Nationalbank im Bett mit dem Hedgefund-Hai

Londoner Konferenz mit folgenden Euro-Insider-Deals war von SNB organisiert – Affinität zu „Hedgies“ seit Philipp Hildebrand.

Die umstrittene Konferenz „Removing the Zero Lower Bound on Interest Rates“ von letzter Woche im Mandarin Oriental in London rückt die Schweizerische Nationalbank (SNB) ins Rampenlicht.

Der Event war von der SNB mitorganisiert und führte offensichtlich zu Euro-Insider-Deals im grossen Stil. Zweiter Gastgeber neben der SNB war Brevan Howard, ein grosser Hedgefund.

Grund war eine Rede von Benoit Coeure, einem Schwergewicht der Europäischen Zentralbank (EZB) zu den Anleihenkäufen seines Chefs, Mario Draghi. Diese würden im Mai und Juni intensiviert, im Sommer dann abgeschwächt.

Die Rede hatte sofortige Folgen am 24-Stunden-Devisenmarkt. Die Einheitswährung verlor an Terrain.

Offiziell von der EZB publiziert wurde der Speech erst am nächsten Tag. Die europäische Zentralbank erntete harsche Kritik und verlor an Glaubwürdigkeit.

Weitgehend unbemerkt blieb die Rolle der Schweizerischen Nationalbank. Sie war nicht nur Gastgeberin, sondern stellte auch zwei wichtige Redner.

Thomas Moser als Mitglied des erweiterten Direktoriums und damit einer der 6 obersten SNB-Figuren eröffnete die Konferenz am Montag vor einer Woche in der englischen Banken-Kapitale.

Auf Moser, der als Stellvertreter von SNB-Chef Thomas Jordan amtet, folgten die beiden Schwergewichte Kenneth Rogoff, ein amerikanischer Professor, und Willem Buiter, ein Chefökonom der Grossbankenwelt.

In einem Panel am Nachmittag trat mit Katrin Assenmacher eine zweite SNB-Vertreterin auf.

Assenmacher ist Direktorin im Bereich „Geldpolitische Analysen“, das zum ersten Departement der SNB unter Präsident Jordan gehört.

SNB-Frau Assenmacher debattierte mit Vertretern anderer Notenbanken, darunter das amerikanische Fed.

Um 6 Uhr am Abend des Montags, 18. Mai, kam es dann gemäss Einladung zum Highlight mit dem Aufritt des EZB-Spitzenmanns Coeure.

„Drinks reception followed by conference dinner“, hiess es für die Teilnehmer. „Speech: Benoit Coeure (European Central Bank) – at The Berkeley Hotel, Knightsbridge London, a few minutes’ walk across the road from the Mandarin Oriental“.

Brisant am Ganzen ist die offensichtliche Nähe zwischen Notenbanken und Hedgefunds. Letztere definieren sich durch einseitige Wetten in gigantischem Ausmass.

Dass Zentralbanken und Grossfinanz sich austauschen, ist nichts Neues. Wenn Banken und Hedgefunds aber aufgrund von Insider-Informationen noch vermögender werden, wird es ernst.

Aus Schweizer Sicht erstaunt die zentrale Rolle der Nationalbank. Was hat die SNB an der Seite eines der berühmtesten und berüchtigtsten Hedgefunds der Welt zu suchen?

Brevan Howard war in den Skandal um den Libor geraten. Dabei hatte eine Gruppe von Investmentbanken, allen voran die UBS, den wichtigen Zinssatz jahrelang manipuliert.

Vor zwei Jahren wurde bekannt, dass ein Händler von Brevan Howard den Hedgefund im Zusammenhang mit der Libor-Affäre verlassen hatte.

Schon damals war das Epizentrum rund um die Rolle von Brevan Howard in der Libor-Affäre örtlich gar nicht weit weg. Der Trader hatte nämlich Arbeitsort Genf.

Die Nähe der SNB zu den Hedgefunds könnte auf die Zeit von Ex-Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand zurückgehen.

Hildebrand, der vor 3 Jahren nach einem Insiderfall mit einer Dollar-Franken-Wette zurücktreten musste, seither aber wieder überall gern gesehener Gast ist, war im Rückblick gesehen ohne grosse Erfahrung zum hohen Amt gekommen.

Der Schweizer arbeitete für Moore Capital, einen amerikanischen Hedgefund. Von dort hievte ihn Bruno Gehrig, der Noch-Präsident der Airline Swiss und damals Direktoriumsmitglied der SNB, ins wichtige Amt.

Mitte 2003 scheidete Gehrig aus der SNB-Spitze aus. Auf den gleichen Zeitpunkt hin stiess Philipp Hildebrand dazu.

Nach seinem tiefen Fall gab ihm die US-Firma Blackrock die Chance zum Neuanfang.

Blackrock ist der weltgrösste Assetmanager, also Verwalter von Vermögen privater und institutioneller Investoren, und hält Beteiligungen an zahlreichen börsenkotierten Schweizer Firmen.

