SNB: Too Big To Fail, oder?

Wenn in der Schweiz von systemrelevanten Banken die Rede ist, wird die wichtigste immer übersehen: die Nationalbank.

Der Begriff kommt, wie alles Gute, aus den USA: 1914 wurde das erste Mal eine Bank gerettet. Weil sie zu gross war, um unterzugehen. Seither gibt es die Bezeichnung „too big to fail“.

Gemeint ist damit, dass eine Firma schlichtweg zu gross ist, als dass sie der Staat untergehen lassen kann. Weil die Folgen einer solchen Pleite noch schlimmer wären als eine in der freien Marktwirtschaft eigentlich gar nicht vorgesehene Rettung durch Staatsgarantie.

Also durch den Steuerzahler.

Insbesondere, wenn der drohende Untergang durch die Unfähigkeit des Managements ausgelöst wurde. In solchen Fällen schippern die Versagerräte und die Bankenlenker auf ihrer Yacht in den Sonnenuntergang und müssen gedrängt werden, wenigstens auf die letzten Bonusmillionen zu verzichten.

Das war in der Schweiz schon zwei Mal der Fall. Beide Male betrafen die UBS.

Zum einen hatte sich die Bank von ihren eigenen Investmentbankern über den Tisch ziehen lassen, was den Staat zu einer Nothilfe zwang. Und dann stand die UBS nochmals vor dem Abgrund; vor dem Absturz konnte sie nur die Aufgabe des Schweizer Bankgeheimnisses, also der Verrat an Kunden und Mitarbeitern, bewahren.

Die zweite Grossbank verzichtete grossmäulig auf Staatshilfe. Dafür besorgte sich die Credit Suisse in der arabischen Welt frisches Kapital mit sogenannten Contingent Convertible Bonds.

Solche Cocos tragen auch den Übernahmen „Todesspiraleanleihen“. Sie haben den grossen Vorteil, dass sie zwar ein Kredit sind, aber durch die unter bestimmten Bedingungen mögliche Zwangsumwandlung in Aktien dürfen sie dem Eigenkapital zugerechnet werden.

Dafür zahlte die CS dann bis vor Kurzem horrende Zinsen von bis zu 9,5 Prozent. In einem Negativzins-Umfeld, wohlgemerkt.

Damit Staatshilfen nicht mehr nötig sein sollen, wurden in der Schweiz systemrelevante Banken identifiziert. Dazu gehören natürlich UBS und CS, aber auch Raiffeisen, die ZKB und die Postfinance. Solche Banken müssen verschärften Bestimmungen folgen, was ihre TLAC betrifft.

Ihre Total Loss-Absorbing Capacity. Also ihre Fähigkeit, Verluste absorbieren zu können, wenn die Bankenlenker mal wieder gegen die Wand fahren.

Bei international tätigen Banken müssen zudem einzelne Teile abgesprengt und abgewickelt werden können, wenn die absaufen.

Das alles ist furchtbar kompliziert und ein ständiges Ringen zwischen den Aufsichtsbehörden und den zusätzlich regulierten Banken, die jedes Mal lauthals protestieren, wenn dem Regulator noch eine neue Vorschrift eingefallen ist. Zudem gibt es mehr oder minder regelmässige Stresstests, also die Überprüfung von Banken, ob sie bei einer angenommenen Krise überlebensfähig wären.

Da niemand in die Zukunft schauen kann, wird erst die nächste Finanzkrise zeigen, ob all diese Massnahmen etwas gebracht haben – oder nicht.

In der Schweiz gibt es allerdings eine börsenkotierte Bank, deren Bilanzsumme nicht viel kleiner ist als die der UBS und die zudem ein hübsches Exposure in Anlagen in Fremdwährungen wie Euro, Dollar oder Yen hat. Auf der anderen Seite hat sie ein Eigenkapital, für das die fünf systemrelevanten Banken auf Knien danken würden.

Und dann hat diese Bank noch im ersten Quartal 2019 satte 30 Milliarden Gewinn gemacht. Auch davon können die TBTF-Banken nur träumen. Aber diese Bank wird niemals unter systemrelevant aufgeführt.

Natürlich, es handelt sich um die SNB, die Schweizerische Notenbank. Der Chor der Wirklichkeitsverweigerer setzt hier lauthals ein: Die SNB sei doch gar keine richtige Bank, als staatliche Notenbank stehe sie sozusagen ausserhalb von „too big to fail“.

Im Gegensatz zu den fünf systemrelevanten Banken könne sie doch beliebig Neugeld schöpfen, selbst ein negatives Eigenkapital sei für sie kein Problem. Und dass sie an der Börse kotiert ist, das sei halt ein blöder Zustand, den man eigentlich sowieso abschaffen müsste.

Drehen wir mal dem Chor das Mikrophon ab und fragen uns: Sollte man sich Gedanken über die SNB machen? Ist es nebensächlich und kein Problem, dass sie Aktiva in ausländischen Papieren hält, die das BIP der Schweiz deutlich übersteigen? Ist ihr Eigenkapital von 150 Milliarden Franken – auch nicht gerade Peanuts – als Notgroschen, der einfach herumliegt, wirklich gut verstaut?

Und schliesslich: Stellt das krasse Missverhältnis zwischen Wert und Bewertung, also EK von 150 Milliarden und Marktkapitalisierung an der Börse von rund 500 Millionen, kein Problem dar?

Da setzt der Chor wieder ein und sagt: spezialgesetzliche AG, Dividende gedeckelt, Stimmrecht für Privatinvestoren gedeckelt, niemals Gewinnbeteiligung für Private, ganz enger Markt, da es nur 100’000 Aktien gibt.

Und sollte die SNB die Schraube machen, gäbe es nur den Nominalwert der Aktie. Also ist die nur was für Spekulanten oder finstere Gestalten, Finger weg, nächstes Thema: Was halten wir eigentlich vom Rahmenabkommen mit der EU?

Moment, da stellen wir wieder das Mikrophon ab und fragen weiter: Wenn die Aktie der SNB eigentlich nichts ist, und wenn sie etwas ist, dann nur für Spekulanten, wieso handeln dann Kantone und Kantonalbanken fröhlich mit diesen Aktien? Wieso haben sich dann alleine die Kantonalbanken in den letzten Jahren von einem Drittel ihrer SNB-Aktien getrennt?

Allerdings mussten Kantonalbanken auf Weisung ihrer Eigentümer, meist immer noch die Kantone, auch wieder SNB-Aktien zurückkaufen. Nach dem schönen Prinzip: billig verkaufen, teuer zurückkaufen. Nach der üblichen Wurstigkeit, wenn alle Beteiligten wissen, dass notfalls der Steuerzahler hinstehen muss, also was soll’s.

Damit kommen wir aber zur entscheidenden Frage zurück, warum die Aktien der SNB überhaupt an Börsen gehandelt werden. Ganz einfach, weil schon die Gründer der SNB wussten, dass der Staat zwar gut ist im Geldeinnehmen, aber noch besser im Geldausgeben. Denn es ist ja nicht sein Geld. Also wurde eine Volksbeteiligung im Nationalbankgesetz festgeschrieben.

Das war vorausschauend und weise, anno 1907. Aber mehr als ein Jahrhundert später zeigt sich auch hier, dass der Staat nur ungern bereit ist, dem Souverän Einblick zu gewähren. Erst nach einem Wink mit dem Öffentlichkeitsgesetz bequemen sich einzelne Kantonalbanken zur Auskunft, ob sie überhaupt noch im Besitz von SNB-Aktien sind.

Ob sie letzthin damit gehandelt haben und wie viele es sind, darauf verweigern fast alle die Auskunft.

Wir fassen zusammen: Obwohl vom Gesetzgeber so gewollt, obwohl die SNB inzwischen sehr bedeutend geworden ist als einer der grössten Hedge Fonds der Welt, obwohl staatliche Akteure fröhlich mit den Aktien handeln, obwohl Wertloserklärer behaupten, dass das Volk die Finger von diesen Aktien lassen soll, obwohl die SNB inzwischen über ein Eigenkapital von 150 Milliarden verfügt, und obwohl sie fraglos too big to fail ist, gibt es kaum Debatten über die SNB.

Es wird des Langen und Breiten die Unfähigkeit von UBS und CS diskutiert, den Aktienkurs endlich aus dem Keller zu holen. Es wird ausführlich über die Anschuldigung an einen ehemaligen Bankstar gemutmasst, dass er in den eigenen Sack gewirtschaftet haben soll. Es werden Hunderte von Analysen, Kommentaren und Konjunktiv-Orgien veranstaltet, wenn Roger Federer in Wimbledon den Filzball nicht so erfolgreich wie sein Gegner übers Netz schlagen kann.

Aber die Frage, ob es nicht vielleicht sinnvoll wäre, angesichts von Grösse, Gefahr und Volksvermögen der SNB sich mal Gedanken über diese Bank zu machen, wird mit einem unwirschen „nein, das ist nur was Fachleute, Finger weg“ beiseite gewischt.

Da aber der Schweizer Steuerzahler nicht für Federers Einkünfte, aber für die SNB geradestehen muss, wenn der etwas passiert, was der UBS schon passiert ist, sollte er sich vielleicht mehr dafür als für die Probleme der Rückhand von Roger interessieren.

