Ein paar europäische Staaten haben es gewagt, als mutiges Zeichen des Widerstands eine klitzekleine Militärdelegation nach Grönland zu entsenden.
Dort haben die USA – als einzige Grossmacht der Welt – eine eigene Militärbasis. Die rund 200 Amis könnten im Ernstfall mit diesem kleinen Symboltrupp im Handumdrehen fertigwerden.
Es ist eine offenkundige und glasklare Lüge, dass es Präsident Trump um Sicherheitsbedenken geht. Die USA hatten zu Zeiten des Kalten Kriegs bis zu 10’000 Soldaten auf der grössten Insel der Welt stationiert.
Die sie dann Schritt für Schritt abbauten und alle Basen bis auf eine schlossen. Die anderen verseuchen seither die Umwelt.
Seit dem Zweiten Weltkrieg haben die USA das vertragliche Recht, so viel Militär auf Grönland zu stationieren, wie sie lustig sind.
Aber stattdessen will sich Trump in Besitz Grönlands setzen. Wenn nötig auch mit Gewalt. Das erhöhe die Sicherheit.
Ein Nato-Mitglied droht einem anderen damit, sich dessen Territorium unter den Nagel zu reissen.
Falls die USA es nicht käuflich erwerben dürfen.
Sie setzen sich über alle internationalen Gesetze und Regeln hinweg, pfeifen auf den Rechtsstaat und ersetzen ihn durch Willkür, Faustrecht und Gewalt des Stärkeren.
Das soll die Sicherheit auf der Welt erhöhen?
Wer so tollkühn ist, sich zur Wehr zu setzen und Trumps „wohlwollendes“ Angebot ablehnt – nun, man hat ihn gewarnt.
Dann kracht’s halt.
Jetzt hat die dysfunktionale EU es immerhin geschafft, sich auf die symbolische Entsendung von einer Handvoll Soldaten in die Kälte zu verstehen. Begleitet vom Spott Italiens.
Die Reaktion im Weissen Haus lässt nicht auf sich warten. Zehn Prozent Strafzölle für alle Staaten, die es gewagt haben, sich an dieser „Erkundungsmission“ zu beteiligen oder sie zu befürworten.
Per 1. Februar sollen auf Warenimporte aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, den Niederlanden und Finnland zehn Prozent zusätzliche Zölle erhoben werden, kündigte Trump auf seiner Plattform Truth Social an.
Ab dem 1. Juni sollen sie auf 25 Prozent steigen, wenn kein Abkommen über einen vollständigen Verkauf der Insel an die USA erzielt worden sei.
Bist du nicht willig, dann drohe ich zuerst mit Gewalt. Wirst du aufmüpfig, bestrafe ich dich mit zusätzlichen Zöllen, nachdem gerade eine Einigung darüber hingewürgt wurde.
Kriege ich bis am 1. Juni nicht das, was ich will, dann steigen die Strafzölle weiter an.
Und sollten nebenbei die Zwangsverkaufsverhandlungen nicht das gewünschte Ergebnis zeitigen, nun, wer wollte es schon wagen, sich der grössten Militärmacht der Welt entgegenzustellen.
Wenn die mal wieder eine schnelle Eingreiftruppe losschickt und die US-Flagge in der Hauptstadt Nuuk hisst.
Hinter den Kulissen lautet die Drohung ganz klar: Entweder verkauft ihr die Insel zu einem mir genehmen Preis – oder ich nehme sie mir und ihr kriegt gar nichts.
Behinderung der Justiz, Beschimpfung von Richtern und Medienschaffenden als „Volksfeinde“, das Wüten von ICE auf den Strassen als Vorwand, den Notstand ausrufen zu können.
Venezuela und nun Grönland. Kolumbien, Mexiko, Panama und Kuba in Wartestellung. Das Gesamtbild wird immer klarer. Es ist erschreckend.
Viel Zoll. Viel Schmuggel. Weniger Einnahmen.
Mir bleibt nur der Gang in die Caritas Läden..
Heute ist Ernüchterung eingekehrt. Heute wurden die Befürchtungen und das Staunen der letzten Monate realisiert. Heute haben die Politiker in Europa sich Unumkehrbarkeit eingestanden.
Der Januar 2026 wird als eigentliche Geburtsstunde Europas in die Geschichte eingehen. Vergesst alles, was bislang war. Jetzt beginnt der eigentliche Einigungsprozess.
Es ist nicht nur Grönland. UK hat durch die Jagdtrophäen- Affäre zusätzlich verstanden, dass es „take back control“ nicht durch enge Beziehungen mit den USA geben kann und dass dies dadurch zwangsläufig in die EU hinein verweist, nicht hinaus.
