichtet Defence24. Die Übung mit dem Namen RUMMY fand am 20. und 21. Oktober statt. Französische Rafale B simulierten einen Atomschlag. Britische Eurofighter Typhoon FGR4 schützten sie vor gegnerischen Flugzeugen. A330-MRTT-Tanker nahmen ebenfalls teil. Der Einsatz startete vom Stützpunkt Saint-Dizier. Laut Defence24 beteiligen sich zehn europäische Staaten an Frankreichs Initiative zur vorgeschobenen Abschreckung.
NATO-Vizegeneralsekretär betont am Kyiv Security Forum Ukraines Bedarf an mehr Luftverteidigung
Der stellvertretende NATO-Generalsekretär betont am Kyiv Security Forum den dringenden Bedarf der Ukraine an mehr Luftverteidigung. Das geht aus einer Meldung der NATO vom 28. Oktober hervor. Weitere Einzelheiten liegen in den vorliegenden Quellen nicht vor.
Indra startet 2027 in As Pontes (ES) mit Brückenlegefahrzeugen für das spanische Heer
Der Rüstungskonzern Indra beginnt 2027 in seiner neuen Fabrik in As Pontes (ES). Dort integriert er Brückenlegefahrzeuge für das spanische Heer. Das berichtet Defensa.com. Die Anlage kostet 18 Millionen Euro und hat drei parallele Montagelinien. Danach folgen amphibische Kampffahrzeuge der Marineinfanterie. 2029 kommt die Radhaubitze ATP Ruedas hinzu. Indra hat das Gelände soeben erworben. Es ist laut Defensa.com das dritte Werk im Norden nach Gijón und dem künftigen Werk in Barros.
Schweden bestellt vier Bofors-57Mk3-Schiffsgeschütze bei BAE Systems
Die schwedische Beschaffungsbehörde FMV bestellt bei BAE Systems vier Schiffsgeschütze Bofors 57Mk3 samt Munition 3P im Kaliber 57 Millimeter. Das berichtet das UK Defence Journal unter Berufung auf BAE Systems. Das Geschütz ist für Luftabwehr, den Kampf gegen Seeziele und Feuerunterstützung gebaut. Mit der programmierbaren 3P-Munition kann es Drohnen, Flugzeuge, Raketen und Seeziele bekämpfen. Gefertigt wird es im Werk Karlskoga. Zum Auftragswert nennt die Meldung keine Angaben.
SRF: Das Militär würde Flugabwehr in Israel kaufen, die Politik eher nicht
Laut SRF würde das Militär das neue Flugabwehrsystem in Israel kaufen, die Politikerinnen und Politiker eher nicht. Das Land wählt zwischen einem System aus Frankreich und einem aus Israel, um die Lücken in der Luftabwehr zu stopfen. Laut SRF sind beide Optionen riskant. Der Bundesrat hat die Auswahl am Mittwoch auf diese beiden Systeme beschränkt. Weitere Einzelheiten der Analyse liegen in den vorliegenden Quellen nicht vor.
EU-Kommission genehmigt laut Telex Ungarns Antrag auf einen SAFE-Verteidigungskredit
Die EU-Kommission genehmigt am Mittwochmorgen den letzten noch offenen Antrag auf einen Kredit aus dem Verteidigungsprogramm SAFE. Das berichtet Telex unter Berufung auf Kommissionssprecher Thomas Regnier. Es ist der Antrag von Ungarn (HU). Die frühere ungarische Regierung hatte einen Plan über 17,4 Milliarden Euro eingereicht. Die neue Regierung senkte den Antrag im September auf 5,4 Milliarden Euro. Nun entscheiden die Regierungen der Mitgliedstaaten im Rat, grundsätzlich innert eines Monats. Danach muss der Kreditvertrag noch geschlossen werden. Mit der Zustimmung des Rats ist ein Vorschuss von 15 Prozent verbunden.
