Stürzender Fintech-Guru beschäftigt eigene Sippe

Martin Saidler verbrennt Kohle wie Heu – In Internet-Imperium sitzen Frau, Freundin, Sohn, Schwiegertochter – Geheim-Buchhaltung.

Martin Saidlers Fintech-Imperium wankt. Der Kingsize-Startup-Unternehmer musste 40 von 80 Programmierer entlassen – das Herz seiner Fintechbude Centralway Numbrs ist halbiert.

Topleute hatten von Google im Silicon Valley zur Centralway im Zürcher Kreis 3 gewechselt. Nun stehen sie auf der Strasse.

Wegen Saidlers Versprechen, die sich als hohl herausgestellt haben. Eine Milliarden-App für Mobil-Banking wollte der Österreicher mit Wohnsitz in Zug lancieren. Ospels, Lombard Odier, Mirabaud, you name it, sie alle gaben Kohle.

Nun verbrennt Saidler das Geld – ohne Ende. Ein stolzer Teil landet in seinem eigenen Sack; und in jenem seiner Familie.

Denn Saidler und sein Internet-Finanz-Imperium ist eine Familien-Kiste. Wer sich im Unternehmen herumschaut, überall taucht ein weiteres Sippen-Mitglied auf.

Martin Saidlers Ehefrau kümmert sich um die Weiterentwicklung der Firma. Sein Sohn, der sich Martin Saidler Junior nennt, ist auch dabei.

Dessen Frau, also die Schwiegertochter, organisiert als Büro-Managerin den Laden. Und sogar deren Bruder hat ein Auskommen in Saidlers Traumwerkstatt gefunden.

Und dann gibt es da noch eine junge Frau, die in Saidlers möglicherweise implodierendem Imperium omnipräsent ist.

Um sie ranken sich viele Gerüchte. Sicher ist, dass die Frau nicht nur in den Bürogängen auf- und abmarschiert und grossen Einfluss auf die Geschäfte des gebürtigen Österreichers mit den einstmals 300 Millionen Vermögen in der „Reichsten-Bilanz“ ausübt.

Sondern sie ist auch privat ständig in unmittelbarer Nähe ihres Patrons. Am Zuger Wohnsitz von Martin Sailer bewohnt die Frau eine Einlegerwohnung.

Ein eigentlicher Familienbetrieb, der aber bei reichen Investoren über die letzten 5 Jahre über 100 Millionen liquide Mittel lockergemacht hat und dieses Geld nun ziemlich schnell verbrennt.

Nicht nur, um die App und die übrige Software aufzubauen.

So soll sich Martin Saidler, der Guru im schwarzen Pullover, jeden Monat einen stolzen Lohn auszahlen. Hinzu kommen die Löhne für Saidlers Ehefrau und die übrigen Familienmitglieder sowie nahe stehenden Personen, die entweder direkt bei der Centralway Numbrs angestellt sind oder dann in einer anderen Saidler-Firma.

Auf eine entsprechende Frage meinte gestern Saidlers Pressefrau, man würde sich „grundsätzlich nicht zu den Gehältern“ der eigenen Leute äussern.

Seinen Reichtum versteckt Martin Saidler nicht. Er fährt im schwarzen Bentley Continental vor, daneben steuert er einen Mercedes der S-Klasse.

Teure Autos, schwarze Pullover, gescheite Sprüche: So lockte Saidler die Multimillionäre in seine Firmengruppe. Sogar ein arabischer Staatsfonds setzte sein Öl-Geld auf den Österreicher, dessen Englisch erstaunlich limitiert ist.

It’s all about Image. Saidler zelebriert den Ruf eines Digital-Enterpreneurs bis zur letzten Minute der Woche.

Immer um fünf Uhr am Freitag Abend müssen sich alle Mitarbeiter im Quartier Binz in Zürich-Wiedikon in der superteuren und riesigen Bürolandschaft von Centralway Numbrs um ihren Chef und Patron versammeln.

Der gibt dann seine Weisheiten zum Besten – über das Unternehmen, die Welt, die Technologie. Einschwören auf die Firma, alle für einen, einer für alle.

Vor allem für Martin Saidler. Wer dessen Vision hinterfragt und kritische Fragen stellt, bleibt nicht lange an Bord.

