Ein „ausgezeichnetes Ergebnis“, klopft sich UBS-CEO Sergio Ermotti heute früh selbst auf die Schulter. 7,8 Milliarden Dollar Gewinn im 2025.
2015, also vor einem Jahrzehnt, hatte die Grossbank ebenfalls unter Ermottis Führung einen Reingewinn von 6,2 Milliarden Franken erzielt.
Damals entsprach das 8,1 Milliarden Dollar.
Zehn Jahre lang auf der Stelle getreten – trotz historischer CS-Übernahme. Die Bank sollte längst viel mehr verdienen.

Ermotti betont anderes. Man habe die Grenze von 7’000 Milliarden (!) verwaltete Vermögen überschritten, das weltweite Private Banking boome wie nie, die Investmentbank ebenso.
Dividende hoch, Boni durch die Decke – Korkenknallen.
Oben und bei den grossen Aktionären. Im Maschinenraum droht andere Action. Die UBS-Führungscrew plant nämlich den Riesen-Abbau.
Dieser folgt auf das soeben um eine 500 Millionen auf 13,5 Milliarden Dollar erhöhte Einsparziel im Zuge der CS-Integration. Ende 2026 endet Operation CS definitiv.
Wie gross dieses nächste Verschlankungs-Programm sein wird, kann man aufgrund der heute vorgelegten Informationen erahnen.
Zu rechnen ist mit Tausenden von Entlassungen. Gar mit Zehntausenden.

Die UBS hat nämlich immer noch viel zu hohe Kosten, jedenfalls in den Augen ihres Top-Managements.
Sämtliche Ausgaben beliefen sich 2025 auf gut 40 Milliarden, rund eine Milliarde weniger als im 2024.
Gleichzeitig stiegen die Gesamterträge im letzten Jahr um knapp eine Milliarde auf fast 50 Milliarden Dollar.
Beeindruckend, die Richtung stimmt. Nur etwas passt nicht ins Rosa-Bild. Etwas Entscheidendes: Die Kosten-Ertrags-Relation.
Das sogenannte Cost-Income-Verhältnis hat sich praktisch nicht verbessert. Es blieb hartnäckig hoch. 84,7 Prozent im 2025 versus 84,8 Prozent in 2024.
Das ist weit weg von allem, was sich Ermotti und Co. vorgenommen haben. Und es ist auch jenseits von den Zahlen der besten Konkurrenten.
Daraus macht die UBS-Spitze heute früh keinen Hehl. Sie deklariert vielmehr ein ambitiöses Ziel. Eines, das so weit weg liegt vom gegenwärtigen Zustand, dass man sich die Augen reibt:
67 Prozent. Von 85 herunter auf diese Vorgabe sind es 18 Prozentpunkte. Gigantisch. Eine Weltreise.
Wie soll dies gehen?
Die UBS hat zwei Stellschrauben. Sie kann die Erträge, sprich die Einnahmen mit ihren Privat-Kunden, den PKs und im Investment Banking, steigern.
Und sie kann die Kosten zerschlagen.
Letzteres wird sie in Bälde tun. Die SonntagsZeitung schrieb von einem Abbau hinunter auf noch 80’000 Stellen.
Per Ende Dezember wies die UBS genau 103’177 Vollzeitstellen aus. Wie beim Cost-Income bewegte sich auch beim Personalbestand die Nadel kaum.
Mit 104’427 hatte die Bank am 30. September des letzten Jahres nämlich nur unwesentlich mehr Hundert-Prozent-Jobs.
Ein Rückgang in drei Monaten um gerade mal 1,2 Prozent.
Nichts, wenn man das enorme Kosten-Ertrags-Verhältnis anpacken und spürbar senken will.
Und genau das will die Bankleitung jetzt als nächstes tun.
Der Grund für das bisher gemächliche Tempo bei den Jobs ist klar: Ermotti wollte unbedingt die CS-Integration innerhalb von 3 Jahren schaffen. Das scheint ihm zu gelingen.
