Claudio Cisullo hat entweder einen neuen Stil-Berater. Oder er ist von sich aus auf die Idee gekommen, sich ein schnittigeres Outfit zuzulegen.
Jedenfalls trat der Selfmade-Man mit dem gefüllten Adressbuch kürzlich in der NZZ geradezu weltmännisch auf.

Gefragt ist der Secondo aus Süditalien wegen eines Engagements, das mehr Action als Kohle verspricht:
Die Rettung des FC Zürich. Der FCZ, wie der Fussball-Klub kurz heisst, ist am Rande des Finanzabgrunds angelangt.
„Pfeifen“-Ancillo und Heliane „Rosahaar“ Canepa wollen nix wie weg vom Letzigrund: Fire-Sale eines Vereins, der die Herzen der Zürcher seit 130 Jahren höher schlagen lässt.
Jetzt aber in horrendem Tempo dem steinharten Boden entgegen rast. Verliert der FCZ heute Abend in Genf gegen Servette, geht gar das grosse Zittern um den Verbleib in der obersten Liga los.
In ihrer Not heuerten die Canepas jenen Finanzmann an, der es vom PC-Händler zum Strippenzieher auf dem Wirtschaftsplatz Helvetien gebracht hat.
Und laut „Reichsten-Bilanz“ über 200 Millionen besitzen soll.
Gestern verkündete die „Finanz und Wirtschaft“, Cisullo habe dem FCZ mittels 4 Millionen Franken aus der Schatulle privater Investoren Luft verschafft.

Die Zeitung aus dem Hause Tamedia spekulierte, Cisullo könnte die Anleihe allein gezeichnet haben. Laut dem „Blick“, wo Cisullo Heimvorteil geniesst, seien hingegen „Investoren gefunden“ worden.
Plural.
Die Canepas respektive ihr FCZ wiederum verschickten eine Dementi, das nicht so recht überzeugte; Cisullo sei nicht Hauptinvestor der platzierten Anleihe.
Cisullo selbst schliesslich hatte wiederholt betont, er suche Drittinvestoren. Ob er selber dazu gehöre? Eher nicht.
Time Will Tell. Wichtiger ist die Frage: Kann Cisullo den FCZ retten?
Seit er am Steuer steht, gehts auf dem Rasen noch schneller bergab. Nicht sein Fehler, doch Glück gehört zum Sport, wo der Rubel besonders gross rollt.
Dieses war Cisullo in seiner kurzen FCZ-Zeit nicht hold.
Der kokettiert damit, dass er kein Intimus im Big Business Fussball sei; sein Hauptunternehmen, die Chain IQ, ist eine Insourcering. Sie organisiert den Einkauf für grosse Firmenkunden.
Aus Italien importierte Cisullo einen legendären Spieler und Ex-Azzurri-Nationalcoach, Roberto Donadoni, der ihn bei der Suche nach passenden Käufern unterstützen soll.
Auch Roberto Di Matteo gehört zu Cisullos Auserwählten, ein Italo-Schweizer mit grosser Zeit in den 1990ern im Aargau – dem Kanton, wo Cisullo in seiner „Villa CC“ haust.
Old White Footballer sind die typische erste Massnahme bei solchen Rettungsübungen im Fussball-Zirkus. Erfolgversprechend ist anderes.

