Medienpreis und Güllenloch

Hans Geiger, Kolumnist dieser Seite, hat für den Newsletter der Zeitung Schweizerzeit eine Laudatio verfasst. Der emeritierte Banken-Professor zeigt auf, wie es zum Raiffeisen-Skandal kam.

Am letzten Montag wurde der Journalist des Jahres 2018 in Zürich geehrt. Der Preisträger heisst Lukas Hässig und betreibt als Einzelunternehmer die Online-Plattform „Inside Paradeplatz“ (IP). Knackige Artikel auf seiner Webseite erreichen 30’000 Klicks und mehr.

Dies war der Fall beim Knaller der letzten Woche „Jauchegrube Raiffeisen: Ganze Spitze war dabei„. Bei der Wahl auf den Thron des Journalismus erhielt Hässig 31 Prozent aller Stimmen, das Spitzenresultat in der Geschichte. Die Begründung für seine Wahl lautet:

„Fast im Alleingang löste Finanzjournalist Hässig eine Affäre aus, welche die zuvor populärste Bank des Landes in eine tiefe Krise und ihren CEO Pierin Vincenz in Untersuchungshaft führte“.

Brisant sind dabei drei Dinge: der Sturz des Bankenstars Pierin Vincenz, die Demontage der hochgelobten Raiffeisen-Genossenschaftsbank, das Versagen der Schweizer Mainstream Medien.

Wer ist Lukas Hässig

Lukas Hässig ist Wirtschaftsjournalist, 55 Jahre alt, verheiratet, hat vier Kinder. Im Laufe der Karriere hat er in vielen Redaktionen gearbeitet: Weltwoche, Bilanz, Facts, SonntagsZeitung, Finanz und Wirtschaft, Radio 24. Seit Juni 2006 ist er freischaffender Journalist, seit 2011 betreibt er den Finanzblog „Inside Paradeplatz“.

Der Sturz des heiligen Pierin

Die erste Geschichte beginnt am 4. April 2016 mit einer SMS-Anfrage von Hässig bei Vincenz, dem die Bank bei seinem Rücktritt im Jahr 2015 eine Festschrift unter dem Titel „Dr. Pierin Vincenz – Bergler und politischer Banker“ gewidmet hat. Politiker aller Couleurs überschütten ihn mit Lob. Ein CVP-Ständerat schwärmt vom „heiligen Pierin“.

In der SMS erkundigt sich Hässig nach einer Zahlung, die Vincenz von seinem Compagnon Beat Stocker für den Kauf eines Hauses im Tessin erhalten habe. Hässig bezweifelt die Geschichte vom Hauskauf und erkundigt sich nach einer Transaktion zwischen Vincenz und seinem Compagnon Stocker im Sommer 2015, „welche im zeitlichen Umfeld der Neustrukturierung von Investnet und KMU Capital stattfand“.

Am 7. April publiziert Lukas Hässig auf IP den Beitrag „Pierin Vincenz im Strudel wegen brisanter Zahlung“. Den vorläufigen Schlusspunkt der Geschichte bildet am 27. Februar 2018 die Verhaftung von Vincenz und Stocker durch die Zürcher Staatsanwaltschaft.

Der Staatsanwalt steckt die beiden für über drei Monate in Untersuchungshaft und eröffnet eine Strafuntersuchung wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung. Auslöser ist eine Strafanzeige der Aduno Gruppe, bei der Pierin Vincenz lange Jahre Verwaltungsratspräsident war. Kurz nach der Verhaftung erstattet auch Raiffeisen Schweiz eine Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Chef.

Die Demontage der Raiffeisen Bank

Damit beginnt die zweite Geschichte: die Demontage der Raiffeisenbank. Mit der verspäteten Strafanzeige versucht sich Raiffeisen als Opfer ihres langjährigen Chefs darzustellen, nach dem Motto „Wir sind sauber, wir wussten von nichts“.