Niederlande wollen laut hartpunkt bis zu 150 ACSV von FFG kaufen
Die niederländischen Streitkräfte wollen die Kettenplattform ACSV von FFG Flensburger Fahrzeugbau einführen. Das berichtet hartpunkt unter Berufung auf einen Brief des Verteidigungsministeriums an das Parlament vom 26. Oktober. Für sechs Varianten besteht ein Bedarf von rund 100 bis 150 Systemen. Dazu kommen Flugabwehrvarianten, die die Flotte auf fast 200 Fahrzeuge bringen würden. Niederländische Firmen sollen erheblich beteiligt werden. Van Halteren Technologies übernimmt Montage, Wartung und Laufwerke. Ist das Parlament am 19. November einverstanden, soll in Rotterdam der Vertrag mit FFG unterzeichnet werden.
Laut Tages-Anzeiger schneidet Barak MX bei Armasuisse am besten ab, der Bundesrat hat Zweifel
Das israelische Luftverteidigungssystem Barak MX schneidet bei der technischen Evaluation von Armasuisse am besten ab. Das berichtet der Tages-Anzeiger. Armasuisse hat vier Systeme getestet. Der Bundesrat beauftragt das VBS, auch aussen- und wirtschaftspolitische Kriterien einzubeziehen. Wegen schlechter Erfahrungen mit einer israelischen Drohne und wegen des Gazakriegs gibt es laut Tages-Anzeiger politische Zweifel. Das französische System SAMP/T NG bleibt im Rennen.
Türkei plant laut Defence24 zehn Millionen Kamikaze-Drohnen in zehn Jahren
Der türkische Generalstabschef Selçuk Bayraktaroğlu kündigt laut Defence24 Produktionsziele an. Die Türkei wolle in fünf Jahren fünf Millionen und in zehn Jahren zehn Millionen Kamikaze-Drohnen herstellen. Das sind Ziele, keine bestätigten Kapazitäten. Einen detaillierten Zeitplan hat Ankara nicht veröffentlicht. Zuvor gewinnt die türkische Landstreitkraft den ersten internationalen militärischen FPV-Drohnenwettbewerb bei Ankara. 22 Teams aus 18 Ländern nehmen vom 20. bis 24. Oktober teil. Pakistan wird Zweiter, Italien Dritter und Frankreich Vierter.
Bundeskabinett weitet Sicherheitsüberprüfungen bei kritischer Infrastruktur aus
Das deutsche Bundeskabinett beschliesst eine Ausweitung der Sicherheitsüberprüfung von Beschäftigten in wichtigen Betrieben der kritischen Infrastruktur. Das berichtet die Tagesschau. Damit soll das Risiko von Sabotage mit extremistischem Hintergrund oder im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes sinken. Die Verordnung soll Einrichtungen wie die Bahn oder Wasserwerke vor Eingriffen sogenannter Innentäter schützen. Neu wird bestimmt, welche Behörden und Unternehmensteile sicherheitsempfindlich sind. Die Betroffenen müssen der Überprüfung zustimmen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz wirkt mit. Die Bundesregierung begründet es mit der gestiegenen Gefahr durch Sabotage und Spionage. Das sind Angaben der Tagesschau.
Estlands Ministerium: Deutsch-Niederländisches Korps führt NATO-Landoperationen in Estland und Lettland
Das Deutsch-Niederländische Korps führt seit Juli NATO-Landoperationen in Estland und Lettland. Das schreibt das estnische Verteidigungsministerium auf X. Deutschland und die Niederlande hätten im Juli mehr Verantwortung für die NATO-Ostflanke übernommen. Das Hauptquartier des Korps sei eng in die regionalen Verteidigungspläne der NATO eingebunden. Das Ministerium nennt es erfreulich, dass Verbündete die kollektive Verteidigung sehr ernst nehmen. Das sind Angaben des estnischen Verteidigungsministeriums.
