In Genf zittert der Finanzplatz. Grund ist die Bank Reyl. Dort bleibt kein Stein auf dem anderen.
Ihre Mehrheitsbesitzerin, die italienische Grossbank Intesa Sanpaolo, übernimmt das Kommando.
Sie kauft die noch nicht in ihrem Besitz liegenden 30 Prozent der Reyl und bringt damit die Genfer Privatbank unter vollständige Kontrolle.
Mit dem Coup verbunden ist die Auswechslung des CEOs. Die Mailänder Grossbank beordert einen eigenen Mann nach Genf, um dort zum Rechten zu schauen.
Das ist dringend nötig. Die Finanzmarktaufsicht Finma ist bei der Reyl einmarschiert und hat „schwere Mängel im Risikomanagement und in der Geldwäschereiabwehr“ angemahnt.

Das hatte der Tages-Anzeiger im letzten Frühling berichtet. Danach reichte die Bank Strafanzeige gegen die Journalisten aus dem Hause Tamedia ein.
Der Chef der Genfer Staatsanwaltschaft liess sich vom Vorstoss der Reyl-Bank nicht beeindrucken. Er schmetterte laut „Tagi“ alle Anträge der Banker und ihren Anwälten ab.
Für die Reyl-Chefs war das die finale Pleite. Sie hatten nicht nur grobe Fehler mit heiklen Kunden begangen, sondern standen auch noch als Feinde der vierten Gewalt im Land da.
Die sollte vom Staat an die kurze Leine genommen werden, damit die Bank weiter locker Kunden aufnehmen könnte, ohne denen genau auf die Finger zu schauen.
Die Italiener fanden’s nicht mehr lustig. Der grosse Knall, der diesen Freitag passiert, dürfte die Folge der scharfen Finma-Rüge und den kritischen Medienberichten sein.
Darin ging es auch um den starken Mann bei der Reyl. Dieser trägt den eindrücklichen Namen Lorenzo Rocco di Torrepadula.
Der Leiter des ganzen Wealth Managements der Reyl, nebenbei Hobby-Rennfahrer.
Rocco di Torrepadula eilt der Ruf eines Topshots voraus, der Business vor Kontrolle setzt. Mit dem CEO-Wechsel ist jetzt auch der heimliche Herrscher bei der Reyl am Ende.
Er darf zwar bleiben, aber nur, bis ein geeigneter Nachfolger für sein Private Banking bereit steht. Ein Intesa-Sprecher reagierte nicht auf Fragen vom Mittwoch.
Didn’t former Swiss Federal Councillor Ruth Metzler sit on the board of directors of Reyl Bank for years? Wasn’t she responsible for excluding high-risk clients?🤣
Sprache in Sprachraum, vertraut damit? Schmückst und geckst dich in allen Wörter und Sprachen, du Pfau. Beeindruckt mega absolut gar niemand du Whistleblower.
Kontext, Sprache, Sprachraum – darf man selbst auf IP erwarten.
Why don’t you use our language?
Sorry, the community extends beyond the borders of Switzerland for certain issues.
Désolé, la communauté s’étend au-delà des frontières de la Suisse pour certaines questions.
Mi dispiace, ma su alcuni argomenti la comunità si estende oltre i confini della Svizzera.
The Big Short
Man darf hier gerne auch Ruth Metzler erwähnen. Sie hat bis vor kurzem als Verwaltungsrätin von Reyl fungiert und vermutlich nicht wenige Batzeli kassiert. Dafür hat sie bei den Sitzungen angestrengt auf die andere Seite der Rhone geschaut. Und aktuell ist sie Präsidentin des schweizerischen olypischen Komitees. Sie wird unsere Nation sicher würdig vertreten.