Lukas Hässig kauft der Bank in St. Gallen diese Geschichte nicht ab. Bereits einen Tag nach der Verhaftung von Vincenz und Stocker schlägt Hässig auf IP wieder zu, im Untertitel steht: „Raiffeisen-CEO ist nach Polizei-Aktion bei Vorgänger unglaubwürdig – Zu nah, zu aktiv – Teil der trüben Vergangenheit“.

Hässig schreibt, Patrik Gisel, Vincenz‘ Nachfolger und jahrelang dessen rechte Hand, versuche sich noch schnell zu retten. Gisel sei aber nicht Zaungast in dieser Geschichte. Er hätte im Herbst 2015, als er von Vincenz das Zepter übernahm, sofort alles Heikle, Intransparente und Verdächtige auf den Tisch bringen müssen.

In den folgenden Monaten erscheinen zahllose weitere Artikel auf IP. Raiffeisen kämpft mit allen Mitteln gegen Hässig. Die anonyme Beichte eines langjährigen Kadermanns der Raiffeisen bei IP am 20. August 2018 unter dem Titel „Ich wusste von Vincenz-Deal. Andere auch“ bringt das Fass zum Überlaufen.

Raiffeisen verklagt IP für einen Streitwert von 200’000 Fr. und erwirkt vor dem Zürcher Handelsgericht eine superprovisorische Verfügung. Der Blog muss den Bericht vom 20. August sofort löschen.

Und heute kann Hässig die Geschichte von der „Jauchegrube Raiffeisen“ publizieren, und keiner reklamiert. Kein Mitglied der damaligen Geschäftsleitung ist mehr dabei, der Verwaltungsrat ist ausgewechselt.

Das Versagen der etablierten Medien

Kurt Zimmermann, Chefredaktor der Zeitschrift „Schweizer Journalist“, sagt im Gespräch mit Lukas Hässig: „Ich glaube, Sie sind für die Branche eine Art Idealtypus. Sie sind ein Journalist, der noch hinausgeht und recherchiert. Sie sind sozusagen das Gegenbeispiel zu jenen Newsroom-Redaktoren, die nur noch am Computer sitzen.“

Bereits im Vorjahr wurde Hässig zum Sieger der Sparte Wirtschaftsjournalismus gewählt. Damals übte Michael Ringier, Chef seiner Mediengruppe, grobe Kritik an Hässig. Er sprach von „diesem Blogschreiber, der die angeblich schmutzige Wäsche der Finanzindustrie vornehmlich im Dreckschleuderwaschgang bearbeitet“. Hätte Ringier doch geschwiegen.

Eigentlich ist die Wahl Hässigs ein Armutszeugnis für die etablierte Presse. Wie kann es sein, dass ein Einzelkämpfer einen riesigen Bankenskandal aufdeckt und die Ikone des Schweizer Bankenplatzes zum Absturz bringt, während der Rest der „vierten Gewalt im Lande“ wegschaut. Spielte das Inseratebudget von Raiffeisen eine Rolle?

Hässig war nicht der Erste, der auf das Thema aufmerksam wurde. Ein Journalist der Aargauer Zeitung war bereits Jahre zuvor heiklen Transaktionen auf die Spur gekommen. Nach einer Aussprache zwischen ihm, seinem Chef und Pierin Vincenz war der Fall kein Thema mehr für seine Zeitung.

Die Wirtschaftspresse zeigte auch keine Lust am Recherchieren, als am 27. Juli 2016 die dritte Story in der Causa Vincenz bei IP erscheint. Der Artikel erwähnt auch Patrik Gisel, den neuen Chef der Raiffeisenbank.

Auf diesen Beitrag melden sich bei Hässig Kollegen aus drei Zeitungen der Tamedia Gruppe. Sie möchten von Hässig Unterlagen erhalten, was für diesen kein Thema ist. Statt selbst zu recherchieren, legen sie die Hände in den Schoss.

