„Wir sollten unser Finanz-Kasino besteuern“

Eine Mini-Steuer auf die Aber-Trilliarden des Zahlungsverkehrs genügten für sämtliche Staatsausgaben, glaubt Oswald Sigg. Der Ex-Vizekanzler des Bundesrats lanciert deshalb im Januar zusammen mit dem Leiter des Bankeninstituts der Uni Zürich und weiteren die Mikrosteuer. „Sie würde zur Reichtumssteuer, die unseren Armen hilft“, sagt Sigg, der schon das Grundeinkommen einführen wollte. Zusammen gäben Mikrosteuer und Grundeinkommen eine neue Welt.

Kommentare

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  1. Wenn man den anschaut, fragt man sich schon wie die Schweiz so reich geworden ist. Weil die Verwaltung sehr wenig Einfluss hatte und es nur die allernötigsten Gesetze gab.

  2. Eine Mikrosteuer um den Hochfrequenzhandel zum Auswandern zu zwingen und im besten Fall zu schwächen und im allerbesten Fall wenn sich weltweit Nachahmer finden zu Fall zu bringen. Bin sofort dabei!

    Die Einkommensbesteuerung, Vermögenssteuer, MWST sind für unsere aktuellen Herausforderungen ganz klar nicht geeignet und zielführend.

    Warum besteuern wir noch Löhne von Menschen oder die Nahrungsmittel mit Mehrwertsteuern? Beginnen wir endlich den Verbrauch von Ressourcen zu besteuern, damit auch zukünftige Generation noch etwas davon haben!

    • 1. Hochfrequenzhandel abschaffen?
      Diese werden ins Ausland auswandern.
      Gut, dann sind wir sie los! Ja schon, doch die Berechnungen der Mikrosteuer basiert unter anderem auf diesen Hochfrequenzhandel und wenn dieser nicht mehr in der Schweiz ist, dann fehlt der Mikrosteuer eine doch nicht zu unterschätzen Einnahmequelle.
      Und beachten wir dabei, dass die Gewinne aus dem Hochfrequenzhandel, jetzt schon besteuert wird. Würden sie ins Ausland gehen würde uns zusätzlich noch diese Steuer abhandenkommen.
      2.
      Die Berechnung der Mikrosteuer basiert unter anderem auf die Einnahmen der gesamten Börsen-Spekulation (auch diese, die nicht Hochfrequenzhandel betreiben). Wenn diese durch den Aufschlag der Mikrosteuer unterbunden wird, werden die Transaktionen an der Börse einbrechen und dadurch werden die Einnahmen der Mikrosteuer weiter abgeschwächt.

      Fazit: Auf einer Seite bemisst man die Einnahmen der Mikrosteuer an den Jetzigen gesamt Transaktionen.(wobei diese aus einem beträchtlichen Teil der Börsen Spekulation besteht)
      doch dabei beachtet man nicht, dass dadurch die Börsen Transaktionen (aus oben erwähnte Gründe) massiv einbrechen werden und für die Mikrosteuer einiges weniger an Einnahmen generiert.
      Darum ist es ein Trugschluss solche Berechnungen anzustreben und behaupten diese würde einige Probleme Lösen.

      Es könnte soweit kommen, dass, wenn die Börsen Spekulationen dann hauptsächlich ins Ausland auswandern, das dan wieder einmal, der Bürger die Zecke zahlt, nähmlich durch die Börsen-Transatktionen über ihre Pensionskasse, Lebensversicherung, Fonds usw.

      Nur wenn sie Europaweit oder sogar Weltweit eingeführt würde, könnte sie ev. Sinn machen, doch davon sind wir weit entfernt!

    • @Marice

      1. Das klassische Retailgeschäft ist nicht betroffen.

      2. Nur eine kleine Minderheit von Banken betreibt Hochfrequenzhandel ud die SIX.

      3. Nur Naivlinge glauben daran, Banken und Insitute würden, nur um 0,1% Steuern zu vermeiden, die Schweiz verlassen; ein Land mit gut ausgebildeten Fachkräfte, super Infrastruktur und die Bundessteuer würde ja wegfallen!.