Healey will die Lücke von 4,7 Milliarden Pfund im Verteidigungsplan durch Umpriorisierung füllen
Der britische Schatzkanzler John Healey will eine Lücke von 4,7 Milliarden Pfund im Verteidigungsinvestitionsplan durch Umpriorisierung in anderen Ministerien füllen. Das berichtet Defense News. Healey sagt im Unterhaus, er finanziere den Plan vollständig, auch durch Umschichtung von Investitionen in Whitehall. Den Weg zu drei Prozent bis 2030 und 3,5 Prozent bis 2035 legt er später dar. Das geschieht erst bei der Ausgabenüberprüfung im nächsten Jahr. Laut Defense News erhöht das den Druck der Konservativen. Diese hatten Healeys Rücktritt gefordert, falls er keinen glaubwürdigen Plan vorlegt. NATO-Generalsekretär Mark Rutte nennt das Budget auf X gute Nachrichten. Es bringe Grossbritannien auf einen glaubwürdigen Weg zum Haager Ziel. Das sind Angaben von Defense News und Rutte.
Schweden setzt vier Saildrone-Seedrohnen zur Überwachung der Ostsee ein
Schweden startet eine einjährige Überwachungsmission in der Ostsee mit vier unbemannten Saildrone-Voyager-Booten. Das berichtet das UK Defence Journal unter Berufung auf den Hersteller. Die Boote sollen die Marine bei der Lageerfassung auf See unterstützen. Die Voyager ist zehn Meter lang und wird mit Wind und Sonne angetrieben. Sie trägt Radar, Kameras und akustische Sensoren und kann Monate ohne Besatzung auf See bleiben. Das Programm gibt die schwedische Beschaffungsbehörde zusammen mit dem Unternehmen bekannt. Es folgt auf Schäden an Kabeln und Pipelines am Ostseeboden. Das sind Angaben des UK Defence Journal.
Crosetto spricht in Helsinki mit Häkkänen über die Ostflanke und den hohen Norden
Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto besucht Finnland offiziell vom 27. bis 28. Oktober. Das teilen das italienische und das finnische Verteidigungsministerium auf X mit. Gastgeber ist Verteidigungsminister Antti Häkkänen. Im Mittelpunkt stehen die Ostflanke der NATO und die Rolle von Ostsee, Arktis und hohem Norden. Es geht um Sicherheit und Handelsrouten. Italien bekräftigt laut Crosetto sein Engagement in der Region und nennt sich grösster Beitragszahler an der Ostflanke. Beide Seiten wollen eine europäische Verteidigung stärken, die die NATO ergänzt. Weitere Themen sind hybride Bedrohungen und Desinformation sowie industrielle Zusammenarbeit in Raumfahrt, Seeverkehr und Unterwasser. Das sind Angaben von Crosetto.
Finnland beschafft die Panzerfaust RGW110 von Dynamit Nobel Defence für rund 85 Millionen Euro
Finnlands Verteidigungsminister Antti Häkkänen ermächtigt die Streitkräfte, das schwere Panzerabwehrsystem RGW110 beim deutschen Unternehmen Dynamit Nobel Defence zu beschaffen. Das teilt das finnische Verteidigungsministerium auf X mit. Laut hartpunkt umfasst der Auftrag Waffen und Ausbildungsausrüstung. Der Wert liegt bei etwa 85 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer. Hartpunkt beruft sich auf eine Mitteilung des finnischen Heeres. Die Lieferung an das Heer soll ab 2027 beginnen. Die RGW110 soll in jeder Einheit als Nahbereichswaffe gegen Kampfpanzer dienen. Das sind Angaben des finnischen Verteidigungsministeriums und des Heeres laut hartpunkt.