Die grossen Zeitungen nehmen sich dem Thema erst an, als Vincenz und sein Compagnon geschlagen sind. Hässig war in den turbulenten Monaten zuvor allein, konfrontiert mit einem Alphatier, das für seinen unzimperlichen Umgang mit Gegnern bekannt ist.

Im Oktober 2017 wächst der Druck von Vincenz und seinem Partner auf Hässig ins Unerträgliche. Sie drohen mit Strafanzeigen, Schadenersatzforderungen, verlangen Löschung aller Artikel und Verzicht auf Künftiges. In der Not bringt Hässig seinerseits die Idee einer Strafanzeige gegen Vincenz und Stocker ins Gespräch. Die beiden geben Ruhe.

Das nützt nichts mehr. Ende 2017 erstattet die geschädigte Aduno AG Strafanzeige gegen ihre langjährigen Chefs. Kurz darauf landet Vincenz für gut drei Monate im Bezirksgefängnis Dietikon.

Das Güllenloch

Und heute, wie steht es mit der Bezeichnung „Jauchegrube“, mit der Hässig über 30‘000 Klicks erhält? Für Raiffeisen offensichtlich kein Problem. Anlass für den Blogbeitrag ist der Bericht von Professor Bruno Gehrig über die Vorfälle bei Beteiligungen der Raiffeisen.

Darin erwähnt Gehrig auch die Kritik der Finanzmarktaufsicht FINMA: unzureichender Umgang mit Interessenkonflikten von Herrn Vincenz, ungenügendes Risikomanagement bei Kreditvergaben an Herrn Vincenz, ungenügende Kontrolle der Ausgaben von Herrn Vincenz, schwere Mängel in der Corporate Governance. Güllenloch scheint kein übertriebener Ausdruck dafür. Auf Sanktionen gegen einzelne Verantwortliche verzichtet die FINMA.

Selbstverständlich gelten alle erwähnten Personen als vollständig unschuldig, solange sie nicht von einem Gericht rechtsgültig verurteilt sind.

Der Artikel erschien am 1. Februar im Newsletter „Brisant“ der Schweizerzeit. Er stützt sich auf den Bericht „Don Pierin: Wahre Geschichte“, der auf Inside Paradeplatz für 10 Franken herunter geladen werden kann; zudem auf Artikel in der Zeitschrift „Schweizer Journalist“.

Kommentare

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  1. Super. Trifft ins Schwarze. Der grösste Skandal ist und bleibt unsere gekaufte Main Stream Presse. Diese eingebildete Zunft, die sich gerne selber feiert und ständig über eine vierte Staatsgewalt dampfplaudert, ist der grosse Fehler in unserem System. Als vierte Gewalt müsste sie ja Gegenpositionen zu den drei übrigen Kräften erarbeitet. Stattdessen überall Schönschreiberei, vorauseilende Entschuldigung der Täter. Gezielte Nicht-Berichterstattung. Kick Back Journalismus so weit das Auge reicht. IP ist der einzige Lichtblick.

  2. Interessant Aussage: „Damals übte Michael Ringier, Chef seiner Mediengruppe, grobe Kritik an Hässig. Er sprach von „diesem Blogschreiber, der die angeblich schmutzige Wäsche der Finanzindustrie vornehmlich im Dreckschleuderwaschgang bearbeitet“. Hätte Ringier doch geschwiegen.“ Es heisst, dass Michael Ringier seit über 28 Jahren über die Marbella-Sache bestens informiert ist, die bekanntlich alle wichtigen Banken der Schweiz Nonstop zum Schwitzen bringt und durch das, dass auch der Volkswagen- und Porschekonzern wegen einer PR-Aktion die ich 1987 in Marbella plante, Gerhard Schröder der als niedersächsische Ministerpräsident automatisch einen Sitz im Aufsichtsrat des VW-Konzern hatte in die Sache hineingezogen wurde und so möglicherweise in ein Gefälligkeitsverhältnis zu einem Schweizer Medienkonzern geraten ist, weil Mitglieder der obersten Kaste von Basel, die Sache benutzen damit die Apanagen gesichert sind, Bekanntlich wollte man 2001 meine damalige finanzielle Schieflage ausnutzen und mich zwingen, dass ich lichtscheues Geld für eine R..ff….n Bank in Deutschland finden sollte, ich weigerte mich und so machte Vincenz Karriere……
    Gunther Kropp, Basel

    • Aha, wann immer ein SVP naher Mann etwas äussert, fällt die … Keule. Funktioniert so zielsicher wie in Deutschland die Nazikeule.

