David Makay klammert sich an seinen Stuhl. Der Finanzchef der ultrareichen Seegemeinde Rüschlikon hält an seiner Kandidatur vom 8. März fest.
Er will also 4 weitere Jahre in der Exekutive von Rüschlikon über das Geld wachen, Steuern einkassieren, Projekte finanzieren.
Dabei ist er ein wiederholter Belästiger. Das zeigt der Inhalt einer Untersuchung, der jetzt erstmals bekannt wird.
Die offen gelegten Seiten sind zwar übersät mit abgedeckten Stellen. Trotzdem kommt rund um die vor Monatsfrist bekannt gewordenen Belästigungsvorwürfe das Entscheidende zum Vorschein.
Die externen Untersucher, die mit neun Mitarbeitenden von Makays Rüschlikoner Gemeindeverwaltung und zwei „Behördenmitglieder“ gesprochen haben, kommen zum Schluss, dass
„ein Rücktritt von (Makay) als Gemeinderat aufgrund des Vorgefallenen und des Vertrauensverlustes dabei unausweichlich sei“.
Die Untersucher sind Fachleute. Sie stammen von der Fachstelle für sexuelle Belästigungen und andere Vorkommnisse rund um Machtgefälle.

Makay habe „die Mehrzahl der gegen ihn erhobenen Vorfälle ziemlich pauschal“ abgestritten, halten sie in ihrem „Kurzbericht“ von November 2023 fest.
„Aufgrund der Gesamtheit und der Vielzahl der sehr ähnlich gelagerten Vorfälle und des jeweiligen Aussageverhaltens der betroffenen Personen“ scheine sich das Geschilderte „mit überwiegender Wahrscheinlichkeit grösstenteils in etwa wie geschildert zugetragen“ haben.
Makay sieht das anders. Er habe nie jemandem „vorsätzlich“ geschadet, meinte vor 3 Wochen gegenüber Bezirk.ch, ein Lokalmedium.
Zudem habe er sich bei allen entschuldigt. „Damit hatte es sich.“ Makay will im Gemeinderat bleiben. Es gibt keine Strafuntersuchung.
Im Gutachten steht entsprechend, die Untersucher würden „nicht davon“ ausgehen, dass Makays „Handlungen absichtlich oder gar bösartig“ erfolgt seien.

Jetzt im Februar beginnen die Narzissen zu blühen.
Wer in meiner Firma übergriffig wird, fliegt sofort. Egal wie „toll“ der Mitarbeiter sonst noch sein mag: wenn man sowas durchgehen lässt, ist die Kultur der Organisation und die Motivation der Mitarbeiter im Eimer.
Ich werfe nicht gerne Leute raus, aber in diesem Fall dann doch schon.
So ist es richtig.
Es braucht nicht viele Prinzipien, aber 1. es wird im eigenen Zoo nicht gejagt und 2. Firma & Kultur steht über allen Partikular- und Individualinteressen.
Je reicher die Gemeinde, je unverfrorener ihre Mänätscher.
Die vier von der FDP im Gemeinderat wollen nur ihresgleichen oder parteilose, deswegen werden sie den Makay gerne weiterhin im Gemeinderat begrüssen wollen. Sonstig kommt noch jemand von einer anderen Partei, dass die FDP Monopol Stellung „gefährden“ könnte.
Vielleicht wäre es hilfreich, wenn man dem Mann mal das Wort Rücktritt in seinen Arsch rein übersetzt.
Untragbar. Das der das nicht merkt, grenzt schon stark an Debilität.
Nicht (Gemeinde)Rat ist gefragt, sondern Tat.
Wenn Dr. Fabian Müller (FDP), Gemeinderatspräsident von Rüschlikon, Eier hat, setzt er David Makay per sofort ab und diesem unrühmlichen Treiben ein Ende.
Aber leider haben die wenigsten Gemeinderäte Mut. Und diejenigen der FDP – Freunde des Portemonnaie – am wenigsten.
Tja. So einfach ist es zum Glück nicht. Der Gemeindepräsident ist nichts anderes als ein Primus inter pares, der Vorsitzende des Gremiums. Er ist aber nicht der Vorgesetzte der anderen Gemeinderäte und hat keinerlei Befugnis, einen Kollegen „abzusetzen“. Mit „Eiern“ hat das gar nichts zu tun. Herr Ma. kann nur freiwillig zurücktreten – oder nicht mehr gewählt werden, was am 8. März zum 100 Prozent passieren wird.
Was, Bitte hat er genau gemacht ?
Gegrabscht, faule Sprüche oder wie.
Das Eigenbild kann manchmal täuschen:
https://www.tagesanzeiger.ch/rueschlikon-gemeinde-widerspricht-finanzvorsteher-makay-220812538802