Und da Interesse, auch im Sport, geldgetrieben ist, man sich ausserhalb des Sports mehr für etwas interessiert, das einem auch gehört: Was spräche eigentlich, nur mal so gefragt, gegen einen Aktiensplit, damit die Anzahl SNB-Aktien (und deren Wert) besser mit der Anzahl Schweizer korreliert? Wir stellen das Mikrophon wieder an und hören den Chor – nein, der bleibt stumm. Interessant.

Kommentare

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  1. Frage an die Experten in diesem Forum (ich bin Laie): Wie ist das möglich, dass man zur Unterstützung des Euros Schweizerfranken aus dem Nichts schafft (meines Wissens mehrere Hundert Milliarden!) und mit diesem Geld aus dem Nichts massenhaft reale US-Aktien (Apple, Google, Microsoft u.a.) kauft und damit auch noch gleich die US-Börse stützt? Ich nehme an, dass die SNB dabei nicht zusätzliche Noten druckt (ist doch viel zu mühsam), sondern im Computer ein paar Nullen anhängt. Ich suche auch so eine Lösung für meine finanziellen Probleme. Auch für die AHV wäre dies die Patentlösung: statt den Euro und die US-Börse zu stützen, würde die SNB die AHV stützen, statt ihr Negativzinsen abzupressen. Ich kenne die Antwort: Für die AHV geht das nicht, gilt nur für Euro und US-Börse.

    • @Aristoteles

      So ein Unsinn wie dieser Dirk Müller erzählt.

      Der könnte je glatt in die Direktion oder in den Bankrat der SNB aufgenommen werden.

      Marc Meyer

  2. Herr Dr. Marc Meyer

    Da Sie Ihre Beurteilung als absolut richtig finden, müssen Sie konsequenterweise selbst eine PUK initiieren. Dann würden Sie handeln.

    Oder zweifeln Sie an Ihren „Beweisen“?

    • Wird MM nie machen: mit seiner Volksinitiative hat er Schiffbruch erlitten – „im Sammelstadium gescheitert“, das heisst, Meyer hat nicht genügend Idioten gefunden, die bereit waren, seinen Blödsinn zu unterschreiben. Ausserdem hat er schon unendlich oft Klagen angedroht; gegen den Bundesrat, diverse Professoren, IP-Leser und die SNB-Spitze sowieso. Nie hat er davon irgendetwas wahr gemacht und den Grund kennt er ganz genau (siehe oben).

      Lucas Hässig hat Meyer (gemäss Meyer) über 70 Mal Gelegenheit gegeben, seine privaten Frustrationen im Internet breitzutreten. Vergessen wir nicht, dass Meyer in seinem Wahn selbst seinen gut bezahlten Job bei der Bank verloren hat, nur weil er nicht begreifen will, dass Bankangestellte keine Gerüchte verbreiten dürfen, die geeignet sind, die eigene Bank in Verruf zu bringen.
      Hässig tut gut daran, das Thema SNB und Währung durch andere Autoren bewirtschaften zu lassen. Damit erhöht sich das Diskussionsniveau merklich aber vor allem halten diese neuen Schreiber die Grundregeln des Anstands ein.

    • @Leser

      Sie sind doch wieder der „Urs Abderhalden“`Nicht wahr?

      Warum wechseln Sie Ihr Pseudonym ständig?

      Ich denke, eine PUK muss von einem Parlamentarier initiiert werden. Täusche ich mich da?

      Bitte belehren Sie mich. Ich lerne gerne dazu.

      Nein. Ich zweifle nicht an meinen Beweisen: Der Bundesrat hat doch der SNB ganz klar den Auftrag erteilt, am Devisenmarkt zu intervenieren. Nicht wahr?

      Damit hat er gegen die Bundesverfassung und das Nationalbankgesetz verstossen.

      Bitte überlegen Sie:

      Der Bundesrat wählt das SNB-Direktorium. Und nun orientiert der Bundesrat dieses von ihm gewählte SNB-Direktorium über den „Wusch der Wirtschaft“, am Devisenmarkt zu intervenieren.

      „am nächsten Morgen werde die SNB „losschlagen“.

      Was ist das anderes als eine Auftragserteilung?

      Sind Sie naiv?

      Der Bundesrat hat diese Berichterstattung der NZZ nie korrigiert. Ich denke, das hat sich so abgespielt.

      Eine PUK ist demnach fällig, zumal die SNB wegen dieses Auftrags des Bundesrates nun 700 Milliarden Schulden hat – trotz Schuldenbremse in der Bundesverfassung.

      Der Bundesrat hat damit ganz klar gegen die Bundesverfassung verstossen.

      mfG

      Marc Meyer

    • @Aristoteles

      So ein Unsinn wie dieser Dirk Müller erzählt.

      Der könnte je glatt in die Direktion oder in den Bankrat der SNB aufgenommen werden.

      Marc Meyer

    • @SNB-Troll

      Der SNB-Troll schreibt sich jetzt gegenseitig mit verschiedenen Pseudonymen.

      So tief ist sie SNB mit ihrem Plagiat-Jordan schon gefallen.

      Das hat der Marc Meyer nicht nötig.

      Nochmals: Nur Märchenerzähler wie Jordan behaupten, die SNB könne Geld aus dem Nichts drucken und damit unbeschränkt Euros kaufen.

      Wir haben’s ja gesehen, als die SNB mit ihrem Mindestkurs scheiterte.

      Eine SNB-PUK wird unumgänglich.

      Das wird hier immer deutlicher.

      Marc Meyer

      P.S.

      Immer wenn der SNB-Troll hier kommt, weiss ich, dass ich bei der SNB ins Schwarze getroffen habe.

  3. Reminder
    „Art. 2 Gesetzliche Zahlungsmittel
    Als gesetzliche Zahlungsmittel gelten:
    a.die vom Bund ausgegebenen Münzen;b.die von der Schweizerischen Nationalbank ausgegebenen Banknoten;c.auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.“

    Quelle, Bundesetz über die Währung und die Zahlungsmittel
    https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19994336/index.html

    Also, solange der Schweizer Franken an sich nicht liquidiert wird (unwahrscheinlich, eine Umwandlung in den EUR ist zudem keine Liquidation), so sind die Giro-Bank-Passiven der SNB = Zahlungsmittel = „Bezahlt“ aus Sicht der Banken (ausgegebene Banknoten werden genau gleich bilanziert).

    Wenn der CHF sinkt verkauft die SNB ausländische Wertschriften und nimmt CHF (GIRO-Zahlungsmittel) vom Markt. Diese GIRO-Konten dienen der Steuerung des Währungswertes. (vereinfachter Beschrieb)

    Die Politik der SNB hat natürlich Risiken sowie Verlierer und Gewinner. Gerne würde ich hierzu mehr lesen.

    • @Mutti

      Richtig: Giroguthaben sind laut Gesetz gesetzliche Zahlungsmittel.

      Pech für Sie und die SNB:

      Die SNB besitzt gar keine Giroguthaben, sondern Sichtverbindlichkeiten.

      Diese sind keine Zahlungsmittel – weder rechtlich noch buchhalterisch.

      Ergo kann die SNB Konkurs gehen.

      Sie und die SNB verwechseln Verbindlichkeiten mit Guthaben.

      Bzw. Sie und Plagiat-Jordan verwechseln links und rechts der SNB-Bilanz.

      Sorry.

      Buchhaltungskurs besuchen. Zusammen mit Plagiat-Jordan.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Tag, Mutti

      Vernunftsappelle an Meyer sind sinnlos, er hat sich auf IP schon viel zu weit exponiert, um jetzt noch umkehren zu können.

      Wie die Nationalbank Geld emittiert (Passiven), das die restlichen Wirtschaftsubjekte verwenden (deren Aktiven), wird für Herrn Meyer wohl immer ein grosses Rätsel bleiben müssen. Er hat seinen eigenen esoterischen Weg zur Erkenntnis gefunden und will, damit wir das auch sicher verstehen, die ganze Nation in einen Buchhaltungskurs schicken.

    • Nein.

      Nicht die ganze Nation muss in einen Buchhaltungskurs.

      Die grosse Mehrheit der Leserinnen und Leser hie versteht ja.

      SNB-Plagiat-Jordan und seine Trolle hier müssen gehen.

      MfG

  4. @Meyer

    Negatives Eigenkapital also Überschuldung und Illiquidität sind nicht das Gleiche – bitte merken Sie sich das.

    Illiquidität sowie Überschuldung sind beides Konkursgründe, aber nie alleine hinreichend(bei reiner Illiquidität kann ev. nachfinanziert werden, bei formeller Überschuldung können u.U. Zwangsreserven aufgelöst werden etc.). Ein negatives Eigenkapital hat etwas mit der Haftung für Schulden zu tun und impliziert nicht unbedingt Illiquidität oder Zahlungsunfähigkeit und ja, ich kenne die entsprechenden OR Artikel. Bitte lesen Sie entsprechende Fachliteratur oder lassen Sie sich kompetent beraten.

    Eben, die SNB darf sowieso nicht mit normalen aktienrechtlichen Banken verglichen werden.

    • @Mutti

      Bei negativem EK ist die SNB überschuldet und illiquide.

      Sie muss dann ihre Bilanz deponieren.