      4. Glauben Sie die SIX oder SNB wandern nach Hong Honk aus? Banken würden ja gemäss Initiativentext mit der Erhebung der Steuer beauftragt werden.

      5. Es ist keine neue Steuer, sondern Mittel zum Zweck: Zitat aus dem Initiativentext:

      „«Mit der Mikrosteuer können wir die Mehrwertsteuer, direkte Bundessteuer und Stempelsteuer abschaffen»“ und die Bürokratie würde auch wegfallen…

  3. Hat Schweden in den 90er schon versucht, Ergebniss: Handelsvolumen -95%, kaum Steuerertrag, Abgeschafft nach 2 Jahren. Der Finanzplatz hat sich bis heute nicht davon erholt.

  4. Diese Idee der Mikrosteuer ist genial: Einmal für die 3 Bundessteuern angewendet, kann diese dann auch auf die Kantone angwendet werden, was die völlige Abschaffung der von allen Bürgern so unbeliebte jährliche Steuerklärung bedeuten würde. – Ich freue mich jetzt schon !!!
    Sehr wichtig ist, dass diese Meta-Idee vor allem von Informatikfachleuten und Hardwarespezialisten öffentlich verteitigt und im Detail technisch begründet wird, weil die Mikrosteuer (nebst juristischen) vor allem eine Bigdata Aufgabe ist….

  5. Diese Initiative hochinteressant. Prof. Dr. Marc Chesney könnte diese Initiative bestens erklären. Oswald Sigg, der als Bundesratssprecher vorgefertigte Meldungen erledigen musste, kann es nicht. Auch die seinerzeitigte Grundeinkommensinitiative bestätigte dies deutlich.

    Das Initiativkomitee ist gut beraten starke, eloquente Leute voranzuschicken, die wirklich überzeugen können.

    ………ansonsten ist alle Mühe vergebens. Wäre sehr traurig für ein echtes Anliegen.

    • @Rory

      wir brauchen keine Clowns – unsere Politiker agieren schon wie Clowns (vgl. In den Sümpfen von Bern – Thomas Matter.) sitzt in der Landesregierung mit 2 Bundesräten. Es geht nicht um Implosion, Revolution oder ein Menschen gemachtes ideologisch erdachtes sozialistisches oder kapitalistisches Paradies, sondern um das VERSTEHEN. Immer sind es Menschen die ein System zu ihren Gunsten erfinden und nutzen und nicht etwa auf ein naturgegebenes Fundament aufsetzen. Herr Oswlad Sigg strahlt Ruhe und Sachkompetenz aus. Es ist die Grundlage jeder Diskussion, sich Kritik zu stellen. Es ist aber zunächst erforderlich, dass man die Umstände und die Zusammenhänge korrekt erklärt ohne Spekulation, sondern im Praxistest verständlich erklärt. Am Ende wird man alle mobilisieren müssen, um die Initiative zum Erfolg zu brinegnen und auch konkret umzusetzen.

      Zur Erinnerung: BGE, AHV-Plus, Einheitskasse, Vollgeld wurden u.a. -auch- aus Unkenntnis, Unklarheit, Resignation und Aphatie abgelehnt. Die Mikrosteuer Initiative sollte als wegweisendes Zukunfstprojekt gemeinsam für die Schweiz/Suisse/Svizzera/Svizra verstanden werden.