Für den Tessiner bedeutet das Biggest Payday ever.
Die Kosten liess der UBS-CEO schleifen; sie spielten für ihn nicht die entscheidende Rolle. Dafür rücken diese in der Periode 2026 bis 2028 umso stärker in den Fokus.
Eine massiv verschlankte und effizientere UBS steht auf dem Programm. Zu erreichen sein wird das allein mit einem Massen-Abbau – einem historischen.
Darum muss sich nicht mehr Ermotti kümmern, sondern sein Nachfolger. Ihm obliegt die Härte der Abspeckkur.
Der zukünftige operative Steuermann wird insbesondere in der Schweiz das Messer ansetzen, wo immer noch rund 35’000 Leute bei der Grossbank arbeiten.
2029, am Ende des Jahrzehnts, bleiben vielleicht noch 25’000 übrig.
Die UBS Schweiz ist alles andere als fit. Die Division verlor auch 2025 an Terrain, ihr Gewinn sank stark.
Als einziger Bereich machte die Schweiz Minus, die anderen drei Divisionen, das weltweite Wealth Management, das Asset Management und die Investmentbank, legten zu.
Im Heimmarkt hingegen sank der Vorsteuerprofit von 3,2 Milliarden im 2024 auf noch 2,5 Milliarden im 2025.
Das Minus beträgt mehr als einen Fünftel – never heard of. Damit ist klar: Der eisige Wind der nächsten drei Jahre wird am stärksten dem UBS-Personal in der Schweiz ins Gesicht blasen.



Etwas neues werden die Entlassenen kaum finden wenn man den aktuellen Arbeitsmarkt anschaut. Es gibt ein massives Überangebot an Stellensuchenden. Beste alternative wäre das Auswandern nach Thailand. In der Schweiz wird es kaum mehr etwas. Wenn msn es geschickt macht bezahlt die Sozialhilfe auch nach Thailand
Sozialhilfe nach Thailand wird keine ausbezahlt.
„geschickt gemacht“ ist ein synonym für illegal.
Wer jetzt noch immer bei der UBS arbeitet hat eine 2 und 7 in der Hand. Pokertechnisch. Da braucht es viel Glück.
Irgendwie muss die Bonuspolitik auch weiter finanziert werden können ohne staatliche Hilfe. Daher ist der Abbau gerechtfertigt und absolut sinnvoll für die GL.
Im Service werden noch Leute gesucht. Dä Schnäller isch dä Gschwinder.
Ja klar, Bankangestellte im Service…
Die versprechen Dir als Kunde ein 3-Gang-Menü, aber Du kriegst dann ein Glas Wasser und darfst dann in der Küche das Geschirr abwaschen.
Es wäre doch sinnvoll, auch mit der Risikobetrachtung zu hausieren. Der „hohe“ Gewinn im Ausland wurde mit welchen Risiken erzielt?
Etwas mehr Fokus auf Nachhaltigkeit in den Geschäften würde hier eine klare Richtung vorgeben.
Jetzt bekommen wir die Quittung im Versagen der CS Uebernahme. Von längerer Hand vorbereitet, von unseren Politversager durchgewunken.
Im Nachhinein ist halt immer jammern angesagt.
Einfach mal all die nutzlosen woken „Quoten“ Stellen streichen, da könnte man einiges einsparen.
So ein Seich aber auch.
Wir machen einen Gewinn von 7 Milliarden pro Quartal.
Uns geht es ja deshalb so schlecht, weil wir Gewinn machen.
So ein Denken können nur KV-Angestellte (sich selber Bankangestellte nennenden) haben.
Drehen jetzt nun alle durch?
Endlich Gutes von der UBS. Ein wenig Gewinn. Könnte aber deutlich mehr sein. Und endlich geht was mit dem Personalballast.
Man könnte schon fast daran denken die Aktien zu kaufen.