      MfG

  5. Ein Erklärungsversuch wären folgende Angaben.
    1. Die SNB schwankt in ihrer Politik zwischen dem Verlangen des Finanzplatzes unseren Franken gegenüber Gold und allen anderen Reservewährungen aufzuwerten. Ein starke Argumentation für Investoren aus aller Welt, ihre letzte und sicherste Reserve in Franken anzulegen, sozusagen ihr „Schatz-Kästlein“. Gilt noch mehr seit dem Verlust des absoluten Bankgeheimnisses gegenüber den OECD-Staaten.
    Diesem Wunsch des Finanzplatzes gegenüber steht der Werkplatz Schweiz, der natürlich jede Aufwertung des SFr. fürchtet, da Absatzmärkte verloren gehen und demzufolge auch der Verlust von Arbeitsplätzen. Diese Furcht ist real und führt auch zu geringeren Steuereinnahmen und belastet den Sozialstaat.
    2.Profitien wir als Schweizer Bürger direkt von der Politik unserer Nationalbank? Nein, wir profitieren nicht! Sprechen wir nicht über diese Almosen von 2 Milliarden SFr. für die öffentliche Hand. Eine Schande! Vergessen wir nicht eine Reservewährung mit begrenztem Wirtschaftraum, die sich nicht verschuldet gegenüber dem Ausland, wie dies stark beim $ und beim € einiges weniger der Fall ist, ist eine Belastung für die eigene Wirtschaft. Sie stranguliert sie und kann dies nur tun durch die Zentralbank, wenn sie Devisen anhäuft wie verrückt und das Risiko nicht beachtet.
    3. Was ist zu tun? Die SNB muss an die öffentliche Hand mindestens vorerst 20 Milliarden zukommen lassen zugunsten von Investitionen und der AHV. Gleichzeitig wäre dies ein besseres Signal als die Negativzinsen für das „Hot Money“, dass wir für deren Profit nicht gewillt sind, den Gürtel enger zu schnallen. Die jetzigen Negativzinsen sind anders als unter Leutwiler 1978, kein Schreck für „Schatzkästli“ Sucher, aber 30 Milliarden Ausschütung der SNB an unseren Staat schon.

    • @Zach

      „1. Die SNB schwankt in ihrer Politik zwischen dem Verlangen des Finanzplatzes unseren Franken gegenüber Gold und allen anderen Reservewährungen aufzuwerten.“

      Der Finanzplatz wünscht keinen starken Franken, es sind die Rentner hier, die sich das herbeisehnen.

  6. An Herrn Zeyer richte ich die gleiche Frage bzw. Bitte wie an Herrn Dr. Marc Meyer: Bitte skizzieren Sie, welche Risiken und Risikoszenarien Schweizer Bürgern und in der Schweiz domizilierten Steuerzahlern konkret drohen, falls die Geldpolitik der SNB scheitert.

    Mögliche Szenarien aus Laiensicht:
    – Inflation und/oder Währungsschnitt
    – Crash am Immobilienmarkt
    – Euro-Einführung
    – Bankenschliessungen
    – Kapitalverkehrskontrollen
    – Steuererhöhungen und/oder neue Steuern

    Bitte beschreiben Sie zudem möglichst konkret, wie sich in der Schweiz wohnhafte Sparer aufstellen können, um sich gegenüber den Risiken, die aus der Geldpolitik der SNB resultieren, zu wappnen.

    Meiner bescheidenen Meinung nach dürfte es grob um folgende Themen gehen:
    – ausländische Währungen
    – Bankkonto und Handelsplattformen im Ausland
    – Edelmetalle (im Ausland)
    – ggf. Verlegung des Wohnsitzes im Krisenfall
    – etc.

    • Zunächst einmal: Vergessen Sie alle komplizierten Erklärungen der SNB-Bilanz hier. Es ist in Wirklichkeit ganz einfach: Links stehen die Aktiven, also Vermögenswerte, rechts deren Finanzierung. Und was übrig bleibt rechts, ist das EK von zurzeit 150 Mia.
      Ansonsten kann man Entwarnung geben. Bei aller Vorsicht, was Prognosen betrifft, vor allem, wenn sie in die Zukunft gerichtet sind:
      Sollte es beispielsweise beim Euro richtig anfangen zu knirschen, kann die SNB jederzeit ihre Euro-Anlagen auf den Markt werfen. Denn sie sitzt ja nicht auf einem Geldberg, sondern ist in hochliquide Papiere investiert. Wenn die SNB-Banker nicht den Schlaf der Gerechten schlafen, dann merken die solche Entwicklungen, und zack. Das Gleiche gilt für den Dollar. Rauschen dann die Märkte nach unten? Sicherlich. Aber selbst bei einem Minus von 10 Prozent, 15 Prozent bleibt bei einem EK von 150 Mia. immer noch mehr übrig, als bspw. die grosse EZB hat.
      Und sollte es zu einem kleineren Weltuntergang kommen, haben wir alle gröbere Probleme als eine kriselnde SNB.
      Und die in der Schweiz wohnhaften Sparer? Nun, das kommt zunächst einmal darauf an, ob es Kleinsparer oder Grosssparer sind. Für Kleinsparer (dazu gehören heute alle unter einer Mio., für bestimmte Diversifizierungen alle unter 10 Mio.) gilt: Augen zu und durch.
      Für die Grosssparer gilt: Selbstverständlich Diversifizieren in verschiedene Währungen, ein Anteil Gold (aber bitte keine Zertifikate, physischer Besitz), vielleicht ein Kunstwerk; ein Gemälde kann man rollen und eintüten auf der Flucht.
      Wohnsitzwechsel? Kleine Anekdote. Als der Zweite WK heraufzog, beschloss einer, sich ganz, ganz weit weg in Sicherheit zu bringen. Ist eine wahre Geschichte. Er ging davon aus, dass Europa zum Schlacht- und Trümmerfeld würde, UdSSR, USA, alle auch. Also wohin? Genau, in die Südsee, auf eine kleine Insel, von der noch kaum einer was gehört hatte. Friedlich, unwichtig, ideal. Das war dann Guadalcanal. Schauplatz einer der grössten Schlachten zwischen Japan und den USA im Pazifik.

    • Lieber Jean Remminger
      genau eine ähnliche Frage hatte ich auch gestellt – leider sind dann die Kommentatoren möglicherweise zu bequem, hier eine zuverlässige Analyse zu stellen, oder sie haben die Kapazität oder den Mut nicht, hinzustehen und komplexe Zusammenhänge zu erläutern und Massnahmen zu empfehlen.
      Hier wird gut und gerne gedrückt, erklärt, ins Negative gezogen, Angst geschürt, besser gewusst und das alles mit irgendwelchen Texten, die man übrigens auch selber googeln kann. Der Verdacht liegt nahe, dass hier keine Profis kommentieren. Nirgendwo lese ich (z.B. zu diesem Thema SNB, WIE die SNB es hätte besser machen können – ich lese auch NIE etwas, wie wir aus der Geldschwemme rauskommen und NIE etwas, welche Auswirkungen es für Sie, mich und andere hätte. IP lebt von diesen Kommentaren – es ist gute Unterhaltung – mehr wohl nicht.
      PS: Internet ist cool – man kann z.B. „alte“ Weisheiten von diesen Pseudos googeln und merkt, ZACK, falsch gelegen! UiiiUiiiUiii, wenn diese Leute an den wichtigen Hebeln der Volkswirtschaft sitzen würden.

    • @ Jan Remminger

      Wie waers, wenn Sie Ihre Frage direkt an Herrn Jordan und an den Bundesrat stellen wuerden ?
      Oder melden Sie sich doch direkt am Fraumuensterplatz im Schalterraum der SNB.

    • @URI

      100% einverstanden.

      Die meisten Autoren und Kommentatoren auf der Seite sind stolz darauf eine normale Bilanz lesen zu können, – dann ist fertig.

  7. Es wird Boom machen und wir werden den Euro übernehmen müssen. Den Wechselkurs bestimmen andere. Ueli hatte einen kurzen Gedankenblitz, wurde dann aber gleich zurückgepfiffen. Die SNB spekuliert mit Fremdkapital, jeder KV-Schüler weiss, dass dies schmerzlich endet! Norwegens Staatsfonds ist Eigenkapital.

    • @Jan Reminger

      Das sieht nach einem längeren Beitrag aus.

      Fragen Sie Herrn Hässig, ob er mir seine Platform einmal mehr für einen Beitrag zur Vergügung stellt.

      Sämtliche Ihre Fragen habe ich hier schon in der einen oder anderen Form behandelt.

      Er liebt es verständlicherweise nicht sehr, wenn ich mich ständig wiederholen muss.

      Aber versuchen Sie es.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Meyer….

      ich bin natürlich auch für eine PUK in Sachen SNB.

      Aber an deren Ende muss auch die Strafe stehen….. nicht nur die Erkenntnis.

  8. Was ich nicht verstehe, in unser direkten Demokratie hat das Volk immer das letzte Wort, sei es beim Bau eines neuen Schulhauses oder bei grossen Geschäften wie dem Rahmenabkommen. Das absolute Gegenteil ist bei der SNB der Fall, wo ein paar „Experten“ eine unantastbare Carte Blanche haben mit dem Alibi der völligen Unabhängigkeit gegenüber dem Parliament. Solch eine geballte Ladung an Macht, die schlussendlich jeden Bürger betrifft, ist unverantwortlich.

