Am Donnerstag war Ende Feuer mit Gisel

Sitzung des VRs der Raiffeisen vor einer Woche in Zürich besiegelte Abgang des CEOs – Neue gewinnen Machtkampf.

Heute vor einer Woche endete die Karriere von Patrik Gisel. In Zürich an der Stampfenbachstrasse, einem Bürohaus, das die Raiffeisen unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit für Sitzungen nutzt.

Dort gab Gisel seinen Rücktritt als CEO. Er kam damit seiner Entlassung zuvor. Hätte Gisel am 12. Juli nicht freiwillig Hand zur Aufgabe geboten, hätte der Verwaltungsrat ihn aus dem Amt entfernt.

Dem Tag der Entscheidung ging eine Woche Zermürbungskrieg voraus. Um den 5. Juli herum traf sich der Verwaltungsrat der Raiffeisen Schweiz ein erstes Mal, um die Causa Gisel zu besprechen.

Damals war der VR noch in zwei Lager geteilt, wie heute auch der Tages-Anzeiger berichtet, der von einem „Machtkampf“ zuoberst in der Genossenschaftsbank schreibt.

Den Ton gaben nun die Neuen im Rat an. Allen voran der frisch gewählte Thomas Rauber, ein Finanzmann und Unternehmer mit kurzer Bankenerfahrung.

Rauber beharrte darauf, dass die Raiffeisen-Gruppe mit Gisel an der operativen Spitze nicht aus den Schlagzeilen herausfinden würde.

Hintergrund für Raubers Einschätzung war die Finma-Abstrafung der Raiffeisen-Spitze. Die Berner Aufsicht hatte in ihrem Bericht Gisel zwar nicht direkt belastet. Doch sie machte klar, dass der CEO auf wackligen Beinen stünde.

Rauber und der zweite Neue im VR, ein Ex-Revisor von Ernst & Young namens Rolf Walker, zeigten sich überzeugt, dass Gisels Rolle und damit die Raiffeisen Topthema der Medien bleiben würden.

„Die Analyse war, dass Gisel im Vorfeld der ausserordentlichen Generalversammlung im Herbst weiter massiv zu reden geben wird“, bestätigt ein Insider.

Die neuen VR-Mitglieder liessen sich von Gisels Supportern im obersten Gremium der Bank nicht beirren. Diese sahen sich ihrerseits durch den Finma-Bericht massiv geschwächt.

Laut Finma war es unter diesen Verwaltungsräten nämlich zu einem „kollektiven Versagen“ an der Spitze der Raiffeisen gekommen; quasi ein Meltdown bei der Nummer 3 des Finanzplatzes.

Die alten Mitglieder, von denen an dieser ersten Retraite des erneuerten VRs nicht mehr so viele übrig waren, sahen sich plötzlich in der Minderheit.

Ihr Gisel, der scheinbar Unbesiegbare, wurde von einer Stunde auf die andere zur Belastung. Gisels VR-Freunde hatten die entscheidende Schlacht um den CEO-Job verloren.

Doch noch fiel Gisel nicht. Denn selbst glaubte der starke Mann der Raiffeisen stets daran, der Richtige für die Zukunft zu sein.

„Er war zwar auch frustriert über den Finma-Bericht, doch fand, dass nichts wirklich Hartes gegen ihn darin stand“, sagt der Gesprächspartner.

In den Tagen nach dem 5. Juli und dem Ende von Gisel am 12. Juli im Raiffeisen-Haus an der Stampfenbachstrasse „bearbeitete“ Präsident Pascal Gantenbein seinen CEO.

Gantenbein hatte vom VR den Job gefasst, Gisel klarzumachen, dass es für ihn Zeit war zu gehen. „Gisel wehrte sich zunächst, weil er nicht einsah, was sich an der Lage verändert hatte“, sagt die Quelle.

Irgendwann zwischen dem 5. und dem 12. Juli wurde dann Gisel klar, was es für ihn geschlagen hatte. Entweder würde er kündigen oder zum Abgang gezwungen.

