Kein „Deep Switzerland“ rettet die Schweiz – Die Willensnation ist ohne Wille

Es gibt nur zwei Staaten, die sich darauf berufen, über Jahrhunderte und sogar Jahrtausende relativ stabil geblieben zu sein: China und die Schweiz. China, seit vierzig Jahren in einem neuen Aufschwung begriffen, betrachtet sich als „Reich der Mitte“ unverwundbar. Die Schweiz, in Europa ebenfalls ein „Reich der Mitte“, kann sich nicht vorstellen, eine jetzt 200jährige Erfolgsserie könne einmal zu Ende gehen.

Dieses unglaubliche Gefühl der Sicherheit – „Wir waren immer schon da, haben alles überlebt und werden auch in Zukunft da sein“ – könnte im Fall der Schweiz eine Täuschung sein.

Hatte sie bis vor sechzig Jahren eine kohärente Politik, gleich zweimal auf der erfolgreichen Abwehr oder Kooperation mit deutschen Kriegsregierungen beruhend, dann als politisches Ausgleichsbecken im Kalten Krieg zwischen den USA und Russland, ist die Schweiz nun zu einem Schwamm angewachsen, wo der eigentlich schweizerische Teil in Politik, Wirtschaft und Kultur immer kleiner wird.

Das heisst: Wir sind ein reiches Land, aber immer mehr von diesem Reichtum gehört nicht uns. Unsere Abhängigkeit von Nichtschweizern nimmt rasch zu.

Wir sind Banker und Rohstoffhändler, aber weder die Bank noch der globale Rohstoffhandel befinden sich im Besitz von Schweizern.

Wir sind Chemiker, Vertriebsmanager, Pilot oder Steuerfachmann, aber die Firmen, für welche wir arbeiten in Basel, Zürich oder Genf werden weder von Schweizern geführt noch haben Schweizer dort die Aktienmehrheit.

Deshalb sollten wir uns gegen Ende des Jahres 2018 die Kernfrage stellen: Ist dies gewollt, wer hat dies geplant oder sind wir Opfer einer heimlichen Übernahme? Wer führt die Schweiz?

In den letzten drei Monaten habe ich mit zwei Dutzend prominenter und erfahrener Politiker und Unternehmer gesprochen und diesen die Frage gestellt: „Gibt es ein Deep Switzerland, das die Geschicke des Landes hinter den Kulissen führt?“

Auf die Idee brachte mich ein Anwalt, der einmal Präsident einer grossen „Schweizer“ Bank war; also wie es heute heisst: „Eine Bank mit Schweizer Wurzeln“. Er sagte, wir sollten uns keine Sorgen um die Schweiz machen. Es gäbe ein halbes Dutzend Menschen, wahrscheinlich nur Männer, die das Land auf Kurs halten.

Der ab 1. Januar 2019 in neuer Zusammensetzung tagende Schweizer Bundesrat macht eine Antwort auf diese Frage nur dringlicher.

Mir ist in den letzten Wochen niemand begegnet, der glaubt, Guy Parmelin  („See you later“) könne ein grossartiger Wirtschafts- und Bildungsminister werden.

Mir ist niemand begegnet, der glaubt, Simonetta Sommaruga könne mit dem gleichen Erfolg wie Doris Leuthard das Umwelt-, Verkehrs-, Energie- und Medienministerium leiten.

Mir ist niemand begegnet, der Viola Amherd als Chefin des VBS sieht, die mehr tun kann als die Wünsche ihrer Offiziere zu erfüllen.

Und niemand weiss, ob diese hoch sensiblen Triple A-Politiker an der Spitze unseres Landes wirklich eine gemeinsame Linie finden. Zum Beispiel gegen die Wünsche der EU.

Ich habe nach wochenlanger Recherche die erstaunliche Feststellung gemacht: Es gibt kein „Deep Switzerland“, keine mächtige kleine Männergruppe, wo Macht, Geld und politischer Wille zusammen fallen.

Es gibt heute niemand, der einen Führungsanspruch durchsetzen kann, wie dies einst General Guisan getan hat oder wie Alfred Escher vor gut 150 Jahren mindestens das moderne Zürich und die Achse Zürich-Lugano-Milano schuf.

Der Bundesrat ist in einer Situation gegenüber der EU, die durchaus vergleichbar ist mit jener der britischen Regierung. Vier verlorene Verhandlungsjahre mit unglaublich falschen Vorstellungen im Aussenministerium (EDA), die bis heute andauern. Niemand war in der Lage und willens, diesen hunderte von Millionen Franken Steuergelder kostenden Prozess auf eine vernünftige Bahn zu lenken. Das Volk wurde getäuscht.

In der Diplomatie gibt es bekanntlich keine Misserfolge, sondern nur Hindernisse, Missverständnisse und Verzögerungen.

Die Schweiz geht also ungesteuert in eine Zukunft grösster Risiken: Währungs- und Finanzrisiken, Absatz- und Wachstumskrisen, Umwelt- und Gesundheitskrisen, Zuwanderungskrisen und sogar Kriege gelten als nicht mehr ausgeschlossen. Vielleicht bleiben wir von Aufständen, wie in Frankreich oder Italien, verschont.

Das ist der Vorteil des Föderalismus: Wenn Zürcher streiken, was ohnehin kaum vorstellbar ist, da die meisten jüngeren Zürcher Ausländer sind, werden Berner und Genfer einen solchen Streik sicher nicht unterstützen.

Wir sind eine Titanic, deren Kammersystem noch funktioniert. Finanzielle Wassereinbrüche, wie sie bereits in zwanzig Kantonen der Fall sind, werden von den sechs reichen Kantonen über den Nationalen Finanzausgleich bekämpft.

Einbrüche im Gesundheitswesen, wo jeder vierte Schweizer die Krankenkassengebühren nicht mehr aus der eigenen Tasche bezahlen will, werden über die Steuerleistungen des Mittelstands ausgeglichen.

Wir leben, das ist fast unglaublich, in einer historisch experimentellen Phase im Chaos. Es bewegt die Oberfläche der Gesellschaft, dringt aber langsam tiefer ein.

„Zufälligkeiten, Irrationalitäten und ein Hauch Anarchie“ prägen die Wahl in den Bundesrat, schreibt der Autor und Verleger Matthias Ackeret.

Während die Welt in einem riesigen Eisgang neue Machtblöcke zwischen den USA und China bildet, suchen wir uns eine Führungsmannschaft nach kantonalen, regionalen und geschlechtlichen Merkmalen aus. Ob diese dann im Chaos der Weltpolitik gegen bestens ausgebildete Staatsdiener und Staatsmänner wie -Frauen bestehen können, fragt niemand.

Ist das der historische Nullpunkt der Schweiz, wo sie nur Innenpolitik denkt, wenn Aussenpolitik alles entscheidet? „Willi Ritschard und Dölf Ogi haben dem Land mehr gebracht als Moritz Leuenberger“, sagt CVP-Präsident Gerhard („Gerry“) Pfister;

Die acht Jahre mit Eveline Widmer-Schlumpf waren verlorene Jahre und kosteten uns den einträglichen Finanzplatz;

Das Parlament redet über Spielregeln, wie man mit Parlamentarierinnen umgeht, um Sex-Affären zu vermeiden.

Wir können nicht antizipieren, sondern loben unseren Pragmatismus, der früher einmal „Entscheid von Tag zu Tag“ hiess.

Wir fallen im Finanz-, Industrie- und Technologiebereich laufend zurück. Jetzt sind die Australier reicher als wir.

„Deep Switzerland“ sind nicht einmal die Hochschulen, denn wir haben davon achtzig in 26 Kantonen. Wo alle reden, planen, schreiben, führt keiner.

„Unsere Optik ist extrem provinziell“, sagt Lino Guzzella, der Präsident der ETH Zürich. Wir konkurrieren in der Schweiz gegeneinander, aber nicht gegen den 20 Millionen Menschen zählenden Staat Shenzen, „wo mit einem ungeheuren Tempo, einer ungeheuren Kreativität und einer ungeheuren Intelligenz“ vorangegangen wird (Guzzella).

Ich habe „Deep Switzerland“ nicht gefunden, das diesen Prozess zum Vorteil der Schweiz umkehren könnte. Sie hat keine Avantgarde mehr, die global wettbewerbsfähig ist, nur noch eine Arrièregarde in Form der Blocherschen SVP, die den Rückzug verteidigt und das Fort halten will.

Die glänzend bezahlte Bundesverwaltung, angeführt von Kanzler Walter Thurnherr, sucht das Schlimmste zu verhindern, ist auch gegen Verschwendung in Milliardenhöhe nicht immun, und tritt zunehmend via Parlament mit eigenen Vorstössen in Erscheinung. Schon die Chinesen wussten: „Wo die Regierung versagt, regieren die Bonzen.“

Sind wenigstens die Think Tanks und die Medien bereit, eine Schweizer Perspektive, die nicht in einem Multikulti-Eintopf endet, zu entwickeln? Von der Avenir Suisse bis zur Progress Foundation ist nur von strukturellen Erleichterungen für die Wirtschaft und Steuersenkungen die Rede.

