Whatever It Takes: SNB im Schwitzkasten der Märkte

EZB diese Woche, FED nächste Woche: Möglicherweise „lockern“ beide – SNB dann am 19. September schwer unter Druck.

Am Freitag kam der Chairman der amerikanischen Federal Reserve Bank (FED), Jerome Powell, an die Uni Zürich. Der Andrang war gross und die Berichterstattung recht positiv.

Cash schrieb „Notenbank-Präsidenten in Zürich – Powell und Jordan sehen keine Rezession für die Weltwirtschaft“. Auch die NZZ titelte, dass Powell keine Rezession erwarte, und die Handelszeitung sieht die SNB und Fed gar optimistisch.

Gibt es Grund zum Optimismus?

In den kommenden 10 Tagen werden zwei Zentralbankentscheide erwartet, die einem auch die Sorgenfalten auf die Stirn treiben könnten. Die EZB und die FED wollen die Zinsen senken – respektive noch mehr lockere Geldpolitik ankündigen.

Am 12. September, also diesen Donnerstag, gehen die Märkte davon aus, dass die EZB ihre Zinsen senken wird. Vom Negativen noch weiter ins Negative. Es sollen sogar neuerliche Asset-Ankaufprogramme ankündigt werden.

Warum braucht es jetzt solche Notfallmassnahmen?

Mario Draghi, Ex-Goldman-Banker, der in seiner 8-jährigen Amtszeit nicht ein einziges Mal die Zinsen erhöht hat und 2012 versprach, alles zu tun, um den Euro zu retten, zelebriert ein letztes „Whatever it takes“.

Packt er kurz vor der Stabsübergabe an Christine Lagarde nun sogar die Money-Gun aus?

Er senkte die Zinsen bereits ins Negative, fing an, wie ein Wilder Staatsschuldenpapiere und Corporate Bonds aufzukaufen. Mehr Stimulus geht fast nicht.

Asset-Käufe der EZB kurz abgeflacht, jetzt gehts Vollgas weiter (EZB)
PSPP (blau) – Staatsanleihen (CBPP3, orange) – Besicherte Anleihen (CSPP, gelb) – Unternehmensanleihen

Doch, geht.

Nach einer kurzen Phase der „Stabilisierung“ über die letzten Monate, in der „nur“ die Erlöse aus den auslaufenden Schuldpapieren reinvestiert wurden, erwarten Investoren eine grosse Menge von erneuter „Quantitativer Lockerung“, schreibt die FT am Samstag.

Die EZB wird noch mehr Geld aus dem Nichts schaffen und damit Assets aufkaufen.

Dies hat über die letzten Monate bereits zu einem extremen sogenannten „Frontrunning“ geführt: Investoren kauften Staatsanleihen von Deutschland, Österreich, Holland, Italien, Frankreich und vielen anderen Eurozonen-Ländern.

Der Wert der Assets geht hoch, die Zinsen gehen runter. Es scheint, als ob nun die Endphase des 30-jährigen Bond-Bullenmarktes in Gang gesetzt wurde.

Auch alle anderen Wertpapiere, die auf der „Eligible assets Liste“ der EZB stehen, können bereits heute in Erwartung von noch mehr Lockerung gekauft werden. Die Liste ist lang: 24’579 verschiedene Assets darf die EZB derzeit kaufen. Alle sind mit ISIN aufgelistet.

Es wird ja immer einen finalen Käufer geben: die EZB. The Buyer of Last Resort. So hat es zumindest Mario Draghi versprochen.

Am 18. September, das ist der Mittwoch in einer Woche, wird auch die Federal Reserve ihre Zinsen zum zweiten Mal hintereinander um 25 Basispunkte senken und damit einen neuen Lockerungszyklus einleiten.

Die letzte Senkung war dann keine einmalige Aktion, kein „Emergency Cut“. Nein, jetzt kommt womöglich an jedem Meeting eine weitere Zinsreduktion.

