McKinsey-Österreicher floppt mit UBS-Strategie

Multi braucht Zukäufe in Kernsparte Vermögensverwaltung – Stattdessen jettet Verantwortlicher um Globus.

Dem Mann werden UBS-intern K&K-Attitüden zugeschrieben. Gemeint ist ein Verhalten wie damals, als es das Königlich-Kaiserliche Österreich noch gab.

Luxusflüge um den Globus, Tafelrunden wie zu Monarchen-Zeiten um den Paradeplatz, Hofstaat mit Kopfnickern – so die Ausführungen eines Insiders zum Strategiechef der UBS.

Sicher ist: Der Manager ist jung. Und: Er war vor seinem Wechsel auf den hohen, wichtigen Stuhl bei der Nummer 1 des Landes lange bei McKinsey, zuletzt als Partner mit Sitz in Zürich.

Ein Berater, der nun die oberste Führung des wichtigsten Bereichs der Grossbank von neuen Initiativen und Vorstössen überzeugen muss.

Bisher liegt wenig Zählbares vor. Seit 2017, als der Hoffnungsträger als Managing Director an der Bahnhofstrasse in Zürich seine neue Arbeit aufnahm, dümpelt die UBS-Sparte Global Wealth Management.

Dynamisch ist anders: Global Wealth Management (in USD)

Digital-Offensive? Nicht wirklich. Asien-Vormarsch? Auch nicht, dafür ein PR-Debakel der Extraklasse. Japan-Eroberung? Ein Joint Venture, das vor allem Platzhirsch Sumitomo hilft.

Umgekehrt zur ernüchternden Leistungsbilanz im Geschäftlichen fällt die eigene Inszenierung aus. Der K&K-Banker geniesse es, mit seinen Kollegen laut über anstehende Schachzüge zu debattieren – in Restaurants, wo die Konkurrenten jeweils die Ohren spitzten.

So die Auskunftsperson. Die UBS wollte offiziell nicht Stellung nehmen. Inoffiziell sieht sie sowieso alles anders.

Besonders heisst es aus dem Innern der Bank, dass der Strategiechef nicht First fliegen würde. Es gälten für alle die gleichen Regen.

Der Mann wäre wichtig. Die Sparte Vermögensverwaltung kommt nämlich nicht auf Touren. Neugeld, Kosten, Margen – überall stehen die Zeichen auf Flaute.

Wie kann das sein? Da ist die UBS die grösste weltweite Privatbank, die Börsen sind auf dem Zenith, die Kunden wollen ihren Cash anlegen.

Und doch dümpelt das Vorzeigegeschäft des Aushängeschilds des Finanzplatzes Schweiz.

Die mit Pauken und Fanfaren angekündigte interne Grossfusion des Wealth Managements USA mit dem Rest der Welt hat zu unendlich vielen Projekten geführt. Das Wichtigste aber fehlt: mehr Gewinn.

Für die Auskunftsperson liegt das Problem der grossen Stagnation, welche nun bereits auch die NZZ kritisch beleuchtet hat, nicht zuletzt in der Person des jungen, ambitiösen Strategiechefs. Dieser würde sich mit C-Leuten umgeben.

Gemeint sind Berater, die den Sprung hinüber in die Bankenwelt suchten, ohne dort zuhause zu sein. Es handle sich um einen klassischen Fall eines Chefs, der selbst nicht überzeuge und lauter Mittelmässige um sich schare.

Nun passiert, was oft passiert. Der Stratege holt zusammen mit seinen Gefolgsleute jene Firma zu seinem neuen Arbeitgeber, bei der er einst selbst auf der Payroll war.

McKinsey. Die Berater würden im Global Wealth Management der UBS ein und aus gehen, sagt die Quelle. Chef Martin Blessing, selbst kein Private Banker, krieche seinem Chef-Strategen und dessen McKinsey-Beratern auf den Leim.

Kommentare

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  1. Klar kriecht Martin Blessing den MCBerater auf den Leim da er ja vom Geschäft nicht versteht. Haben wir ja in der Vergangenheit gesehen und erlebt. Kommerzbank, Chef Schweiz bei UBS und nun im WM der UBS als Co Chef.
    Ist ein Freund von Weber der auch nur Kosten verursacht. 6 Mio. ohne Spesen sind auch zu
    viel. Dies sind ja nur zwei von der Gilde die die Bank aushöhlen.