„Was ist, was bleibt?“, fragte zum Jahresende 2018 der bekannte Bankier und Intellektuelle Konrad Hummler vor ausgewählten Gästen. Er machte es sich nicht leicht. Nach 60minütigem Vortrag fand er keine Lösung für die Zukunft, es sei denn die Investition in Jungunternehmen.

Derweil wird das Volk immer ärmer bis weit hinauf in den Mittelstand, aber niemand nimmt dies ernst. Wer durch die Innenstadt von Basel geht, sieht dort ein eher ärmliches Publikum. Nicht anders ist es im einst glanzvollen Genf. Nur in Bern sieht die Bevölkerung manchmal etwas besser aus, weil es sich meist um hoch bezahlte Angestellte und Beamte der Bundesverwaltung und Bundesbetriebe handelt.

Zürich ist mit Abstand die modernste Stadt der Schweiz, nur übertroffen vom kleinen Zug, wo eine Weltelite am Werk ist. Beide Kantone kaufen sich jedes Jahr mit über einer Milliarde Franken zugunsten der armen Kantone frei, um sich weiter entwickeln zu können. Hat derlei Zukunft?

Auf der Suche nach „Deep Switzerland“ liefern die Medien eine Nullnummer. Von der „Schweizer Illustrierten“ über den „Tages-Anzeiger“ und die „Bilanz“ bis zur „Neue Zürcher Zeitung“ werden die eigenen Freundes- und seltener Freundinnenkreise gepflegt, aber jemand, der die Schweiz nicht nur erneuern will, sondern auch erneuern kann, habe ich dort nicht gefunden.

Und die Schweiger? Peter Spuhler kämpft um sein junges Industrie-Imperium. Alfred Schindler ist zu schüchtern, um mehr zu wollen als ein Aufzugs-Weltreich. Die Oeris, Hoffmanns und Landolts treiben allerlei Geschäfte, aber die Gefahr ist grösser, ihr Schweizer Anteil werde kleiner als noch zunehmen.

Michael Pieper, André Kudelski, ein Ernst Tanner und die verbliebenen Schmidheiny-Cousins wollen, was alle wollen, nur ein wenig besser und unternehmerischer. Viele ihres Standes investieren im Ausland, weshalb die „Greater Switzerland Area“ wächst.

Ich denke, die Schweiz des 20. Jahrhunderts ist am Ende der Geschichte angekommen. Fast jeder Schweizer meint, es könne nicht mehr besser, aber sicher schlechter werden. Ein Mangel an Phantasie?

Sogar Martin Meyer, der brillante Präsident der Schweizer Gesellschaft für Auslandforschung (SIAF), Vordenker vieler hochrangiger Institutionen, die sich mit Perspektiven beschäftigen, schreibt selber nur noch Bücher über Vergangenes.

So suchen wir, Otto von Bismarck folgend, dem deutschen Reichskanzler, die jüngere Schweizer Geschichte in Kapitel zu gliedern: die Zeit der Gründer (1870-1970); die Zeit der Verwalter (1971-2000); die Zeit der Rentner und Historiker (2001-2020).

Demnächst werden die immer weniger zahlreichen Überlebenden mangels eigenem Nachwuchs aus eigener Lendenkraft, eigener Philosophie und eigener Tatkraft im grossen Strom der Geschichte untergehen. Wir sind eine Willensnation ohne eigenen Willen geworden.

Dann werden wieder einige Ausländer, wie François I. nach Marignano, Napoléon Bonaparte oder Fürst Metternich es waren, dem alten Gefüge den Todesstoss geben, ehe es sich wieder erneuert. Das ist das Wunder der Schweiz, wie es auch China mehrfach geschehen ist.

Kommentare

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  1. Wie es der Herzensschweizer mit der typisch deutschen Gemütsinkontinenz immer wieder schafft, teilweise brillante Lesarten zu Gegenwart und Zukunft mit billigen, boulevardesken Schludrigkeiten zu entwerten, das wird mir immer ein Rätsel bleiben.

    Einem Volltreffer bei der sinngemässen Identifikation unserer Generation als Verwalter und Abwickler folgt ohne Luft zu holen Dümmlich-Arrogantes zum angeblich unterbelichteten Bundesrat Parmelin oder Dämlich-Falsches bei der Bewertung des Leistungsausweises der landauf-landab lange überschätzten Alt-Bundesrätin Leuthard, deren Stern schneller verblasst als die Polkappen schmelzen.

    Dass Herr Stöhlker, der sich weniger als Provokateur, denn als Phantasiebegabten begreift, zu China nicht mehr als Plattitüden -aus angeblichen profunden Gesprächen mit anderen brillanten Analysten gewonnen- zum Besten gibt, wirft Schatten auf seine immer wieder überlegenswerten Erkenntnissen, leider, denn spannend zu lesen, ist das allemal!

  2. Lieber Herr Stöhlker, bravo.
    Ich bin vor 30 Jahren nach Italien ausgewandert und erst seit kurzem wieder dabei aktuelle Schweizer Kultur zu beobachten. Die Lösung die niemand zu finden bereit ist, ist einfach und kaum in der Vergangenheit zuhause. Ich schlage vor einmal durchzuspielen was passieren wird, wenn man anfängt bewusst Schweizer Kulturpolitik zu machen. Das geht nicht ‚von oben herab‘. Radikale Förderung von zeitgenössischer Kunst hat das Potential ‚von innen‘ zu wirken. Da Künstler heute allen von Ihnen zitierten Einflüssen ausgesetzt sind, wird das Resultat von selbst wirksam werden, ohne durch veraltete ‚Denkfilter‘ zu gehen. Die Schweiz als ‚geistige nation‘ vor allem Anderen. Ansonsten wissen sie besser als ich was passiert. Italien wird zur Zeit von unten auf von China aufgekauft. Dabei sind Grundpfeiler italienischer Kultur wie Schwarzgeld, Kaffe-Bars und Pizzerias zuoberst auf der Liste.
    Da es wie bisher kaum mehr lange weitergehen kann (Deep Switzerland ist in Wahrheit eine gutgeölte und ausser Kontrolle geratene Kultursauce)
    freue ich mich auf neue Zeiten.
    Herzliche Grüsse
    Heiri Vogel

  3. Herr Stöhlker,

    Wenn Sie Denken, dass Schweizer Unternehmensführer schweizerischer handeln würden liegen Sie falsch. Ein CEO folgt dem wirtschaftlichen Grundsatz, dem Geld verdienen. Ich hoffe nicht, dass Sie in Ihrem Artikel meinen, dass ein Schweizer CEO mehr Protektionismus an den Tag legt wie ein ausländischer. Ein Schweizer CEO hat eine zu kurze Lebensspanne um dies zu verfolgen. Wir denken im Jahresrhythmus und so gilt es die Gewinne einzufahren. Ein Unternehmen ist eine juristische Person welche kein Gewissen hat. Es wäre Ratsam die Unternehmensführer danach auszuwählen, ob sie Ethik und Moral tatsächlich verinnerlicht haben und auch danach agieren können, ohne den Bonus vor Augen zu haben.

    Mit Freundlichen Grüssen F. K.

  4. Was ist sooo falsch an den Ausführungen von Klaus Stöhlker? Mit etwas Selbstkritik leben hat niemandem geschadet. Und ja er ist Deutscher, bemerkt jedoch aufgrund seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit in der Schweiz die massivsten Veränderungen. Und wir. Wir auch, nur wir nehmen es gelassen hin. +50 ohne Jobs und Einfluss (Erfahrung futsch) und die Jungen. No Interest, mir egal. Um nur einen Teil zu nennen. Und unsere Politiker, Wendehälse oder Leute ohne eig. Ideen, ausser der, möglichst lange im Amt zu bleiben um doch noch eine nette Rente z.L. der Steuerzahler zu ergattern. (siehe Genf, siehe div. Diplomarbeiten div. Politiker). Und was tun wir. Wir tolerieren alles. Letzter Schritt – ab in das geöffnete Grab der EU. Tolle Aussichten. Unsere Väter haben aus Nichts etwas gemacht und wir…. Man sieht das u.a. auch in den Unternehmen. Immer dasselbe. Aufbau, Verwalten, Ruinieren. Später kann man dann mal lesen…. Es war einmal..

  5. „Unsere Abhängigkeit von Nichtschweizern nimmt rasch zu“ – Ja. Nun kann man überall das Schweizer Wappen abmontieren, es entsteht Neues… Das essen ist Hallal und Deutsche spielen Alphorn.