Wieso kann man von so etwas ausgehen? Es sind die Markterwartungen. Das CME FedWatch-Tool gibt eine Wahrscheinlichkeit von 91.2% an, dass das Zins-Band nach dem nächsten Meeting um 25 Basispunkte niedriger liegt als das derzeitige. Und die Fed überrascht die Märkte nicht gerne.

Bis zum Dezember 2019 gibt es sogar eine 81.5%-ige Wahrscheinlichkeit, dass es entweder zwei oder drei Zinssenkungsschritte zu je 25 Basispunkte geben wird. Lockerung à gogo. Wird es nochmals etwas bewirken?

Neuer Lockerungszyklus in die Märkte eingepreist (CME)

10 Jahre unkonventionelle Geldpolitik, historisch extrem niedrige Zinsen auf der ganzen Welt, die Aktien und Anleihenmärkte auf Höchstständen, aber es braucht weitere Zinssenkungen?

Die Wirtschaft läuft rund, keine Rezession in Sicht, aber wir brauchen Quantitative Lockerung? Bloss, weil gewisse Risiken gesehen werden?

Die Story macht keinen Sinn. Was Thomas Jordan und Jerome Powell an der Uni Zürich erzählten und was die Zentralbanken in den nächsten 10 Tagen tun werden, passt nicht zusammen.

Jordan und Powell in Zürich „optimistisch“, aber gleichzeitig extrem locker (CNBC/Youtube)

Die Wahrheit ist: Die Weltwirtschaft hält sich nur deswegen über Wasser, weil sie am Tropf des billigen Zentralbankgeldes hängt und die Anleihenmärkte gestützt wurden. Der Patient ist in der Intensivstation.

Seit 10 Jahren.

Wird die Schmerzmittelzufuhr gestoppt, oder werden gar die Maschinen abgestellt, dann stirbt er.

Deswegen machen die EZB und die Fed weiter, mit oder ohne Rezession. Und die Schweizer Wirtschaft und die SNB sind ziemlich machtlos im weltweiten Währungs- und Zins-Karussell. Senken die EZB und die Fed ihre Zinsen, muss dies die SNB auch tun.

An der Uni Zürich sagte Thomas Jordan letzten Freitag: „We are a little bit the price taker regarding the global economy. We have little influence on the global economy, but of course the global economy is impacting us a lot, mainly Europe but also the US and China“.

Die SNB: Sie ist in der Zwickmühle.

Ein Tag nach der Fed am 19. September muss auch sie aktiv werden – entweder durch Ankündigung einer Zinssenkung oder durch eine Zinssenkung.

Was dies noch bewirkt und welche Nebenwirkungen diese höchst unkonventionelle Geldpolitik haben wird, wissen wir nicht.

Unter diesen Umständen fällt es eher schwer, optimistisch zu sein.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Da hier immer wieder die Schweizer Nationalbank zum Thema gemacht wird, habe ich versucht,eine kleine Zusammenfassung zu schreiben und dabei auch den Input von Dr. Marc Meyer und Réne Zeyer zu verarbeiten.

    Die Idee ist, dass man dieselben Argumente nicht immer wiederholen muss und die Neuleser auf dem aktuellsten Stand sind.

    Ich hatte vorgeschlagen, dies auf IP zu machen, aber temporär geht das vielleicht auch auf einer anderen Webseite.

    Alles ist sehr simple und ich erhebe nicht den Anspruch, dass alles perfekt it.

    https://helvida.ch/?page_id=688

  2. Geld ist letztlich nur ein Mittel zur Machtausübung, und im Notfall zählen ausschliesslich reale Güter.

    Denkt man sich eine Welt ohne Geld, was gibt es dann in der Schweiz: Wohnungen im Überfluss (50 qm pro Perso) Landwirtschaft, Wälder, Wasser- und Atomkraft, wenig andere Rohstoffe, dafür fleissige Menschen und Knowhow.

    Vielleicht reicht das, aber es wird Verteilungskämpfe geben.

    Grund ist die hohe Anzahl eigentlich nicht lebenswichtiger Stellen, sei es im Compliance der Banken, im Derivatehandel, bei Behörden, in Anwaltskanzleien, bei Gerichte, Medien usw. usf.

