Zuckerberg versprach das Paradies. Getrieben von weiteren Tech-Aposteln stolperten gestandene Unternehmen blindlings hinterher.
Man gierte nach Goldvreneli im Metaverse – dem vermeintlichen digitalen Eldorado.
Heute steht fest: Das Metaverse ist die teuerste Geisterbahn der Geschichte.
Zuckerberg hat über 70 Milliarden Dollar verbrannt. Zukünftig konzentriert sich Meta auf KI und smarte Wearables.
Während die USA bereits darüber lachen, herrscht in zahlreichen gutgläubigen Chefetagen peinliches Schweigen. Wo man früher mit „Digital Hubs“ prahlte, herrscht jetzt in den Pixel-Lobbys gähnende Leere.
Es war das ultimative Symbol einer entkoppelten Klasse: Man baut virtuelle Welten für Leute, die im echten Leben mit der SBB-App kämpfen.
Die Schweizer „Metaverse Academy“ wusste zwar nicht, was das digitale Parallel-Universum eigentlich ist, verspricht den Banken aber schon mal das grosse Geld.
Ein Luftschloss ohne Definition, aber mit Rendite-Garantie – der feuchte Traum jedes Spesenritters.
Im gelben Goldrausch installierte die PostFinance in der Blütezeit virtuelle Berater im Metaverse, um nach „Talenten“ zu fischen.
Dort, wo sich ausser ein paar verirrten Avataren niemand aufhielt.
Signum wollte sein, „wo die Kunden von morgen sind“. Doch die Kunden von morgen haben kein Interesse an einer Bankfiliale, in der man als Comicfigur vor einem virtuellen Schalter steht.
Vontobel zimmerte eilig einen Metaverse-Basket zusammen und verkaufte das Pixel-Sammelsurium als „Zukunft im Depot“.
Auch eine Krankenkasse machte sich zum Affen: Sanitas schickte ihre Kunden ins digitale Nirgendwo. Während die Prämienzahler bluten, leistet sich das Management den Luxus virtueller Wartezimmer, in denen kein einziger Patient hockt.
Ein teurer Pixel-Fiebertraum auf Kosten der Versicherten.
Sogar mit imaginären Grundstücken in einer menschenleeren Comic-Welt versprachen sich Schweizer Immo-Glücksritter einen Geldregen, der selbst den Bitcoin-Hype wie ein Sparkonto aussehen liess.
Besonders skurril: Die Pro Senectute wollte Einsamkeit durch den kollektiven Abflug in den Cyberspace kurieren. Man träumte vom digitalen Jass-Abend im Orbit, während die Technik meist schon vor dem ersten Stich kapitulierte.
Wenn ein Hype aus dem Silicon Valley schwappt, schaltet der Verstand aus und das Marketing-Budget ein.
Millionen an Beraterhonoraren dürften verpulvert worden sein, um Strategiepapiere für eine Welt zu schreiben, die niemand betreten will.
Zuckerberg zieht den Stecker, die Schweizer Firmen bleiben auf ihrem Pixel-Schrott sitzen. Schwamm drüber, der nächste Hype wartet schon.
Unternehmer haben Erfolg. Unternehmer scheitern. Das ist ein Grundprinzip im Kapitalismus.
Und noch ist nicht ausgemacht ob das Metaverse nicht doch noch ein Hype wird. Sieht im Moment nicht gut aus – aber nicht wenige hielten auch das Internet für Quark. Oder die KI. Oder oder.
KI ist Quark
Richtigbso. Kapiert nur keiner.
Alles was von Zuckerberg stammt ist totaler Müll der mir nie im Leben auf einen meiner Rechner kommt. Boomer mit ON-Schuhen haben Facebook und Whatsapp. Vermeintliche Gratisprogramme wo man den Status teilen kann damit alle anderen Boomer sehen können was für ein geiles Boomer-Leben man doch hat. Dafür gibt man gratis seine Daten an Zucki der sich damit eine eigene Insel gönnen kann. Ohne mich.
