CS-Heuschrecke Bohli hat superteure Scheidung

Hedgefund-Mann, der Grossbank 3-teilen will, ohne Ehevertrag – Gerüchte um Abstossen von Aktien – CS attackiert Bohlis Partner.

Braucht Rudolf Bohli Cash? Der Schweizer Raider, der die CS aus den Angeln heben will, steht jedenfalls vor der Scheidung.

Diese könnte teuer werden. Bohli und seine Noch-Ehefrau hätten nämlich keinen Ehevertrag. Sprich: Alles wird geteilt.

Für Bohli würde das heissen, dass er viel Geld benötigt. Cash. Liquidität. Zumindest dann, wenn seine Ex auf Barausgleich beharrt.

Bohli wollte gestern nichts zu seiner Scheidung sagen. Das sei privat.

Heute berichtet die Financial Times über Probleme von Bohli im Geschäft mit seiner Firma namens RBR. Er würde die Hälfte seines Business schliessen, schreibt die Zeitung.

„RBR, run by Swiss financier Rudolf Bohli, has begun the process of liquidating the firm’s two long-short equity funds, two financiers briefed on the situation said“, meint das Blatt.

Bohli sagte der Financial Times, dass einer seiner wichtigen Fonds weiterhin wachsen würde. Kürzlich wurde bekannt, dass Bohli einen bekannten Schweizer Investmentbanker zu sich geholt hat.

Die Finanz-Zeitung beruft sich auf einen Insider, wonach Bohlis Performance in diesem Jahr teilweise stark gelitten habe. Vor allem mit einem Investment in Deutschland.

Die Financial Times wiederholte Gerüchte der letzten Wochen, wonach Bohli seinen Anteil an der CS reduzieren würde. Dieser wird auf 0,2 bis 0,3 Prozent geschätzt.

Ein CS-Manager hatte vor 2 Wochen am Investorentag der Bank offiziell behauptet, Bohli habe CS-Aktien abgestossen.

Bohli dementierte gestern am Telefon vehement. Er habe weiter zugelegt, mehr und mehr CS-Investoren würden an seinem Plan Gefallen finden.

„Es braucht Zeit“, sagte Bohli. „Die haben wir.“

Bohli will die CS Schweiz zum Herzstück der neuen Bank machen. Diese würde er anreichern mit ein paar ausgewählten Elementen der heutigen Investment Bank.

Der Rest des immer noch riesigen Tradings würde er abstossen – dies nach einer massiven Sanierung. Schliesslich sieht Bohli Chancen für einen Börsengang des Beratungs-Teils im Investment Banking.

Die neue CS mit Kern Schweiz und Vermögensverwaltung soll auf einer völlig neuen Informatik aufgebaut werden.

Die CS-Spitze kämpfte von Beginn weg gegen Bohli. Sie verteidigt damit nicht nur ihre eigene Strategie, die eine graduelle Entwicklung vorsieht.

Sondern sie kann mit diesem Vorgehen auch hoffen, dass der eigene Bonus weiterhin hoch bleibt.

Auf Bohli schiessen die CS-Strategen scharf. So kommt aus der CS heraus die Information, dass eine hohe CS-Managerin fristlos entlassen worden sein.

Die Frau habe ein Liebesverhältnis mit Gael de Boissard, einem Ex-Investmentbank-Chef der CS. Dies wurde bereits im Herbst bekannt, als Bohli seinen Angriff lancierte.

Mit der Neuigkeit, wonach die Entlassung fristlos erfolgt sei, will die CS-Führung nun ausdrücken, dass sie gute Gründe habe für die scharfe Personal-Massnahme.

Laut einer Quelle habe die Frau ihrem Liebhaber de Boissard geheime Informationen über die CS-Strategie zugespielt. Über den Ex-CS-Spitzenmann seien die Berechnungen zu Bohli gelangt.

Das sei „Blödsinn“, sagt Bohli. Offenbar sei die CS-Führung nervös, weil seine Zahlen überraschend präzis seien. Diese würden allesamt aus korrekt zugänglichen Quellen stammen.

Die CS-Kampagne gegen Bohli zeigt Wirkung. Gael de Boissard, der sich zunächst für Bohlis Plan ins Zeug gelegt hatte, ist vollständig verstummt.

Die CS habe Boissard einen Maulkorb umgelegt, behauptet ein Insider. Sie habe dies geschafft, weil Gael de Boissard immer noch hohe ausstehende Boni bei der Bank habe.

Diese könnte er verlieren, wenn er sich weiter gegen die CS stelle.

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24 Kommentare zu “CS-Heuschrecke Bohli hat superteure Scheidung

  1. Toll, eine Heuschrecke wird selber gefressen. Ist wie Weihnachten und Silvester zusammen. Ich hoffe, sie lässt ihm auch nicht die letzte Unterhose. Was ich allen Heuschrecken wünsche ist nicht druckreif. Sie zerstören die Welt aus Habgier.