Hildebrand ist somit ein Kind der globalen Finanzszene und ein Insider der Hedgefunds.

Die SNB könnte ihre Nähe zu den grossen Hedgefunds, die den Markt zumindest kurzfristig in die eine oder andere Richtung bewegen können, für ihre Absichten versuchen zu nutzen.

Am Freitag Nachmittag um halb Drei kam es zu einem ausserordentlichen Sprung des Euros gegenüber dem Franken nach oben.

Der Euro ging in einer geraden Linie von 1,0420 auf 1,0445 Franken hoch, was eine augenfällige Veränderung innert kürzester Zeit bedeutete.

Über das verlängerte Pfingstwochenende sackte der Euro wieder ab. Heute früh bewegte er sich knapp über 1,0350 Franken.

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29 Kommentare zu “Nationalbank im Bett mit dem Hedgefund-Hai

  1. Grübel gegen Jordan
    O. Grübel hat in einer kleineren Provinzzeitung ein Interview gegeben, er kritisierte die Experimente der Notenbanken und forderte mutigere Politker. O. Grübel warnt auch vor tiefen Zinsen, sie zerstören die Wirtschaft. Solothurner Zeitung 02.03.2015
    Nach Grübel hätte man anstelle der fixen Wechselkurse Minuszinsen (nur) für Spekulationen einführen sollen. Da hätten die Hedge-Fonds-Manager aber eine grosse Wut über Herrn Grübel bekommen.

    An seiner kürzlichen Pressekonferenz hat Jordan die Katze aus dem Sack gelassen. Jordan sieht die Rolle der Schweizer Währung als ein sicherer Hafen (für Grossspekulanten aus der EU). Schon vorher hatte er gesagt, er wolle die ausländischen und die inländischen Gelder strikte gleichbehandeln. Das heisst, die ausländischen Währungsspekulanten, die mit der Aufwertung des CHF Millionen scheffeln wollen, sollen gleich behandelt werden wie inländische Sparer. Für die Währungsspekulanten ist der tiefe Negativzins ein Gewinn, da dieser unter der Inflationsrate des Euro liegt, für die inländische Wirtschaft wird so der Franken immer noch überbewertet, die Firmen wandern ins Ausland ab, die Steuereinnahmen in der Schweiz sinken, es drohen Steuererhöhungen und die Pensionskassenrentner müssen um ihre Renten fürchten.
    Herr Jordan missachtet die Bundesverfassung. Nach Art. 99 Abs. 2 BV sollte die SNB eine Geld- und Währungspolitik führen, die dem Gesamtinteressen des Landes dienen und nicht eine Politik des sicheren Hafens für Grossspekulanten. Wenn Inhaber von kleineren und mittleren Vermögen aus Deutschland ihr Geld bei einer inlandorientierten Bank anlegen, um ihr Geld vor dem Euro-Zerfall zu schützen, dann kommt die deutsche Steuerverwaltung und büsst diese Steuerpflichtigen und diese Inlandbank in der Schweiz. Kommen aber die ganz grossen Währungsspekulanten oder Hedge-Fonds, dann drückt auch die deutsche Steuerverwaltung ihre Augen zu.

    Es wäre ohne weiteres möglich, den Schweizer Franken auf die Kaufkraftparität hinunterzudrücken (ist auch ein Marktwert), man braucht nur hohe Negativzinsen auf ausländische Guthaben zu erheben, pro Monat 1/12 zwischen Frankenkurs und Kaufkraftparität. Die Banken könnten die Erträge zur Eigenkapitalverstärkung brauchen, denn die nächste Euro-Krise kommt bestimmt. Es würde ohne weiteres genügen, nur den Zuwachs an Auslandsguthaben seit 01.01.2015 zu belasten, um nicht die Verwalter von ausländischem Vermögen zu sehr zu schädigen. Aber auch so werden diese Zetter-Mordio schreien, ebenso die Banken die ihre Euro-Anlagen verstärkten.
    Im März 1971 hat das Schweizer Volk beschlossen, Auslandsguthaben mit einem Negativzins zu belasten. Leider gab es damals noch kein Geldwäschereigesetz, das der Abklärung der Herkunft der Gelder hätte dienen können.
    Nach Art. 100 Abs. 3 BV könnte die Politik kräftige Negativzinsen auf dem (Zuwachs) von Auslandsguthaben erheben (durch die Banken zu deren Eigenkapitalverstärkung) und der Schweizer Franken würde auf die Kaufkraftparität fallen und die sich abzeichnende Rezession würde weitgehend gestoppt. Eine Partei mit einem solchen Programm würde die Nationalratswahlen sicher gewinnen und die Nationalbank hätte einen grossen Vertrauensverlust in der Bevölkerung.

