Das Umlageverfahren namens AHV strotzt vor Gesundheit

Gewaltige Steuererleichterungen für Grosskonzerne, geködert mit wenig seriösen Berechnungen über unsere AHV, sollen ein Ja zum Steuer-Deal bringen – Dabei schwimmt Altersvorsorge in Geld.

Die ewige Idee von steigenden Steuererträgen als Folge tieferer Steuersätze wurde schon längst als falsch demaskiert. Vergleicht man schweizweit die kantonalen Steuereinnahmen zwischen 2007 und 2016 genauer, dann zeigt sich ein desillusioniertes Bild.

Ohne die vier bevölkerungsreichsten Kantone Zürich, Bern, Waadt und Genf wäre die Gesamtbilanz aller Kantone negativ. Und diese vier Kantone haben die Gewinnsätze für Unternehmen kaum gesenkt.

Wie eine solch wenig seriöse Berechnung der Eidgenössischen Steuerverwaltung ESTV aussehen kann, das verdeutlicht als Paradebeispiel die Finanzordnung 2017. Mit einer derartigen „Lösung“, die willkürlich alles vermischt, was nicht vermischt werden darf, und einiges aussen vor lässt, was nicht aussen vor gelassen werden darf, würde Bundes-Buchhalter Ueli Maurer durch jede KV-Prüfung fallen.

Die Steuerreform wird zu bleibenden Steuerausfällen führen, die nur mit dem Abbau von staatlichen Leistungen kompensiert werden können. Vom Service publique über Spitäler und Gesundheit, Sozialämtern, RAV bis hin zu Bildung und Sport und dem öffentlichen Verkehr – überall wird abgebaut werden müssen.

Und wenn das nicht reicht, werden die Steuern für den Mittelstand erhöht. Die Steuersenkungs-Kantone Zug, Obwalden und Luzern zeigen das exemplarisch. Zug weist über die letzten fünf Jahre ein Defizit von rund 215 Millionen Franken aus und musste ein umfassendes Sparpaket schnüren.

In Obwalden musste das massive Defizit über Einsparungen beim Staatspersonal, Ausgaben von Gemeinden und gestrichene Prämienverbilligungen bei Krankenkassenprämien mehr oder weniger ausgeglichen werden.

In Luzern war fast über Nacht ein Sparpaket von einer halben Milliarde nötig. Auch dort wurde alles zusammengestrichen; über Zwangsferien für Schüler berichtete sogar SRF aktuell.

Von den hochgerechneten Zuzügen einkommensstarker Schichten wegen den massiven Steuersenkungen war wenig zu sehen.

Dabei hatte auf Bundesebene das Finanzdepartement auch 2018, wie so oft, alles schön vermischt. Bern rechnete und rechnete – und wäre wie immer durch alle KV-Prüfungen gefallen.

Diesmal hat sich das Finanzdepartement eben mal um 2,7 Milliarden Franken verrechnet. In der ersten Dekade dieses Jahrhunderts haben sich die Finanzämter zuvor um 22,5 Milliarden zu Ungunsten der Bevölkerung verschätzt.

So ganz ohne (eigentlich kalkulierte) Finanzkrise wird es in der zweiten Dekade eher noch mehr sein.

Wer einer Statistik oder Hochrechnung der Finanzämter oder des Eidgenössischen Finanzdepartements auch nur halbwegs Glauben schenkt, kann sich nicht im Traum vorstellen, was alles gesteuert wird.

Um es mit den Worten von Winston Churchill zu sagen: Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.

Das System, das Dogma, heisst nun mal Steuersenken. Egal, was es kostet, man muss es nur immer und immer wiederholen. Bis dies am Ende der hinterste und letzte Bürger glaubt. Steter Tropfen höhlt den Stein – das Prinzip funktioniert immer, wahrer wird die Angelegenheit dadurch nicht.

Das für alle Finanzvehikel-Betreiber, Grosskonzerne und Millionäre lockende Steuerparadies Schweiz muss stetsnoch günstiger werden. Immerhin gibt es Länder wie Montenegro, Ungarn oder Bulgarien, bei denen Unternehmen weniger Steuern bezahlen als im günstigsten Kanton der Schweiz.

Genau gleich wie in Luzern geht auch für diese vier Länder die Rechnung nicht auf. Offenbar gibt es mehr, das zählt, als nur blindwütiges Steuersenken.

Die Berechnung beim AHV-Teil der anstehenden Abstimmung sieht bedeutend seriöser aus. Von den 2 Milliarden bezahlen alle AHV-Pflichtigen 1,2 Milliarden Franken direkt über ihren dannzumal höheren Lohnabzug.

Weiter fliesst bei einem Ja zum Steuerdeal neu auch das gesamte Demographie-Prozent der Mehrwertsteuer in die AHV – was allerdings schon immer hätte passieren müssen.

Nur hat dies – Bundesrat Villiger sei Dank – Bundes-Bern entgegen dem Volkswillen und gegen die Verfassung seit 1999 nicht zugelassen.

2011 zweigte das gleiche Bundes-Bern weitere 5 Milliarden Franken AHV-Gelder ab. Damit hat sich die nationale Polit-Spitze in den letzten 20 Jahren am Volk vorbei mit rund 15 Milliarden aus dem AHV-Topf bedient.

Es gibt keinen stärkeren Beweis dafür, dass der AHV in Tat und Wahrheit nicht Geld fehlt. Sondern: Das Umlageverfahren AHV strotzt vor Gesundheit.

Schaut man die Geschichte der AHV an, so erkennt man das System einer gewaltigen Lobby, zu der man wohl auch den Bundesrat zählen muss. AHV-Statistiken sind wie Farbenmischen. Man mischt, bis man das gewünschte Ergebnis hat – und das Ergebnis ist alles, was zählt.

Nicht die schnöde Wahrheit. Tatsächlich hat die AHV in den letzten 11 Jahren acht Mal im Plus und nur drei Mal im Minus abgeschlossen; dies ganz entgegen den permanenten Berechnungen vom Bundesamt für Sozialversicherungen, das jedes Jahr wieder einen Verlust prognostiziert.

Die Nettorendite 2017 betrug 7,1 Prozent. Der Nettoverlust 2018 betrug 6,9 Prozent, rund 2,2 Milliarden Franken.

Verschwiegen wird, dass erstens 2018 das schwächste Börsenjahr seit der Finanzkrise 2008 war und zweitens 1,2 Milliarden Franken des ausgewiesenen Minus lediglich Buchverluste sind.

Der eigentliche Verlust 2018 betrug somit 1 Milliarde Franken, dies bei einem Gewinn der AHV im ersten Quartal 2019 von 1,6 Milliarden.

In den beiden anderen Verlustjahren war das Minus marginal. Deshalb stiegen die AHV-Reserven in Zeitraum seit 2008 exorbitant an.

Was tunlichst verschwiegen werden muss, schliesslich will man ums Verrecken die AHV krank reden.

Die Reserven im AHV-Topf betragen rund 44 Milliarden Franken. Hinzu kommen noch die Vermögen der 78 AHV-Ausgleichskassen, die allesamt im Geld schwimmen.

Man spricht von Hunderten von Millionen Franken plus fürstlichen Gehälter in den Chefetagen.

Bedenkt man, dass ein gesundes Umlageverfahren nicht unbedingt nennenswerte Reserven haben muss, kann man sich nur fragen, für was alle unsere SVAs und damit der Staat Gehälter von 25’000 Franken und mehr im Monat bezahlen müssen.

Nur weil die privaten Kollegen in der 2. Säule auf dem Rücken der PK-Versicherten noch mehr erhalten?

Immerhin sind SVA-Anstellungen begehrt; gerade wegen der Vorsorge und der Sicherheit des Arbeitsplatzes in unsicheren Zeiten.

Überhaupt ist es immer wieder auffällig, dass bezüglich 1. und 2. Säule der Markt einfach nicht spielen darf. Keine Transparenz, dafür Mauscheleien, soweit das Auge reicht.

Eine sehr gut (1. Säule) bis exorbitant (2. Säule) verdienende Kaste, die von Arbeit nicht wirklich eine Ahnung hat und gerne unter sich bleibt; Netzwerke als Garant für ein schönes Leben.