„Kurve im letzten Moment erwischt“: Blick zu Gisels Abgang

Was folgte, waren Formalitäten. Übers Wochenende, den 14. und 15. Juli, einigten sich der VR als oberstes Kontrollgremium der Raiffeisen und Patrik Gisel, der operative Steuermann, auf die Konditionen für dessen Rücktritt.

Dabei zeigte sich der VR grosszügig. Gisel durfte nicht nur formell selbst kündigen, sondern er erhielt auch die Möglichkeit, bis Ende Jahr auf der Brücke zu bleiben.

Damit verbunden sind weitere 200’000 Franken Lohn inklusive Bonus – pro Monat. Sowie die Möglichkeit, in der Übergangsphase weiterhin Einfluss zu nehmen.

Ein Gisel-Vertrauter zeichnete denn auch gestern das Bild eines motivierten Noch-CEOs der Raiffeisen. „Gisel betont, er bleibe bis Dezember hundertprozentig zuständig für alles Operative.“

Die Realität dürfte eine andere sein. Gisel verkörpert nach seinem erzwungenen Rücktritt die alte Welt. Die ganze Raiffeisen-Organisation mit ihren 10’000 Mitarbeitern orientiert sich ab sofort an den neuen Machthabern.

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75 Kommentare zu “Am Donnerstag war Ende Feuer mit Gisel

  1. Nicht einmal die Entlassung von Gisel kriegen die Bastler in St.Gallen hin. Das wäre nun wirklich nicht so schwer gewesen: Badge abgeben, Handy abgeben, Zugang sperren. Wie bei jedem anderen Mitarbeiter, der massiv seine Kompetenzen überschritten hat.
    Da ja Gisel eh nichts weiss und für nichts verantwortlich ist, braucht es auch keine Übergabe. Er wird eine Lücke hinterlassen, die ihn vollumfänglich ersetzt.

  2. Der VR erlaubt Herrn Gisel den Goldesel
    bis ende Jahr zu behalten. Wieso soll er denn früher gehen?
    In der Welt dieser Player steht der Goldesel im Zentrum. Da geht es nicht um Werte, wie uns das regelmässig vorgegaukelt wird.

  3. Warum zum Teufel ist Gisel noch nicht frei gestellt?!
    Gisel hat Raiffeisen mindestens eine Halbe Milliarde gekostet für das verbockte Avaloq-Projekt (der Nachfolger darf das dann abschreiben). Plus mit seinem sturen Festhalten an seinem Amt die Marke geschädigt. Am Ende ist das wohl ein Milliardenschaden, der ursächlich auf die Handlungen von PG1 zurückzuführen sind. Und PG2 ist mindestens für den Reputationsschaden ebenso verantwortlich.
    Raiffeisen sollte die beiden PGs auf Schadenersatz in Millionenhöhe verklagen. Die Kultur der Verantwortungslosigkeit muss endlich durchbrochen werden!

  4. Aus bestinformierten Kreisen ist zu vernehmen, dass Pierin Vincenz nach einer gewissen „Schonfrist“ nach seiner Knastentlassung völlig unerwartet in bekannten St.Galler Lokalen auftauchte. Es wird berichtet, dass das verständlicherweise massiv überrumpelte Publikum in diesen Fällen meist sprachlos, kopfschüttelnd und vor allem hinter hervorgehaltener Hand massiv ablehnend reagierte. Obwohl ja – politisch korrekt – immer noch „die Unschuldsvermutung gilt“, möchte Herr und Frau Jedermann nicht mehr unmittelbar mit dem im Ansehen tief gefallenen Vincenz konfrontiert werden! Man hat nun von seinen „Auftritten“ einfach schlichtweg genug.

  5. Selber ehemaliges GL- und VR-Mitglied, der auch schon entlassen wurde, ist für mich der Vorgang kurios. Ein CEO muss bei Entlassung natürlich sofort freigestellt werden.
    Aber Raiffeisen agiert in der ganzen Geschichte zu jedem Zeitpunkt konfus und atypisch.
    Gisel wird kaum mehr in einen VR eintreten können. Der ist verbrannter als damals Ospel.

