Wer Töchter hat, kennt auch Claire’s. Vielleicht auch nur von aussen.
Im Laden im Zürcher Bahnhofs-Shopville und weiteren in der Schweiz und weltweit gibts das, wonach Mädchen lechzen:
Accessoires, Schmuck und Spielzeug. In allen Pink-Schattierungen.
Vor allem jüngere Frauen arbeiten dort. Die US-Kette hat letztes Jahr zum zweiten Mal in Folge Insolvenz beantragt.
Eine Private-Equity-Firma rettete sie im Herbst 2025 vor dem Konkurs und gelobte, ihren Umsatztreiber, das Ohrlochstechen, zu verbessern.
Das scheint ziemlich nötig zu sein. Mitarbeiterinnen von Claire’s Schweiz beklagen schon länger, dass es bei der Hygiene mangelt.
Mal abgesehen von Syntax und Grammatik, sind die Berichte erschütternd, die Angestellte auf dem Bewertungsportal Kununu wiedergeben.
„Pflichtschulungen betreffend piercing wo es im Hygiene geht, werden nur unterschrieben.“
„Piercing Schulung bei den Claire’s heisst bring deine Kollegen und 2 mal Ohrringen stechen nach dem bist du qualifiziert und spezialisiert!!!!“
„Ich schämte mich den kunden Ohrringe zu stechen!“
In den rund 15 hiesigen Claire’s-Filialen zu arbeiten, muss hart sein, zumindest, wenn es nach den Berichten geht.
„Ständige Kontrolle durch Mystery Shopper, Telefonate und Beobachtungen von aussen sorgt für ein Klima des Misstrauens.“
„Während 8 Jahren nie ein Rappen Gehaltserhöhung bekommen. Dachte es ist normal. Stellt euch vor den gleichen Lohn in 2025 zu bekommen wie im Jahr 2017.“
Der Lohn? Anscheinend Bangladesch: „19 Franken netto nach Probezeit“. Ein Insider schreibt diesem Medium: „Seit dem neuen Besitzer haperts mit der Bezahlung.“
Dabei handelt es sich um einen Franzosen, der mit seiner June CH Mitte Oktober die Schweizer Filialen übernommen hatte. Der Sitz von June liegt im steuergünstigen Thalwil.
„Der Chef gibt mal einen Hunderter, damit man besser über die Runden kommt“, so der Informant. Dafür lagere er seine Luxusartikel in der Zürcher Filiale, wenn er „in der Bahnhofstrasse posten geht“.
Der Claire’s-Schweiz-Unternehmer beantwortete die via LinkedIn gestellten Fragen nicht.


Was ist an spontanen 100er Nötli für die Abgestellten falsch? Eine solche Arbeitskultur sollte sich durchsetzen.
Ich wott dich gseh …
..abgestellten…genau 🙂
Der Text liest sich auch, als wäre er von einem 16 jährigen Mädchen geschrieben worden. Und was für Spielzeug wird dort angeblich verkauft? Was der Frenkel für ein Übervater ist, hat er uns ja ganz stolz schon um die Ohren gehauen. Einfach nur peinlich
Hahaha, Kanton Zürich, Steuergünstig für Unternehmen? Was hast du den geraucht?
Die Läden kenne ich nur von außen und einmal von einem Neugierbesuch von innen, vor langer Zeit.
Ich hatte damals den Eindruck eines Ramschladens, mit Billigschmuck und Accessoires, der Abnehmer bis maximal zur frühen Teenagerzeit findet.
Auch als Qualifikation für den Verkauf braucht es wohl nicht eine Berufslehre oder gar einen Hochschulabschluss, die Entlohnung ist halt dementsprechend.
Was erwartet man also von so einem Laden? Aber offenbar läuft es gut, denn die Mieten konnten sie sich bisher offenbar leisten.
Hygiene ist im gesamten Beauty Bereich sehr fragwürdig und wird nicht kontrolliert. Die Inhaberinnen sehen zwar gut aus, aber von Arbeitshygiene keine Ahnung. Das gilt für Nagelstudios, Wimpernshop, Fusspflege, Barber und Co. Deshalb: Bei Beauty & Hair gilt, solange es nicht stinkt ist es sauber.
Inside Paradeplatz 2026. Guet Nacht am 6i.