      Beste Grüsse

  6. Herr Sigg erklärt das leider für den Laien zu wenig präzise.
    Insbesondere der steuerfreie (nichts produzierende) Devisenhandel von zirka 10 Banken in der Schweiz ist riesig und spekuliert täglich mit Hunderten von Milliarden hauptsächlich ìn CHF, EUR und USD. Der Franken-Handel kann nicht ins Ausland abwandern. Dagegen ist der Aktien- und Obligationenhandel eher klein. Insbesondere trifft es diese Banken als zukünftige Hauptsteuerzahler.
    Mehr als 98% aller Privatpersonen hätte mehr Geld im Sack bei einer Mikrosteuer von 0,2% (2 Franken auf 1’000); die heutigen Steuern sind meistens über 25 % inklusive der Mehrwertsteuer.
    Man zahlt die Miete von CHF 2’500 monatlich per Ueberweisung und davon würden CHF 5 als Mikrosteuer abgezogen. Oder bei der Migros geht man für CHF 100 (wovon 20 Rappen weggehen) einkaufen und zahlt mit Karte.
    Diese Mikrosteuer ist für fast alle Leute sehr wenig Geld.
    Es gibt andere Länder mit so einer Steuer, wobei deren Währung niemals so beliebt sind wie der CHF (wird als sechstmeiste Währung gehandelt).
    Mikrosteuer ganz klar ja.
    Ein Grundeinkommen …. wieso? Es gibt schon heute ein erfolgreiches System mit Arbeitslosengeld, IV und Sozialhilfe.

    • @Kurt

      erfolgreiches System für wem? Zur Erinnerung: die brutalen Kürzungen in der 2. Säule werden von den Ergänzungsleistungen teilweise aufgefangen. Das ist eine perfide Sozialisierung mit Milliarden an Steuergeldern eines maroden und korrupten Systems.

  7. Völlig weltfremd:
    Das Finanzkasino ist nicht im Retailbanking des kleinen Mannes Zahlungsverkehr‘s zu verorten, sondern im Investmentbanking der privaten Grossvermögen.
    Also dort ansetzen und nicht wieder die kleinen und den Mittelstand schröpfen.

    • Wieviel geben sie fuer Ihr Smafo und sonstigen Kommunikationskosten aus ohne zu jammern? Sagt Ihnen das Wort Verhaeltnismaessigkeit etwas?

  8. Sehr sehr gute Idee, nur diese muss man völlig anders verkaufen, als dass Herr Sigg macht. Alle Steuern können nach der Einführung überdacht werden, auch die Steuern für die Reichen. Die Idee ist viel zu gut, um von Altlinken versenkt zu werden. Wo sind da die liberalen Kräfte, wo ist da eine FDP?

  9. Eine in jeder Hinsicht sehr gute Idee, die ich auch voll unterstützen werde. Nur mit Oswald Sigg als Aushängeschild können sie das Projekt gleich begraben. Im Interview liefert er den möglichen Gegnern schon alle Gegenargumente. Diese Initiative ist keine Reichensteuer, sondern eine echte Spekulanten und Abzockerinitiative. 95% der der genannten Zahl für den Zahlungsverkehr dient keiner Privatperson oder nicht mal einem Unternehmen aus der Realwirtschaft, sonder einzig dem Devisenhandel und den Carry Trades oder irgendwelchen gehebelten Finanzprodukten der internationalen Finanzwirtschaft. Diese unglaublich grossen Summen die da bewegt werden, dienen alleine der Finanzwirtschaft, immer nach dem Motto, mir der Gewinn, der Verlust beim Steuerzahler. Wenn die durchdachte Initiative eine Chance haben soll, dann muss sie auf keinen Fall von Linken vertreten werden, sondern von renomierten Finanzfachleuten aus dem bürgerlichen Spektrum.

    • Ja so ist es. Oswald Sigg sollte schweigen und bloss schriftlich kommunizieren. Verbal fehlt im das feu sacré vollumfänglich. Er schadet gar dieser interessanten Idee. Schade, dass er dies als ex Bundesratssprecher nicht wahrhaben will.

    • Völliger Unsinn. Das Handelsvolumen bricht ein resp. wandert ins Ausland, und die Steuer bringt fast nichts ein.Der Finanzplatz wird mutwillig zerstört, netto bleibt weniger als vorher. Wirklich eine tolle Idee!

