SNB verteilt Bussenzettel über 1,5 Milliarden pro Jahr

Am 15. Januar 2015 hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) erstmals Negativzinsen anstelle des Mindestkurses eingeführ. Unmittelbar danach stürzte der Euro um 20 Prozent ab und erholte sich seither auf knapp 1.10 zum Franken.

Klarer und eindeutiger kann man nicht vordemonstriert bekommen, dass Negativzinsen den Euro nicht stärken, den Franken nicht schwächen. Negativzinsen bringen nichts – ausser Gewinne für die SNB.

Trotz den Negativzinsen hat die SNB seit Aufhebung des Mindestkurses rund 150 Milliarden zusätzliche Volksschulden machen müssen, um den Euro durch Interventionen einigermassen zu stützen.

Doch nun kommt die neue SNB-Direktorin Andréa Maechler keck daher und behauptet in der Sonntagspresse, ohne Negativzinsen wäre der Franken noch stärker. Das sei schlecht für die Wirtschaft.

Kann Sie es beweisen?

Mit Negativzinsen auf ihren Schuldzinsen verdient die SNB im Jahr gegen 1,5 Milliarden Franken. Die SNB muss also auf ihren Schulden nicht Zinsen bezahlen, sondern verdient im Gegenteil sogar Geld mit ihren Schulden.

Über Negativzinsen entnimmt die SNB der Wirtschaft somit rund 1,5 Milliarden Franken Kapital pro Jahr. So schwächt sie die Wirtschaft. Sie bestraft ihre Investoren, weil sie ihr Kapital an die SNB ausleihen. Man kann sagen, die SNB verteilt der Wirtschaft Bussenzettel im Betrag von 1m5 Milliarden pro Jahr.

Dabei ist unklar, wie viele dieser Bussenzettel an Schweizer Investoren verteilt werden, welche mit den Dollar- und Eurokursen gar nichts zu tun haben. Wenn beispielsweise eine Schweizer Pensionskasse ihr Geld über eine Kantonalbank bei der SNB anlegt, so beeinflusst das den Dollar nicht. Trotzdem erhält sie einen Bussenzettel von der SNB.

Das wäre, als ob ich zuhause in der Garage einen Bussenzettel unter den Scheibenwischer verpasst bekomme, mit der Begründung, ich hätte falsch parkiert.

Aber wenn der Staat dringend Geld braucht, so verteilt er eben gerne Bussen. Und die SNB braucht dringend Geld.

Die SNB kann die Inlandinvestoren mit Negativzinsen belasten, so viel sie will – den Devisenkurs zum Euro tangiert das in keiner Weise.

Gehen wir davon aus, dass die SNB Bussen von rund 150 Millionen Franken an ausländische Investoren verteilt, so werden diese bestraft für ihre Investitionen in der Schweiz. Eigentlich ist auch das absurd, wenn man bedenkt, dass jemand eine Busse erhält für seine Investition in der Schweiz.

Jede Wirtschaftsförderung oder Handelskammer weltweit versucht, Investitionen anzulocken – die SNB tut das Gegenteil. Sie verteilt Bussen, um Investitionen auch aus dem Ausland abzuschrecken.

Und so will sie die Schweizer Wirtschaft ankurbeln. Man könnte meinen, man sei im falschen Film.

Am 15. Januar 2015 hatten wir es im internationalen Währungsgefüge mit einer ausgeprägten Dollarschwäche zu tun – nicht mit einer Euro-Schwäche, wie die SNB behauptet. Der Euro erklomm an jenem Tag einen Zwischenhoch gegenüber dem Dollar.

Es war also der Dollar, der fiel, und damit fiel auch der Euro gegenüber dem Franken.

Pro Tag werden im internationalen Devisenhandel gemäss Schätzungen weit über 5 Billionen Dollar gehandelt. Bei dreihundert Handelstagen entspricht das über 1’500 Billionen pro Jahr. Das sind 1,5 Billiarden. Mit Bussen von rund 150 Millionen pro Jahr will die SNB dagegenhalten und so einen Betrag von 1,5 Billiarden nach ihrem Willen dirigieren.

Das ist vermessen. 1,5 Billiarden sind zehn Millionen Mal grösser als 150 Millionen. Das wäre vergleichbar, als ob ein Kolibri von 4 Gramm einen Sattelschlepper von 40 Tonnen in die Höhe heben wollte.

Vielleicht hilft dieser Vergleich, damit die SNB endlich einsieht, dass sie das internationale Währungsgefüge und damit die Kursrelation Euro / Franken und Dollar / Franken nicht mit Negativzinsen steuern kann; den Beteuerungen von Frau Maechler im Sonntagsblick zum Trotz.

Wieviel Volksvermögen will die SNB noch verschleudern, bis sie einsichtig wird?

1,5 Milliarden sind im internationalen Währungsgefüge nicht viel. Für unsere Vorsorgeeinrichtungen und Rentner, welche letztlich zu einem Grossteil die Bussen der SNB berappen müssen, ist dies jedoch ein ansehnlicher Betrag.

Würden die Rentner diesen Betrag nicht über ihre Pensionskassen verlieren und könnten ihn behalten und in unserem Lande ausgeben, so wäre das für unsere Wirtschaft viel besser, als wenn die SNB damit Aktien von US-Waffenherstellern kauft. Das sollten auch die Exportindustrie und der Tourismus langsam begreifen.

Die SNB hat uns immer noch nicht erklärt, wie sie mit Käufen beispielsweise von Aktien des US-Waffenherstellers Lockheed den Tourismus in der Schweiz fördert.

Negativzinsen per se sind nicht grundsätzlich schlecht. Negativzinsen sind relative Zinsen.

Angenommen, eine „normale“ Notenbank mit einem „normalen“ Portefeuille würde die eigene Wirtschaft mit günstigen Krediten versorgen. Im Gegensatz zu unserer Nationalbank ein echter „Lender of last resort“.

Wenn diese Notenbank nun aufgrund ihrer tiefen Aktivzinsen nur sehr wenig verdient und kaum die Betriebskosten, sprich Löhne ihrer Angestellten, bezahlen und keine Reserven aufbauen kann, so sind Negativzinsen durchaus gerechtfertigt.

Die SNB ist aber keine normale Zentralbank. Ihre Bilanz ist überdimensioniert. Sie ist pro Kopf der Bevölkerung fast fünfmal grösser als jene der US-Notenbank. Zudem investiert die SNB ihr Vermögen nicht im Inland, wie die US-Notenbank, sondern im Ausland.

Unsere SNB ist ein „Borrower of last resort“. Sie ist mit Abstand die grösste Schuldnerin in unserem Lande. Sie hat in wenigen Jahren über dreimal mehr Schulden angehäuft als Bund, Kantone und Gemeinden in vielen Jahrzehnten zusammen.

Die SNB unterstützt damit aber nicht die eigene Wirtschaft, wie es das Fed oder die EZB tun oder Bund, Kantone und Gemeinden mit ihren Infrastrukturausgaben.

Nein. Die SNB unterstützt mit ihren Investitionen die ausländische Konkurrenz auf Kosten der Schweiz.

Im Inland gewährt die SNB praktisch keinen einzigen Franken Kredit, um die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Unter diesen Vorzeichen sind natürlich die Negativzinsen der SNB ganz anders zu beurteilen.

Die SNB entzieht damit der Schweizer Wirtschaft Kapital und exportiert dieses ins Ausland. Auf diesem Kapital fordert sie dann zudem noch einen Strafzins.

Eine unglücklichere Geldpolitik kann man kaum betreiben, als es unsere SNB tut; zumal der ganze Kapitalexport ein exorbitantes, unnötiges Wechselkursrisiko in sich birgt.

Und genau in diesem Wechselkursrisiko liegt die Wurzel des kontraproduktiven Negativzinses: Die SNB ist sich bewusst, dass grosse Verluste auf ihrem Devisenportefeuille anstehen werden. Diese werden kommen – früher oder später.

Auch Verluste auf dem masslosen Obligationen Portefeuille sind angesichts der tiefen Zinsen programmiert. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Verluste unserer SNB im hohen zweistelligen bis vielleicht sogar dreistelligen Milliardenbereich würden unseren Finanzplatz schwer schädigen. Die SNB ist also darum bemüht, schon jetzt Reserven im Hinblick für solche Verluste aufzubauen.

Dazu dienen die Negativzinsen.

Im Klartext heisst das: Es sind vorab die Vorsorgeeinrichtungen in unserem Lande, welche die Misswirtschaft unserer Nationalbank zu finanzieren haben. Unsere Vorsorgeeinrichtungen subventionieren die Exportindustrie und den Tourismus.

In der Sonntagspresse wurde der Mindestkurs von verschiedener Seite heftig kritisiert. Zu Recht. Alt-Bundesrat Christoph Blocher beispielsweise sagte: „Dass man ausprobiert hat, ob die Negativzinsen etwas bringen, das war in Ordnung. Doch inzwischen ist klar: Sie haben ihr Ziel verfehlt. Man sollte wieder aufhören damit.“

Christoph Blocher hat sicher Recht, wenn er sagt, dass die Negativzinsen ihr Ziel verfehlt haben. Nicht einverstanden bin ich jedoch mit dem Argument, dass es gut war, diese auszuprobieren. Es war von Anfang an klar, dass diese nicht funktionieren. Der Vergleich Kolibri – Sattelschlepper galt schon damals.

Kurz nach Einführung der Negativzinsen im Frühjahr 2015 habe ich das hier in meinem Beitrag „Negativzinsen: Die SNB programmiert ihr nächstes Debakel – und plündert unsere Pensions- und Krankenkassen“ so prognostiziert.

Unverständlich ist auch, dass behauptet wird, fallende Negativzinsen würden die Wirtschaft ankurbeln. Dabei wird übersehen, dass Aktiv- und Passivzinsen der SNB einen umgekehrten Effekt auf die Wirtschaft haben.

Fallende Negativzinsen auf der Passivseite der SNB-Bilanz haben denselben Effekt wie steigende Aktivzinsen der SNB, sofern diese überhaupt in der Schweiz investieren würde, was sie ja wie ausgeführt nicht tut.

Die Negativzinsen der SNB kurbeln somit unsere Wirtschaft in keiner Weise an, sondern sie bremsen diese nur. Die SNB erreicht das Gegenteil von dem, was sie will. Fallende Negativzinsen auf der Passivseite sind nicht expansiv, sondern restriktiv. Auch das sollten die Notenbanker endlich lernen.

Zudem sollte endlich klar werden, dass es nicht die Aufgabe der SNB ist und sein kann, mit Manipulationen am Wechselkursgefüge Strukturpolitik in der Schweiz zu betreiben.

Hätte die SNB seit ihrer Entstehung im Jahre 1907 versucht, die Wirtschaft so zu erhalten, wie sie ist, so wäre unsere Wirtschaft heute immer noch auf dem Stand von 1907. Wir wären ein bettelarmes Volk. Die SNB wird offensichtlich dominiert von einer Lobby von Exporteuren, welche die SNB zu ihrem eigenen Nutzen missbrauchen.

Auch sollte die SNB damit aufhören, unsere Wirtschaft kontinuierlich schlecht zu reden. Regelmässig gibt die SNB schlechte Wirtschaftsprognosen ab, die im Nachhinein nach oben korrigiert werden müssen und nicht eintreffen.

Mit ihrer Panikmache versucht die SNB immer wieder, ihre verfehlte Wechselkurspolitik zu rechtfertigen.

Unsere Nationalbank hat sich in ihrer Geldpolitik vollkommen verrannt. Die SNB braucht dringend Hilfe von aussen. Selber ist sie nicht mehr fähig, sich an den eigenen Haaren aus dem Schlamm zu ziehen, in den sie wegen ihren misslungen Devisenspekulationen geraten ist.

Ansonsten zieht sie unsere ganze Wirtschaft und unser ganzes Land mit in ihren Sumpf.

Es muss eine breite politische Diskussion zur SNB stattfinden, wobei sämtliche Interessen zu berücksichtigen sind – auch jene der Vorsorgeeinrichtungen, Sparer. Basis dieser Diskussion muss eine klare Analyse der Geldtheorie sein. Ammenmärchen wie „Geld aus dem Nichts“ haben da nichts mehr verloren.

Wenn dieser Irrtum einmal korrigiert ist in den Köpfen der Notenbanker und Politiker, wird eine ganz neue konstruktive Diskussion aufblühen können.

Kommentare

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  1. Nachtrag I

    Der „Clou“ an den Bussenzetteln der SNB ist noch der, dass die SNB-Direktion unter SNB-Chef Herr Prof. Dr. Jordan zudem behauptet, die Banken dürften ihre Guthaben bei der SNB nicht einmal reduzieren.

    Er behauptet ja in seinem Vortrag „Braucht die SNB Eigenkapital?“ , Notenbankgeld sei nur gegen Notenbankgeld eintauschbar.

    D.h. die Banken können ihre Guthaben bei der SNB gar nicht abbauen – dabei behauptet doch die SNB genau, sie wolle mit den Negativzinsen erwirken, dass die Banken ihre Guthaben bei der SNB reduzieren.

    Das SNB-Direktorium widerspricht sich endlos.

    Das ist etwa so, als erhalte ich für das Parkieren meines Autos in meiner Garage einen Bussenzettel – darf aber das Auto nicht umparkieren.

    Eigentlich sollte nun auch der naivste und letzte Marktbeobachter langsam einsehen, wie uns die SNB zum Narren hält.

    Die SNB meint, wir alle seien Deppen – sorry, ich kann es nicht anders ausdrücken.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • @Vive la France

      Vielen Dank für den Hinweis.

      Den Originaltext habe ich leider nicht gesehen.

      Aber Sie haben Recht: Die Banken haben sehr viele liquide Mittel bei den Zentralbanken parkiert. Diese können sie jederzeit umschichten und irgendwo anders anlegen.

      Mit ihren Negativzinsen will ja die SNB das sogar erreichen.

      Und unserer SNB-Chef Prof. Dr. Thomas Jordan behauptet doch nach wie vor, die Banken dürften diese Gelder nicht von der SNB abziehen. Sie dürften diese nur in Notenbankgeld der SNB anlegen (siehe sein Referat „Braucht die SNB Eigenkapital?).

      („Notenbankgeld sei nur gegen Notenbankgeld eintauschbar“)

      Sie haben Recht, jemand anders bei Tagi scheint das nun auch geschnallt zu haben.

      Nur das Direktorium unserer Schweizerischen Nationalbank schnallt es nicht und setzt damit hunderte Milliarden Volksvermögen aufs Spiel.

      Warum?

      Weil Herr Jordan damit behauptet, dass der Wert der Guthaben der Banken bei der Zentralbank nie fallen kann, weil diese angeblich nie abgezogen werden können.

      So ein Schwachsinn!

      Fällt der Wert des Vermögens der SNB unter Wert ihres Notenbankgeldes (Guthaben der Banken bei der SNB), so muss dieses Notenbankgeld wertberichtigt werden.

      D.h. die Guthaben der Banken bei der SNB müssen wertberichtigt werden. Das kann zum Konkurs der Banken Banken führen.

      Es ist Zeit, dass das ganze SNB-Direktorium plus Bankrat zurücktreten! Solche Kapitalfehler darf ein Zentralbank-Direktorium einfach nicht begehen!

      mfg

      Marc Meyer

    • @Vive la France

      Addendum

      Den Originaltext habe ich nun gefunden.

      Der Autor, Markus Diem Meier, begeht aber leider Irrtum, dass er meint, die Guthaben der Banken bei der FED stammen von der FED (Versorgung des Marktes mit Liquidität).

      (sogenannte „ultra lockere Geldpolitik“)

      Hätte Markus Diem Meier vom Tagesanzeiger / FuW, Recht, so müsste das Notenbankgeld auf der Aktivseite der FED-Bilanz verbucht werden als Aktivkredit der FED.

      Das ist es aber nicht: Notgebankgeld ist eine Schuld der FED und damit Fremdkapital der FED. D.h. die Banken gewähren der FED Kredit, den sie jederzeit abziehen und woanders anlegen können.

      mfg

      Marc Meyer

  2. @Arbeitgeber KMU und AHV Rentner

    Danke

    Nein. Banknoten sind kein Zahlungsmittel für die SNB. Nur ein Aktivum kann Zahlungsmittel sein.