  2. Spartipp für die UBS. Schickt den Oesterreicher-Witz in die Wüste 🏜 🐫, soll er dort speisen und plaudern. In der UBS arbeiten genug fähige Leute, wenn man sie nur arbeiten lässt und nicht mit Mc Bringstnie Steategien♟ von der Büez abhält.

  3. Warum muss die Nationalität des Akteurs in die Headline? (Alle hier kennen zehn Schweizer auf einen Oesterreicher, die solches liefern.) Das vernebelt nur die Fakten.

  4. Repeater:
    jedes einzige mal wenn McK erwähnt wird, gewinnt die folgende Feststellung an Richtigkeit:
    Der meist fachschwache – aber eben mit Bestellkompetenz ausgestattete – „Boss in Notlage“ ruft
    McK und erhöht das Debakel weiter! Und dies zu rekord-verdächtigen McK-Honoraren……
    And the Show goes on and on, nonstop !
    And that poor show goes on and on……

  5. Sans deppart?

    Was ist die Steigerung von McKinseyaner?

    McKinseyaner & Österreicher!

    Ich macGrinse mich halbtot!

  6. McKinsey hat nur einen Ruf nämlich Megaflopps produzieren und Geld der Aktionäre verbrennen.Solange das Bankgeheimnis für Ausländer weg ist werden unsere Banken serbeln und der McKinsey soll ruhig um die Welt düsen und Pensionskassengelder= Aktienkapital verprassen! Das sind nämlich die Gelder der roten..
    Haha! Sobald England aus dem Brexit ist und seine Steueroasen aktiviert sind die Schweizer Banken alle mausetot! Es sei denn ein Politiker in Bern oben erwacht noch frühzeitig aber das ist kaum anzunehmen!

  7. Was eben an Wissen und Können heute erforderlich ist, kann an keiner Hochschule gelernt oder vermittelt werden. Gelernte Banker mit klassischem Aufstieg und Erfahrungen im Ausland, Fernost vorallem, sind rar, es aber Wert, gefunden zu werden.

    • Klassische Banker haben vor allem Mittagessen und Gebühren verstecken gelernt.

      Darum gibt es heute ja soviel aufzuräumen und nachzuarbeiten.

      Ob das McKinseys könne ist wieder eine andere Frage.

  8. Eins ist sicher: Die UBS lässt mit all diesen McKinsey-Leuten stattliche Beträge aus dem Fenster flattern. Ob diese Berater auch etwas bringen, muss bei den obigen Zahlen bezweifelt werden. Der UBS-Mann vom GWManagement hat sicher seine Quartalsziele verpasst. Die logische Folgerung daraus ist, dass es für ihn Null Bonus gibt. Das ist das Minimum. Wird nicht bald geliefert, wären weitere Konsequenzen zu diskutieren.

  9. Vor einem Schäfer mit einer riesigen Schafherde hält ein teurer Sportwagen.

    Ein junger Mann im Maßanzug steigt aus und macht dem Schäfer ein Angebot: „Wenn ich ihnen sage, wie viele Schafe sie haben, darf ich mir dann ein Schaf nehmen?“
    Der verdutzte Schäfer geht darauf ein.

    Der junge Mann verbindet sein Notebook mit dem Handy, klinkt sich in die NASA-Seite , scannt die Gegend mit Hilfe seines GPS-Navigationssystems und kommt nach längerem Hin- und Herrechnen auf seiner Datenbank zu einem Ergebnis:

    „Sie haben 832 Schafe“.

    „Richtig“, sagt der Schäfer. Doch als sich der junge Mann ein Tier greift, macht ihm der Schäfer ein Angebot: „Wenn ich auf Anhieb ihren Beruf errate, bekomme ich dann das Tier zurück“.
    Der junge Mann geht darauf ein.

    „Sie sind Unternehmensberater“, sagt der Schäfer prompt. Der junge Mann ist verblüfft: „Wie haben Sie das erraten?“ „Ganz einfach“, erklärt der Schäfer:

    „Erstens: Sie sind gekommen, ohne dass ich Sie gerufen habe.