    • Genau

      Deshalb braucht es nun endlich ein PUK um das Thama SNB einmal zu Boden zu diskutieten.

      Marc Meyer

    • Her Meyer

      Um die PUK einzusetzen muss zunächst ein rechtswidriger Tatbestand nachgewiesen werden. Wer übernimmt das? Etwa Sie?

      Ich denke, das wissen Sie auch, sodass ihr Vorschlag heisse Luft ist, bzw. eine rhetorische Worthülse.

    • @Platon 123

      Der Bundesrat gab der SNB den Auftrag, am Devisenmarkt zu interveniere („Franken Rütli“).

      Ein ganz klarer Verstoss gegen die Bundesverfassung und das Nationalbankgesetz.

      Marc Meyer

    • Ich masse mir nicht Gott-ähnliche Eigenschaften an, wie das die SNB tut.

      Der Markt bestimmt die Zinsen.

      Die Zentralbanken können nur wie ein kleines Hündchen ihrem Meister, dem Markt, vorauseilen und zwar dort, wo sie denken, dsss ihr Meister durchgehen wird.

      Gehen sie in eine falsche Richtung, so müssem sie wieder zurück und ihren Meister neu überholen.

      So geschehen bei der FED.

      Marc Meyer

  9. Sehr geehrter Herr Zeyer

    Es ist wohl eher so, dass bei der Gründung der SNB die Unabhängigkeit im Vordergrund stand. Mit einer breiten Aktionärsbasis, einer effektiven Beschränkung der entsprechenden Forderungen ggü der Nationalbank und einem klar definierten gesetzlichen Auftrag an die Nationalbank, war dies vermutlich die sinnvollste Umsetzung des politischen Willens.

    Die Frage steht also im Raum, welchen Risiken der Steuerzahler ausgesetzt sein könnte. Dazu muss aber erst das Risikoszenario verstanden werden.

    In der Bilanz 2018 der SNB sehen wir auf der Passivseite effektive Forderungen von ca. 200 Mrd, welche durch Aktiven gedeckt werden sollten (Verbindlichkeiten ggü Bund bis Sonstige Passiven – plus AK und Ausschüttungsreserven, damit politische Befindlichkeiten nicht gestört werden – Buchverluste lassen wir mal aussen vor).

    Auf der Aktivseite finden wir 810 Mrd in Gold, Devisenanlagen und Wertschriften in Franken, welche für deren Deckung verwendet werden können. Mit einem Zuschlag für Wertschwankungen von 10% bleiben also noch 590 Mrd als Devisenreserve.

    Die Positionen Notenumlauf und Girokonten inländischer Banken sind keine fälligen Schulden, sondern repräsentieren den Wert des emittierten gesetzlichen Zahlungsmittels, dessen Zweck und Verwendung u.a. über BV, NBG, WZG, UWG und PBV geregelt wird. Ausschliesslich die Nationalbank kann die Menge der ausgegebenen gesetzlichen Zahlungsmittel bestimmen, das ist klar gesetzlich geregelt. Wer gesetzliche Zahlungsmittel besitzt, kann diese nur gegen Dienstleistungen und Waren austauschen (oder verschenken).

    Gehen wir davon aus, dass vom gesetzlichen Zahlungsmittel von 560 Mrd mindestens 100 Mrd für den Austausch von Dienstleistungen und Waren bestehen bestehen bleiben müssen (inkl. Mindestreserven), stehen für die Bewirtschaftung (Preispolitik) der gesetzlichen Zahlungsmittel von 460 Mrd Devisenreserven von 590 Mrd zur Verfügung. Ein Deckungsgrad von 127%.

    Das wäre die Ausgangslage für eine vernünftige Diskussion über die Risiken der Nationalbank. Dabei muss in allen Risikoszenarien von einer Frankenschwäche und einer als nötig empfundenen Stützung des Frankens ausgegangen werden, d.h. die Auflösung der Devisenreserven (Ausfallrisiken, Marktverwerfungen, etc.).

    Viel Spass!
    Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Viel Spass – ja ein richtiger Spassvogel sind Sie.

      Sie verwechseln Eigenkapital und Fremdkapital unserer SNB genauso wie die SNB und SNB-Jordan das auch tun.

      Die Guthaben der Banken bei der SNB sind Forderungen der Banken gegenüber der SNB. Sie sind gesetzliche Zahlungsmittel der Banken. Sie sind Fremdkapital der SNB und nicht Reserven, welche Eigenkapital der SNB wären.

      Die SNB muss die Zahlungsaufträge der Banken jederzeit ausführen, da diese gesetzliche Zahlungsmittel sind.

      Sie verwechseln Eigen- und Fremdkapital der SNB genauso, wie das SNB-Jordan tut.

      Diese Verwechslung kann die Schweizer Steuerzahler hunderte Milliarden kosten.

      Eine SNB-PUK wird immer dringender. Das beweisen Ihre Zeilen.

      Der SNB-Spass wird Ihnen noch vergehen.

      Marc Meyer

      Die Schulden der SNB gegenüber den Banken sind Schulden und keine Reserven.

      Reserven Sind Eigenkapital –

    • Lieber Herr Roman Günter

      Sie schreiben viel und sagen doch nichts. Sie wollen über Risiken diskutieren ohne die wirklichen Risiken zu nennen. Sie gehen von einer Frankenschwäche aus und rechnen mit 10 Prozent Wertschwankungen. Sie schreiben über Risiken, die keine sind!

      Dass die SNB über 7 Mia Fremdwährungen auf Kredit hält, wird von Ihnen selbstverständlich nicht einmal erwähnt.

      Diese EUR sind unverkäuflich, da der Wertverlust bei einem Verkauf direkt zum Konkurs der SNB führen würde. (Von der Politik wollen wir gar nicht sprechen.) Die Nationalbank ist wegen den über 700 Mia unverkäuflichen EUR nicht mehr der Lage, selbst und eigenständig zu entscheiden. Die Währungspolitik der EU und die weitere Entwicklung des EUR (Schuldenwirtschaft, Geldentwertung, Zahlungsunfähigkeit von EU-Mitgliedstaaten,…) dürften der SNB irgend wann in der Zukunft das Genick brechen.

      Der Schweizer Steuerzahler wird zahlen müssen. Dass dem Steuerzahler ob der SNB der Spass schon lange vergangen ist, wird einem SNB-Troll wie Ihnen, Herr Roman Günter, egal sein.

    • @Roman Günter Roman Günter

      Danke

      Nicht 7 Milliarden Schulden – 700 (!) Milliarden Schulden.

      Die SNB hat für jeden Schweizer Steuerzahler 100’000 Franken Schulden gemacht und damit u.a. Hanfaktien gekauft.

      Würde ein Vater mit drei Kindern 500’000 Schulden machen und an den Devisenmärkten spekulieren und Hanfaktien kaufen, so würde früher oder später die Kinder und Erwachsenen Schutzbehörde eingreifen.

      SNB-Jordan hat das für die ganze Schweiz gemacht. Tendenz steigend.

      Unglaublich!

      Jordan soll endlich gehen!

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Roman Günter

      Prof. Dr. Jordan und der Bankrat SNB – verwechseln Aktiven und Passiven, denn das Geld der SNB ist eine Schuld derselben und keine Liquidität! Niemand kann sich immer mehr verschulden und behaupten, er sei liquid, auch die SNB nicht, denn Liquidität bedeutet die Fähigkeit, seinen bestehenden Zahlungsverpflichtungen termingerecht und betragsgenau nachzukommen – und das von der SNB emittierte Geld ist ja gerade die Zahlungsverpflichtung, die Schuld der SNB und nicht ihr Vermögen.

      Die Buchung der Bargeldentstehung lautet üblicherweise; Aktiven/Fremdkapital bzw. rudimentär Vermögenswert/Bargeld oder Vermögenswert/Giralgeld und danach Giralgeld/Bargeld oder einfach beispielsweise $/€. Es sind somit auch nicht verpfändete Sicherheiten, die ich als Aktiven anführe – die können ja gar keine Aktiven sein, da sie im Eigentum des Sicherheitsgebers verbleiben, sondern sind, wie das Wort ja sagt, nur Sicherheiten -, sondern Kredite (die SNB hat den Geschäftsbanken keinen einzigen Franken Kredit gewährt!) oder eben (meist vorübergehende) Ankäufe mit Rückzahlungsverpflichtung (Repos). Denkbar ist auch der Ankauf am Offenmarkt, wodurch natürlich wiederum das Geld als Schuld der SNB bei den Banken ankommt, da ja nebst dem Staat grundsätzlich nur diese ein Girokonto bei der SNB eröffnen können. Was ist passiert?