Yvonne von CH, Als Schweizerin sage ich klar: Weder USA noch EU. Nichts weist zwangsläufig in die EU.
@Joe
Spot on.
Der orange Kretin ist der beste US-Präsident, den Europa je hatte.
Klar, Yvonne, da die Schweiz vollständig von der EU umgeben ist, kann sie formal draußen bleiben. Sie ist de facto drin. Sieht man ja, wenn man auf die Landkarte kuckt. Das ändert am Reglement ein paar Details, letztlich aber nichts entscheidendes.
Wieso diskutiert man in der EU und Schweiz überhaupt über die Zollhöhe?
Wenn Trump den Zoll auf 15% erhöht, dann wäre es doch logisch, dass die EU und die Schweiz fairerweise ihre Zölle ebenfalls auf 15% erhöhen.
Wenn Trump 25% Zoll wünscht, können EU, Schweiz und andere dem Wunsch folgen und ebenfalls ihre Zölle auf erhöhen.
Einfach nur fair bleiben! Dann wird man sich auch wieder auf niedriger vergleichbare Zölle einigen können.
Wir müssen die USA als politischen, wirtschaftlichen und militärischen Verbündeten ein für allemal abschreiben und unsere Politik, Wirtschaft und unsere Verteidigung fundamental neu ausrichten!
Ein paar Optionen:
– Goldreserven zurückholen
– Investitionen in den USA stoppen
– Ausstieg aus dem F-35- und Patriot-Programm
– reziproke Zölle und Handelshemmnisse gegenüber den USA
– Reisewarnung für CH-Staatsbürger bei USA-Reisen
– Aufbau eine glaubwürdigen Landesverteidigung mit Waffen ohne US-Killswitch
– CIA/NSA-Eurozentrale in US-Botschaft: Agenten ausweisen
– US-Expats abschieben
@Lösung
Ja; und Warenhandel mit
den Brics Staaten.
Die MIG oder SU waren mir auch schon immer sympathischer.
Diese Zölle schmerzen ja nur, wenn man vom US-Markt abhängig ist. Die EU hat doch so einen tollen Binnenmarkt, die brauchen doch den US-Markt gar nicht 😉
Erpresst kann man nur werden, wenn man erpressbar ist. Vielleicht sollten wir in Europa nun endlich endlich daran arbeiten, nicht mehr so erpressbar zu sein.
Wie ich hier schon mehrfach kommentiert habe, zahlt sich Appeasement niemals aus und führt nur noch zu mehr Forderungen eines Gewaltherrschers.
Der Goldbarren, die goldene Tisch-Rolex und die Duckmäuserei unserer Politik und Wirtschaft waren umsonst.
Den verantwortlichen Politiker sollten die Kosten (bspw. für Anwälte, PR-Agenturen etc.) vom Lohn abgezogen werden.
Besser noch: Sie sollten zurücktreten.
Wir haben noch nicht mal einen Zollvertrag und Trump will von allen noch mehr.
das doppelte bieten. Das wertlose Papier gegen die Insel eintauschen. Dann kann man den Bund, die Fachkräfte und Gummihälse auf die Insel verfrachten. Hat bei den Engländern auch geklappt.
@Die SNB soll
total genial
Wieso regen sich nun alle darüber auf? Als damals im Falkland-Krieg die Engländer die Argentinier mit einem Blitzkrieg bodigten und den Anspruch auf die kleine Inselgruppe am Eingang zur Antarktis mit roher Gewalt bekräftigten, kümmerte es Europa ja auch kaum oder man schlug sich sogar auf die Seite der Engländer. Doppelmoral, wohin man sieht. Man biegt es, wie es einem gerade passt.
Es ist jetzt Zeit alle Lieferungen in die USA einzustellen:
Keine europäischen Waren mehr.
Keine Medikamente, Autos, Maschinen, Flugzeuge, Chemikalien, Wein und auch keine Schweizer Uhren. Einfach mal alle Exporte für ein paar Monate einstellen.
Der orange Clown versteht nur maximale Härte.
Die USA können Sie nicht treffen. Aber US-Konzerne und damit Trumps Buddies. Eine ordentliche Abgabe auf Daten aus USA ist ein massiver Hebel. Dazu die Stornierung von Waffenkäufen, z.B die Schweizer F35. Weshalb wir den Amis für die Schikanen und Drohungen auch noch Geld geben sollen, wenn es Alternativen gibt, ist nicht mehr zu rechtfertigen.
Die Geschichte wiederholt sich erstaunlicherweise immer wieder, die Akteure sind stets ruchlos und ohne Hemmungen.
Macht lässt alle Hüllen fallen!