Cembra Money Bank: 21.12.-14.1. im Ruhemodus

Wochenlang ist E-Banking-Mailbox der Kleinkredit-Bank ausser Betrieb – Servicewüste Swiss Banking erreicht Höchststand.

Die Cembra Money Bank gilt als Erfolgsstory. Als der US-Industriemulti General Electric die einstige Konsumkredit-Tochter vor 5 Jahren unter dem Namen Cembra an die Schweizer Börse brachte, konnten sich die Investoren lange an deren steigendem Aktienkurs erfreuen.

Sogar vor Vontobel: Cembra-Aktie, Stern am Börsenhimmel (Quelle: Swissquote)

Irgendwie scheint der Erfolg den Cembra-Machern nun aber das Hirn zu vernebeln. Jedenfalls behandelt die Konsumbank ihre Kunden so, als ob sie diese gar nicht mehr nötig zu haben scheint.

Sie lässt ihre Klienten in diesen Tagen nämlich regelrecht vor verschlossener Tür. Und zwar nicht für ein paar Stunden, sondern geschlagene 24 Tage lang, also mehr als 3 Wochen. So lange werden Mail-Anfragen von E-Banking-Kunden der Cembra nicht mehr beantwortet.

Sind dann mal weg: Cembra-Mitteilung an Kunden (Quelle: Cembra)

„Aufgrund der Feiertage können Sie vom 21. Dezember 2018, 17 Uhr, bis 14. Januar 2019, 8 Uhr, keine neuen Nachrichten via eService Mailbox senden“, erscheint im E-Banking der Cembra seit der Vorweihnachtszeit. Einzig für Notfälle wie Karten-Diebstähle und -Sperrungen will die Cembra „täglich während 24 Stunden (…) für Sie erreichbar“ sein.

Kein Anschluss unter dieser Nummer: Die Cembra-Macher machen vor, wie Swiss Banking heute funktioniert.

Kunden rundum bedienen, wo kämen wir denn da hin? Zuerst leisten wir uns die verdienten Betriebsferien, und zwar nicht nur bis zum 7. Januar, sondern gerne eine Woche länger. Sind ja nicht beim Staat.

Eine Beamten-Mentalität vom Feinsten, die sich je länger, je mehr wie ein roter Faden durch die Finanz-Landschaft zieht.

Die Bank Cler, eine Tochter der Basler Kantonalbank (BKB), hält ihre Filiale in Chur noch drei Stunden am Tag offen. Von 2 bis 5 am Nachmittag, von Montag bis Freitag. Wer dann nicht kann, hat Pech gehabt.

Grüezi, grüezi: Öffnungszeiten mit Personal war gestern. (Bild: BKB)

Das Mutterhaus BKB frohlockt derweil in Medienmitteilungen mit der ersten Filiale, die gänzlich ohne Personal auskommt. Videos übernehmen die mühsame Arbeit mit Kunden, die sich an den Ort verirren könnten.

Viele Kunden von Schweizer Banken kriegen den Serviceabbau zu spüren. Bei der CS sind lange Wartezeiten beim Anruf ins Bonviva-Callcenter legendär. Den Kreditkarten-Kunden des CS-Jointventure Swisscard geht es nicht besser – trotz Swisscard-Telefonisten im Dauer-Hamsterrad.

Kommentare

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  1. Viel mehr interessiert es mich, wie die Cembra langfristig funktionieren und wachsen will…

    1. Bei der Cembra arbeiten überproportional viele externe Mitarbeiter, welche zudem relevante Rollen besetzen.
    (PwC, Deloitte, McKinsey, EY, Swisscom, BSI, BDO…) lediglich KPMG fehlt, aber auch nur weil sie auditieren.
    Fazit: Hohe Kosten und verlorenes Wissen

    2. Ihr Modell ist längst überholt und modernisierungs, digitalisierungs oder gar M&A Versuche schreiten nur langsam voran. (Eine Swissbilling zu akquirieren, welche ebenfalls nicht innovativ ist, ist für mich keine grosse Kunst)
    Fazit: Neue Player werden Cembra vom Markt drängen

  2. Haben wohl keine Kohle mehr fürs Bezahlen von Callcenter-Mindestlöhnen aufgrund der Ausgaben fürs „Schätzli der Nation“-Rigozzi Werbebudgets 😉

  3. Die Clique mit dem „Hotel Fachschule Absolventen“ an der Spitze und der flotte IPO haben nur wegen GE Captal 2.5 Jahre „we’ll pay as long we get rid of this…“ Sicherheit an der Boerse profitiert. Week Mgmt., week staff, week since ever – Diese branch fand keinen Kaeufer und keine Kaeuferin seit 2006… wen wunderts nun, dass so was eine Meldung wert ist?
    Zum glueck kennt Ihr die netto-Margen nicht….