      Die SNB versucht Geld als Schuld der SNB einzugestehen aber Geld dennoch als Eigenkapital zu interpretieren, das nicht zurückgezahlt werden muss. Man versucht glaubhaft zu machen, dass es sich Bilanztechnisch um eine Schuld und rechtlich um Eigenkapital handele. Wieso hat die SNB die Argumentation von Herr Dr. Marc Meyer übernommen und trägt diese nun nach draussen? Es ist offenkundig: Sollte die Bilanz der SNB in naher Zukunft implodieren, was angesichts der Hebelverhältnisse kein unrealistisches Szenario ist, wird man behaupten, wir haben es ja immer gesagt. Darüber hinaus, verkennen Sie das Wesen des Bargeldes, welches auch wiederum nur eine Schuld der SNB ist – und gedeckt ist dieses Bargeld ebenso wiederum durch ein Aktivum – ein Wertpapier, eine Schuld eines Wirtschaftssubjekts. Und dieses Wertpapier wäre wiederum von einer Geschäftsbank der SNB verkauft worden und die SNB erschüfe dann dieses Bargeld wiederum „aus dem Nichts“, wenn ich Ihre Logik beiziehen will.

    • Lieber Mini-Me

      Natürlich kann man über die Modelle diskutieren, die einfache Darstellung von vermuteten Krediten über 700 Mrd ist auch nach unzähligen Wiederholungen nicht zielführend und verleitet auch Herrn Meyer immer wieder zu etwas abenteuerlichen Herleitungen.

      Mein eigentlicher Punkt war; man kann erst über mögliche Risiken sprechen, wenn die Grundlagen einigermassen verstanden sind. Aber da sind wir mit den Beiträgen von Zeyer, Meyer & Co. noch meilenweit davon entfernt.

      Beste Grüsse

    • @Meyer, Frage

      Ihre Aussage:
      „Die SNB muss die Zahlungsaufträge der Banken jederzeit ausführen, da diese gesetzliche Zahlungsmittel sind.“

      Ich gehe davon aus, dass Sie damit schreiben wollen, dass die SNB die Giro-Gelder (Guthaben der Banken in den Passiven der SNB, welche gesetzlich als Zahlungsmittel gelten) an die Banken zurück zahlen soll. Meine Frage: womit denn bitte? mit Kartoffeln? (Mehr als Geld / Zahlungsmittel kann die SNB nicht leisten – diese Gelder / Zahlungsmittel sind bei den Banken in den Aktiven)

      Ihre Aussagen verstehen ich immer so, als würden Sie die Liquidation des CHF auch gleich mitdenken.

    • @Roman Günter

      Bitte schreiben Sie einmal exakt auf, welche Gesetzesartikel ihrer Meinung nach belegen, dass die Guthaben der Banken bei der SNB nicht gesetzliche Zahlungsmittel für die Banken, sondern für die SNB sind.

      Ich habe Ihnen einmal Punkt für Punkt die Gesetzesartikel erklärt und Ihre Meinung und die der SNB widerlegt.

      Danke

      Marc Meyer

    • @Roman Günter

      Sie bestätigen hier Ihre Rolle sls SNB-Troll.

      Marc Meyer

    • @Frage an Meyer

      Sie sind offenbar wieder ein verdeckter Vertreter der SNB. Ihre Frage betrifft den letzten Strohalm, an den sich SNB-Jordan klammert mit seiner Irrlehre.

      Fragen Sie Herrn Hässig, ob ich nochmals einen Beitrag darüber verfassen kann.

      Ich habe das alles schon x-mal erklärt. Leider praktisch nur noch in Kommentaren zu anderen Beiträgen. Da geht es unter. Ich kann mich nicht ständig wiederholen.

      Also fragen Sie Herrn Hässig, dann erkläre ich es nochmals in einem Beitrag.

      Danke.

      Marc Meyer

    • Guten Tag, Herr Meyer

      Sie hatten die von mir präsentierten Gesetzesartikel noch einmal einzeln aufgeführt und Ihre eigenwillige Interpretation dazugegeben, von einer sinnvollen Rechtsauslegung waren Sie so weit entfernt, wie Sie es auch in Ihrer eigenen Interpretation von der Funktionsweise der Geschäfts- und Nationalbanken sind. Sie sollten sich nicht weiter damit belasten.

      Beste Grüsse

    • Guten Tag, @RG

      Die 10% wurden frei bestimmt und sind auf die 200 Mrd bezogen. Die 810 Mrd minus 220 Mrd (110% der zu deckenden Passiven) ergeben die 590 Mrd. Wenn Sie es nicht verstehen, hilft meistens eine kleine Zeichnung mit T-Konten.

    • Lieber Herr Meyer

      Nein. Ich habe keinen Bezug zur SNB.

      Ich bin aber überzeugt, dass die Disskussion hier im Blog Ihnen nicht gerecht wird.

      1)Sie „konsolidieren“ \ liquidieren den Franken gedanklich.
      2) Sie fühlen sich mit jedem Kommentar persölich angesprochen. Das ist sehr speziell.

    • @Mutti

      Nein. Habe ich nicht nötig.

      Es gibt auch noch andere Kommentatoren, die klar erkennen, dass die SNB sich nur noch mit Trollen behelfen kann.

      Arme SNB.

      Marc Meyer

  10. Wie Kommentatoren von diversen Artikeln zur Thematik wiederholt mit Gesetzesgrundlagen dokumentiert haben, so sind Giro-Bankpassiven der Nationalbank Zahlungsmitteln also Bargeld gleichgestellt.

    Ein Vergleich mit einer normalen Bank ist daher sinnlos.

    Der Schweizer Franken ist genauso ein Wert mit Schwankungen wie eine Aktie. Die CH Bevölkerung hat zugenommen, die Wirtschaft läuft, die Nachfrage nach CHF besteht nach wie vor.

    Schulden vom Bund/Staat sind klar von Passiven der Nationalbank zu unterscheiden.

    Die SNB hat dem CH Volk und der CH Wirtschaft zu dienen (Währungswert, Inflation, etc.). Ein Problem haben wir erst bei einem Währungskrieg (Nachfrage CHF sinkt) oder politischer Isolation vgl. u.a Venezuela, wenn der Staat versucht mit gedrucktem Geld Schulden zu zahlen etc..

    PS: Bitte unterscheidet bei der Diskussion jeweils, ob die SNB oder der CHF liquidiert würde und die Finanzen des Staates von denjenigen der SNB.

  11. Sehr geehrter Herr Zeyer

    Nirgends steht geschrieben, dass die Steuerzahler fuer eine spezialgesetzliche AG, die sich als Schweizerische Nationalbank bezeichnet, geradestehen muessten!!
    Ein Grossteil des Fundamentes (ca.1’500 Tonnen Gold!) wurde von dieser SNB spez. AG, unter Mithilfe einer duemmlichen „Classe Politik“ im Bundeshaus verkauft.
    Die Steuerzahler haben das nicht befuerwortet, denn sie wurden dazu nie befragt, sondern wurden wie ueblich uebergangen.
    Nach riesiger Bilanzausweitung mittels unserioeser Falschgeldherstellung in der Buchhaltung wird diese spezialgesetzliche AG – SNB – heute bereits als groesster Hedgefonds der Welt bezeichnet.
    In wettbewerbswidriger, krimineller Weise stellt diese SNB Falschgeld her, um weltweit Wertpapiere aufzukaufen, ein grosser „Bluff“, und nichts dahinter!
    Auch in der angeblich so reichen Schweiz, mit den Hypothekenweltmeistern, wo auf „Pump“ Immobilien, Autos etc. finanziert werden, herrscht Scheinwohlstand mittels Kreditvertraegen und endlosen Bankbilanzverlaengerungen.

    Woher wuerde also neue Kredite fuer eine Rettung der Schweizerischen Nationalbank kommen??
    Natuerlich wiederum vom Bankenkartell, welches Falschgeld durch Kredite herstellt!!!

    Kapiert es endlich liebe Menschen; das angebliche Geld des Bankenkartells entsteht nur durch Kreditvertraege und Bankbilanzverlaengerung!!!

    Herr Zeyer! Wenn Sie das endlich begreifen wuerdern, das Geld nur durch Kredit des Bankenkartells entsteht, wuerden sie wahrscheinlich solche Fragen gar nicht erst stellen.

    Herr Zeyer ! Wir oder der Staat sollen sich weiter verschulden, um fuer eine Notenbank mit unserem „sauer“ erarbeiteten Geld geradezustehen?
    Fuer eine Notenbank welche selber Kreditgeld erzeugt! ?????

    Niemals sollten die Steuerzahler nochmals fuer Banken oder Notenbanken geradestehen. Schon deshalb nicht, weil das gesamte Finanzsystem dieses Bankenkartells lediglich ein betruegerisches kriminelles Kreditschneeballsystem ist.

    Die sollen sich doch die Kredite, selbst erzeugen untereinander um sich gegenseitig zu helfen. Dann spaetestens werden sie selbst realisieren, dass das gar nicht funktioniert!! Das ihr Kreditfalschgeld nicht durch Leistung/Arbeit hinterlegt ist, und nur aus heisser Luft besteht.

    Viel eher muessen wir noch die Frage aufwerfen auf dieser Welt:
    Sind Staaten, welche sich ueber ein kriminelles Kreditschneeball-Finanzsystem finanzieren, ueberhaupt legal?

    Es sollte auch nicht vergessen werden, dass diese Notenbanken auf dieser Welt auch immer die Ruestung und spaeter die Kriege, sowie den „Wiederaufbau“ des Zerstoerten finanzieren, natuerlich immer mittels Falschgeld und Kreditvertraegen.