Aber vorher möchte ich den Personalabbau sehen. Versprechen kann man vieles.
Kein Mitleid, als Ex-Krankenschwester hab ich nie einen Bonus bekommen, 1x wurde für mich „geklatscht“ und 1x gab es eine Tube Handcreme während Corona.
Besser ist es, als gesunde Schwester zu arbeiten.
Nur keinen Neid, es war ihr Entscheid welchen Beruf sie ergreifen. Zudem sind die Banken zwar gierig, bringen aber im Gegensatz zur Pharma, bzw. Schulmedizin keine Menschen um, zumindest nicht direkt.
Ich hoffe, Sie halten die Tube in Ehren!
Ein Fünftel wird entlassen und die Überlebenden kriegen zum Dank ein Fünftel mehr Aufgaben/Arbeit oben drauf, plus jedes Jahr noch utopischere Wachstumsziele.
Da muss man schon irgendwie nicht mehr alle Latten am Zaun haben, wenn man dies noch mitmacht.
Toi toi toi 🙂
Tja – so sehen sie in der Realität nach dem Press Release nun mal aus: keine Siegerpose, kein „Merger of Equals“-Glanz, sondern die Mienen von Leuten, die genau wissen, was es war: eine Zwangsverdauung zur Stabilisierung des Systems.
„Merger of Equals“ war die PR-Formel, damit es nach Partnerschaft klingt. In der Praxis war es eine Notkonsolidierung – und jetzt kommt der unvermeidliche Teil: Selektion, Abschreibung, Abbau. So sieht „gleichberechtigt“ eben aus, wenn einer den anderen komplett aufnimmt.
Es zwingt niemand jemand bei dieser Bank zu arbeiten.
Alle haben ihr Überleben innerhalb von 3 Monaten selbst in der Hand.
Also, Mutige vor…
Im Gegenzug dürften 10’000 weniger echte Fachkräfte, also nicht „Fachkräfte“, einwandern. Wers glaubt…
And the social costs of increased unemployment will be borne by the state (i.e., by taxpayers).
Alle UBS’ler die jetzt jammern sind noch nicht in der Realität angekommen.
80.000?? Das sind immer noch viel zu viele. Wir schreiben das Jahr 2026. KI erlaubt es selbst dem letzten Doofie, online zu investieren oder zu banken. Wie viele dieser arroganten massiv überbezahlten Bankster bringen denn einen Mehrwert für die Kunden?
Für immer nach🇹🇭. Jetzt ist der Moment. Erfolgschance auf ein neuer Job gegen Null. Hoffe die Entlassenen haben nicht auf grossem Fuss gelebt und die Boni gespart.
mit virtuellen Zahlen und Fiatwährungen, bestehend aus drei Grossbuchstaben „CHF“ produzieren und entwickeln Banken eigentlich gar nichts. Die Finanz-„Produkte“
sind auch eher nur durch heisse Luft gedeckt, wie mit physischen Werten.
Die Bonis sind somit komplett überhöht und eigentlich völlig ungerechtfertigt, denn realwirtschaftlich wird nichts hergestellt. Nur dank der Monopolstellung, CHF-Währung durch Verschuldung (Kredit) zu erzeugen und dafür Zinsen zu kassieren von den schuldigen Schuldnern (allen Staatsbürgern und Steuerzahlern) existieren die Banken. Schuldenversklavung sei Dank!
Der Stellenabbau bei der UBS hat durchaus auch sein Gutes. Einen Kaffee rauslassen, eine Flasche öffnen, ein Döner oder ein Falafel servieren kann Jeder und Jede. Sicherlich lässt sich so im Gastgewerbe der Fachkräftemangel signifikant entspannen und auch die Zuwanderung im Allgemeinen bremsen.
