Die Ankündigung kam aus dem Nichts. Ende 2024 meldete die Swiss Re, dass ihr langjähriger Topmanager Russell Higginbotham die Leitung von Reinsurance Solutions abgeben würde.
Ab Anfang 2025 wäre sein Nachfolger zuständig für den Bereich, Jonathan Rake, der seit 2016 zum Schweizer Rückversicherer gehörte.
Nichts im Vergleich zum Engländer Higginbotham. Der war 1994 als junger Mann zur Swiss Re gestossen und arbeitete sich drei Jahrzehntelang immer weiter die Karriereleiter hoch.
Bis er 2022 zum „CEO Swiss Re Solutions“ gekürt wurde. Diesen Titel führt er laut seinem eigenen LinkedIn immer noch.
Auch auf der Webseite der Swiss Re war Higginbotham weiter als Chef des Bereichs aufgeführt. Wie wenn nichts geschehen wäre.
Dabei ist er längst weg. Keine Aufgabe, keine Mitgliedschaft in der Konzernleitung unter Gruppen-CEO-Andreas Berger.
Was ist da los?

„Der Führungswechsel erfolgte per Anfang 2025“, sagt die Swiss Re auf Anfrage. „Der entsprechende Eintrag auf der Webseite war veraltet und wurde inzwischen korrigiert.“
Veraltet? Bei einem Konzernleitungs-Mitglied eines Finanzmultis? Ein Jahr lang?
Eine Quelle berichtet jedenfalls Anderes. Gegen den langjährigen Topshot habe es eine interne Untersuchung wegen Harassments gegeben. Dies, nachdem es Anfang 2025 zu einer Meldung gekommen war.
Die Rede sei von „sexuellem Fehlverhalten“ des hohen Managers. Die Swiss Re sei den Vorwürfen nachgegangen, habe aber nie richtig Rechenschaft zum Fall abgelegt.
In der Belegschaft gingen darauf Gerüchte um. Vor wenigen Tagen, zum Ende des Jahres 2025, soll Higginbotham dann formell verabschieden worden und aus dem System verschwunden sein.
Im Rahmen einer Abgangsvereinbarung, so die Quelle. Das würde die lange Verweildauer auf der Swiss Re-Webseite erklären – es wäre ein Indiz für ein Ringen um einen Deal zwischen Firma und Ex-Manager.
„Swiss Re äussert sich nicht zu individuellen Sachverhalten oder internen Angelegenheiten“, sagt die Medienstelle auf entsprechende Fragen.
Das Vorgehen wirkt eigenartig. Higginbotham gehörte zur absoluten Führungsspitze des Bluechip-Unternehmens.
Wenn es gegen diesen eine Untersuchung gab, stellt sich Frage, wie das Unternehmen nach Governance-Vorgaben hätte vorgehen müssen.
Laut dem Insider seien die Vorwürfe gegen den Spitzenmann der Konzernleitung und dem weiteren obersten Management seit Monaten bekannt.

Swiss Re hat’s mal wieder geschafft: Ein Topshot verschwindet über Nacht aus dem Chefsessel und bleibt dann ein Jahr lang wie ein digitaler Geist auf der Homepage hängen. Wenn schon Transparenz, dann bitte wenigstens im CMS.
Tja, bei einem solchen Fehlverhalten wird in der Schweizbei blossem Verdacht sofort gehandelt, wird aber jahrelang von Behörden geschlampt, wie in Crans Montana, dürfen alle im Amt bleiben bei jährlicher Lohnerhöhung. Irgendwie scheint die Prioritätensetzung in der Schweiz krass verschoben.
Wenn man zwei völlig unterschiedliche Vorgänge in einen Topf wirft, entsteht halt schnell ein Eintopf aus Empörung statt Argumenten. Die Brandkatastrophe von Crans-Montana hat mit dem behaupteten „sofortigen Durchgreifen bei blossem Verdacht“ ungefähr so viel zu tun wie ein Feuerlöscher mit einem Regenschirm. Wer beides vermischt, verwechselt nicht nur Prioritäten, sondern auch Kategorien.