  6. Der Deep State ist sehr wohl existent. Es sind aber nicht mehr liberale Kräfte, welche die Fäden ziehen. Vielmehr sind es Gruppierungen um ein ideologisches Netzwerk, welches die sozialistische Gesellschaftsordnung ins Zentrum rückt. Das ist allgegenwärtig. Vertreter davon sitzen ganz eindeutig im BR. Sie unterwandern aber auch die liberalen Parteien (gutes Beispiel „FDP“-ex BR Didier Burkhalter, der alles aber nur kein Liberaler ist), besetzen Richterposten, drangsalieren nicht staatliche Bildungsinstitute und rekrutieren willige Studenten, kontrollieren die Lehrmittel für den Schulbetrieb, sie zimmern von überall an der immer tiefer liegenden Glasdecke für das Proletariat und halten die Aufstiegsluken für die gleichgesinnte sozialistische Elite tagein tagaus frei. Die explodierende Anzahl von Beamten ist untrügliches Indiz dafür. Der Lakmustest ist die Autofrage: gegen das Auto sein ist wie ein Codewort. Es bedeutet gegen das Individuum und für den Sozialismus sein. Sozialisten besitzen kein Auto. Deshalb werden Autofahrer richtiggehend kriminalisiert, sie sind per se politische Gegner. Aber auch das nicht nachvollziehbare Verhalten von BR Maurer lässt ganz grosse Fragezeichen offen, ob nicht auch er Teil des sozialistischen Netzwerkes ist: nie in der Opposition, nie ein Aufbegehren, nie eine resolute Unterstützung für bürgerliche Anliegen, keine Lust auf das Justizdepartement (entlarvend), stellte die Armee mit Freidenkern kalt und ist jetzt als Finanzer flockig am Geld verteilen für all die Heerscharen von Staatsbetrieben. Sehr verdächtig. Oder ein SNB-Jordan: der gibt schon fast offen zu, dass er den Schweizer Franken bodigen will. Fazit: In der Schweiz kann man keinem mehr trauen. Deshalb gehören ein Flugticket zum abhauen und Realwertpositionen im Ausland (nicht EU!) zu einer guten Schweizer Anlagestrategie.

  7. Monsieur,

    Envoyez votre article à Berlin et Bruxelles! Cette brillante analyse, sans concession, s’applique plus à l’Europe qu’à la Suisse. L’elite politique du Quartier Charlemagne à Bruxelles et le personnel politique CDU/Grune, autour de Mme Merkel, ne comprennent pas que le l’Europe est sur la voie de la décadence. La pensée géostratégique dans ses deux villes consiste à croire qu’il faille être très tolérant vis-à-vis des Arabo-musulmans arrivés en masse depuis vingt ans pour être une grande puissance et être prêt à affronter un avenir incertain, au moment même où les Etats-Unis prennent un virage isolationniste. Les grandes embrassades de Mme Merkel aux dirigeants libéraux europeens font bel effet au journal télévisé de 20 Heures mais ceci n’est qu’un cache-misère de cette femme qui sait si bien conserver le pouvoir, mais, qui, en réalité, n’a aucune stratégie à moyen-terme. Losqu’elle quittera le pouvoir, en 2022 au plus tard, les Allemands se rendront compte qu’ils sont bien nus et qu’ils se sont bercés d’illusions pendant vingt ans. L’industrie allemande vit sur ses acquis. Beaucoup pensent que Zalando, Hood et Wurstsonline sont les futurs Siemens, Daimler ou Krupp. Il en va de même pour pour la défense: „Je mange une fois par moi un kebbab chez le Turc du coin, donc je n’ai pas d’ennemis, donc, je n’ai pas besoin d’armée!“. Regarder qui est ministre dans beaucoup de pays européens donnent une image assez précise de cette Europe indolente. Tout cela va mal se terminer pour l’Europe.

  8. Stöhlker ist ein alter, frauenfeindlicher Kolumnist dessen Eigenmarketing immer erfolgreicher war als der Einsatz für seine Klientel! KKS lässt er durchgehen die seinen politischen Interessen näher steht als CVP und SP. Ich kann mir durchaus vortsellen dass die Wallisree Amherd ihren Grind durchsetzt und der Leistungsausweis von Sommaruga ist ja auch noch schlecht! Aber lieb von LH dass er dem alten Grantler noch ein Forum bietet das ihn von der Vergessenheit rettet!

  9. Herr Stöhlker hat soweit recht als das Land keine Ziele mehr hat. Alles versandet im Gewäsch. Keiner will die Dinge mehr zu ende denken. Nur Profit abgarnieren und weg. Mein Ziel wäre eine Schweiz die stark genug ist, Baden Württemberg-Bayer, Vorarlberg, Savoyen, und die Lombardei zu integrieren und mit genauso direkt demokratischen Strukturen zu versehen, wie es hier vorhanden ist. Dann sind wir einen Wirtschaftsmacht und ich glaube dass die Bevölkerung dieser Regionen gerne zu uns kommen würden. Die Schweiz soll wieder gross und stark werden.

    • Ziel? Oder Wunschdenken? Leider sind Sie nicht der einzige Schweizer mit solch einem Grössenwahn. Leider gibt es immer noch Leute, die glauben, dass Karl der Grosse in Zürich war und es Wilhelm Tell wirklich gab.

  10. Die nationalkonservativen Ideen sind nun tief ins frühere CH-Bürgertum eingedrungen. Grund: Angst vor dem (unaufhaltsamen) sozioökonomischen Strukturwandel, der alte Pfründen in Frage stellt und mit gesellschaftlicher Gartenhag-Politik systematisch aufräumt.

    Nationalstaaten werden wirtschaftlich zusehends in Regionen aufgehen. Politisch längerfristig auch. Dagegen wehren ist nutzlos. Dies ist ein gesellschaftlicher Prozess; ein Megatrend.

    Am Ende bleiben noch einige Gartenzwerge und letzte Gnomen, die frustriert in diese Neue Welt blicken.
    Warum wohl?

    • —– Warning (2.6ms): „Online warrior identified“. Probability 97%. ———–

      Text Coherence (1.2ms): „Incoherent Bullshit. Mimicry of a hypnotic script. Purpose: Distraction, Disinformation, Discouragement“.
      Probability 98%

      Political Orientation (0.3ms): „Operation Libero – Teenager Level 1 or below“.
      Probability 85%

      Emotion (0.2ms): „Juvenil Confusion“
      Probability 99%

    • @ Naive Bayes

      Ihr Kommentar (copy paste) zu Standpunkt von Frau Villalon:
      Quote:
      Naive Bayes
      24. Dezember 2018 / 15:54
      —– Warning (2.7ms): „Online warrior identified“. Probability 97%. ———–
      Text Coherence (1.2ms): „Incoherent Bullshit. Purpose: Disinformation“.
      Probability 99%
      Political Orientation (0.2ms): „Operation Libero – Teenager Level 1 or below“.
      Probability 80%
      Emotion (0.2ms): „Juvenil Confusion“
      Probability 99%
      unquote

      Vermisse den unteren Teil Ihres damaligen Kommentars. Offenbar haben Sie den Mut nicht, diesen Schmarren auch hier noch zu erwähnen.
      Und wenn Sie schon originell sein möchten, dann bringen Sie das nächste Mal einen andern shit und nicht „copy paste“, wenn Ihnen nichts mehr einfällt!

    • —– Warning (3.1ms): „Online warrior identified“. Probability 99%. ———–

      Charakter type (1.2ms): „Snowflake“.
      Probability 86%

      Text Reading Ability (0.7ms): „Insufficient or deliberate manipulation of quotes and references“
      Probability 75%

      Rethoric Style (1.2ms): „Vom halbbatzigen Hypnoseskript-Mimikry zu beleidigte manipulative Hanswurst: Warum wohl? Eben.“
      Probability 91%

      AI Literacy (0.8ms): „Insufficient“
      Probability 94%

      Emotion (0.9ms): “Juvenile Confusion”
      Probability 99%

      ———————————————-

      Im Ernst: Unterhaltsamer Soldat Unaufhaltsam : Gotcha!, nun versuchen Sie es mit der Manipulation. Sie vermissen also unter Ihrem konfusen Text meine Antwort an Soldat K.G. (= Soldat Unaufhaltsam?).
      Weshalb soll ich eine manuelle spezifische Antwort bezüglich PFZ auf einen studiert abwegigen Kommentar von K.G. zum Standpunkt von Frau Villalon https://insideparadeplatz.ch/2018/12/18/frohe-weihnachten-an-alle-parias-komoedianten-arschloecher/
      bei Ihnen wiederverwenden (aber danke für die Werbung)?