Dem FC Zürich fehlt die Seele. Er hat in 20 Jahren Canepa-Herrschaft mehrfache Spitzkehren gemacht. Mal wurde teuer eingekauft, dann auf den Nachwuchs fokussiert.
Nur um zuletzt das Kommando einem Spielerhändler zu überlassen. Die finanzielle Decke wurde ob dem vielen Hin und her immer dünner, die sportlichen Resultate laufend schlechter.
Heute präsentiert sich die Bilanz der Ära Canepa als Desaster: Der FCZ hat trotz seiner treuen Fangemeinde und dem Aufmarsch-Potenzial der grössten Stadt des Landes keine Chance in der Liga.
Im Cup, wo auch Loser-Teams über sich hinauswachsen können, schied der Klub gegen das zweitklassige Stade Nyonnais in der Runde der letzten 32 aus.
Kein zweiter FC Thun, verloren doch die Waadländer ihrerseits im Achtelfinal gegen Xamax, einen anderen „Challenge“-League-Club.
Thun ist das Schlagwort. Ausgemusterte Talente bei den Grossvereinen landeten in der einstigen Waffenstadt und siegen Woche für Woche. Budget: Ein Bruchteil jedes des FCZ, FC Basel, der Young Boys.
Warum schafft das kleine Thun etwas, das der grosse FC Zürich trotz unzähligen Anläufen unter nie erreichte: einen Lauf, eine Konstanz, eine Freude, einen Spirit?
Der Fisch stinkt vom Kopf. Also Canepa. Ihm vertraute der kürzlich verstorbene Sven Hotz den FCZ an, im Ex-EY-Partner wollte der Zürcher Bautycoon das nötige „Gut feeling“ für eine erfolgreiche Führung erkannt haben.
Hotz sollte sich täuschen. Und Canepa? Hat er mit Cisullo, einem unzimperlichen Machertypen, dem der „Aristokrat“ Michael Ringier die Türen zur Macht geöffnet hatte, einen besseren Riecher?

Die liebe Heliane und ihr Gatte Ancillo sind einfach zu alt für den
Job. Mit diesem Claudio Cisullo wird es auch schwierig. Vielleicht
kann er ja seinen guten Freund Sergio Ermotti zu einem Invest bewegen.
Ringier braucht im Letzi niemand.
Gute Idee, schliesslich ist Ermotti noch jung!
Ist das Club mit den ekligen Schmierereien? Sollen den Schaden selbst bezahlen!
Der FCZ ist nur noch ein „Schatten“😥 früherer Zeitabschnitte.
Nichtskönner können halt mal nichts.
Ob Canepa ein guter Wirtschaftsprüfer war kann ich nicht beurteilen. Er hatte viel Glück über Jahre das Geld seiner Frau ausgeben zu dürfen. Er mag ein „gmögiger“ Typ sein aber hatte leider nie eine gute Menschenkenntnis und Führungsstärke.
Das er auf AntePay als Wirtschaftsprüfer reingefallen ist sagt vieles.
Die FCZ-Geschichte ist leider von den Canepas selbst verschuldet. Er will den FCZ als Stier mit seinen Emotionen führen. Sie will einen Fussballclub wie ein Unternehmen führen. Leider geht so beides nicht und darum ist leider der Niedergang des FCZ gegeben. Darum nochmals die Bitte, gebt das Ruder so schnell wie möglich ab.
Bauernclub. Nur goss aus Schweizer Sicht. In DE würde er in der Regionalliga zwischen dem FC Mümmliswil und der Spielvereinigung Nordhausen spielen
Ohne modernes Fussballstadion kein Erfolg!
Beide Stadtzürcher Clubs sind nur noch Schande und Lachnummer zugleich! Die Frage stellt sich ob man die „treuen“ Fans nicht zum Intelligenztest vorladen sollte!
FCZ und GC müssten fusionieren mit einem potenten Finanzgeber im Rücken.
verändert. Alles nur noch Show
und von Fussball sieht man oder hört man nur noch was sie bekommen für einbisschen hinter einem Ball rennen.
Schönes Weekend an alle.
Nun, dieses Mal hinterlässt Heliane wenigstens ohne horrende finanzielle Eigenbezüge ein Chaos….
„Heliane war jahrelang Chefin der Implantatefirma Nobel Biocare. Sie verdiente damals ein Salär von 2 Millionen, doch was einschenkte, waren ihre Aktien, die sie zum Teil auf Kredit kaufte oder als Honorar zugeteilt bekam“