    Der Notenumlauf ist aber Passivum der SNB und kann somit nicht Zahlungsmittel für die SNB sein.

    Sie begehen denselben Irrtum wie Herr Jordan.

    MfG

  3. Grüezi Herr Dr. Meyer,
    Grüezi Herr Rico Meier,

    durch Ihre Gleichsetzung von Kredit und Zentralbankgeld werden die wesentlichen Unterschiede verwischt.

    Zum einen können Banken je nach Liquiditätslage Kredite vergeben. Kredite sind jedoch Schuldbeziehungen die sich auf die Übergabe einer Sache, nämlich die Sache Zentralbankgeld richten.

    Zum anderen entsteht Letzteres ja erst aus einer Forderung gegen die SNB, die es je nach geldpolitischer Lage emittiert. Dabei ist Zentralbankgeld ebenfalls die geforderte Sache, obwohl das settlement zwischen Banken durch die Übertragung von Forderungen gegen die SNB erledigt werden kann. Das liegt daran, dass die SNB praktisch jede beliebige Menge dieser Sache; nämlich: Zentralbankgeld vorrätig hat und somit in ihrem eigenen Zentralbankgeld nie zahlungsunfähig werden kann.

    @Rico Meier,

    die Frage ob erst die realwirtschaftliche Leistung existiert und es als Folge davon zu einer Geldemission kommt ist etwa so sinnvoll wie der Versuch zu ergründen, ob erst die Hardware oder erst die Software einen Computer gebrauchsfähig macht. Eine Ökonomie mit Verpflichtungen verfügt auch über Geld; dass dieses im Laufe der Zeit zu einer eigenständigen Entität wird steht auf einem anderen Blatt.

    @Dr. Meyer,

    die Banken könnten sich das Geld auszahlen lassen, nur sprechen die Kosten der Bargeldverwaltung und -verwahrung sehr dagegen. Ebenso könnte sie bestehende Verbindlichkeiten bei der SNB ablösen, wodurch wiederum Zentralbankgeld verschwindet.

    Herzliche Grüsse und einen schönen Tag.

    • @ AHV Rentner

      Sie drehen sich weiterhin mit der SNB und ihren Fürsprechern geistig im Kreis. Die SNB kann so viele Banknoten drucken wie sie will und im Tresor lagern, aber eben nicht in Verkehr bringen, um damit Schulden (FK) abzubauen. Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen, Notenbankgeld ist kein Zahlungsmittel für die SNB (ein Blick in die Bilanz genügt) sondern es ist Fremdkapital für die SNB und ist damit eine Schuld gegenüber ihren Kapitalgebern. Erst wenn die SNB Banknoten in Verkehr bringt, werden diese zum Nominalwert eingebucht: Entweder neutral als Passivtausch Giroguthaben der Banken an Notenumlauf oder Aktiven an Notenumlauf (Fremdkapital) mit entsprechender Ausweitung der Bilanz. Daraus folgt, ohne dass ein Aktivum in die Bilanz aufgenommen wird (im Falle der SNB eben spekulative FW-Anlagen), kann kein Geld dagegen emittiert werden. Das emittierte Geld hätte sonst keinen inneren Wert.

      Am Anfang steht nicht die SNB sondern die wirtschaftliche Leistung bzw. die Eltern die das Kind gezeugt haben und nicht der Arzt der den Geburtschein ausstellt, wie es Dr. Marc Meyer treffend ausdrückte. Das macht sehr wohl einen Unterschied.

      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Vielen Dank Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner für den Kommentar vom 14. September 2016 / 09:53. Das ist absolut richtig. Ich verstehe nicht wie Hr Meyer hier soviel Unsinn über die SNB loslässt. Auffallend: Da hat mal ein SVP-Politiker der früher bei Bank Bär Ökonom war im Nationalrat eine Schuldenbremse für die SNB gefordert und hat mit völligem Unsinn argumentiert wie Hr Meyer. Der Hr Meyer versteht nicht die elementaren Unterschiede zwischen Zentralbankengeld (Währungsgeld) und Konventionalgeld (Gesachäftsbanken). Daraus ergeben sich Unterschiede! Eine SNB ist nicht gleichzusetzen mit einer Geschäftsbank. Siehe dazu auch Mario Giovanoli, Bargeld — Buchgeld — Zentralbankgeld: Einheit oder Vielfalt im Geldbegriff? in: Festschrift für Beat Kleiner, Banken und Bankrecht im Wandel, Zürich 1993, 89, 110. https://www.alexandria.unisg.ch/1667/ Konventionalgeld (Geschäftsbanken) ist mit einem Insolvenzrisiko belastet das in vergleichbarer Form für Guthaben bei Zentralbanken nicht existiert. (Nun ja es gibt die EInlagensicherung, das deckt aber nicht alles ab). Die Inhaberin SNB ist Schuldnerin und Gläubigerin in einer Einheit von Währungsgeld und hat nur den realen Kaufkraftverlust im Zuge einer Inflation oder einer Währungsreform zu fürchten, nicht aber den Bankrott der Zentralbank. Im übrigen: Zentralbanken können auch mit negativem Eigenkapital arbeiten. Kein Problem.

    • @Heinz Kremsner

      Danke für Ihren Kommentar.

      Richtig. Die SNB ist Schuldnerin in der Schweiz und Gläubigerin im Ausland.

      Die SNB exportiert so Kapital ins Ausland und kurbelt dort die ausländischen Volkswirtschaften an auf Kosten der Schweiz.

      Fällt das Auslandvermögen der SNBin Franken bewertet unter wert ihrer Schulden in Franken bewertet, so ist die SNB Konkurs.

      Warum?

      Weil sie nicht über genügend Vermögen besitzt, um ihre Schulden zurückzuzahlen.

      Man kann Ihnen Ihre Fehlargumentation nicht einmal übel nehmen. Herr Jordan, SNB-Chef, meint auch, die SNB könne einfach Banknoten drucken und damit alle ihre Schulden zahlen.

      Wissen Sie, Herr Kremsner: Wenn man die Schulden auf der Passivseite verringern will, so will man ja di Bilanz verkürzen. Das geht aber nur, wenn auf der Aktivseite genügend Vermögen vorhanden ist.

      Ist dieses nicht vorhanden, so ist die SNB Konkurs.

      Deponiert die SNB in diesem Fall ihre Bilanz nicht, so gehen die Banken anstelle der SNB Konkurs.

      Wollen Sie das?

      Herr Rico Meier hat es ausgezeichnet erklärt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Grüezi Herr Rico Meier,
      Grüezi Herr Dr. Meyer,

      M1 enthält zwei Dinge, die nicht so ohne weiteres identifiziert werden können, nämlich Banknoten/ ZB-Forderungen einerseits und Sichtforderungen gegen Geschäftsbanken andererseits.

      Das hat schon ein rein rechtliches Problem, denn Banknoten sind Sachen im Sinne des Sachenrechts, während Sichtforderungen eben halt Forderungen sind und als solche eine schuldrechtliche Bedeutung haben.

      Daher mein Rat an Euch:
      https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/1999/7258.pdf

      Vieles was Herr Dr. Marc Meyer schreibt ist richtig. In diesem Punkt irrt er leider.

      Herzliche Grüsse

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Danke für Ihren Beitrag

      Richtig:

      Sichtguthaben der Banken bei der Nationalbank sind Forderungen der Banken gegenüber der SNB.

      Die SNB muss die Forderungen der Banken an sie jederzeit erfüllen können.

      Kann sie das nicht mehr, weil ihr Vermögen kleiner ist als die Forderungen der Banken, so ist die SNB Konkurs.

      mfG

  4. ach so:

    SNB-Präsident: Probleme im Schweizer Pensionssystem sind „struktureller Natur“
    Die Schweizer Nationalbank zeigt sich überzeugt, dass die Geldpolitik den Pensionskassen nicht wirklich helfen kann.

    https://is.gd/CH6mTh

    • @stiller Beobachter

      Danke für den Hinweis.

      Ja ich denke auch nicht , dass irgendjemand auf die Idee kommen könnte, Herrn Jordan für die Alterspyramide in der Schweiz verantwortlich zu machen.

      Mit den Negativzinsen besteuert die SNB aber die Vorsorgegelder der Pensionskassen.

      Damit entzieht sie den Pensionären Kaufkraft und transferiert diese z.B. in die USA, wo sie Aktien von Waffenherstellern und Facebook kauft.

      Was kurbelt aber unserer Schweizer Wirtschaft aber mehr an? Wenn die Pensionäre hierzulande etwas kaufen können oder wenn die SNB Aktien in den USA kauft?

      Das Direktorium unserer Nationalbank hat das kleine Einmaleins der Volkswirtschaftslehre immer noch nicht verstanden.

      mfG

  5. Die SNB kann von allen grossen Firmen Hauptaktionär werden. Irgendwann werden die EUR Käufe Früchte tragen Herr Meyer. Dann wird der CHF wieder fallen, hoffentlich auf 1.50 oder 1.60 zum EUR. Warum auch nicht auf 2 Franken. Das ist doch ganz schlau von der SNB, mit dem vermeintlich knappen Gut CHF grosse Vermögen aufzukaufen. Wie blöd können den Investoren sein, dass sie glauben, CHF bleibe ein knappes Gut.

    • @bubi

      Danke.

      Machen Sie einen Witz oder meinen Sie das ernst, was Sie hier schreiben?

      Erstens:

      Es ist nicht die Aufgabe der SNB per Bundesverfassung, mit Schweizer Staatsschulden Hauptaktionärin ausländischer Unternehmen und Hauptinvestorin ausländischer Staaten zu sein.

      Per Bundesverfassung hat die SNB den Auftrag, im Gesamtinteresse der Schweizer Wirtschaft zu investieren; das wären aber Investitionen in der Schweiz und nicht in Ausland, wo die SNB die Schweizer Konkurrenz ankurbelt.

      Zweitens:

      Die Schweizer Wirtschaft ist stark und die Exporte verzeichnen rekordhohe Überschüsse. Die Investoren müssen ihre gelösten Devisen in Franken wechseln und stützen dadurch den Franken. Der Franken wird also nicht fallen, sondern steigen.

      Ihre Träumereien von 2 Franken / Euro können Sie glatt vergessen. Umgekehrt: Sie müssen mit eins zu eins oder noch tiefer rechnen.

      Die SNB wird dann hohen Milliardenverluste erleiden wegen ihren unnötigen Euro-Käufen.

      Das kann zum Konkurs von Schweizer Banken führen, welche der SNB Kredit gegeben haben, Euros zu kaufen.

      Bubihaft ist die Geldpolitik der SNB.

      Also wenn Sie so weitermachen sind Sie gut für eine steile Karriere bei der SNB.

      mfG

  6. @Rico Meier

    Besten Dank für Ihren Beitrag weiter unten.

    Es ist genauso wie Sie schreiben: Fremdkapital – insbesondere Sichtverbindlichkeiten – sind zurückzuzahlen, wenn der Schuldner das fordert.

    Könnte die SNB nach Belieben Fremdkapital von den Banken einfordern, wie das Herr Jordan behauptet – und müsste die SNB dieses nie mehr zurückzahlen, wie das Herr Jordan ebenfalls behauptet – so wäre das eine Enteignung der Banken durch die SNB.

    Die SNB muss ihr Notenbankgeld jederzeit zurückzahlen können, wenn die Banken das fordern. Dazu muss sie ein Aktivum verkaufen.

    Das schleckt keine Geiss weg. Da kann Jordan lange behaupten, Notenbankgeld sei nicht einforderbar.

    Ich widerhole mich:

    SNB-Chef Jordan weiss nicht, wovon er spricht. Und die Politiker und Medien schauen weg.

    Die Konklusion daraus ist:

    Fällt das Eigenkapital der SNB in den negativen Bereich, so muss die SNB ihre Bilanz sofort deponieren (oder schon vorher).

    Sie kann nicht einfach Geld drucken und damit ihre Schulden bezahlen, wie das Jordan und seine anonymen Freunde hier weiter unten behaupten.

    Deponiert die SNB ihre Bilanz bei negativem Eigenkapital nicht, so ist mit Konkursen von grossen Banken und Kantonalbank und PostFinance zu rechnen.

    Um dem auszuweichen könnte dann bald das Argument auftauchen, die Schweiz solle der EU beitreten um einen schlechten Kurs zum Euro auszuhandeln.

    Damit wären die Schulden der SNB zu einem grossen Teil vom Tisch – aber die Schweiz wäre in der EU.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Grüezi Herr Dr. Meyer,

      Ihre leicht genervte Reaktion lässt darauf schliessen, dass sie ohnehin nicht an der Wahrheitsfindung interessiert sind, sondern Ihre Sichtweise aus der Defensive heraus immer wieder – wiederholen -! Eine Differenzierung zwischen Sachenrecht und Schuldenrecht im Zusammenhang mit „gesetzliches Zahlungsmittel“ wollen Sie nicht verstehen.

      @Rico Meier,

      Sie übersehen oder ignorieren das rechtlich die Gleichstellung zur Folge hat, dass die SNB schon abschliessend erfüllt, wenn sie eine Gutschrift vornimmt. Die zwischen der SNB und den Banken bestehenden AGB etc. lasse ich mal beiseite, denn diese kann die SNB einseitig ändern, Art. 9 Abs. 2 NBG.

      Hätten Sie und Dr. Meyer meine Texte (und vorallem Links) unvoreingenommen studiert; wüssten Sie das die SNB selbstverständlich Verbindlichkeiten hat und diese (soweit sie die Währung betreffen, die die SNB selbst emittieren kann) natürlich einen Teil der Geldmenge MO bilden. Der andere Teil der Geldmenge M0 besteht aus Bargeld und ist keine Verbindlichkeit der SNB, auch wenn der Banknotenumlauf auf der Passivseite der Zentralbankbilanz steht (Goldstandart gehört zur Vergangenheit ). Wir reden hier über monetäre Vorgänge und keine Leistungssalden! Diese Differenzierung ist zusammen mit der gesetzlichen Bestimmungen entscheidend.

      Die SNB kann natürlich auch Verbindlichkeiten in Fremdwährung haben und in einer Fremdwährung kann die SNB auch schon mal pleite gehen, weil sie dann in einer Währung zahlen muss, den sie selbst nicht emittieren darf. Ansonsten kauft aber die SNB z.B. Wertpapiere mit ihrem Zentralbankgeld, wobei es unerheblich ist, ob sie eine Gutschrift erteilt oder mit Banknoten zahlt. Für Geschäftsbanken sind diese Verbindlichkeiten natürlich Aktiva, ebenso wie Bargeld und damit ein Teil der Geschäftsbankenliquidität.

      Herzliche Grüsse

    • @AHV Rentner

      Ich frage mich, wieso ich Depp überhaupt noch Steuern und AHV zahle, jeden Morgen redlich zur Arbeit fahre und mich nicht schon jetzt auf SNB-Kosten frühpensionieren lasse, wenn die SNB doch offenbar unbeschränkt Vermögen/Liquidität/Eigenkapital aus dem Nichts schaffen kann? Wieso nutzen wir dieses wundersame „Geld-Perpetum-Mobile“ nicht einfach, um all unsere finanziellen Bedürfnisse zu befriedigen? Wieso streiten streiten wir uns täglich um Steuern, Ausgaben und Budgets, wenn doch alles so verlockend und paradiesisch einfach ist?

      Dr. Meyer hat’s treffend ausgedrückt: „Ohne dass ein Kind geboren wurde, ist ein Geburtsschein wertlos“. Will heissen: am Anfang steht die wirtschaftliche Leistung und nicht das dagegen emittierte Geld. So schwer ist das nicht zu begreifen und auch darum gehe ich jeden Morgen brav zur Arbeit, zahle Steuern, AHV, etc.

      Als Geldfälscher (Aktiven an Eigenkapital in meiner Bilanz) würde ich sofort eingesperrt. Nur die SNB kann offenbar unbedarft FK zu EK oder „Quasi-EK“ umdeklarieren, wie’s ihr gerade lieb und genehm ist. Negatives EK der SNB – who cares? Bewertung der Giroguthaben nach OR und „true and fair“ – who cares? Das ist doch absurd.