    Die SNB hatte schon vorher unliebsame Schlagzeilen gemacht. Es wird gemunkelt, für die neue Banknoten seien bewusst schlechte Sujets ausgewählt worden, die SNB fand damals, dies sei die letzte Schweizer Banknotenserie und vielleicht brauche man diese gar nicht mehr ( und man munkelte, die SNB möchte gerne zum Euro wechseln, wage aber nicht das zu sagen). Jetzt gefällt es ihr, in der Schweiz die Wirtschaft zu zerstören und Rezession und Arbeitslosigkeit zu erzeugen.
    Grübel kann die Nationalbank jetzt kritisieren, er ist nicht mehr an der Spitze einer Bank. Aber ein Bankmanager wird es sich überlegen müssen, den die SNB hat individuelle Freigrenzen mit Befreiung von den Negativzinsen. Würde sich ein Bank-Chef getrauen zu kritisieren wie Herr Grübel, dann riskiert er eine Kürzung der Freigrenze von der Erhebung der Negativzinsen.
    Ein anderer Kritiker der SNB ist Herr R. Strahm (ehemals Preisüberwacher und NR der SP). Auch er hatte höhere Negativzinsen für Auslandsguthaben verlangt und dafür die Befreiung der inländischen Sparer. Leider wird Herr Strahm nicht einmal von seiner eigenen Partei unterstützt. Herr Strahm hatte auch herausgefunden, dass ausser Herr Jordan niemand im SNB-Direktorium etwas von Geldpolitik versteht und in allen Ländern ausser der Schweiz sei das Gremium der Nationalbank grösser als nur drei Personen. Offenbar hat der Bundesrat Herrn Jordan zwei Ja-Nicker zugesellt, damit Jordan voll dikatatorisch über die Geldpolitik entscheiden kann.

  2. Liebe Co-Kommentatoren,

    Danke Herr Lukas Hässig und ein Dankeschön an Herr Dr. Marc Meyer!

    Die Schweiz hat in diesem erweiterten Zusammenhang ein, individuell betrachtet, höchst bedenkliches System, das die Immo-Finanzierung, steuerliche Abschreibungen und sogar die Altersversorgung beeinflusst. Die CH-Immo-Besitzer und Bürger werden regelrecht dazu verführt, ihre Immobilien nicht vollständig abzuzahlen bzw., die Grundschuldeintragung aufrechtzuerhalten. Somit, treibt der Staat seine Bürger den Banken als Kunden scharenweise zu. Alle nicht abbezahlten Immobilien bleiben den Banken als Pfand. Der Staat bleibt somit mithilfe seiner systemrelevanten Banken in Position, seine an sich (noch) recht wohlhabenden Bevölkerung viel rigider unter Kontrolle zu halten. Wenn wir alle gemeinsam diese Situation zu Ende denken, erkennen wir schnell, dass Eigentum in diesem Fall nicht automatisch Besitz ist. Der Staat kann jederzeit zugreifen und den bisherigen Eigentümer entrechten. Dank grosszügiger Steuergeschenke beschwert sich bislang darüber kaum jemand. Das System wird gleichwohl nur einseitig gezeigt. Die Vorteile werden hochgelobt, und die Nachteile bleiben, ausser vereinzelten Ausnahmen (Danke Herr Dr. Marc Meyer) unerwähnt! So betrachtet ist das CH-Modell eher ein Negativbeispiel (von den sozialpolitischen,-gesellschaftlichen,-wirtschaftlichen tickenden Nuklearbomben nicht zu reden) in Bezug auf Transparenz und Nachhaltigkeit.

  3. Die SNB besitzt für eine Milliarde Franken Apple Aktien. Ist dies wirklich Notenbankpolitik? Müssen die Angestellten nun mit i-phones kommunizieren?
    Natürlich ist die SNB nicht allein. Die EZB mit ihren Euro 60 Milliarden monatlichen Obligationenkäufen und die Bank of Japan mit ihrem Inflationsziel von 2% unter allen Umständen sind die Endempfänger des quantitative Easing der FED. Ein Ende dieses Wahnsinns ist nicht in Sicht und vorallem nicht definiert.

  4. es gibt da schon einige sehr GROSSE Schwachpunkte bei unserer Schweizerischen Nationalbank ! eigentlich mehr als skandaloes und/oder zumindest UNprofessionell von einer Nationalbank welche die Interessen des EIGENEN Landes verfolgen sollte:

    1) Informationspolitik/ Management: im AUSLAND Informationen und Meinungen verbreiten, was gegenüber dem Inland einen Zeitvorsprung bedeutet (v.a. US-Hedgefonds operieren bekannterweise mit Systemen welche sogar Sekundenbruchteile ausnützen!); und dies auch noch zu Betriebs-/Marktzeiten wenn der Schweizer Markt teilw. schon geschlossen ist und der US-Markt noch offen ist.
    Fazit: unsere SNB bevorzugt professionelle Spekulanten – inländische, langfristige, ehrliche Sparer wie Pensionskassen werden (gerade auch wegen ausl. Spekulanten welche CHF horten) mittels Negativzinsen sogar noch bestraft !
    2) Asset Management: Kauf von sehr hohen Beträgen von US-Staatsanleihen (selbst renommierte US-Finanzprofessoren, u.a. Wharton School, zeigen auf, wie die US „unsustainable debt“ (untragbare Schulden) haben (so ist die St. Louis adjusted US Monetary Base von ca. 800 US-Billionen im Jahre 2008 auf ueber 4’000 US-Billionen im 2015 hochgefahren worden) – trotzdem kauft unsere SNB zig-zehn Milliarden dieses US-Finanzschrottes (schlussendlich wird auch hier der Schweizer zahlen – die Frage ist nur WANN) – natürlich ist es nett mit den anderen FED-Mitglieder zu dinieren – aber Tatsache ist: deren Interessen sind geradzu gegensätzlich von unseren (Seller of Debt vs. Buyer)
    3) Enteignung des eigenen Volkes, heute mit Negativzinsen welche vor allem Inlander trifft – morgen ohne Bargeld, gem. deutschem Handelblatt (Auszug!)
    „In der Schweiz hat die SNB vor einiger Zeit einen Negativzins von minus 0,75% eingeführt und ist damit einer der Vorreiter der Negativzinsen. Dies könnte auch der Grund dafür sein, warum die SNB die heutige Konferenz in London, bei der die Abschaffung von Bargeld diskutiert wird, zuvor nicht an die große Glocke gehängt hat“; und;
    «Die Nationalbank hat deshalb Banken auch schon empfohlen, mit Bargeldnachfragen (…) restriktiv umzugehen.»
    Zusammengefasst: sicherlich muss eine Zentralbank unabhängig sein – aber ob die SNB immer korrekt und v.a. im Interesse aller Schweizer/innen handelt,- das ist und wird schon fragwürdig bei den obigen TATSACHEN!
    (der quasi Marktbeweis dazu ist, dass nicht nur Private sondern auch Firmen eben immer mehr BARGELD und sogar Gold haben wollen) – was offensichtlich der SNB nicht passt…! Vertrauen sieht anders aus!

  5. Sehr geehrter Herr Hässig

    Sie schreiben u.a. über Herrn Hildebrand:

    „Hildebrand, der vor 3 Jahren nach einem Insiderdelikt …“

    Hierzu folgende Richtigstellung:

    1.) Ein Insiderdelikt ist bis heute nicht nachgewiesen. Im übrigen stammt dieser Begriff aus dem Strafgesetzbuch, und ich gehe davon aus, dass Ihnen – Herr Hässig – die Tragweite einer solchen Unterstellung bewusst ist.

    2.) Handelt es sich um ein laufendes Verfahren. Es gilt in dieser Phase und bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung.

    3.) Laufen parallel dazu noch nicht abgeschlossene Verfahren wegen Bankgeheimnisverletzung gegen die Herren Dr. Ch. Blocher/Hermann Lei u.a. Die in die Länge hinausgezogene Verfahrensverzögerung mit entsprechend schleppendem Instanzenzug lässt allerdings die Frage zu, ob hier nicht bewusst auf Verjährung hin gearbeitet wird, um der Verantwortung aus dem Weg zu gehen.

    Freundliche Grüsse

    Waage

  6. Die SNB wird hier vollkommen überschätzt. Sie hat ihr Pulver verschossen und regiert nun nach Prinzip Hoffnung. Vermutlich erhofft sie sich von solchen Treffen zu erfahren, wie die Profis am Markt agieren.

  7. Wenn man Hildebrand erwähnt, dann darf auch Mark Branson als heutiger Finma-Chef nicht vergessen gehen, der damals bei der UBS für die „japanischen UBS-Libor-Spezialisten“ zuständig war, aber natürlich nichts merkte. Man ist eben gut vernetzt und kann auf seine Amigos zählen, die immer wieder einen Karriere-Neustart ermöglichen.
    Immerhin greift ja Branson seit seiner Intervention bei der Coop Bank rigoros durch im Schweizer Finanzbereich. Zum Totlachen, dieser Komödienstadel, man wähnt sich in München bei Donner&Reuschel und anderen. Die nächste Konferenz samt SNB findet dann wohl im Dolder statt, mit Conférencier Urs, dem Devisenguru, ähh… Hotelsammler, ääh… Bilderimporteur, ääh… Pferdehändler

  8. Hidebrand hatte gegen keinerlei Regelungen verstossen und schon gar nicht gegen ein Insidergesetz. Von einem Delikt kann somit keine Rede sein. Herr Hässig, Ihre Behauptung entbehrt folglich jeder Grundlage.

    • So ein Schwachsinn, Herr Hjelmér! Wer sich nur ein wenig in der Branche auskennt weiss, dass ein „normaler“ Trader in einer „normalen“ Bank für ein Hildebrandsches Vergehen fristlos entlassen worden wäre!