  2. Mr *right* Bohle „right“ is getting divorced „right“? At least someone’s „right“ common sense *right“?

    Waiting for the next public „right“ interview

  3. Tatsache ist, dass Bohlis Offshore-Fund per Ende November eine Performance 2017 von 16.0% hat, und dies nach einem sehr schwachen Monat November, in welchem der Fund 5.9% verlor.

    • 16% ist gut aber nicht sonderlich beeindruckend. Der SPI hat 20% gemacht, die Schweizer Small-Mid Caps sogar 28%, der S&P500 19%…

  4. Bohli, eine weitere Nullnummer auf dem CH-Finanzplatz. Passt scho.

    Und nun: Get Over It! Oder anders gesagt: Irgendwo im Universum soll ein Säcklein mit 5 Reiskörnern umgefallen sein.

  5. Der Nummer 1 Grund einer jeden Scheidung ist …eine Hochzeit 🙂 Ich wusste jedoch nicht dass Heuschrecken Heiraten.

  6. Hinweis: Ohne Ehevertrag bedeutet nicht immer teuer. Mit Ehevertrag bedeutet nicht immer günstig. Immer aber gilt die Erfahrung aus 25 Jahren Praxis: Kampfscheidung bringt nur uns Anwälten etwas.

  7. Das ist Stoff für einen Film im Stile „Gordon G.“ mit etwas Swiss Banking
    und eine paar Portionen „private failures“. Wunderbar – soo guuet.
    Am Züri Filmfestival irgendwann wäre dann Premiere.
    Filmfinanzierung durch die CS gleich selbst.
    Banking Entertainment als neue Division der Teppischetasch-Clowns.

    • Gordon Gekko würde diesen Wichtigtuer bei jedem Deal, sei er noch so klein, outperformen.

      Also bitte ich Sie, wirkliche Grössen nicht mit diesem „lightweight“ zu vergleichen.

      Danke herzlichst.

  8. Heuschrecke? PE oder HF Superstar?

    Dann sind Milo Moiré eine namhafte Künstlerin und Menderes Bağcı ein wahrliches Gesangtstalent.

    Hr Bohli hatte seine Schlagzeilen. Jetzt ist dann aber gut.

    • Milo Moiré IST ein Supertalent. Sie in einem Atemzug mit den oben beschriebenen Versagern zu nennen ist für mich ein Frevel!

    • @Ueli vom Barfi
      In was ist Milo ein Supertalent? Im Kleider ausziehen? Das mache ich jeden Abend auch. Bin ich jetzt auch ein Supertalent?

    • @Krümelmonster
      Wenn Sie eine attraktive Frau sind, können Sie bei mir vorsprechen und ich werde Ihr Talent mit dem von Frau Moiré vergleichen. Ausziehen alleine reicht nicht. Es kommt auf die Performance an, die Kulisse, die Sie wählen etc. Sehen Sie, so einfach ist es nicht.

  9. Wann und für welchen Preis wurden die CS – Aktien erworben?

    Wie hoch ist der – realisierte – Buchverlust?

    Zumal es zuvor kaum Möglichkeiten gab, diese preiswerter zu erwerben als heute…

  10. Tja, da plant man einen Krieg, und die eigene Frau wird zum Saboteur.

    Merke: Der grösste Fehler, denn man in der Schweiz machen kann, ist juristisch zu heiraten! Heirate im Herzen, aber nicht mit deiner Unterschrift! Nimm sogar in Kauf, dass deine Kinder nicht deinen Namen tragen. (Andere Ländern erlauben das Tragen Vatersnamen.)

    Die CS sollte mal endlich anfangen Einnahmen zu generieren. Leute entlassen kann jeder. Die falschen Leute zu entlassen ist gar fatal.

    • Vorschlag:
      Heirat für 10 Jahre und dann jeweils beidseitige Erneuerung wäre zeitgemäss(er).

      Die CS kommt gut voran mit der Restrukturierung und hat am Investorentag ansprechende Mittelfristziele genannt (Gewinn von 5 Mrd, Altlasten sind dann abgebaut).

      Bohli hin oder her.

    • …dass die Kinder eines unverheirateten Paars den Nachnamen des Vaters tragen ist in der Schweiz mittlerweilen auch möglich…

  11. Weshalb ist Gael de Boissard eigentlich bei der CS London rausgeflogen?
    War da nicht ein „Afrika-Skandal“?
    Das gleiche Geschäft, an dem die FINMA seit 2 Jahren herumstudiert und die Obligationeninhaber herausfinden möchte, parallel zu FBI und IWF?
    Weshalb ist der feine Brady eigentlich gegangen?

  12. schon speziell wie ein verhältnissmässig kleiner aktionär eine bankengruppe in panik versetzen kann. spricht ja bände für sich. bohli soll man einfach finanziell ausdürren lassen, dann erledigt sich dieses grossgetue und geldverdienen zu lasten anderer von selbst.