In der Firma herrsche eine permanente Angst vor Leuten, die nicht einfach Ja und Amen zu Saidler und seinem Super-Startup sagen. Die Stimmung sei geprägt von Misstrauen und dem Gefühl, permanent überwacht zu werden.

Niemand ausser Saidler hat den Überblick über die Zahlen. Ein junger Buchhalter arbeitet separiert vom Rest der Crew in einer eigenen Zone. Er tauscht sich kaum aus mit den übrigen Angestellten.

Saidler hat damit die totale Kontrolle. Sein Finanzchef ist nicht nur für die Centralway Numbrs zuständig, sondern sitzt auch in Saidlers Family Office mit Sitz in Zug.

Dass Saidler nun 40 IT-Fachleute Knall auf Fall auf die Strasse stellt, wirft die Frage auf, wer den Unternehmer mit dem undurchsichtigen Aufstieg zu dieser Notmassnahme gedrängt hat.

Sind es die Araber, die erst vor kurzem nochmals viele Millionen in Saidlers Hochrisiko-Firma steckten? Sind es Ospels, die sich allmählich fragen dürften, ob sie auf das richtige Pferd gesetzt haben?

Kommentare

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  1. Ich bin vielleicht der Einzige hier, aber ich finde das Geschäftsmodell von Centralway nachvollziehbar. Mit dem Aufbau der Scout24-Gruppe hat Herr S. einen Track Record. Was er in diesem Interview sagt klingt vernünftig:

    http://www.finews.ch/news/banken/26136-martin-saidler-centralway-numbrs-interview-fintech-schweiz-unicorn

    P.S. Ich bin weder verwandt noch verschwägert mit Herrn S. Ich bin auch weder Mitarbeiter noch Investor oder Kunde von Centralway.

    • Nice try, Max. Aber Saidlers Anteil am Erfolg von Scout24 ist nur in homöopathischen Einheiten messbar, sprich vernachlässigbar.

  2. Ui, das mit der Freundin könnte ein juristisches Nachspiel haben… seit links-grüne Richterinnen der Weltwoche eins auswischen wollten und Ph. Gut wegen (angeblich) „übler Nachrede“ verurteilt haben, scheint hier ein Damm gebrochen zu sein… mal schauen wie lang es geht bis es die ersten linken Medien erwischt. Vielleicht wird die WOZ das politischi Anti-Weltwoche-Urteil (und nichts anderes war es), dann nicht mehr so freudig begrüssen…

  3. Zusammenfassung:
    – Kompliziertes Firmengeflecht
    – Kompliziertes, angeblich technologiegetriebenes, „neues“ Geschäftsmodell
    – Abhängigkeiten und Geldflüsse zu verbundenen Personen
    – Protziger Lebensstil Gründer
    – Support durch willfährige, unkritische Medien
    – Fokus auf für Profis unwesentlichen Kennzahlen (Downloads anstatt aktive Nutzer)
    Ein idealer Kandidat für den „Swiss New Market“. Man fühlt sich gleich wieder richtig an die guten alten Zeiten (1998/1999/2000) erinnert!

    • Das gleiche liesse sich auch über Avaloq sagen.

      Die haben aber bereits die 4. Entlassungswelle in 6 Jahren.

  4. Bilanz, Finews, Swisscom und alle anderen Personen, die Saidler gehypt haben sollten sich nun mal so richtig schämen.
    Hat nicht bei der guten Story von IP aus dem Frühling (zu einem Zeitpunkt wo die Konkurrenz noch am hypen war) Saidler mit Klage gedroht?
    Die nächste Finanzierungsrunde dürfte nun endgültig zäh laufen.

  5. Sehr schön auch, wie der Head of Legal dieser sicherlich ehrenhaften Gesellschaft keine juristische Ausbildung hat, was jedoch, zugegebenermassen, auch ein Vorteil sein könnte… 🙂

  6. Ein gewisser Dr. Boaz Barack, ein ehemaliger und inzwischen pensionierter CS Private Banker mit besten Beziehungen zu potenten (israelischen) Geldgeber vermittelt Saidler die Investoren-Kontakte. Sein Söhnchen (Ariel Barack) darf sich dafür als CEO einer anderen windigen Saidler-Unternehmung (Statement) aufplustern. Und dann hätten wir noch den Gruppen-CFO Serverin Jan Rüegger, ein Büblein mit Fliege, der in Saidlers Windschatten mitsegelt und der dessen Family Office leitet, das heisste im Wesentlichen die Geldströme leitet. Auch er ist mit einem besonders grossen Ego, dafür mit bescheidenem Verstand, ausgestattet. Eine interessante Truppe also…

  7. Saidler ist doch als Geschäftsmann erledigt und seine Centralway klinisch Tod. Lieferanten mit offenen Rechnungen sollten sich beeilen.