Healey nennt 2030 als Zieljahr für drei Prozent des BIP für Verteidigung
Der britische Schatzkanzler John Healey nennt im Budget 2030 als Zieljahr für Verteidigungsausgaben von drei Prozent des BIP. Das berichtet das UK Defence Journal. Im Unterhaus sagt er, er werde bei der Ausgabenüberprüfung im nächsten Jahr Details nennen. Dann zeige er, wie Grossbritannien (GB) das NATO-Ziel von 3,5 Prozent bis 2035 erreicht. Eine neue Task Force soll Finanzierungen vorbereiten. Mit Finnland, Polen und den Niederlanden beginnen Vertragsverhandlungen über einen multilateralen Verteidigungsmechanismus, den Healey auch Bank nennt. Die Regierung will möglichst viel private Investition in die Rüstungsindustrie holen. Der National Wealth Fund und die British Business Bank setzen bis zu fünf Milliarden Pfund ein. Das Geld fliesst über vier Jahre in Verteidigung. Für die Ukraine kündigt Healey ein Paket von zehn Milliarden Pfund an, das auf Krediten und Exportgarantien beruht. Dazu kommt Militärhilfe für diesen Winter. Das sind Angaben des UK Defence Journal.
Grossbritannien (GB): Keine Entscheidung zu Palantirs Rolle im Digital Targeting Web
Im britischen Verteidigungsministerium ist noch nicht entschieden, welche Teile des Digital Targeting Web Palantir liefert. Das berichtet das UK Defence Journal unter Berufung auf eine Antwort im Parlament. Verteidigungsstaatsminister Luke Pollard sagt, Palantir-Produkte würden im Datenumfeld der Verteidigung genutzt, und das werde in gewisser Form so bleiben. Entscheidungen über künftige Nutzung für das Digital Targeting Web seien aber nicht gefallen. Das Programm soll Sensoren, Entscheidungsträger und Waffen der Teilstreitkräfte verbinden. Das Ministerium will laut Pollard bis zu 1,8 Milliarden Pfund über vier Jahre investieren. Für das laufende Haushaltsjahr sind 266 Millionen Pfund vorgesehen. Das sind Angaben des UK Defence Journal.
Finnland und Japan unterzeichnen ein Abkommen zur Übertragung von Verteidigungsgütern und Technologie
Finnland und Japan (JP) unterzeichnen ein Abkommen über die Übertragung von Verteidigungsgütern und Technologie. Das berichtet Yle unter Berufung auf das finnische Verteidigungsministerium. Verteidigungsminister Antti Häkkänen unterschreibt für Finnland während seines Besuchs in Japan. Für Japan unterzeichnet Aussenminister Toshimitsu Motegi. Das Abkommen regelt die Bedingungen für die Übertragung. Die Zusammenarbeit kann Forschung, Entwicklung oder Produktion umfassen. Ein gemeinsamer Ausschuss beider Länder koordiniert sie. Häkkänen reist mit einer Delegation von 20 Unternehmen der Verteidigungs- und Dual-Use-Branche. Das sind Angaben des finnischen Verteidigungsministeriums laut Yle.
Polens Luftwaffe hat laut Rzeczpospolita nur 40 Piloten für 47 F-16
Die polnische Luftwaffe hat einen Pilotenmangel. Das berichtet Zone Militaire unter Berufung auf die Zeitung Rzeczpospolita. Demnach gibt es nur 40 Piloten für 47 F-16. Laut der Zeitung braucht es mindestens 1,5 Piloten pro Maschine. Das Verteidigungsministerium (PL) nennt die Zahlen am 29. Oktober falsch. Laut dem Ministerium auf X hat Polen deutlich mehr Piloten mit F-16-Qualifikation. Genaue Zahlen nennt es nicht, sie sollten nicht öffentlich sein. Zudem seien mehr Personen in Ausbildung als in der Zeitung angegeben.