    Es sagte mal einer hier im Forum, man solle sich mit seinen Nachbarn gut stellen, einen Gemüsegarten anlagen, sich um die Familie kümmern, und ansonsten das Leben geniessen…

  3. Eigentlich alles ganz einfach:

    Real Bills mit Golddeckung plus 100% Erbschafts- und Schenkungssteuer auf Vermögen > CHF 1 Mio.

    Ethisch zwingendes und korrektes Ende des Neo-Feudalismus und alles ganz ohne Blutvegiessen.

    • Tja, wäre alles einfach. Doch in einer Oligarchie wie hier im Westen bekommen sie leider keine Mehrheit für politische Vorhaben die 80% der Bürger entlasten. Das Kapital kann sich auf Ringier, srf und Tamedia verlassen.
      Lieber wird gegen die Schwächsten gehetzt.

    • Mark Kuster….

      Es ist immer wieder erstaunlich wie gewisse Menschen diese blutgetränkten wahnsinnigen Ideen noch einmal vorbringen.

      Nachdem solcher Mist über 140 Millionen Opfer gekostet hat, bringen sie den Wahnsinn och einmal vor.

      Neo-Feudalismus…… was für ein kranker Sozi muss man sein um sowas zu schreiben.

      Probleme haben wir, aber wir kranken am Sozitum, nicht woanders.

  4. Danke IP und LH für den Artikel. Das 1. Mal, dass ich mit allen (sic!) Kommentatoren (sogar Buezer und W. Roth für einmal…) einverstanden bin. Wenn also solch eine Einigkeit herrscht und kontrakonsensual agiert wird von Politik, Verbänden und Zentralbanken, dann darf einem schon mulmig werden. Was tun? Prepper werden? Filterblase durchbrechen?
    So unterschiedlich wir Eidgenossen, Papierschweizer und Expats und abgeworbenen Standortnutzer auch sein mögen: Bei der Finanzpolitik herrscht Klarheit über den Jordan und Rubikon hinaus.

  5. Nachdem es mit dem UBS-Hörsaal damals nicht klappte, kommen jetzt die Notenbanker selbst in die Uni, um höchstpersönlich “Schönheits-Propaganda“ für ihr Versagersytem zu verbreiten.
    Man muss sich die Frage stellen, wie ist es möglich, dass Vertreter eines betrügerischen Kreditschneeball-Finanzsystems, Vorträge in einem Universitäts-Hörsaal abhalten können, um jungen Menschen Gehirnwäsche
    über ein Betrugssystem einzuimpfen.
    Unglaublich was diese von den Steuerzahlern finanzierten unglaubwürdigen Professoren organisieren und unterstützen.
    Man weiss doch jetzt schon das die Menschen nur betrogen werden, von diesen Bankern.

  6. Ein erfreulich fachkundiger, objektiver Kommentar. Leider wird der Autor nicht angegeben. Die SNB wird sich wohl nicht aus dem Abwertungswettbewerb heraushalten können und in den nächsten Tagen für den Frankenkurs gegenüber dem EUR und dem USD je eine für die Schweizerischen Geschäftsbanken verbindliche Obergrenze von SFR 1 verkünden. Die SNB wird also den Franken nicht mehr durch Ankauf ausländischer Devisen schwächen, sondern per Anordnung. Die SNB wird vermutlich vorerst auch keine Leitzinssenkungen, durch welche die Schweizerischen Sparer massiv benachteiligt werden, mehr vornehmen und kein neues Geld mehr schöpfen, wie sie es in den vergangenen Jahren zum Ankauf ausländischer Sachwerte wie Aktien getan hatte. So dürfte die Schweiz relativ ungeschoren über den internationalen Währungskrieg hinwegkommen.

  7. Danke lh, bitte dranbleiben und vielleicht aufzeigen, was für Möglichkeiten für Fleissige bestehen, der kalten und kommenden warmen Enteignung ein bisschen die Stirn zu bieten.