  8. Das «Remote Working Program» mit dem Fintech die entlassenen Programmierer ersetzt ist ein Programm der totalen Steuervermeidung. Programmierer sitzen angeblich an Computern daheim, in Wahrheit aber oft vor Ort in der Schweiz, unbelastet von AHV und anderen Abgaben. Partner ist eine Firma ohne Büro, d.h. nicht greifbar für Behörden/Polizei. Aber Novartis macht das ja auch, also warum nicht Fintech

  9. Inzwischen hat sich doch herumgesprochen, dass Saidler nicht nachhaltig agiert. Für dessen Mitarbeiter, speziell seine fragwürdige Management-Riege, dürfte es nach dem Shutdown sehr schwierig werden, beruflich woanders wieder Fuss zu fassen. Wer will schon Führungskräfte beschäftigen, die sich auf Saidler eingelassen haben und die sich damit in Punkto Urteilsfähigkeit dermassen disqualifiziert haben?

    • Wer? Seilschaften werden immer mitgezogen!

      Für Fragen und Zweifel an der Machbarkeit schauen Sie sich an die Bankmanager in ihrer Umgebung an.

  10. Falls jemand über´s Wochenende viel Zeit für eine kleine Hausaufgabe hat: Fintec = kreative Buchhaltung, oder wie schaffe ich eine schöne Bewertung. Hilfsmittel: die Kapitalerhöhungen und gegenseitige Übernahmen/Verrechnung von Forderungen mit folgenden Gesellschaften:
    – Centralway AG
    – Centralway Factory AG (heute Centralway AG)
    – Centralway Seed AG (gelöscht 2013)
    – Centralway Cloud AG (gelöscht 2013)
    – Centralway Ventures AG (gelöscht 2016)
    – Centralway Numbr AG (alt, gelöscht 2015)
    – Projekt Holding AG, jetzt Centralway Numbr AG (neu)
    – Centralway Switzerland AG (ehemals Centralway Headquarters AG, gelöscht 2015)
    – Project C System AG (gelöscht 2015)
    – Project D System AG (gelöscht 2015)
    – Project S System AG (gelöscht 2015)
    in der Hoffnung ich habe nichts ausgelassen.

    Ich wünsche ein schönes Wochenende, mit oder ohne FinTec….

    • Vor lauter Löschen und Neugründungen mussten die MA im Handelsregister-Amt Zug vermutlich Ueberstunden machen?

      Schieber , Zocker und Wirtschafts-Ganoven bedienen sich oft Methoden, um Financiers und Gläubiger hinters Licht zu führen.

      Warum gerade der Ort Zug immer häufiger in die Schlagzeilen gelangt, muss an der generösen Wirtschaftsförderung liegen?

    • ich habe wirklich ein paar Firmen vergessen, aber es soll ja nicht zu einfach sein… 😉

    • Ein klassisches und überaus vielsagendes Muster, dass aufhorchen lassen sollte. Gleiches gilt für den CFO, der offenbar gleich für verschiedene Saidler-Firmen aktiv ist. Eine seriöse Geschäftsführung sieht definitiv anders aus.

  11. Eine Milliarden-App für Mobil-Banking ist wie ein Regenbogen.

    Regenbogen

    Was man begehrt, versucht man zu erreichen –
    was man nicht will, das hat man schnell erreicht –
    das Ziel scheint oftmals einem Traum zu gleichen,
    in dem es einem Regenbogen gleicht.

    Und so wie dieser hat der Traum zwei Enden,
    an denen er die Erde kaum berührt,
    wo man uralte Mythen und Legenden
    und seine Wünsche gleichermassen spürt.

    Der Topf voll Gold steht stets am ander’n Ende,
    dort ist man niemals auch, zur gleichen Zeit –
    die Last der Suche, dass man ihn doch fände,
    hält uns das Leben oft genug bereit.