    Zweitens: Sie haben mir nichts gesagt, was ich nicht schon selber wusste.

    Drittens: Was Sie sich da gegriffen haben, ist kein Schaf, sondern mein Schäferhund.“

  10. Wo floppen die MK Power-Point-Boys nicht. Gross auftreten, nichts verstehen, Schaden anrichten, das Leitmotiv der Boys! Seit SWISSAIR Fakt!

  11. Was sucht die UBS Vermögensverwaltung in den USA? Man zahlt mit Geldverschleuderung für Prestige und füttert grosszügig Amerikaner, die Northern Trust und BNY Mellon entsorgt haben. Cost/Income Ratio von 95 % oder noch höher ist das Resultat. Kein Wunder, man muss dieses US-Inland-Geschäft unbedingt mit der weltweiten Vermögenverwaltung und insbesonders derjenigen in der Schweiz zusammenlegen, so erreicht man zuletzt Cost/Income Ratio von 78 %, aber dieses wird sich noch auf 80 % und mehr vergrössern. Hauptsache Wall Street ist nett mit dem dummen August aus der lieblichen Schweiz, so lernt man Heidland kennen und unser Tourismus floriert.
    Was ist der Wert dieser UBS-Vermögensverwaltung in Zukunft bei einem Börseneinbruch an der Wall Street? Vielleicht dann die sicherste und gemütlichste Bude in der Wall Street für das oberstes UBS-Kader amerikanischer Proveniez mit garantiertem Bonus. McKinsey weiss immer Rat und schützt die oberste Geschäftsleitung vor in ihrer eigenen Verantwortung, denn die haben ihr stratetegisches Denken zu teuersten Kosten abgegeben. Dabei pfeifft jeder Spatz am Paradeplatz, dass dieses Vermögensverwaltungsgeschäft auf dem US-Heimmarkt nur ein kostspieliges Prestige-Objekt ist und dies seit Jahren.

    • erinnere mich an meine Zeiten bei der Zurich…. da hat man auch Geld über den Teich geschickt. Dank war die Forderung nach mehr!

    • Danke Rolf Zach für ihr kluges assessment.

      Kostspielige Unvernunft bei der UBS Inc unter dem Motto:“Man gönnt sich halt was……..“

      Der Prestigegedanke als Leitmotiv und bestimmt nicht im Interesse eines Aktonärs.

  12. ..oder sich im restaurant lauthals darüber auslassen, ob porsche oder doch ferrari… ja peinlich, peinlich für ihn.

    • absolut, auch hier nicht die Zeichen der Zeit erkannt…. Tesla oder Auto E-tron wäre die Frage

  13. Blessing war ja selbst lange bei den Meckies, bevor er dann mit deren Hilfe die Commerzbank massakriert hat.

    Daher kauft der neue UBS-Chefkoch da, wo er selbst lange gebruzzelt hat. Schmecken tut’s nicht, aber wenigstens ist es teuer …

  14. Warum jettet er denn um die Welt?
    Er hätte genug zu tun bei der UBS Wien (Filiale der UBS Luxemburg).
    Diese kommt seit Jahren nicht vom Fleck.
    Kaum Net New Money.

    • Warum er um die Welt jettet? Ganz einfach: Um Meilen zu sammeln damit er nachher gratis in die Ferien fliegen kann.

  15. Das Problem dieser „Strategen“ ist, dass es kein Schulbuch gibt woraus sie einen solchen Fall kopieren können. Das können sie nämlich wirklich gut, aber unternehmerisch denken, geschweige handeln …

    • Und vielleicht noch ein paar Amerikaner im VR. Die sorgen dann dafür, dass die Bezüge dieser Leute ja nicht sinken, sondern steigen. Das nur, um die eigenen hübschen Bezüge abzusichern.

  16. Wasser nicht zum Kochen bringen, aber so tuen als ob man das Penizillin erfunden hätte. Das Material aus dem der Schweizer Erfolg geformt wurde, ist aufgebraucht. Jetzt haben wir eine Feudalstaat im Grossunternehmen und ein wirtschaftsfeindliches Umfeld. Dekandenz passt ins Bild.