      Richtig: Die SNB kann Pleite gehen, wenn deren Schulden nicht mehr durch genügend Aktiven gedeckt sind, dies aber eben mit allen Vermögens- und Konkursrechtlichen Konsequenzen für deren Kapitalgeber und letztlich für die CH. Deshalb sind die masslosen, spekulativen und auf Pump finanzierten Investitionen der SNB in schwache Devisenanlagen eine tickende Zeitbombe und keine „who cares – Bagatelle“.

      Freundliche Grüsse Rico Meier

      PS: Geniessen Sie weiterhin ihre verdiente Rente, um meine mache ich mich mir angesichts des sich abzeichnenden SNB-Desasters ernsthafte Sorgen.

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Danke für Ihren Kommentar.

      Sie behaupten also, dass aus Sachenrecht und Schuldrecht einmal hervorginge, dass die SNB ihre Schulden zurückzahlen muss und ein andermal nicht. Sie behaupten also, das Schweizer Recht widerspreche sich selbst.

      Bitte bringen Sie die entsprechenden Gesetzesartikel bei. Belegen Sie Ihre Behauptung.

      Sie irren zudem, wenn Sie meinen, Banknoten seien keine Verbindlichkeiten (Schulden) der SNB.

      Gemäss Obligationenrecht – und das ist entscheidend für die SNB – muss auch die SNB ihre Schulden zurückzahlen. Die SNB darf die Banken nicht enteignen, wie Sie und Herr Jordan meinen.

      Wir sind ein freier Staat und nicht im Kommunismus.

      Im Text nebenan („Wir wollen nicht in die EU. Stoppt diese SNB“) habe ich an einen Kommentator eine Antwort geschrieben, woraus hervorgeht, weshalb die SNB ihre Schulden zurückzahlen muss.

      Gerne poste ich diese Antwort auch Ihnen hier nochmals.

      mfG

      Sie sprechen einen Punkt an, den wir hier auf Inside Paradeplatz schon oft diskutiert haben. Siehe insbesondere meinen Beitrag „Schurkenstaat Schweiz?“.

      SNB-Chef Jordan hat grosse Verwirrung angestiftet in seinem Referat „Brauch die SNB Eigenkapital?“ Dort hat er behauptet, Notenbankgeld sei nur gegen Notenbankgeld umtauschbar – sei also nicht einforderbar.

      Zitat Jordan:

      „Da es sich zudem bei den Noten und den Giroguthaben um gesetzliche Zahlungsmittel handelt, sind diese Verbindlichkeiten auch nicht im eigentlichen Sinne einforderbar, sondern können einzig – als gleichwertige gesetzliche Zahlungsmittel – gegeneinander getauscht werden.“

      Ende Zitat Jordan (S. 6)

      Mit diesem Zitat widerspricht sich Jordan selbst:

      Gesetzliches Zahlungsmittel bedeutet, dass die Inhaber dieses Zahlungsmittels, die Banken, sich jederzeit etwas kaufen können. Die Banken besitzen also bei der SNB Zahlungsmittel, mit denen sie jederzeit von der SNB etwas kaufen können – Gold, Devisen, Obligationen usw. Die SNB muss diese Zahlungsmittel annehmen. Sie darf sie nicht verweigern, wie Jordan das behauptet.

      Jordan behauptet, die Banken können mit Notenbankgeld nichts kaufen. Damit widerspricht er dem ureigensten rechtlichen Anspruch des gesetzlichen Zahlungsmittels, das Notenbankgeld ist.

      Jordan verwechselt Aktiven und Passiven der Notenbank:

      Er meint, Notenbankgeld sei ein Zahlungsmittel für die SNB selber. Damit gibt er zu verstehen, dass er nicht verstanden hat, dass nur ein Aktivum – Vermögen – Zahlungsmittel für den Besitzer sein kann.

      Wenn man eine Schuld hat, so ist diese auf der Passivseite verbucht. Um diese Schuld auf der Passivseite abzubauen braucht es entsprechendes Vermögen auf der Aktivseite. Zum Abbau der Schuld wird nun das Aktivum an den Gläubiger überwiesen. Dadurch vermindert sich die Aktivseite und die Passivseite gleichermassen.

      Konklusion: Die Schuld ist weg.

      Der entscheidende Fehler von Jordan ist also der, dass er Notenbankgeld als Zahlungsmittel der SNB betrachtet anstatt als Zahlungsmittel für die Banken, welche Inhaber des Notenbankgeldes sind.

      Mit seiner Fehlargumentation spricht Jordan den Banken deren Recht ab, mit Notenbankgeld etwas zu kaufen.

      Es ist eben falsch, wenn man sagt, dass die Marktteilnehmer seit Aufhebung des Goldstandards von der Notenbank nichts fordern dürfen.

      Es ist schon so, dass Privatpersonen kein Konto bei der SNB unterhalten dürfen. Damit können sie auch nicht eine Banknote zur SNB bringen und sagen, sie wollen dafür Gold.

      Aber die Privatkunden dürfen jederzeit zu ihrer Bank gehen und dort Gold kaufen mit der Banknote. Die Bank darf dann jederzeit zur SNB gehen mit der Banknote und dort diese Banknote gegen Giroguthaben eintauschen. Und mit diesem Giroguthaben dürfen die Banken jederzeit von der SNB z.B. Devisen kaufen.

      Die Banken dürfen ihre Guthaben bei der SNB – also ihre Investitionen bei der SNB – jederzeit abbauen.

      Wenn eine Bank ihr Notenbankrisiko abbauen will, so darf sie das, ohne dass sie dafür Banknoten entgegennehmen müsste. Müssten die Banken Banknoten entgegen nehmen – bis zu 600 Milliarden (!) – für ihre Guthaben bei der SNB, so könnten sie nie mehr aus ihrem SNB-Exposure aussteigen.

      Die Bilanz der CS beispielsweise beweist aber, dass eine Bank ihre Giroguthaben abbauen kann, ohne dass sie dafür Banknoten entgegen nehmen muss (siehe Beitrag „Die Minenfelder in der Bilanz der CS“).

      Angenommen, das Vermögen der SNB falle unter Wert ihrer ausstehenden Schulden bzw. unter Wert ihres ausstehenden Notenbankgeldes. Die SNB kann nun ihre Geldmenge nicht mehr vollständig zurückzahlen bzw. sie kann ihre Schulden nicht mehr vollständig zurückzahlen. Die SNB ist Konkurs.

      Würde nun die SNB einer Bank sagen, dass sei nicht bereit sei, Notenbankgeld als Zahlungsmittel anzunehmen und keine Devisen der Bank zu verkaufen, so müsste die Bank einen anderen Investor finden, der bereit ist, der SNB einen Kredit zu gewähren.

      Die SNB kann die Bank nicht zwingen, Banknoten anstelle der Giroguthaben anzunehmen, welche die Bank ja abbauen will.

      Die SNB würde in diesem Fall ihren gesetzlichen Auftrag nicht erfüllen. Sie würde dem gesetzlichen Zahlungsmittel Notenbankgeld dessen Funktion als Zahlungsmittel absprechen.

      Aber auch das würde den Investoren nicht davor schützen, dass er auf seinem Guthaben bei der SNB einen Verlust erleidet.

      Aufgrund der Bilanz der SNB weiss jede Bank jederzeit, dass die SNB ihr Fremdkapital nicht mehr wird zurückzahlen können. Das würde dazu führen, dass eine Bank nur noch bereit ist, die SNB-Schuld d.h. das Notenbankgeld, mit einem Abschlag (Diskont) zu kaufen.

      Kein rational denkender Marktteilnehmer wird ein Guthaben bei der SNB kaufen wollen und 100 Prozent dafür bezahlen, wenn er genau weiss, dass die SNB ihm sein Guthaben nicht mehr wird vollumfänglich zurückzahlen können.

      Daraus folgt, dass bei negativem Eigenkapital der SNB die Investoren ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen.

      Ja selbst wenn eine Bank ihr Guthaben bei der SNB nicht reduzieren will und die SNB sagt, sie würde Notenbankgeld nicht als Zahlungsmittel akzeptieren, obwohl dieses gesetzliches Zahlungsmittel ist – ja selbst dann müsste die Bank, welche bei der SNB ein Guthaben hält, dieses bei negativem Eigenkapital wertberichtigen.

      Warum?

      Weil die SNB dieses Guthaben der Bank bei der SNB nicht mehr wird vollständig zurückzahlen können.

      Vergleich:

      Gewährt eine Bank eine Hypothek für ein Haus von 1 Mio und der Wert des Hauses fällt auf 800‘000, so muss die Bank den Kredit wertberichtigen auf 80 Prozent von 1 Mio. Warum? Weil beim Verkauf des Hauses nur noch 800‘000 gelöst werden können.

      Auch wenn der Hypothekarkredit nominal 1 Mio beträgt, so fällt dessen realer Wert auf 80 Prozent. Der reale Wert weicht vom nominalen Wert ab.

      Genauso verhält es sich mit Notenbankgeld: Erleidet die SNB Verluste auf ihren Devisen und das Vermögen der SNB fällt unter Wert ihrer ausstehenden Notenbankgeldmenge, so muss diese Notenbankgeldmenge wertberichtigt werden.

      Bei Banknoten ist das Inflation der Güter, die man mit Banknoten kauft.

      Bei Giroguthaben muss der Wert der Giroguthaben wertberichtigt werden oder es findet Inflation auf dem Finanzmarkt statt. D.h. die Kaufkraft der Giroguthaben der Banken bei der SNB fällt. Diese müssen tiefer bewertet werden.

      Jordan meint, die SNB würde bei negativem Eigenkapital einfach Notenbankgeld nicht mehr als Zahlungsmittel der Banken akzeptieren und so könne sie sich davor schützen, dass diese wertberichtigt werden müssen.

      Jordan muss noch aufpassen, dass er und die Notenbank von den Banken nicht einmal rechtlich belangt werden, weil er behauptet hat, ein Gläubiger einer Notenbank mit negativem Eigenkapital sei nicht schlechter gestellt als ein Gläubiger von einer Notenbank mit positivem EK (siehe obigen Vortrag).

      Es gibt aber auch noch weitere Überlegungen, die zeigen, dass Jordan irrt:

      Würde die SNB verweigern, dass die Banken mit ihrem Notenbankgeld Devisen bei der SNB kaufen können, so würde daraus folgen, dass ausländische Investoren ihre Franken nie mehr in andere Währung umtauschen können.

      Die ausländischen Investoren dürften dann keine Kursgewinne auf ihren Schweizerfranken verbuchen. Sie würden enteignet – durch die SNB.

      Zudem ist es absurd, wenn die SNB auf den Giroguthaben der Bank bei der SNB Strafzinsen einfordert, den Banken aber verweigert, dass diese ihre Guthaben bei der SNB reduzieren dürfen.

      Zudem handelt es sich bei den Giroguthaben der Banken bei der SNB um Sichtverbindlichkeiten. Das deklariert die SNB in ihrem Geschäftsbericht auch so. Sichtverbindlichkeiten sind aber sofort einforderbar durch die Banken.

      Die Behauptung von Jordan, diese seien nicht einforderbar ist fern der Realität.

      Weiter hat die SNB nur das Recht, Mindestreserven von 4 Prozent der kurzfristigen Verbindlichkeiten der Banken einzufordern. Heute besitzen die Banken fast 30 Prozent.

      Hätte Jordan Recht, so dürften die Banken ihre Guthaben bei der SNB nie mehr reduzieren wen diese einmal grösser sind als 4 Prozent.

      Die SNB hat keine Rechtsgrundlage, die Banken zu enteignen.

      Wenn Jordan behauptet, die Banken dürften ihre Guthaben bei der SNB nie mehr reduzieren, so verwechselt er Fremdkapital der SNB mit Eigenkapital der SNB. Jordan verwechselt die beiden regelmässig. Er begeht einen Kapitalfehler im wahrsten Sinne des Wortes.

      Eigenkapital kann man nicht zurückfordern – Fremdkapital schon. Und selbst Eigenkapital müsste von den investierenden Banken wertberichtigt werden.

      Es ist höchste Zeit, dass ein Direktorium – und ich meine das ganze Direktorium – welches Eigenkapital und Fremdkapital der SNB miteinander verwechselt dringend zurücktritt.

      Die Gefahr, die von dieser Nationalbank auf unser Land ausgeht ist zu gross.

      mfG

      Marc Meyer

    • Grüezi Dr. Meyer
      Grüezi Rico Meier,

      Sie haben Schwierigkeiten solche Differenzierungen einzuordnen – weil in Eurer Sichtweise die Zahlungsfähigkeit der SNB an Aktivvermögen wie Gold gebunden ist. Meine Herren das ist schon lange vorbei.

      Die Verpflichtung, um die es dabei geht, hat eigentlich nur etwas mit dem Zahlungsverfahren zu tun, jedoch nicht mit der Frage, welche Sache zu übertragen ist. Denn zu übertragen sind entweder (aus privater Sicht) Zentralbankgeldnoten oder Verfügungsrechte über Zentralbankgeld, welches die Bank dem Zahlungsempfänger gegenüber garantiert – allerdings nur dann, wenn sie von der Bank des Zahlenden diese Verfügungsrechte auch übertragen bekommt, weil es sich dabei um eine Bilanzverlängerung handelt:

      Zugang Aktiva (entweder Forderungen gegen die SNB oder gegen die Bank des Zahlenden) gegen Zugang Verbindlichkeiten gegenüber dem Zahlungsempfänger. Etwas anderes werden Banken nicht tun.!

      Anders bei der SNB und dies aus gutem Grund!

      Zu OR:

      Zitat unten:
      Quelle: https://www.iconomix.ch/de/blog/489-braucht-die-schweizerische-nationalbank-eigenkapital/

      „Eine Banknote hat kein Verfallsdatum oder das Anrecht, die Schuld durch etwas anderes zu ersetzen: Eine Banknote kann nur in die gleiche oder eine andere Form von gesetzlichen Zahlungsmitteln umgetauscht werden 960 OR wird in Abs. 1“

      Ende.

      Für die Geschäftsbank ist die Lieferung von Banknoten zwar ein Zugang von Aktiva, jedoch verbindet sich damit keine Forderung, sondern lediglich die Möglichkeit sich ihrerseits ihrer Schulden entledigen zu können, indem sie diese an Kunden auszahlt, die Banknoten haben wollen. Dabei ist die Nutzung des Eigentums an den Banknoten daran gebunden, daß damit eine Schuld beglichen werden kann, denn ohne eine Geldschuldverpflichtung gibt es für Banknoten keine Verwendung.

      Der Irrtum, dass Banknoten eine Forderung darstellen scheitert schon an der Supermarktkasse, weil eine Auslage kein Verkaufsangebot darstellt, sondern eine „Offerte“, d.h. als Kunde gibt man an der Kasse ein Kaufangebot ab, welches erst abschliessend durch die Person an der Kasse zu einem Kaufvertrag wird, wenn diese die Ware über den Scanner zieht. In KLARTEXT: berechtigt einen das Eigentum an 200 CHF allein nicht dazu bei Coop sich ein leckeres Abendessen zu kaufen! Diese 200 CHF entfalten ihre Wirkung erst dann, wenn ein Schuldverhältnis etabliert werden konnte, sprich man sich handelseinig geworden ist. Natürlich steht es einem Zahlungsempfänger frei die Gutschrift auf seinem Konto als (für ihn) forderungsverwirkend zu betrachten und sich vollumfänglich bezahlt zu fühlen.

      Die Banknoten haben den Status des gesetzlichen Zahlungsmittels deswegen erlangt, weil die Einlösepflicht aufgehoben worden ist. Damit ist nicht mehr die Sache Gold, sondern die Sache Zentralbankgeld der Inhalt von privaten Schuldverhältnissen.

      Herzlliche Grüsse

      P.S. Herr Dr. Meyer wie ensteht Bargeld!

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Danke

      Doch – die Banken haben das Recht, Ihre Guthaben bei der SNB zu reduzieren.

      Alles andere wäre eine Enteignung der Banken durch die SNB. Beweis CS-Bilanz.

      SNB-Chef Jordan irrt eben, wenn er behauptet, die Banken könnten ihre Guthaben bei der SNB nicht reduzieren bzw. müssten sich mit Banknoten abfinden.

      Die SNB kann ihre Schulden nicht reduzieren, indem sie mit eigenen Banknoten bezahlt.