Damit stehen wir wieder am Anfang, der Kreis schliesst sich. Fürsten, die ihr Reich wie Fürsten regieren. Mit nicht vorhandenen Kontrollen, die auf der ganzen Linie versagen.

Was gerade bezüglich der staatlichen 1. Säule noch mehr Fragen aufwirft.

Die AHV wird weiter vor Gesundheit strotzen: mit der kommenden Babyboomer-Generation, mit den aussagekräftigen, weil unverfälschten AHV-Zahlen, die eine stagnierende Lebenserwartung zeigt – auch hier entgegen den Statistiken des Bundes.

Mit den stets grösser werdenden Auswirkungen von Feinstaub, Lärm und Stress sowie den weiter steigenden Sterbefällen wegen WLAN- und 5G-Verstrahlungen wird sich das auch nicht ändern.

Was es braucht ist, dass die Bevölkerung unseren gewählten Volksvertretern auf die Finger schaut. Merke: Bereits bei der Einführung der AHV 1947 bekämpfte der Zürcher Freisinn die staatliche Altersvorsorge. Diesen Angriff gegen den Staat wird die FDP nie beenden.

Kommentare

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  1. Da hat ein jounalist wohl vergessen, sich die Grundlagen anzusehen.

    1. Gemäss Gesetz muss der AHV-Fonds einen Jahresbeitrag als Reserve halten. Dies ist leider nicht mehr der Fall.
    2. Die Leistungen der AHV werden zu rund der Hälfte durch AHV-Prämien der Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert. Der Rest stammt bereits heute aus Steuereinnahmen und Abgaben aller Art.
    3. Die Demographie wirkt. Das technische Umlageergebnis ist negativ und wird sich in den kommenden Jahren auf ein Defizit von mehreren Milliarden pro Jahr erhöhen. Da sind die 2 Mia. Zusatzfinanzierung ein Witz.

    Für seriös arbeitende Journalisten sind die Daten alle auf http://www.bsv.admin.ch publiziert.

    • @Versicherungsmathematiker

      Können Sie uns als Fachmann Ihre Aussagen mit Zahlen untermauern, im Lichte und unter Berücksichtigung der faktenbasierten Chronologie (Voraussagen vs. Realität) der AHV vs. PK. Danke im Voraus.

  2. @Peter Meier

    Wäre eingetroffen, was HSG, CS, UBS, AXA, Suisse Life, Economiesuisse, Avenir Suisse, NZZ, Bundesrat, Teile der bürgerlichen, willfährige Professoren usw. usf. vor Jahrzehnten vorausgesagt haben, hätte die AHV heute ein Defizit von rund 1000 Milliarden Franken. Die AHV-Szenarien dieser Kreise (einige davon sind sehr aggressiv) sind folglich nicht brauchbar, wenn man sich ein realistisches Bild über die Zukunft der AHV machen will.

    Ziel dieser Seilschaften ist, eine Gesellschaftsordnung durchzusetzen, diese durch die Regeln des Kapitals zu beherrschen und im nächsten Schritt auch das Land zu beherrschen. Je mehr sich der Staat aus seiner Verantwortung stiehlt, umso grösser wird die Gefahr, dass der mündigen Bürger, zum Bittsteller degradiert wird. Wenn den Menschen ohne Unterlass erzählt wird, dass ihre Arbeit, ihre Rente und ihr sozialer Status nicht sicher sind, beginnt sich Verunsicherung breit zu machen.

    Es ist davon auszugehen, dass die Wirtschaftskrise in nächster Zeit einen negativen Einfluss auch auf die Versicherungsrechnung der AHV haben wird. Die AHV ist jedoch kerngesund und wird auch diese Krise überstehen. Sie stand und steht nicht vor dem immer wieder behaupteten Kollaps, sondern erweist sich im Gegenteil als äusserst solides Sozialwerk.

  3. Neben unserem BR würden sie ganz klar durch die Geografieprüfung rasseln!
    Zitat: „Ohne die vier bevölkerungsreichsten Kantone Zürich, Bern, Waadt und Genf“ Die ersten drei stimmen der vierte Kanton ist aber der Aargau und sicher nicht Genf welcher erst an sechste Stelle kommen würde! Die Recherchen lassen zu wünschen übrig….

  4. Der Artikel war interessant, bis zu den steigenden Sterbefällen durch WLAN und 5g. Dasss sie es nötig haben solch esoterischen Humbug zu verbreiten, zeigt doch, wie genau sie es mit seriöser Recherche nehmen.

  5. Das Volk wird tagtäglich von der Politik und dem Bundesrat für blöd verkauft. Die SBB ein Unternehmen das auch mit Steuergeldern (FABI usw.) mitfinanziert wird schlägt wieder
    mit seinen GA Preisen auf. Im Gegenzug werden den Steuerabzüge für Fahrkosten sowohl bei der Dbst. als auch
    beiden Staats- und Gemeindesteuern. Dito Krankenkasse und
    sonstige Lebenserhaltungskosten wie Verpflegung mit Sätzen wie in den 80ziger Jahren. Der Mittelstand ist die Milchkuh
    und das wird mit dieser aktuellen Abstimmungsvorlage
    nicht besser. Aufwachen meine lieben Stubenhocker

    • Ganz Ihrer Meinung. Das sieht man jetzt gerade was von Herrn Maurer bezüglich VVG mit den Lobbyisten der Versicherung angezettelt wurde. Ein Beschiss auf der ganzen Linie. Nein für AHV, Nein für USR.

  6. Noch ein Kommentar dazu. Es ist eine gute Sache, dass die AHV „zu viel“ Geld hat, denn die Lage wird sich massiv verschlechtern.
    Die Baby-Boomers, die Leute der größten Generation der Geschichte, gehen jetzt in den Ruhestand.
    Um den Effekt auf die Wirtschaft zu beobachten, muss man nur in Japan schauen. Das Baby-Boom war in Japan einige Jahrzehnten früher.
    Zusammengefasst:
    – Viel mehr Pensionierte.
    – Deutlich weniger Arbeiter, die die AHV finanzieren.
    – Platzen der Immobilienblase. Die alten wollen alle verkaufen. Die Käufer sind aber weniger (und ärmer!) als die Verkäufer.
    – Börsencrash, weil die Besitzer der Aktien verkaufen, um den Ruhestand und Gesundheitskosten zu finanzieren. Wie bei Immobilien, gibt es weniger Käufer und diese sind noch ärmer.

    Ein säkularer Bärenmarkt ist die Folge.
    Wenn die AHV jetzt unterfinanziert wäre, dann wird sie die Pensionierung der Baby-Boomers definitiv nicht überleben.
    Also es ist eine sehr gute Nachricht, dass die AHV gut finanziert. Ich habe die Hoffnung als Mitglied Generation X, dass ich eine (sehr bescheidene) Pension bekommen werde.

    • @Evil russian hacker

      Die Pensionskassenrenten sind seit 2005 im Durchnschnitt um nahezu 9 Prozent gesunken. Und sie sinken weiter. Deshalb braucht es eine Erhöhung der AHV-Renten. Die AHV entwickelt sich grundsätzlich stabil, obwohl es wegen der Baby-Boomer-Generation im nächsten Jahrzehnt einen finanziellen Mehrbedarf gibt. Die SNB darf dem AHV-Ausgleichsfonds keine Negativzinsen belasten. Weiter sollen die Einnahmen der SNB aus den Negativzinsen an die 2. Säule ausgeschüttet werden – Verteilung über den Sicherheitsfonds. Die STAF ist eine Erpressung, weil das was uns im Falle eines JA zurückgegeben wird – gestohlen wurde. Nämlich: Bei einer Annahme der STAF-Vorlage würde das 1999 eingeführte Mehrwertsteuer-Demografieprozent endlich vollständig in die AHV fliessen. Wie infam muss man sein die Bevölkerung so hinters Licht zu führen?

      Klima:
      Sehr empfehlenswert:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Sauerstoffkatastrophe

      Ich benutze nicht das Wort: „Klimawandel“. Es kann weder widerlegt, noch belegt werden. Vielmehr wäre es angebrachter „Wankendes Gleichgewicht“ zu gebrauchen. Das was im Gange ist nicht mehr zu leugnen. Die Erdgeschichte ist ein Wechsel aus Eiszeiten und Warmzeiten. Der Klimawandel ist damit nur natürlich. Jedoch: Die Geschwindigkeit, mit der dies geschieht, ist alles andere als gewöhnlich. Aussergewöhnlich auch: Es leben 7 Milliarden Menschen auf der Erde.