Bin Boomer, aber noch nie auf solchen Sozialschleudern eingeloggt. Ich arbeite noch immer als ITler Freelancer und brauche solch Shit-Kommentaer nicht. Danke für nichts.
Demfall hast du auch kein WhatsApp?
Freunde, ich bin selber ein Boomer und kassiere für meinen Zucki Hate laufend Anfeindungen, von ON-Schuh -Trägern, you name it :-).
Gerade weil ich mich mit Digitalisierung befasst habe, trifft mein Bannstrahl das meiste SocialMedia Gedöns, am allermeisten Zucki’s Schrott.
Nicht nur den Jugendlichen könnte man bis 16 tiktokgedöns & co. vorenthalten, Ü55 ebenfalls um sie selber vor der Infantilisierung zu schützen. Und wer etwas von mir will soll smsen, anrufen, mailen, oder threema. Geht doch.
Ich war in jungen Jahren in der Forschung tätig. Computergraphik, User Interfaces, Virtual Reality, .. Tolle, teure Gadgets. Stereobrillen, Data Glove, Head Mounted Displays (die schweren Dinger, die man sich vors Gesicht schnallt), 6-dimensionale Eingabegeräte, … Fetter Internetanschluss, als die Wenigsten wussten, dass es das Internet gibt. All diese Dinge haben sich bis heute nicht breit durchgesetzt. Fast niemand braucht es, niemandem nützt es. Zu teuer und vor allem zu unbequem zu benutzen. Nach 15 Minuten verliert jeder die Lust. Das Scheitern von Metaverse war absehbar. Wie 2nd life.
Metaverse…sein eigener ‚Avatar‘ einkaufen lassen…und dank der Brille ein neues Konsumerlebnis geniessen. Nur ein Komiker kommt auf so etwas. Und bei Sygnum sind Kunden vielleicht alle ‚Goofys‘, ‚Plutos‘ oder ‚Düsentriebs‘.
Der grösste Witz ist, dass es exakt dasselbe 15 Jahre vorher schon gab. Damals hiess es Second Life.
Kundenservice und Kundenzufriedenheit werden sowieso überbewertet
Und es gab viele welche viel Geld für digitale Grundstücke bezahlt haben.
Fiat Geld auf dem next Level.😅
Alles Bits. Metaverse „Grundstücke“, Bitcoins, „Guthaben“ und „Zertifikate“ in den Computern irgendwelcher Finanzinstitute. Ich frage mich längst nicht mehr, ob sondern bloss noch wann diese virtuelle Kartenhaus (nicht mal die Karten sind noh echt) kollabiert und was danach kommt.
Ich denke eher, dass man die 6G Verbindungen bis 2027/28 (China/Norwegen/US/Star Link (VS)
D/EU abwartet (100x 5G/pP – Latency unter 1 Millisec = real time)
Vielleicht mal das Mobile nehmen, YouTube (App für Infos) antippen und „6G“ eingeben – BINGO ✌️
Ha Ha Ha
Pervers; lieber analoges Disneyland statt digitales Metaverse.
Bei Sygnum stehen auch am Uetliberg weiterhin Comicfiguren …
Virtuelle Welt ist kurzlebig.
2003 erschien das Metaversum „Second Life“ nach Ideen des Linden-Lab-Gründers Philip Rosedale. Die Anzahl der aktiven Nutzer erreichte 2007 mit ca. 1,7 Millionen einen Höhepunkt und ist seither rückläufig (mit Stand Anfang 2023 etwa 30.000–50.000).
Es kam das Mobiltelefon, es waren einige dagegen, ob dagegen oder nicht nun geht es nicht ohne , es kamen nach mehreren Versuchen Tablets, hielten viele für überflüssig, nun im Alltag integriert, viele schworen auf Tastatur statt touchscreen (wie Blackberry), es wurde allen abgewöhnt. Metaverse wird kommen, und wenn dortig Aktivitäten erfolgen, die man nicht ignorieren kann, spannend sind und viele nicht verpassen wollen/können, dann wird es im Alltag Einzug nehmen und ein Teil davon werden. Viele Filme werden Realität wie man mittlerweile weiss: Ich empfehle Ready Player One.