  6. Eine herzliche Gratulation an Lukas Hässig. Nochmals einen „schrägen“ CEO erwischt und damit den Finanzplatz verbessert. Gisel wird man in den nächsten Tagen noch vollstänidig loswerden, der wird unmöglich bis Ende Jahr da noch arbeiten.
    Ich wünsche mir nun 3 Dinge: A) Den Raiffeisensumpf vollends trocken legen: Die komplette RCH-GL (ein Kabinett des Grauens) loswerden, die Berater und Profiteure ans Licht zerren
    B) Dann das gleiche mit der UBS und CS machen (ChainIQ?, Moçambique?)
    C) Bei der unfähigen Finma, den Politikern und den Big-4 kräftig aufräumen

    • @Gratulation:
      zu B):

      Dann müssten ja mindestens Urs Rohner und Mark „Boris“ Branson zurücktreten!

  7. wie es der honorige christliche rauber in den VR der bauernbank gebracht hat, wird uns normal sterblichen wohl verborgen bleiben. ich steige nicht auf das tiefe niveau der bösen vermutungen schwallersches (gleicher NFA zehrender kantonsangehöriger) und kuhaugenleuthardsches bald ex BR niveau ab: alles von christlichsozialer hand vorbereitet. fehlt nur noch der milchpräsident aus kriens KG als pontifexmaximus.

  8. Dies wäre zu meinen Zeiten nie passiert! Jetzt braucht es jemanden der kein Blatt vor den Mund nimmt und den Wasserkopf austrocknet. Am Besten jemanden aus den eigenen Reihen mit mindestens 10 Jahren Erfahrung, den noch alten Raiffeisengenen. Doktoren und Professoren haben da nichts verloren. Zurück zu den Wurzeln, die unsägliche Wachstumsstrategie auf Eis legen. Wird schwierig so jemanden zu finden… Illanz, Waldkirch oder auch Appenzell?

    • Lieber Hans S.
      Absolut richtig! Es gibt sie noch, die Nachkommen aus der Felix Walker Schule. Übrigens war er es, der den Grundstein für den Erfolg der Raiffeisen gelegt hat (mit umsichtigen Strukturveränderungen). PV und PG konnten sich dann im Erfolg baden. Es braucht nun eine Crew, die die Banken vor Ort vertreten und kennen. Am besten selbst mal am Schalter gestanden und Münz gezählt oder dem Kunden das Tresorfach geöffnet, etc. Mir graut es, wenn ich die CV‘s der in den Medien rumgereichten Kandidaten sehe. Die sollen bleiben, wo sie sind. Es braucht einen von uns Raiffeiselern!

  9. so nebenbei

    Gisel hat es geschafft, den Vincenz übergehend aus dem Gefecht zu nehmen.
    Der nächste bitte…………

  10. @ neuen Verwaltungsräte
    Bitte weiter so. Es war wirklich dringend nötig, den Abgang von Gisel zu beschliessen. Wer dies nicht einsieht, spürt die Zeichen der Zeit genau so wenig wie der Noch-CEO. Und lassen Sie sich vom VRP und der alten Filztruppe nicht von den richtigen Entscheiden abbringen! Bravo VR Lauber & Walker!

  11. Warum nicht per sofort? Muss dieser Blindgänger noch mehr Kohle scheffeln? Teure Reparaturen an seinem Flugi, weil er nicht mal fähig ist richtig zu fliegen? Wenn Gisel es nicht geschafft hat, in den letzten 15 Jahren unter Knasti-Vini Millionen zu scheffeln, ist er wirklich keine Leuchte.

    • Wie wäre es mit

      – CS und Mosambik oder
      – CS und Urs E. Schwarzenbach/Dolder inkl. Trump-Moskau-Connection
      – CS und Katar
      – CS und der Bericht von Neil Barofsky
      – …….?