      @Schnauz

      Ihre Eingaben sind Ausdruck ihrer ignoranten Selbstgefälligkeit, mit der sie ihr Festhalten an einem fehlerhaften und volkswirtschaftlich schädlichen Modell zu rechtfertigen suchen. Wider jede Vernunft argumentieren sie mit an Dummheit kaum zu überbietender Ahnungslosigkeit, entgegen jeder den Fakten entstammenden Kenntnis. Menschen die 40 Jahren gearbeitet haben müssen EL beantragen, weil ihre PK den UWS (übl.T.) so stark gesenkt hat das es zum leben nicht reicht. Sie können in keiner PK-Stiftung sitzen, sondern womöglich sitzen Sie auf eine Satellitenschüssel.

  7. Ich weiss nicht, ob man die Steuervorlage annehmen oder ablehnen sollte.
    Das Problem mit super günstigen Unternehmensteuer ist, dass es kaum Jobs kreiert. Die Firmen ziehen ihren Sitz in steuergünstigen Kantonen. Einige nutzlose massiv-überzahlte Leute sind angestellt, um den Sitz der Firma zu verwalten. Dadurch entsteht eine massive Immobilienblase (cf Kanton Zug) und alles wird damit extrem teuer. In der Schweiz wird also gar nichts produziert. Nur der Sitz des Unternehmens ist in der Schweiz angesiedelt, damit diese Firma weniger Steuern zahlen kann.
    Für den Durschnittsbürger ein schlechtes Deal: Unbezahlbare Wohnungen und Jobs ausgelagert…

  8. @Schnauz

    meinen Sie diese Kostentreiber und Auflagen?

    Anfang Zitat:
    „Das Schaf ärgert sich
    10. April 2019 / 15:52
    Lieber@Plato,

    Verstehe Ihre Bedenken und bin durch (Erlebtes) Zeitzeuge einer Einrichtung (2. Säule) geworden die zum Wohle des ganzen Landes „schnell“ abgewickelt werden sollte.

    Stellen Sie sich eine riesige Schafherde vor und ein paar Rudel Wölfe. Und die bilden zusammen eine Gesellschaft, welche Gesetze über den Umgang mit den Schafen und ihren Ersparnissen erlässt.

    Und jetzt schauen Sie sich einmal die BVV2 an, die Verordnung über die Anlagen in der Säule 3a. Wissen Sie, wie diese Verordnung angepasst wurde, als die Internet-Blase am platzen war? Neu galt, dass die Pensionskassen je höher der Deckungsgrad war, desto riskantere Anlagen tätigen durften (und sollten). Und sie investierten ausgerechnet beim Höchststand in Internettitel, die dann verfielen. Die PKs durften die Krise nicht aussitzen, sondern mussten, weil der Deckungsgrad schrumpfte, verkaufen. Ergebnis: riesige Verluste. War es Zufall? War es Dummheit, dass bei der Revision niemand realisierte, dass die Vorsorgeeinrichtungen ausgerechnet bei Risikowerten prozyklisch würden investieren müssen?

    Schauen Sie sich die nächste grosse Anpassung der BVV2 an. Wann war das schon wieder mit der Finanzkrise? Schon wieder Dummheit? Schon wieder Zufall? Nein, natürlich nicht. Ein befreundeter PK-Verwalter sagte mir, er glaube nicht mehr an Dummheit und Zufall. Von Zeit zu Zeit laden die Wölfe ein paar Schafe zum Nachtessen ein.

    Ich hatte eine Säule 3a. Den „Vorsorgeplan“ von 1988, den mir das Vorsorgeunternehmen erstellt hatte und der die Basis des Vertrags war, bewahrte ich auf. Als die Auszahlung dann fällig wurde, bekam ich ein Drittel (!) weniger als im Vorsorgeplan (Art. 1 BVV2) vorgesehen war. Angeblich wegen Geldwäschereiformalitäten musste ich für die Auszahlung zum Vorsorgeunternehmen. Dort wollte man mir eine besonders lukrative Anlage der angesparten Summe andrehen. Da legte ich den Spezialisten ihren alten Vorsorgeplan vor. Nein, ich würde mich nicht betrogen fühlen. Aber es sei doch offensichtlich, sagte ich, dass ihre Selbstbeurteilungsfähigkeit miserabel sei. Toll sei dagegen ihre Eigenkapitalrendite. Das Schaf hat frech geguckt.

    Angestellt war ich beim Kanton Zürich. Dessen PK wechselte zu Beginn dieses Jahrtausends vom Leistungsprimat zum Beitragsprimat. Der Umwandlungssatz betrug 7.6% (!). Als ich meine Einlagen und diejenigen des Arbeitgebers und die Zinsen zusammenrechnete, ergab sich ein Fehlbetrag von knapp einer halben Million. Ich ging zum PK-Verwalter, der mir erklärte, dass meine bisherigen Arbeitgeberbeiträge für frühere Renten verwendet worden seien. Aber das mache nichts, weil ich bei der Pensionierung gestützt auf den Umwandlungssatz immer noch gleich viel bekomme. Schon ein Jahr später wurde der Umwandlungssatz massiv gekürzt. Dafür gab es eine Gutschrift, die aber nicht alles ausglich. Und so weiter, und so fort. Da hat das Schaf dumm geguckt.

    Glauben Sie wirklich, dass es Dummheit ist, dass Ihre Vorsorgeeinrichtung prozyklisch in Immobilien investiert? Glauben Sie wirklich, dass es Zufall ist, dass Ihre Vorsorgeeinrichtung laufend in Zinspapiere investiert, obwohl es so sicher wie das Amen in der Kirche ist, dass deren Werte verfallen, wenn die Zinsen steigen? Fragen Sie Ihre PK, was der Zinsfuss ihrer Anleihe mit der längsten Laufzeit ist.“
    Ende Zitat
    Quelle:
    https://insideparadeplatz.ch/2019/04/08/null-inflation-und-doch-werden-fast-alle-aermer/

    • In diesem Segment passiert nichts durch Zufall.
      Der Vergleich mit der Herde ist passend.
      Falls auch Sie meinen, es sei an der Zeit, dass die Schafe wenigstens einen Teil der versprochenen Erträge in wirklich realen Werten anlegen, dann kaufen Sie sich wie unten beschreiben Strom, Wärmepumpe und Elektromobilität und eine real tiefere Stromrechnung, oder andere reale Werte dafür.

      Die Wölfe werden keine Freude haben, dafür kriegen Sie etwas Handfestes, was den nächsten Crash überdauert: Eine gewisse Unabhängigkeit von Stromversorgern und Spekulanten.
      Und Sie leben wirkliche Nachhaltigkeit und unterstützen ihre Region und auch die junge Generation.

  9. Das Märchen von steigenden Steuererträgen als Folge tieferer Steuersätze ist mittlerweile als Lüge enttarnt.
    Der AHV-Steuer-„Deal“ ist nichts anderes als ein helvetisch getarnter Deal für Konzerne und Reiche à la Trump.

    Nehmen Sie einen Teil Ihres Geldes aus der Vorsorge (WEF), realisieren Sie einen realen Gewinn nach Versteuerung und reinvestieren Sie dieses Kapital in Photovoltaik/Wärmepumpe etc. also in die lokale Realwirtschaft. Diese 2. Investition können Sie nochmals steuerlich absetzen, bekommen staatliche Subventionen und billigeren Strom / saubere Heizung.
    Eine nachhaltigere und rentablere Investition ist mir nicht bekannt.
    Was Sie dereinst aus der Vorsorge erhalten, steht in den Sternen.

    • Billiger Strom heisst Atom- und Gaskraftwerke. Billig heizen ist mit Erdöl oder Erdgas.
      Alles andere ist Quatsch von grünen Lobbyisten, die gar keine technische Ausbildung haben. Diese Märchen werden dann von Journalisten verbreitet, die ebenfalls gar keine technische Ausbildung haben.