    • @philip hjelmer: sind Sie so naiv, oder nehmen Sie unseren medien wirklich jeden mist ab? a. jaeger sagt was sache ist: JEDER bankangestellte wäre hochkant geflogen, aber phil ist nahtlos zum schwarzen stein gerutscht.
      fragen Sie sich nie, warum man von der untersuchung gg. blocher nichts mehr vernimmt? auch bei mörgeli kamen alle beteiligten, die sich gegen ihn verschworen, ungeschoren davon: riklin, condrau, aeppli…! auffällig? wohl nicht für Sie…

  9. Bei allem Respekt Herr Hässig, die Bewegung war vernachlässigbar klein. Aber ich gebe Ihnen recht, die Nationalbank hat die Interessen der Schweiz zu vertreten, nicht die von Hedgefonds. Leider gab es in der Vergangenheit immer wieder Gerüchte, dass die SNB gewisse Informationen an Hedgefonds weitergegeben haben soll, bevor alle anderen Akteure informiert wurden. In einigen Fällen, Hildebrand Ära, war klar, dass gewisse Bewegungen am Zins-und Währungsmarkt aufgrund solcher Information ausgelöst wurden und die Hedgefonds sich eine goldene Nase verdienten. Beweisen lassen sich solche Aktionen indes nicht, aber die Grösse der Aktionen und das Timing liessen jeweils keine Zweifel offen, dass im grossen Stil front running betrieben wurde. Ich kann mich an einen Fall erinnern, wo Moore Capital den ganzen Morgen über im grossem Stil und zu jedem Preis 2 und 3 Jahre Interest Rate Swaps verkauft hat. Einige Stunden später hat die SNB die Zinsen um 100 Basispunkte gesenkt. Zufall? Wohl kaum?

  10. Danke, Herr Hässig, für die weitere Aufdeckung dieses Skandals – das alles hier ist kein Kindergarten, da geht’s schon um mehr:

    Vollgeld:

    1) Vollgeld würde nichts am bestehenden System ändern. Vollgeld würde nur alles zentralisieren: unsere Spareinlagen wie unser Kreditwesen mitsamt den Hypotheken bei der neuen “Einheitskasse” SNB.

    Faktisch würden die im o.a. Artikel angesprochenen Exponenten der SNB am Ende darüber entscheiden, ob Sie, liebe Mitbürger, noch einen Kredit oder eine Hypothek bekämen. Wollen Sie das wirklich ?

    2) Vollgeld könnte (ich betone: könnte) dank der Zentralisierung die Vorstufe zur Nationalisierung unserer Banken werden. Bei der nächsten Bankenkrise.

    Negativzinsen:

    1) Negativzinsen enteignen Sparer

    2) Negativzinsen begünstigen Schuldner. Der grösste Schuldner im Lande ist immer die Regierung – ergo: Die Regierung enteignet mit Negativzinsen die Sparer. Scheibchenweise.

    3) Das grösste Ansparprogramm von uns Bürgern ist unsere Altersvorsorge. Grossteils (gesetzlich vorgeschrieben !) via Anleihen, die mittels Zins und Zinseszins unsere Pensionen gewährleisten sollen. Negativzinsen radieren also über kurz oder lang unsere Altersvorsorge aus.

    Bargeldverbot:

    1) Der grösste “Feind” von Negativzinsen ist Bargeld, weil man durch Abheben vom Konto den Negativzinsen entkommen kann. Ein Bargeldverbot unterstützt somit die repressive Negativzins-Politik einer Zentralbank.

    2) Wenn es kein Bargeld mehr gibt, kann man sein Geld im Falle einer Bankenkrise nicht mehr abheben – man ist der Krise wehrlos ausgeliefert.

    Schlimmer noch: Per elektronischem Knopfdruck könnte (ich betone: könnte) eine Regierung im zu definierenden Notfall Spareinlagen einfach ins Eigenkapital von Banken umbuchen – zu deren Rettung.

    Dieses Vorgehen reflektiert die sog. Zypern-Blaupause der EU.

    Voraussetzung hierzulande wäre somit die Übernahme dieses Models in Schweizer Recht, danach eine Verordnung. ME gibt es bereits ein entsprechende FINMA-Anweisung dazu ?! Und diente der Brief neulich seitens der 18 CEO’s gar dem als weiteren Schritt dahin ?!

    3) Ohne Bargeld – zusammen mit der gesetzlich in Bälde (wohl) erlaubten totalen Überwachung der Bürger könnte (ich betone: könnte) eine Regierung am Ende nicht nur alle Kauf- und Verkaufsvorgänge von Bürgern überwachen.
    Sondern im Zweifel auch schlicht unterbinden.

    Voraussetzung wäre ein Gesetz i.S. des “Patriot Act’s” der USA oder jüngst seines Pendants in Frankreich.

    4) Ohne Bargeld könnten (ich betone: könnten) alle unsere Kauf- und Verkaufsvorgänge, die heute noch als “Privatangelegenheit” steuerbefreit sind, elektronisch an der Quelle besteuert werden. Voraussetzung wäre eine einfache Gesetzesänderung.

    Schlimmer noch: Würde nach Abschaffung von Bargeld die sog. “Finanztransaktionssteuer” der EU, die seit 3 Jahren dort in der Schublade schlummert, eingeführt, könnte (ich betone: könnte) gemäss damals geplantem Gesetzestext (Einschränkung: soweit ich mich erinnere) jede Überweisung besteuert werden.
    Voraussetzung wäre eine entsprechende Übernahme in Schweizer Recht.