Jetzt also eine Harassment‑Untersuchung. Überraschung? Eher nicht. In Zürich nennt man das wohl Corporate Slow Cooking: Erst ziehen lassen, dann marinieren, dann servieren – kalt.
Man fragt sich fast, ob bei Swiss Re die IT oder die Compliance schneller arbeitet. Spoiler: Es ist offenbar keines von beiden.
Wer im Büro wirklich immer nur an die Arbeit denkt, darf sich jetzt moralisch überlegen fühlen
Das Schlimmste was man in der Schweiz nebst zu schnell fahren tun kann.
Der Mann wurde sicher grosszügig entschädigt.
Wer im Büro immer nur an Excel denkt, werfe den ersten Stein. Alle anderen wissen, warum die Tür manchmal abgeschlossen ist.
ahhh deswegene ist gestern die Aktie abgestürzt.
NOOOOOT
Es grüsst täglich euer Adam B. (mit Glatze und Headset)
Früher, in der Guten Alten Zeit, hiess die Strafe für dieses sog. Fehlverhalten „Heirat“.
Nachtrag: Brutal, aber wahr „bis der Tod euch scheidet).
Niemals im eigenen Hause heften, tackern oder lochen
Schade, ist sonst ein Super Typ!
ja kann halt nicht an jeder Ecke „sex-grüseln“.
Es grüsst täglich euer Adam (mit Glatze und Headset)
Da hat sicher jemand nie mit Russell zusammengearbeitet: ein Wunder, dass er wusste, wie man “Insurance” buchstabiert.
Frauen sind in vielen Konzernen einfach ‚Freiwild‘. Praktisch immer sind sie Opfer und alles wird vertuscht. Leider lassen sich Frauen aber auch leicht von mächtigen Männern beeindrucken und dann ab und zu verführen.
Diese Behauptung ist völlig haltlos, es handelte sich um eine Umstrukturierung, um Platz für einen Ja-Sager zu schaffen. Warum betreiben Sie nicht ordentlichen investigativen Journalismus über die wahren Vorgänge bei Swiss Re, über die Wahrheit hinter den Hunderten von Entlassungen, die nur durch feige Ja-Sager ersetzt wurden?
und untersuchen Sie die toxische Angstkultur, den möglichen überhöhten Anstieg der Aktienkurse, der nicht durch Wachstum, sondern lediglich durch Kostensenkungsmaßnahmen bedingt ist.
War Russell nich einer dieser Ja-Sager?! Einer, welcher keine Planzahl von Moses und Christian hinterfragt hat?
Und in Swiss Re Solutions hat er sich eine Truppe von gleichgesinnten Ja-Sagern zusammengestellt. Keine Ahnung von Versicherungswirtschaft? Who cares!
„Swiss Re Solutions“ – die ganze Abteilung eine Rohrkrepierer-Truppe von Mumenthalers Gnaden.
Dito vor Jahren in einer anderen Versicherung. Wallisellen lässt grüssen. Es kursierten Gerüchte, über ein damals aufstrebendes Jungtalent. Von Ehrgeiz und Geldgier getrieben, heute Topmanager und ganz oben. Ein damaliges GL Mitglied ging den jahrelangen Gerüchten um langjährige Männerfreundschaften und purer Vetternwirtschaft persönlich nach. Er fand natürlich nichts. Steigbügelhalter braucht diese Unternehmenskultur um zu gedeihen und sich gegenseitig die Taschen zu füllen.
Ha Ha. Das kommt irgendwie sehr verspätet hier über diesen Herren. Ob das alles stimmt? Nun, wer weiss das schon. Der, der hier fleissig berichtete aus der Rück, ist auch nicht mehr dort. Folglich auch kaum mehr berichte. Zufall? Verkaufen die jetzt alle ihre Bücher oder Consultancystunden oder Coachings oder so?