      Beweis: Bei einer Emission von Banknoten reduziert sich die Bilanz der SNB nicht. Die Schuld der SNB bleibt bestehen.

      Unglaublich, was Jordan angerichtet hat mit seinem irrigen Vortrag. Sie sind das beste Beispiel dafür.

      mfG

    • @stiller Beobachter

      Danke

      Der AHV Rentner kann offenbar nicht mehr lesen.

      Altersstarrsinnig behauptet er wie SNB Chef Jordan, die SNB könne ihre Schulden bezshlen durch drucken von Banknoten.

      Er ist so unbelehrbar wie Jordan und dessen Crew.

      Nochmals Danke und

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

  7. @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

    Danke für Ihren Kommentar.

    Ihre Kommentare sind nicht dermassen wichtig, dass Sie diese immer zuoberst meinen platzieren zu müssen.

    Sie wiederholen sich endlos. Sie behaupten immer wieder, die SNB könne mit Banknoten ihre Schulden bezahlen. Dabei übersehen Sie, dass Banknoten und sämtliches Notenbankgeld selber Schulden der SNB darstellen.

    Und Schulden kann man nicht abbauen, indem man noch mehr Schulden emittiert.

    Leider verstehen Sie und Herr Jordan das nicht.

    Aber es gibt immer mehr Menschen in diesem Land, die das verstehen.

    Wenn der Nominalwert einer Obligation 100 Prozent ist, so heisst das nicht, dass auch der Kurswert immer 100 Prozent ist.

    Sie behaupten einfach stur, der reale Wert von Notenbankgeld entspreche immer dem Nominalwert.

    Übrigens gilt hier das Obligationenrecht. Demnach müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB zum Marktwert bewerten.

    Und wenn das Vermögen der SNB unter Wert der Schulden der SNB liegt, so kann die SNB ihre Schulden nicht mehr vollumfänglich zurückzahlen.

    Es wird also kein rational denkender Marktteilnehmer bereit sein, Notenbankgeld zu 100 Prozent an Zahlung zu nehmen, wenn dieses durch das Vermögen der SNB nicht mehr gedeckt ist.

    Das wäre auch gemäss OR nicht erlaubt.

    Sie und die SNB sollten einmal von ihrem hohen Ross herunterkommen und aufhören mit Ihren Ammenmärchen hier.

    Hätten Sie und Herr Jordan Recht, so könnte die SNB nur einseitig Gewinne erzielen und niemals Verluste erleiden.

    Sehen Sie, wie weltfremd Ihre Argumentation und jene von Herrn Jordan und der SNB ist?

    mfG

    P.S. und übrigens bin ich nicht verpflichtet, auf Ihre Ablenkungsmanöver einzugehen.

    Schreiben Sie selber einmal einen Beitrag hier auf Inside . Aber dann müssten Sie mit Ihrem Namen zu dem Unsinn stehen, den Sie hier verbreiten – und das wollen Sie ja auch nicht…

    Also bitte hören Sie auf, hier meine Zeit verschwenden zu wollen mit Ihrer Wichtigtuerei.

    • @ Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner:

      ich bin der Meinung, dass Dr. Marc Meyer hier in diesem Blog bereits mehrmals die Buchungssätze für die Entstehung von Bargeld genannt hat

    • @stiller Beobachter
      Logisch, weil eben offenbar immer noch nicht alle Leser in der Lage sind, diese auch zu nachvollziehen!

  8. Guten Morgen Herr Dr. Meyer
    Guten Morgen Herr Rico Meyer,

    Sie begehen den Fehler ein schuldrechtliches Verhältnis mit einer sachenrechtlichen Transaktion gleichzusetzen. Quelle: Link unten.

    Das Giroguthaben einer Geschäftsbank wird per Definition immer z.B. 1 Mio. Franken sein, und es braucht keine Anpassung der Bewertung (Art. 960 OR wird in Abs.).

    Die SNB deklariert ihre Verbindlichkeiten als Verbindlichkeit, demgegenüber werden die Gegenposten dieser Verbindlichkeiten bei den Banken als Forderung, und in dem Sinne Vermögen, bilanziert.

    Zentralbankgeld, welches auf der Passivseite der SNB aufgeführt ist, ist deswegen keine Verbindlichkeit, weil das von der SNB emittierte Zentralbankgeld gerade dazu benutzt wird, um eine Schuld der SNB zu tilgen; nämlich wenn eine Geschäftsbank für Barauszahlungszwecke Banknoten anfordert.

    Der Banknotenumlauf auf der Passivseite der SNB ist ein Posten über das emittierte Volumen an Banknoten, die zur Begleichung einer Schuld der SNB ausgegeben worden sind.

    Herr Dr. Meyer Sie haben meine Frage nicht beantwortet, nämlich: wie ensteht Bargeld?

    Herr Rico Meier man kann nicht die Grundsätze des zivilen Vertragsrechtes ignorieren und in der Tonne werfen, „nur“, weil es nicht im Konzept passt für die eigene Sichtweise. Es gibt keine Möglichkeit eine Schuldrelation zu einer Sache umzudefinieren, denn das was schuldbefreiend ist, weil es Inhalt des Schuldvertrages ist kann nicht der Schuldvertrag selbst sein. Die SNB-Gutschrift ist ein qua hoheitlichem Notenemissionsrecht – Ohne das Recht zur unbegrenzten Emission des Schuldentilgungsmittels kann die SNB den sachenrechtlichen Teil des (Passiv-) Kreditgeschäfts nicht erfüllen. Sind sich der Tragweite dieser Regelwerke bewusst?

    Bitte bedenken Sie, hierbei geht es nicht um Politik oder verletzte Eitelkeit, sondern um die Rechtsfigur „gesetzliches Zahlungsmittel“. Die doppelte Buchhaltung ist dabei nicht genug, mann muss!, unbedingt zwischen SCHULDRECHT und SACHENRECHT unterscheiden.

    Herzliche Grüsse und einen schönen Tag.

    • @AHV Rentner
      Auch die SNB hat ihre Schulden gegenüber ihren Gläubigern zu begleichen. Dies kann sie nur tun, wenn sie dafür Vermögenswerte hergibt und so ihre Bilanz verkürzt. Andernfalls sperrt sie ihre Investoren im CHF ein. Notenbankgeld ist kein Zahlungsmittel für die SNB. Was glauben Sie was passiert, wenn die ausl. Investoren ihre Kursgewinne realisieren wollen und die Banken deshalb ihre Giroguthaben bei der SNB abbauen wollen? Dann gibt man ihnen einfach ein Bündel CHF-Noten, weil die SNB keinen Verlust erleiden will? Oder sucht euch einen anderen Deppen mit Konto bei der SNB, der eure Position übernimmt (Passivtausch aus Sicht SNB). Der Gläubiger kann mit Notenbankgeld kaufen was er will, auch Devisen.
      mfg Rico Meier

    • @ Arbeitgeber KMU AHV Rentner

      Die Emission einer Banknote durch die SNB bedeutet nicht die Bezahlung einer Schuld der SNB , sondern das Aufnehmen einer Schuld durch die SNB.

      Durch Emission von Banknoten vermindert die SNB ihre Schulden nicht wie Sie behaupten, sondern die SNB Schulden steigen

      Sie begehen leider denselben fundamentaken Fehler wie das SNB Direktorium, insbesonder SNB Chef Jordsn.

      MfG

    • @Rico Meier

      Danke

      Absolut richtig.

      Unglaublich, welchen Schaden SNB-Chef Jordan angerichtet hat mit seiner Irrlehre im Vortrag „Braucht die SNB Eigenkapital?“

      Dort hat er behauptet, Notenbankgeld sei nicht mehr abbaubar – nur eintauschbar gegen Notenbankgeld.

      Barer Unsinn von unserem Notenbankchef.

      Und unbedarfte Kommentatoren wie der „AHV-Rentner“ plappern wie Bundesrat und Parlament alles Jordan nach.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S: Und die Medien bemerken die Irrtümer der SNB nicht einmal bzw. wollen diese nicht bemerken.

      Denn würden sie darüber schreiben, so gäbe Ihnen Herr Jordan kein Interview mehr. Das wäre schlimm.

  9. Prof. Eichenberger auf cash.ch:

    Der starke Franken erhöht die Kaufkraft, womit im Grunde genommen eine Forderung der Gewerkschaften nach höheren Löhnen schon erfüllt ist. Eine starke Währung ist Gold wert: Wäre der Franken unendlich stark, könnten wir für einen Franken die Welt kaufen. Das wäre super.

    • @stiller Beobachter

      Endlich bemerkt man langsam, dssd der starke Franken gut ist.

      Nur die SNB redet den Franken immer schlecht.

      Doe SNB ist wie eine Mutter, die ständig über ihr eigenes Kind schimpft.

      Dss kommt nicht gut.

      MfG

    • @stiller Beobachter

      Danke übrigens für die Hinweise, die Sie immer wieder posten. Ich bin sehr froh darum, denn dann kann ich Stellung dazu nehmen.

      mfG

  10. @Arbeitgeber KMU und AHV Rentner

    Danke

    „Geld aus dem Nichts“ bedeutet, dass die Nationalbank eine Verbindlichkeit eingeht – bzw. eine Schuld aufnimmt und somit zur Schuldnerin gegenüber den Banken wird.

    Das sollten Jordan, Draghi, Yellen & Co eindlich einsehen.

    Und die Medien sollten aufhören, den Unsinn der Zentralbanker zu kolportieren.

    mfG

    • Grüezi Herr Dr. Meyer,

      Jordan, Draghi, Yellen & Co benutzen diese Terminologie in Relation zur Tatsache, dass Geld im Sinne von Zentralbankgeld eben nur die Zentralbank schaffen kann, Geschäftsbanken dagegen erzeugen Schuldverhältnisse!

      Herzliche Grüsse

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Danke

      Auch die SNB schafft Schuldverhältnisse – und zwar gewaltige!

      Die SNB ist mit Abstand die grösste Schuldnerin im Lande.

      Sie versuchen hier offenbar Herr Jordan in Schutz zu nehmen.

      Herr Jordan behauptet aber, bei Notenbankgeld handle es sich um Eigenkapital der SNB. In Tat und Wahrheit handelt es sich aber um Fremdkapital Schulden – der SNB.

      Bitte diesen Irrtum von Herrn Jordan und der SNB nicht hier zu verschleiern versuchen. Dieser ist brandgefährlich und hat das Potential, dass wir letztlich in der EU landen.

      Wollen Sie das?

      mfg

    • Grüezi Herr Dr. Meyer,

      „Sie versuchen hier offenbar Herr Jordan in Schutz zu nehmen.“

      Bitte bleiben sachlich. Mit Polemik erreichen Sie nichts. Persönliche Kränkungen haben hier nichts zu suchen. Ich sage es Ihnen in aller Freundschaft.

      Sie haben auf die rechtlichen Aspekte keine Stellung genommen; Sie behauptenr;

      „Bitte diesen Irrtum von Herrn Jordan und der SNB nicht hier zu verschleiern versuchen. Dieser ist brandgefährlich und hat das Potential, dass wir letztlich in der EU landen.“

      Und ich habe geantwortet, dass es dafür eine gesetzliche Basis gibt, die Sie einfach ignorieren! Sie ignorieren u.a. auch das der SNB das Recht zusteht Auszahlungswünschen durch die Emission von Banknoten nachzukommen und das in einer unbegrenzten Höhe!

      Was Sie hier ansprechen:

      „Dieser ist brandgefährlich und hat das Potential, dass wir letztlich in der EU landen. Wollen Sie das? Und die Medien sollten aufhören, den Unsinn der Zentralbanker zu kolportieren.“

      Das ist Politik und Unterhaltung – mehr nicht.

      Wir sollten auf der Basis des „gesetzlichen Zahlungsmittel“ diskutieren, welches ausschliesslich der SNB zusteht, zu emittieren. Sonst würde die unbeschränkte Annahmepflicht in Art. 3 Abs. 3 WZG keinen Sinn machen.

      Oder wollen Sie das bestreiten das es so ist?

      Frage:

      Wie ensteht Bargeld?

      Herzliche Grüsse

    • Richtig Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner Kommentar vom 9. September 2016 / 10:13.
      Der Herr Meyer versteht die Sache halt immer noch nicht. Da die SNB kraft Gesetz das Geld selber geschöpft hat ist die SNB Schuldner und Gläubiger in einer Einheit. Ein Tausch/Buchung mit Aktiven gegen Passiven somit gar nicht möglich !!!! Wie geht das vor sich: Die SNB kauft Euros bei Geschäftsbank X und bezahlt die Bank X mit einer Gutschrift aus selbstgemachtem (Fiat) – Zentralbankengeld auf deren Girokonto. Bank X kauft diese Euros ihrerseits bei Bank Y, und bezahlt diese mit einer Gutschrift aus selbstgeschöpftem Giralgeld auf dem Konto, dass Bank Y bei ihr unterhält. Das Giroguthaben der Bank X bei der Nationalbank bleibt bei dieser Transaktion unverändert, weil Bank X bekam die in Zentralbankengeld vergüteten Euros mit selbstgeschöpftem Giralgeld bezahlen konnte. Mit anderen Worten hat sie den Geldschöpfungsgewinn kassiert (anstatt die SNB) !!!! Klar muss dieser Devisenberg mal abgebaut werden (Bilanzverkürzung). Dies spielt sich aber nur auf der Passiv-Seite ab (da Gläubiger und Schuldner in Einheit. Möglichkeiten gibt es viele. Beispielsweise mit verzinslichen SNB Bills abschöpfen (Bilanzverkürzung). Oder was ich persönlich bevorzugen würde durch Umwandlung in einen staatlichen Infrastruktur- Bildungs- oder Sozialpolitikfonds. In mehr Flüchtlings- und Entwicklungshilfe. In die Energiewende, in den generellen ökologischen und sozialen Umbau der Wirtschaft, etc., etc. Klar da brauchts einen Politischen Entscheid (Bundesrat, Nationalrat, Ständerat, Volksabstimmung usw)

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Danke

      Sie und die SNB ignorieren, dass es den Banken erlaubt ist, ihre SNB-Investitionen zu reduzieren.

      Wenn das Vermögen der SNB unter Wert ihrer Schulden fällt kann die SNB ihre Schulden bei den Banken nicht mehr reduzieren. Die SNB ist Konkurs.

      Zudem haben Sie offenbar immer noch nicht erkannt – wie Herr Jordan übrigens auch – dass die Banken in diesem Fall ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen.

      Bei diesen immensen Beträgen im dreistelligen Milliardenbereich besteht somit die Gefahr von Konkursen etwelcher Banken.

      In diesem Fall, wäre es durchaus vorstellbar, dass die verantwortlichen Politiker dem auszuweichen versuchen, indem ein Beitritt zur EU angestrebt wird mit einem schlechten Frankenkurs.

      So könnten die immensen Verluste der SNB abgewandt werden.

      Der Preis wäre allerdings hoch: Beitritt der Schweiz zur EU.

      mfG

      P.S. übrigens ist es lächerlich, wenn Sie als Anonymer sich „persönlich gekränkt“ fühlen, wen ich schreibe, Sie nähmen Herr Jordan in Schutz.

    • @AHV Rentner
      Ich empfehle Ihnen dringend die unvoreingenommene Lektüre des Artikels „Schurkenstaat Schweiz“ von Dr. Marc Meyer, gerade wenn Ihnen Rechtsicherheit so am Herzen liegt. Vielleicht geht dann ein Licht auf. Als ob Sie einem F-Kapitalgeber verweigern könnten sein Investment – hier in die SNB – wieder abzubauen (Giroguthaben übrigens auf Sicht).
      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • @ Heinz Kremsner

      Guten Abend

      Danke für Ihren Beitrag.

      Richtig:

      Die SNB ist Schuldnerin und Gläubigerin:

      Schuldnerin in der Schweiz und Göäubigerin im Ausland

      Fällt der Werz ihres Auslanvermögens unter Wert ihrer Schweizerschulden ist die SNB Konkurs.

      MfG

  11. Grüezi Herr Dr. Meyer,

    Danke.

    Ich glaube, das „Geld aus dem Nichts“ bezieht sich weniger auf die Banknotenemission der SNB, sondern wird im Zusammenhang mit der Kreditvergabe der Banken ins Gespräch gebracht.