    Willkommen in „The New Normal“ !

    Und Gruss an alle aus der EU, die hier mitlesen – Sie trifft all das sicher noch vor der Schweiz.

    • Sehr geehrter Herr Dr. Ott

      Ergänzen möchte ich Ihre Liste mit folgender wichtiger Feststellung:
      Wenn es kein Bargeld mehr gibt, können nicht bloss die Bürger total überwacht werden, sondern Kritiker schlicht und einfach per Knopfdruck unterbunden, ruiniert, enteignet, ausgehungert und korrumpiert werden. Demokratie ist dann nur noch ein geflügeltes Wort ohne jeglichen Sinn und Inhalt.

    • J.O.@
      Hervorragend, messerscharf analysiert.
      Es geht also auch ohne „Dunkles Mittelalter“ – bravo 😉

    • Es kommt sicher nicht von ungefähr, dass Skandinavische Staaten der Idee der bargeldlosen Finanzwelt anhängen.
      Ein Hoch dem Staatssozialismus.
      Egidio Parigi

    • Sehr geehrter Herr Dr. Ott

      Ich schätze Ihren scharfen Verstand. Doch ist es nicht fast noch tragischer den sicheren Untergang ins Gesicht zu schauen als einfach nichts zu wissen? Wieso handeln wir nicht?

      Was mich nun interessiert ist, was können wir als einfache Bürger tun? Geld in ein anderes Land transferieren? In Naturalien investieren? Eine Französische Revolution 2.0?

      Freundliche Grüsse
      ZHAW Student

    • @ ZAHW Student

      Ich denke wie Sie auch, dass es grob zwei Typen von Menschen gibt. Die einen möchten gerne wissen, was auf sie zukommt, die anderen nicht. Wobei mir das Handeln davon dennoch unabhängig scheint.

      Egal. Wenn Sie meine Beiträge hier gelesen haben, sollten Sie verstanden haben, dass die kommenden vier Jahre extrem hart werden. Für uns alle, weltweit.

      ME geht es daher um viel mehr als nur um die „richtige“ Geldanlage, und was ich dazu ausgeführt habe, haben Sie ja sicher schon gelesen. Wobei es dazu sicher weitaus bessere Quellen als mich gibt.

      Und Auswandern erübrigt sich mE schon aufgrund der globalen Betroffenheit; vernünftigerweise packen wir die Probleme da an, wo wir gerade sind.

      Und das Kernproblem in diesem Zyklus sind -im Westen- die Regierungen: Deren überbordende und durch nichts gedeckte Staatsschulden. Die Korruption im Staats- wie auch im Gerichtswesen – das Zweiklassenrecht, welches de facto inzwischen überall besteht. Usw.

      Wer seine Augen nur ein wenig öffnet, erkennt das.

      Und Regierungen, die finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen, haben sich in der Geschichte der Menschheit immer noch repressiver gegen ihrer und anderer Länder Bürger gewandt. Damit werden aber auch die zivilen Unruhen -mE sogar drastisch- ansteigen.

      Und leider zeigt dieselbe Geschichte, dass Revolutionsregierungen keinen Deut besser waren als die, die sie zuvor entthront bis enthauptet hatten.

      Was ich hingegen in meinem Leben bislang erfreulicherweise erfahren durfte, ist, dass Menschen, egal wo, welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion etc. im Regelfall friedliebend sind, gastfreundlich, hilfsbereit.

      Sofern und solange die Wirtschaft eben läuft.. !

      Wir müssen unser Schicksal als Volk daher wieder selbst in die Hand nehmen. In dem Sinne, wie es Martin Meyer es weiter unten mE trefflich ausgeführt hat.
      Details hierzu finden Sie ja zur Genüge auf diesem Blog.

      Ihnen alles Gute !

    • @ ZHAW Student

      Ach so, sorry, ich vergass ja beinahe, den Kern Ihrer Frage zu beantworten – warum handeln wir nicht ?

      Weil die meisten Menschen im Westen heutzutage beinahe völlig von der Regierung abhängig sind – von der Wiege bis zur Bahre. Und vollbepackt mit Schulden bis zur Halskrause. Und damit quasi permanent im Hamsterrad rotieren. Da bleibt eben weder Zeit noch Kraft für Nachdenken geschweige denn Handeln.

      Aber die Zeit dazu bekommen wir alle in Bälde – sobald die Wirtschaft ab Oktober für vier Jahre den Bach ‚runter geht. Und dann folgt das Handeln – hoffentlich wenigstens dieses eine Mal in die richtige Richtung..

    • Dieser Kommentar von Dr. Ott ist fertiger Schwachsinn – „Verstaatlichung“? „Zentralisierung“? Nichts dergleichen.
      Banken würden auch unter Vollgeld den Bürgern Kredite herausgeben, NICHT die SNB.
      Dieses Gerücht wurde von Herrn Ott erfunden, resp. erlogen.