    Und diese Suche nach dem Stein der Weisen,
    dem gold’nen Vlies, dem heil’gen Gral – dem Glück,
    begleitet uns auf jeder uns’rer Reisen
    und lässt uns doch nur hinter uns zurück.

    Der Regenbogen selbst ist unser Leben –
    er spannt sich von der Wiege bis zum Grab –
    er ist nur, was er scheint, er ist halt eben
    nur bunte Luft, die ich vergöttert hab‘!

  12. Finanzpyramide mit beachtlichen Ausmaßen, ähnlich zur Scientology Sekte – alles für die Familie. Verstecken macht Sinn wenn man etwas zu verbergen hat. Dumm ist nur der Investor, der Fokuspokus „nicht kleckern sondern klotzen“ glaubt.

  13. mit Deutschen-Kennzeichen bestückter Bentle – wie geht das nach mehr als 15 Jahren in der Schweiz?? Eigentlich sollten da wohl Zuger-Nummern dran sein.
    Seidler Senior ist ja auch schon eingebürgerter Zuger – so schnell wird er dieses Land wo Milch und Honig fliessen für gewifte „Unternehmer“ – sicher nicht verlassen.

  14. Freunde von mir bestätigen das ungesunde, von Misstrauen und Kontroll-Neurosen geprägte Arbeitsklima bei Centralway. Auch die sog. Checkout-Sessions, die jeweils freitags vor Feierabend angesetzt werden (die Teilnahme ist Pflicht) finden tatsächlich statt. Saidler und seine Möchtegerne-Manager zelebrieren sich jeweils selber, während die Kollegen einfach nur ins Weekend wollen. Viele Mitarbeiter haben die Schnauze voll und wollen einfach nur noch weg. Wen wundert’s?

  15. Wir haben jeden Freitag ab 17:30 / 18:00 im Backyard der Bank ein inoffizielles und freiwilliges Meeting. Dort wird natürlich nicht nur über’s Büro, aber auch darüber gesprochen. Je später der Abend, umso besser die Ideen. Ich freue mich jeweils die ganze Woche schon darauf und wenn ich nicht mehr warten mag, trink ich halt bereits unter der Woche im Rössli eins. P.S. heute gibt’s Apéro, den muss ich organisieren. hat jemand eine Idee, wie ich möglichst günstig davonkomme?

    • eine „Centralway for Food“ gründen eine Centralway Holding
      darüber stellen, Ospel und Tante Bodmer in VR anheuern, sonst noch ein paar windige deals einbauen……. oder Apero auf Sonntag nach Kirchengang einlegen, mehr fällt mir nicht ein!

  16. Hat nicht Finews noch vor wenigen Wochen Saidler hochgejubelt bis zum geht nicht mehr?
    Die Investoren bedaure ich nicht. Wer einem „Jungunternehmer“, der mit einem Bentley vorfährt, Kohle in den Rachen schiebt, der spielt Russisches Roulette mit 5 Kugeln in der Trommel…

  17. Diese Fakten haben überdurchschnittlich viele Ähnlichkeiten mit dem Hasardeur Dieter Behring aus Basel😎😎😎. ———————————————————————- Auf ,Schwarze Kleider‘ , teure Autos , undurchsichtige Strategien 🎰und vollmundigen Bluff scheinen immer wieder dumme Schafe hereinzufallen? Ein schwarzes Loch eben: Diesmal aus Oesterreich!

    • Tja,
      Der CEO war eine Schnäppchen – Liebe auf der erste Blick: ohne Job, bereit alles zu unterschreiben und sogar sich für Martin opfern.
      Mann muss zuschlagen bei so was.

  18. Er ist halt ein Familienmensch, der gute Martin. Das wollen wir ihm hier doch nicht etwa vorhalten, oder?

  19. Saidler wird hier ziemlich verunglimpft. Ich glaube, der ist eigentlich ganz in Ordnung, mal davon abgesehen, dass er einen an der Waffel hat.

  20. Die Luft um den windigen Martin Saidler wird immer dünner. Offenbar erwirtschaftet Centralway seit Jahren keine Erträge. Vor diesem Hintergrund macht sich in Investorenkreisen wohl langsam Panik breit. Es dürfte zu spät sein. Die Kohle ist weg. Mein Mitleid für die mutmasslich geschädigten (oder muss man von geprellten sprechen?) hält sich allerdings in Grenzen.

