Eine vermeintliche Lokalposse weitet sich zum Fall eines bekannten Dorfs aus.
Erlenbach. Der Name klingt nach Reichtum, Verschwiegenheit und Einfluss. Das trifft auch zu.
Erlenbach liegt an der Zürcher Goldküste, zählt beste Steuerzahler zur Bevölkerung, die Immobilien kosten ein Vermögen.

Jetzt herrscht dort dicke Luft. Die Gemeindeschreiberin, das ist die Chefin der Verwaltung, ist draussen vor der Tür gelandet.
Per sofort hat sie ihren Job nicht mehr, den Lohn erhält sie noch bis Ende März.
Auch ihr Stellvertreter springt ab, er hat gekündigt. Im Frühling braucht es einen Komplett-Neustart.
Chefin und Stv. haben politische Ambitionen. Sie wollte für die SVP in den Gemeinderat, also die Exekutive, von Zollikon, er aspiriert als Parteiloser fürs Stadtpräsidium von Wallisellen.
Letzte Woche kams zur Eruption. Die junge Frau hat einen Doktortitel von einer eher wenig bekannten Uni. Wer nach der Arbeit sucht, wird lange nicht fündig.
Schliesslich taucht aus den Tiefen des Netzes ihr 382-seitiges Werk „Comunicazione istituzionale ed organizzazione della Chiesa armeno-cattolica“ auf, eingereicht an der Opus-Dei-Universität in Rom.
Ein Lokalmedium stellte der Gemeindeschreiberin Fragen. In der Gemeindeverwaltung hatte es zuvor unter ihrer Leitung rumort, es kam zu Scharmützeln hüben und drüben.
Statt der Zeitung zu antworten, schaltete die Neo-Politikerin einen bekannten Medienanwalt von der Zürcher Kanzlei Bratschi ein.
Der riet ihr, mit einer superprovisorischen Verfügung zu drohen.
Das zeigte die gewollte Wirkung: Die Journalisten akzeptierten den Maulkorb und brachten nichts von dem, was ihnen unter den Nägeln brannte.
Doch das Medium machte die Drohung der SVPlerin publik. Das machte aus der Lokal-Story einen überregionalen Thriller. Der Tages-Anzeiger sprang auf.
Die Chefs der SVP kriegten kalte Füsse. Die Frau gab am Montag ihren Verzicht auf die Zollikoner Kandidatur bekannt, gestern informierte der Gemeindepräsident von Erlenbach, dass sie von Bord gehe.

Ihre vielen Internet-Auftritte hat sie sofort umfassend gelöscht. Online-Präsenz ausradiert.
Man findet mit Tricks noch alte Interviews. Da zeigt sie sich rhetorisch beschlagen.
Ihr Stellvertreter kandidiert weiter. Er geniesst die Unterstützung des Erlenbacher Gemeindepräsidenten – seinem ultimativen Noch-Boss.
Philippe Zehnder heisst dieser, ein Ex-UBS-Banker, der als Parteiloser die Wahlen gewann. Er schlug den Amtsinhaber in die Flucht.
Zehnder sass auch im Unterstützungskomitee der Frau, die jetzt abgetaucht ist. Auf Fragen geht er nicht ein, statt dessen verweist er auf das Communiqué der Gemeinde.
Erlenbach im Sturm, der Kapitän bleibt still. Am goldenen Zürichsee schäumen die Wogen.

