Der ganze FIFA-Skandal aus dem Jahr 2015, als ein Dutzend Funktionäre des Weltfussball-Verbands aus dem Hotel Baur au Lac in Zürich zur Morgenstunde abgeführt wurden, hat sich in Luft aufgelöst.
Elf Jahre später steht in New York City die Aufhebung der Urteile gegen zehn ehemalige FIFA-Manager bevor.
Da auch Sepp Blatter in dieser Angelegenheit von Schweizer Gerichten schon zweimal freigesprochen, aber von seinem Nachfolger Gianni Infantino dennoch erneut vor Gericht gezogen wurde, wo ein erneuter Freispruch erwartet wird, gewinnt nun das Bild einer Intrige gegen die einstige FIFA-Spitze an Konturen, wie sie die Schweiz noch nicht gekannt hat.
Die Welt erinnert sich an die ehemalige US-Justizministerin Loretta Lynch, die am 27. Mai 2015 in der Bundesdistrikt-Staatsanwaltschaft in Brooklyn einer staunenden Zuhörerschaft in Gegenwart des Fernsehens live die Anklageschrift gegen vierzehn Fussballfunktionäre, Spielrechtehändler und Marketingmanager verlas.
Dieser Vorgang führte zum vorzeitigen, „freiwilligen“ Rücktritt von Sepp Blatter, des seinerzeitigen FIFA-Präsidenten. Diesen habe ich als Mandant eine geraume Zeit vertreten.
Blatter wurde von den Beamten der US-Justiz und Schweizer Polizisten am FIFA-Hauptsitz besucht, wo er sein Büro räumen musste.
Es kam zu internationalen Medienkonferenzen ohne Ende, wo Blatter der Bestechung beschuldigt wurde. Die Weltmedien fielen über den erfolgreichsten Fussballmanager aller Zeiten her, die grossen Zürcher Medien allen voran.
Blatter war innert Stunden vorverurteilt worden, selbst bestochen und ein System der Bestechung in Nord- und Südamerika geduldet, wenn nicht gefördert zu haben, wie es der Fussball noch nie erlebt hatte.
Karrieren wurden zerstört, Reputationen vernichtet, Behauptungen aufgestellt, die sich heute als null und nichtig herausgestellt haben.
Loretta Lynch, von übergrossem Ehrgeiz getrieben, wie es in der US-Justiz häufig der Fall ist, gilt heute in den USA als Verursacherin „einer gigantischen Verschwendung“.
Der von ihr ausgelöste „krasse Übereifer“ der amerikanischen Justiz in Sachen FIFA wächst zu einem Skandal heran, wo die vor über zehn Jahren zu Unrecht Beschuldigten Forderungen in der Höhe von Hunderten von Millionen Franken stellen dürften.
Wenn es nach der Führung des heutigen Justizministeriums in Washington D.C. geht, wird es für den Hauptbeschuldigten, den damaligen Fifa-Vizepräsidenten Jeffrey Webb, glimpflich, das heisst straffrei ausgehen.
Webb war gegen eine Kaution von 10 Millionen Dollar mit Hausarrest belegt worden. Er legte ein Geständnis ab und erklärte sich bereit, 6,7 Millionen zu bezahlen.
Eine Strafe wurde gegen ihn nie verhängt. Offensichtlich wollten die Strafverfolger ihn als Kronzeugen gegen Jack Warner, seinen Amtsvorgänger, benutzen.
Warner, Einwohner von Trinidad und Tobago, klagte dort gegen seine Verhaftung. Nach vielen Verfahren weigerten sich die örtlichen Richter, ihn an die USA auszuliefern, sahen sie in den Vereinigten Staaten seine verfassungsmässigen Rechte als nicht gewahrt.
Vor wenigen Wochen, im Dezember 2025, wurde der oberste Distrikt-Staatsanwalt in Brooklyn angewiesen, sich für eine Aufhebung der Verurteilungen einzusetzen. Der Antrag wurde am 9. Dezember eingereicht mit der Begründung: „Der Schritt liegt im Interesse der Gerechtigkeit.“
Der Supreme Court folgte dem Antrag wenige Tage später und machte auch frühere Urteile in Sachen FIFA rückgängig.
Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ als einziges deutschsprachiges Presseorgan berichtet, beruhen diese Urteile nicht auf einer Männerfreundschaft zwischen Donald Trump und Gianni Infantino.
Vielmehr, so stellte sich heraus, gibt es in den USA kein Gesetz, das Bestechung zwischen Privatpersonen oder im Wirtschaftsalltag unter Strafe stellt.
In New York geht man davon aus, dass die ganze Anklage in Kürze zusammenkracht. Die US-Regierung müsse dann Schadenersatz- und Bussgelder zurückzahlen, was sehr teuer werde.
Sepp Blatter hat immer seine Unschuld beteuert. Einziger Gewinner dieser Kabale ist Gianni Infantino, der heutige FIFA-Präsident, der immer noch beweisen will, dass sein Vorgänger grosse Schuld trägt. Das FIFA-Enthüllungsbuch, wie es zu diesem Skandal kam, wird noch erwartet.
Die FIFA (Blatter) war ein globales Machtzentrum welches nicht nach der US Pfeife tanzte.
Der Grandseigneur des Weltfussballs Blatter.