    Die belogene und versklavte Erdenbevoelkerung / Steuerzahler darf dann immer die Zinsen und Zinseszinsen an dieses verbrecherische Bankenkartell jahrzehntelang bezahlen (wie bei den ewigen „Bankenrettungen“).

    Wir muessen laut sagen nein danke! Leckt uns am A……..!

    Entschuldigung Herr Zeyer, aber solche Fragen betreffend Rettung eines Betrugskartells eruebrigen sich.

    Was wir brauchen ist freies, werthaltiges, nachhaltiges Geld, aber nicht Kreditbetrug!! Diese Bankster sind voellig ueberfluessig!

    Die Menschen sollten sich endlich aus der Zinsversklavung des parasitaeren Grossschmarotzertums loesen!!

  12. Darf ich von irgendeinem, der hier schreibt ( Verfasser oder Kommentatoren) eine Beschreibung und ein Szenario haben, wo denn das Risiko sei und dann die Auswirkungen auf den CHF, unseren Geldkreislauf, die Zinsen oä….
    ( aber bitte nicht beim 1×1 der Volkswirtschaftslehre anfangen) ….. so: jetzt bin ich gespannt!

    • Wenn die Schweiz nur moderne, hochprofitable und stark wachsende Dienstleistungsunternehmen und Industrien besäße, müßte die SNB nicht künstlich den schweizer Franken schwächen.

      Anstatt dessen könnte über den verzinsten und aufwertenden schweizer Franken international Kapital für Zukunftsinvestitionen in der Schweiz angeworben werden und die Schweizer erführen weitere Wohlstandsgewinne durch den hohen Außenwert ihrer starke Währung.

      Im Grunde sehen Sie das Vorgenannte auch auf den ersten Blick, wenn Sie sich Bestandsgebäude und Immobilieninserate in der Schweiz mit Neubau – Angeboten von Passivhäusern von deutschen Fertighaushersztellern vergleichen:

      https://www.weberhaus.de/

      https://www.huf-haus.com/de-de/

      https://www.davinci-haus.de/

      https://www.kampa.de/

      Für den Bruchteil der Preisidee eines veralteten und hochverschuldeten Hauses in der Schweiz gibt es anderswo zwei bis drei Neue.

      Diese Missverhältnis wird bei der Industrie wohl ähnlich sein und mittelfristig keinen Bestand haben.

      Im Grunde muß die SNB die EZB in dieser Hinsicht rechts überholen hinsichtlich der Geldpolitik des Niedergangs und der Verwässerung, die ihrerseits so die falsche und insgesamt schädliche Einheitswährung Euro am Leben erhält.

      Wenn sie das als Unsinn abtun dann bedenken Sie nur die riesigen volkswirtschaftlichen Verluste und den Streit, den der Euro dem wirtschaftlich stagnierenden Europa beschert hat derweil der Rest der Welt mit verzinslichen Währungen stark prosperiert.

    • @URI

      Sind Sie neu hier?

      Ich habe bereits 70 Beiträge zum Thema verfasst in den letzten 7 Jahren sowie ein Interview mit Herr Hässig.

      Schauen Sie sich zumindest dieses einmal an.

      Kurz zusammengefasst:

      Erstens:
      Bei negativem Eigenkapital der SNB kann diese die Zahlungsaufträge ihrer Banken nicht mehr ausführen und ist zahlungsunfähig.

      Zweitens:
      Die Banken müssen dann ihre Forderungen gegenüber der SNB wertberichtigen und können selber Konkurs gehen. SNB sei dank.

      Drittens:
      Die SNB kann negatives Eigenkapital nicht beseitigen, indem sie Geld druckt, wie SNB-Plagiat-Jordan behauptet („Plagiat-Jordan“ deshalb, weil dieser klammheimlich seine Irrlehre von der Geldschöpfung der Banken von der SNB-Homepage genommen hat und an Vorträgen schamlos meine Argumentation vortägt, ohne Zitatangabe).

      Viertens:
      Bei negativem Eigenkapital der SNB müssen die Steuerzahler die SNB rekapitalisieren, was SNB-Plagiat-Jordan bestreitet.

      Fünftens:
      Die SNB hat in 10 Jahren rund 100’000 Franke Schulden gemacht (trotz Schuldenbremse in der Verfassung; d.h. total über 700 Milliarden) und damit u.a. Hanfaktien in den USA gekauft.

      Die SNB und ihr Plagiat-Jordan haben bis heute nicht erklären können, wie der Kauf von Hanf-Aktien den Schweizer Tourismus ankurbeln kann.

      Können die Schweizer Steuerzahler die Schulden der SNB nicht begleichen, so droht die Einführung des Euro zu einem schlechten Frankenkurs, damit wir Schweizer uns so unserer SNB-Schulen in Franken entledigen können.

      Last but not least: Mit dem Franken-Rütli und dem Auftrag an die SNB, am Devisenmarkt zu intervenieren, hat der Bundesrat gegen die Verfassung verstossen.

      Eine PUK muss her (Parmalentarische Untersuchungs-Komission).

      Marc Meyer

    • Das Risiko der SNB – Politik liegt darin, daß die von den schweizer Banken finanzierten Güter, die vielmals zugleich die Kredite sichernde Pfänder sind, sich zukünftig entwerten infolge von Überbewertung und Alter.

      Der Zins wäre hier die Wasserscheide, um Altes und Unproduktives auszusondern.

      Dies auch deshalb, weil Unternehmen in den globalen Zukunftsindustrien selten in der Schweiz zu finden sind.

      Im Grunde hat man sich seit 2009 zentralbankseitig entschlossen, einen künstlichen Boom dadurch zu entfachen, indem alle stillen Reserven aufgebraucht werden.

      Denn Neueres und Besseres entsteht so nicht – ganz im Gegensatz übrigens zum Rest der Welt.

      Im Gegensatz beispielsweise zu den hochprofitablen chinesischen Banken mit 300 Basispunkten gesetzlich vorgeschriebener Zinsspanne – wie es eben möglich ist, wenn die Volkswirtschaft dahinter noch wirtschaftlich stark wächst.

      Vergleiche Gründungsjahr und Tätigkeitsbereiche der SMI – Unternehmen im Vergleich zu denen im Nasdaq 100 – Index sowie die Wertentwickling in der letzten Dekade:

      https://www.boerse.de/kurse/SMI-Aktien/CH0009980894

      https://www.boerse.de/kurse/Nasdaq-100-Aktien/US6311011026

    • Lieber URI

      Machen wir es einfach! Spekulieren Sie mit Fremdwährungen auf Kredit?

      Würden Sie für sich und jedes Familienmitglied und jeden der acht Millionen Einwohner der Schweiz für je CHF 100’000.00 Gegenwert Euro kaufen?

    • Es wird zu viel in Beton und Steine, dafür aber zu wenig in zukunftsträchtige nationale Industrien investiert, deren hohe Gewinne und entsprechend steigende Löhne und Gehälter das aktuelle Preisniveau von Immobilien dauerhaft nach unten abzusichern hilft:

      https://www.youtube.com/watch?v=aAE1417VFeM

      Selbst die SNB investiert eher in amerikanische Aktien anstatt in heimische Unternehmen.

    • @Es gibt keine dummern Fragen

      Genau.

      Das hat die SNB getan.

      Würde ein Familienvater mit drei Kindern 500’000 Franken Schulden machen und am Devisenmarkt spekulieren, so käme früher oder später die KESB vorbei.

      SNB-Jordan hat das für die ganze Schweiz gemacht.

      Marc Meyer

    • Vielen Dank für die lehrreichen Informationen (siehe weiter unten) zu meiner Frage –
      Jetzt wird’s schwieriger: wie hätten Sie (angenommen in Personalunion als Finanzminister, SNB Exponent, Wirtschaftsminister und Arbeitgebervertreter) reagiert?

  13. Die SNB sei unabhängig, wird ständig betont. Dabei ist sie zu einem blossen Anhängsel der EZB verkommen. Jordan hat keine Strategie, er braucht auch keine – ein gutes Einvernehmen mit Economiesuisse, den Gewerkschaften und den Systemmedien reicht. Die SNB ist eine heilige Kuh, genauso wie der öV, der menschengemachte Klimawandel, die SRG, das Asylunwesen, die EU-Philie – nichts davon darf hinterfragt werden. Sonst droht die Populismuskeule.

    • @ Caroline Tschudi….

      So ist es.

      Und darum will die SVP auch nicht noch einmal gegen die SNB vorgehen.
      Beim ersten mal musste sie selbst den SVP Mitgliedern erklären warum das angebracht war…. und lange nicht alle haben es verstanden.
      Zudem hat der Staat darauf für Schweizer Verhältnisse äusserst gereizt reagiert …..siehe Hausdurchsuchung bei Blocher usw.

      Also die SVP hat genug andere Sorgen….. sie wird einem neuen Kampf gegen Jordan ausweichen.

      Wer tut es dann…? Niemand.

      Immerhin gibt es immer wieder mal Anzeichen dafür das man das Thema Aufgreifen möchte…..
      Die Aussagen von Ueli Maurer waren ein Wink….. aber die SNB will den nicht verstehen.