  10. Finanzen/Geld ist etwas vom mobilsten was es gibt. Wenn man Immobilien oder Autos oder Arbeit besteuert, können die Leute nicht wirklich gut ausweichen. Wenn man Finanzströme besteuerst, werden diese einfach einen Bogen um die CH machen. Übrigen bleiben dann noch die Zahlungen des täglichen Lebens. Die Erfahrung hat der Finanzplatz bei der Einführung der Stempelsteuer gemacht. Die war noch deutlich kleiner. Ergebnis war aber, dass man einen florierenden Markt innert weniger Jahren aus der CH ins Ausland verloren hat.
    Chesney selber sagt, dass die «reale» Wirtschaft weniger als 10% der Zahlungsströme ausmacht. Davon ausgehend, dass ca 95-100% der «nicht-realen» Zahlungsströme in der CH versiegen, wird die Einnahme aus der Steuer also nicht 100Mia sondern eher nur 10Mia sein. Gleichzeitig wird damit jedoch der Finanzplatz (>100k Angestellte, 7% der CH-Wirtschaft, >10% der Steuereinnahmen) mehr oder weniger zerstört. Netto-Effekt also eher negativ. D.h. man kann keine einzige andere Steuer abschaffen, im Gegenteil, man hat eine neue, zusätzliche eingeführt. Und dazu ca 100k mehr Arbeitslose.

    Für mich ein weiteres erschreckendes Beispiel, dass auch hochgebildete Personen, die auf ihrem Fachgebiet sogar richtig gut sind, keine Ahnung vom realen Leben und Wirtschaften haben. Stichworte wie «Unintended Consequences» oder «Der Fluch des Guten» kommen mir da in den Sinn.

  11. Sehr geerter Herr Lukas Hässig
    Sehr geehrter Herr Oswald Sigg

    https://www.finews.ch/news/finanzplatz/36801-universitaet-zuerich-professor-marc-chesney-finanzprofessor-banken-finanzwelt

    DANKE!

    Liebe Mitbürger, Engagiert Euch! Im Rahmen des Nationalen Programms 2014-2018 wurde die Armutsberichtserstattung in der Schweiz untersucht. Die Aufbereitung der Daten brachte hervor, dass sich die kantonalen Armutsberichte sowohl in ihrer Gestaltung als auch in ihrer Methodik unterscheiden und selten eine umfassende Analyse von Armut in ihren unterschiedlichen Dimensionen liefern. Das ist politisch auch so gewollt. Gemäss den Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) waren 2017 in der Schweiz 8,2% der Bevölkerung von Armut betroffen, darunter 103’000 Kinder. Laut Caritas sind fast eine Million Menschen davon bedroht. Zudem könne eine hohe Anzahl von Haushalten unvorhergesehene Ausgaben in der Höhe von CHF 2000.00 nicht verkraften – 2011 waren es fast 41%. Dies sind besorgniserregende Zahlen, die eine beunruhigende Realität abbilden. Die Hälfte aller, die 2017 in Rente gingen, müssen mit weniger als 3600 Fr. pro Monat über die Runden kommen (AHV+PK-Rente zusammen).
    (Quellen: SKOS, SODK, BSV, SGB).

    Herzliche Grüsse

  12. Die Mikrosteuer würde in den unglaublich grossen Bereich (Über 100‘000 Mrd Transaktionen!) der Finanzindustrie greifen, welcher uns Bürger verwehrt wird, ihn jedoch allen Risiken des Derivatenhandels aussetzt. Die angewendete Steuer ist minimal, sodass unser Finanzplatz nicht gefährdet sein wird. Falls einzelne toxische Geschäfte des Derviatenhandels abwandern würden, wäre dies sogar zu begrüssen. Der Steuerertrag würde uns die meisten Steuern ersparen, auch das AHV/lAltersrentensystem für alle Generationen wäre gesichert. In Zukunft wird durch die Digitalisierung das Arbeitseinkommen massiv abnehmen und mit dieser Mikrosteuer würde das für unseren Freiheitsstaat notwendige Steuersubstrat gesichert werden.
    Dieser intelligente Vorschlag hat mit sozialistisch und planwirtschaftlich geprägten Gedankengut gar nichts zu tun, im Gegenteil sichert dieses Konzept in Zukunft unsere Freiheit und Demokratie. Wir Liberale sollten diese Idee genau prüfen und nicht von Anfang an abschmettern.

  13. Nun, das Kapital ist ein scheues Reh, das den Jäger meidet.
    Da denkt sich ein ehemaliger Beamter und verträumter Eu-rone, er könne den Finanzmärkten schnell mal 200 Milliarden jährlich abjagen…..