Dagegen der ordinäre, neureiche Parvenue Infantino.
Bitte den edlen Blatter Sepp nicht mit diesem Secondo aus Brig
vergleichen. Gianni weiss nicht mal wie man das Wort Charakter
schreibt.
Naja, die eine Krähe hackt der Anderen nicht die Augen aus.
Und vor dem Recht sind die Reichen eben Gleicher.
Mal davon abgesehen, sollte man FIFA und UEFA die Gemeinnützigkeit schon lange aberkannt haben.
freigesprochen worden😉?
Mir kann keiner erzählen das die FIFA nicht durch und durch korrupt sei. Diese Freisprüche bedeuten gar nichts. Jeder mächtige der schon Millionen in den Sand gesetzt und die allg. geschädigt hat, wurde in der CH freigesprochen. Man schaue sich nur die Swissair Urteile an. Am Ende durfte der Steuerzahler mit 3 Mrd. einspringen. Die Lufthansa kaufte das ganze dann für läppische 300 Mio. Diese Ganzen Verfahren sind eine abgekartete Sache.
Seltsam war an der Geschichte aus Schweizer Sicht eher, wie damals alle lokalen Behörden einmal mehr vorausgehöselet sind, um im Ausland zu gefallen.
Wenn’s um die Auslieferung von Eigenen geht, dann kennt der Übereifer im Inland keine Grenzen.
Und die Medien waren frühmorgens ganz zufällig beim Baur au Lac. Was für ein Scoop, Respekt!
Sepp Blatter hat aus der FIFA das gemacht, was sie heute ist. Früher war es offenbar eine korpte Vereinigung, die von den Funktionären ausgenommen wurde. Blatter machte daraus etwas Grosses, weltumspannendes. Er war offensichtlich zu naiv um zu merken, wie gegen ihn im Hintergrund gearbeitet wurde und so kam es zu seinem Sturz.
Wie immer wenn ein Schweizer wirklich erfolgreich ist, wurde er vor allem von den Schweizer Medien vorverurteilt und aufs Schlimmste denziert. Unsere Journis sind darin Weltmeister die eigenen Leute fertig zu machen. Vom Neid gefressen. Etwa so wie bei Roger Federer.
Genau
Steuerbefreite „Parastaatliche“ Konstrukte akzeptieren die Amis nicht, vor allem nicht, wenn sie nichts zu sagen haben.
Jedoch danke ich für die zu versteuernden Millionen-Löhne, die via Quellenbesteuerung an unser Land und Region abfallen. Das wollen die Fifa-Basher nicht sehen.
Stöhlker verkaufen die die Leser nicht für dumm. Im Fussball geht es meistens um sehr viel Geld, sei es bei den Spielersalären, Vermittlungsprovisionen, Ablösesummen, in den Clubs und den Verbänden und deren Funktionären. Da stinkt manches zum Himmel und die Fussballwelt kann ja nicht frei von Mauscheleien sein. Im Unterschied zur Finanzwelt sind die Mauscheleien im Fussball schwieriger aufzudecken. Ob Sepp Blatter zu Recht so viel verdient hat, wage ich zu bezweifeln. Ein Banken CEO, der weniger oder gleich viel verdient, wird an den Pranger gestellt.
Die Fifa ist rechtlich gesehen ein Verein nach Schweizer Recht. Da hat kein Land etwas zu sagen bzw. zu richten solange die Statuten eingehalten werden / wurden. Darum auch der Freispruch. 1 + 1 = 2 .
Immerhin hat Webb ein Geständnis abgelegt und sich bereiterklärt, 6,7 Millionen zu zahlen. Und eine Kaution von 10 Millionen bezahlt hat er auch. Woher soviel Geld?
Der einzige Fehler den man Blatter ankreiden kann, ist ein Beratungsmandat an Stöhlker (so es eines gab). Einmal mehr zeigt sich am Ende ein schlauer Walliser einem eingebürgerten Italiener weit übrlegen.
Tja. Alles unter dem unfehlbaren, gut gebräunten Obama. Dagegen ist der heutige Bewohner im Weißen Haus ein Heiliger.
„Die Welt erinnert sich …“
Wen interessiert ein fast 90-jähriger Mann?
Unmittelbar vor der WM in den USA mag das niemanden überraschen. Wie wūrde das denn aussehen, wenn DT nach dem Endspiel den Pokal überreicht, unser aller Gianna dreingrinst wie immer und die FIFA gleichzeitig Negativschlagzeilen produziert.
Beamte der US-Justiz haben am FIFA-Hauptsitz in Züri rein gar nichts zu suchen – what the hell.
Ansonsten 10 Jahresverfahren, Mio-Saläre für „Juristen“. Der Amerikaner erhöht zur Bezahlung einer Strafe einfach die Zölle.
Nun ja, schon ein wenig peinlich, ein mächtiger Sturm im Wasserglas und mehr als eine Schlappe wird aller Voraussicht nicht dabei rauskommen!? Wird man Herrn Infantino nun auf den Zahn fühlen, wird es auch für ihn nun teuer? Die nächste Schlappe droht mit der Austragung der WM ….. zumindest in den USA?
Was mit dem Feuer auf dem Lindenhof? Klaus J. Stöhlker keine Meinung zu?