  10. Ja, man muss der Schweizer Bevölkerung nur alles propagandistisch geschickt, z.B. mit der AHV verpacken, und schon ist man sich des „JA“ gewiss. Was die Statistik zur AHV betrifft folgendes: 1997 ist vom National Fond eine Studie finanziert worden mit dem Titel „Projektionen zur Entwicklung der AHV von 1997 bis 2050“. Dabei ging man z.B. von der Annahme aus, dass die Bevölkerung bis zum Jahr 2028 auf 7.6 Millionen ansteigt – dabei sind es bereits 2017 8,4 Millionen gewesen. Und weiter: „aufgrund der demographischen Struktur ist bis ins Jahr 2050 dann ein Rückgang (!) auf 7.35 Millionen Personen zu erwarten“. Nochmals: heute haben wir bereits deutlich über 8 Millionen. Für das BIP ging man in der Studie z.B. für das Jahr 2018 von 463 Mia. aus, tatsächlich erreichte dieses bereits 2017 den Betrag von 678,9 Milliarden. Für das Jahr 2048 rechnete man mit einer Bevölkerung von 7,3 Millionen und einem BIP von 574 Milliarden, Zahlen die man längst weit hinter sich gelassen hat. Teile dieser Studie sind auch an der Uni St. Gallen publiziert worden: „Wie gross ist der zukünftige Anpassungsbedarf bei der AHV? Diskussionsbeitrag zum fünfzigsten Jahrestag der Schweizerischen Alters- und Hinterlassenenversicherung.“

  11. Kennt eigentlich irgendjemand einen BVG Experten des Bundes? Ich meine einer von denen, die am BVG herumschreiben und den Bundesrat diesbezüglich beraten oder welche Ämter diese BVG Experten sonst noch so alles ausfüllen? Geschweige denn die Grössenordnung ihres Verdienstes von überall her. Immerhin geht es dort um Beeinflussung und um Milliarden. Um sein oder nicht sein für den Bürger in seinem dritten Lebensabschnitt. Der BVG, der auch nach 35 Jahren immer noch aussieht wie ein Schweizer Käse und die Löcher dieses Schweizer Käses dabei immer grösser werden. Wieso eigentlich?

    Weiss der durchschnittliche Handwerker eines KMU überhaupt, wo seine Firma und damit er PK Versichert ist? Obwohl er einmal im Jahr so einen Auszug bekommen muss und es um seinen dritten Lebensabschnitt geht.

    Wie sieht es mit der 1. Säule aus? Kennt dort irgendjemand einer dieser „Fürsten“ die sich ihr eigenes Reich erschaffen haben? Auch dort geht es um Milliarden und um den dritten Lebensabschnitt.

    Was mir weiter auffällt ist, noch niemand hat die Zahlen in Frage gestellt. Damit muss ich davon ausgehen, dass die Zahlen stimmen und dass das Ganze folglich nur ein kleiner Teil eines riesigen Eisberges ist.

    Die kreative Buchhaltung des Buchhalters Ueli Maurer war schon in Zeitungen ein Thema und ist damit wahrlich nichts neues. Denke ich an die Finanzordnung 2017 kommt mir spontan ein damals aktueller Bericht von Werner Vontobel in den Sinn. Eine Finanzordnung basierend auf reinem Wunschdenken ohne jeglichen Bezug einer seriösen Arbeit/buchhalterischen Grundregeln.

  12. Das ist in jedem Fall die beste Lösung. Abschaffung des sowohl für die Volkswirtschaft wie auch jeden einzelnen Versicherten schädliche Kapitaldeckungsverfahren Namens 2. Säule und Ausbau des sowohl für die Volkswirtschaft wie auch jeden einzelnen Versicherten gesunde Umlageverfahren Namens 1. Säule zur Vollrente.

    1. Säule und Steuern miteinander Verknüpfen ist einfach nur ein unseriöser Kuhhandel. Ausgeknobbelt von Schlaumeierlis.

  13. Ich sitze im Stiftungsrat meiner PK. Ich kann es drehen und wenden wie ich will: die grosse Verschwörung gegen die Versicherten sehe ich nicht, höchstens das Problem, dass Renten versprochen werden, deren Finanzierung nicht gesichert ist ohne dass andere das Risiko tragen (die Aktiven). Aber das Gesetz will es so. Bei unserer PK geben wir uns alle Mühe, die Kosten tief zu halten. Grösste Kostentreiber sind die vielen Auflagen des Regulators.

    Die Aussagen vieler Kommentatoren hier sind ein Witz. Die AHV ist nicht nur ein Umlage-, sondern auch ein Unverzeilungssystem. Es lässt sich, vereinfachend, aus der Höhe des Einkommens rauslesen, wer welche Säule bevorzugt.

    • Wieviel verdienen Sie denn im VR der PK?
      Wetten ich finde Einsparungspotential?

      Ihr fresst Euch durch auf unsere Kosten und verprasst das Geld was wir in 40 Jahren einbezahlt haben.

      In der Buchhaltung weist Ihr dann baufällige Bruchbuden, in der Pampa aus, mit Millionenwerten und bewertet diese Hütten jedes Jahr um 10% höher und zahlt Euch den Bonus aus!
      Was Sie machen ist nichts anderes als Diebstahl.

      Die PK gehört abgeschafft die AHV verdoppelt und schon spart man Ihren Lohn ein.

    • @Büezer: in unserer PK gibt es keine Honorare für Stiftungsräte. Man nimmt die Funktion während der Arbeitszeit war (wird also durch den Arbeitgeber bezahlt). Es gibt weder gemeinsame Essen noch irgendwelche Feiern oder Geschenke. Man macht das, weil alle das gleiche Interesse haben. So funktioniert das. Der Büezer müsste sich halt auch etwas dafür interessieren. Die Dummen (Schafe) werden über den Tisch gezogen. Das ist so, seit es Menschen gibt. Nur sind die Dummen heute auch noch frech.

  14. Wir müssen wieder raus in Leben und es wieder selber steuern. Sapere aude. Wir wurden in den letzten Jahren eingewickelt und für dumm verkauft durch dumpfe Konsumwerbung, gekaufte Politiker influencer und fakenews.

  15. Immer diese Schwarzmalerei der Politiker (und Lobbyisten). AHV bald konkurs; BVG Verluste im 2018 und gaaanz schlechte Zukunftsaussichten wegen der vermaledeiten Negativzinsen; uiuiui bald müssen auch die Ü80 wieder arbeiten um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren….(wo, wenn bereits Ü50 abserviert werden? ).
    Dabei liegt’s nur am (Abschluss-)Datum der Rechnungslegung. Beispiel PK der CS: 31.12.2018 MINUS 2.2% (Vorjahr PLUS 9%) und seit 1.1.19 bis 31.3.19 PLUS 5.8% (Quelle:
    https://pensionskasse.credit-suisse.com/de/wir-fuer-sie/news/).
    Das (gutgläubige, nicht selbst denkende) Volk wird von der Politik verarscht! Angstmacherei war schon immer ein ausgezeichneter „Influencer“.
    Wie als mein Ex-Chef seine Mitarbeiter anlügen wollte und ich empört drauf hinwies. Er meinte nur „Es ist egal, die Mitarbeiter anzulügen solange sie nur machen was ich will.“