    • Vor allem: die Zahlungen werden ja längst besteuert, aktuell mit 7.7%. Nennt sich Mehrwertsteuer.

      Sigg hat offensichtlich gar nichts verstanden.

  14. Die Schweiz als „Konzern-Hauptsitz-Land“ wird gezwungen sein, neue Steuereinnahmequellen einzuführen sobald das Konzept von „Unitary Taxation“ für Konzerne z.B. in der OECD eingeführt ist. Das Konzept „Unitary Taxation“ wird mehreren Milliarden von Steuerausfällen von Grosskonzernen mit Sitz Schweiz bewirken (Roche z.B. versteuert ca 80 % des Konzerngewinns in der Schweiz) und auch deshalb, ist eine solche Mikrosteuer eine denkbarer Lösungsansatz. Die aufgeführten Gründe von Herr Sigg sind nicht nur prüfenswert, sondern auch realistisch und praktikabel. Ich unterstütze die Initative!

    Definition: UNITARY TAXATION is the approach that treats a multinational group as the taxable unit, rather than the individual subsidiaries in different countries that make up the group. Current international tax rules are based on separate entity accounting, where transfer pricing mechanisms are used to establish the taxable profit that each entity within the multinational group would obtain, if it was operating at arm’s length (independently) from each other entity in the group. This allows gross abuses, with huge volumes of profits being shifted from where they arise, into low- or no-tax jurisdictions. Unitary tax recognises that in reality, profits are maximised at the unit of the group as a whole. ‘Formulary apportionment’ is the name for the process that allocates those global profits as tax base between the different countries where the multinational has real economic activity (employment and final customer sales, say).

    • Lieber Herr Rudolf Elmer

      Vielen Dank für die hochinteressanten Informationen und Ihre tolle Einstellung zu dieser Initiative.

      Herzliche Grüsse

  15. Beim bedingungslosen Grundeinkommen war ich skeptisch und negativ eingestellt. Aber das Casino des Neo-Kapitalismus ein klein bisschen an die Leine nehmen hat was. Seit längerer Zeit kommt eine solche Idee ja aus der französischen Ecke. Sigg spricht langsam, überlegt und präzise. Es wird sich zeigen, ob er auch Rechnen kann. Jedenfalls kein blöder Schwafli.
    Uebrigens: Auf dem Tisch liegt ein Buch mit dem Titel „Fucking“. Worum geht es? Um die Geldpolitik der EZB?

  16. Immer neue Steuern und Abgaben zu erfinden, das beherrschen die Linken, als einzige Kompetenz. Dabei haben wir schon genug Reichtumssteuern: direkte Bundessteuer (bis 11,5%), Vermögenssteuer, AHV (ist Reichtumssteuer für Gutverdienende), Erbsteuer, Grundstückgewinnsteuer etc. Statt mal endlich die Staatsausgaben zurückzufahren und die Steuern zu senken. Nicht mal für eine Stabilisierung sind sie, es werden ständig neue, hochbezahlte Stellen erfunden – für Klimarettung, Wirtschaftsflüchtlinge, Gleichstellung von Scheindiskriminierten etc. Sigg ist und war ein typischer Vertreter des Schattenstaats.

    • Scheuklappen tragen offenbar auch Nichtlinke, wie Ihr Kommentar zeigt. Es besteht sogar die Wahrscheinlichkeit, dass sogar Deutschland das Modell begruessen und einfuehren koennte.

  17. Eine kluge und überzeugende Idee für das 21. Jahrhundert. Müsste gar auch parteiübergreifend von Interesse sein im Labor Schweiz. Diese Mikrosteuer müsste unbedingt umgesetzt werden. Hier werden beispielsweise auch Hochfrequenz-Daytrader besteuert, die alle paar Sekunden die gleiche Aktie hin-und herschieben. Der Beamtenapparat für sinnvollere Aufgaben eingesetzt werden.

