Die Managerin steht bei der Adecco mit Sitz im Zürcher Seefeld seit fast 21 Jahren im Sold. Doch seit einigen Monaten ist sie draussen.
Nicht ganz. Auf ihrem LinkedIn führt sie unverdrossen ihre Anstellung bei der Adecco auf.
Dahinter steckt ein Rechtsstreit. Die Frau hat Klage gegen die Adecco eingereicht.
Grund ist ihr Ex-Chef. Der heisst Stefan Sulzer und war vom Novartis-Spinoff Alcon in den USA vor knapp 4 Jahren zur Adecco nach Zürich gekommen.

Seither bleibt kein Stein auf dem anderen im Legal&Compliance-Bereich des führenden Temporärarbeits- und Stellen-Riesen.
Unter dem Schlagwort „Simplify, Execute, Grow“, mit dem die ganze Gruppe 150 Millionen einsparen wollte, kürzte auch der neue Legal-Boss Sulzer die Ausgaben.
Für viele. Nicht für sich selbst.
Sulzer, der nach seiner Rückkehr aus Amerika ein zweistöckiges Apartment in Steinwurfdistanz vom Paradeplatz bezog, wo er an der Tür ein goldenes Messingschild mit seinem Namen befestigte, liebt das Reisen.
Und das Essen. Und den Luxus.
„Seine Spesen schlagen alles“, sagt ein Insider. Sein Boss, der Konzernlenker der Adecco, sei im Bild darüber, würde aber seine schützende Hand über Sulzer legen.

Ein anderer Gesprächspartner meint hingegen: „Irgendwann war es sogar der Firma zu viel, da gab es eine Untersuchung.“
„Die Adecco Gruppe nimmt alle Belange in den Bereichen Corporate Governance, Arbeitsplatzkultur, Ethik und Compliance sehr ernst“, meint ein Sprecher.
„Wir verfügen über strenge interne Kontrollen und Verfahren, um die Rechenschaftspflicht auf allen Ebenen unserer Organisation zu gewährleisten.“
Einmal war Sulzer an einem Anlass in Portugal jener Managerin, die jetzt gegen die Adecco rechtlich vorgeht. Statt im für alle gebuchten Hotel zu nächtigen, buchte der Rechtschef ein anderes für sich.
Eines der Extraklasse. An Meetings mit Kaderleuten tauchte er mit Begleitpersonen auf, die niemand kannte.

Mit dem Geldausgeben für die eigenen Freuden hätten Sulzers Unterstellte im Rechtsbereich vielleicht noch leben können.
Doch nicht mit seinem Führungsstil. Dieser wird als manipulativ, für Betroffene erniedrigend, kurz toxisch beschrieben.
„Er kann jemanden loben, im nächsten Moment stellt er ihn vor allen bloss“, berichtet eine Auskunftsperson.
„Sein Mittel ist selektives Informieren. Gerne verweist er auf den CEO, dass er eine bestimmte Massnahme mit diesem abgesprochen habe. Doch man wusste nie, ob das auch stimmt.“
Fachlich erhält Sulzer gute Noten von den Gesprächspartnern. „Das Problem ist, wie er die Menschen behandelt.“
Einmal erlebte eine Chefin, wie Sulzer deren Job einer jungen Mitarbeiterin offerierte. Die Frau, seit langem dabei, stand daneben und schluckte leer.