  8. Ab sofort verlange ich für meine auf mich ausgestellten Schuldscheinen auch Negativzinsen von meinen Gläubigern. Ich schaue was unsere SNB macht und werde dann entsprechend meine Negativzinsen auch erhöhen und in einem Rundmail meine Gläubigern informieren. Vielleicht gründe ich mit diesem Business Modell ein Startup und gehe nächstes Jahr an die Börse …

  9. Ich behaupte, daß der Markt die Zinssenkungen bereits in die Anleihekurse implementiert hat.
    Von Höchstkursen um 130% ist die Genf 2056 mit 0,5% Coupon auf heute 116,85% zurückgekommen.
    Am Donnerstag wird es ein wenig Volatilität geben und anschließend verkündet werden, daß der Markt die Beschlüsse der EZB bereits eingepreist hat.
    Kosmetischen Zinssenkungen von 0,1% wird Jordan wohl nicht folgen müssen.
    Kommt Draghi jedoch mit dem vollen Programm (0,2% Senkung + Restart des Anleihekaufprogramms) und reagiert der Franken entsprechend, wird es schwierig.
    Den Frankenzins weiter in den Negativbereich zu verschieben ist leicht, aber die Auswirkungen auf das Finanzsystem Schweiz sind kaum abzusehen.
    Lässt der Schweizer Zinsabzüge auf seinem Guthabenkonto zu ?
    Tauschen die Pensionskassen Millardenbeträge in 1.000-Frankenscheine ?
    Holen die Schweizer ihr bedrohtes Guthaben ab und stopfen sie sich das Papier ins Kopfkissen ?
    Wird der Immobilienmarkt nochmals angeheizt, bauen die Investoren dann ohne Verkaufsabsicht unter Zulassung eines Leerstands, weil es sich trotzdem rechnet ?
    Was passiert, wenn der Zinsmarge der Banken noch weiter sinkt, mit dem Geschäftsmodell „Bank“ ?

  10. Jedem soliden Ökonomen ist sonnenklar das Ding geht am Ende nie und nimmer auf.Da hat sich längst ein fatal wirkender Irrglaube etabliert, der Glaube ans Ökonomie-Perpetuum-Mobile.
    Logo wer freut sich nicht über jeden schönen Tag.
    Trotzdem,denn doch erstaunlich wie lange man mit diesem Murks das Ding so lala am laufen halten kann.
    1929 Ging das senkrecht in den Keller,der Geldhan wurde damals abruppt abgedreht.
    Logo auch mit Geldpumpe,ist das Finale unausweichlich.
    Eines muss man den Verantwortlichen denn doch lassen,
    in Sache Hinausschieben des Finale, gute Leistung.
    Warum hat das bis dato so (hmmmm ,,gut,,???) funktioniert?
    Das liegt zu einem Gutteil an der sog. Globalisierung.
    Die hat das Ding zusätzlich aufgeblasen, und verzögert im Gegenzug den Finalen Kollaps.Da haben einfach Alle aber auch ALLE den Überblick verloren, es läuft solange es läuft, danach wars das, aus die Maus.
    Dazu wirkt der Irr-Glaube das es in alle Ewigkeit weiter funktionieren könnte.
    Nur eben das Finale wird dann auch entsprechend Global
    und Flächendeckend wirken.Ganz besonders bedenklich
    innzwischen sind die Reserven und Puffer bis auf
    Restbestände weitestgehend ausgeschöpft.
    Nanu, hätte alles nicht zwingend müssen sein.

  11. Der $ wird in den nächsten Monaten gegenüber unserem Schweizerfranken weniger Wert sein, ebenso ein wenig gemäßigter der Euro. Wenn die SNB nicht vorher mindestens 30 Milliarden SFr dem Bund zur Verfügung stellt, wird sie sicher 50 Milliarden SFr Gewinn-Reserve verlieren und diejenigen, die nicht Gold gehortet haben, sondern Schweizerfranken, werden ein Freudenfest veranstalten und ihre risikofreien Gewinne einheimsen auf Kosten der Schweizer Volkswirtschaft!