  16. Wie ich bereits in einem anderen Leserbrief des langen und breiten erklärt habe, ist das Umlagesystem AHV eindeutig der Kapitaldeckung der Zweiten Säule überlegen. Der Bestseller-Autor Andrew Tobias hat dies bereits vor 40 Jahren gut erklärt und Heiner Flassbeck hat dies begründet wiederholt. Ebenfalls ist dies gut dargestellt bei Batra „Greenspans Betrug“, wo Greenspan massgeblich daran beteiligt war, aus der amerikanischen AHV ein Kartenhaus zu machen, was in der Schweiz spiegelbildlich die mächtige Finanzindustrie wiederholen möchte.
    Immerhin, die Mehrheit der Schweizer und insbesondere die Jugend glaubt daran, dass sie die AHV bestiehlt. Es nützt nichts, dies volkswirtschaftlich mit Zahlen zu beweisen. Das Unwissen über die AHV und ihre Verächtlichmachung ist heute Allgemeingut, sogar von denjenigen, die davon als Rentner profitieren.
    Man muss diese mächtigen Lobbygruppen besänftigen mit dem Entgegenkommen in der Steuervorlage, damit sie nicht mit der Zustimmung der Mehrheit der Schweizer Parlamentarier, die AHV nicht weiter zerstören. Wie gesagt, die irrige Meinung der Leute und vor allem der Jungen über die AHV, hat sich fest im Herzen eingepflanzt.
    Politik ist die Kunst des Möglichen, deshalb müssen wir dem zustimmen. Wenn die Vorlage abgelehnt wird und wir später feststellen, dass es ein Schaden war die AHV zerstören zu lassen, nützt dies niemanden.
    Noch heute wird steif und fest behauptet, die Ablehnung des EWR 1992 sei ein Segen für die Schweiz gewesen. Mit dem Rahmenabkommen von heute mit der EU sind wir weder autonom in der Zuwanderung noch beim Lohnschutz. Diese Autonomie hatten wir aber 1992, dank SVP und NZZ haben wir dies in aller Dämmlichkeit nicht akzeptiert. Wird die Feindschaft der SVP und der NZZ uns in den gleichen Schlamassel führen wie die Entwicklung nach 1992 mit der EU.
    Glauben ist eben besser als Wissen.

  17. Es empfiehlt sich einfach eines in diesem Staat:

    1.Wenn Steuersenkungen, dann nur für ALLE !

    2.Und das heisst Steuern runter für die ganze Wählerschaft !
    Keine korrupten Verknüpfungen mit verlogenen “AHV-Zückerlis“.
    Für Kohäsionsmilliarden hat man plötzlich Geld aus der Bundeskasse,für
    die AHV, dann aber nicht ! Deshalb…….

    3.Auf Kohäsionsmilliarden verzichten.
    Wie wir ja sehen, ist Geldschöpfung via Kredit und systematischen
    Bankbilanzverlängerungen sehr einfach. Die ganze Zeit wird doch behauptet,
    dies bringe Wohlstand. Also können doch auch die Banken in der EU, und
    auch in der östlichen EU, selbst Geldschöpfung durch Verschuldung
    betreiben. Dazu braucht es doch nicht uns!

    Wie man doch sieht, haben wir hier unsere eigenen Probleme im Staate,
    welche die Politik zu lösen hätte, aber es nicht tut.

    X-Jahrzehnte lang haben es Bundesrat und Parlament verschlampt
    endlich ein Endlager für die gefährlichen Atomabfälle einzurichten. Noch
    heute wird alles oberirdisch gelagert, und dann noch in der Flugschneise
    vom Flughafen Kloten. Die grünen, linken, mittleren und
    rechten “Klimahysteriker und CO2-Steuergeilen“ im Bundeshaus haben
    bestens versagt, und machen deutlich, dass sie nicht wirklich die grossen
    Probleme lösen wollen. Auch nicht in Sachen AHV und Steuern.
    Ihre Glaubwürdigkeit ist nicht gegeben!

    (n.b. mittlerweile sind ja fast alle Parteien von grüner Modewelle der
    blinden Klimahysterie erfasst, blind und unwählbar geworden).

    Alles was Bundesrat und Parlament wollen, ist aus genannten Gründen abzulehnen.

    Wir brauchen bessere und durchdachte Vorlagen.

  18. Selten so ein Blödsinn gelesen. Wo bleiben die Fakten? Fakt ist, dass unser Altervorsorgesystem ein Raubzug auf die Jungen ist. Mit diesem linken Gedusel wird die AHV nicht rerettet.
    Seit wann ist Insight Paradeplatz derart auf die falschen Schiene geraten?
    Der Autor soll sich bitte outen. Anonym geht gar nicht!

  19. So ein Quatsch. Dachte, ich habe mich in der Homepage geirrt und lese die WOZ. Aber wahrscheinlich würde ja dort seriöser recherchiert….

  20. Es ist doch mehr als bezeichnend, dass bei allen Reformen der Altersvorsorge, sei es 1. 2. oder 3.Säule immer nur Massnahmen vorgesehen sind, welche voll zu Lasten der Versicherten gehen.
    Nie werden Sparmassnahmen auf Seiten der Verwalter, Berater, Vermögensverwalter usw. angestrengt. Wozu braucht man dermassen viele Pensionskassen mit ihren kostspieligen Verwaltungsapparaten? Warum werden keine maximal Sätzte für die Verwaltungskosten gesetzlich vorgeschrieben, wie dies z.B. bei Referenzzinssatz für Mietpreise gemacht wird?
    Warum dürfen die PK Versicherten nicht frei ihre Pensionskasse wählen?
    Der Grund ist ein ganz einfacher, die riesen Lobby von Versicherungen, Banken, Anlageberatern, Revisionsgesellschaften haben in der PK Landschaft paradiesische Zustände eines Selbstbedienungsladens, den sie unter gar keinen Umständen aufgeben wollen. Dafür ist man auch bereit einige Millionen in Propaganda zu investieren, die man nota bene von der Steuer absetzen kann. Die Versicherten müssen machtlos zusehen wie sie Jahr für Jahr abgezockt werden.

    • Bei einer freien Kassenwahl ist es aber auch vorbei mit Sanierungsbeiträgen der Arbeitgeber! Das muss gut überlegt sein. Ich weiss, dass zB einige Kantonalbanken namhafte Beträge einbezahlt haben um die ungerechten Transfers der Aktiven für die Rentenbezüger zu stoppen. So was würde nicht mehr stattfinden. PK mit ungünstiger Demographie der Versicherten würden wohl rasch keine Aktiven mehr haben.

    • Staatsapparat samt Politkern ein Fiasko…

      nein unsere WaehlerInnen sind ein Fiasko.

    • @ Walter Roth: Ihre Kommentare stellen alles andere in den Schatten, mehr gib’s dazu nicht zu kommunizieren.

    • @ Kung Fu Koala…

      ich stimme ihnen zu. leider wollen die Stimmbürger grossenteils gar nichts wissen.

      @ Trader…
      Sie gehören zu oben genannten dazu.
      Viel Glück.

  21. Über schlechte Vorlage wollen wir nicht abstimmen: in den letzten 10 Jahren haben wir genug gehabt….aber das ist der Klux….und sogar dürften wir zwei mal darüber abstimmen. Das Volk muss sich nicht als so Dumm beweisen, wie Medien, Wirtschafts und Politik mahlen…
    Demokratie ade…Schweiz quo vadis?

  22. Alles in Allem: Schätzen wir uns doch glücklich, dass die „staatliche“ Altersvorsorge in unserem Land gesichert scheint. Davon können die Menschen in unseren Nachbarländern nur träumen, vorausgesetzt, sie setzen sich mit dem Schuldenberg und den Finanzierungsmustern ihrer Heimat auseinander. Negative Prognosen, die sich in der Folge in positive Ergebnisse verwandeln, sind doch erfreulicher als das Gegenteil, oder?

  23. Alle, die jetzt mitfaseln, wie die Pensionskassen doch schlimm sind, sollen mal überlegen, wie ihr Alter aussehen soll. Ich rede erst mal von „Alter“, noch nicht von Pflege. Der grösste Teil wird beim verachteten Staat um Uterstützung bitten müssen. Und wenn die AHV noch nicht Pleite ist, dann dank dem Folgenden: Sie aktiviert immer noch etwa 11 Mrd. Darlehen der IV. Die IV kann nicht mal die Zinsen dafür selber bezahlen. Jahrelang wurden die Zinsen vom Bund übernommen. Effektiv können die Schulden bei der IV nicht eingetrieben werden. Die 11 Mrd. müssten abgeschrieben werden.
    Das zweite stützende Element basieren auf einer Ungerechtigkeit resp. auf der Tatsache, dass grosse Einkommen sehr grosse AHV-Beiträge abliefern, die niemals mit der plafonierten AHV-Zahlungen je wieder bezogen werden können. Gross-Beitragszahler finanzieren sozusagen die Renten vieler Wäffeler. Dagegen habe ich nichts. Diese Umverteilung trägt zum sozialen Frieden bei und sollte nicht angetastet werden. Die Einführung der AHV ist eine der grossen Leistungen in der Schweiz, quasi wie Tell und Rütli, Marignano und die Gründung des Bundesstaates.