      Die „Zentralisierung“ der Geldherstellung durch die SNB wäre deshalb sinnvoll, weil die Schweiz dadurch wieder mehr Kontrolle über ihre eigene Währung bekommen könnte. Dass der Leitzins als Regulator unserer Geldmenge untauglich ist, dürfte bekannt sein.
      Deswegen ein Monopolszenario heraufzubeschwören, ist aber Humbug – gerade heute, wo unser Liberalismus -richtigerweise!- soweit ist dass sogar unsere Post eine Banklizenz bekommt.
      Die SNB wird nie, hat nie, und kann auch nicht, Privatkunden einen Kredit anbieten. Das ist pure Phantasterei.

      „Negativzinsen begünstigen Schuldner. Der grösste Schuldner im Lande ist immer die Regierung – ergo: Die Regierung enteignet mit Negativzinsen die Sparer. Scheibchenweise.“
      Dieses Zitat von Ihnen ist auch eine reine Augenwischerei, und vor allem ein Bashing auf unsere „Regierung“, die Sie so gerne als Feindbild darstellen. Zum Ersten blenden Sie völlig aus, dass nicht nur Staaten Kredite aufnehmen, sondern auch Konzerne und Privatpersonen (auch Konzerne und jeder Kreditnehmer „enteignet“ daher die Sparer).
      Das Problem hierbei ist doch, dass Staaten überhaupt bei Banken Kredite aufnehmen müssen, um ihre Aufgaben noch wahrnehmen zu können! Und das hat seinen Ursprung darin, dass Banken Buchgeld aus dem „Nichts“ erfinden können, aber unsere SNB nicht! Genau das will die Vollgeld-Initiative korrigieren… vielleicht sollten Sie sich informieren, was die Vollgeld-Initiative will, statt Behauptungen aufzustellen!

  11. Lieber Herr Hässig

    Eur Chf von 1.0420 auf 1.0445 ist nicht gigantisch, es ist ein sehr kleiner upmove.

    Der Grund lag an den US Zahlen die besser ausgefallen sind und es wurden demzufolge gross Usd Chf gekauft. Dadurch wird auch der Cross gekauft, i.e Buy Eur Chf and Sell Eur Usd, gibt gerechnet Buy Usd Chf.

    Gigantisch wird der move erst wenn wir innerhalb von kurzer Zeit 100 Stellen, sog. Big Figures oder mehr bewegen…..

    • An alle, die an Verschwörungstheorien glauben:

      Handelt es sich um eine Verwechslung?

      oder doch???

      http://www.godmode-trader.de/artikel/ezb-hedgefonds-leak-auch-soros-vertreter-waren-anwesend,4211750

      Tagesschwankungen sollten nicht zum Vorwand einer herbeikonstruierten „Kausalkette“ genommen werden. Im übrigen hat kein Hedge-Fund dieser Welt das Potential um den Euro nachhaltig zu bewegen; sonst wäre dies schon lange geschehen. Welcher HF setzt schon 1000 Milliarden ein, um eine „kranke“ Währung zu bewegen, so er sie überhaupt hätte?
      Nein, hier handelt es sich einmal mehr um inszeniertes story-telling mit der üblichen Verwechslung. Sozusagen ein after-weekend primeur.

  12. Sehr geehrter Herr Hässig

    Besten Dank für ihre weitere Enthüllung.

    Unsere Nationalbank ist undurchschaubar – unnahbar – unheimlich – und wird immer unheimlicher.

    Was geht da ab?

    „Bilderberger“ – „Black Rock“ – „Brevan Howard“ – und was alles noch?

    Die Schweizerische Nationalbank ist die Nationalbank der Schweiz und hat gefälligst die Interessen der Schweiz zu vertreten. Das ist ihr Auftrag gemäss Bundesverfassung.

    Unsere Nationalbank investiert aber nicht einmal 1 Prozent ihres / unseres Vermögens in der Schweiz – der Rest legt sie im Ausland zugunsten des Auslands an.

    Da kommt es natürlich zu solchen Verbindungen.

    Die SNB soll endlich ihren Auftrag gemäss Bundesverfassung wahrnehmen!

    Marc Meyer

    • Einige können oder wollen sich nicht erinnern, wie alles anfing:

      Die heutige SNB und deren „Währungs“-Politik ist das Produkt aus dem IWF-Beitritt der Schweiz im Mai 1992, der damit erzwungenen Aufgabe der Goldanbindung des Schweizer Frankens und der wiederum damit zusammenhängenen Anpassung des Nationalbankgesetzes, das der SNB das Zocken im grossen Stil (d.h. ohne vorherige Anrufung des Bundesrats) überhaupt erst ermöglichte.

      Wem das nicht (mehr) passt, müsste sich auf politischem Weg für die Rückabwicklung dieses Prozesses bzw. Wiederherstellung des Status Quo vor dem IWF-Beitritt dieses Prozesses einsetzen, wenn dies noch möglich wäre, doch in 10 Jahren wird die Schweiz als Bankenplatz vermutlich in der Bedeutungslosigkeit versinken, auch wenn dies heute noch von Vielen mit einem müden Lächeln abgetan wird.