    Oswald Sigg ist ein sympathischer und bestimmt kluger Mensch. Leider ein sehr schlechter, einschläfernder Verkäufer. Für diese Initiative gehört eine enthusiastische Person an die Front und insbesondere ein absoluter Schnelldenker. Vielleicht ein Mann im Stile von Claude Longchamp, der alle Zahlen im Kopf hat und ein grenzenloses Argumentarium dazu.

    In politischen Prozessen und Lancierung von Initiativen ist DAS GESICHT von grösster Bedeutung.

    • Richtig gesehen. Eklatanter Resourcenverschleiss in der Tat. Herr Sigg kann es überhaupt nicht. Kann ihn mir beispielsweise nicht vorstellen in der Samstagsrundschau von SRF. Bei Schawinski………..gähn.

      Eine gute Idee braucht Leute mit TOTALEM ENTHUSIASMUS.

      Feuer und Flamme.

  18. Was hat der Zahlungsverkehr mit dem Finanzkasino zu tun? Zahlungsverker ist, wenn du deine Rechnungen und Einkäufe bezahlst und den Lohn erhältst.
    Finanzkasino ist wenn Algorithmen und Trader mit Milliarden spekulieren auf steigende oder fallende Kurse und mit obskuren Derivaten handeln.
    Ersteres wird ja schon besteuert (VAT) leteres kann man schon eine Transaktionsgebühr erheben, das Vehikel dazu gibt es bereits und heisst Stempelabgabe.

  19. Oh je, der Tag hat ja halt 24 Stunden. Demnach sind es nicht etwa 118 Millionen Franken pro Sekunde, sondern 48 Tausend Franken pro Sekunde. Da ich so gut rechnen kann, eigne ich mich ganz bestimmt zum Vizekanzler des Bundesrates. Also wählt mich, die Intelligenzbestie des letzten Jahrhunderts! Es lebe hoch, hoch, hoch!

  20. „Im Vergleich zum Juli nahm der Handelsumsatz um 5,0 Prozent auf 131,2 Milliarden Franken ab. Dies teilte die Schweizer Börse SIX am Montagabend mit. Sie lagen damit aber noch immer weit über dem Niveau des Vorjahres: Damals wurde ein Volumen von nur knapp 87 Milliarden erreicht. Dies entspricht einem Plus von rund 50 Prozent.“

    Könnte es sein, dass unsere ehemaligen und wahrscheinlich auch heutigen „Vertreter“ Tage mit Sekunden verwechseln?
    Der Juli hat bekanntlich 31 Tage. Somit sind 131 Milliarden Umsatz in der Sekunde gerade mal 118 Millionen Franken…
    Welche Intelligenzbestien uns wohl regieren?

  21. Ein edler Gedanke aber aus vielen Gründen nicht praktikabel. Das grosse Geld ist und war schon immer mobil und würde sofort an Orte abwandern, welche von dieser Regelung nicht betroffen sind. Zusätzlich würde eine solche Massnahme die Falschen treffen wie z.B in Deutschland wo künftig der Aktienhandel aber nicht der Derivatenhandel besteuert werden soll.Der bereits angeschlagenen Finanzindustrie würde man mit dieser Steuer eher einen Bärendienst leisten.

  22. Obwohl ich top bürgerlich aufgewachsen bin und so eine Steuer noch zu meinen Studienzeiten als „kommunistischer Schmarren“ abgetan hätte: heutzutage befürworte ich das total! Es ist die Zeit für einen Systemwechsel gekommen. Das dumme Geschwätz von wegen „freie Marktwirtschaft“ und „der Markt wird’s schon richten“ darf uns nicht mehr länger blenden!

    Der Markt richtet „es“ schon. Mit „es“ ist die Umverteilung von unten nach oben gemeint. Wir alle hier in diesem Forum gehören aber nicht „zu denen oben“. Darum sollten wir alle diese Initiative unterstützen!

    • @Benny

      genau so ist es! Diese Initiative ist m.E. strukturbedingt von grosser Bedeutung. Die derzeitige politische Herausforderung besteht darin, diesen gigantischen Strukturwandel so zu gestalten, dass möglichst viele Menschen von dem enormen Zugewinn an Wohlstand profitieren. Wer seinen Kopf in neoliberalen Sand steckt, kann diese Dimension nicht erfassen.