    Es ist sehr wichtig dieses Dokument zu studieren:

    Quelle:
    Hinweise in der Botschaft zum WZG (Seite 7270 f., Seite 7263) https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/1999/7258.pdf)

    Dieses Dokument bildet die gesetzliche Grundlage, für eine rechtliche Trennung zwischen ein schuldrechtliches und einer sachenrechtlichen Transaktion. Was bedeutet das?

    Geschäftsbanken erzeugen Schuldverhältnisse, für die sie geradestehen müssen, denn Geschäftsbanken müssen ihre Kreditschulden bei den Kreditnehmern mit Geld bezahlen, den sie selbst nicht erzeugen können, nämlich: Zentralbankgeld!.

    Diese juristische Konstruktion rundum das gesetzliche Zahlungsmittel, erzeugt eine „Monstriosität“, nämlich:

    Das Zentralbankgeld, welches auf der Passivseite der SNB aufgeführt ist deswegen keine Verbindlichkeit, weil das von ihr emittierte Zentralbankgeld dazu benutzt wird, um eine Schuld der SNB selbst zu tilgen; wenn z.B. wenn eine Geschäftsbank für Barauszahlungszwecke Banknoten anfordert. Und es geht noch weiter wenn wir im Rahmen dieser Regelungen bleiben, nämlich:

    Selbst bei einem negativen EK bleibt die Fähigkeit zur Emission von Banknoten durch die SNB in keinster Weise beeinträchtigt. Das liegt daran, dass die SNB das unbeschränkte Recht hat ihre Verbindlichkeiten in Banknoten umzuwandeln. Klar, in einem solchen Fall werden es Banknoten sein die keiner will – und die Währung wäre kaputt!

    Herr Meyer, natürlich ist Ihre Sichtweise schlüssig und korrekt. Aber Sie müssen unbedingt die rechtliche Aspekte berücksichtigen. Die Legislative wird von diesen Herren und Damen vorgeführt, anders sind diese Regelungen nicht nachzuvollziehen.

    Deshalb, die doppelte Buchhaltung ist nicht genug, Sie müssen – ich wiederhole – Sie müssen unbedingt die Gesetze in Ihren sehr durchdachten und logischen Gedankengänge mit einfliessen lassen.

    Herzliche Grüsse

  12. Dieser Kommentar stammt aus Deutschland. Wenn es nur so einfach wäre…

    „Noch cleverer macht es die Schweizer Notenbank. Auch sie schöpft Geld aus dem Nichts, also quasi aus klarer Alpenluft, kauft damit aber ausländische Aktien. Mittlerweile hat die SNB auf diese Weise bereits über 60 Mrd. $ in US-Aktien investiert. Chapeau an Notenbankchef Jordan und sein Team. Über kurz oder lang werden die meisten Zentralbanken erkennen, was für ein schlaues Mittel der Wohlstandsmehrung sich hier bietet und es wird ein Wettlauf der Aktienkäufe entstehen. Als letztes wird dieses Mittel allerdings von der EZB eingesetzt werden, da die europäischen Regierungen in ihrer sozialistischen Verblendung dem Instrument „Aktie“ immer noch mit äußerstem Misstrauen begegnen.“

    • @stiller Beobachter

      Danke.

      Unglaublich, welcher Unfug hier verbreitet wird. Aber am Anfang dieser Irrlehre des „Geldes aus dem Nichts“ stehen die Zentralbanken selber, angeführt von Draghi, Yellen, Jordan & Co. welche nicht verstehen, wovon sie sprechen.

      Die Damen und Herren haben die Grundregeln der Doppelten Buchhaltung nicht verstanden, jonglieren mit hunderten Milliarden und gefährden unsere Volkswirtschaften.

      Die Medien kolportieren den Nonsens der Notenbanker und das Volk meint, diese verstünden, was sie tun.

      „Geld aus dem Nichts“, „Geld fluten“, „Liquidität ins System pumpen und all dieser Quatsch.

      Einfach unglaublich dieser Mist! Die halten uns alle für Deppen. Einfach nur unglaublich – und dabei geht es um hunderte Milliarden!

      Nochmals Danke für den Hinweis.

      mfG

  13. @Heinz Kremsner

    Sehr geehrter Herr Kremsner

    Wenn Ihre Pensionskassengelder über z.B. eine Kantonalbank bei der SNB angelegt sind, so haben Sie – Herr Kremsner – einen Anspruch auf diese Gelder in Form einer Rente.

    Oder verzichten Sie etwa auf ihre Rente, weil die SNB angeblich ihre Schulden nicht zurückzahlen muss?

    Wohl kaum.

    Sie und Herr Jordan sollten einsehen, dass auch die SNB ihre Schulden zurückzahlen muss.

    Die SNB hat kein Recht, die Banken zu enteignen, wie Sie und Herr Jordan meinen.

    Denn die Behauptung der SNB, sie könne so viel Notenbankgeld emittieren wie sie will und müsse dieses nicht mehr zurückzahlen kommt einer Enteignung der Banken durch die SNB gleich.

    Warum?

    Weil die Giroguthaben der Banken bei der SNB bedeuten, dass die Banken der SNB Fremdkapital gewähren. Und wenn die SNB dieses nicht mehr zurückzahlen würde, wäre das eine Enteignung der Banken durch die SNB.

    Sie sind leider genauso schwer von Begriff und starrsinnig wie unserer Nationalbank.

    Schade.

    Dennoch freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Herr Meyer: Das ist einfach kompletter Unfug. Sie haben die Funktion einer Zentralbank nicht verstanden. Sie haben nicht verstanden dass Geschäfts-Banken mit Konventionalgeld arbeiten somit ihre Verbindlichkeiten gegenüber den Gläubigern bei Forderung des Gläubigers einlösen müssen (ihr Beispiel Pensionskasse). Die Zentralbank unsere SNB arbeitet aber mit Währungsgeld (Zentralbankengeld). Sie ist Schuldnerin und Gläubigerin in einer Einheit. Konventionalgeld ist zudem (jedenfalls jenseits einer wirksamen Einlagensicherung) mit einem Insolvenzrisiko belastet, dass in vergleichbarer Form für Guthaben bei Zentralbanken n i c h t !!!! existiert. mit unfreundlichem Gruss

    • Tschuldigung Herr Kresmer, ich glaube kaum, dass Sie die Funktion einer Notenbank verstehen. Geld ist Geld und die Zentralbank (SNB) „arbeitet“ nicht, sondern VERSORGT vielmehr den Kreislauf mit solchem! Ob Guthaben oder Schuld hängt einzig allein – wie das Dr. Meyer immer wieder richtig stellen muss – davon ab, auf welcher Bilanzseite dieses auch steht! NB Der Ausdruck „Konventionalgeld“ ist mir einfachem Gemüt neu und ziemlich aus der Luft gegriffen.

  14. Es ist so, dass Hr Meyer die doppelte Buchhaltung immer noch nicht begriffen hat. Und Unsinn über die SNB sagt wie z.B. die SNB habe 600 Milliarden Schulden und könne diese nur zurückzahlen kann, wenn sie dagegen ein Aktivum hergibt. So ein UNSINN. Keine Schulden. NEIN. Es gibt keine Gegenbuchung im erwähnten Falle auf der Aktiv-Seite. Das war vielleicht zu Zeiten des Goldstandarts so. Heute nicht mehr. Die auf der passiven Seite gehaltenen CHF-Beträge – die Sichtguthaben – werden pro SNB-Teilnehmer in 2 Konten geführt: das Girokonto und !!!!! verknüpft damit das Verrechnungskonto. Das Verrechnungskonto wird durch die SIX Interbank Clearing
    AG geführt. Beide Konten bilden eine Einheit !!!! Hier werden Zu- und Abflüsse verbucht, beides auf der Passiv-Seite der Buchhaltung. Die Sichtguthaben beinhalten keine Leistungspflicht der SNB, die bei ihrer Erfüllung bilanzwirksam würden, muss die SNB doch diesfalls
    nur Währungsgeld gutschreiben, wenn sie im Gegenzug einen identischen Betrag an ebensolchem
    Währungsgeld zurückerhält. Angesichts dieses Nullsummenspiels ist es falsch die Sichtguthaben als Fremdkapital somit als Schuld darzustellen wie das Hr Meyer macht. Völliger Unsinn. Das Währungsgeld ist per Definition was in steht: WZG 2.c: Als gesetzliche Zahlungsmittel gelten: Als gesetzliche Zahlungsmittel gelten: c. auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank. siehe https://www.admin.ch/oapc/de/classified-compilation/19994336/index.html#a2 . ABER es gibt Ausnahmen: es gibt vielleicht 1 oder 2 Geschäftsarten wo die SNB tatsächlich ein Aktivum liefern muss. Bin gespannt ob das jemand der Diskussionsteilnehmer weiss ansonst schreibe ich einen Beitrag darüber.

    • Grüezi Heinz Kremser,

      interessante Ausführungen. Zur Wahrheitsfindung sollte man alles berücksichtigen. Die doppelte Buchhaltung erachte ich für sehr wichtig. Nichtsdestotrotz, habe ich versucht die Rechtskonstruktion „gesetzliches Zahlungsmittel“ heranzuziehen.

      Verstehe ich Sie richtig:

      Zentralbankgeld, welches auf der Passivseite der SNB aufgeführt ist, ist deswegen keine Verbindlichkeit, weil das von ihr emittierte Zentralbankgeld gerade dazu benutzt werden kann, um eine Schuld der SNB zu tilgen? Z.B.: wenn eine Geschäftsbank für Barauszahlungszwecke Banknoten anfordert?.

      @Grüezi Hardy,

      Ihre Ausführungen in Ehren, aber Sie sollten die rechtliche Aspekte berücksichten, die nunmal vorgegeben sind. Ja, über Logik und Unlogik kann man sich streiten, aber die gestzliche Grundlage sollte man immer berücksichtigen.

      Herzliche Grüsse

  15. Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,

    wie Sie erläutern, entnimmt die SNB bei Nachfrage von CHF (durch schweizer Geschäftsbanken) die Aktiva aus Ihrem Devisenpool, vornehmlich Euro und USD ( ca. 600 Milliarden Gesamtwert).
    Anläßlich der Tatsache, daß der USD in den letzten Tagen von USD/CHF 98,85 auf jetzt 97,00 gefallen ist, gestatten Sie mir einige Fragen:
    1.
    Die US-Wirtschaftsdaten sind schlecht (heutiger ISM-Index weit unter den Erwartungen). Was passiert, wenn die FED zugeben muß, daß eine Erholung der US-Wirtschaft nicht erfolgt ist und der US-Dollar in dieser Folge abverkauft wird ?
    Konkret: wenn der CHF gegenüber dem Euro konstant bleibt, aber der USD spürbar an Wert verliert, sind Entnahmen oder auch nur Bilanzierungen aus dem USD-Pool der SNB Verlustgeschäfte in Milliardenhöhe, oder täusche ich mich ?
    2.
    Die von der SNB gepflegte CHF-Schwäche lebt ein gutes Stück von der Zinsdifferenz zum USD. Werden die Zinserhöhungsphantasien in den USA schwächer, stärkt das den schweizer Franken, d.h. die SNB wird auch die CHF-Schwäche gegenüber dem Euro so nicht aufrechterhalten können. Besteht hier nicht die Gefahr eines Mechanismus im Wechselkurs-System, mit Knalleffekt wie schon gesehen am 15. Januar 2015, d.h. mit einer plötzlichen überdimensionalen Kursanpassung, mit ebenso desaströsen Wertverlusten in den Fremdwährungen des SNB-Devisenpools ?
    3.
    In obigem Szenario ist natürlich auch die Reduzierung der Renditen der Staatsanleihen implentiert. Wie schon in Japan, Deutschland und z.B. auch in Schweden werden 10-jährige Staatspapiere zurzeit renditenegativ. Sollten sich die USA dem anschließen müssen, oder auch nur annähern, wird Jordan nur die Möglichkeit bleiben, weiter ins Negative zu reduzieren, mit der Nebenwirkung, daß die Schweizer auf Ihren Sichtguthaben Strafzinsen bezahlen werden. Das führt zwangsläufig zu einem schweizer Bankrun in Tausender-Noten, mit dem fatalen Ergebnis, daß die Kantonalbanken massive Geldmittelabflüsse verzeichnen müssten.
    Was ändert sich durch einen „Papiergeldrun“ am jetzigen Modell der SNB, denn diese Sichtguthaben sind ja Bestandteil/Basisgrundlage der Strategie der Fremddevisenkäufe ?
    Verbindlichsten Dank für Ihre geschätzte Antwort.

    • @Zentralbank-Kritiker

      Danke

      Leider befindet sich in Ihrer Einleitung ein Missverständnis: Bei Geldemission fragt die SNB Franken nach und investiert diese in Devisen. Es ist nicht so, dass sie ihrer Aktivseite Devisen entnimmt und damit Franken kauft. Das wäre ein Aktivtausch.

      Bei einer Geldemission verlängert sich die SNB-Bilanz. D.h. die SNB kauft Devisen und nimmt dabei Schulden in Franken auf.

      Zu Frage 1:

      Richtig. Der Dollar dürfte über die Jahre und Jahrzehnte weiter schwach tendieren zum Franken. Es ist m.E. davon auszugehen dass das auch für den Euro zutrifft.

      Die Konsequenz wird sein, dass die SNB auf ihrem Portefeuille massive Verluste erleiden wird. Bis hin zu negativem Eigenkapital der SNB.

      Frage 2:

      Ja ich denke auch, dass die SNB auch auf ihrem Euro-Portefeuille massive Verluste erleiden wird wie in den vergangenen Jahren schon.

      Es kann sein, dass plötzlich wieder ein Dammbruch etwas weiter unten erfolgt – wie am 15. Januar 2015.

      Frage 3:

      Danke. Vollkommen einverstanden. Es war bereits bei Einführung der Negativzinsen klar, dass die SNB Banknoten wird abschaffen müssen, wenn sie so weitermacht (siehe Beitrag „SNB wird Banknoten abschaffen müssen).

      Frau Maechler vom SNB-Direktorium hat zwar beteuert, dass sie in den Bergen auf einer Höhenwanderung aufgeschmissen sei ohne Bargeld und dass deshalb das Bargeld noch lange bleibe. Ihre Begründung für Bargeld kommt jedoch einem Todesurteil für Bargeld gleich.

      Wenn dann auch die Berggasthäuser mit einer Verbindung ausgerüstet sein werden, braucht es auch gar kein Bargeld mehr. Das dürfte auch nicht mehr so lange dauern.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Grüezi Herr Dr. Meyer,

      Frage:

      Ist es ein Unding wenn behauptet wird das die SNB ihre Schulden dadurch begleichen kann, indem sie ein Verfügungsgeschäft vornimmt, welches daraus besteht, das sie ihre Schuld durch die Übergabe von Banknoten tilgt?.

      Bräuchte die SNB für derartige Operationen einen Kassenbestand?

      SNB, Bundesrat, Professoren, selbsternannten Experten usw. behaupten, dass die SNB zahlt, indem sie einen Passivtausch vornimmt:

      Zugang Zentralbankgeldumlauf gegen Abgang Geschäftsbankverbindlichkeit.

      Sie sagen Nein! Es handele sich dabei, wie bei einem privaten Zahlungsvorgang mit einem Abgang von auf der Aktivseite befindlichen Zahlungsmittelbeständen (Zentralbankgeld) und einem Abgang von Verbindlichkeiten (sog. Bilanzverkürzung).

      Danke für Ihre Zeit.

      Herzliche Grüsse

    • @ „Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Danke

      Erstens:
      Ja, es ist ein Unding, wenn die SNB behauptet, sie könne ihre Schulden abbauen indem sie mit Banknoten (Notenumlauf, Passivum) bezahlt .

      Zweitens:
      Ja. Die SNB braucht zum Abbau von Schulden entsprechende Aktiven. Das könnte theoretisch auch ein Kassabestand sein – aber das hat sie nie und nimmer im Umfang von 600 Milliarden. (Vergleichbar mit einem Unternehmen das eigene Obligationen zurückkauft und diese dann wieder gegen einen anderen Vermögenswert eintauscht).