      Dumm Dumm Dumm ihr Kommentar und mangelndes Textverständnis sowieso. Übrigens, Ihr einfältiger Originaltext verdient keinen Zusatzkommentar. Die Kennzeichnung zu „lehrzwecken“ und Stigmatisierung reicht.

      Natürlich wollen Sie nur manipulieren sonst hätten Sie nicht auf einen direkten Kommentar zum Standpunkt von Frau Villalon hingewiesen sondern die Sache klar dargestellt. Ihre enervierte damalige Antwort als Soldat Unaufhaltsam unter K.G.s Kommentar sowie dieser zeigen doch dass Sie sich in Ihrer einfältigen Strategie ertappt fühlen.

      (Übrigens: Schliessen Sie nicht von sich auf andere. Wenn Sie Mühe haben mit English wie Sie im letzten Kommentar (Antwort an K.G.) durchscheinen lassen dann ist das ganz alleine Ihr Problem. Für andere ist es gar kein „Aufwand“ wenn Sie English native speaker sind sowieso)

    • @ Naive Bayes

      An wen ist denn ihre Botschaft gerichtet? Wer ist denn ihr Phantom? Sie selbst?

      Lesen Sie weniger Science Fiction, sonst verlieren Sie den Boden.
      Und adressieren Sie ihre wirre Schreibe, sonst weiss niemand hier, wen Sie meinen.

    • @ Soldat Unaufhaltsam = @ Soldat Alien (Abteilung Trolls & Snowflakes)

      Für Ihre Ignoranz in ganz verschiedenen Bereichen und dementsprechendem mangelndem Textverständnis (in und zwischen den Zeilen) sind nur Sie verantwortlich. Wie wollen Sie über Politik und Gesellschaft sinnieren, wenn Sie nicht einmal über die elementare Sprachlogik verfügen (vom spezifischen Wissen ganz zu schweigen)?

      [Abgesehen davon steht ja einer der Adressaten sogar explizit im Text: „Im Ernst: Unterhaltsamer Soldat Unaufhaltsam :…“. Also Soldat @Alien: Ihre „Intelligenz“ ist wahrlich nicht von dieser Welt. Intelligenz ist es vermutlich ohnehin nicht auch keine extraterrestrische.]

      @Naive Bayes kann dafür nichts. Er wurde im Gegensatz zu ihnen ganz gut entwickelt, und ist dazu noch unkorruptierbar und virenresistent.

  11. Danke Herr Stöhlker für diese vortreffliche Analyse!
    Danke an all die Arbeiter in Shenzhen und dem restlichen China! Wenn gemäss Scholl-Latour selig der Vietnamese der härteste Soldat auf Erden ist, dann seit Ihr die härtesten Chrampfer! Ohne Euch wäre der verfettete Westen, der zu keiner produktiven Leistung mehr fähig ist, schon längstens zugrunde gegangen.
    Danke und alles Gute für das neue Jahr! Ich werde auch im 2019 die Aufträge für meine Produkte weiterhin mit Freude an Euch vergeben!

  12. Ganz vorzüglich!
    Aber all die Schweizer hier, sie vertragen die Wahrheit nicht. Jene Wahrheit welche seit 20J an der Oberfläche ist, für alle gut sichtbar, aber niemand will sehen, niemand will hin schauen.
    Alle verschliessen ihre Augen und ziehen vor in virtuellen Scheinwelten zu leben: Leuchtendes, „bestes“ und krassestes Beispiel war der exBR Burkhalter (FDP) bis anhin. – Aber der Eiertanz geht ja munter weiter..

    Danke Herr Stöhlker.

  13. Der Stöhlker ist an sich nicht eine unumstrittene Figur.

    Bei diesem Beitrag aber kann ich nur die Hände klatschen und BRAVO rufen. Eine grandiose Abhandlung, welche die unermesslichen Risiken der Zkunft zeigt, wen wir weiterhin mit unserem über 200jährigen Konstrukt SCHWEIZ fortfahren wie bislang.

    Solange wir den führungslosesten BR, NR und SR seit mindestens Jahzehnten habe, wird das nichts mehr. Fertig. Wenn ein BR (ganzes Gremium) nicht mehr führen will, dass macht er sich obsolet und müsste den Anstand haben zu verschwinden.

    Mit Stöhlker bin ich einzig beim Schluss nicht einige: Stöhlker lässt eine gewisse Regeneration offen. Sehe ich nicht so. Entweder gibt es einen schnellen aber heftigen Umbau (eine „Revolution“) oder die Schweiz wird per se untergehen. Zuteilung an D, F und I.
    Im gleichen Atemzug wird LI intergriert – wir können uns so elend kleine teure Infrastrukturen und Folklore-Organisationen wie Politik so nicht mehr leisten. Die Welt ist gross, grossflächig – was haben die Mini-Kantone noch verloren.
    Es wird hart und es wird schwierig. Aber es wird aufgeräumt – von uns wie wir wolen. Oder von Anderen.

  14. Etwas drängt mich, meinen Senf dazu zu geben. Aber, äh,äh, ich weiss nicht was. Ich glaube, ich bin überfordert.
    Deshalb:
    Der Schweizerpsalm
    Trittst im Morgenrot daher,
    Seh’ ich dich im Strahlenmeer,
    Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
    Wenn der Alpenfirn sich rötet,
    Betet, freie Schweizer, betet!
    Eure fromme Seele ahnt
    Eure fromme Seele ahnt
    Gott im hehren Vaterland,
    Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

  15. BR Eveline Widmer verhinderte den Kollaps der UBS.
    In Stellvertretung des kranken Finanzministers Merz organisierte sie das Hilfspaket. Sie arrangierte auch den
    Neuanfang mit Kaspar Villiger als VR-Präsident.
    Dieser holte O. Grübel, dann Axel Weber und S. Ermotti. Damals war Eveline das Deep Switzerland.

    • Sorry, Einzelaktionen, welche u.a. auch vermutlich nur mit und von bei gezogenen Fachleuten entschieden wurden – machen keine gute und fähige Regierung aus. Wie heisst es so schön: eine Schwalbe macht keinen Sommer. Immer bitte das GANZE sehen.

  16. Quelle Wikipedia:
    Ein markanter Moment des Films ist Limes Auftritt am Riesenrad des Wiener Prater, wo er seine berühmte, von Welles improvisierte[1] „Kuckucksuhr-Rede“ hält:

    „In Italy, for thirty years under the Borgias, they had warfare, terror, murder, bloodshed–they produced Michelangelo, Leonardo da Vinci and the Renaissance. In Switzerland, they had brotherly love, five hundred years of democracy and peace, and what did that produce? The cuckoo clock.“

    „In den 30 Jahren unter den Borgias hat es nur Krieg gegeben, Terror, Mord und Blutvergießen, aber dafür gab es Michelangelo, Leonardo da Vinci und die Renaissance. In der Schweiz herrschte brüderliche Liebe, 500 Jahre Demokratie und Frieden. Und was haben wir davon? Die Kuckucksuhr![2]“

  17. An dieser fundierten und längst überfälligen Rundum-
    Kritik war nicht nur der Verstand,sondern auch das Herz
    beteiligt.
    Das glaube ich gespürt zu haben und hoffe sehr, dem
    engagierten Autor eines Tages auch persönlich
    begegnen zu dürfen.

  18. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Daher erst einmal ein grosses Dankeschön an Herrn Stöhlker. Natürlich ist der 2. Schritt dann der, sich Gedanken über wie anders und besser zu machen. Und ja, es gibt den Lichtblick. Wenn sich weiter unten ein Jungunternehmer meldet. Hut ab! Herr Stöhlker setzen Sie sich mit ihm an den Tisch, hören Sie ihm zu und überlegen Sie sich seine „Herausforderungen“!

    In D hat die AFD nahe Stiftung diese Woche auch ihre erste Studie zum Thema vorgestellt.

    Es gibt Ansatzpunkte. Wir haben Weihnachten. Als mein seliger Vater noch lebte waren es diese Feiertage an denen wir Zeit fanden über Gott und die Welt zu sprechen! Ich Wünsche Ihnen allen ebenfalls eine besinnliche Festzeit bei der Sie vielleicht auch Zeit finden, sich auch Gedanken über das Übliche hinaus zu machen.

    Es gibt hoffnungsvolle Ansatzpunkte! Wenn es Hr. Trump geschafft hat, in der Adventzeit 3 Kriege weitestgehend zu neutralisiere und sie der dortigen Bevölkerung zur Lösung hinterlässt, sind das zukunftweisendste Entscheide. Ähnliches könnte man auch dem Politbüro in Brüssel vorschlagen.

    In dem Sinne, Ihnen allen ein gutes, hoffnungsvolles Jahr 2019.