  12. Was die FED macht, ist für die SNB wohl zweitrangig. Sie fährt im Kielwasser der EZB. Wenn die EZB die Einlagezinsen für die Geschäftsbanken noch weiter ins Negative senkt und die Anleihekäufe erhöht, muss auch die SNB weiter die Zinsen senken, Euro kaufen und für die gekauften Euros US-Wertpapiere kaufen. Wenn man sich die Zinsen der 10-jährigen deutschen Staatsanleihen anschaut, dann wird die EZB die Zinsen auf -0,6 bis -0,8% absenken. Das wird für die Geschäftsbanken, die diese Negativzinsen kaum an ihre Kunden durchreichen können, immer kritischer.

  13. Nun ja, die Finanzmärkte und Staaten sind mittlerweile derart Fragil das man schon gar nichts mehr von Rezession sagen darf, sonst steht sie augenblicklich vor der Türe.

    Also wird sich ein Powell sehr sehr gut überlegen was er sagt.

    Zweckoptimismus dürfte da die Triebfeder sein.

  14. Guter, sachlicher Artikel welche die Probleme nennt und auch die Stellung der SNB darin; der Artikel hebt sich wohltuend ab von dem populistischem Artikel letzter Woche von Herrn Zeyer. Nachdem die Probleme klar sind – was rät der Autor dem Leser/der Leserin?

  15. Die Zentralbank druckt Gratis Geld, die maroden Staaten im Euroraum geben Anleihen aus und die EZB kauft auf. Die Wirtschaft läuft deshalb noch, da die Schuldner Staaten wie Unternehmen keine Zinsen berappen müssen und der Warenaustausch sich de facto selber finanziert sprich die die EZB die Rechnungen gleich mit bezahlt. Überall läuft es so auf der Welt aber wie lange noch?

    Der Bürger wird schleichend enteignet u/o wird über kurz oder lang durch immer höher werdende Steuerlast erdrückt
    werden.

  16. Artikelzitat:
    Die EZB wird noch mehr Geld aus dem Nichts schaffen und damit Assets aufkaufen.

    Ja wenn der Draghi das kann, dann werd ich das wohl auch können, sagt Jordan. Was kümmern mich
    böse Zungen die Behaupten, das wäre Betrug.

    Ich habe die Deutungshoheit und Bern deckt mich und dann ist Betrug eben kein Betrug mehr.

    • @ reaktor

      BETRUG BLEIBT BETRUG. DANN HABEN WIR ABER DEN BEWEIS DASS DIE POLITIK BETRUG UNTERSTÜTZT UND FÖRDERT. DIE POLITIK WÜRDE DANN ZUGEBEN, DASS SIE SELBST KRIMINELL IST!
      Ein Staat, der sich nur durch Betrug finanzieren und aufrecht erhalten lässt, ist illegal und hat keine Existenzberechtigung! Er ist dann am Ende!

  17. Egon von Greyerz:
    „DÄNISCHE HYPOTHEK, BEI DER DIE BANK DEN GLÄUBIGER BEZAHLT
    Negativzinsen sind natürlich völlig absurd! Sie zerstören jeglichen Sparanreiz und auch Pensionen. In Dänemark kann man bei der Jyske Bank jetzt eine Hypothek zu MINUS 0,5 % bekommen.“
    Schulden werden belohnt, Sparen wird bestraft. Die Reichen werden immer reicher……

    • ….und die Fleissigen werden immer ärmer. Viele haben das gar noch nicht realisiert.