      Drittens:
      Eine Schuld tilgen bedeutet, dass diese kleiner wird. Bei einem Passivtausch würden die Schulden der SNB einfach umgeschichtet – nicht abgebaut.

      Viertens:
      Sie schreiben: „Zugang Zentralbankgeldumlauf gegen Abgang Geschäftsbankverbindlichkeit.“

      Das müsste korrekt lauten:

      Notenbankgeld (Giroguthaben der Banken bei der SNB) wird in einem Passivtausch ersetzt durch Schuldverschreibungen der SNB.

      D.h. es müssten sich Investoren finden lassen, welche ihre Guthaben bei der SNB eintauschen gegen Schuldverschreibungen der SNB. Wenn die Banken aber ihre Investitionen in die SNB abbauen wollen, so wollen sie nicht Schuldverschreibungen der SNB, die ebenfalls SNB-Risiko darstellen.

      In einem solchen Fall würden die Zinsen explodieren, welche die SNB den Banken zu zahlen hat. Wie wollte sie diese bezahlen? Durch neue noch höher verzinsliche Schuldverschreibungen?

      Die Hypozinsen würden drastisch steigen und die Hausbesitzer würden die Verluste der SNB mit abstürzenden Immobilienpreisen bezahlen.

      mfG

  16. @Hardy, der Student

    Es freut mich, dass auch Sie jetzt endlich eingesehen haben, dass die SNB Schulden hat, welche sie auf Sicht, also sofort zurückzahlen muss.

    Sie schreiben jetzt:

    „Die SNB schuldet Franken, die sie auf Sicht, also sofort, auszahlen muss, wenn es der Gläubiger verlangt.“

    Das habe ich schon vielmals hier geschrieben und Sie widersprachen immer.

    Endlich ist auch bei Ihnen nun der Groschen gefallen. Das freut mich.

    Hingegen wäre es korrekt gewesen, wenn Sie mich zitiert hätten. Denn das ist neu in der Diskussion, dass die SNB Schulden hat, die sie zurückzahlen muss.

    Bisher behauptete die SNB ja stets, sie könne jederzeit Geld aus dem Nichts schöpfen.

    Und der nächste Schritt, den Sie nun lernen sollten, ist, dass die SNB ihre Schulden, welche auf Franken lauten, nur zurückzahlen kann, wenn sie dagegen ein Aktivum hergibt.

    Wenn die SNB also nur noch Euros, Dollar und Gold hat, so muss sie eben Euros, Dollar und Gold verkaufen, damit sie ihre Schulden abbauen kann. (Gleichzeitige Verkürzung von Aktiv- und Passivseite der SNB-Bilanz).

    Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, wonach Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld austauschbar ist, ist eben ein weiterer Humbug.

    Hätte Jordan Recht, so könnte die ausstehende Notenbankgeldmenge nie mehr verringert werden – nur vergrössert.

    Das perfide an Jordans Argumentation ist, dass er damit Notenbankgeld als Eigenkaptial der SNB interpretiert. Seine Konklusion ist, dass die SNB nie illiquide werden kann.

    Erkennt man jedoch, dass auch die SNB ihre Schulden zurückzahlen muss, wie sie das jetzt eingesehen haben, so folgt:

    Auch die SNB kann Konkurs gehen – nämlich dann, wenn der Wert ihres Vermögens unter Wert ihrer Schulden fällt.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  17. Grüezi Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner,

    schon klar, der von Ihnen oben zitierte Text ist nicht von Ihnen.

    Sie schreiben:
    „Zentralbankguthaben verlieren ihre rechtliche Qualität als Forderung und werden für ihre Inhaber zu einem Aktivum anderer Art.“

    Nein, kein „Aktivum anderer Art“, ein Giroguthaben bei der SNB ist ein ganz schlichtes Sicht-Guthaben, lautend auf Schweizer Franken.
    Die SNB schuldet Franken, die sie auf Sicht, also sofort, auszahlen muss, wenn es der Gläubiger verlangt.

    Sie fragen:
    „Wie ist es aber möglich das im selben Atemzug Guthaben bei der SNB immer noch Ansprüche auf die Lieferung von Zentralbanknoten darstellen?“

    Es gibt keinen Anspruch auf Lieferung von Banknoten, die Forderung lautet auf staatliche Franken.
    Staatliche Franken gibt es z.Zt. als
    a) Metall-Franken und
    b) Papier-Franken.

    Und solche Franken zahlt die SNB ohne zu zögern auch aus. Banknoten der SNB gibt es nicht, eine Banknote der SNB wäre ein Zettel, für den sie auf Sicht Franken auszahlen müsste, solche Zettel existieren nicht.

    Für Papier-Franken muss niemand etwas zahlen, denn es sind ja bereits die Franken. Wenn es Papier-Franken gibt, sind Banknoten überflüssig, da bares Geld besser ist, als eine Forderung auf bares Geld.

    Wenn der Staat echtes Buchgeld definieren und einführen würde, dann würden Girokonten überflüssig werden.
    Echtes Buchgeld ist besser als ein Giroguthaben.
    Beim Buchgeld entfällt das Insolvenzrisiko der Bank.

    Das echte Buchgeld, gebuchte Franken also, würden dann aber auch auf entsprechenden Buchgeldkonten gebucht werden.
    Hinweis: Ein Buchgeldkonto kann niemals negativ werden. So wie der Geldbestand in einem Portemonnaie niemals negativ werden kann. Ein Buchgeldkonto ist wie ein Portemonnaie für Buchgeld.

    Staat und SNB müssen sich also entscheiden:
    Sollen Buch-Franken eingeführt werden (und diese wären gesetzliches Zahlungsmittel), dann müssen auch entsprechende Konten geführt werden. Es ist unmöglich, Buch-Franken auf Girokonten zu buchen.

    Da die SNB Girokonten führt, müssen wir davon ausgehen, dass noch keine Buch-Franken eingeführt wurden.

    Eine Deklaration, dass es sich bei Giroguthaben bei der SNB um gesetzliches Zahlungsmittel handeln würde, ist die Deklaration einer Unwahrheit.

    Der Staat könnte auch deklarieren, dass die Sonne sich um die Erde dreht. An der Wahrheit würde eine solche Deklaration nichts ändern.

    An einigen Stellen gilt, auch für honorige Damen und Herren, folgendes:

    Herr vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

    Freundliche Grüße!

    • Pardon, der Beitrag sollte nicht nach ganz oben, ich habe lediglich den falschen Antworten-Knopf erwischt.

    • Hallo Bubi,

      „Räubergeschichten“ passt, konkret verbreitet Hr. Dr. Meyer das „Banknoten-Märchen“.

      Wer nicht vorhandene Banknoten der SNB zur Basis seiner Analyse macht, der braucht sich nicht zu wundern, wenn das Ergebnis seiner Analyse Unfug ist.

      Nur wer erkennt, dass es sich um Staatspapiergeld handelt, wird die Vorgänge richtig verstehen können.

      Freundliche Grüße!

    • @bubi

      Guten Morgen bubi

      Danke für Ihren Beitrag.

      Die SNB wiegt sich also tatsächlich in Sicherheit, weil der Aktienkurs allein im letzten Monat um 25 Prozent gestiegen ist?

      Ihre Argumentation ist grobfahrlässig wie die SNB selbst und alles rund um die SNB.

      Zur Erinnerung:

      Aktienkapital der SNB: 25 Mio Franken

      Schulden der SNB: über 600 Milliarden

      Die Schulden der SNB sind somit 24’000 mal grösser als das Aktienkapital der SNB.

      Und Sie meinen im Ernst, dass von der Bewegung des Aktienkurses Rückschlüsse auf die Solvenz der SNB gezogen werden können?

      Ihr Statement ist ein weiterer Beweis dafür, dass die SNB und ihre Entourage immer noch keine Ahnung davon hat, in welche Gefahr die SNB sich und die Schweizer Volkswirtschaft gebracht hat und was uns noch droht.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Hardy, der ewige Student

      Guten Morgen

      Danke für Ihren Beitrag.

      Sie schreiben:

      „Wer nicht vorhandene Banknoten der SNB zur Basis seiner Analyse macht, der braucht sich nicht zu wundern, wenn das Ergebnis seiner Analyse Unfug ist.“

      Aha!

      Das leuchtet ein. Zumindest die SNB begreift, was Sie hier schreiben. Ich nicht.

      Hardy – geben Sie’s auf. Es ist schade um Ihre Zeit – und um meine übrigens auch.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. Werden Sie als Troll hier bezahlt? Von wem? Ev. sogar von der SNB selbst?

    • Grüezi @Hardy der student,

      meine Sie das?

      Quelle Link unten:

      Zitat:

      „Zahlungsmitteleigenschaft staatlichen Geldes (Art. 2, 3 E-WZG)
      Staatlich anerkanntes Geld muss geeignet sein, Geldschulden mit befreiender Wirkung zu erfüllen. Die Gesetzgebung muss deshalb jenes Geld umschreiben, das vom Staat bzw. von der Zentralbank ausgegeben wird und – in beschränktem oder unbeschränktem
      Umfang – als gesetzliches Zahlungsmittel im Rechtsverkehr anerkannt
      ist. Geld, das unter staatlicher Kontrolle geschaffen wird, sind die Münzen, die Banknoten und die Sichtguthaben bei der Zentralbank.“

      Herzliche Grüsse

    • Hallo Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner,

      ja, der Staat legt fest (per Dekret oder Gesetz), was Geld ist.

      In der Schweiz sind es die Franken, sie existieren als
      a) Metallfranken und
      b) Papierfranken.

      Die Franken-Scheine sind eben keine Banknoten der SNB, sondern es sind staatliche Franken, Emittent ist der Staat Schweiz.

      Zukünftig kommen eventuell Buch-Franken hinzu, Franken, die nur noch als Buchung existieren und auf Buchgeldkonten dargestellt werden.
      Wichtig: Buchgeldkonten sind keine Girokonten.

      Ihr Zitat enthält elementare Unlogik:
      „Geld, das unter staatlicher Kontrolle geschaffen wird, sind die Münzen, die Banknoten und die Sichtguthaben bei der Zentralbank.“

      Die Münzen sind Franken und damit Geld, das ist in Ordnung.
      Die angesprochenen Banknoten sind keine Banknoten, sondern Geldscheine und damit selber Franken und Geld.

      Sichtguthaben bei der SNB können unmöglich selber Franken sein. Forderungen auf Franken sind nicht selber die Franken.

      Deswegen kann man zwar in Texte (auch in Gesetzestexte) hineinschreiben, dass Sichtguthaben bei der SNB gesetzliches Zahlungsmittel sind, wahr ist diese Aussage allerdings nicht.

      Nur die Franken selber sind gesetzliches Zahlungsmittel.
      Buch-Franken wären Franken und damit gesetzliches Zahlungsmittel, Giroguthaben sind lediglich Forderungen auf Franken und damit können sie kein gesetzliches Zahlungsmittel sein.

      Ihre Beiträge lese ich gerne, aus meiner Sicht machen Sie sich die richtigen Gedanken.

      Freundliche Grüße!

    • @Arbeitgeber KMU und AHV Rentner

      Es ist so, dass Hardy, der Student die doppelte Buchhaltung immer noch nicht begriffen hat.

      Er hat noch nicht begriffen, dass die Passivseite dem Wert der Aktivseite entspricht. Er meint, nur die Aktivseite habe Wert.

      Beispiel: Wenn ein Haus 1 Mio wert ist und eine Mio Hypothek darauf lastet, so ist auch die Hypothek 1 Mio wert.

      Die Hypothek könnte verbrieft werden und selber gehandelt werden.

      Bei einer Obligation dasselbe:

      Mit einer Obligation von 1 Mio kann ein Unternehmen beispielsweise eine Fabrik von 1 Mio finanzieren.

      Die Obligation als solche ist auch 1 Mio wert. Sie verbrieft den Wert auf der Aktivseite des Unternehmens.

      Genauso ist es mit den Giroguthaben der Banken bei der SNB und den Banknoten, emittiert von der SNB.

      Diese können selber gehandelt werden und haben einen Wert, der dem Aktivvermögen der SNB entspricht.

      Und wenn Hardy zusätzlich behauptet, es gäbe in Zukunft möglicherweise „Buchfranken“ so spricht er damit einen mögliche Einführung von Vollgeld ein.

      Dabei begeht er denselben Fehler wie die Vollgeld-Initianten.

      Diese behaupten ja, bei Vollgeld handle es sich um ein Aktivum der SNB. Zudem behaupten sie, Banknoten seien schon heute Vollgeld.

      Dabei übersehen die Vollgeld-Initianten und Hardy, dass Banknoten schon heute ein Passivum der SNB darstellen.

      Sie meinen, Vollgeld sei ein Aktivum des Geldinhabers und der Zentralbank. Ein Wertpapier kann aber nicht zweimal ein Aktivum sein.

      Hardy und die Vollgeld-Initianten unterliegen also einem Kapitalfehler – im wahrsten Sinne des Wortes.

      Man kann es ihnen aber nicht einmal übel nehmen, wenn auch die SNB ihre Passiven (Notenbankgeld) fälschlicherweise als Aktivum der SNB (Liquidität) interpretieren.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Dr. Meyer. Ich schrieb der Markt sieht es so. Was ich von Ihnen immer noch nicht begreife ist, wie Sie Ihr Schreckensszenario einfach erklärt aussieht. Was genau soll denn passieren? Bitte versuchen Sie es einmal einfach und verständlich zu erklären. Ich habe viele Ihrer Texte gelesen, verstehe aber den Zusammenhang nicht. Warum soll die SNB konkurs gehen? Falls Sie Zeit finden bitte in wenigen Sätzen erklären.

    • Grüezi Hardy,

      es ist nicht mein Zitat, sondern es sprudelt direkt aus der unerschöpflichen Quelle des Gesetgebers (mit tatkräftiger Unterstützung der SNB).

      Was passiert nachdem die Gutschrift auf einem Konto der SNB als “gesetzlich” deklariert wird? Klar, oder? Nein?

      Zentralbankguthaben verlieren ihre rechtliche Qualität als Forderung und werden für ihre Inhaber zu einem Aktivum anderer Art. Wie ist es aber möglich das im selben Atemzug Guthaben bei der SNB immer noch Ansprüche auf die Lieferung von Zentralbanknoten darstellen?.

      Und das, so vermute ich, versucht Herr Dr. Meyer der Bevölkerung klarzumachen, nämlich: das es nicht möglich ist!

      Lesen Sie mal in Ruhe und sehr genau was in der verlinkten Botschaft WGZ steht….somit haben wir ein Sammelsurium ineinanderfliessenden rechtlichen Regelwerken die die Qualifikation der Zentralbankguthaben und Zentralbankgeld, nahezu unmöglich macht….
      Herzliche Grüsse

    • @bubi

      Danke

      Erstens ist es die SNB, die ein Schreckenszenario an die Wand malt. Der starke Franken mache den Tourismus kaputt und das gäbe sehr viele Arbeitslose.

      Zweitens: Wenn das Vermögen der SNB unter Wert ihrer Schulden fällt ist die SNB zahlungsunfähig wie jedes andere Unternehmen auch.

      Drittens: Wenn die SNB bei negativem Eigenkapital ihre Bilanz nicht deponiert, so müssen die Kredit gebenden Banken ihre Kredite an die SNB entsprechend wertberichtigen. Das kann zu Konkursen von Banken führen, je nachdem wie viel Kredit sie der SNB gegeben haben.

      Oder meinen Sie im Ernst, dass die SNB bei Gewinnen diese an die Kantone ausbezahlen kann und bei Verlusten diese einfach unter den Teppich gekehrt werden und irgendwo verloren gehen?

      mfG

  18. Grüezi Herr Dr. Meyer,

    die von Ihnen zitierten Professoren und Direktoren (pro tempore) fürchten wohl zu Recht um ihren Job, wenn sie ihren Unsinn (Euphemismus) nicht mehr länger über viele Semester verteilt lehren, sondern die wirklichen Zusammenhänge in zwei bis drei Stunden den Studenten erklärt haben könnten.