Und wenn es dann kommt… naja, falls es dann wirklich mal kommt, dann sicher nicht als company-owned System, das von einem Oligarchen designed und beherrscht wird. Nur ein offener community-driven Standard hat wirklich Chancen, sich durchzusetzen. Das bedeutet dann auch, dass das keine reine US-Show wird, sondern dass die ganze Welt mitmischen wird (auch was Regulierung anbelangt).
Absolut korrekt. Das mit dem Tablet war ebenfalls ein Fehlschlag bis Apple entschied einen weiteren Versuch zu starten, da war jeder ebenfalls skeptisch.
Die Grundidee, dass Menschen in virtuellen Welten für virtuelle Güter – die sie dann nicht mal als Eigentum haben, aber mit realem Geld bezahlen müssen –, setzt voraus, dass diese Menschen genügend frei verfügbares Einkommen haben, um sich solchen Unfug leisten zu können.
Das ist aber bei immer weniger Menschen der Fall, die können schon das echte Essen fast nicht mehr bezahlen und können sich demnach einen virtuellen Château Mouton Rothschild – Premier Cru Classé, Bordeaux für ihr virtuelles Avatar gar nicht leisten.
Vor 20 Jahren hiess das „Second World“. Auch da schaltete der Verstand aus. Geld wurde verbraten, als ob es kein Morgen gäbe. Es gab ein Morgen, aber das Geld war weg. Gelernt haben aber daraus die superschlauen, jung-dynamischen Marketeers mit Bachelor- und Master-Abschlüssen gar nichts. Und Erfahrung ist heutzutage ja nichts mehr wert. V.a. nicht, wenn sie aus dem Inland kommt.
Ja, und ich habe ein paar Beyer Chronometrie NFTs vor ein paar Jahren gekauft. Gross gehyped – „Beyer bringt die ersten mit NFT-Uhren“ und nach kurzer Zeit auf dem digitalen Schrottplatz. Die Technik veraltet und ohne jeden praktischen Nutzen. Wertloser Schrott! Dumm von mir!
„The Metaverse has now become a place where you can get killed. Or at least have your brain reamed out to the point where you might as well be dead. This is a radical change in the nature of the place. Guns have come to Paradise.“
— Neal Stephenson in „Snow Crash“ (1992)
Wer waren denn die Entscheidungsträger bei Sanitas. Die sind bestimmt heute noch in irgendeiner Krankenkasse am absahnen.
Beim Spaziergang durchs Metaverse entdeckt man überrascht auch den Prime Tower. Kenner behaupten, der sei vor ein paar Jahren für mehrere 100k dort gebaut worden. Das eitle Management wollte es scheinbar so 😵💫
Ein sehr vage recherchierter, reisserischer Beitrag ohne Weitsicht.
Wahrscheinlich wurde dasselbe über den QR Code geschrieben: Den nutzt doch niemand, was soll den dieser pixelige Code in der Zeitung. Viel zu mühsam mit der App zu scannen. Dann kam Covid und die automatische Erkennung per Kamera. Von Heute auf Morgen war er aufgrund technologischem Fortschritt und Notwendigkeit plötzlich die digitale Verbindung von Print zu Digital, no questions asked.
So wird es auch mit dem Metaverse sein und bald werden langweilige 2D Zoom Calls passe sein!
Es fehlt noch Accenture mit den absolut peinlichen Metaverseaufritten des ohnehin überschaubaren Country Leaders…
Sogar die Pro Senectute unter alt BR Widmer-Schlumpf hat Meta Geld gespendet 😉
wessen geld?!
Das Metaverse war von Anfang an eine Totgeburt. Wir hatten die Ansätze schon mal. Während der Internetbubble. Wer damals dabei war, der wusste von Anfang dass Zucki scheitern wird.
Mit 1,25% p.a. Indexgebühren würde ich hier Vontobel nicht als Verlierer betrachten