    • Das stimmt nicht so ganz, da von Einkommen bis ca. 850’000 bis zu 25% des Einkommens in die Pensionskasse eingezahlt und damit von der Steuer abgezogen werden können. Ein solcher Arbeitnehmer zahlt also 5% AHV, d.h 42’500 CHF und bei einem Steuersatz von 40% und 212’500 CHF Einzahlung in die PK müssen 85’000 CHF weniger Steuern bezahlt werden. Wenn man den Arbeitgeberanteil der AHV noch hinzunimmt, d.h. 85’000 CHF für die AHV einrechnet, handelt es sich bei der Finanzierung der AHV durch hohe Einkommen nur um eine Verschiebung von Geldern, d.h. um eine Illusion. Die Rechnung ist nicht ganz präzise, da die AHV-Beiträge bis zu einem Einkommen von 85’000 CHF rentenbildend wirken. Nimmt man das in die Rechnung mit hinein, ergibt sich nicht nur ein Nullsummenspiel, sondern die Rechnung verkehrt sich in einen Vorteil hoher Einkommen.

    • Und die Tatsache, dass ca. zwei Drittel der Haushalte keine Bundessteuern bezahlen. Und generell haben wir die Steuerprogression. Klar, irgendwo oben ist sie gedeckelt.
      Ja, es ist kompliziert, und es hängt alles zusammen.
      Was ich sagen will: der Artikel zur Gesundheit der AHV ist inhaltlich grottenschlecht. Und der Tenor der Kommentare ist undifferenziert.

  24. Ursprünglich war die AHV gesetzlich verpflichtet, ihre Gelder in mündelsicheren Papieren anzulegen. Im Rahmen der 10. AHV-Revision (1997) wurden die Anlagemöglichkeiten des AHV-Ausgleichsfonds auf Schweizer Aktien, auf Obligationen in Fremdwährungen und auf indirekte Immobilienanlagen ausgedehnt. Soviel Neoliberalismus ging aber dem Finanzkapital noch nicht weit genug. Mit einer Änderung von Artikel 108 des AHV-Gesetzes, die am 1. Februar 2001 in Kraft trat, entfiel das bisherige Verbot der Anlagen in ausländische Aktien. Diese Änderung wurde ausdrücklich mit der Aussicht auf höhere Profite begründet. Die bundesrätliche Ausführungsverordnung erlaubt einen Aktienanteil von 40%. Der Ausgleichsfonds geschäftet auch damit, dass er ausländische Aktien an Finanzgruppen ausleiht, welche die mit dem Aktienbesitz verbundenen Stimmrechte ausüben wollen. Schon 2001 erlitt der AHV-Ausgleichsfonds eine negative Performance (-2,6%) und verlor auch im folgenden Jahr nochmals 3.8% auf den so bewirtschafteten Anlagen. Für 2008 weist der Ausgleichsfonds der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) einen Verlust in von fast fünf Milliarden (4’850 Millionen) aus der Anlagenbewirtschaftung des AHV-Fonds aus. Dies entspricht einer Performance von minus 18.2%. Für die Aktiensparte lag die “Rendite” bei –46.7%. Die Immobilienfunds (58% im Ausland) erwirtschafteten –38.2%, die Rohstoff-Zertifikate –33.1%. Die Obligationen in Schweizer Franken bei Schweizer Schuldnern erbrachten hingegen eine Rendite von 8.1%. Es sei noch erwähnt, dass zudem seit 1999 (Bundesrat Villiger) der AHV 500 Millionen p.a. abgezweigt werden zu Gunsten der Bundeskasse.

    Die Pensionskassen haben die Freiheit, den UWS für den überobligatorischen Teil des PK-Guthabens frei, entsprechend der finanziellen Lage, ihren Bedürfnissen anzupassen. Das nutzen sie denn auch weidlich aus, viele haben diesen UWS bereits auf 5% und darunter gesenkt. Interessanterweise betrifft dies nun aber gerade die höheren Einkommen, jene über 84’000.- p.a. Somit schröpft das PK-System gerade die besser und höchst Verdienenden am meisten. Kein Wunder, setzen sie alles in Bewegung, um den obligatorischen Teil des UWS auch zu senken oder ihn ganz von gesetzlichen Vorschriften zu befreien. Mit dem Nein zur Gesamtrevision haben sie sich allerdings ins eigene Knie geschossen. Der Mindest-UWS wird nicht gesenkt, was die Pensionskasssen dazu zwingen wird, den überobligatorischen UWS weiter zu senken, um im finanziellen Gleichgewicht zu bleiben. Somit werden die gut verdienenden noch weiter geschröpft werden.

    Wahrlich – ein perfekt ausgedachtes Abzockesystem! Es wird zudem gelogen und manipuliert was das Zeug hält.

    https://www.letemps.ch/economie/redistribution-profit-retraites-serait-un-mythe

    https://www.tio.ch/svizzera/economia/1338796/secondo-pilastro-nessuna-redistribuzione-a-scapito-dei-lavoratori

    https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesellschaft/Lebenserwartung-65-Jahrige-leben-kaum-mehr-langer

    https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesellschaft/2-Saule-Ruf-nach-tieferen-Renten-als-Panikmache-entlarvt

    https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesellschaft/2-Saule-Zehnmal-hohere-Verwaltungskosten-kurzen-die-Renten

    https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesellschaft/2-Saule-Ruf-nach-tieferen-Renten-als-Panikmache-entlarvt

    • @ AHV-Betrug geht in einer neuen Runde und die Schafe gucken…

      ————————

      Wir hatten hier mal einen Kommentator der für die Verstaatlichung der PK zu Gunsten der AHV votierte.

      Ich fand seine Aussagen dazu immer sehr interessant.

      Allerdings weiss ich aus der Erfahrung der letzten 40 Jahre, das alles was man unseren Politikern und Beamten anvertraut, schlechter funktioniert wie es das Privatwirtschaftlich tun würde.

      Darum ist grösste Vorsicht dabei geboten …..denen sowas in die Hände zu geben.

      Das man aus dem AHV-Topf 15 Milliarden entnehmen konnte ist schon en ganz grosses Ärgernis, denn unsere Politik pflegt alles viel Geld regelmässig zu verschwenden.
      Kohäsionsmilliarden, Entwicklungshilfe und illegale Zuwanderung sind da nur Stichworte.
      Allerdings hat Deutschland aus den Pensionsgeldern auch nahezu 600 Milliarden entnommen….. dafür gibt da massenhaft Rentner die nur um die 500 Euro Rente bekommen und sie sogar mittels Flaschenpfand aufbessern müssen.

      Unsere Pensionskassen sind aber leider auch nicht besser.

      Meine PK hat mir gerade vor 10 Tagen erläutert warum sie nun nur noch Verwalter der Gelder sind, das Vermögen der PK-Versicherten aber in eine Stiftung überführt wurde.

      Also, sie wollen jedes Risiko im Negativzins-Umfeld vermeiden, aber weiterhin ihren Lohn daraus ziehen.

      Also das Risiko sozialisieren, an den Gewinnen aber trotzdem teilhaben.

      Die an die 3000 Pensionskassen der Schweiz sind leider sehr uneffektiv, haben somit auch 3000 mal eine Chefetage und ebenso viele Verwaltungsgebühren.

      Und was mich am meisten stört, ich habe bei all dem keine Wahlfreiheit, kann nicht selber und aus Eigeninitiative vorsorgen.

      Tja, gibt es einen Crash…… wird nichts mehr da sein, weder von der AHV noch von den PKs….. nur deren Verwaltungsräte werden ihre Tücher im trockenen haben.

      Mal sehen was hier los ist wenn der Fall eintritt.

  25. „Immerhin gibt es Länder wie Montenegro, Ungarn oder Bulgarien, bei denen Unternehmen weniger Steuern bezahlen als im günstigsten Kanton der Schweiz“.
    Zum Ausgleich erhalten diese Länder unsere Kohäsionsmilliarde – das macht doch Sinn!?!?