  21. Ich lach mich krumm. Richtig krumm. Bald kringel ich den Berg runter. In erster Linie nicht über die absolute Unverfrorenheit des erwähnten Herrn, sondern ab der astronomischen Dummheit der Investoren all derer, die ihn damals Guru nannten und anbeteten.

    Ich lach noch immer. Lachen und Tippen ist schwierig.

    • Und ich lach vor allem über die Systempresse (FuW, Finews um nur ein paar zu nennen), die auch diesesmal wieder unkritisch im Hype mitgemacht hat. Das ist dann wieder die Qualitätspresse, die ja eine so wichtige Aufgabe für die unabhängige Meinungsbildung erbringt.
      Gottseidank gibts noch Insideparadeplatz!

    • @Antworter

      Ja. Die ‚Systempresse‘ – genialer Ausdruck, ich zitier Sie beizeiten mal gerne -, allen voran Finews, verkommen zu Hinterhoffreundschaftsdiensteportalen. Es ist gerade dort immer mehr als offensichtlich, mit wem sich die Redaktoren verstehen, resp. wen sie anhimmeln.

  22. So lang‘ der Wirt nur weiter borgt,
    Sind wir vergnügt und unbesorgt.

    Johann Wolfgang von Goethe
    * 28. August 1749 † 22. März 1832

  23. Also wenn der Saidler nun dem Ospel seine Millionen verbrennt, ist das doch irgendwie noch ausgleichende Gerechtigkeit. Denke, das Mitleid mit Familie Ospel hält sich stark in Grenzen. Schon unglaublich, wie in der heutigen Zeit doch noch x-Millionen geschunden werden können ohne (richtige) Due Dilligence. Hoffe, Familie Saidler disloziert dann bald wieder ins Heimatland.

    • Der rauchende Marcel agiert genau gleich dilletant und dumm wie seinerzeit bei UBS und Swissair; ich habe gesprochen!

  24. „Immer um fünf Uhr am Freitag Abend müssen sich alle Mitarbeiter im Quartier Binz in Zürich-Wiedikon in den superteuren und riesigen Bürolandschaft von Centralway Numbrs um ihren Chef und Patron versammeln.“

    Falls Herr Saidler das liest: Meetings Freitags um 5.00 sind die Pest. Braucht kein Mensch. Montags oder Dienstags morgens ist wesentlich effektiver. Ausserdem: wenn Mitarbeiter die ganze Woche absolute Leistung bringen (sollen) , versaut man ihnen nicht auf diese Art und Weise das Wochenende oder die Lust aufs Unternehmen 😉 das ist so gar nicht Fintech state of the art

    • @Headhunterin: Montag ist ein ’no go‘. Dienstag oder Mittwoch, alles andere macht keinen Sinn.

    • ….darum gibt es auch (mehr und mehr) Leute die anführen, es soll angeblich in etwa immer die gleiche Leier sein!

      Eines muss man ihm neidlos zugestehen; verkaufen kann er sich und die Geldgeber bemerken anscheinend nicht dabei, dass er seine Hände schon wieder in ihre Brieftaschen steckt…

      Übrigens; Bentley Continental Fahrern sagen doch zwei drei schlaue Frauen da draussen nach, kommt nichts raus wenn man sie auf den Kopf stellt. Dazu gibt es einige zutreffende Beispiele auf dem Platz Zürich, Zug und Hombrechtikon….

    • Gründsätzlich haben Sie natürlich recht, Frau Headhunter. Das müsste ich jetzt auch nicht haben. Eine Erklärung liegt wohl darin, dass die Mitarbeiter zwischen 18:00 Freitags und 08:00 Montags ganze 62 Stunden ohne Gehirnwäsche sind. Da braucht’s natürlich nochmals eine richtige Überdosis, damit niemand am Wochenende auf die Idee kommt, alles zu hinterfragen.

    • Lasst mich raten: Wenn der breitspurige Anführer am Freitagabend spricht, klatschen noch alle künstlich obendrauf, während der Chef micht mal merkt, dass er der einzige, (mit einem kleinen Bentley-) dasteht.
      Wahrlich, alle verdienen sich in jener „Sekte“. Vom Insestor, bis zur Tipse (oder Sugar-Babe 🙂

  25. Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.

    Mark Twain
    * 30. November 1835 † 21. April 1910