      Also, wer die heilige Kuh angehen möchte, muss dazu einen guten Zeitpunkt wählen.
      Nun ist der Rahmenvertrag aber noch wichtiger…. da möchte man keine Wähler verärgern, sich die Wirtschaftsverbände nicht zum erklärtesten Feind machen und dem Volk auch nicht nochmals ein Thema vermitteln müssen, was so schwer erklärbar ist.

  14. Die SNB mit einer Geschäfts-/Universalbank zu Vergleichen macht keinen Sinn. Mit der Geldpolitik verfolgt sie volkswirtschaftliche Interessen. Das aufgezwungene Anlegen in den angedienten Fremdwährungen dienen der hoffnungsvollen Abfederung der nachgefragten und zur Verfügung gestellten CHF. Das Kursrisiko der Anlagen sollte schlussendlich von der Kursentwicklung des CHF kompensiert werden.
    Das Papier CHF steht in der Gunst von Anleger und Spekulanten, aber eher als Resultat früher Anstrengungen. Seit EWS wütete, ist der Stern des CHF am verbleichen, der Markt hat’s noch nicht begriffen. Was die Sub-Prime für die USA war, wartet noch auf uns. Dann einen Gruss an Raiffeisen, Kantonalbanken und sonst noch ein paar Geldverwalter. Aber wir können beruhigt sein Immobilienpreise kennen nur einen Weg und die Wirtschaft kann nur wachsen.
    Die SNB mit ihrer Geldpolitik sehe ich als überschaubar an, was bei vorgenannten Akteuren mich schon das Schaudern etwas ergreift.

    • Seit EWS wütete… ich habs mir doch gedacht, dass hier wieder Geschichtsklitterung aufkommt. Sie sind bisher der einzige.
      Wenn Sie den Vorwurf der Geschichtsklitterung nicht auf sich sitzen lassen wollen, melden Sie sich bitte, ich werde Ihnen die damalige Situation en détail darstellen.
      Im übrigen finde ich die Auseinandersetzungen mit der SNB hier sehr interessant, besonders, seit René Zeyer zu Marc Meyer gestossen ist….

    • @ Rückbauer

      Was Sie über EWS meinen zu wissen entspringt Ihrem SVP-Gehirn. Wunsch und Wirklichkeit klaffen bei Ihnen massiv auseinander.

    • Ist es wichtig, ob Betrueger faehig oder unfaehig sind?
      Es reicht doch, wenn klar ist, dass dieses Finanz-Kartell ein betruegerisches Kreditschneeball-Finanzsystem betreibt.
      Da gibt es nichts ruetteln.

  15. Sehr geehrter Herr René Zeyer,

    ein Liquiditätsproblem lässt sich vergleichsweise einfach lösen; ein Solvenzproblem allerdings ist ernst. Wer glaubt, die Bank könne einfach einen Kredit vergeben, der nicht durch genug Sicherheit gedeckt ist, sollte die folgenden Überlegungen machen. Banken platzen genau dann, wenn die Sicherheiten an Wert verlieren. Im Aufschwung steigen die Werte, im Abschwung weiss man nie, wieviel sie nachher noch Wert haben. Wenn der Wertverlust die Hälfte des EK der Bank übersteigt, winkt der Bankrott z.B. die Eigenmittelverordnung (ERV 952.03) für Banken in der Schweizerischen Gesetzgebung.

    Bargeld ist lediglich die Quittung der SNB, dass sie Wertschriften erhalten hat und sie der Geschäftsbank schuldet – also ist Bargeld nichts anderes als ein Schuldschein der SNB.

    Sie sehen also, worauf ich hinaus will?

    Solange der Wert ihrer Aktiven richtig eingeschätzt ist und die Bank diese auch veräussern oder beleihen kann, droht Ihrem Geld keine Gefahr! Wenn allerdings der Wert genau dieser Aktiven falsch eingeschätzt ist oder zusammenbricht, kommt die Bank in Schwierigkeiten, sie wird insolvent. Nach Schweizer Recht treten bei einem Bilanzverlust, der mehr als die Hälfte des Aktienkapitals und der gesetzlichen Reserven übersteigt, gesetzliche Folgen ein, was als Kapitalverlust oder Unterbilanz mit gesetzlichen Folgen bezeichnet wird. Übersteigt der Bilanzverlust das Eigenkapital, besteht Überschuldung – alsdann ist damit zu rechnen, dass die Gläubiger ihre Forderungen zumindest teilweise abschreiben müssen. Art. 725 OR. Bei Banken sind zusätzlich insb. Art. 25 ff. BankG zu beachten.

    Zentralbankgeld ist im heutigen System nun halt mal kein Gold, sondern eine Schuld derselben, ein Recht (kein Ding!) einer Geschäftsbank gegenüber der SNB, welche der Geschäftsbank gegenüber eine Pflicht hat, eine Pflicht zur Herausgabe der hinterlegten Sicherheit des vorübergehend an sie verkauften Wertpapiers!

    Wir müssen darüber hinaus auch klar unterscheiden zwischen Verwahrung durch und Kreditgabe an die Geschäftsbank. Im ersten Fall bleibt das Eigentum am Gold beim Verwahrungsgeber und kostet ihn Gebühren; im zweiten geht es an die Bank über und der Kreditgeber erhält wahrscheinlich Zins, was in der heutigen verfahrenen Situation dank der SNB-Geldpolitik gar nicht mehr so ist…im Gegenteil!

    • @Platon

      Genau so ist es.

      Konklusion:

      Die SNB ist das bei weitem grösste Too-big-to-fail-Problem der Schweiz.

      SNB-Jordans Behauptung, die SNB könne bei Übwrschuldung einfach Banknoten drucken und so die Überschuldung begleichen ist ein Märchen.

      Marc Meyer

  16. Herr Zeyer…..

    damit haben sie endlich mal ins richtige Wespennest gestochen.

    Ich stimme da weitgehend zu und wer die Artikel im Zusammenhang mit Dr. Meier gelesen hat, der weiss um die Krankheit unserer SNB.

    Zitat Zeyer:
    Drehen wir mal dem Chor das Mikrophon ab und fragen uns: Sollte man sich Gedanken über die SNB machen? Ist es nebensächlich und kein Problem, dass sie Aktiva in ausländischen Papieren hält, die das BIP der Schweiz deutlich übersteigen? Ist ihr Eigenkapital von 150 Milliarden Franken – auch nicht gerade Peanuts – als Notgroschen, der einfach herumliegt, wirklich gut verstaut?
    ————————

    Von dem „Notgroschen“ wie sie das Eigenkapital bezeichnen, von dem steht allerdings nichts mehr zur freien Verfügung, denn die 150 Milliarden sind entweder ausgegeben und / oder sie reichen niemals um auch nur grob das Risiko der faulen Staatsanleihen abzudecken, welche die SNB im Zuge ihrer Euro-Stützungsaktionen angekauft hat.

    Unsere NB ist faktisch Bankrott…… so man den ehrlich wäre.

    Aber Ehrlichkeit findet man keine mehr, nicht in unserem Bundesrat der uns in die EU Lügen will, nicht im Parlament wo nur noch Eigeninteressen dominieren, ja und schon gar nicht im Bematenapparat zu dem ich auch die SNB zähle.
    Der Abverkauf der Euro, Dollar und anderen Staatsanleihen wird niemals mehr den Einkaufswert einbringen können, ja wollte die SNB diese Papiere im Markt platzieren, dürften diese stark fallen.
    Die 150 Milliarden sind dann weg und die Banken die Sichtguthaben bei der SNB haben, die werden mit in den Strudel gerissen, denn sie SNB dürfte diese Ausstände nicht mehr begleichen können.

    Noten drucken…… das führt zum selben Ende wie der Bankrott…. nur langsamer.

    Tja, der linkstickende Jordan hat das Werk seines korrupten Vorgängers beendet….. die SNB ist nur noch eine Schönwetterbank.

    Bei Sonnenschein geht’s noch weiter, bei Sturm …….

  17. Sorry,

    aber so einen flachen Kommentar ohne Schmiss und Biss habe ich auf IP noch nicht gelesen.
    Damit spiele ich nicht auf den Inhalt, sondern auf den News-Gehalt.
    Sie bringen Sachen, die jeder, der hier auf IP liest, bereits kennt.
    Oder sind für Sie NO NEWS=GOOD NEWS?

    • Und, kommen Sie mit den Widersprüchen einfach so zurecht? Wenn Sie nur Schlagzeilen wollen, wenden Sie sich bitte an andere Publikationen.

    • Rückbauer

      Ruchtig, z.B. die Weltwoche.

      Im übrigen geht es nicht um Schlagzeilen, sondern um Inhalte, die mittlerweile allen Lesern hier bekannt sind. Offenbar sind Sie damit überfordert.

    • @ Rückbauer

      Die Standpunkte von Isabel Villalon und Marc Meyer haben „Schmiss und Biss“.

      Rückbauers Kommentare sind dagegen langweilig und moralisierend ohne Inhalte.
      Etwas für Füdlibürger eben.

  18. Kurzes Resumé langer Diskussionen. Die Finanzwelt ist seit 2008 konkurs! Seither werden die Probleme umgeschuldet die Schulden haben sich verdoppelt. Die Notenbanken können beliebig endlos Geld produzieren. Die Zeche für die geretteten Spekulaten, Abzocker und Co, bezahlt selbstverständlich der gutgläubige Sparer, Rentner oder die Allgemeinheit über Steuern. Merke: Jede Schuld muss beglichen werden entweder vom Schuldner (hier unwahrscheinlich) oder vom Gläubiger !