  26. Die NZZ hat mindestens ein Artikel pro Woche wo sie die AHV schlecht schreibt um von der maroden PK abzulenken.
    Da wird eine gewaltige PR-Kampagne gefahren.

    Doch selbst meine Eltern merken jetzt langsam, dass es ein Unterschied gibt zwischen einem Umlageverfahren wie der AHV und einer kapital(un)gedeckten Altersvorgorge. Die Arbeiter sind die Verlierer bei der 2. Säule.

    Vor allem Frauen sind die grössten Verlierer der PK.
    Langsam wachen sie auch auf…

    Der Kanton Luzern ist ein super Beispiel wie die Steuerenkungen für Unternehmen ins Fiasko führen.

    Danke für den guten Artikel und Ihren Mut diesen PK-Betrug und das Steuermärchen aufzudecken.

  27. In der Schweiz muss man zu 90% das Gegenteil abstimmen was der Bundesrat empfiehlt, dann liegt man richtig, ganz einfache Regel. Leider fallen die meisten Schweizer auf die billige Rhetorik unserer Regierung rein und die hat dann ein leichtes Spiel. Diese AHV Vorlage ist auch wieder so eine Mogelpackung, kein Unternehmen wird die Schweiz verlassen wenn eine Absage erfolgt, die Konditionen sind bereits recht vorteilhaft in unserem Land.

    • Diese meiner Meinung nach richtige und gute Empfehlung bezüglich des Verhaltens bei Abstimmungen gilt nicht nur in der Schweiz, sondern auch in vielen anderen Ländern! Ich frage mich daher immer wieder, wie denn die Tatsache zu interpretieren ist, dass so viele Leute (oft die Mehrheit der Stimmenden …..) auf die bei gewissen Abstimmungen nachweislich falsche oder sogar komplett erlogene Regierungspropaganda hereinfallen und im Sinne der Regierung – gegen ihre eigenen Interessen! – abstimmen. Wer hat eine Erklärung für ein derart total irrationales Abstimmungsverhalten?

    • ja beat……

      das Frage ich mich auch seit 40 Jahren schon….

      Hätten wir damals die Initiativen von James Schwarzenbach angenommen, uns wäre allerhand erspart geblieben. leider durfte ich damals noch nicht an die Urne.

  28. Super Artikel!
    Die PK ist der grösste Raubzug der Schweizer Geschichte! Da können weder Habsburger noch Napoleon mithalten wie uns die „bürgerlichen“ Parteien seit Jahrzehnten um unser Erspartes bringen.

    • Die sogenannten Bürgerlichen reden seit Jahren die AHV schlecht und der dumme Schweizer Michel fällt in Angststarre und stimmt in einer Woche Ja für das Mogelpaket. Dass dabei der einfache Büezer (wieder einmal mehr) über den Tisch gezogen wird, merkt der brave CH-Michel wieder nicht und macht später die Faust im Sack.

    • @ Mato……

      Die Bürgerlichen haben auch ihre Partikular-Interessen, darum wird auch dort allerhand Unsinn erzählt.
      Aber die Bürgerlichen erhalten die Schweiz doch noch halbwegs gesund, was Sozis niemals tun.
      Sehen sie in Venezuela. Hier wird vor allem über die bösen Amis gelästert.
      Aber….. in Venezuela hatte um 1990 ein Arbeit den höheren Monatslohn wie in den USA.
      Heute beträgt er noch lächerliche 8 Dollar pro Monat und liegt etwas auf dem Niveau des Sudans.
      Und das trotz des schwarzen Goldes von dem Venezuela die grössten Reserven besitzt.

      Wenn sie Links wählen wird das den Niedergang unseres Landes bedeuten, denn es gab nie ein von Sozis regiertes land welches den Wohlstand seiner Bürger mehrte….. Nie, Nie.

  29. Machen wir uns nicht vor: Die AHV ist und bleibt ein Ponzi Scheme.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Ponzi_scheme

    Auf Deutsch: Schneeballsystem.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Schneeballsystem

    Ich zitiere:
    „Als Schneeballsystem oder Pyramidensystem werden Geschäftsmodelle bezeichnet, die zum Funktionieren eine ständig wachsende Anzahl an Teilnehmern benötigen“

    Als die AHV konzipiert wurde, 1947, da schien es, die arbeitende Bevölkerung der Schweiz würde immer zuzunehmen, in alle Zukunft. Was nicht mehr der Fall ist, wenn wir von den Zuwanderern absehen, aber von diesen arbeiten ja nicht alle – teilweise aus gesetzlichen Gründen.

    Nebenbei:

    1. Liebe SVP-Wähler, (arbeitende) Ausländer sind nicht nur schlecht 😉

    2. Liebe FDP-Wähler: Wenn die Grosskonzerne, insbesondere im Bereich Banken und Versicherungen, Arbeitsplätze in die Slowakei, nach Polen, Rumänien, Indien und Vietnam auslagern, dann sind nicht nur Eure Jobs bedroht, sondern dann funktioniert das Ponzi-Scheme AHV definitiv nicht mehr 😓.

    Denken Sie einfach einmal darüber nach. Zumal ja bald eidgenössische Wahlen sind. ( Nein, ich sage damit keineswegs „Wählt SP“. Denn die wollen ja den Kapitalismus abschaffen 😃. Ohne ein besseres Modell anbieten zu können 🤣. )

    PS: Viel Spass beim Nachdenken!

    • Sie verwechseln Umlagesystem AHV mit der kapitalgedeckten Altersvorsorge PK.
      Die PK hat ein Problem wenn alle älter werden nicht die AHV.

      Die Bevölkerung der Schweiz ist drastisch gewachsen. Somit haben viel mehr in die AHV wieder eingezahlt.
      Zudem wurde die Schweiz produktiver. Allein der Produktivitätsgewinn würde alle demografischen Einflüsse ausgleichen.

      Das „sparen“ der PK dagegen ist fatal.
      Zudem gab es dort viele fehlgeleiteten Investitionen, siehe Immoblase. Solche Marktverzerrungen und gigantische Risiken gibt es bei der AHV nicht.

      Die PK wurde eingerichtet damit die sehr gut verdienenden keinen solidarischen Beitrag leisten müssen.

      Zudem brauchte der Finanzplatz diese 800 Milliarden Subvention um zu spekulieren.
      Die passiven Aktien ohne Stimmrechte erlauben den CEO’s und VR’s erst diese Abzockereien.

      Bei der PK muss man 40 Jahre einzahlen bevor man was zurückbekommt.
      Fragen sie sich doch mal warum es nun genau 40 Jahre her ist seit der Gründung der PK und gerade jetzt wo die ersten grösseren Beträge fällig werden das Geld fehlt?

    • Ergänzung:

      1) Der Proportionale Anteil von Rentnern an der Gesamtbevölkerung wird noch mehr ansteigen.

      Es wäre jedoch ein Trugschluss, die Fehlbeträge mit Zuwanderern decken zu wollen (das Problem wird hinausgeschoben). Eben Schneeball.

      Es braucht temporär, also kalkulatorisch zeitlich befristet, eine weitere Finanzierung via Bund. So, dass die Chance besteht, dass das AHV-System für jüngere Generationen also in Zukunft wieder wie Umlagesystem funktionieren / rentieren kann. Also nicht nur temporäre Pflästerli.

      2) Ist zurzeit ein Grossteil der AHV-Rentner auf Ergänzungsleistungen angewiesen, welche von den Kantonen (Ständeräte..) finanziert werden.

    • @ Büezer

      Hoch verehrter Büezer.

      ich gebe Ihnen insofern Recht, dass die AHV System ein Umlagesystem ist. Mit andern Worten: Das Geld, welches Sie und ich heute in die AHV einzahlen wird umgelegt, in dem es heute an andere Leute ausbezahlt wird.