    Es würde den Rahmen sprengen, deshalb nur eine Anmerkung: doppelte Buchhaltung als Wegweiser für die Aufdeckung dieser Falschdarstellungen ist nicht genug, sondern es lohnt sich wirklich, rundum das gesetzliche Zahlungsmittel die Rechtskonstruktion unter die Lupe zu nehmen. Sie werden feststellen, dass der Gesetzgeber in den letzten 2 Jahrzehnten die SNB fleissig unterstützt hat, um aus einer Schuld, (aus Sicht der SNB), es hin zu einem schuldfreien Aktivum zu „transformieren“, diese Entwicklung (juristische Akrobatik) ist klar erkennbar. Juristisch ist ALLES durchexerzierbar.

    Quelle:
    Hinweise in der Botschaft zum WZG (Seite 7270 f., Seite 7263) https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/1999/7258.pdf)

    Herzliche Grüsse

    • @Arbeitgeber KMU und AHV-Rentner

      Guten Morgen und vielen Dank für Ihren Beitrag

      Es ist unmöglich, dass die SNB eine Schuld in ein schuldfreies Aktivum „transformiert“.

      Die SNB behauptet das zwar, aber es ist unmöglich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S: Sobald ich zeitlich dazukomme werde ich ihren Link studieren und hier einen Feedback geben.

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Die Botschaft zum WGZ basiert leider auf einer falschen Prämisse: Es wird behauptet, der Inhaber von Notenbankgeld habe – im Gegensatz zum Inhaber von Buchgeld bei einer Geschäftsbank – kein Schuldnerrisiko.

      Doch. Auch der Inhaber von Zentralbankgeld hat ein Schuldnerrisiko. Es ist nömlich möglich, dass auch die SNB Konkurs geht – wie eine Geschäftsbank auch.

      mfG

  19. Die SNB Leitung und ihre Entourage geniessen faktisch Geldpolitische Immunität – gut dotierte Narrenfreiheit zu Lasten des Steuerzahlers. Kein Wunder wird diese von den (Un-)Verantwortlichen eifrig verteidigt. Mit komplizierten Erklärungskapriolen werden die Fehlspekulationen der SNB schöngeredet, kaschiert und legitimiert: „überbewerteter Franken und Kaufkraftparität“, „es sind ja nur Buchverluste“, „die SNB könne nicht illiquide werden, habe keine Limiten“, „leidender Tourismus, darbende Exporteure“ usw., usf. und all dies zum Wohle der Schweiz. Einmal mehr halten wir uns und vor allem die SNB für schlauer als der Rest der Welt.

    Dabei genügt ein unvoreingenommener Blick in die SNB Bilanz, um das ganze Ausmass des Interventions- und Spekulationsdesasters der SNB zu erkennen. Sobald es aber um die SNB geht, scheinen aber offenbar in vielen sonst klugen Köpfen die Synapsen nicht mehr richtig zu schalten, dann wenn Fremdkapital just zu Eigenkaptial oder „Quasi-Eigenkapital“ erklärt wird, ehrfürchtig abgenickt von Presse, Politik und breiten Teilen der Bevölkerung. Auf Kritik, sofern denn überhaupt zugelassen, wird da toxisch reagiert. Dabei stolpert die SNB von einem Desaster zum anderen und ist heute unser grösstes Banken-Systemrisiko. Wann kommt die SNB endlich zur Vernunft? Vielen Dank an Dr. Marc Meyer der mit wachem Verstand seit Jahren gegen diesen Irrsinn anschreibt und an Lukas Hässig, der auf seiner Plattform auch Kritik an der SNB zulässt.

    • Wenn der Markt richtig liegt, wie Sie, Herr Meier und Dr. Meyer uns mitteilen, warum steigt dann die SNB Aktie?

    • @Fischer

      Danke für Ihre Frage

      Bitte sehen Sie obige Antwort an „bubi“.

      Die Frage, weshalb der Aktienkurs der SNB jetzt gerade steigt, kann ich nicht beantworten. Dazu gibt es nur Vermutungen. Und es macht keinen Sinn, hier darüber zu spekulieren.

      Bedenken Sie bitte, dass der Handel sehr dünn ist.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Fischer

      addendum

      Bitte bedenken Sie auch, dass bei Negativzinsen die SNB-Aktie relativ an Attraktivität gewinnt. Sie ist vergleichbar mit einer Bundesobligation zumindest mit einer positiven Redndite (Dividende).

      mfG

  20. Ja, wie soll ich eine Kritik zu Ihrem Artikel schreiben, verehrter Herr Meyer. Vieles was sie darlegen ist vollkommen richtig und logisch. Ich erwähne halt nun einfach all dies, wo ich nicht Ihrer Ansicht bin.
    1. Die Negativzinsen sind nicht durchschlagskräftig eingeführt worden und sind nicht so erfolgreich wie diejenigen Negativzinsen, die der verstorbene SNB Chef Leutwiler 1978 veranlasste. Die SNB hätte darauf pochen sollen, wie sich die Kundschaft der Banken zusammensetzt
    die derart der SNB Euro und Dollar brachten und dafür Schweizerfranken wollten. Dann hätte man schnell festgestellt, wer auf der Suche nach der Schatzkästli-Währung war und wer nicht spekulativ geschäftete. Aber dies hätte in diesem Bereich, die Schlachtung der Heiligen Kuh Bankgeheimnis bedeutet. Unmöglich!
    2. Der Export ist nun einmal all unser Leben und der Finanzplatz nur das Sahnehäubchen unserer Volkwirtschaft. Das Sahnehäubchen mag ja sehr schmackhaft sein beim Essen für die betreffenden Genießer, aber die anderen haben nichts davon, besonders dann, wenn der Schweizerfranken mit der grössten Deflation weltweit als Reklameschild für unseren Finanzplatz herhaltet.
    3. Natürlich haben Sie recht, was die Größe der Bilanzsumme der SNB betrifft hinsichtlich Devisen und deren Gefahren. Aber Sie werden sehen, alle Kantone kommen oder sind bereits im Defizit. Was liegt hier nahe, diese Fremdwährungen zu verkaufen und den Kantonen zu spendieren. Adieu Schatzkästli-Währung für intelligente Investoren, die den CHF mehr lieben als Gold. Natürlich ist dies gegen die orthodoxe Lehre, aber deshalb wird Herr Jordan nicht von seinem gut bezahlten Posten zurücktreten und wird brav mitmachen. Was die Mehrheit unserer einheimischen Geld-Elite mehr hasst als die Verletzung der orthodoxen Lehre, sind höhere Steuern.

    • @Rolf Zach

      Sehr geehrter Herr Zach

      Danke für Ihren Beitrag.

      Sie wollen unbedingt kritisieren. Und so bleibt Ihre Kritik unverständlich.

      Schönen Abend

      Marc

  21. @ M. Meyer. Danke für Ihr Statement. Starke Wirtschaft bedeutet starke Währung mag in der VWL Theorie stimmen. Wenn aber im grossen Stil von grossen Playern gewettet wird, dass CHF ein knappes gut ist, muss die SNB Intervenieren. Die SNB demonstriert, dass sie bereit ist zu intervenieren bei diesen Wetten. Das Problem sind diese Wetten und nicht die starke Wirtschaft.
    Aber wir wollen doch, dass die Ch Wirtschaft stark bleibt. Schauen Sie mal wie es z.b. dem Tourismus in der Schweiz gesamthaft geht.

    • @Fischer

      Sehr geehrter Herr Fischer

      Nach meiner Beurteilung geht es dem Schweizer Tourismus gut. Überall sind z.B. die Skipisten voll.

      Und sollte es dem Schweizer Tourismus schlecht gehen, so muss man Direktinvestitionen in den Tourismus tätigen.

      Investitionen in US-Waffenhersteller kurbeln den Tourismus in der Schweiz mit Sicherheit nicht an.

      Übrigens: Jeder Kauf von Schweizerfranken ist verbunden mit einer Investition in ein Schweizer Investitions- oder Konsumgut.

      Es ist eine Irrlehre, zu meinen, Spekulanten würden alleine Franken kaufen. Das gibt es nicht. Dahinter steht immer ein Gut, das in Franken gehandelt wird.

      mfG

  22. Wie auch immer..zur zeit steigt der chf kurs. Soll die schweiz denn als kleines land eine eigene währung behalten? Auf den chf wird immer spekuliert und wenn sie snb kein gegensteuer gäbe, dann steigt der chf kurs weiter. Wir können zwar billiger ins ausland in die ferien. Der warenkorb für 100 chf wird für uns immer grösser. Aber es fallen halt viele jobs weg.

    • @Fischer

      Starke Wirtschaft bedeutet starke Währung.

      Den Franken schwächen heisst die Schweizer Wirtschaft schwächen heisst die Schweiz schwächen.

      MfG

  23. Natürlich hat Ökonom Meyer recht – nur leider kapieren das viele Politiker und Spekulanten in unserem Land nicht!
    Doch wir sollten nun aufhören zu lamentieren und endlose Theorien verfassen; es reicht: Wir müssen handeln und aktiv werden, damit dieser Sumpf SNB trocken gelegt wird bevor die Volkswirtschaft CH voll in die Wand fährt!

    Herr Meyer, machen Sie einen Vorschlag für eine ökonomische Task-Force! Ich bin dabei!

    • @Oekonomicus, Franco Bisisio

      Danke für Ihr Vertrauen.

      Aber in der Schweiz wählt das Volk das Parlament, dieses den Bundesrat, dieser den SNB-Bankrat und das SNB-Direktorium.

      Die SNB verschanzt sich mit ihren Irrtümern hinter Mauern.

      Da gibt es kein Vorbeikommen.

      Und es ist der Stolz der SNB, Kritik möglichst zu erdrücken; auch wenn diese berechtigt ist.

      Das Gesicht zu wahren hat erste Priorität für die SNB – auch wenn es Milliarden kostet.

      Und so wird es leider wahrscheinlich immer weitergehen mit der Misswirtschaft unserer Nationalbank bis am Tag X, wo dann tatsächlich negatives Eigenkapital der SNB Tatsache wird.

      Und dann werden alle sagen; Wir wussten es ja. Wir haben es gesagt. Erst dann begreift man die Irrtümer der SNB.

      Unsere Demokratie hat viele Vorteile aber auch schwerwiegende Nachteile – siehe unserer SNB. Die SNB nützt diese Nachteile leider aus.

      Und ein Jahressalär von über 1 Million gibt man nicht so schnell auf.

      mfG

  24. Leider hat Dr. Meyer recht! Die Bombe wird bei den gekauften Anleihen (Staats- und Unternehmensanleihen) als erstes platzen. Dies ist wohl auch einer der zwei Hauptgründe, weshalb die SNB nun verstärkt Aktien (ca. 130 Mia), also traditionelle Risikopapiere mit Kursschwankungen kauft (der zweite Grund ist, dass akzeptable Schuld-Papiere auf dem Markt knapp werden). – Anleihen sind von „risikolosen“ Ertragspapieren zu „ertragslosen“ Hochrisikopapieren mutiert: Bsp.: Eine Anleihe über 20 Jahre, die vor ein paar Jahren zu par von 100.- mit einem Coupon von 5% ausgegeben wurde, kostet im heutigen Tief- bzw. Negativzinsumfeld vielleicht 500.- (bzw. wird so in der Bilanz bewertet) und liefert noch einen Ertrag von 1% (von 500.-). Nach 20 Jahren wird aber nur 100.- zurückbezahlt werden. Das heisst, bis dahin muss „jemand“ GARANTIERT bis zum Ende der Laufzeit der Anleihe 400.- Verlust fressen (also 80% Verlust in unserem Beispiel). Die SNB kann wohl ihre Papiere auch nicht rechtzeitig abstossen, da sie ja damit dem Markt wieder CHF entziehen würde, was den CHF erstarken liesse. Zudem würde es dem Markt wohl bei einer Abwärtsbewegung an Liquidität fehlen (alle wollen raus), so dass die SNB für solche Papiere bloss einen Tiefpreis erzielen könnte. Ergo wird sie wohl die „heissen Kartoffeln“ bis zum bitteren Ende in Händen halten und garantiert Milliardenverluste schreiben. – (Und das Parlament palavert dann jeweils monatelang über Geschäfte im Umfang von ein paar hundert Millionen bzw. maximal ein paar Milliarden…). Das wird ganz böse enden, für alle in der Schweiz, die Spar- und Bareinlagen bei den CH-Banken halten und von (zukünftigen) Pensionskassenleistungen abhängig sind, und dann wird als nächstes der Immobilienmarkt implodieren…
    Leider sind unsere Parlamentarier und BR ja weitgehend ahnungslos. „Rire c’est bien pour la santé“, meinte einer der BR noch kürzlich. Na ja, mir bliebt bei solchen „Clowns“ das Lachen jedenfalls im Halse stecken.

    • @Franco Bosisio

      Sehr geehrter Herr Bosisio

      Besten Dank für Ihren Beitrag.

      Es ist wirklich so, dass wir mit unserer Nationalbank auf einem Pulverfass sitzen und die Schweiz hat das immer noch nicht kapiert.

      Ich gehe auch davon aus, dass auf den Obligationenbeständen der SNB noch riesige Verluste anfallen werden, wenn die Zinsen steigen. Früher oder später wird das der Fall sein.

      Dann beinhalten auch die gewaltigen internationalen Aktienbestände der SNB ein hohes Risiko. Der Markt drückt schwache Investoren immer hinaus. Und die SNB ist nun einmal ein ganz schwacher Investor, der auf Pump seine Aktien gekauft hat.

      Und bei den Devisen ist klar, dass sich Dollar und Euro (alte europäische Währungen) gegenüber dem Franken seit Jahrzehnten auf einer Einbahnstrasse nach unten befinden.

      Es scheint, als ob wir mit der SNB in einer Falle sitzen. Die SNB versucht nur noch Zeit zu gewinnen mit ständig neuen Devisen- sowie Obligationen- und Aktienkäufen. So will sie den Markt stützen. Aber wenn eine heftige Korrektur kommt, dann bricht das Kartenhaus SNB zusammen.

      Schade. Das alles wäre nicht nötig, wenn die SNB nur ein bisschen von ihrem hohen Ross herunterkäme und Kritik ernst nähme.

      Freundliche Grüsse und trotzdem noch einen schönen Tag

      Marc Meyer

    • @Bosisio: Eine 20-jährige Anleihe mit einem Coupon von 5%, die zu 500% gehandelt wird? Das soll wohl ein Scherz sein. Oder ein Beweis, dass der Kommentarschreiber keine Ahnung von Obligationen und/oder elementarer Arithmetik hat. Andererseits, das ist schon ok, Fakten sind ja nicht so wichtig in einem Meinungsblog…. 😉

    • @moneymoney

      Und Sie gehören doch auch zu jenen, die immer wieder behaupten, die SNB könne „Geld aus dem Nichts“ schaffen.

      Haben Sie den Irrtum von Herrn Jordan immer noch nicht eingesehen? Oder wollen Sie nicht dazu stehen?

      Wie schätzen denn Sie das Risiko des immensen Obligationenportefeuilles der SNB ein angesichts der sehr niedrigen Zinsen?

      Und finden Sie, die SNB könne mit ihren Bussen auf Inlandanlagen Euro und Dollar stützen und die Schweizer Wirtschaft ankurbeln?

      Auf eine konstruktive Antwort würde ich mich freuen.

      mfG

    • @ Marc Meyer

      Den Ausdruck „Geld aus dem Nichts“ habe ich noch nie verwendet, das tönt mir zu sehr nach Zauberei. Die SNB kann Assets kaufen und mit Notenbankgeld bezahlen. Damit verlängert sich die Bilanz, da Notenbankgeld, wie wir alle wissen, auf der Passivseite der SNB-Bilanz steht. So weit ist, glaube ich, alles klar. Nicht einig sind wir uns in der Frage, ob die SNB die Notenbankgeldmenge kontrolliert oder nicht. Sie, Herr Meyer, behaupten, dass die Banken zur SNB gehen und für das Notenbankgeld irgendwelche Assets verlangen können. Da bin ich anderer Meinung. So wäre es beim Goldstandard, aber nicht in einer Papiergeld-Welt. Die Banken können sich mit Notenbankgeld irgendetwas kaufen (von anderen Banken), aber die SNB ist nicht gezwungen, das Notenbankgeld zurückzunehmen. Und falls alle ihr Notenbankgeld loswerden wollen? Dann sinkt dessen Wert, d.h. der Wert des Frankens.