    • @Mc Köniz
      Danke für den Lacher.( Logo KEIN freudiger.)
      Als das vor so 5 Jahren los ging mit der
      Null Zins-Politik waren fast alle der Meinung
      Null Zins das ist der Kellerboden.
      Denkste, mit nichten,habe das damals im Spiegel-Forum
      genau das, so Prognostiziert,das es weitergeht, genau so, der Zins wird aus der Notenpresse draufgezahlt,heisst mit Schulden kann man sogar Geld ,,verdienen,,.
      Die Gegenkommentare eindeutig, grins, nicht ganz dicht.Ob das die einzige Bank bleibt???
      Mal abwarten DAS kommt auch in der Schweiz, die ersten
      Kredite an ausgesuchte ,,Mündelsichere,, Kunden sind
      gem.Medien vergeben.
      Mal abwarten,die EZB wird auch das noch voll einsetzen
      die ultimative nicht nur Geldpumpe,da liegt in der Richtung noch mehr drin, die Geldhochdruckpumpe.
      Mal abwarten wenn die La Garde erst mal auf dem Posten ist, hmmmm die wird auch noch diese ultimatieve
      geldpolitische ,,Nuklearbombe,, zünden.
      Irrsinn logo, die sind mit ihrem Latein am Ende.
      Wenn mit Latein am Ende ist, wird das ,,Heil,, mit Beten gesucht, danach bleibt nur noch der blanke Irrsinn.Wo das hienführt Geschichtskundige wissen wohien. Lassen wird das,DAS kommt noch früh genug.
      Die Sonne geniessen solange die noch etwas Wärme spendet. Wünsche einen friedlichen Abend.
      ( Ps. Der Spiegel war mal erste Sahne, in Sache
      Wirtschaftshintergrund-Info. Innzwischen nur noch Schrott, logo Abo ist längst gekündigt.)

    • @ Mc Köniz

      Ja das Finanzsystem beruht auf Betrug. Und Ist wettbewerbswidrig, da niemand anders, ausser den Banken, Kredite mittels Bilanzverlängerung und Buchungen (Falschgeld) erzeugen kann.
      Die Banken schliessen Kreditverträge ab, verfügen aber nicht über das nötige Geld für diese Verträge! Das ist Betrug, durch Täuschung.
      Ebenso ist eine Rückzahlung all dieser Schuldenberge gar nie möglich, weil ja eben alles nur aus Buchungen, Kredit ohne Geld (Falschgeld), entstand.
      Das Finanzsystem dieser Banken und Notenbanken ist ein glasklares Kreditschneeballsystem.
      Diese Notenbanker und Banker sind zusammen mit den Politikern, sowie der Justiz, völlig unglaubwürdig.
      Sie haben alle dieses Betrugssystem seit Jahrzehnten unterstützt und gefördert, und davon persönlich profitiert.

    • Ur Schweizer? Werden bei uns im Betrieb gerade entsorgt. Taugt als Leistungsausweis herzlich wenig.

  18. Jordan macht es sich zu einfach, wie schon der „Rockstar“ vor ihm. Die Null- und dann Negativzinspolitik war von Beginn an ein schwerer Fehler, ebenso wie die Untergrenze 1.20. Die SNB liess und lässt sich von der EZB und den Gewerkschaften sowie der FDP-Economiesuisse (= Exportwirtschaft) treiben. Mit Applaus der Mainstream-Medien. Nun findet sie keinen Ausweg mehr. Von Unabhängigkeit keine Spur, absolut verheerend.

    • Die Überproduktion muss gestoppt werden. Die Güter werden nur für die Halde produziert. Die Arbeitsstunden müssten International gesenkt werden. Zudem müsste ein internationaler Mindestlohn vereinbart werden. Die Devisenspekulation muss sofort aufhören. Die Wechselkurse werden von Jahr zu Jahr anhand der Wirtschaftsleistung fixiert.. etc.
      Vorschläge gibst genug, nur wollen alle noch schnell Kohle machen und in die Bahamas segeln.

    • Küsser: Vielleicht waren die Gelbwesten in Frankreich nur ein Vorgeschmack dessen, was noch kommen könnte. Da wird dann nichts mehr vorgeschlagen. Die Franzosen sind keine Japaner.