      Bei der PK ist das etwas anders: Sie zahlen heute in Ihr ureigenes PK Konto ein – und nicht in das PK Konto der bereits pensionierten Huber, Meier, Müller und Studer. Oder wie immer die Pensionierten in Ihrer PK aus heissen mögen. Bei Ihrer Pensionierung können Sie dann
      – entweder Ihre angesparte Kohle in Ihrem ureigenen PK Konto (plus Zinsen, sofern es denn so etwas noch gibt) ein einer einzigen Auszahlung beziehen
      – oder aber eine monatliche Rente beziehen, die auf zu einem von der PK veröffentlichten Umwandlungssatz basiert. (Dieser Umwandlungssatz errechnet sich im wesentlichen aus der durchschnittlichen Sterblichkeit der Schweizerinnen und Schweizer)

      Zwar gibt es auch bei PKs Leute, die mehr einzahlen als sie erhalten, und solche, die mehr erhalten, als sie einbezahlt hatten. Sie könnten also argumentieren, dass auch hier in gewissen Fällen Geld umgelagert wird. Ferner könnten Sie argumentieren, dass auch die AHV weiss, wer in wievielen Jahren einbezahlt einbezahlt hat, um dann die Höhe der AHV Bezüge entsprechend anzupassen. Und dass auch die AHV einen finanziellen Puffer hat.

      Dennoch bleibe ich dabei: Die AHV ist letztlich ein Ponzi-Scheme. Ganz im Gegensatz zu den PKs …

    • @ AK demiker……

      Sie haben noch Punkt 3 Vergessen.

      Liebe Schweizer, illegale Zuwanderer werden nie etwas zu unserem Wohl beitragen.

    • Das finde ich auch. Der Titel passt nicht zu den länglichen finanzpolitischen Ausführungen. Und das wichtigste fehlt: mit der STAV wird die AHV keineswegs saniert, wie BR Berset behauptet, sondern das Wursteln geht weiter. Weder das Pensionsalter und die Überlebenswahrscheinlichkeit der Frauen wird berücksichtigt, noch die Beispiele aus den skandinavischen Staaten, ja sogar Italien, wie ein wirtschaftskrisenreistentes System aufgebaut sein müsste, damit sich Beiträge und Renten in der Waage halten. Im Effekt hat die STAF-Vorlage nur die Wirkung, dass einige Arbeitsplätze beim BSV erhalten werden, die sich seit Jahrzehnten mit repetierten Vorlagen beschäftigen, die die AHV nicht weiterbringen. Das ist das wirkliche Ponzi-System: der Nutzen fällt in Bern an – dem grössten Nehmerkanton des Finanzausgleichs.

  30. das gleiche Spiel wird ja auch im BVG betrieben. Hier werden riesige Beträge nicht den Versicherten gutgeschrieben; riesige Beträge werden als Kosten verrechnet und das System krankt außerdem an den Beträgen welche Broker abzwacken.

  31. Unternehmenssteuern:
    Die Schweiz bietet viel: viel Rechtssicherheit, viel Infrastruktur, viel gut ausgebildete Menschen, wenig Gewerkschaften…

    All das hat einen Preis, das sind die Unternehmenssteuern.

    Wenn ich die Premiummarke nicht bezahlen will, kaufe ich mir einen Dacia. Punkt.

    • Die Schweiz hat offenbar nicht genug gut ausgebildete Menschen, deshalb gibt es die Zuwanderung von Fachkraeften. Mit dem Rest Ihrer Aussagen bin ich einverstanden.

  32. SMI 1988 – 2019: +625 %
    BVG Mindestzinssatz: + 1 %

    + Zwangssparen ohne Wahlfreiheit der PK

    = fette Boni für die PK Verwalter, Banken, Hedge Funds, Private Equity Firmen

  33. Jetzt wird’s immer doller, wildes annonymes, sinn- und faktenloses Geschreibsel.
    Insideparadeplatz hat IMHO den Zenith letztes Jahr erreicht, seither geht es leider nur in eine Richtung und die ist nicht aufwärts!

    • @ Pfeise: Ich kann mir der Wahrheit sehr gut leben. Dieser Artikel strotzt jedoch nur so von Halbwahrheiten und Fake News! Es ist einfach nur eine Scheine, dass Herr Hässig seine Plattform für so ein Geschreibsel hergibt, aber passt irgendwie zusammen mit den zum Teil sehr fragwürdigen Inseratschaltungen auf IP.

  34. Wer ist der Autor? Herr Hässig, politische Aufrufe brauchen einen Autor. Wer dazu nicht mit Namen stehen kann ist ein Feigling und damit diskreditiert.
    So etwas hat nichts auf Ihrer Platform verloren, finde ich.

    • @Treue Leser: Kann dajemand die Wahrheit nicht ertragen? Nur zur Erinnerung das Lesen der Beiträge ist freiwilig hingegen das ganze Beitragssystem um die AHV und PK ist ein Zwang!!!

    • @ AD1848

      Sind Sie ein Troll???

      «Tatsächlich? Denn besagte Panikmache unterliegt einem groben Fehler: Die Prognosen basieren nicht etwa auf den bisherigen realen Entwicklungen der AHV-Finanzen, sondern lediglich auf schwammigen Vorhersagen für die Zukunft.»

      Politiker und Medien rechnen die Zukunft der AHV schwarz
      https://www.conviva-plus.ch/?page=2572

      Die seit Jahren bewusst irreführende Polemik zur AHV und die damit einhergehende Angstmache der Bevölkerung sind nichts anderes als eine beschämend faule Politstrategie gewisser Politgrössen, die offensichtlich nicht das Wohl der Bevölkerung geschweige denn des Landes im Auge haben. Vielmehr arbeiten sie im Sinne internationaler Konzerne, die möglichst wenig Steuern zahlen und möglichst grosse Gewinne generieren möchten – dies zugunsten einer polit-industriellen Oberschicht.

      Dies, während der grosse Teil der arbeitenden Bevölkerung immer weiter ausgeplündert wird – durch gleichbleibende Löhne während Jahren, durch Arbeitslosigkeit, durch rundum steigende Prämien, durch steigende Preise, durch steigende Mieten, durch fallende oder ausbleibende Zinsen auf Sparkapitalien usw. usw.

      Die AHV eignet sich besonders gut für solche Panikmache, denn die arbeitende Bevölkerung und ihre Familien sind davon stark betroffen. Damit lassen sich genannte Ziele – wenig Steuern, hohe Gewinne – mit hoher Chance besonders gut erreichen. Zugleich kann man die Jungen gegen die Alten aufhetzen und umgekehrt, womit die Bevölkerung auf einem ganz speziellen Gebiet weiter auseinanderdividiert wird. Uneinigkeit schwächt jede Gemeinschaft. Also aufgepasst! Wir werden nicht in jedem Fall von wohlwollenden Staatslenkern geführt.

      AHV: Immer dickeres Reservepolster
      https://www.ktipp.ch/artikel/d/ahv-immer-dickeres-reservepolster/

      «Es ist, als ob wir auf einer Ölquelle sässen»
      https://www.ktipp.ch/artikel/d/es-ist-als-ob-wir-auf-einer-oelquelle-saessen/

  35. Luki, hast Du das wirklich selber geschrieben? Eine Mixtur zwischen Levrat und deinem SVP-Freund Geiger… dazu etwas Verschwörungstheorie, und alles kräftig vermengen, Anlageperformance einzelner Jahre, demografische Entwicklung,Budgetierung des Staatshaushaltes und effektive Abschlüsse, der FDP noch eins ans Bein, denn sie sind natürlich die ganz Bösen. Was für ein Ziel verfolgst Du? Wichtigtun?

    • IP hat absolut Recht mit dem Artikel. Die Parteien haben den Mittelstand über Jahrzehnte verraten, allen voran die „grüne“ FDP.

      Wenn sie inhaltlich zur Diskussion nicht beitragen können, lesen sie doch bitte weiter den Blick.

  36. Unglaublich, wie der Bürger seit Jahren bei Abstimmungen vom Bundesrat und von politischen Parteien angelogen und betrogen wird! Natürlich mit Unterstützung von irgendwelchen sogenannten „Denk“fabriken alias „ThinkTanks“, Beraterfirmen, der bekannten Ostschweizer Abzockerschmiede, und Firmen-, bzw. Branchenverbänden. Von unseren von Lobyisten gehätschelten Amateurpolitikern ganz zu schweigen! Und die grossen Medien zeigen nur die „positiven“ Seiten auf. Schliesslich bangen sie vor den Wahlen um ihr Inseratenbudget. Deshalb generell immer das Gegenteil stimmen, wenn sich genannte für irgendeinen Polit-Deal einsetzen!