      Doch nun zu Ihrer Frage. Ich beneide die SNB nicht um ihre Aufgabe. Die SNB nimmt an, dass ohne Negativzinsen der CHF so stark würde, dass es der Schweizer Wirtschaft schaden würde. Wenn durch spekulative CHF-Nachfrage der EUR auf, sagen wir, 90 Rappen sinken würde, hätte die Wirtschaft wahrscheinlich ein grösseres Problem. Die Frage ist, ob ein starker Franken Ausdruck von wirtschaftlicher Stärke ist (grosse Nachfrage nach attraktiven CH-Produkten und –Dienstleistungen) oder nur die Folge von spekulativen CHF-Käufen und „Safe haven“-Investitionen. Man (und die SNB) weiss es eben nicht mit Sicherheit. Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat aber gezeigt, dass die Wirtschaft relativ gut mit einem sehr starken Franken (aus Sicht von sagen wir 2010) zurecht kommt. Also ist ein grosser Teil der CHF-Stärke tatsächlich Ausdruck von wirtschaftlicher Stärke. Von 1.40 spricht heute niemand mehr. Andererseits gibt es wahrscheinlich einen Punkt, wo im grossen Stil Verlagerungen von Betrieben ins Ausland stattfinden würden, man weiss aber nicht genau, wo dieser Punkt liegt. In dieser Situation versucht sich die SNB nun irgendwie „durchzuwursteln“, wobei das negativer tönt, als ich es meine. Einerseits den Franken nicht „zu stark“ werden lassen (aber was ist „zu stark“?), und andererseits die Bilanz nicht noch mehr ausdehnen.

      MfG

    • @moneymoney

      Guten Abend

      Danke für Ihren Beitrag

      Entweder verdrehen Sie die Aussagen von Herrn Jordan absichtlich oder sie haben offenbar immer noch nicht begriffen, was SNB-Chef Jordan behauptet:

      Jordan behauptet, die SNB könne Geld schöpfen und damit sämtliche Schulden der SNB jederzeit begleichen. Dadurch wird die SNB-Bilanz verkürzt.

      Sie behaupten aber salopp, „wie wir alle wissen“ verlängere sich die Bilanz.

      Nein – Herr Jordan weiss das nicht. Er behauptet das Gegenteil.

      Herr Jordan bezeichnet Notenbankgeld zudem als „Liquidität“ der SNB und damit als Aktivum der SNB – nicht als Passivum, wie Sie jetzt als selbstverständlich schreiben.

      Aufgrund dieser Fehler kommt Jordan zum Schluss, dass es sich bei Notenbankgeld um Eigenkapital der SNB handelt. Auch das ist falsch: Notenbankgeld ist Fremdkapital der SNB und kann deshalb von den Gläubigern zurückgefordert werden.

      Eigenkapital kann nicht zurückgefordert werden. Fremdkapital kann zurückgefordert werden.

      Auch hier zeigt sich, dass Jordan Eigen- und Fremdkapital der SNB miteinander verwechselt.

      Würde Geld aus der SNB heraus selber entstehen, wie Jordan explizit sagt („aus dem Nichts“, wortwörtlich), so wäre auch das Eigenkapital der SNB. Es handelt sich aber um Fremdkapital der SNB von dritten Kapitalgebern.

      Die Kapitalgeber haben somit das Recht, das Kapital, das sie der SNB ausgeliehen haben, wieder zurückzufordern oder abzubauen. Alles andere wäre Enteignung der Banken durch die SNB.

      Und selbst wenn die Banken das bei der SNB angelegte Vermögen nicht zurückfordern, so müssen sie es dennoch bewerten.

      Fällt das Eigenkapital der SNB in den negativen Bereich, so müssen die Banken entsprechende Wertberichtigungen vornehmen. Da kann zum Konkurs der Banken führen.

      Sind Sie nicht Direktor bei der UBS? Dann sollten Sie das verstehen und es sollte Sie auch interessieren.

      Diese Gefahr hat Jordan – und haben offenbar auch Sie leider immer noch nicht begriffen.

      Es wird Zeit, dass die SNB endlich einmal ihre Fehler zugibt, anstatt alles immer wieder zu verdrehen.

      Schönen Abend

      Marc Meyer

  25. Jeder Export in CHF der Realwirtschaft stärkt den Schweizer Franken. Die Exporteure schiessen sich genau genommen selber ins Knie. Hingegen schwächt auch jeder Import, mit einer Fremdwährung bezahlt, den Schweizer Franken. Da wir seit Jahren ständig einen Leistungsbilanzüberschuss haben wäre es nur logisch, dass der CHF stetig stärker wird. Der Leistungsbilanzüberschuss besteht ja nicht nur aus reinen CHF. Hierfür sind unzählige Konzerne als Beispiel zu nennen, welche zum Beispiel einen $ Überschuss erwirtschaften aber in CHF bilanzieren, Dieser buchhalterische Effekt hat jedoch keinen Einfluss auf den CHF-Wechselkurs.

    Was wirklich Gift für die Wirtschaft ist sind Wechselkurssprünge von 10%-20%, wie wir sie erlebt haben. Dies sollte nicht passieren

    Schade ist, dass hauptsächlich nicht die Realwirtschaft, via Konsum und Investitionen, den Wechselkurs beeinflusst sondern spekulatives Geld.
    So gesehen wären nur Kapitalverkehrskontrollen ein mögliches Instrument zur Eindämmung von Wechselkurssprüngen.

    • @Vive la France

      Danke für Ihren Kommentar.

      Ja es sind die Exporteure, die Devisen verkaufen und den Franken so stärken.

      Eine grosse Nachfrage nach Schweizer Gütern führt zu einer grossen Nachfrage nach Franken und damit zu einem starken Franken.

      Der Franken ist das Resultat der starken Exportindustrie.

      Wenn die SNB den Franken schwächt, so schwächt sie damit die Schweizer Volkswirtschaft und damit die Schweiz.

      Der Dollar fiel von 4.30 zum Franken auf unter Parität. Trotzdem haben wir noch nie so viel in die USA exportiert wie heute.

      Das ist der Beweis, dass der starke Franken gut ist.

      Vive la Suisse et le franc suisse!

      mfG

    • @Marc Meyer, Dr.
      Gehe zum ganzen Artikel einig mit Ihnen. Vor allem eigene Wirtschaft stärken macht Sinn. Wenn man als Politiker etwas unlogisches tut, ist meist eine üble Mauschelei oder Unwissenheit der Grund. Ich tippe im Fall der SNB/EZB auf sehr üble Mauschelei oder gar Erpressung.

      Hier habe ich etwas bedenken:
      […] Der Dollar fiel von 4.30 zum Franken auf unter Parität. Trotzdem haben wir noch nie so viel in die USA exportiert wie heute. […]

      Stellt sich nur die Frage, ob die USA diese exportierte Waren auf Pump kauft (und nie zurückbezahlt) oder in Cash. Ich bin aus diesem Grund kein Freund von Exportüberschüssen, letztlich profitiert immer derjenige der Importdefizit hat.
      Zudem wird die USA mit 19 Billionen Staatsschulden von den beiden wichtigsten US-Ratingagenturen Moody’s und Fitch mit AAA geratet, von S&P mit AA+, wo die USA schon lange nicht mehr hingehört und bei uns viel zu günstige Kredite kriegt. Bei mir wäre die USA bei CCC oder schlechter, weil sie kein Konzept haben aus den Schulden je rauszukommen.
      Ich finde die Ratingagenturen müssten die kritischen Ökonomen viel besser kontrollieren und gegebenenfalls einzelne Ratings medial beanstanden, das ist wichtig.
      Und dies betrifft auch die Geldschöpfung.
      Nehmen wir an ich habe Aktien auf ein zu hoch geratetes Produkt gekauft, und ich gebe die Aktien bei der Kreditvergabe an, kann dies die Bank und somit das Geldsystem schädigen. Dann wird die Geldschöpfung durch „fast“ nichts, doch wieder wahr.

      Auch wenn man bei der Kreditvergabe ein Geldvermögen angiebt, dass bereits durch eine Schuld entstanden ist verwässert sich das System in Richtung Kartenhaus.

      Ich denke daher, dass wir dringend ein anderes Geldsystem brauchen, jedoch kein digitales unkontrollierbares System, wie es die UBS oder der IWF mit SZR gerade einführen wollen. Der IWF möchte sein SZR wohl gerne den Petrodollar ersetzten, doch auch dieses System wird scheitern, wenn man den Fehler im exponentiellen Zins und Zinseszins nicht entfernt.
      Ich denke bei einem anderen Geldsystem an Silvio Gesell – Wörgl. Zumindest sollten möglichst viele Menschen Wörgl kennen, weil man nach dem Crash und dem wohl darauffolgenden Krieg was neues braucht, dann sollte man etwas einführen, was von Beginn weg funktioniert.

      Noch was, die Minuszinsen der SBN gäbe neue Möglichkeiten, wenn man sie konzequent auf alle Konten moderat umsetzt. Zum Beispiel könnte man auf Steuererklärung verzichten und bei allen Konten den benötigten Betrag abhobeln. Es wäre sogar gerecht, wer mehr hat gibt mehr. Die Leute würden ihr gehortetes Geld wieder investieren, was das Wachstum antreibt. Das zuviel gewonnene Geld müsste jedoch gleich wieder in die eigene Wirtschaft fliessen, um sinnvolle Projekte anzustossen. Man könne Patente kostenlos machen, was auch wieder einen Schub in die Wirtschaft geben würde. Wenn man wirklich will, ist praktisch alles möglich.

    • @AJD

      Besten Dank für Ihren Kommentar.

      Die USA kaufen auf Pump ein. Und unsere SNB macht auch Schulden, transferiert dieses Kapital ins Ausland, und hofft, dass das Ausland damit wieder in der Schweiz einkauft.

      Das ist absurd.

      mfG

  26. Fährt man die Einkommen der Rentner herunter, dann hat dies auch Folgen für die Schweizer Wirtschaft.

    Wer nimmt überproportional die Schweizer Dienstleistungen in Anspruch?

    Das sind die Rentner, die Wander Ferien machen, im Restaurant essen gehen, sich was gönnen oder sonst wie die heimische Wirtschaft durch ihren Konsum unterstützen. Wir sind eine Dienstleistungsgesellschaft, es ist grob fahrlässig die besten Kunden dieser Dienstleistungsgesellschaft zu schwächen.

    • @P. Meier

      Richtig.

      Die Umverteilung der SNB von den Rentnern und Sparern hin zu den Exporteuren macht volkswirtschaftlich keinen Sinn und entspricht nicht der Aufgabe der SNB.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  27. In der Tat betreibt die SNB ihre Währungspolitik zulasten der Sparer und unserem Vorsorgekapital. Die Inflation findet dort statt und nicht beim Konsumenten, wo die SNB eigentlich möchte. Es ist zudem haarsträubend bis fahrlässig, dass das Führungsgremium der SNB über ungesicherte Fremdwährungspositionen in der Höhe von deutlich über einer halben Billion entscheiden kann und dabei die Eigenkapitalvorschriften, die sie anderen Banken vorschreibt, selbst nicht erfüllen kann. Aber die Damen und Herren dort halten sich ja für das Wunder, die Märkte bestimmen zu können. Das ist auf lange Sicht noch keiner Nationalbank gelungen. Die Zeche wird unsere Volkswirtschaft in ein paar Jahren bezahlen müssen – mit Steuererhöhungen, Arbeitslosengeldern und entwerteten Vorsorgekapitalien.
    Dr. Marc Meyer hat leider recht.

    • @Mark T.

      Danke.

      Sie schreiben:

      „Es ist zudem haarsträubend bis fahrlässig, dass das Führungsgremium der SNB über ungesicherte Fremdwährungspositionen in der Höhe von deutlich über einer halben Billion entscheiden kann und dabei die Eigenkapitalvorschriften, die sie anderen Banken vorschreibt, selbst nicht erfüllen kann.“

      Genau so ist es.

      mfG

    • @Mark T.

      Addendum

      Es ist sogar so, dass die Banken möglicherweise einmal Konkurs gehen wegen der SNB selber.

      Und dann will die SNB die Banken retten.

      Absurd. Sollten Bundesrat und Parlament eigentlich einsehen.

      mfG

    • @stiller Beobachter

      Danke.

      Das Problem unter der Oberfläche liegt darin, dass die Zentralbanken in Wertschriften minderer Qualität investieren. Dadurch wird die Bonität der Zentralbanken selbst verwässert.

      mfG

  28. Herr Meyer, wäre die Situation nicht eine andere wenn die SNB nicht über die Geschäftsbanken sondern direkt an den Markt ginge?
    So wäre nur die Bilanz der SNB bei Kursverlusten betroffen.

  29. Lieber Herr Meyer, bitte geben Sie nicht auf. Das muss in die Köpfe der Politiker „geprügelt“ werden, bis die es verstehen.

    Weiter so. Herzlichen Dank!

  30. Dr Marc Meyer. Sie profitieren als Dozent noch enorm von der alten Welt. Ihr Salär ist im Vergleich zum benachbarten Ausland 2 bis 3 mal überhöht. Bis zu Ihrer Pensionierung ändert sich daran auch wenig auch wenn der Chf/EUR Kurs bei 70 Rappen liegt. Die Schweizer Wirtschaft geht aber daran zugrunde. Sie liegen mit Ihren Ausführungen aus meiner Sicht falsch. DIie SNB macht einen guten Job.

    • Dass Herr Hitsch, statt wenigstens einige
      der Ausführungen von Herr Dr. Meyer sachlich
      zu widerlegen dies durch einen Hinweis
      auf die Höhe dessen Salärs zu tun versucht,
      ist schade. Es deutet für mich darauf hin, dass
      die Gedankengänge von Herrn Dr. Meyer, die
      ich mir seit langem auch gemacht habe, richtig
      sind.
      Eine öffentliche, durch alle betroffenen Kreise
      geführte Didskussion ist das einzige Kraut, welches
      gegen die sich gottähnlich gebärdende SNB
      gewachsen ist.
      Frage an Radio Eriwan: gibt es etwas mächtigeres als eine AG? Antwort: Im Prinzip ja, eine spezialgesetzliche AG, bei der die Wahl der Führungsspitze nicht durch die Aktionären gesteuert werden kann.
      Eine allfällige politische Intervention beim
      Bundesrat durch eine Partei würde nichts bringen.
      Dieser würde bloss versuchen, sein Handeln bzw. in casu Nicht-Handeln unter Hinweis auf die eigene fachliche Überforderung und die politische Unabhängigkeit der SNB zu rechtfertigen.
      Meister, die Geister die ich rief, die werd ich nimmer los…

    • @Hitsch

      Danke

      Wenn Sie die Saläre ansprechen, so fragen Sie doch einmal nach den Salären der drei SNB-Direktionsmitglieder.

      Machen diese einen guten Job, wenn sie die Schulden der SNB als Vermögen der SNB deklarieren?

      Bzw. wenn sie von den Volksschulden behaupten, es handle sich um Volksvermögen?

      Die führen das Schweizervolk an der Nase herum. Diesen Irrtum der SNB bezahlen bis jetzt vor allem die Vorsorgeeinrichtungen und Sparer.

      Nein. Das ist kein guter Job, den die machen.

      mfG

    • @stiller Beobachter

      Danke. Richtig.

      Wenn keine Argumente da sind, so spielt man auf die Person.

      mfG

      Marc Meyer

    • @Peter Schleuss

      Danke.

      Sie schreiben:

      „Eine öffentliche, durch alle betroffenen Kreise
      geführte Diskussion ist das einzige Kraut, welches
      gegen die sich gottähnlich gebärdende SNB
      gewachsen ist.“

      Damit treffen Sie den Nagel auf den Kopf.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @P.Meier

      Danke.

      Ja der „Hitsch“ spielt auf die Person – hat offenbar keine fachlichen Argumente.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  31. Vielleicht müssten halt die investitionen in chf reguliert werden. Nicht schweizer mit strafZzz (strafzins, strafzoll oder strafzettel) belasten. 2% strafzins für die bundeskasse für alle nichtschweizer. Vielleicht würde das wirken.

    • @Laie

      Danke.

      Die Strafzinsen an inländische Investoren sind wirklich nicht Wechselkurs-wirksam.

      mfG