  12. Ein riesengrosser Witz, Gisel gehört ab sofort entlassen. Was ist das für ein VR? Der hat immer noch nichts begriffen.

    • -> Fehr

      Aus welchem Grund gehört Gisel per sofort entlassen!? Er hat nicht in die Kasse gegriffen, keine Mitarbeiterin belästigt oder sonst etwas dergleichen unternommen. Lasst doch den VR in aller Ruhe einen Nachfolger suchen. Ist dieser gefunden und in Stellung, spricht nichts gegen eine sofortige Freistellung. Ich glaube jedoch, dass Gisel als CEO, der Raiffeisen im Moment nicht schadet.

    • Im VR sitzen so Finanzgenies wie Rita Fuhrer, $VP, und andere welche fast nichts können und tun. Und Verantwortung kennen die kaum.
      Aber mit einer solchen Finma wie die Schweiz sie hat, dürfen heute die grössten Banausen tätig sein, ohne das denen was geschieht. Was zum Geier hat eine Fuhrer (die ja auch als ReGIERungsrätin) eine komplette Fehlbesetzung war, in einem VR einer Bank zu suchen! Nur weil sie knapp fehlerfrei einen Geldautomaten bedienen kann? Wahrscheinlich reicht das als Qualifikation. Vor allem für $VPler. Die taugen grundsätzlich schon mal kaum viel.

    • @Stepi
      Rita Fuhrer hatte den Anstand am 16.06.18 per sofort zurück zu treten – im Gegensatz zu einem Taisch der trotz „Ausstand“ (also keine Aktivitäten mehr im VR) immer noch Honorar kassiert.

      @Bärner
      ja genau, eso wär guet.

    • Gisel steht für die Vergangenheit und hat bis jetzt in allen wesentlichen Massnahmen völlig versagt (Avaloq, Kommunikation).
      Und er könnte die laufenden Ermittlungen behindern.
      Das sind Gründe genug für die sofortige Freistellung.

  13. Wenn die Raiffeisen Sitzungsmöglichkeiten an der Stampfenbachstrasse in Zürich hat, warum hat den Pierin Vincenzt und Patrick Gisel immer für teures Geld Sitzungszimmer im Hyatt gemietet? Wohl konnte es nicht genug teuer sein.

    • Das ist doch offensichtlich. Damit es nachher nicht so weit war bis zur Hyatt-Bar.
      Man sollte auch die Gisel-Spesen akkribisch durchschauen. Und im Zweifel gnadenlos Anzeige erstellen und Rückzahlug fordern.
      Herr Gantenbein, Sie Versagen weiter auf ganzer Linie!

  14. Der Blick schreibt: PF erwischte im letzten Moment die Kurve.

    https://www.blick.ch/news/wirtschaft/triathlet-und-raiffeisen-ceo-gisel-er-erwischte-im-letzten-moment-die-kurve-id8631954.html

    Wohl ein Kommentar von Roger Benoit, der vom Autosport wenig versteht – und vom Bankwesen noch deutlich weniger!

    Gisel habe es begriffen.

    Nichts hat Gisel begriffen! Er hat 13 Jahre lang nichts gesehen, nichts gewusst und nichts begriffen.

    Und nun begreift er nicht einmal seinen “freiwilligen” Abgang.

    Ein Armutszeugnis sondergleichen!

  15. In einer späteren Phase wäre es gar angezeigt, den Hauptsitz der Raiffeisen aus St.Gallen abzuziehen. Die physische Nähe zur sehr umstrittenen HSG hat dieser eigentlichen Retail-Bank nur kostspieligen Ungemach gebracht. Niemand soll vergessen, dass ein ehemaliger VR-Präsident der Raiffeisen an dieser Hochschule u.a. über „Compliance“ doziert, mit dem Resultat, dass wir nun hier sehen………..

    Orte wie Olten, Frauenfeld oder Fribourg wären für die Raiffeisen mit ihrem Genossenschafts-Gedanken viel angemessener.