    • @an den ganz lustigen Küsser.
      Na ja die Mainstream-Medien innzwischen die
      absolutte Lachnummer, glatt vergessen.
      Nun es gibt da noch eine wenn auch nur etwas ABBREMSENDE
      Möglichkeit.Das Mittel der Zweckgebundenen Geldschöpfung
      in ausgesuchte Produktieve Projekte.Denn Geldschöpfung
      in den Konsum beschleunigt den Geldwertzerfall.
      Kanz klar, auch das ist KEIN Rettungsrezept, das wirkt
      lediglich abbremsend.So die allerletzte Möglichkeit
      für den Staat.DENN auch das kommt noch,wenn so einiges
      an ,,Hanswursten,, das Ding final gegen die Wand gefahren haben, werden die nach dem Staat schreien.
      Genau wie bereits 2008 als die Sache am Abgund stand.
      Das ist nicht ausgestanden, das wurde lediglich mit einem dünnen ,,Seil,,(= Notenpresse.) etwas zurückgesichert.

    • @ Büezer: „… in die Bahamas segeln?“ – Ja, da scheint jetzt die Sonne auf die vom letzten Wirbelsturm gerupften Palmen und platt gedrückten Billigbauten der Durchschnittsverdiener. – Tja, für Monaco reicht‘s dann doch wieder nicht. Da ist schon alles besetzt von Tito Tettamanti und Co. Übrigens interessante Lektüre letzte Woche im Tages-Anzeiger, der ihn dort zwecks Interview besuchte. Stichwort „Wiedergeburt des Korporatismus?“ – dieses Mal made in USA.

  19. Lieber Herr Hässig
    Bleiben Sie dran, im Namen aller Schweizer aktueller und zukünftiger Pensionisten. Weil der Büezer wird das Schlamassel beseitigen dürfen, nicht die „Jordans“ und „Maurers“ und noch weniger die „Markwalders“, die immer noch von den vorhergenannten „versorgt“ werden.

  20. Wir brauchen weltweit mehr Konsumenten, aber wie. Die Produktivitätssprünge hebeln das Wachstum der Konsumenten aus. Die Risikoaversion der Kapitaleigner schafft keine globale Wachstumschancen. Die Zentralbanken können soviel Geld drucken wie sie wollen und werden nichts bewirken. Solange keine neuen Konsumenten geschaffen werden, werden wir auf der einen Seite über Produktivitätssprünge deflatorische Tendenzen in allgemein täglich gebrauchten Gütern feststellen, ausser dort wo der Staat übermässig mitverdient. Auf der anderen Seite werden die vermeintlich sicheren Anlagen und Anlagevehikel im Preis weiter steigen aus vermeintlich keiner Alternativen. (Schliesst die Managerschmieden – sind Einheitsbrei und ohne Ideen und keiner wagt das Risiko neue Wege zu gehen, die wir so dringend bräuchten)

    • „Wir brauchen weltweit mehr Konsumenten, aber wie. Die Produktivitätssprünge hebeln das Wachstum der Konsumenten aus“

      Schweizer Perspektive
      So ist es, aber bitte bedenkt, dass es zwei Hauptstrategien gibt Kostenführerschaft und Diversifikation. Zur letzteren gehören auch innovative neue Produkte.

      Die Innovationen welche die Produktivität an sich betreffen, senken den Personalaufwand proportional. Dieser ist in der Schweiz sehr kostenintensiv.

  21. nichts neues!
    nach dem 2. weltkrieg an den usd gehangen,
    später an die dm und seit geraumer zeit am
    euro.
    von unabhängigkeit keine spuhr.
    nur für dummies.

  22. Aktien von Unternehmen aus Branchen in konjunkturellen Krisen wie Automobilhersteller, Automobilzulieferer, Maschinenbauunternehmen und Chemiefabriken sowie solche aus Branchen im Strukturwandel wie Telefongesellschaften, Energieversorger oder Betreiber von Einkaufszentren sind bereits teilweise langjährig am Sinken, vergleichbar wie Anleihen von Schuldnern in Nöten:

    https://www.finanzen.net/anleihen/a19j68-argentinien-anleihe

    Ganz aufgehoben ist die Schwerkraft wohl noch nicht und Anleihen mit Negativzinsen kauft m. E. im wesentlichen nur, wer aufgrund von Gesetz oder Regularien dazu verpflichtet ist.

    • Oder wer zocken will und auf noch tiere Zinsen Spekuliert. Dasselbe gilt für Anleihen mit 50…100 Jahren Laufzeit.