  19. Herr Stöhlker:
    Sie schreiben:
    «Die acht Jahre mit Eveline Widmer-Schlumpf waren verlorene Jahre und kosteten uns den einträglichen Finanzplatz;»

    Da liegen Sie zwar fadengerade auf der Fiktions-Linie der SVP, die die Abwahl von Blocher noch immer nicht verdaut hat (im Gegensatz zu ihm).

    Jedoch:
    Für die Redimensionierung des Finanzplatzes waren einzig und allein die CH-BANKEN SELBST verantwortlich. Sie haben trotz Vorwarnung auch nach 2008 immer noch aktiv Steuerversteckmodelle international, insbesondere auch in den USA, AKTIV weiter angeboten (z.B. Wegelin).

    Der Bundesrat (inkl. ihr Feindbild EWS) konnte nur noch Schadensbegrenzung machen. Und zwar auf inständiges Bitten der Banken und mit dem Segen des Parlaments und nota bene INKLUSIVE der Stimmen der SVP.

    Wer Mühe hat, dies zu akzeptieren, der möge dies in den entsprechenden Ratsprotokollen schwarz auf weiss nachlesen.

    Schliesslich noch der Hinweis, das zwischenzeitlich bereits wieder neue – wenn auch kleinere – Banken mit transparenten Geschäftsmodellen gegründet wurden und werden. Der Finanzplatz ist keineswegs tot. Er ist nur anders als Sie und Ihre doch ältere Garde aus der „Banklagernd-Zeit“ ihn damals erlebt haben. Die Zeiten ändern sich und eben auch die Geschäftsmodelle. Wir leben im Fintech-Zeitalter! Der Strukturwandel macht auch vor den Banken nicht halt. Dies ist eben Marktwirtschaft!

    • Zu diesen doch recht verschrobenen Ansichten wie Sie hier Herr Stöhlker nun in zunehmender Kadenz vorträgt kommt man zwangsläufig, wenn man nur noch Gedankenaustausch mit Ehrenpräsidenten und gefallenen CEO’s betreibt, die allesamt noch mental in der „Banklagernd“-Zeit stehen geblieben sind. Oder anders rum gesagt, wenn ich meine Mittagessen in der Höh‘ nur noch mit ü70 einnehme und von denen höre, was ich eigentlich hören will.

    • Sie sind ein Idiot und haben wirklich nichts verstanden. Wenn sie nur über Halbwissen verfügen, halten Sie doch ihr verdammtes Maul.

  20. Während Herr Stöhlker sich auf die Schwächen der Schweizer Volkswirtschaft konzentriert und diese durchaus berechtigt kritisiert, werkt er nicht, dass wir im Fahrwasser des von unfähigen Deutschen Politikern und somit vorwiegend BRD-gesteuerten Europa im interkontinentalen Kräftemessen als Kontinent den Bach runter gehen.
    „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Nächsten, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“

  21. Was für eine peinliche Adventspredigt, mit welcher sich Hochwürden Stöhlker bemüssigt fühlt, uns zu langweilen ! – Nein, Herr Stöhlker, Ihren „Tiefen Staat Schweiz“ brauchen wir hier nun wirklich nicht. Ihrer hochgepriesenen „mächtigen kleinen Männergruppe, wo Macht, Geld und politischer Wille zusammenfallen“, diesem Filz von Hochfinanz, FDP, Zünften und Militär haben wir es schliesslich zu verdanken, dass der Finanzplatz Schweiz an die Wand gefahren wurde und die Swissair zu Bruch ging. Nicht die böse Eveline Widmer-Schlumpf war dafür verantwortlich, dass dem schweizerischen Bankgeheimnis den Stecker gezogen wurde, sondern Leute, wie der von Ihnen hochgelobte „bekannte Bankier und Intellektuelle Konrad Hummler“, der mit seinem luschen Geschäftsgebaren, welches von den US-Steuerbehörden als Anstiftung zu schwerer Steuerhinterziehung eingestuft wurde, seine Bank Wegelin in den Orkus beförderte. Weitere bekannte Figuren aus „Deep Switzerland“ von ehedem – Philippe Bruggisser, Eric Honegger, Vreni Spoerry, Thomas Schmidheiny, Lukas Mühlemann – haben sich als „Absaufer der Luftfahrt“ auf der Kommandobrücke der Swissair unvergänglichen Ruhm erworben. Nein, Herr Stöhlker, auf die von Ihnen ersehnte Rettung der Schweiz durch Ihr „Deep Switzerland“ wollen wir lieber verzichten ! Brauchen wir nicht ! Wollen wir nicht !

    • zu Herr Knupfer: genau solche Leute wie Sie, die die Realität nicht sehen (wollen), beschleunigen den Niedergang der Schweiz. Ich hoffe für Sie, dass Sie ihn noch erleben dürfen!

    • Ich stimme ihrem Kommentar integral zu. Es ist nicht wahr, dass Grossbanken aus unerfindlichen Gründen immer wieder in Probleme mit dem Gesetz geraten. Die Gründe sind sehr erfindlich! Die Gesetzesübertretungen gehören zum Geschäftsmodell und die entsprechenden Bussen sind einkalkuliert! Die sogenannten Skandale sind gar keine, sie sind „business as usual “ und stellen sich deshalb in schöner Regelmässigkeit zwangsläufig ein.

  22. Lieber Klaus,
    interessant!
    Vielleicht sollten wir doch der EU beitreten und dort die Mitte spielen. Als Mitglied ist ein Nein ein ernstgenommener Störfaktor als das Nein eines Aussenseiters, der eh‘ nicht ernst genommen wird.
    Schöne Festtage!
    Tony

  23. Lieber Herr Stölker, sie werden die Schweiz nie verstehen.. Die Föderation mit denGemeinden, die praktisch alle super Abschlüsse machen und die Steuern senken. Die KMU‘s das Fundament und Stabilität unserer Wirtschaft. Die neuen Rentner, die dank BVG, AHV den letzten Lohn versichert haben, die Frauen haben auch mitgearbeitet, viele können erben, 50% haben ein eigenes Haus oder Wohnung…Besuchen Sie mich in Weggis, und ich zeige Ihnen warum wir auch in weiter Zukunft Wohlstand haben…

  24. Wenn man die Schweiz nur aus der Sicht der Finanzwelt betrachtet, sieht es in der Tat heute nicht besonders illuster aus um unsere Zukunft. Bloss: die Wichtigkeit der Finanzindustrie entspricht nicht ihrer (negativen) Präsenz in den Medien. In der Tat müssten wir uns wieder mehr darauf besinnen, was denn die Mehrwerte einer Schweiz waren und sind: Zuverlässigkeit, Innovation, Unabhängigkeit (soweit sinnvoll und möglich), Qualität. Diese Werte gelten in Kreisen des schnellen Geldes tatsächlich nichts. Eigentlich schade. Darüber sollten wir uns wieder mehr Gedanken machen.

    • @Sechziger, ich weiss nicht was sicher der Autor fokussierte, aber es geht nicht nur um den Finanzplatz. Sehen Sie sich mal den Niedergang der einst stolzen Maschinenindustrie an. In der Region Basel gab es zahlreiche jahrzehntelang erfolgreiche Maschinenfabriken, heute findet man dort Fitnesscenters, Bars, Konzertlokale, Kleinfirmen und die eine oder andere Brauerei usw. Diese Firmen wurden durch Verkäufe geschwächt, durch Outsourcing nach Asien ausgehöhlt und die CEOs (meist bestehend aus zahlenfixierten Buchhaltern) gaben den Firmen den Todesstoss. Was die Maschinenindustrie wirklich gebraucht hätte, wären Leute von unten gewesen, die sich hocharbeiteten und nicht einfach irgendwelche Branchenfremde, die man aufgrund ihres Beziehungsnetzes aussucht.

      Fact ist, vor allem die Maschinenfabriken sind es, die den Wohlstand erschufen. Oft waren es die Besitzer, die zahlreiche Wohltätige Organisationen schufen (sehen Sie sich z.B. in Winterthur mal um, was Sulzer positives geleistet hat). Und wenn die Metallindustrie fehlt, wird der Wohlstand irgendwann brutal wegbrechen und wird nie wieder kommen. Wenn Basel die Chemie nicht mehr hätte, wäre dort nichts mehr los.
      Mit Dienstleistung kann man zwar mittelfristig die wegfallenden Umsätze ausgleichen, aber langfristig ist es nur die Industrie, die den Wohlstand eines Landes sichert. Aber wenn 90% der Gewinne im Ausland landen, bleibt davon in der Schweiz nichts hängen.

      Was Banken anbelangt, schufen sie kein Wohlstand. Sie haben ihren Angestellten zwar hohe Löhne bezahlt, die aber hauptsächlich von der Industrie durch Kredite teuer bezahlt mit Zins und Zinseszins exponentiell finanziert wurden. Die Banken haben die Industrie letztlich wie Vampire ausgesaugt. Wie ich hörte, war es die UBS, die dem Outsourcing nach Asien und Firmenverkäufe ins Ausland unterstützte. Diese Bank sollte endlich ihr „S“ im Namen ablegen und sich aus dem Land verpissen.