      Nicht unwesentlich dazu beigetragen Die Aufarbeitung der Rolle der Schweiz im 2. Weltkrieg und der in der Folge erzwungenen Aufhebung des Bank- und Steuergeheimnisses führte international zum Verlust des SAVE HEAVEN Status der Schweiz, in der noch bis vor ca. 20 Jahren rund ein Drittel des gesamten weltweiten Privatvermögens parkiert war. Das anschliessende erbärmliche Weissgeld-Strategie-Geschwafel einiger Banken ist Ausdruck schierer Verzweiflung des CH-Bankplatzes und passt perfekt zur rückgradlosen Haltung das damaligen Bundesrats und seiner vollmundigen Versprechen.

      Zu welchen Exzessen panikgetriebener Entscheidungsfindung dies führt, lässt sich auch am Beispiel der Publikation von Namen angeblicher Steuersünder durch die ESTV erkennen. https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2015/3261.pdf. Für weitere Namen verändere man die letzte Ziffer. Was bitte schön hat dies noch mit rechtsstaatlichen Prinzipen einer angeblich direkten Demokratie zu tun?

      Mit der unverblümten Thematisierung von NEGATIVZINSEN + BARGELDVERBOT ist die Realität inzwischen bei Herrn/Frau Otto-Normalverbraucher angekommen, sollte man meinen. Negativzinsen sind eine Gefahr für alle Sparguthaben und treiben die Pensionskassen in Risikogeschäfte. Zur Erinnerung: das sind Institute, von denen man sich dereinst die Auszahlung einer Rente erhofft ! Die zukünftige Einführung eines (weltweiten) Bargeldverbot ist der Versuch, die Massen an einem Sturm auf die Banken zu hindern.

      Wenn das „EURO“-System noch zu retten wäre oder die Massnahmen, wie sie von Drucker-Draghi & Co. propagiert werden, wirklich greifen könnten, wären all diese freiheitsfeindlichen Ungeheuerlichkeiten nicht nötig.
      Doch diese Massnahmen zeigen überdeutlich wie sehr die K…. am Dampfen ist. Nicht umsonst wird das SMARTE Geld zur Zeit in Massen abgezogen und in Realwerte wie Immobilien und Edelmetalle parkiert.

      Wann der/die Letzte begriffen haben wird, dass es vielleicht besser (gewesen) wäre, sich seine/ihre Altersvorsorge auszahlen zu lassen und damit etwas Sinnvolles anzufangen, könnte es u.U. zu spät sein. Noch gilt in der Schweiz eine Obergrenze von Fr. 100’000.- für Bargeldzahlungen. Zum Vergleich: In Spanien sind es seit 19. Nov. 2012 € 2’500.- In Frankreich werden es ab Sept. 2015 noch € 1’000.- sein.

      Es ist kein Unkenruf mehr und auch kein Schwachsinn irgendwelcher angeblicher Verschwörungstheoretiker, sondern bittere Wahrheit. Sog. Wirtschaftsweise wie Peter Bofinger fordern das Bargeldverbot. In den USA haben die Radikale wie Rogoff und Summers schon lange dafür plädiert; in Schweden, Frankreich, Italien, Portugal, Spanien gibt es bereits drastische Einschränkungen des Bargeld-Zahlungsverkehrs. Die EU und vor allem die EZB wollen den „Bürgern“ (= Staatenlosen) das Bargeld wegnehmen, weil ihre Politik hundertprozentig gescheitert ist und dieses Scheitern verborgen werden soll.

      Die SNB und damit auch die Schweiz hat sich mit ihrer hochgradig verantwortungslosen Politik zum Spielball der Mächtigen gemacht. Die aufgeblähten SNB-Bilanzen sind ein guter Gradmesser für das Mass an Erpressbarkeit, dem sich Schweiz schon bald wieder ausgesetzt werden sieht mit allen Konsequenzen. Noch besteht die Wahl: Weiter im kollektiven Tiefschlaf ausharren und auf das Prinzip Hoffnung zu setzen oder zu lernen, unser Glück wieder selbst in die Hand zu nehmen.

    • @Martin Meyer: Sieht tatsächlich Schei… aus für die Freiheit der Bürger in der Schweiz und für die Freiheitsrechte eines jeden hier Wohnhaften.

    • @Martin Meyer:
      Seh ich alles dito, von a-z, bis auf die Flucht in Edelmetalle. Wohl eher in Art-Banking oder andere tangible assets. Die Gold-Hausse ist mit grosser Wahrscheinlichkeit vorbei, forever. Sie schreiben’s ja selber, 1992…

      Zudem könnte Ihr Credo, das nationale Glück in die eigenen Hände zu nehmen, Wunschtraum bleiben. Bis die 99% ahnungslosen Penner an der Urne merken was abgeht, ist der Zug schon längst 2 x abgefahren.

      Somit kann es nur eine einzige Prämisse geben: Après moi le déluge!