    Dies wäre ein immens wichtiges Signal (und Manifest) für einen echten Neubeginn. Der dortige Prunkbau passte ohnehin nie zur ursprünglichen Idee dieser Bank. Diese wurde ja seinerzeit als Selbsthilfeorganisation gegründet und dies darf nie vergessen werden.

    • In der Tat wäre die Stadt Olten die ideale Stadt für diese neuerfundene Raiffeisen. Die klaren Gründe:

      1. Weit weg vom trüben HSG-Filz in St.Gallen
      2. Bevölkerung in Olten imprägniert mit dem Genossenschaftgedanken
      3. Hart arbeitende, pflichtbewusste und kluge Bevölkerung. Dazu immer mit einem Lachen im Gesicht.
      4. Weit weg von den Kanzleien in Zürich mit seinen Gefälligkeitsgutachten und dem Schadenposten McGrinsey.
      5. Die Stadt Olten gibt auch jegliche Starthilfe. Günstige Industrieliegenschaften zum langfristigen Mieten gibts genug.

  16. Giselabgang im Sinne der Bank folgerichtig.
    Gantenbein als neue Kraft für mich absolut gesetzt. Er badet aus, was vor ihm angerichtet wurde. Wir sollten ihm den Rücken stärken und ihn die neue Crew aufbauen lassen. Die Raiffeisen ist stabil, erfolgreich und in einem Jahr ist schon wieder alles vergessen. Lasst ihn die Arbeit machen und cool bleiben. Er richtet das. Wer die ‚Grabser‘ kennt, weiss das!

    • Da können Sie beruhigt sein: Gantenbein wird demnächst von der Bildfläche entfernt werden; das ist garantiert!

    • Mit Sicherheit kommt das noch. Man wird es natürlich versuchen unter dem Radar zu halten und es via eine Tochter- oder andere Gesellschaft zu machen.

  17. Herr Rauber & Herr Walker:
    Wäre vielleicht sinnvoll und angezeigt der Raiffeisen-IT den Auftrag per sofort sämtliche e-mails von Gisel & Gantenbein zu kopieren und zu sichern und ordern Sie die Spesenbelege von Herrn Gisel.

    Könnte ihnen in Zukunft einigen Ärger und Diskussionen ersparen.

    • Achtung, Mitwisser machen sich mit-schuldig, also lieber weiterhin, den Hans guck in die Luft spielen und dabei fürstlich weiter garnieren, für nix wissen und hören, da Pamir auf und Analphabet spielen, der auch nicht lesen kann und keine Gesetze und internen Weisungen kennt, sofern Frau Ceregato-Vinzens überhaupt welche erliess-

    • Wenn man hätte wollen, hätte man den Supf schon längst von innen austrocknen können.
      Wer ist eigentlich alles Lohnempfänger in der internen Revision???
      Wetten, die haben alle nen HSG-Abschluss und kennen sich aus dem Studium? Schön weiter pennen, wollte niemanden aufwecken!

    • Leider haben Sie recht !

      Ist schon auffällig wie stumm sich die gewählten Politiker und vor allem BR Maurer verhalten. Der trainiert ja eh lieber für den WASA Lauf und verbringt den 1. August in Norwegen anstatt der FINMA auf die Finger zu klopfen.

      Ein solches Stummhalten heisst meistens, dass der ganze Sumpf um einiges grösser ist und weitflächiger ist.

  18. Haha, das geht jetzt wirklich nur bei RCH: „ich kündige zum Schutz und im Interesse der Firma, aber natürlich bin ich noch 100% für alles verantwortlich bis Ende Jahr….“. Hihi, eine richtige Posse und teuer dazu!!

  19. Zit.: „„Er war zwar auch frustriert über den Finma-Bericht, doch fand, dass nichts wirklich Hartes gegen ihn darin stand“, sagt der Gesprächspartner. …“
    Nun – es sind immer die „weichen Faktoren“, welche über den Erfolg oder Misserfolg und die Zukunft eines erfolgreichen Unternehmens bestimmen !