Adrienne Suvada ist der Name der Dame.
Elisabeth Hager
vor 11 Stunden
Hui das ging schnell,vermutlich der beste Weg,vor der vermuteten Niederlage
Kasi
23.01.2026
Gemäss dem Blog von Peter Keller wurde wenige Tage nach dieser Gemeindeversammlung kommuniziert, dass die Gemeindeschreiberin krankgeschrieben sei und mehrere Wochen ausfalle. Gleichzeitig nahm sie an politischen Diskussionsveranstaltungen und öffentlichen Standaktionen im Rahmen ihres Wahlkampfs für das Gemeindepräsidium in Zollikon teil.
Gemäss der Website von Frau Suvada will sie sich gegen den Missbrauch im Sozialbereich einsetzen. Ich hätte da einen Fall der sie interessieren könnte.
Ohje in der Erlenbacher Politik tummelt sich ein Strauss dubioser Personen. Passend zum Rest von Erlenbach: Mehr Schein als Sein.
„Mehr Schein als Sein?“. Keine Ahnung der Schreiberling. Tiefe Steuern, gute Lage und Infrastruktur, nahe bei der Stadt, keine starke Linke und Queers die bevormunden wollen, gute Schulen, schnell in der Natur und am See. Coop, Migros, Denner, Honold und Juliette, Apotheke, Pizzeria, Restaurants alles vorhanden!
Die Frau hat angeblich einen Doktortitel in Kommunikationswissenschaften. Aber sobald das Lokalblatt kritische Fragen stellt, ruft sie den Medienanwalt. Seltsames Demokratieverständnis!
klingt nach Schweizer Ureinwohnerin!
Das ist auf Regionaler Ebene eben noch anders.
Auf Nationaler Ebene vermeiden es die „Staatsmedien“ wirklich kritische Fragen zu stellen. Sie lassen es sogar zu, dass es ausweichende oder nichtssagende Antworten gibt.
Es ist aber wie überall in der Demokratie ! Die Politik vergisst permanent für wen sie eigentlich arbeiten sollte und wer sie zahlt.
99% der Darsteller ist Das aber völlig egal.
Gut gemacht, genau das ist die Frau. Wer ist sie wirklich? Hat jemand mehr Infos ?
Welche Ausbildung haben Sie?
Ich habe berufsbegleitend Jus in der Schweiz und Kommunikation in Rom studiert, habe unter anderem als Journalistin, später in der Privatwirtschaft im Bereich Kommunikation gearbeitet. Seit zwei Jahren bin ich Gemeindeschreiberin von Erlenbach, davor habe ich an der ZHAW die Fachstelle Communication and Branding geleitet.
Quelle: Zolliker/Zumiker,
september 2025
Stimmt, man findet die Einführung in Erlenbach überall: https://www.erlenbach.ch/wp-content/uploads/2023/05/2023.05.23-anstellung-neue-gemeindeschreiberin-gemeinde-erlenbach-1.pdf
wenn das jetzt Schule macht in den Verwaltungen und Behörden!
Sie löscht das Internet?
Boah …! 😉
Ich konnte diesen Kommentar noch posten. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass sie das Internet nicht gründlich gelöscht hat.
„Die Journalisten akzeptierten den Maulkorb und brachten nichts von dem, was ihnen unter den Fingern brannte“. Unsinn, kleine Medien wie „Zolliker News“, „ZoZu Bote“, „Spatz“ haben berichtet über Druck von der Anwaltskanzlei. Die mit ihrer Strategie gescheitert ist und Suvada politisch verbrannt haben.
Der GP von Erlenbach, bezeichnet sich selber als Sheriff von Erlenbach (schiesst sich immer ins eigene Knie und wird deshalb im März „gefeuert“) ist ein alter Bankspezi von Luki und kam einmal in einem kollegialen IP Podcast zu Wort wo Zehnder viel Unsinn verbreiten konnte!
Suvada bei der SVP ?
Schon wieder ein Plagiat? Schon wieder falsche Hüte?
Gott bewahre mich vor dieser Wunder-Tüte!
Adrienne hat and der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom Kommunikationswissenschaften studiert (Doktorat, Sept. 2016: „Comunicazione istituzionale ed organizzazione della Chiesa
armeno-cattolica“) und danach (mit anderen Autoren zusammen) noch ein-zwei Artikel zu Marketing publiziert. Sie war auch Jungdozentin an der ZHAW.
Sie hat sich krankschreiben lassen, um im Wahlkampf für die SVP gegen Sozialbetrüger zu wettern.
Wer in Zollikon, Erlenbach oder Küsnacht – die letzten Gemeinden in denen noch jemand aus Nostalgie FDP wählt – für die SVP kandidiert, ist grundsätzlich zum Abschuss frei. Hier war es aber wohl nicht die FDP, die dahinter stand, sondern Animositäten in Erlenbach gegenüber einer Gemeindeschreiberin, die hinschaut. Dann kommunikative Fehler – und Bingo.
Ins Fäustchen lachen dürfen sich FDP und GLP, die zuschauen durften und kampflos ihre Gemeinderatssitze im schönen Zollikon bekommen, obwohl der entsprechende Leistunsausweis der letzten vier Jahre mehr als dürftig ist. Nun ja.
Die Betreffende hat sich zu spät zurückgezogen und erscheint darum trotzdem auf den Zolliker Wahlzetteln.
Zudem war sie mit einem Schweizergardist verlobt und hat das im Fernsehen breitgeschlagen:
http://www.srf.ch/play/tv/fenster-zum-sonntag/video/lieben-und-glauben-zwischen-vatikan-und-der-schweiz?urn=urn:srf:video:0535068d-de29-4cb3-b6c7-46c46516be9e
Oh, ich glaub ich hab grad das Internet gelöscht…
Frau Dr. Adrienne Suvada. Lesen Sie doch die Zolliker News vom Sept. 2025 mit allen Details.
Wasss? Das ganze Internet weg? Einfach so? Wahhhnsinn!
Ob Bratschi hier demnächst dazwischengrätscht?
Die Opus-Dei Uni hat schon immer sagenhafte
und merkwürdige Personen in den Raum geschickt.
Da macht es Zumikon mit dem tiefsten Steuerfuss im Kanton besser: 6 Gemeinderatssitze, 6 Kandidaten, davon 4 FDP und 1 GLP. Wahlkampf? Das war mal.