Die Integration kostete natürlich Geld. Das nun sehr viele Stellen doppelt besetzt sind und nun abgebaut werden dürfte wohl auch klar sein. Wichtig dürfte wohl eher sein, die richtigen Mitarbeiter zu behalten und die Schaumschläger zu entlassen. (Siehe Bericht https://insideparadeplatz.ch/2026/02/04/ermottis-spezial-agentin-zerschlaegt-die-compliance/). Denn wenn die richtigen Mitarbeiter gehen, dürfte es der UBS bald wie der CS ergehen.
Der größte Fehler den man in so einer Situation machen kann ist an seinen Ansprüchen festhalten. Und nicht sofort die Ansprüche massiv nach unten zu korrigieren.
Dass der Personalbestand nicht einfach so schnell nach unten geht, liegt vor allem auch am Sozialplan. Die meisten, die im Laufe 2025 die Abbau-Nachricht erhalten haben, sind ja noch im Sozialplanprogramm „COACH“ und bleiben bis zu 12 Monate auf der Payroll. Auch die, welche nach Abschluss der Integration rausfallen werden, kommen in dieses Programm und fallen erst im Laufe 2027 von der Lohnliste…
Manchmal muss man Leute entlassen. Aber eines ist für eine Führungskraft klar: das tut weh, das macht niemand gerne.
Ich fühle mit den Betroffenen genauso wie mit denen, die die Entscheidungen treffen müssen, auch wenn sie es nicht wollen.
Jetzt geht dieser Terror wieder los. Kann sich niemand vorstellen.
Das ist jetzt etwa das zehnte Mal, wo dieser Abbau thematisiert wird. Ebenfalls zum 10. Mai: 20% genügen NICHT; es müssten etwa 40% sein.
Dass Ermotti sich bei jedem Quartalsbericht lobt ist nichts Neues. Dass danach den Kurs runtergeht auch nicht.
Ich gratuliere der UBS zum guten Ergebnis und gebe der Führung noch ein paar Gratistipps. Das Cost/Income Ratio bei der UBS Americas ist nach wie vor um Welten schlechter als in der Schweiz. Das ist systembedingt und wird sich nie ändern- verkauft den Laden ! Die Investmentbanker verdienen weltweit zuviel. Diesen relativ einfachen Job können auch weniger qualifizierte Banker machen. Der Kundenservice in der Schweiz ist lausig. Also hört auf bei der „Cash Cow“ abzubauen. Ich habe fertig für heute !
Liebe UBS-CS-Kundenberater..wie wäre es mit den Lohnvorstellungen auf ein vernünftiges Niveau runter zu fahren und bei einer Regionalbank/KB/usw. einen sinnstiftenden Job anzunehmen?
Interessant wäre noch zu wissen wie viele bereits im Abbauprogramm sind aber noch bezahlt werden. Das müssten bereits mehrere Tausend sein.
Das Shareholder Value wird immer gieriger. Die Aktionäre kriegen den Hals nicht voll. Neuerdings macht bei den Global Playern der RPE Wert die Runde (RPE = Revenue per Employee). Es folgt die Massenarbeitslosigkeit.
CHF 7 Mia., und die wurden auch dank de facto-Staatsgarantie erwirtschaftet. Da sollte doch noch etwas fürs Sparsäuli drinliegen: Anstatt Aktienrückkauf bitte nun Einlagen ins Eigenkapital. Auch das erhöht die Attraktivität des Unternehmens.
Wie viele male schon gab es diese Schlagzeile in IP. Und wieder eine leere (und erschreckend tiefe) Versprechnung.
Zwei beinahe gleiche Banken haben fusioniert.
1 + 1 = 1.2
Wir sind nun bei 2.0, da müssten also 40% der Stellen gestrichen werden (und nicht nur 20%).
Die Inkompetenz des Menschen tendiert immer gegen unendlich.
Wenn Nulpen mit grossen Zahlen mit vielen Nullen jonglieren …
Der Bonus wird prächtig sein. Alles andere? Unwichtig. Und … der Letzte löscht bitte das Licht im dann leeren Raum. Auch dann noch können so Kosten optimiert werden.