Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) macht ein für allemal klar, dass die Staatsbanken ein Quasi-Monopol haben.
Sie verdienen sich eine goldene Nase – einfach weil sie eine KB sind.
670 Millionen beträgt der Nettogewinn der ZKB fürs erste Halbjahr, ein Plus um 11 Prozent. Vor Steuern sind es sogar 760 Kisten.
Die Luzerner Kantonalbank hat vor einer Woche ähnlich starke Steigerungen vermeldet. Bei ihr ist das Kosten-Ertragsverhältnis unter 50, bei der ZKB leicht darüber.

Um Welten besser als bei der UBS, der Bär, der Vontobel, sogar der Raiffeisen.
Der Chef der ZKB spricht von „anspruchsvollem Halbjahr“ und besonderer Leistung. Tatsächlich dominiert die Bank im Millionen-Zürich.
An ihr kommt keiner vorbei – seit dem CS-Untergang erst recht nicht.
Die Auswüchse sind eindrücklich. Im Schnitt verdiente jeder der 5’750 Vollzeit-Mitarbeiter 109’000 Franken.
Bis Mitte Jahr. Mal zwei macht 218’000. Hinzu kommt noch ein „kleiner“ Bonus.
Am Ende „verdient“ jeder 0815-ZKBler 240’000. Das jedes Jahr.
Der Lohn eines Stadtrats. Das sind die Sheriffs in Town, sie stehen im Wind.

Bei der ZKB steht man am Schalter. Oder sitzt im Büro. Oder tradet im Steinfels-Areal.
„Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft liegt mit CHF 233 Mio. deutlich über dem Vorjahr (CHF 177 Mio.)“, heisst es heute früh.
Als Trump die Märkte bewegte, gingen die ZKB-Trading-Einnahmen durch die Decke. Ist normal. Keine Leistung, sondern grosse Marktmacht.
Backed by the Taxpayer. Jeder Zürcher hat „seiner“ Bank einen Blankoscheck ausgestellt. Die Erfolge basieren auf dem Versprechen, dass die ZKB immer und über alle Zeiten gerettet wird.
Es ist die beste aller Welten: Eine der Top-4 im Super-Banking-Land Schweiz, garantiert gesichert vor jedem Kippen dank eigenen Bürger.
Und ein Magnet für Vermögen, die wie im Fall des CS-Untergangs schnell einen neuen, todsicheren Hafen suchen.
Wer zahlt die Zeche für den einzigartigen Reibach? Die Kunden mit stolzen Preisen und Gebühren, die Firmen mit saftigen Zinsen, die Bürger mit Vollrisiko bei wenig Entschädigung.
Im Schnitt bin ich Milliardär. Meine Bank und ich haben sehr viel Geld.
endlich weg mit der staatsgarantie.
das wird den zürcher steuerzahler
noch mal richtig, richtig weh tun.
die berner wissen, wie lustig es
werden kann…
Weg mit der Staatsgarantie – JA JA
Aber auf politischer Ebene wird damit eben keine Wähler gewinnen.
LEIDER
Du hast Basel-Land vergessen?
Märlitante
Luki, was hättest Du bei einem Verlust erzählt?
Hätte hätte Fahrradkette.
Stell dir vor, Eine Staats an gäbe allen den selben Bonus und plötzlich wäre does eine Bank wie die frühere Schweiz! Stabil wie ein Fels in der Brandung und plötzlich müsste auch die Front im UHNWI (key clients) Risiko1Manager sein Und sogar die von den Banken selbstvorgehene VSB Regulierung kennen (Wie Bank Dokumente, resp. ein offshore Kunde zu identifizieren ist-
Die unteren gäben Voölgas Und würden vermehrt die Extrameile gehen, da die Manager nicht mehr overpaid wären-
Einen so hemdsärmelig zusammengewürfelten Chabis habe ich noch selten gelesen.
Gewinne privatisieren. Verluste sozialisieren. Risiken garantieren (lassen). Gehalt maximieren.
Mir sind die Kantonalbanken sympathischer als die Grossbanken. Es ist jedoch zu hoffen, dass nicht auch diese dem Grössenwahnsinn verfallen. Bei einigen Kantonalbanken gibt es leider aber bereits Anzeichen in diese Richtung.
Wäre dem Artikelschreiber eine vor sich dümpelnde, mies geführte Bank lieber? Hoffentlich schreibt die ZKB noch lange gute Zahlen.
Bei der ZKB muss ein top-down Lohndeckel eingeführt werden, ähnlich wie einer bei der Aargauer Kantonalbank (AKB).
Siehe Artikel: AKB-Chef Widmer ist der günstigste Bank-CEO der Schweiz und einer der erfolgreichsten – wie ist das möglich?
https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/interview-akb-chef-widmer-ist-der-guenstigste-bank-ceo-der-schweiz-und-einer-der-erfolgreichsten-wie-ist-das-moeglich-ld.2445907
Lohnexzesse bei einer Bank mit Staatsgarantie müssen endlich angegangen werden. Die Aargauer Kantonalbank weist den Weg.