  20. …von zwiespältigem Charakter Gisels schreibt die Tageszeitung.. Ich weiss von vielen solchen zwiespältigen Charakteren. Diese treiben ihr Unwesen auch bis in Geschäftsleitungen von Niederlassungen. Ich wünsche diesen Herren eine neue Obrigkeit mit einer Erwartungshaltung auf zahlenbasierte Ereignisse statt warmer Luft gepaart mit fehlenden Gastronomiekenntnissen.. von der mangelhaften Personalführung ohne Wertschätzung ganz abgesehen. Die ganze operative Leitung gehört per sofort ausgewechselt!!!

  21. “Die ganze Raiffeisen-Organisation mit ihren 10’000 Mitarbeitern orientiert sich ab sofort an den Neuen.“

    Ich bezweifle, dass ihn dies emotional schmerzt. Nur nach dem finanziellen Ende wird es ihn weh tun.

  22. Schade, dass man jenen blinden Bruchpiloten auch noch Millionen nachwirft, fürs Versagen! Jaja, jahrelang von nichts gewusst und nix mitbekommen, vom Chef.
    Da fragt sich jeder Primarschüler, wer da wohl die grössere Pfeife war.

  23. Ein Schritt in die richtige Richtung. Weitere müssen folgen. Ich hoffe, dass jetzt die Führungspersonen der Basis-Genossenschaften aus der Deckung kommen und auch nach aussen Verantwortung übernehmen.

  24. Ein Manager auf dieser Ebene ist nur formell zuständig für den operationellen Bereich. Einer der so weit weg vom Betrieb ist kann nicht viel ausrichten ausser PowerPoint Slides mit strategischem Inhalt ansehen und Code of Conduct abnicken. Auf aktuelle Probleme, Prozessabläufe und Mitarbeiterführung hat er keinen Einfluss und auch keine Fähigkeiten dafür.
    Oder gibt es noch einen Grossbetrieb in dem der Chef dies kann?

  25. Two CEO back to RAV?: He, fully incompetent (in my opinion) CEO, his position will be refurbished again: back to square one and back in real life.

    #livingthegoodlife
    #unicorn
    #nofilter
    #noceoanymore
    #neveragainceo

    • Kurtli, tschäggs es wiedermal nöd? Es isch e Parodie uf ems Gisel sini eigeni facebook Englisch.

    • Kenne auch einen Kurt M. der eine relativ lange Leitung hat! Naja da beilbt mir nur noch gute Besserung zu wünschen ünrig.

    • @Kurt Müller

      Sind Sie der Kudi Müller, der einst als Mittelstürmer bei Luzern und GC sowie in der Schweizer Nationalmannschaft gespielt hat?

      Falls ja: Jener Kudi konnte ja kaum seinen eigenen Namen stuchbabieren oder wie das heisst. Ihr Beitrag wäre also schon von der Ordografi her ein gewaltiger Ford … äh … Schritt. And then in English! Magdalena wäre stolz auf Sie!!

  26. Zitat: „Gisel betont, er sei hundertprozentig zuständig für alles Operative bis Ende Jahr.“

    Kommentar: „Dann kündige ich 100%tig zuständig für alles in meinem Konto mein Konto.“

  27. Hoch gepokert, tief gefallen. Unglaublich, wie Gisel sich an seinen Stuhl klammerte und jetzt die Stuhlbeine unter ihm zerbarsten. Es werden noch einige solche Fälle kommen. Die alte Bankergarde ist tot; die Jungen bauen die alten Werte nur noch ab.

    • Aber Kohle hat er im Gegensatz zu den meisten von uns für ein sorgenloses Leben bis ans Ende im Überfluss gescheffelt. Ich möchte gleichwohl nicht mit so einer Hypothek leben.

    • @Neutraler Beobachter
      Nun wenden sich auch jene von ihm ab die nur aufgrund seiner Funktion gehöbelet haben.

      Sein Top-Groupie Gantenbein hat ihm offensichtlich schon die Seilschaft gekündigt.