  23. Ach ja, und für diejenigen, die vielleicht ein bisschen schwer von Begriff sind. In der Schweiz werden PRO SEKUNDE behauptet 31’709’791’983 – also weit mehr als 31 Milliarden – umgesetzt (1 Trilliarde geteilt durch 365 Tage geteilt durch 24 Stunden geteilt durch 60 Minuten geteilt durch 60 Sekunden und das dann geteilt für 1 Tausendstel der Weltbevölkerung – in Excel: =1E+021/1000/365/24/60/60). Will uns da jemand vergackeiern?

  24. Ähhh, welcher Amerikaner schreibt hier? Trilliarden? Habe ich was verschlafen und wir sind schon in der Hyperinflation angelangt? 1 Trilliarde = 1 000 000 000 000 000 000 000. Das ist also pro Tag 2 700 000 000 000 000 000 Franken. Und die Schweiz ist da sicher massiv involviert, denn die Schweiz hat gerade mal einen Tausenstel der Weltbevölkerung. Also wird in der Schweiz täglich 2 700 000 000 000 000 umgesetzt – auf ein paar Nullen kommt es da ja nicht einmal mehr an, wenn meine Berechnung auch falsch sein sollte! Welche Leute regieren die Schweiz?
    Wie kann man denn etwas finanzieren ohne Arbeit? Die Arbeit ergibt das Geld. Wer etwas anderes behauptet, versteht nichts von der Materie und ist einfach nur ein Phantast!

    • @ 1923 (ihr Jahrgang?)

      Sie nerven………mit ihrer destruktiven (Schul)meisterei.

      Setzen sie sich doch bitte mit diesem innovativen Und interessanten Vorschlag auseinander.

      Fakten – anstatt mathematisches Geschwurbel. Danke

    • „Aber-Trilliarden“. Das ist kein Geschwurbel von mir, sondern von ganz jemand anders. Ist der ein Schwurbler? Wollen Sie mich also Mathematik lehren oder behaupten, Mathe sei faktenlos?

  25. Diese Transaktionssteuer würde zu einer massiven Abwanderung der Finanzdienstleister führen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, werden die Firmen ihr Steuerdomizil in die Bahamas oder sonst eine Bananenrepublik verlegen.

    • Fast unglaublich, aber es gibt sie noch ganz vereinzelt – interessante, zukunftsträchtige Überlegungen und Vorschläge. Dass Ideen, die uns voranbringen würden, nicht von unserem lieben Bundesparlament kommen, ist genauso klar wie bedenklich!

      Warum sollte eine Firma oder eine reiche Privatperson bei so einem Transaktionssteuer-Modell der CH den Rücken kehren, wenn dabei gleichzeitig alle anderen Steuern (MwSt, Gde-, Kantons- und Direkte Bundessteuern abgeschafft werden könnten, wie einige Kommentatoren meinen? Im Gengenteil, diese finanzielle Situation würde sogar unseren Standort noch viel attraktiver ausgestalten, jedenfalls für juristische und natürliche Personen, die echte Mehrwerte schaffen, und nicht einfach Geldpositionen weltweit sinnlos hin und her transferieren…

    • @Visionär
      Glauben Sie im Ernst, dass mit der Einführung dieser Transaktionssteuer die anderen bereits bestehenden Steuern abgeschafft oder reduziert würden?

  26. Doppelschneidiges Schwert. Wer ein mal Milliarden auf dem Konto hat muss diese niemehr mit dem Staat teilen solange keine Transaktion von dort stattfindet. Den Wohlhabenden spielt das doch direkt in die Hände. Was passiert wenn es zu wenig Umverteilung von oben nach unten gibt sieht man doch gerade in Amerika.

    Ausserdem muss man erwähnen, dass der Sinn der Transaktionssteuer mal war den Hochfrequenzhandel an der Börse zu unterbinden.

    Aber grundsätzlich finde ich jede Idee gut, die die Umverteilungsmaschine wieder ein Bisschen anschiebt. Nur bezweifle ich die Effektivität dieser Theorie.