      Trotzdem wünsche ich allen fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch.

  25. Telepathie in reinster Form. Danke Herr Stöhlker.
    Kleine Nationen können nicht einfach auf den Verhandlungstisch mit der Faust hauen. Sie trommeln nur noch mit den Fäustchen und suchen nach paarungswilligen, starken Partner.
    Nach Marignano übernahm die Grand Nation unseren Schutz, bis zum 2. Weltkrieg war sie die Garantierende Schutzmacht. Es ging , all die Jahren, irgendwie gut. Egal wer in Bern sass. Mit oder ohne Filz- Lobby -und Bonuskultur. Wir brachten es fertig, im geopolitischen Kung-Fu, fast immer auf der Gewinnerseite zu stehen. Mr. DAX/ D.Müller, brachte es auf den Punkt: „Die Schweiz hat keinerlei klimatische Vorteile, keine Anbindung an Meere und keine Rohstoffe. Sie hat nur eins:
    Grösstmögliche Rechts- und Planungssicherheit für Bürger und Unternehmer. Dadurch ist eines der erfolgreichsten Länder der Erde. „
    Nun, die alten Schutzengel sind dahin und wir on the Road again. Die Suche nach einem paarungswilligen, starken Partner fängt wieder von vorne an. Die Auswahl ist, wie immer, beschränkt : EU, USA, Russland, China.
    Alle bieten nur Vorteile an, von nuclear umbrella bis Natural Liquid Gas, verkäuferisch genial, gebührenfrei. Es gibt aber keine geopolitische Nächsten Liebe, man will was. Und in der Schweiz ist sehr viel zu holen. Trotz Massaker an Alusuisse, Swissair, Maschinenindustrie – Es hat noch massiv Fleisch am Knochen . Werfen wir es nicht vor die Hunde.

    • …von Geschichte keine Ahnung, aber davon viel!

      Machen sie „la grande nation“ nicht grösser als sie ist!

    • @ Röbi……………

      Klein sind wir nur was die Anzahl der Bürger angeht.
      In allen anderen Dingen sind wir gross und ziemlich stark.

      Die Devisen die unsere SNB hält, also würden wie die einsetzen, es gäbe den Euro Morgen schon nicht mehr.

      Patente, lluge Köpfe, Universitäten und Techniker, von allem haben wir überdurchschnittlich viele.
      Überall sind wir vorne mit dabei… warum nur wollen wir uns immer ducken ?

  26. Herr Stöhlker, als junger Mann haben Sie die verheerenden Auswirkungen von Mao´s „Großem Sprung nach vorn“ und nachfolgend der Kulturrevolution – letztlich dem größten Genozid in der Menschheitsgeschichte – erlebt und schreiben hier dies.

    Zur Erinnerung bzw. zum Nachlesen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Sprung_nach_vorn

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturrevolution

    Ansonsten wünsche ich Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest, ein erfolgreiches Jahr 2019 und speziell viel Gesundheit.

  27. Die Schweiz kommt mir, und ich sage dies schweren Herzens, mittlerweile ein bisschen vor wie in einem kurzen Monolog, in welchem der von Matthew McConaughey gespielte Charakter im 2016er Film «Gold» über sein Unternehmen spricht:

    «Washoe Mining, the company that my grandfather literally scratched out oft he side of a Nevada mountain, the company that my father made into a real player, was almost gone. Almost.»

    Und wie in dem Film glaube ich an eine Art Happy End. Aber da sind wir noch lange nicht. Die Schweiz ist ausgehöhlt, auf allen Ebenen. Bezüglich ihrer Werte, Familie, Wirtschaft, Religion und Militär. Die Hülle ist immer noch da, aber die Substanz bildet sich schnell zurück, vergleichbar mit dem Aletsch-Gletscher.

    Im Parlament beschäftigen sich Politiker bis weit in die rechte Mitte damit, die Schweiz weiter nach unten zu ziehen. Während sich Asien mit Riesenschritten auf die Weltherrschaft zubewegt, macht Europa und mit Europa die Schweiz das Gegenteil (siehe NZZ: China überholt alle – und Europa schaut zu). Der Globale Pakt für Migration, ein soft law Vertrag mit dem Ziel, die Personenfreizügigkeit auf die gesamte Welt auszuweiten, und sogar den Anspruch auf Unterstützungsleistungen regeln will, wird am Volk vorbeigeschmuggelt und die Vorstösse der SVP im Parlament, diesen abzulehnen, scheitern. Sie schaffen es immerhin noch, die direkte Unterzeichnung zu verhindern, aber dies geht allein schon zeitlich auf die Kosten von wichtigeren Themen wie beispielsweise die nachfolgenden.

    1) Behebung der Aushöhlung des Schweizerischen Altersvorsorge. Oder zumindest den sofortigen Stopp der Umverteilung ab einem gewissen Vorsorgekapital. Durch diese Umverteilung wird ein Fehler aus der Vergangenheit, zu hohe Versprechen, mit einem neuen Fehler, der Diebstahl an jüngeren Generationen, «behoben»
    2) Verhinderung, dass Ü50 Mitarbeiter aufs RAV abgeschoben werden. Dies erfordert Anpassungen im System der zweiten Säule und die Aufhebung oder Überarbeitung der Personenfreizügigkeit.
    3) Stärkung der Familie. Schweizerinnen und Schweizer kriegen zu wenig Kinder, die Ursachen müssen analysiert und behoben werden. Eine künstliche Befruchtung für einen Schweizer Steuerzahler ist es dem Bundesrat nicht wert, in die obligatorische Leistung der Krankenkassen aufgenommen zu werden. Eine Abtreibung hingegen ist in Ordnung. Wir geben Milliarden für Dinge aus, die die Schweiz nicht weiterbringen oder gar schaden – aber wir vernachlässigen zentrale Voraussetzungen für das Fortbestehen der Schweiz wie den Nachwuchs.
    4) Vorbereitung der Bevölkerung auf neue Technologien. Im Moment wird viel über die Digitalisierung gesprochen, über künstliche Intelligenz und dergleichen. Dies wird zu vermehrter Arbeitslosigkeit führen. Während beispielsweise bei der industriellen Revolution komplexe Aufgaben genommen wurden und in einzelne, einfache Arbeitsschritte unterteilt wurden, welche mehr Leute ohne vorangehende Expertise in den Arbeitsprozess einbrachten, ist dies heute anders. Es werden repetitive Arbeiten weggenommen und nicht nur in Billigjobs. Die neu geschaffenen Berufsbilder sind nichts für jedermann, weil deutlich anspruchsvoller. Was kommt da seitens Politik? Schaffung von Ausbildungsmöglichkeiten für die breite Bevölkerung? Überlegungen, was mit den Arbeitslosen geschehen soll und die Prüfung von Abfederungsmöglichkeiten wie die Besteuerung von digitaler Arbeit? Leider nein.

    Wenn ich mir überlege, welcher Schweizer Politiker über den nötigen Weitblick, die Intelligenz, die Nähe zu den Leuten und den Patriotismus verfügt, dann kriege ich eine Panikattacke. Klaus Stöhlker schreibt dies richtig, keiner denkt, dass unsere Bundesräte den grossen Wurf machen werden. Bei uns ist die Spitze des Landes nicht die Crème de la Crème. Bei uns ist die Spitze die anpasserischste Kaste, welche im Bundeshaus zu finden war. In Friedenszeiten und auf Autopilot ist das auch kein Problem. In Zeiten der Unruhe und Unsicherheit wird es jedoch eins. Die Schweiz verdankt viel einem Ausnahmepolitiker wie Alfred Escher oder einzelnen Köpfen, welche ausserordentliches geleistet haben. Aber heutzutage haben wir 2/3 der Politiker, welche die Schweiz in die falsche Richtung führen und 1/3, welche nicht wissen, wie sie Mehrheiten finden. Wir haben Unternehmen, deren Beziehung der Schweiz vor allem die Liebe zu tiefen Steuern ist. Und die Bevölkerung selbst verharrt. Die Jungen in einer Mischung aus Desinteresse oder Angst. Oder sie haben die Schweiz nach wirkungsvoller Medien- und Erzieherbeschallung schon aufgegeben, für das grössere Internationale. Viele U50er sind ziellos, zu jung um das Ende des Tunnels zu sehen, zu alt um nochmals komplett neu zu beginnen. Die Ü50 versuchen, sich irgendwie durchzuhangeln und bloss nicht aufzufallen. Nachdem sie zu Beginn ihrer Karrieren von allen Seiten verwöhnt wurden, haben sie Probleme mit dem aktuellen Umfeld klar zu kommen. Die Rentner wiederum sitzen im gemachten Nest. Nicht diejenigen im hohen Alter, aber die Alt-68er, welche einen tollen Jobmarkt hatten, sich so viel genommen und so wenig gegeben haben und nun mit einem viel zu hohem Alterskapital und Renten basierend auf weltfremden Versprechungen, bis zu ihrem Ableben abkassieren.

