Wer manchmal in seinem Leben Kopien benötigt, macht das in der Regel auf Arbeit, wenn niemand schaut.
Wer den Mut nicht hat oder zuhause keinen eigenen Drucker besitzt, geht in eine der 19 Standorte von Copytrend.
Einer heisst Copyprint und befindet sich beim Hauptbahnhof Zürich. Seine Existenz sagt viel über Zürich aus.
Nur hier bezahlen Leute Mondpreise für simple Dienstleistungen und sind anscheinend zu faul, über Varianten nachzudenken (dazu später).
Wie zum Beispiel Tenzin. Er zieht mit der Freundin um und will die Nachbarn vorgängig warnen („etwas Lärm“).
Für die zwei Flyer brummen ihm die HB-Kopierer 9.80 Franken auf. „So expensive!“, nervt sich Tenzin hinterher.
5 Franken seien eben die „Grundgebühr“, erfährt er. Wie beim Taxi. Eine weitere Erklärung: „Wir (sind) sieben Tage die Woche für unsere Kunden da.“
Auf der Homepage des Unternehmens sucht man vergeblich eine Preistabelle für normale Kopien. John bezahlte darum 5.35 Franken für eine A4-Kopie (schwarz/weiss).
„Wucherpreis!“ Auf Google präsentieren die Kunden ihre Quittungen als Trophäen. Zum Beispiel 41.40 Franken für eine A2-Seite.
Mit Transparenz halten sich die Kopierer auch sonst nicht lange auf. Wer im Laden selber kopieren will, muss eine Karte kaufen, die einen Mindestaufladepreis von 10 Franken hat.
Rückgeld gibt es nicht. „Diese Information habe ich nirgendwo auf der Website finden können“, schreibt Leon.
„Vielleicht bringen wir auch diese Information noch irgendwie sichtbar unter“, lautete die Antwort.
Die Öffnungszeit am Sonntag ist der grosse Trumpf des Ladens. Sie gehe nächstes Mal zur Post am Flughafen, überlegt sich eine enttäuschte Kundin.
Der Inhaber spottet: Ja, machen Sie das, wenn Sie unter anderem „Zeit ohne Ende“ hätten. Nicht weit entfernt ist übrigens die grosse Sihlpost: 50 Rappen für eine Kopie (farbig).


Die Unternehmen bezahlen auch Wucherpreise für ihre Lohnabzocke-Angestellten.
Im Ausland geht es viel günstiger.
Es wird Zeit, dass die Unternehmen aufwachen.
Die UBS könnte ihre Dienstleistungen viel günstiger anbieten, würde sie komplett suf die Schweizer Sesselkleber verzichten.
Abwandern. Preise nach unten anpassen. Erfolgreich sein. Das Risiko eines erneuten Scheitern wäre so auch gebannt. Die Angestellten können am besten gleich mit ins Exil.
Diese Mondpreise gibt es überall.
Sachbearbeiter Schweiz: 7‘000 CHF Lohn
Sachbearbeiter Asien: 500 CHF Lohn
UBS. Aufwachen!
Schon wieder frustriert? Lass dir helfen.
Wohnsitzbestätigung (eine Kopie mit Stempel) 20 CHF auf Englisch 30 CHF
Der Staat soll gratis arbeiten. Eine Aufwand Entschädigung ist eine Frechheit. Falsch parkieren 40 Franken??? krank.
Abfallsack 2 Franken 50 Rappen. Für Abfall bezahlen? Erzählt das einmal jemandem in Thailand 🤣
ZH ist auf ellen Ebenen verrückt geworden. Und diese Show der unverhältnismäßigen Kosten ist erbärmlich.
Es ist sehr nützlich, einen privaten Kopierer-CT im Ausland (I, A oder D) zu kaufen. Das bringt etwas… selbst für Papier. Meine, eine HP, war in Liquidation, ist unverwüstlich also seit Jahren immer in Form (+ hat zahlreiche grenzüberschreitende Umzüge überstanden).
Und was bekommen Sie (an Gegenleistung) wenn Sie Ihr Geld zu einer Schweizer Bank bringen?
Wie viel zahlen Sie da und was bekommen Sie dafür?
Eben.
Denkt sich vermutlich auch der Betreiber des Kopierers.