Bundesrat engt Luftverteidigung grösserer Reichweite auf Barak MX und SAMP/T NG ein
Der Bundesrat legt am 28. Oktober das weitere Vorgehen für ein zusätzliches System der bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite fest. Das teilt das VBS mit. Er grenzt die Auswahl auf Barak MX (Israel) und SAMP/T NG (Frankreich) ein. Zuvor prüfte er Offerten von vier Herstellern aus Frankreich, Israel und Südkorea. Das VBS soll die Abklärungen weiterführen und auch aussen- und wirtschaftspolitische Aspekte berücksichtigen. An der Beschaffung des Patriot-Systems hält der Bundesrat fest. Laut VBS haben die USA die Auslieferungen zugunsten von Staaten priorisiert, die der Ukraine mit eigenen Systemen halfen. Die Gespräche mit den USA gehen weiter. Das Parlament berät voraussichtlich in der Wintersession 2026 die Armeefinanzierung. Sie sieht zusätzlich 24 Milliarden Franken vor, darunter sechs Milliarden für das neue System. Der Bundesrat entscheidet voraussichtlich Anfang 2027 über das weitere Vorgehen. Das sind Angaben des VBS.
Der Bundesrat führt die Einsatzkommandos der Militärpolizei im Kommando Gendarmerie zusammen
Der Bundesrat ändert an seiner Sitzung vom 28. Oktober die Strukturen im Kommando Militärpolizei. Das teilt das VBS mit. Die Einsatzkommandos der Militärpolizei werden unter dem neuen Kommando Gendarmerie zusammengeführt. Es entsteht aus dem Einsatzkommando Militärpolizei und dem Einsatzkommando Militärpolizei Sicherheitsdienst. Damit soll die Führung vereinheitlicht und die Zusammenarbeit vereinfacht werden. Die Berufsformation Militärische Kriminalpolizei wird neu direkt dem Kommandanten Militärpolizei unterstellt. Die Änderungen sollen die Armee stärker auf die Verteidigungsfähigkeit ausrichten. Sie treten am 1. Januar 2027 in Kraft. Der Name geht auf eine historische Bezeichnung der Militärpolizei zurück.
Die ESA bestellt vier weitere Galileo-Satelliten der zweiten Generation
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) bestellt vier weitere Satelliten der zweiten Galileo-Generation. Das berichtet ESUT unter Berufung auf die ESA. Sie handelt im Auftrag der EU-Kommission und der EU-Weltraumagentur EUSPA. Die Verträge mit Thales Alenia Space und Airbus Defence and Space wachsen um je zwei Satelliten. Die geplante G2-Flotte wächst von zwölf auf 16 Satelliten. Beide Firmen bauen künftig je acht. Die Satelliten haben eine geplante Lebensdauer von 15 Jahren und wiegen über zwei Tonnen. Sie bieten laut ESA einen stärkeren Schutz gegen Störsignale und Cyberbedrohungen.
Das US-Kommando für Spezialoperationen kauft Drohnen von Tekever
Das Kommando für Spezialoperationen der USA (USSOCOM) kauft unbemannte Flugzeuge von Tekever. Das berichtet das UK Defence Journal laut dem Unternehmen. Vorausgegangen sind Validierungs- und Abnahmetests, Training und ein umfangreiches Flugprogramm an mehreren Orten. Tekever-Chef Ricardo Mendes nennt den Kauf einen wichtigen Meilenstein. Zahl, Modell und Konfiguration der Flugzeuge bleiben geheim. Tekever beschreibt das System als gut verlegbar und für Aufklärung und Überwachung gedacht. Die Ankündigung erfolgt in Fayetteville in North Carolina. Das portugiesische Unternehmen liefert auch Überwachungsflugzeuge, die seit 2020 über dem Ärmelkanal fliegen. Das sind Angaben von Tekever.
Türkei, Bulgarien und Rumänien beraten in Sofia über die Sicherheit im Schwarzen Meer
In Sofia (BG) treffen sich die Verteidigungsminister und Generalstabschefs der Türkei, Bulgariens und Rumäniens. Das teilt das türkische Verteidigungsministerium auf X mit. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilen die drei Minister laut Defense News die Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer. Sie rufen alle Seiten auf, Handelsschiffe, Infrastruktur und freie Schifffahrt nicht zu gefährden. Seit Jahresbeginn wurden laut Financial Times im Schwarzen Meer über 570 Schiffe getroffen und mindestens 40 Seeleute getötet. Der türkische Minister Yaşar Güler behält sich für türkische Schiffe alle rechtlichen Schritte vor. Die Türkei halte die Regelungen für die Durchfahrt von Kriegsschiffen durch die Meerengen aufrecht, solange die Lage andauert. Die drei Länder wollen laut Defense News mehr Informationen austauschen. Zudem führen sie eine Initiative zur Minenabwehr (MCM Black Sea).