@ Rory
Die Aargauer sind in vieler Hinsicht den Zürchern um Längen voraus!
Bei der Kantonalbank sogar um eine Marathon-Strecke!
Es wäre auch toll wenn die ZKB ein paar Stellen für Berufseinsteiger schaffen würde. Sind seit Anfang Jahr unglaublich wenig bis keine aufgeschaltet worden.
Früher hatten die Staatsbetriebe dem Volk zu dienen und ihm gute Konditionen anzubieten. Und zwar ohne astronomische Vergütungen für die Verwaltung.
Heute sind Staatsbetriebe und staatliche Institutionen primär dazu da dem Volk immer mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Mit schlechten Konditionen, homöopathischen Zinsen, Monopolen, Zwangssteuern (Serafe, Billag aka. „Bezahlen für die eigene Indoktrinierung.“) und immer schlechteren Leistungen. Dafür sind die Zuwendungen an die Verantwortlichen umgekehrt proportional gestiegen. Wenn die Rechnung nicht aufgeht, zahlt der Steuerzahler.
Und morgen kommt dann die SNB …oder vieleicht doch wieder die UBS ?
Dieses reine Banken-bashing ist kaum mehr auszuhalten
Wurde der Schreiber allenfalls beim Job abgelehnt ?
Es ist eine Mischung aus Neid und Lebens-Frustration, welche gewisse Leute ständig über andere ablästern lässt. Gründen finden sich immer.
Salär für Stadträte sind genau so überbezahlt.
Da sieht man es mal wieder.
Wer gute Gehälter zahlt, bekommt auch gute Leute. Und diese erzielen dann gute Ergebnisse.
So läuft das in der Wirtschaft.
Wenn das so wäre; warum sind Swissair und CS Konkurs??
Diese Lohnrechnung haette ich gerne verstanden. Personalaufwand 1.2 Mrd bei 5800 Angestellten = gerundet 210k. Das ist aber Aufwand und nicht Lohn … Wo sind die schlauen, die Lukis Zahlen bestaetigen koennen?
Richtig im Personalaufwand sind auch die Redlights und Red Lips Spesen, die Arbeitgeberbeiträge, sonstige Spesen, etc pp ein normaler Kundenberater kommt auf +- 100k pro Jahr, wobei er kaum mehr als 6ük davon wirklich „verdient“
„Der Lohn eines Stadtrats. Das sind die Sheriffs in Town, sie stehen im Wind“
Ja genau…ein Zürcher Stadtrat ist vielleicht mit seinem Lastenvelo an einer LBTQ+ Demo, aber ganz sicher steht er nicht „im Wind“
Wohin Bitte soll ich mit meinem Geld? UBS, Raiffeisen, Bär usw? Lieber Herr Hässig, lesen Bitte mal Ihre eigenen Artikel über die anderen Banken durch, dann verstehen Sie auch warum so viele (wie ich) zur ZKB gehen….
Zumindest profitieren die Zürcher Gemeinden vom künftig rekordhohen Gewinn durch Ausschüttungen. Und wer sich durch hohe Gebühren – Depot- und Transaktionsgebühren im Wertschriftengeschäft und Hypo- und feste Vorschusszinsen etc. – abzocken lässt, ist selbst schuld. Verhandeln ist nicht jedermannns Sache!
Vom Grossteil des Gewinns profitieren bekanntlich jeweils der Kanton und die Gemeinden. Folglich ist eine Staatsgarantie vertretbar.
Was mich hingegen stört, sind die üppigen Tarife und die abnehmende Servicequalität im Retailbanking der ZKB. Meines Erachtens wird diesbezüglich auch eine ZKB in Bedrängnis kommen. Wer bezahlt heute oder künftig noch rund 150 CHF für einen simplen 30’000 CHF-SMI-Aktien-Trade?!
Trotzdem ist die ZKB nach wie vor eine der besten Banken in der Schweiz. Wer dort Karriere machen möchte und ein Mann ist: Eine geschlechtsangleichende OP ist ausdrücklich empfohlen 😉
Den Vergleich mit dem Stadtratslohn finde ich unangemessen. Die Stadträte „stehen zwar im Wind“ – tun aber nichts ausser Verwalten und ihre Ideologie mit Steuergeld an den Mann und die Frau bringen. Bei der ZKB wird wenigstens gearbeitet.
Die Staatshaftung und -besitz gehört abgeschafft, da der ursprüngliche Grund nicht mehr besteht. Damals wurde dies geschaffen, weil zu wenig Kredite im Kanton vorhanden waren.
Jetzt betreibt die ZKB Geschäfte in der ganzen Schweiz. Das ist soweit ok aber warum soll der Zürcher Steuerzahler dafür haften und der ZKB wegen der Staatshaftung billigere Refinanzierungsmöglichkeiten bieten?
Mit Sicherheut wird nichts verändert, bis die Staatshaftung mal schlagend wird. Möchte den Aufschrei dann hören wenn ein ausserkantonales Risiko in die Luft fliegt und der Kanton Eigenmittel nachschiessen muss