  3. Erinnerung
    Irrtum vorbehalten, war es auch Lukas Hässig, der vor Jahren als Erster auf die überaus grosszügigen finanziellen Abgangsbedingungen von Novartis für Daniel Vasella hingewiesen hat.

  4. Sen Bericht von Herrn Prof Hässig betreffend Pierin Vinzenz wollte ich wie angeboten für Fr. 10.- kaufen. Leider hat sich daraus ein weiterer Krimi ergeben. Bei der Bezahlung kann man angeben ob Kreditkarte oder Paypal. Ich habe Kreditkarte gewählt. Das Geld ging aber nicht wie angegeben zum Erwerb des Rapportes sondern an Paypal. Nun muss ich mich bei Paypal anmelden oder verliere die Fr. 10.-. Habe nicht gedacht dass man bei solchen „seriösen“ Adressen mit Betrug rechnen muss.

    • Ach, machen Sie sich doch bitte nicht lächerlich. Sehr wahrscheinlich ist dies einfach ein technisches Problem oder Ihre eigene Unzulänglichkeit, aber dem wohl einzigen Journalist in der Schweiz mit ‚Eiern in den Hosen‘, welcher sich nicht vom grossen Geld abhängig macht, deswegen gleich in subtiler Weise einen Betrug zu unterstellen, wirkt doch etwas sehr konstruiert. Sehr wahrscheinlich mussten sie ihren Namen auch schon auf IP lesen… 😉

  5. Lieber Prof. Geiger,
    wunderbar, wie Sie dies zusammen gefasst haben. Es zeigt sich, dass wir in den Schweizer Medien ganz weit oben ein Problem haben. Die Verleger haben längst darauf verzichtet, qualitativ hochstehende Redaktionen aufzubauen. Ausnahmen sind (wen überrascht dies?) Roger Köppel mit seiner Weltwoche und Fredy Bayard, ein Ausnahmetalent, der vor einem Jahr den Mengis Verlag (Walliser Bote etc.) gekauft hat und seine Redaktion dynamisiert und soeben auch umgestellt hat.Ganz vergessen können wir die SRG mit ihren überteuerten Medien. Dort schlägt man in den Berichten die Kleinen, um die Grossen zu schonen.
    Die Verleger haben gute Gründe, die Medienberichterstattung aufgegeben oder eingeschränkt zu haben (NZZ). Sie wissen, dass sie qualitativ am Abgrund leben.

  6. Herr Lukas Hässig hat unbeirrt recherchiert und unerschrocken berichtet sowie kommentiert. Anerkennung und Gratulation! ‚Jauchegrube‘ ist für Raiffeisen Schweiz noch eine ziemlich zurückhaltende Umschreibung.

    Das erschreckende Unvermögen der strategischen Führung ist trotz unsäglichen Widerständen einigermassen bekanntgeworden. Die ganze Wahrheit wird jedoch weiterhin geheimgehalten.

    Die skandalöse Gesinnung und die jeder Beschreibung spottenden Machenschaften der operativen Führung sind bislang auch erst ansatzweise aufgedeckt worden. Das Köpferollen auf der obersten Stufe darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass man es bei Raiffeisen Schweiz – nicht zu verwechseln mit den 247 Raiffeisenbanken in der gesamten Schweiz -mit einem zutiefst kranken Gebilde zu tun hat.