    Wir sind wohlstandsmüde geworden. Und bald sind wir nicht mehr da. Es muss ein gewaltiges Umdenken stattfinden. Und ich sehe nicht, wie dies mit der bestehenden politischen Elite funktionieren kann. Es gibt zwei Möglichkeiten. Die Gründung einer neuen Partei, wie es zum Beispiel die AfD in Deutschland gegen massiven Widerstand, inklusive Gewalt und Diffamierung getan hat. Oder eine Reihe von Volksinitiative, welche die wesentlichen An¬gel¬punkte der Schweiz zukunftsfähig machen. Die Initiative «Für eine generationengerechte Altersvorsorge» ist ein kleiner Anfang.

    «What is a prospector? It’s someone who believes, it’s out there. Who wakes up every morning, again and again, again and again, believing it’s out there. And he hears that little voice, a little voice that says go ahead. Keep walking.» – weiteres Zitat aus dem Eingangs erwähnten Film.

  28. Langsam aber sicher habe ich genug von diesen fetten, alten und vollgefressenen Beratern à la Stoehlker, die meinen, der Gesellschaft Ratschläge und Empfehlungen erteilen zu müssen. Bei genauerem Betrachten haben genau diese selbsternannten Eliten gar nichts zur Wertschöpfung beigetragen.
    Im Gegenteil: Genau solche Leute haben das funktionierende Schweizer System, das auch zu einem grossen Teil auf Solidarität gegenüber allen Mitbürgern beruhte, ganz egoistisch und rücksichtslos für persönlichen Profit ausgenommen. Dabei wurden das Schweizer System, Schweizer Firmen und damit viele Schweizer Errungenschaften und Tugenden und nicht zuletzt unser Wohlstand für immer zerstört. Das heutige „Swiss“ in Politik, Wirtschaft, Armee und Firmen ist ein blanker Hohn.
    Das eine nun acht Millionen starke Volkswirtschaft ohne Zugehörigkeit zu einem Wirtschaftsblock es in Zukunft schwieriger haben wird, ist uns allen bewusst. Dass aber weniger Substanz vorhanden ist, verdanken wir all den von Frau Isabel Villalon so trefflich beschriebenen Eliten.

    • @ Luegisland…

      Zitat :
      …………langsam aber sicher habe ich genug von diesen fetten, alten und vollgefressenen Beratern à la Stoehlker…
      ——————————

      Luegisland, Sie sind genauso ein mieser Typ von denen ich genug habe.
      Sie einfältiger Dummkopf.

  29. Blocher kämpft sein Leben lang für die Unabhängigkeit der Schweiz. Er verkörpert genau das, was Stölker in diesem Artikel vermisst.

  30. Nun ja Herr Stöhlker……………..

    Ihr Kollege „The Bears Advocate“ zensiert mich oder schaltet nichts frei.
    Wollen wir hoffen diese Itten reissen bei IP nicht ein.
    ——————————

    Zitat von Ihnen :
    Unsere Optik ist extrem provinziell“, sagt Lino Guzzella, der Präsident der ETH Zürich. Wir konkurrieren in der Schweiz gegeneinander, aber nicht gegen den 20 Millionen Menschen zählenden Staat Shenzen, „wo mit einem ungeheuren Tempo, einer ungeheuren Kreativität und einer ungeheuren Intelligenz“ vorangegangen wird (Guzzella).
    ————————————————

    Erinnern sie sich noch an Japan vor 35 Jahren ?
    Sie haben einen typisch schweizerischen Fimmel, si himmeln alles an was aus dem Ausland kommt.

    Dieses mal ist es Shenzen in China.

    Besieht man sich genauer was Japan tut, erkennt man das die kaum ein wirkliche bahnbrechendes patent angemeldet, geschweige denn erfunden haben.
    nein, Japan nimmt das was andere erfunden haben und arbeitet damit, entwickelt es weiter.

    In China ist es noch viel ausgeprägter denn die Kopieren einfach alles, entwickeln selber aber kaum etwas.
    Diese Massen-Partei-Universitäts-Abgänger die in China am Laufband produziert werden, sind eben aus einem System und einer Gesellschaft die Individualität gering schätzt, und eben darum auch wenige Köpfe hervorbringt die Bahnbrechendes erfinden.

    Und es sind oft eben die sturen Spinner die glanzvolles erfunden haben, nachdem sie Jahrelang verlacht wurden.

    Es ist aber richtig, China mit seinen 1.3 Milliarden bringt trotzdem ein paar Erfinder hervor, aber gemessen an Europa sind es marginal wenige.

    Ich kann Trump gut verstehen das er einen solchen Dieb wir China einer ist nicht mit Samthandschuhen anfasst.

    Aber wie immer sind wir unser eigener Totengräber, denn unsere Schulen verkommen. Naja, ie Schweizer halten sich noch, die Deutschen sind schon unten.

    Kleines Beispiel unserer Dummheit:
    kaufe ich in Ebay etwas aus China, kostet es einen läppischen Preis und es wird sogar gratis geliefert.
    Schicke ich meiner Familie in Thailand ein Geschenk, kosten 1.2kg. ….48 Franken.

    Unsere Jugend gewöhnt isich gerade an etwas, nämlich das Kopflose einkaufen.
    Man bestellt eine Winterjacke aus China für 13 Franken.
    nur leider passt sie nicht wirklich, also weg damit und eine neue bestellen.
    China kann ja gratis liefern.

    dafür findet man in der Innenstadt St. Gallen um diese zeit etwa 8 Ladenlokale die gerade leer stehen, umgebaut werden, oder die von den Geschäften aufgegeben wurden.
    China sei Dank.

    Wir sind selber unser Untergang, aber nicht nur weil wir nicht innovativ genug sind, sondern weil in unseren Köpfen kranke Geister umherschwirren, solche die glauben wir müssten die ganze Welt bemuttern, sie auf unser Niveau anheben, die meinen Sozialismus sei gut, die aus dem Grund unsere Totengräber selber wählen, die Sozis.

    • Ihr Beispiel mit Ebay und Billigstversand aus China und den entsprechend teuren Versandkosten aus der Schweiz nach Übersee stimmen sehr nachdenklich. Wird da die chinesische Dumpingkultur vorgeführt zum Schaden der westlichen Werte?

      Erstaunlich, dass dies kaum je thematisiert wurde in den Schweizer Medien. Die Fratze der Globalisierung bekommt ein groteskes Gesicht.

    • Einzelnen Kommentatoren sollte man Schreibverbot (alternativ Veröffentlichungsverbot) erteilen! Nicht alleine Dummheit ist störend. Bei mehr als 10 sprachlichen „Fehltritten“ müssten Kommentare auf die Müllhalde! Walter Roth hat sich mit der Höchstzahl bereits qualifiziert! Aber die Konkurrenz ist gross! Also bitte nicht auf den Lorbeeren ausruhen und eifrig weiterschreiben!

  31. China betrachtet sich nicht als Reich der Mitte. Es heisst so! Das Substantiv „China“ und das Verb „chinesisch“ gibt es im Mandarin (chinesische Sprache) nicht, auch „Mandarin“ gibt es nicht. Für China wird der der Begriff Zhōngguó (中国) und für die chinesische Sprache der Begriff Zhōngwén (中文) oder Hànyû (汉语)) verwendet. Zhōngguó bedeutet nichts anderes als „Mitte Land“, also Land der Mitte. Das ist ein grosser Unterschied zur Schweiz.

    • Super….. Frau Gisteli

      ich habe zwar auch ne Chinesin in meiner Familie, aber sie erklärt solche Dinge kaum je.
      Die Begrifflichkeiten SIND ABER WICHTIG…….

    • Auch bei allem Enthousiasmus.. André ist wohl keine Frau… und heisst weder Gisteli noch Costello…Die Begrifflichkeiten bleiben wichtig.