  19. Naja, die Frage nach einem Aktiensplit ist ja nun wirklich die geringste Sorge der SNB. Viel interessanter und relevanter ist natuerlich die Frage, was mit den Einnahmen aus den Dividenden und Negativzinsen geschehen soll. Es kann ja wohl kaum angehen, dass die SNB dauerhaft eine Art Sondersteuer erhebt und dann die Einnahmen eifersüchtig hütet wie Gollum seinen Schatz. Die Diskussion, der die SNB nicht ausweichen kann, ist die Diskussion eines Staatsfonds auf Basis ihrer überschiessenden Einkünfte.

    • Genau.

      In den 90er – Jahren lieferte die SNB total 5 Mio Franken jährlich an Bund und Kantone ab.

      1996 trat ich vor die GV der Aktionäre in Bern und forderte, dass die SNB ihre ausstehende Geldmenge marktgerecht verzinsen soll. D.h. ich forderte, dass die SNB über 1 Milliarde abliefern muss.

      Auf politischen Druck hin musste die SNB das dann auch tun.

      Jetzt schöpft sie ihre Ausschüttungen an Bund und Kantone über die Negativzinsen zulasten der Sparer wieder ab.

      Mit anderen Worten: Die SNB hat eine Steuer eingeführt zulasten der Sparer, um den Erlös daraus Bund und Kantonen abzuliefern.

      Nochmals anders formuliert: Es wurde eine Umverteilung von den Sparern über die SNB zu Bund und Kantonen eingeführt.

      Das ist aber beileibe nicht das grösste Problem, das wir mit der SNB haben:

      Viel gravierender ist, dass die SNB die Staatsschulden in den vergangen 10 Jahren trotz Schuldenbremse in der Bundesverfassung widerrechtlich um 700 Milliarden aufgestockt hat.

      Zudem haben wir einen Notenbankpräsidenten, der behauptet, er könne diese Schulden abbauen durch Geld drucken.

      SNB-Plagiat-Jordan verwechselt damit links und rechts der SNB-Bilanz miteinander. Da liegt ein schwerwiegendes Problem.

      Warum?

      Weil die SNB im Fall von negativem Eigenkapital handlungsunfähig ist. Sie kann dann die an sie gerichteten Zahlungsaufträge der Banken nicht mehr ausführen.

      Konklusion: Die SNB ist bei negativem Eigenkapital handlungsunfähig.

      Marc Meyer

    • @ Marc Meyer Dr.

      Sorgen Sie fuer diese SNB -PUK !
      Sorgen Sie aber auch gleich fuer eine PUK welche die parlamentarische Immunitaet der feigen Bundeshausinsassen endlich beseitigt.
      Es darf nicht sein das diese feigen Damen und Herren regelmaessig keine Verantwortung uebernehmen fuer ihre Fehlentscheidungen.

      Desweiteren ist die EZB und deren EURO keineswegs in einem besseren Zustand wie das desolate Finanz.- und Bankenkartell der Schweiz.

      All diese Falschgeldsysteme und diese Falschgelderzeuger muessen beseitigt werden, und durch ein nachhaltiges, werhaltiges Geldsystem ersetzt werden.
      Eines ist sicher: Pleite sind sie alle diese Notenbanken und Banken, weil deren Falschgeld nur durch Schulden entsteht.

      Herr Dr. Marc Meyer, wie wollen Sie denn diese Schuldenberge beseitigen, wenn diese Notenbanken und Banken Geld nur durch Kredite erzeugen???
      Wo ist Ihre Antwort dazu??

    • @ marc Meyer Dr.

      Sehr geerter Herr Meyer

      Wie waers mit einer Spendensammlung fuer diese so grossartige spezialgesetzliche AG?

    • Sehr geehrter Herr Meyer

      Ich sehe, dass Sie das Thema zunehmend ungehalten macht.

      Sollten Sie Recht haben, ist das verständlich.

      Eine inflationäre Ausweitung von Kommentaren hilft aber nichts.

      Sie bringen sich damit nur selber zunehmend in eine Notlage.

      Stellen Sie sich als Ständeratskandidat auf. Sie können das privat machen oder via DU – Die Unabhängigen (du-bern.ch) mit einer Sektion in Zürich.

      Ich würde Sie auf dem Wahlzettel in Zürich eintragen.

      Freundliche Grüsse, Klaus Marte
      klaus.marte@short.ch

  20. Die SNB kann nicht failen, nicht mal die Zentralbank von Swasiland kann failen. Systemtechnisch hätte die SNB jedoch besser einen Nationalen Staatsfonds à la Singapur gemacht und dort die Milliarden reingepumpt. Das wären dann sozusagen die Zukunftsinvestitionen der CH geworden und durch das Schaffen der CHF hätte der Kurs geschwächt werden können. Zudem könnte ein Staatsfonds mit anderen Investitionsrichtlinien ausgestattet werden als die SNB.

    • @ Helvetia….

      Immer wieder das mit dem Staatsfonds.

      Die SNB hat nicht 700 Milliarden guthaben, sondern Schulden.
      Die Devisen wurden mit dem Geld der anderen ( Suchtguthaben ) gekauft, denn sie SNB hat nur ca. 150 Milliarden Eigenkapital und die benötigt sie faktisch schon für das Alltagsgeschäft.

      Also nochmals…. es ist nichts da womit man einen Staatsfonds äufnen könnte.

      Traurig auch das selbst Politiker den Unsinn ständig aufs neue andenken. Daran erkennt man wie wenig unsere Volksvertreter überhaupt von Geld verstehen.

  21. Die SNB ist nicht nur Too Big To Fail, sie ist vor allem Too Big To Understand. Was keiner versteht, da kann auch keiner richtig mitreden. Zudem gibt es in der Mainstream Presse auch (bewusst?) wenig Artikel, welche den Leuten und den Politikern das Gefühl vermitteln würden, mitreden zu können.

    Und so kommt es, dass wir in der Schweiz zwar tausende Tennisexperten haben, aber nur eine handvoll Experten für Nationalbanken. Der „Zufall“ will es, dass die meisten dieser Experten die gleichen Kurse in Gerzensee (ein schöner Ort irgendwo zwischen Bern und Thun) besucht haben und alle miteinander befreundet sind.

    So ist das ganze Land nun abhängig von den Freunden aus Gerzensee und wir müssen hoffen, vielleicht sogar beten, dass sie vor lauter „Freundschaft“ die SNB nicht in einen Eisberg steuern. Denn ein Eisberg ist irgendwo auf der Route der SNB sicher vorhanden.

    • @Rechner

      Geistige Inzucht

      Sie treffen den Nagel auf den Kopf.

      Prof. Dr. Ernst Baltensperger ist der Spiritus Rector der SNB und Doktorvater von Prof. Dr. Thomas Jordan.

      Er ist es, der in der NZZ wenige Wochen vor Einführung des Mindestkurses schrieb, die SNB habe keine Limiten, den Mindestkurs zu verteidigen, da sie ja selber Geld drucken und damit unbeschränkt Euros kaufen könne. Und die dumme NZZ übernahm kopf- und kritiklos diese Irrlehre.

      Baltensperger war Jahrzehnte Leiter des Studienzentrums Gerzensee. Dort herrscht geistige Inzucht pur.

      Eine andre Meinung als die seine war nicht erlaubt.

      Als ich ihn als Student darüber informieren wollte, dass die Geldtheorie einen fundamentalen Irrtum beinhalte, wies er mich schnöde ab.

      Heute trägt sein „Musterschüler“, Prof. Dr. Thomas Jordan – SNB-Plagiat-Jordan – an Vorträgen genau meine Argumentation vor.

      Die SNB und Gerzensee sind der Inbegriff von geistiger Inzucht.

      Marc Meyer

    • Aha, also wir haben keinen Bilderberger, sondern einen Gerzenseeklub…….(((-:

      Aber ganz im Ernst, ich stimme ihnen da schon zu.
      In einem kleinen Land kennen sich alle die mit dem einen Thema beschäftigt sind.
      Und Hildebrandt kam dann trotz seiner Korruptionsaffäre schnell bei Black-Rock unter.

      über irgendwelche Potentaten wird viel und gerne hergezogen, das mit Hildebrandt geht in Ordnung.

      Ja klar, der wurde ja auch von der pööösen SVP „abgesetzt“, was im Umkehrschluss bedeutet ….das die Linken Hildebrandt hochhalten und ihm sogar seinen neuen Finanzerjob von Herzen gönnen.

    • Die Finanzmarkttheorien sind schon lange gescheitert. Siehe BoJ, die nachweislich seit 25 Jahren, erfolglos und damit gescheitert ist. Immerhin erreichten Sie damit die weltweit grösste Staatverschuldung. Am besten führt man die Goldstandards wieder ein, denn nur so können die Notenbanken gebremst werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass uns diese „failure Policy“ in den grössten Abgrund reissen wird, den wir je gesehen haben.

  22. Yep, wir und die Systemmedien labern über zweitrangiges, während weisse Elefanten durch das Zimmer latschen, in vielerlei Hinsicht.