    Man muss sich nun zwingend auf viele Führungskräfte der zweiten und dritten Ebene bei Raiffeisen Schweiz und mehrere Protagonisten bei den Regionalverbänden konzentrieren, damit diese überhebliche und raffgierige Geisteshaltung endgültig ausgemerzt werden kann. Personalabbau und Lohnreduktionen sind angesagt, ohne in Sozialneid zu verfallen.

    Und Raiffeisen Schweiz gehört endlich zurückgestutzt auf einige wenige Gruppenfunktionen wie IT, Marketing u.s.w. Jeder Eigentümer von Raiffeisen Schweiz soll dabei mitentscheiden können (one bank one vote). Diese Eigentümer sollen ausschliesslich von Mitgliedern der Verwaltungsräte der Raiffeisenbanken und nicht mehr von Bankangestellten vertreten werden, damit die Unabhängigkeit wiedererlangt werden kann.

    Die Gruppenstrategie von Raiffeisen muss grundsätzlich überarbeitet werden. Nebulöse Zielvorstellungen wie ‚Ertragsdiversifikation‘, welche in der Vergangenheit wiederholt als Rechtfertigung für Zukäufe aller Art dienten, und anderes mehr gehören abgeschafft.

    Die statutarischen Kompetenzen des Verwaltungsrates von Raiffeisen Schweiz müssen den Grundsätzen des Obligationenrechtes angepasst werden. Es kann beispielsweise nicht sein, dass der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz länger ohne Mitwirkung der 247 Raiffeisenbanken, ihren Eigentümern, das Genossenschaftskapital nach eigenem Gutdünken erhöhen kann, um beispielsweise auf diesem Wege jedwelche Acquisitionen zu finanzieren.

    Die Raiffeisenbanken (Tochtergesellschaften) von Raiffeisen Schweiz in verschiedenen Städten müssen entsprechend der jahrzehntealten Gruppenstrategie endlich in die Selbständigkeit entlassen werden, damit Raiffeisen Schweiz nur noch ihre Kernfunktionen wahrnehmen kann.

    Es ist zu hoffen, dass es zur Erreichung dieser und weiterer Ziele der Raiffeisen Gruppe nicht wieder skandalöser Auswüchse bedarf. Dabei ist gut zu wissen, dass es unabhängige und mutige Beobachter wie Herr Lukas Hässig gibt. Weiter so!

    • Bravo,jemand, welcher die grössten Baustellen ungeschminkt beim Namen nennt!

    • Dem kann ich nur zustimmen. Uns Genossenschaftsmitgliedern mutet man zu, dass wir in Mitgliederversammlungen von zum Teil tausenden von Genossen kontrollierend mitentscheiden. Sämtliche Raiffeisen-Genossenschaftsbanken sind zwangsweise Eigentümer der Genossenschaft „Raiffeisen Schweiz“. Folglich sollte in allen Genossenschaftsversammlungen der einzelnen Genossenschaften ein Delegierter für die Genossenschaft „Raiffeisen Schweiz“ gewählt werden, der der Genossenschaftsversammlung seiner Bank Rechenschafts-pflichtig ist. Es braucht eine Anti-Abzocker Initiative in unseren Genossenschaften.
      Es geht nicht an, dass einerseits 300 Millionen Franken Genossenschaftsgeld durch Raiffeisen-fremde unkritische Spekulationsgeschäfte verpulvert werden, die Führungsriegen riesige Gehälter und Abgangsentschädigungen in Anspruch nehmen und gleichzeitig die Sparer so gut wie keine Zinsen mehr erhalten. Vielleicht sollte man die St.Galler Zentrale zurück nach Bichelsee verlegen und sich wieder auf die ursprünglichen Anliegen von Raiffeisen und Traber besinnen.

  7. Sehr geehrter Herr Hässig

    Herzliche Gratulation zu Ihrer überwältigenden Wahl, Sie haben diese Ehre verdient!

    Beste Grüsse,
    Paul Moeller

  8. Perfekte Laudatio. Schockiert bin ich über die von Michael Ringier gemachte Aussage.
    Es braucht mehr solcher Journalisten wie Lukas Hässig, die kein Blatt vor den Mund nehmen und sich „reinbeissen“.