  4. seit x Jahren bezahle ich alles mit dieser Karte. von chf 2.– (Tram) bis chf 20’000.– (Flugbillette). ich brauche keinen Kredit und zahle immer sofort. es gibt mir einen kleinen Lohn. cumulus Punkte. 3 falsche Belastungen durch einen Gangster wurden sofort storniert. die Karte zu erhalten war relativ pinkelig. aber diese Karte wird in der ganzen Welt akzeptiert und ist gratis. zahle keinen Boni an CEO s wie bei CS, Corner oder Raiffeisen ;-)). Karte ist top.

    • Da kann mich nur anschliessen – ich bin rundum zufrieden und habe gar nichts auszusetzen. Für mich 1000 Mal besser als SwissCard und Viseca zusammen.

  5. Habe eine Kreditkarte bei Cembra und eine bei Swisscard. Bei der Cembra kann man immerhin ausserhalb der Urlaubszeiten noch Mailanfragen verschicken. Bei Swisscard habe ich diese Option letzte Woche vergeblich im Online Account gefunden. Vermutlich wurde still und leise abgeschafft. Nun kann man nur noch über die gebührenpflichtige Hltline Kontakt aufnehmen.

  6. In dieser Zeit musste ich der Cembra Money Bank anrufen. Habe 30 Minuten am Telefon gewartet und noch immer hat niemand abgenommen um 17.00 Uhr. Hände weg von dieser Aktie !! Schlechter Service = schlechte Firma

  7. Habe Cembra Kreditkarte, weil sie gratis ist. Man muss allerdings höllisch aufpassen, dass man pünktlich zahlt, Mahnungen und Sollzinsen vermeidet. Auch digital ist Cembra nicht auf der Höhe. Mobile first sieht anders aus. Da ist Viseca der KBs viel besser.

    Der Enthusiasmus für Revolut & Co. wird sich abkühlen. Jetzt ist noch alles gratis, aber für wie lange? Man bezahle mit „Daten“? Mal sehen, wie viel diese Daten den Firmen wert sind über die Zeit, wenn der Datenschutz immer enger gezurrt wird. Und wann man als „gläserner Kunde“ ein mulmiges Gefühl und ein verstärktes Bedürfnis nach mehr Diskretion bekommt.

  8. Vielleicht merken nun viele Kunden und das „einfache Kleinkredit Volk“, welches täglich die Zeit von 8:00 bis 22:00 am smarten Digitalapparat verbringt, dass diese Konzerne, Banken und Finanz-Dienstleister nicht am Service der Kunden interessiert sind, sondern nur an den Daten, Informationen und den persönlichen Lebensumständen (und Wucherzinsen nebenbei) der Kunden.
    Mit Hilfe der „Cembra“ Geld Bank hat der US Konzern GE, als verlängerter Arm des US Dep. of Def. und somit von CIA und NSA die persönlichen Daten und Finanzverhältnisse von gut 200’000 Schweizer Bürgern erfassen können. By the way: So lassen sich mit diesen Informationen und entsprechenden Datenanalysen ganz smart feststellen, wer dubioses (oder ev. teroristisches) Verhalten zeigt … Big Brother aus Amerika, die internationale Hackerszene und die US Botschaft in Bern mit direktem Draht zu den helvetischen Behörden lassen grüssen …

    Frohes neues digitales Jahr – beim weiterhin schönen Formulare und Finanzdaten an die Cembra-Beamten senden.

    • @Richard L. 8.Januar 2019/15:15
      Das schweiz.Militär hat seit nunmehr mindestens 70J „Betriebsferien“. Genauer betrachtet sogar seit rund 100J, als das CH-Militär in Genf gegen eigene Bevölkerung losschoss.
      Seither alles theoretische Sandkastenspiele welche 100 MIliarden kosteten und mehr. Götzenkult in Reinkultur..

  9. Habe bei einer Anfrage für einen Kredit mit „nur 3 Klicks zur Auszahlung“,
    so viele Unterlagen ein- und nachreichen müssen, über Wochen, schlimmer als beim Steueramt, ständig neue zuständige Personen, die anonym angerufen haben, die ich dann nicht mehr erreicht habe, wenn ich zurück gerufen habe usw. und das für einen Kredit von ein paar Tausend Franken.
    Habe dann darauf verzichtet, ging einfacher über die Familie.
    Nie mehr sowas.
    Keine Ahnung, ob die wirklich all meine Unterlagen vernichtet haben!

    • Das Schweizer Militär hatte auch Betriebsferien über Weihnachten und Neujahr.
      Unsere Flieger noch etwas länger und nur morgens ab 0900h….

  10. Wer schreit denn hier nach Kundendienst? Cembra ist ja nur für konsumgeile Leute, welche über ihre Verhältnisse leben. Die haben auch keinen Service verdient.