  32. Sehr geehrter Herr Stöhlker
    Vielen Dank für Ihren Artikel, den ich vollumfänglich teile.
    Ich würde mir jedoch wünschen, herauszulesen, was anders angegangen werden soll. Die Grundlage unserer Schweiz ist nach wie vor hervorragend! Darauf lässt sich bauen!
    Ich zähle mich zur jungen Generation und bin Jungunternehmer mit dem Ziel, Neues zu schaffen. Anzupacken ist nun angesagt!
    Nochmals vielen Dank für Ihren Weckruf!
    Schöne Festtage!
    Robert Nef

    • Lieber Herr Nef,
      Sie haben, wie immer, recht. Im kommenden Jahr gibt es viel zu tun: Wahlen in diversen Kantonen, Nationalratswahlen im Herbst. Heute früh weckt uns Gerhard („Gerry“) Pfister mit dem Alarmruf: „Die CVP geht in die Opposition.“
      Ich denke, zuerst einmal müssen wir uns darüber klar werden, wo wir stehen. Dann müssen wir den Mist aus den Köpfen der Menschen räumen, die einfach keine Ahnung mehr haben, wie rasch sich unsere Welt zwischen Europa und Asien verändert. Dann müssen wir sehen, welche Welt uns die Regierung Trump zurück lässt.
      Daraus lässt sich unser Spielraum definieren. Viel Arbeit steht an.

    • Tja Herr Stoehlker………

      Welche Welt wird und Trump zurücklassen?

      Ich denke eine bessere, als es sie unter den Bushs, Clinton und Obama gab.
      Matthis ist gerade gegangen, auch er sträubte sich nach alter Manier des Establishments gegen den Truppenabzug aus Syrien…… obwohl er wusste das Trump den Truppenrückzug aus den Kriegsgebieten immer versprach.
      Er hat der US Armee mit seinen hohen Rüstungsbudgets zwar einen süssen Happen hingeworfen, allein die wollten diese Kriege weiterführen.
      Ohne Kriege werden die eines Tages ihre fulminaten Budgets verlieren.
      ——————————-
      Trump ist im begriff Kriege / Interbventionen zu beenden…… das gabs schon sehr lange nicht mehr.
      ——————————-
      Und er ist der einzige Präsident der seine Versprechen zu halten versucht, so wie er es im Wahlkampf abgab, etwas was ich bei US Präsidenten noch gar nie erlebt habe.

      Und er ist stark, er säubert die Wölfe im Schafspelz aus seiner Administration raus.
      Alle die Leute, die sich gewohnt sind in US-Regierungen mitzuarbeiten, dabei aber nie die Interessen der Wählerschaft, aber die Interessen des Establishments vertreten.
      Dabei müssten sie doch die Vorgaben des gewählten Präsidenten umzusetzen….. dazu wurde der nämlich gewählt…. oder ?

      Ich verfolge das ganze seit über 40 Jahren, noch nie gab es derart viel Widerstand gegen einen Präsidenten.
      Widerstand aus seiner Administration der Richterschaft, der Beamtenkaste und natürlich der Presse.

      Naja, gut, es gab auch noch kein Netz damals,, vieles erfuhr man erst nach Jahrzehnten wenn Leute wie Kissinger dann Interviews darüber gaben.

      Nun ja, wie verlogen die alle sind sehen wir gerade am Fall „Relotius“ und dem Spiegel.

  33. Ein interessanter Titel. Mit „Deep State“ ist ja gemeint, dass es geheime Mächte gibt, welche so weit in den Staat eingedrungen sind, dass dieser nur mehr als Kolonie dient. Vermisst der Author einen solchen „Deep State“ oder sollen diese Mächte Schweizer sein? Die Analyse erscheint mir aber absolut korrekt.
    Wer wissen will, wer diese Mächte aktuell sind, muss nur Johann Niklaus Schneider-Ammann (den Offshorekontenbundesrat) und Doris Leuthard fragen, wer sie denn zum Rücktritt bewogen hat. Wer Doris Leuthard in der Medienkonferenz genau zugehört hat, entdeckt, dass sie andeutet gezwungen worden zu sein. Sie scheint auch vollständig überrascht von ihrem eigenen Rücktritt zu sein. Dass dies ihrer Emotionalität geschuldet sei, ist keine gute Erklärung. Wissen muss man auch, dass beide im Frühjahr 2018 noch verlauten liessen, die volle Amtsdauer zu absolvieren. Genau das würde ich auch von einem Bundesrat erwarten. Schneider-Ammann war übrigens bereits 2016 sehr müde.

  34. Nur EINE grössere Krise und die Schweiz wird unter die EU-Kuscheldecke kriechen. Da wird es nach Blocher keine(n) über sich hinauswachsende(n) Mann oder Frau geben, der oder die zum Alleingang ruft. Klar, Köppel sieht sich in dieser Rolle, aber wer will einem Nervenbündel wie ihm schon folgen?

    • Gerade Krisen bietet doch die größten Chancen – sofern man sie richtig nutzt. Nehmen wir an, dass der Schlimmste Fall eintrifft und die SNB global jegliches Vertrauen verliert – der Franken wäre dann nichts mehr wert. Dann könnte man ein besser funktionierendes Geldsystem einführen, dass uns schnell aus der Krise raus führt.

      Bei der Gelegenheit schafft man 20 Billionen Franken (voll gedeckt mit dem Wert unseres Süßwassers in unseren Seen, Flüssen und Bächen und mit der Arbeitskraft von 5 Millionen Schweizern im Wert von 100 Franken pro Stunde im Wert von knapp 1 Billion jährlich) und kauft die wichtigsten CH-Konzerne und einige Ausländische gleich mit, die sich in ausländischer Hand befinden einfach auf.

      Die Konzerne werden dann Staatsbetriebe sein, der Gewinn wird direkt an die Bevölkerung ausbezahlt, was besser ist als jedes Grundeinkommen. Diejenigen, die jetzt meinen, dies sei Kommunismus, kann ich beruhigen, auch kapitalistische Länder kennen gut funktionierende Staatsbetriebe, deren Gewinne niedrigere Steuern zur Folge haben, aber man könnte es natürlich auch auszahlen.

      Im Grunde sind die Neoliberalen und die Kommunisten diejenigen, die an der Zerstörung der Schweiz arbeiten. Beide aus unterschiedlichen Gründen. Die Kommunisten wollen eine durch globalisierte Welt mit einer Weltregierung, ohne souveräne Nationen. Dabei sind die Menschen schwach, die Firmen gehören der Regierung, und die Regierung, bestehend aus einer kleinen Elite (Plutokratie) befielt alles.
      Die Neoliberalen wiederum wollen eine Welt mit einem schwachen Staat (möglichst ohne Staatsfirmen) und starken, möglichst monopolisierten Firmen. Was die Menschen schwächt, da ihre Rechte so beschnitten werden.

      Was ich anstrebe, ist der Mittelweg. Ich will eine Welt mit einer mächtigen selbstbestimmten Bevölkerung und der Staat und Firmen sind der Bevölkerung klar untergeordnet. Im Grunde gibt es ja gar keine Staaten, Firmen, Vereine, Stiftungen usw., es sind immer Menschen, die durch einen Vertrag und einem Namen und Logo in einer bestimmten Funktion zusammenarbeiten – mehr ist da nicht vorhanden.

      Ich sehe sehr viele Lösungen, mit der man die Schweiz wieder stark und souverän machen kann, wenn erst mal dieses falsche Geldsystem durch ein besser funktionierendes System ersetzt werden kann.

  35. Vieles von dem, das Stöhlker an der Schweiz kritisiert, kann in jedem westlichen Land festgestellt werden. „Derweil wird das Volk immer ärmer bis weit hinauf in den Mittelstand“ stimmt auch für die USA und die meisten EU-Staaten. Das ist die Folge der Globalisierung, die Stöhlker nicht als Ursache erwähnt. Richtig ist seine Feststellung „Wir sind ein reiches Land, aber immer mehr von diesem Reichtum gehört nicht uns.“ Dass dies die Folge des extremen Liberalismus ist, den wir unbesehen walten lassen, sagt er nicht.
    Typisch ist seine Suche nach dem Schweizer „Deep State“, denn Stöhlker denkt „top-down“. Er kann sich keine funktionierende „bottom-up“ Demokratie vorstellen. Zum Glück haben wir keinen elitären „Deep State“. Für einen grossen Teil der Misere, die wir gegenwärtig auf der Welt beobachten, sind nämlich die verschiedenen „Deep States“ verantwortlich, allen voran der amerikanische „Deep State“, der sich für die Welt „global“ zuständig hält.
    Ich bin der festen Überzeugung, dass die Schweiz mit ihrer direkten Demokratie, ihrem Föderalismus, ihrem Bestreben nach Selbstbestimmung und sogar mit ihrem dilettantischen Bundesrat viel besser durch die Wirren des 21. Jahrhunderts navigieren wird, als mancher Staat, inkl. EU, mit einem „fortschrittlichen“, elitären „Deep State“.

  36. Schlüssige Analyse.
    Nun bin ich gespannt auf den 2.Teil mit konkreten(!) Lösungsvorschlägen. Idealerweise Lösungsvorschläge, um unsere frühere Erfolgsgeschichte weiter zu führen, und nicht noch mehr im globalen Sumpf unter zu gehen.