    Danke, Lukas Hässig.

    Beste Grüsse vom Konsumentenschützer Alain Lauber

    • Sind Sie jetzt im Ernst schockiert über Michael RinGIER?
      Das ist der hinterfotzigen Figuren in der Schweiz.

    • Schockiert von Ringier? Und Konsumentenschützer? Beruf verfehlt? Tipp: Einfach mal den Blick „lesen“.

  9. Ohne Hässig wäre Vincenz noch CEO, Gysel noch seine Sprechblase, Sünneli Fuhrer und andere würden sich noch an den Honigtöpfen der Bank laben, FINMA und Justizbehörden weiterhin schlafen. Der eigentliche Skandal ist nicht zwingend Vincenz sondern das Umfeld das weggeschaut hat, VR, Mitglieder der GL, Freunde aus dem CVP Kuchen und eben die hochpeinliche FINMA!

  10. 👍👍👍Und die Arbeit wird Herrn Hässig im schweizerischen Grosswirtschafts- und Politelite- Sumpf noch lange nicht ausgehen. 👍👍👍

  11. Sehr geehrter Herr Professor Geiger

    Besten Dank für diesen sehr informativen Text. Herr Lukas Hässig hat Ihre Laudatio hundertprozentig verdient.

    Ihr Beitrag bestätigt: Unsere Medien sind Versager-Medien. Kopfnicken und kuschen sind angesagt. Einfach erbärmlich und beschämend für unser Land und unsere Demokratie, dass sich die Medien so haben unterkriegen lassen von Politik und Wirtschaft. Kopfnickende Journalisten verraten ihre Berufung.

    Weitere Versagerin: Die FINMA. Hätte die ihre Aufgabe verrichtet, hätte es nie und nimmer so weit kommen können.

    Nochmals. Gratulation an Herrn Lukas Hässig und Aufruf an die Medien in unserem Lande. Nehmt Eure Berufung endlich wieder wahr und sucht nach der Wahrheit und publiziert diese! Habt Mut! Wir wollen keine Memmen!

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  12. Kann man wieder Hoffnung schöpfen?
    Werter Herr Hässig, sicher haben Sie in all der Zeit des „Kapfes gegen oben“ viel Ungemach erlebt und Kraft gebraucht und verbraucht. Für Ihren Mut, Ihre Beharrlichkeit und den Dienst den Sie damit unserem Lande erwiesen haben, danke ich Ihnen von ganzem Herzen und auch Ihrer Familie. Sie haben vielen „kleinen Leuten“, wie mir, wieder Mut und Hoffnung gemacht. Hoffnung, weil doch viele Menschen in diesem Lande realisiert haben, dass seit längerem etwas faul ist im „Staate Dänemark“. Aber was soll man tun?
    Vor längerer Zeit habe ich einmal in einem Blog geschrieben, dass in unserem Lande wieder eine „Wilhelm Tell Mentalität“ erwachen müsse, um eine Veränderung zum Besseren zu bewirken. Beharrlich und unerschrocken haben Sie ein Sumpfgebiet trocken gelegt und damit genau die Mentalität bewiesen, die eine Lebensgemeinschaft braucht: unerschrocken, gradlinig, bescheiden und ehrlich haben Sie sich einer öffentlichen Sache die im argen lag angenommen. Kompliment.
    Sie haben mir und sicher auch vielen anderen wieder Hoffnung gegeben, was unsere Lebensgemeinschaft „Schweiz“ anbelangt.

    • Fast perfekt; mir fehlt leider immer noch der Vertrag welcher begründet, dass Raiffeisen EINE Bank sein soll … und nicht ca. 193 „selbständige“ Banken wie im Handelsregister eingetragen, ich gehe davon aus, dass dies der Bodensatz der Jauchegrube ist. Hat die Staatsanwaltschaft eine Kopie?