  17. UBS ist bereits seit Jahren im Niedergang. Die Firma will in der Champions League spielen, hat aber nur 3. Liga Spieler im Team. Das Problem sind all die Nicht-Banker und Ex Big Four Berater im Management. Bayern München hat auch keinen Junioren Trainer in der 1. Mannschaft.

  18. EGO-Manager
    (Ellbogen-Grössenwahn-Ohne Ahnung).

    Warum auch einen Beruf erlernen und Erfahrungen sammeln?

    Typischerweise als junger Ehrgeizling und HSG-Abgänger, der wenig wirklich kann, aber über alles zu dozieren in der Lage ist, für teures Geld feigem Top-Management sog. „Strategie-Folien“ zeichnen, das ist doch der Königsweg der ganz Schlauen, die z.B., wie weiland Thomas Wellauer, bei McKinsey anheuern.

    Viel Geld bei Null Risiko.

    Im Grunde effizient und ökonomisch.

    Dass man dieser McKinsey-Truppe, die gut im Kostensenken ist, der aber noch nie auch nur ein respektabler Unternehmer irgendwelche strategische Fähigkeiten im Dienste von Kunden attestiert hat, aber auch noch mit Respekt begegnet, das ist doch des Guten zuviel.

    Der im Artikel gut getroffene Protz-Ösi in Nadelstreifen, macht sich den jetzt auch hierzulande grassierenden Obrigkeitshörigkeitsvirus (OHV), meist aus Germanien importiert, zunutze.

  19. Erwartet hier irgendjemand Zaubereien eines McKinsey-Mannes? Echt jetzt? Anstatt einen talentierten Vollblutbanker zu suchen, wird ein Unternehmensberater eingestellt der im Grunde nur damit glänzte, in Krisensituationen Mitarbeiter zu entlassen. Und so jemand soll die UBS wieder auf den Erfolgspfad führen? Wirklich? Und für die Katastrophenkommunikation ist die „führende“ PR Firma Lemongrass verantwortlich, die dank Osi Grübel den Job erhielt und seit Jahren hohe Rechnungen stellt aber wie man längst erkennt, keine Lösungen bringt. Und das soll die führende PR Firma der Schweiz sein? Da lachen ja die Hühner. Bei und für die UBS arbeiten nicht die Besten, sondern eine Art Verwaltergeneration ohne innovativen Geist.

    • McGrinsey hat noch nie etwas positives zustande gebracht und dies wird sich auch nicht ändern. Die Liste mit Beispielen ist sehr lang!

  20. Es ist doch einfach müssig, laufend über die Flops dieser Firma zu lesen. Was ich nicht verstehe ist, dass man dieser Firma noch Mandate erteilt und dass man noch immer glaubt, dass diese „Folienreiter“ wirklich etwas Positives bewirken können. Die CS brüstet sich mit dem Argument, dass diese Firma seit Jahren deren Berater sei und dass diese unschuldig seien, dass der Aktienkurs seit Jahren bachab geht. Eine verkehrte Welt!

  21. Die Donaumonarchie heisst k.k. bzw. fallweise k. & k., und vor allem kaiserlich-königlich und nicht königlich-kaiserlich.

    Wenn man solche Begriffe verwendet, sollte man sie ansatzweise beherrschen…

    • Wie will LH über Banken schreiben, wenn er sich nicht mit Monarchien auskennt?

    • Ich erlaube mir höflich Ihr „fallweise“ präzisieren: k.& k. steht für Kaiserlich Und(!) Königlich und wurde nach dem Ausgleich mit der ungarischen Reichshälfte 1867 eingeführt, davor war k.k. als kaiserlich-königlich in Gebrauch.

      Um in der Metapher zu bleiben, scheinen offenbar die bisherigen Konzepte fürs noble Private Banking des o.a. Herrn doch nur für „Bürger, Bauer, Bettelmann“ gewesen zu sein.

      Ansonsten herzlich willkommen im „Tempel des Unnützen Wissens“ 🙂

  22. naja, das ist eine der Baustellen der UBS…und der VR-Präsi und CEO sind ja genügend Vorbild in Sachen Geld scheffeln und nix machen…..da muss man sich nicht wundern, dass die Jungen da nacheifern….