      Job weg, Ehe weg, Assistentin-Gspusi weg aber was ihn am meisten schmerzen wird ist der Firmenwagen und das Firmen- Spesenkonto.

  28. ….alles schon gesehen und auch gelernt: für einmal vielen Dank UBS….
    Applaus für Giselle Rucktritt oder wer auch immer… das ist auch ein Zeichen, dass man nie IP unterschätzen sollte, auch wenn nicht immer „political correct“ ist.
    Die Frage um VRP kann man noch nicht heute beantworten, aber ich würde an viele Kommentatoren erinnern, dass Gantenbein ( obwohl ich nicht persönlich kenne…) soweit eine integre Person ist und würde ihm nicht so klein machen. Respekt bitte. Danke…..
    Diese Frage kann man nun beantworten, wenn man kennt der Name der neuen CEO, da muss ein gutes Führungsduo sein, der sich auch kompensiert. Zum Beispiel, bei UBS man hat dann ein “ neuling“ genommen mit eine Starke Persönlichkeit als Ossi war…
    So muss man sehen….oder auch Ungekehrt….deswegen würde ich nicht der GB sofort a priori abschliessen. Danke!…on verra…🤣😁😉

    • Integrität ist eine wichtige Voraussetzung, aber die hatte Rüegg-Stürm auch.

      Gantenbein hat in den letzten Monaten vor allem sehr viel (typisch universitäre) Naivität kommuniziert.

  29. keine ahnung, wieso man solche loser noch schont.
    jeder andere, normale mitarbeiter, der mist baut,
    wird von der security mit einer bananen schachtel
    aus der bank rausbefördert.
    hoffe, dass raiffeisen den schaden bei den ex-managern
    einfordert und zwar richtig viel.
    was ist eigentlich mit der ex chef juristin??
    immer noch im exil in den usa?
    auch gedächtnislücken?

    • Ruedi, die lässt sich zusammen mit Ihrem Gemahl die Sonne auf den Bauch scheinen:-)

  30. PG hat als CEO (fast) alles richtig gemacht. Entschlackung. Breitere Abstützung des Mgmt. nach der Ära PV. Und er war nahbar zu den RB. Interessierte sich für deren Anliegen.

    Aber als PV Stv. hat er doch ziemlich versagt und war zu treuer Diener des Königs. Das geht heute aus Reputationsgründen leider nicht mehr.

    Täter und Opfer zugleich. Gewonnen hat in diesem Trauerspiel nur die externen Berater, die jetzt abkassieren dürfen. Und zwar reichlich.

    • Wir könnten uns natürlich auch fragen, WER der wahre Gisel ist. Jener, der über 10 Jahre an vorderster Front dabei war im System PV, oder jener, die aus naheliegenden Gründen eine interne Charmeoffensive machen musste und den Ballast abwarf, den er selber mit aufbaute?

  31. Endlich. Wenigstens die neuen Verwaltungsräte haben ihren Job ernst genommen. Ganz im Gegehnsatz zum Gantenbein, der eine völlige Fehlbesetzung ist. Und natürlich muss Gisel nun sofort freigestellt werden. Immerhin besteht die Möglichkeit von Schadenersatzklagen!
    Und der Rest der GESAMTEN GL muss auch so rasch als möglich ersetzt werden!
    Aber Vorsicht Herr Walker: Nicht irgendwelche E&Y-Connection (Stalder-Style) spielen lassen. Herr Hässig wird wachsam bleiben.

  32. Auch wenn Gantenbein es offenbar geschafft hat, den Gisel zum Rücktritt zu bewegen, so dürften seine eigenen Chancen, die ausserordentlichen Generalversammlung im Herbst unbeschadet zu überstehen, nicht sehr gross sein.

  33. Das klingt ja wie ein übler Aprilscherz: Der schwerst angeschossene Gisel hat ja nun wirklich nichts mehr bei der „Aufarbeitung“ der Vergangenheit verloren… (Fazit: SOFORTIGE Freistellung!)