    • Cembra vergibt gerne Kredite, auch wenn sie nicht tragbar sind und betreibt bei der ersten Gelegenheit. Schlangenfänger ohne Gewissen. Hände weg.

  11. Der größte Feind des Fortschritts
    ist nicht der Irrtum,
    sondern die Trägheit.

    Henry Thomas Buckle
    * 24. November 1821 † 29. Mai 1862

  12. Ich hoffe, dass diese Kunden dann auch ihren Banken den Rücken kehren. Dann erledigt sich dass Problem von selbst!

    Bei Banken gilt Marktwirtschaft. Man hat also Wahlfreiheit. Monopole enden oft in einer Dauermisere.

  13. Vielleicht hilft ja wieder Christa Rigozzi, um diese „Bank“ aus dem Ruhemodus zu holen.

    Kleinkredite sind ja ethisch so schön und so gut, denn sie machen viel viel Freude.

    Was macht man nicht alles, um den eigenen Sack mit Kohle zu füllen!

    • ja da ist es doch besser, wenn der staat schulden/geld aus dem nichts schafft, um wähler äh mäuler zu stopfen, die das hiesige system dann möglichst lange am leben halten, um damit die eigenen futtertröge zu sichern. böser kleinkredit

    • @feindindeneigenenreihen

      Ist ja soooo schööön, wenn kann machen ein Reisli mit Geld von Cembra. Und kann auch Auto kaufen mit Geld von Cembra. Und dann kommen und holen meine Fernseher und Auto zurück; auch wieder Cembra.

  14. Liebe Kunden der Banken es wäre nun an der Zeit, diesen Banken, die die Kunden nicht mehr bedienen wollen, ob am Telefon, E-Mail oder am Schalter erst recht, sofort die ROTE KARTE zu zeigen. Ziehen Sie Ihr Geld von diesen Banken ab und suchen Sie sich eine Bank, die wirklich noch eine Bank ist und Sie als Kunden herzlich willkommen heisst, Sie als Kunden behandelt!

    • Und wo bitte ist diese Bank? Diese Institute sind leider ausgestorben inklusive der PostFinance die mir vom 17.12.18 bis 4.1.19 kein Mail beantwortet hat! Das ist Service Public in Reinform!

  15. Die N26 soll ja noch in diesem Jahr eine Schweizer Banklizenz haben. Revolut hat mittlerweile die Kosten für Geldtransfers abschaffen können dank der CS. PSD2 bringt überall in Europa frischen Wind. Nur die Schweiz verschliesst sich – vorerst. Das Erwachen wird brutal und schmerzhaft. Treffen wird es leider die kleinen Angestellten.
    Als Konsument gibt es bald keinen Grund mehr bei einer der aktuellen Schweizer Banken zu sein. Die Hypothek kann ja bleiben, die anderen bieten aber allesamt besseren Service und das zum Nulltarif. Bezahlt wird mit Daten – welche die Schweizer Banken ja ebenfalls bereits haben. Letztere kassieren doppelt ab oder sind zu blöd daraus Kapital zu schlagen.

    • Na ja, solche Kunden liebt man, nach Setvice schreien aber nichts bezahlen wollen – typischer Rappenspalter. Sie kommen mir vor wie Konsumenten, die sich im Fachgeschäft beraten lassen und die Wäre dann online bestellen!

    • Herr Huber, Bearbeitungsgebühren und Devisenaufschläge sind normal bei Kreditenkartenzahlungen im Ausland. Für die Kreditkarte müssen Sie keine Jahresgebühr zahlen und bekommen gleichzeit noch Cumulus Punkte gutgeschrieben bei jedem Einsatz der Karte. Ausserdem bietet Cembra Money Bank im Comparis Vergleich die höchsten Zinsen bei Kassenobligationen, falls Ihnen Aktien zu gefährlich sind in der jetztigen Zeit.

    • @ J.Oppliger
      und wieviel Marge nehmen Sie dann noch durch den Change ein:
      Sie müssen die Rechnung schon genau angeben:
      Devisenaufschlag + Transaktionsgebühr + Bardgeldbezug-Gebühr +++

      Bin kein Rappenspalter, aber
      ich will transparente Gebührenangaben und kein Versteckis. Denn wer sich versteckt will nicht, dass der Kunde die volle Kostentransparenz hat.

      Die Kunden von heute sind jedoch aufgeklärt und informierter als vor 20 Jahren. Meinen Sie nicht auch oder haben Sie lauter unaufgeklärte Kunden?

    • Kann das bestätigen. Ein Tag verspätete Zahlung und postwendenede Ankündigung der Belastung von 30 Stutz auf der nächsten Rechnung. Verdammte Halsabschneider.