In den knapp 4 Jahren sind gegen 10 hohe Kaderleute in Sulzers Legal&Compliance gegangen. Vielen wurde gekündigt, einige gingen von sich aus.
In der Mehrzahl handelt es sich um Frauen, mehrere darunter mit sehr viel Erfahrung und Wissen. „Wer ihn kritisierte, riskierte seinen Rausschmiss“, sagt ein Insider.
Die geschassten Juristinnen hat Sulzer ersetzt durch Jüngere, vornehmlich aus Osteuropa, insbesondere Bulgarien.
„Viele würden noch so gerne auspacken, doch sie haben Angst vor Nachteilen“, sagt eine Quelle. „Sulzer ist weltweit gut vernetzt und hat Einfluss.“
„Sollten dem Unternehmen Vorwürfe zur Kenntnis gebracht werden, werden diese gründlich geprüft und gemäss den geltenden Richtlinien sowie den gesetzlichen Anforderungen behandelt“, sagt der Mediensprecher der Adecco.
„Es gehört zu unserer Unternehmenspolitik, uns nicht öffentlich zu Personalangelegenheiten, internen Überprüfungen oder schwebenden Gerichtsverfahren zu äussern.“
So ein kleiner Diktator mit grossem Ego. Hat mich doch direkt an den Film „Der Diktator“ mit Borat erinnert. Der reiht auch hübsche Gespielinnen, äh Mitarbeiterinnen, um sich.
Wenn er es kann soll er es geniessen. Alte Karriere Tussis fühlen sich dann halt gekränkt.
Ich vermute mal, da hat eine Quotenfrau, die keine Leistung gebracht hat, das Unternehmen verlassen müssen. Gute Leute werden nicht rausgeschmissen.
Gerade solche toxischen Chefs wollen nur Untergebene, von denen sie angehimmelt werden und die sich treten lassen. Er will den Ruhm abgreifen und da sind kompetente, erfahrene Mitarbeiter in erster Linie ein Problem. Von daher würde ich jetzt nicht auf „Quotenfrau“ tippen, sondern eher auf „Narzisst an der Macht“.
Gute Leute werden haufenweise rausgeschmissen. Juniorisation. Sinnlose Sparübungen. Rache narzisstischer Chefs. Das System lässt es zu.
Klartext, in welcher Welt lebst Du??? Genau die guten Leute werden herausgeschmissen, da „Sulzer’s“ Angst vor ihnen haben….
Früher hätte man einem solchen Typen eine ordentliche Tracht Prügel versetzt und gut wars. Der hätte sich von selbst gebessert.
Ja bei den alten Raubrittern stellte das nur die erste Stufe einer Strafe dar. Die weiteren Stufen sind bekannt, die alten Raubritter sind ausgestorben. Die neuen Raubritter des 21. Jahrhunderts haben hoffentlich diesen Weg noch vor sich.
Kein untypischer Führungsstil
Das beschreibt ziemlich gut den typischen anglo-amerikanischen Gross-Unternehmen Führungsstil von Persönlichkeiten mit starken Ausprägungen im Bereich der „Dunklen Triade“.
Die Überrepräsentanz solcher Personen in den höheren Führungsebenen ist wissenschaftlich nachgewiesen, da sie von der nächsthöheren Führungsebene als ideale Absicherung für den eigenen Stuhl eingesetzt werden können.
Ein solcher Prozess hinterlässt oft nur Verlierer. Die Hürden sind hoch. Mutige Frau. 🍀
Adecco vermittelt ihr bestimmt eine passend Anstellung, ist ja ihr Kern-Geschäft. Offensichtlich muss der Chefjurist allen zeigen, was für „en geile Siech“ er ist. Das haben die unreifen Buben halt so an sich.
Stefan Sulzer for president!
… president of something, where he does not have power over any employees. Only that would be suitable
Adecco can take advise to Stephan Howeg if necessary….It’s always been a problem for Adecco (at least since 2016) to hire top executives coming from large US style corporation with their „good practices“….And in this case, the big issue is: Compliance & Integrity reports into this guy. Hopefully, this article will facilitate the escalation to the Board.
To comment and allude would have been much braver when done without hiding.
Stephan Howeg was and is still one of the best leaders.
wind of change, sozusagen bei den q damen…
Super Schlammschlacht. Man hat zwar keine Ahnung wer wirklich recht hat. Aber es ist so schön dreckig. Und es lässt sich so schön kommentieren.
O.k., es wurden einige Juristinnn aus der Firma getrieben. Aber waren auch Menschen betroffen?
Bitte holt noch mehr Leute aus Osteuropa in die Schweiz, uns Schweizern werden alle Zukunftschancen verwehrt. Es ist eine wahre Zumutung.
Zukunftschancen ergreift man.
Die werden einem nicht zugeworfen.
Die Filzschweizer verstehen dad leider nicht, nicht wie Kapitalismus funktioniert.
… toxischer Stil von Sulzer, gedeckt vom CEO? Junge Hühner aus Osteuropa im Fokus? Diese Triologie muss eigentlich jedem VR die Glocken läuten lassen. So eine Portion Nestle-Freixe ist halt in jedem grösseren (kotierten) Betrieb. Als Aktionär darf man nun auch tagesaktuelle Fragen stellen. Vielleicht sind in der internen PR auch bereits die high potentials girlies von irgendwo die Antworten schreiben – gedeckt vom Chef …
Der Chef von Legal&Compliance genehmigt sich selbst einen hohen Lohn und exorbitante Spesenausgaben und dessen Boss schaut in die andere Richtung?
Muss man als Investor mehr wissen über die Zustände in einer Firma?
War vor 25 Jahren 150.- pro Aktie Wert. Heute noch 21.-!Geldvernichtungsmaschine.
Guter Führungsstil.
Jetzt, dank Genderpaygap, für 80% Lohn bei 100% Leistung wieder einstellen.
Aber nur, wenn ihr Mann oder ihr Vater ihr Ja geben.
Wenn Hr. Sulzer und Hr. Machual so weiter wursteln wird das auf längere Sicht nicht gut ausgehen mit Adecco.
Wartet mal ab.
Machuel weiss seit Jahren bescheid und glaubte, es ignorieren zu können. Die Mitarbeiter leiden seit langem… eine Schande
Naja, selber schuld wenn man sowas anstellt. Oder überhaupt mit dieser Firma etwas zu tun hat.
Wozu braucht Adecco eine solch‘ grosse L&C Abteilung?
It’s about time that the truth becomes public. The details are 100% accurate and even more can be added. Let’s see if Adecco takes consequences or will this just continue like their stock prices!!! Mehr schein als
Sein !!!!
The guy is an A1 clown and also the CHRO Frau Seabrook. Both highly unlikeable creatures who need putting out to pasture.
aufgrund eines Aktientipps der Finanz & Wirtschaft habe ich im Dezember 2020 Adecco-Aktien gekauft. Performance-Stand heute, nach mehr als 5 Jahren: minus 60,85 %. Eine tolle Firma!
Alles hochstudierte feiglinge! Immer angst um ihren job und dies obwohl die meisten einen jus titel/wisch haben! Es hat viel zu viele hochstudierte feiglinge und bücklinge und die jammern immer und gehen rechtlich gegen die arbeitgeber vor. Diejenigen die am wenigstem verdienen in unserer gesellschaft haben diese möglichkeit nicht wirklich. Jammern tun sie niemals in der öffentlichkeit weil die wirklich probleme haben wenn sie den job verlieren. Ein hochstudierter hat meistens family mit haus im background also nicht arm.