Rumänien erhält die ersten südkoreanischen K9-Haubitzen
Die ersten K9-Panzerhaubitzen und Unterstützungsfahrzeuge sind in Rumänien angekommen. Das berichtet Defence24. Rumänien hatte im Sommer 2024 mit der südkoreanischen Hanwha Aerospace einen Vertrag über 54 K9A1-Haubitzen und 36 K10-Munitionsfahrzeuge geschlossen. Dazu kommen 155-mm-Munition, Ersatzrohre sowie ein Logistik- und Ausbildungspaket. Der Gesamtwert beträgt laut Defence24 920 Millionen Dollar. Der Kauf ist an einen Technologietransfer an die lokale Industrie gekoppelt. Sie soll die bestellten Fahrzeuge montieren.
Die NATO beobachtet ein russisches U-Boot der Kilo-Klasse im Hohen Norden
Ein russisches U-Boot der Kilo-Klasse ist im Hohen Norden von der Ständigen NATO-Marinegruppe 1 (SNMG1) beobachtet worden. Das berichtet das UK Defence Journal laut dem NATO-Seekommando. Das Kommando schreibt, U-Boot-Abwehr sei Teamarbeit. Schiffe, U-Boote, Flugzeuge und Hubschrauber der Allianz erkennen und verfolgen Bedrohungen. Die Haltung der NATO sei defensiv. Die SNMG1 ist einer der ständig verfügbaren Marineverbände der Allianz und operiert vor allem im Nordatlantik und in nordeuropäischen Gewässern. Die Kilo-Klasse ist ein dieselelektrisches Angriffs-U-Boot aus den 1980er-Jahren. Das sind Angaben des NATO-Seekommandos.
SRF: Rheinmetall-Firmen dominieren die Schweizer Waffenexporte, Deutschland ist grösster Käufer
Das Schweizer Volk stimmt am 29. November über lockerere Exportregeln für Kriegsmaterial ab. Dazu gibt SRF einen Überblick. Von 2019 bis 2025 fielen laut SRF über 55 Prozent des bewilligten Exportvolumens auf Firmen des deutschen Rheinmetall-Konzerns. Luftabwehrsysteme der Rheinmetall Air Defence AG führen die Exportrangliste an. Auf Platz zwei folgen die Radschützenpanzer der Mowag in Kreuzlingen TG. Deutschland ist laut SRF der grösste Käufer, obwohl Berlin gedroht hat, nicht mehr in der Schweiz zu kaufen. Die Exporte gingen nicht signifikant zurück. Laut SRF machten Komponenten letztes Jahr über die Hälfte der Exporte aus. Die GSoA wertet das als Beleg gegen Lockerungen, Swissmem sieht die Firmen unter Druck.
Rüstungschef Loher: Luftverteidigung steht laut NZZ erst am Anfang, Patriot verzögert sich
Armasuisse-Chef Urs Loher äussert sich im Interview mit der NZZ zur Luftverteidigung. Die Schweiz sei erst beim Aufwärmen. Die Fliegerabwehrkanone von 1963 decke rechnerisch nur acht Prozent des Territoriums ab. Die Lieferung des US-Systems Patriot verzögere sich massiv. Wolle die Schweiz vor 2030 einsatzfähig sein, komme sie kaum an einer Zweitbeschaffung vorbei. Armasuisse hat laut Loher Verhandlungen aufgenommen, den Entscheid fällt der Bundesrat. Zum F-35-Fixpreis sagt Loher, die Sache sei nicht so einfach, wie sie dargestellt werde. Die Armasuisse müsse transparenter sein. Er hofft auf lockerere Waffenexportregeln.
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