Bei der Schweizer Autovermieterin Helvetic Motion AG, einer Franchise-Partnerin von Enterprise, Alamo und National, mehren sich Hinweise.
Auf problematische Arbeitsbedingungen für sogenannte Transferfahrer.
Die Fahrer sind fast ausschliesslich Rentner, die Fahrzeuge im In- und Ausland überführen.
Recherchen stützen sich auf interne Unterlagen, Verträge, Merkblätter sowie Gespräche mit mehreren Betroffenen.
Im Zentrum steht ein Entschädigungsmodell ohne klassischen Stundenlohn. Vergütet wird pauschal pro Fahrt.
Fahrer berichten, dass Verzögerungen durch Stau, Grenzwartezeiten oder Umwege vollständig zu ihren Lasten gehen.
Zusätzlich fällt ins Gewicht, dass die Rückreise nach der Fahrzeugabgabe häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt und nicht als Arbeitszeit gilt.
Betroffene schildern etwa Einsätze über grosse Distanzen oder ins Ausland, bei denen eine fixe Pauschale für die FahrzeugÜberführung bezahlt werde.
Verzögerungen führten dazu, dass sich die effektive Einsatzdauer deutlich verlängerte, ohne dass dafür eine zusätzliche Entschädigung erfolgte.
Auf Basis solcher Einsätze geben Fahrer an, dass sich die Pauschalvergütung rechnerisch auf sehr tiefe, effektive Stundenlöhne reduzieren könne – in einzelnen Fällen auf drei bis vier Franken.
Spesen deckten dabei lediglich Auslagen, nicht jedoch den zusätzlichen Zeitaufwand.
Weitere Hinweise ergeben sich aus Spesenabrechnungen.
Fahrer berichten, dass sie Auslagen zunächst aus eigener Tasche bezahlen müssten und die Rückerstattung teilweise erst nach längerer Zeit erfolge.
Zudem beanstanden sie die Kilometerpauschalen.
Bis 59 Kilometer würden rund 60 Rappen pro Kilometer vergütet, ab 60 Kilometern hingegen nur noch rund 30 Rappen.
Was dazu führen könne, dass eine Fahrt über 120 Kilometer am Ende gleich oder sogar schlechter entschädigt werde als eine Fahrt über 59 Kilometer.
Ausserdem wird berichtet, dass jene Fahrer bevorzugt eingesetzt würden, die lange Auslandsfahrten ohne Pausen oder Übernachtung absolvieren.
Offiziell sei alles freiwillig, aus Sicht der Betroffenen entstehe jedoch ein Selektions-Mechanismus.
Brisant wird das Thema bei Unfällen: Es sind Fälle bekannt, in denen Fahrer nach Schäden zur Kasse gebeten wurden.
Interne Schadenmerkblätter sehen eine finanzielle Beteiligung von Fahrern bei Regelverstössen oder angeblicher Fahrlässigkeit vor – ohne klare Definitionen.
Die Helvetic Motion AG weist die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen betont, die Anstellungsbedingungen würden transparent kommuniziert, sämtliche Einsätze seien freiwillig und branchenüblich.
Eine systematische Überwälzung von Unfallschäden auf Mitarbeitende gebe es nicht.
Eine Kostenbeteiligung erfolge nur in Ausnahmefällen bei wiederholten Schäden und offensichtlichem fahrlässigem Verhalten im Rahmen einer üblichen Selbstbeteiligung.
In der Stellungnahme äussert sich das Unternehmen nicht zu sämtlichen Themen, darunter zur effektiven Lohnhöhe, zu unbezahlten Rückreisezeiten, zu Ferienentschädigungen oder zu einzelnen dokumentierten Fällen.
Stattdessen verweist Helvetic Motion auf allgemeine Prinzipien wie Wertschätzung, Freiwilligkeit und Branchenüblichkeit.
Aus Sicht der Betroffenen wirft das Modell damit Fragen zur Verteilung von Zeitaufwand und Risiko auf und zeigt die Spannungsfelder einer als flexibel konzipierten Nebenbeschäftigung.

Scheint aus dieser Warte für den Ausführenden eher unvorteilhaft zu sein. Da es aber trotzdem noch gemacht wird, scheint ein positiver Grenznutzen im Spiel zu sein… wenn auch nur ein Lerneffekt, beim nächsten Mal vorher zu rechnen.
OK. Steht im Text. „Niemand muss für diese Bude arbeiten“. machts der Rentner nicht, machts halt ein anderer. Für einen rumänischen LKW Fahrer wäre dies sogar ein Traumlohn.
Und vergesst Wohlstand. Wir steigen alle zusammen ein paar Stufen ab. Der Päckli Fahrer, der Uber Driver sowie der Banker. Nur die Politiker nicht. Weil die machen die Regeln.
sie haben die Regeln gemacht, Palfner!
Die Politiker klatschen gerade der Reihe nach gegen die Wand.
Sehr gut getroffen, Palfner!
Die Arbeitsbedingungen waren schon früher miserabel, niemand muss diese Arbeit machen, und wenn, dann vorher die Bedingungen ganz genau durchlesen.
The question is: Who cares…
Die Rentner sind froh un eine Beschäftigung. Und Auto fahren macht als nicht linker Spass. Ich sehe da kein Problem.
Das wär doch ein gutes Beschäftigungsprogramm für die ganzen gefallenen UBS-Angestellten.
Ja Ja, die krawattenlose Turnschuh Mänätscher. Kein Herz und Verstand. Arbeiten nur in den eigenen Sack. Geld muss rauskommen. Wir gehen wieder Richtung Sklaverei.
bist du der Bruder von Fritze Merz, Walter?
Nein. Zum guten Glück nicht. Merz gibt es halt wie Meier Huber Müller etc. mehrmals. Merz könnte von mir noch viel lernen.
Die Nutzhaftigkeit des Automobils wurde von Anfang an überschätzt!
wie die Mömmschen auch, Dottlieb!
Kapitalismus = Branchenüblichkeit = Ausbeutung … wie in jeder Branche, Verkäufer, Taxi-Fahrer, Reinigung, usw usw.